LiberteToujours

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    Cover des Buches Schwarze Madonna9783954514427

    Bewertung zu "Schwarze Madonna" von Josef Rauch

    Schwarze Madonna
    LiberteToujoursvor einem Tag
    Gut recherchiert, voller Lokalkolorit und mit urigen Ermittlern!

    Es geht seltsames vor im schönen Bayern. Frauen sind schwanger, dann sind sie es nicht mehr, Kinder gibt es aber auch keine. Zumindest keine lebenden. Sowieso verhalten sich die jungen Damen in letzter Zeit mehr als seltsam. Privatermittler Marlein und Ex-Pfarrer-Ex-Psychoanalytiker-Hobbydetektiv Bär sind auf der gleichen Spur - sie starten nur von unterschiedlichen Punkten. Klar dass sich ihre Wege da irgendwann kreuzen würden. Und wenn sie beide geahnt hätten, in welches Drama sie da reingestolpert sind, hätten sie vielleicht von Anfang an die Finger davon gelassen..

    Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Dass das Buch interessant wird (Religion, ein paar kleine Verschwörungstheorien, Untergrundsekten - voll mein Ding!) war vom Klappentext schon klar. Dass ich aber auf einmal Heimweh nach Bayern bekomme und mir dringend eine Verfilmung als Fernsehkrimi wünsche (ich hasse Fernsehkrimis. Ich flüchte schon bei den ersten Tönen der Tatortmelodie) das hat mich dann doch überrascht.

    "Schwarze Madonna" hat mich von der ersten Seite ab überzeugt und mitgerissen. Oft hab ich mit Krimis leichte Anlaufschwierigkeiten. Oft beginnen sie für mich zu zäh und zu langsam, Spannung und Lesefluss gehen oft mal zugunsten der Atmosphäre flöten. Hier. Nicht. Von Beginn an macht das Lesen unglaublichen Spaß, der pointiert und geschickt eingesetzt Humor machen das ganze zu einem echten Vergnügen, von der ersten Seite an. Und dann dauert es auch schon nicht mehr lang, bis die erste Leiche auftaucht und die Sache richtig Fahrt aufnimmt. 

    Außerdem beherrschen beide Autoren einfach ihr Handwerk. Das Buch ist mit viel Mühe und Liebe zum Detail recherchiert und geschrieben. Nebenbei erfährt man als Leser allerhand Hintergrundinformationen. Marleins Marienwallfahrt ist ein kleines, super informatives und anschauliches Roadmovie durch die schönsten Ecken Bayerns. Und auch der Schreibstil ist bemerkenswert. Die Kapitel wechseln ab, mal aus Bärs, mal aus Marleins Perspektive. Und beide grenzen sich nicht nur durch die Kapitelüberschriften voneinander ab, nein auch die Art des Erzählens ändert sich komplett. Während Marlein eher ausschweifend berichtet ist Bärs Art eher knapp und nüchtern. Am Anfang vielleicht gewöhnungsbedürftig - aber schnell wird es zum großartigen Gimmick, das das Lesen nochmal zusätzlich netter macht.

    Alles schön und gut, alles toll, alles tutti. Letztendlich lebt das Buch aber von seinen beiden Protagonisten. Denn die zwei sind es, die das Buch von einem guten, soliden, spannenden Krimi zu einem absoluten Hit machen, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Marlein mit seiner leicht versnobten Naivität, Bär mit seinem trockenen Pragmatismus.. besonders letzterer hat es mir angetan. Ich fand ihn bewundernswert, zum knuddeln, zum schreien komisch, authentisch und und und und. 

    Lange rede kurzer Sinn - ich bin Fan geworden. Und ich freue mich unglaublich auf die nächsten Fälle der beiden Ermittler. Gut, dass es da auch schon ein paar gibt.. 

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    Cover des Buches Leichen, die auf Kühe starren9783709979228

    Bewertung zu "Leichen, die auf Kühe starren" von Tatjana Kruse

    Leichen, die auf Kühe starren
    LiberteToujoursvor 8 Tagen
    Wieder der Hit!

    In Kitzbühel ist die Hölle los - trotz Nebensaison. Die größten Verbrecherbosse Europas planen ein Treffen, eine seltsame ältere Frau mit Schildkröte taucht auf, ein Hotel ist voller seltsamer dubioser Gäste, ein Hansi Hinterseer Fanclub stürmt den Ort mit einem verbrecherischen Plan und zu allem Überfluss tauchen auch noch Leichenteile auf. Zufall? Hängt alles zusammen? Leo stolpert unversehens in das Abenteuer ihres Lebens..

    Ach, ich kanns nicht anders sagen, ich bin Kruse Fan. Ich war beim Lesen erste eine Weile skeptisch - beim lesen ist das Eingangs schon ein gigantisches Kuddelmuddel, scheinbar völlig ohne zusammenhang und voller Chaos. Bleibts auch irgendwie bis zum Ende. Und trotzdem - irgendwie rutschen die Puzzleteile dann doch wieder perfekt ineinander und ergeben ein stimmiges Ganzes und das ist eine ganz, ganz großartige Leistung! In dem Kontext mochte ich es auch besonders, dass zum Schluss sogar das Schicksal völlig unbedeutender Nebencharaktere aufgeklärt wird - nur auf einer halben Seite, kurz und bündig, aber das macht die Sache richtig rund.

    Was allerdings auch hier wieder den Ausschlag gegeben hat waren die großartigen Charaktere. Jetzt mal ehrlich, wer könnte eine Kungfu - Omi, die ihre Schnappschildkröte mit völlig bescheuertem Namen in ihrer übergroßen Handtasche mit sich spazieren trägt bitte nicht lieben? Es ist so herrlich skurril und unglaubwürdig, dass man sich irgendwie schon wieder nicht wundern würde, wenn alles haargenau so passiert wäre. Der Humor ist pointiert und immer auf den Punkt und und und.. 

    Man merkt, ich komme aus dem Lob fast nicht mehr raus. Weil ich aber auch finde, dass Krimi mit Humor immer eine so schwierige Gratwanderung ist. Man muss schauen, dass Spannung und Handlung nicht auf der Strecke bleiben während man von einem Gag zum nächsten jagt - und das geht viel zu oft schief.

    Tatjana Kruse ist für mich ein absolutes Must-read geworden und auch hier wurde ich mehr als gut unterhalten!

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    Cover des Buches Achtzehn9783785726778

    Bewertung zu "Achtzehn" von Anton Berg

    Achtzehn
    LiberteToujoursvor 10 Tagen
    Schlag auf Schlag!

    Nachdem Axel einen nicht genehmigten Podcast über die Verbindung diverser Morde online stellt ist er seinen Job los - und das soll noch sein kleinstes Problem sein. Denn die Menschen, denen er mit seinen Ermittlungen auf die Füße getreten ist, lassen sich gar nicht gern in ihren Machenschaften stören. Und ihre Kontakte reichen weit..


    Ich hab oft so meine Probleme mit Skandinavischen Thriller. Unbestreitbar, sie sind immer spannend, atmosphärisch und gut. Aber durch die Fülle an ungewöhnlichen Namen und Orten verliere ich beim Lesen auch oft schnell die Orientierung und den roten Faden. Hier war das nicht der Fall. Dass unsere Protagonisten schlicht Axel und Stella heißen und das Personenregister überschaubar bleibt hat dabei sicherlich immens geholfen. 

    Der Thriller tritt quasi von Anfang an aufs Gas - man bekommt wenig Zeit sich einzugewöhnen bevor die Handlung Fahrt aufnimmt, die Spannung bleibt Konstant hoch und ein Ereignis folgt direkt auf ein anderes. Anton Berg hat es geschafft, die Spannungskurve konstant hochzuhalten, Langeweile kommt beim Lesen sicherlich nicht auf, im Gegenteil - es ist ziemlich schwer, eine passende Stelle zu finden um das Buch mal aus den Händen zu legen.

    Auch die Charakterzeichnungen sind gut gelungen. Stella, Axels treue Freundin un Mitstreiterin, war von Anfang an mein Favorit und ist das auch geblieben. Sie ist tough, lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen und wuppt neben ihrem Anspruchsvollen Job auch noch die Rolle der Alleinerziehenden Mutter mit Bravour. Starke Frauen sprechen mich immer an und diese ist hervorragend gelungen! Axel war mir stellenweise ein bisschen zu naiv und blauäugig, wie er da planlos durch seine Ermittlungen stolpert - trotzdem. Er war durchweg authentisch und es hat mir Spaß gemacht, ihn auf seinem Weg zu begleiten.

    Einzig das Ende hat mich nicht zufriedengestellt. Der Showdown war dramatisch und actionreich - da kann man diskutieren ob das nicht vielleicht schon ein bisschen drüber war, bleibt wohl Geschmackssache. Gestört hat mich aber wirklich, dass so viele Fragen am Ende offen bleiben. Im Endeffekt hat Axel nichts gewonnen. Vielleicht ist hier ein zweiter Teil geplant, ich weiß es nicht. Ich hatte nach dem Ende auf jeden Fall ein ordentlich unbefriedigtes Gefühl.

    Alles in allem ist Achtzehn ein toller, spannungsgeladener Politthriller, der mir viel Freude bereitet hat. Das Ende hinterlässt einen leicht Faden Beigeschmack, aber alles andere ist fast perfekt gelungen!

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    Cover des Buches Die Köchin von Castamar9783570103920

    Bewertung zu "Die Köchin von Castamar" von Fernando J. Múñez

    Die Köchin von Castamar
    LiberteToujoursvor 12 Tagen
    Vielversprechender Auftakt!

    Clara hat endlich wieder eine Anstellung als Köchin gefunden. Muss sie sich am Anfang noch mit simplen Hilfsarbeiten zufrieden geben, steigt sie schnell auf. Ihre Arbeitsmoral und ihr kulinarisches Geschick helfen ihr dabei. Allerdings sieht es nicht jeder gern, dass sich eine Verbindung zwischen ihr und dem Herzog daraus ergibt.. 

    Zu Beginn: Es handelt sich hier um den Auftakt einer Reihe. Mir war das zu Beginn nicht wirklich bewusst, sodass ich am Ende etwas enttäuscht vor einigen losen Fäden stand. Wenn man sich da aber von Anfang an drauf einlässt ist es sogar besser so - denn in diesem Roman passiert so viel, dass man in einem einzigen Buch unmöglich alle Handlungsstränge zufriedenstellend verweben hätte können. 

    Munez hat einen wunderbaren, ansprechenden Schreibstil mit ganz viel Liebe zum Detail. Besonders Claras Rezepte und der Küchenalltag allgemein werden liebevoll ausgeschmückt und plastisch geschildert. Selbst ohne es zu probieren kann man sich als Leser die Köstlichkeit von Claras Kreationen gut vorstellen. Und dennoch kommt die Spannung nicht zu kurz - nicht nur Clara wird das Opfer einiger Intrigen, auch der Herzog selbst befindet sich im Fadenkreuz gefährlicher Widersacher. 

    Auch Clara als Protagonistin finde ich gut gelungen. Sie ist sympathisch und loyal, wächst dem Leser schnell ans Herz. Hier finde ich leider auch das einzige kleine Manko des Buches. Claras Krankheit, für mich einer der spannendsten Aspekte der Geschichte, kam für mich leider zu kurz. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht!

    Mir hat der Auftakt gut gefallen - und er macht definitiv Lust auf den zweiten Teil!

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    Cover des Buches Hast du das wirklich erlebt?9783948156244

    Bewertung zu "Hast du das wirklich erlebt?" von Rike Reiniger

    Hast du das wirklich erlebt?
    LiberteToujoursvor 22 Tagen
    Kinder fragen, AutorInnen antworten!

    Lesungen gehören zu den Leben von Autoren und Autorinnen einfach dazu - genau wie die Fragen, die ihnen im Zuge dessen gestellt werden. Wenn das Publikum aus Kindern besteht können diese Fragen manchmal ganz schön kniffelig zu beantworten sein - aber auch erstaunlich pfiffig und lustig. eine Gruppe von AutorInnen hat diese Fragen gesammelt und im Zuge dieses Buches beantwortet.

    Das Buch besteht aus vier Teilen. Es beginnt mit einer kurzen Einleitung, daraufhin folgt eine Sammlung von Kinderfragen die von verschiedenen AutorInnen beantwortet wurde, danach eine kleine Vorstellungsrunde der Beteiligten und am Ende ein Mitmachteil für den Leser. Besonders letzteres hat mir gut gefallen. Besonders für Kinder stelle ich es mir immer toll vor, wenn ein Buch nicht nur zum Lesen, sondern zum interagieren einlädt. 

    Der Frageteil ist durchaus interessant - auch als Erwachsener kann man hier noch eine Menge lernen. Jedem von uns ist wohl klar, dass ein Autor nicht dem kompletten Buchpreis erhält, dass es sich letztendlich pro verkauftem Exemplar nur um ein paar Cent handelt hat mich aber doch erstaunt. Ebenso fand ich es spannend, mal ein bisschen hinter die Kulissen schauen zu dürfen und etwas über den privaten Schreiballtag zu erfahren. Manchmal wirkten die Antworten für mich aber nicht wirklich authentisch sondern ein bisschen gekünstelt und geplant. Ich kann das durchaus nachvollziehen, alles was man in der Öffentlichkeit sagt und schriebt sollte wohl überlegt sein - dennoch fand ich es einfach ein bisschen schade. Auch den Vorstellungsteil der AutorInnen hätte ich mir eher am Anfang als am Ende des Buches gewünscht, sodass man vor den Fragen schon die Möglichkeit gehabt hätte, sich ein bisschen mit ihnen bekannt zu machen. Die Gestaltung des Buches, voller liebevoller Illustrationen, hat mir hingegen wieder wahnsinnig gut gefallen!

    Diese Fragesammlung für Kinder ist definitiv interessant zu lesen - man erfährt auch unterhaltsame Art das eine oder andere Neue und kann durchaus auch schmunzeln über die Gedanken, die Kinder sich teilweise so machen (mein Favorit war hier die Frage nach dem Alter einer Autorin). Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen!

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    Cover des Buches Die 12 Leidensstationen nach Pasing9783453272842

    Bewertung zu "Die 12 Leidensstationen nach Pasing" von Stefan Wimmer

    Die 12 Leidensstationen nach Pasing
    LiberteToujoursvor einem Monat
    Die Trivialität der Jugend..

    Die Kajal Clique besteht aus den coolsten Jungs der Stadt - zumindest sehen sie das selbst so. Dass die meisten anderen das ein bisschen anders sehen ist ihr Problem. Ist ja auch egal. Wichtig sind andere Dinge - Partys, Punk und Frauen.

    Das Buch spielt Mitte der Achtziger - und hätte doch genau so gut auch Jugendliche dieser Zeit beschreiben können. Dann wären die schrägen Frisuren halt von seltsamen Turnschuhen und Hochwasserhosen oder ähnlichem abgelöst worden. Das was passiert ist völlig austauschbar und absolut belanglos. Und gerade deswegen so genial. Denn genau so ist die Jugend - das Leben besteht aus einer Abfolge von Trivialitäten, die in dieser Phase aber die Welt bedeuten. Bloß kein Spätzünder sein, generell das Image, bloß´nicht in die Norm passen - eigentlich völlig egal, und trotzdem das wichtigste der Welt. Gedanklich plant man niemals weiter als bis zur letzten Party und sowieso ist man missverstanden von der halben Welt. Die Tage fließen ineinander, als wären sie konturlos, aber das muss nicht kümmern. In diesem Alter ist man sowieso unsterblich. Gerade diese Austauschbarkeit, die Möglichkeit sich wieder zu finden und über die eigene Jugend zu lachen, die so verschieden wahrscheinlich gar nicht war macht die Genialität des Buches aus.

    Das Sternchen Abzug gibts für die ein oder andere Schlampigkeit beim Schreiben - Platoon, ein Film der im Buch mehrmals Erwähnung findet - kam meines Wissens nach erst ein Jahr später überhaupt auf den Markt. Eigentlich völlig wurscht für die Geschichte, mich stört sowas aber trotzdem immer ein bisschen.

    Die 12 Leidensstationen nach Pasing ist und bleibt aber lesenswert - für Jugendliche der Achtziger, für Kinder der Neunziger wie mich und wahrscheinlich auch für jede Generation danach. 

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    Cover des Buches Das Zuckerfrei-Kochbuch für Kinder9783965840263

    Bewertung zu "Das Zuckerfrei-Kochbuch für Kinder" von Cathy Hummels

    Das Zuckerfrei-Kochbuch für Kinder
    LiberteToujoursvor einem Monat
    Das Auge isst mit!

    Dass Zucker in den Mengen, in denen ihn die meisten von uns verzehren nicht gesund ist, wissen wir alle. Doch schon die kleinsten bekommen ihn und gewöhnen sich schnell daran. Cathy Hummels zeigt hier echte Alternativen, die den kleinen auch noch Spaß machen und schmecken!

    Logisch, das Rad wird hier nicht neu erfunden. Wenn man sich schon ein bisschen mit dem Thema Zucker und gesunde Ernährung auseinander gesetzt hat, wird man hier auch vielen lesen, das man schon kennt. Das macht das Buch aber eben auch geeignet für absolute Neueinsteiger. Die Rezepte sind einen gut recherchierten, theoretisch fundierten Rahmen eingebettet - mit allerhand nützlichen Informationen zu gesunder Ernährung, Nahrungsmitteltabellen, einer Auflistung von Superfoods und vielem mehr. Die Rezepte reichen zwischen "Basic" - hat wohl jeder schon mal gekocht - bis zu "Wow" - hab ich so noch nie gesehen und will ich unbedingt probieren - und ecken dabei von Frühstück bis Abendessen und kleinen Snacks alles ab.

    Ich mochte es, dass hier nicht permanent ein erhobener Zeigefinger mitschwingt. Zucker in Maßen (wenn auch sehr geringen) ist schon okay und man sollte nicht päpstlicher als der Papst sein. Letztendlich geht es auch um Spaß und Genuss, was besonders den kleinen die Sache wohl erleichtern wird. 

    Was mich hier besonders überzeugt hat war die Aufmachung des Buches. Gerade bei Kochbüchern finde ich es unglaublich wichtig, dass die Optik ansprechend ist, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Hier sind nicht nur die Fotos wirklich toll gemacht, auch insgesamt wirkt das ganze Buch sehr hell, übersichtlich und aufgeräumt.

    Mich hat das Buch auf ganzer Linie überzeugt - und das obwohl ich als kinderlose Mittzwanzigerin noch nicht mal annähernd der Zielgruppe entspreche!

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    Cover des Buches Nightrunner9783492704748

    Bewertung zu "Nightrunner" von Lukas Hainer

    Nightrunner
    LiberteToujoursvor einem Monat
    Gekonnte Mischung!

    Evelyn und Leonow - beide leben in einer vom Krieg zerstörten Welt. Evelyn als Nightrunner, immer auf der Suche nach neuen Schätzen, die sich zu Geld machen lassen. Leonow auf der Suche nach seiner Herkunft. Doch ihre Wege sollen sich kreuzen - und beide eine größere Rolle im Schicksal der Welt spielen, als sie jemals ahnen konnten...

    Das Buch ist geschickt aufgebaut - man beginnt mit einem längeren Intro, dass in Leonows und Evelyns Kindheit spielt, erst danach gibt es einen größeren Zeitsprung und man landet in der Welt nach dem Krieg. So konnte man alles schon ein bisschen beschnuppern - die neue Welt und unsere Protagonisten, sich schon ein bisschen einstimmen. Und das ist auch notwendig. Denn selbst wenn wir hier vielem Altbekannten begegnen - Engeln, verschiedenen mythologischen Elementen, realen Städten, bekannten Namen, klassischen Fantasyelementen - hat Lukas Hainer mit "Nightrunner" eine komplett neue Welt erschaffen. Gerade das hat mir besonders gut gefallen - das neu zusammen mischen von bekannten Elementen, die dann etwas völlig eigenes erschaffen. Und als Wahlwienerin hab ich mich natürlich auch gefreut, dass der ganze Roman in meiner Stadt spielt.

    Der Autor schafft es, permanent ein konstantes Level an Spannung aufrecht zu erhalten. Wenn man nicht gerade gemeinsam mit den Protagonisten auf der Flucht ist rätselt man an diversen offenen Fragen herum und versucht die einzelnen Puzzlestücke stimmig zusammen zu setzen. Die größte Stärke des Buches - Spannung, Action, Abenteuer - ist aber auch gleichzeitig seine größte Schwäche. Obwohl es doch relativ umfangreich ist passiert einfach zu viel, um alles so detailliert zu klären, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Charakterentwicklung der Figuren bleibt ein bisschen auf der Strecke und auch die eine oder andere Frage wird nicht vollständig geklärt, was ich bei einem eigenständigen Roman immer etwas schade finde.

    Dennoch ist "Nightrunner" eine klasse Dystopie - das Lesen hat irrsinnig viel Spaß gemacht, spätestens ab der Mitte will man das Buch sowieso nicht mehr weglegen. Daumen hoch!

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    Cover des Buches Wir haben keinen Kontakt mehr9783990650165

    Bewertung zu "Wir haben keinen Kontakt mehr" von Andreas Jungwirth

    Wir haben keinen Kontakt mehr
    LiberteToujoursvor einem Monat
    Momentaufnahmen..

    David ist auf der Suche. Nach der Liebe, dem Sinn des Lebens und wahrscheinlich am meisten nach sich selbst. Viele Menschen haben im Laufe der Jahre seine Wege gekreuzt, kaum einer ist geblieben..

    Das Konzept des Buches ist wahnsinnig spannend und innovativ. Man fragt sich unweigerlich - was würden die Menschen, die mich kurz oder länger begleitet haben über mich erzählen, welches Bild würde sich ergeben. Denn genau das lesen wir hier eigentlich - eine Persönlichkeitsstudie aus den Perspektiven verschiedener Menschen, die alle ihren eigenen, ganz persönlichen Blickwinkel in die Sache mit hinein bringen. Die Erzählungen sind kurz und prägnant, aber sicher nichts für zimperliche Menschen. Es wird nichts geschönt und nichts ausgelassen - so wie wir alle war David nicht immer ein angenehmer Zeitgenosse. 

    Einerseits kann ich nicht verleugnen, dass das Buch irgendwas in mir bewegt hat. Die Emotionen werden definitiv transportiert und ein unangenehmes, beklommenes Gefühl bleibt beim Lesen nicht aus. Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Es ist mir schon klar, worin der Sinn in diesen Momentaufnahmen besteht, trotzdem blieb für mich am Ende so alles ein bisschen lose und nicht ganz rund. Ein paar Seiten mehr hätten für mich nicht geschadet.

    "Wir haben keinen Kontakt mehr" ist trotz kleiner Schwächen ein interessantes Werk, dass es sich definitiv lohnt zu lesen. Es sticht aus der Masse heraus, im positiven und negativen und wird ganz sicher polarisieren. 

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    Cover des Buches Das Reich der Grasländer 19783608949544

    Bewertung zu "Das Reich der Grasländer 1" von Tad Williams

    Das Reich der Grasländer 1
    LiberteToujoursvor 2 Monaten
    Die Nornen erheben sich..

    Die totgeglaubte Nornenkönigin ist wieder erwacht und greift nach der Macht - ein neuen Krieg droht über Osten-Ard zu ziehen. Das Königspaar steht vor neuen Herausforderungen - gemeinsam mit alten und neuen Verbündeten gegen alte und neue Feinde.. 

    Auch wenn dies nicht mein erstes Buch der Reihe ist fiel mir der Einstieg schwer. Die kurze Zusammenfassung des bisher gewesenen zu Beginn war zwar eine nette Idee, hat es mir aber eher erschwert als erleichtert. Dutzende Namen, die man nach längerer Zeit nicht mehr auf dem Schirm hat und so auch nicht wirklich auseinander halten kann prasseln auf den Leser ein und am Ende der etwa ein Dutzend Seiten hat man keine Ahnung mehr, wo einem denn der Kopf steht. Auch danach habe ich noch etwa 100 Seiten gebraucht, um wirklich in der Geschichte anzukommen und mich wieder zurecht zu finden.

    Hat man das dann aber mal geschafft und sich durchgebissen folgt die Belohnung auf dem Fuße. Tad Williams hat es wieder einmal geschafft, unzähliche Handlungsstränge parallel laufen zu lassen, alle über Ecken miteinander verbunden. So begleitet man die Geschicke der Welt und den Beginn dieses neuen Krieges aus vielen verschiedenen Perspektiven. Es bildet sich ein perfekt abgerundetes Bild der Handlung.

    Mir hat es auch gut gefallen, dass der Autor immer wieder zwischen schnellen, spannungsgeladenen Passagen und ruhigeren, in denen eigentlich kaum etwas passiert, gewechselt hat. 

    Dieses Buch fügt sich perfekt in die Reihe ein - es ist anspruchsvoll, man muss gewillt sein sich darauf einzulassen, wenn man das aber schafft wird man in eine gleichsam grausame wie wundervoll Wellt gesogen. Definitiv eine Leseempfehlung von mir!

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    Über mich

    • 14.09.1993

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