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    Cover des Buches Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen (ISBN: 9783737358842)

    Bewertung zu "Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen" von Neal Shusterman

    Game Changer - Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
    Lieblingsleseplatzvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ich bin durch dieses Buch tatsächlich demütiger geworden! Viele Gedanken daraus werden mich noch lange begleiten.
    Ein wahrer Game Changer das Buch!

    Krass.

    Perfekt.

    Bewegend.

    Selten kann ich über einen Roman sagen, dass er mein Leben verändert hat. Eher bei Sachbüchern oder Ratgebern, die ja evtl. Wissen vermitteln, die mein Leben oder meine Gesundheit positiv beeinflussen. Bei Romanen habe ich das nur bei den Büchern von Julia Dippel erlebt. Da war es aber weniger der Inhalt, sondern mehr ihr unvergleichlicher Schreibstil, der mich für viele andere Bücher nachhaltig verdorben hat und mein Anspruchs-Level in unendliche Weiten hob.

    Hier wurde mein hoher Anspruch jedoch nicht enttäuscht. Neal Shusterman schreibt auf seine ganz eigene Weise fesselnd, humorvoll und kritisch zugleich.

    Das Cover macht schon sehr neugierig – und ist richtungsweisend.

    Was wäre, wenn Du der Mittelpunkt des Universums wärst und unendliche viele Möglichkeiten hättest, unsere Realität anzupassen nur durch eine kleine Änderung? Was würdest Du zuerst ändern? Und würdest Du es richtig machen? Mal vorausgesetzt, Du wüsstest, dass Du ändern kannst und wie.

    „Es gibt Entscheidungen, die wir treffen, Entscheidungen, die für uns getroffen werden, und Dinge, die wir so lange ignorieren, bis es ohnehin keine Wahl mehr gibt.“ (S. 12)

    …um es vorweg zu nehmen, der Protagonist in diesem Buch verbockt es erstmal so richtig.

     

    Ash ist ein weißer, privilegierter, heterosexueller cis-Junge, der gern Football spielt und sich gern mit seinen Freunden aller Hautfarben und Gesinnungen umgibt. Er hält sich für total tolerant. Bis er buchstäblich am eigenen Leib erfahren muss, wie es ist einer Minderheit anzugehören…

    „Damals dachte ich, weil ich eine diverse Gruppe von Freunden hatte, könnte ich mein Kästchen für soziale Verantwortung abhaken. Als ob es für mich nichts mehr zu tun gäbe, als ein bisschen Braun an meinem Tisch zu haben. „Hautfarbe sollte keine Rolle spielen“, hat man mich immer gelehrt – und ich habe es immer geglaubt. Aber es gibt einen großen unterschied zwischen dem, was sein sollte, und dem was ist. Und privilegiert zu sein heißt, diese Kluft nicht wahrzunehmen.“ (S.15)

    Aber auf Anfang: Bei einem harten Zusammenprall auf dem Spielfeld verliert Ash kurz das Bewusstsein. Kurz darauf bemerkt er, dass STOP-Schilder plötzlich blau und nicht mehr rot sind (doof, wenn ein LKW kommt und man das STOP-Schild deswegen übersieht). Und als wäre das nicht seltsam genug – alle Anderen um ihn herum glauben, das das schon immer so war. Sogar Geschichtsbücher belegen plausibel, warum Achtung-Schilder blau und nicht rot sind. Weil rot die Autofahrer aggressiv macht…

    Auf diesen ersten Sprung in eine alternative Realität folgen noch weitere bis Ash heraus findet, dass ER derjenige ist, der diese Verschiebungen verursacht. Teils auf die harte Tour, denn anders farbige Verkehrsschilder sind Nichts im Vergleich zu den Veränderungen in Punkto Rassismus, Homophobie und Sexismus die nicht zuletzt Ash ganz persönlich zusetzen…

    Ob er die Kontrolle über diese Sprünge erlangen kann? Und noch viel wichtiger… kann und will er die Veränderungen wieder gerade biegen?

     

    Ich bin total geflasht! 

    Die Idee ist sowas von genial. Ich habe sofort darüber nachdenken müssen, was ich tun würde, wenn ich so kleine, aber doch entscheidende Veränderungen in meinem Leben bemerken würde… Wenn meine Tochter vielleicht anders heißen würde z.B., denn es sind ja echt immer wenige Sekunden, die über ein Leben entscheiden.

    Vom genialen Plot mal abgesehen – Ich hatte schon fast vergessen, WIE gut der Autor schreibt. In seinem lockeren Stil verbringt er soviel Gesellschaftskritik, dass ich echt Gänsehaut bekommen habe beim Lesen. Ich habe mindestens schon drölfzig Zitate gesammelt, die ich gern in meine Rezension packen würde – und das im ersten Viertel!!!

    „Man isst, was einem die Eltern auf den Lebensteller legen.“ (S. 14)

    Das Thema Rassismus, Gleichberechtigung und Gendersprache wird hier im Hause sehr oft diskutiert. Wir sind alle privilegiert, dennoch dachte ich, ich würde mich sehr für Gleichberechtigung einsetzen. Dieses Buch eröffnet mir jedoch eine ganz neue Sichtweise – nämlich die der Betroffenen. Apropos Betroffene…. am Ende kommt noch kurz das Thema Gleichberechtigung der Frauen auf. Nie im Leben hätte ich gedacht, das mir als Frau so wenig bewusst ist und einfach als „normal“ angesehen wird… Auch hier ist ein Umdenken erforderlich.

    „Wusstet ihr, dass All-American häufig ein Codewort für weiß ist? Das Hatte Leo mir mal erklärt. Ich hatte ihm damals nicht geglaubt. (…) „Deine Ignoranz ist wie eine Schicht Volltrottel-Sonnenschutz, die ich abkratzen muss, um dich dem Licht auszusetzen!“(S. 114)

    Falls ich überhaupt was kritisieren wollte, wäre es vielleicht die Flut an Themen der Ungerechtigkeit. Bis auf Religionsfreiheit wurde hier fast Alles angesprochen. Alles wichtig, keine Frage, aber evtl. wäre eine Konzentration auf 2 Themen intensiver und wirkungsvoller gewesen.

    Auffallend ist die verwendete Sprache. Ein großes Lob an die Übersetzer! Einerseits die lockere jugendliche Sprache und direkte Anrede der Leser. Auf der anderen Seite ist mir die extrem intelligente Sprache aufgefallen, keine Angst vor Fremdwörtern – ungewöhnlich für ein Jugendbuch. Aber super!!! 

    Ich hab dann mal nachgeschaut, wer übersetzt hat und gesehen, dass das sogar 3 Übersetzer waren.. mich würde interessieren, wie das geht. Auf jeden Fall haben sie einen tollen Job gemacht!

    Was mir auch aufgefallen ist, das ist tatsächlich das erste Buch, das ich lese, das die Corona-Pandemie thematisiert ohne sie zum Thema zu haben. Das Buch spielt ja offensichtlich in einer (hoffentlich) nahen Zukunft, in der die Pandemie nicht mehr Teil unseres Alltags ist. Dennoch wohl noch nicht allzu lange her, da die Beisetzung des Opas vor einigen Monaten noch unter Pandemiebedingungen mit Abstand und Maske statt fand. Schon seltsam, das so zu lesen. Bisher waren Bücher für mich immer eine Flucht aus der Realität. Aber klar, wenn es nicht komplette Phantastik ist, gehört das einfach dazu…

    „In letzter Zeit haben wir alle gelernt, dass die Realität sehr surreal werden kann – doch am Ende gibt es immer etwas, das einen erdet.“ (NEAL SHUSTERMAN S.403)

    Schlussendlich sind es WIR SELBST die es in der Hand haben unsere Welt zu ändern und nicht das Universum ;-)

    Ich glaube, die Zeit in der das Buch erschienen ist, ist genau die Richtige. Denn Hand aufs Herz – wie oft habt ihr euch in den letzten Monaten gefragt, was wäre gewesen wenn dieses beschissene Virus nicht gewesen wäre? Doch WER wären wir ohne die gemachten Erfahrungen…?

    Ich bin reicher und tatsächlich demütiger durch dieses Buch geworden.

    Absolute Lese-Empfehlung!

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches M.A.G.I.K. (2). Das Chaos trägt Krone (ISBN: 9783401606194)

    Bewertung zu "M.A.G.I.K. (2). Das Chaos trägt Krone" von Tanja Voosen

    M.A.G.I.K. (2). Das Chaos trägt Krone
    Lieblingsleseplatzvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Glitzermagische Freundschaftsgeschichte!
    Es geht endlich weiter!

    Jipiieeee!

    Es geht endlich weiter! Nach M.A.G.I.K. – Das Chaos trägt Krone kommt endlich wieder eine ordentliche Prise Glitzer und Magie zu unseren Lieblingsleseplätzen!

    Im ersten Band dieser magischen Feel-Good-Reihe ist Prinzessin Romina über das Schutzprogramm von M.A.G.I.K. im Hause eines Agenten untergekommen weil es einfach nicht mehr sicher in ihrem Königreich für die königliche Familie war. Dieser Agent hat zufällig eine Tochter im selben Alter. Das könnte wunderbar passen – WENN die beiden Mädchen nicht so grundverschieden wären! Nele ist nämlich so gar keine Prinzessin – sie spielt gern Fußball und hasst rosa und Glitzer! Das führt natürlich zu allerlei Turbulenzen…

    Nachdem Nele und Romy am Ende des ersten Bandes nun doch Freundinnen geworden sind, ist es gar nicht mehr soooo schlimm, dass Romy noch ein Weilchen bleiben muss. Im Gegenteil. Romy beginnt ihr Leben in unserer nicht-magischen Welt zu genießen und hat sogar in der Schule sehr viel Spaß. Und sie möchte gerne bei der Theater AG mitmachen. Das ist aber ein Problem, wenn man ja eigentlich NICHT auffallen sollte… Es gelingt Romy mit Hilfe von Nele ihren Gast-Papa-Agent davon zu überzeugen, es sie versuchen zu lassen. Ob das eine gute Idee war?

    Aber trotz vieler Fettnäpfchen, mysteriösen Unfällen und Heimlichtuereien beweisen die Freundinnen am Ende wieder, dass wahre Freunde einen nie im Stich lassen!

    Ich liebe Theater. Von daher ist mir das Hauptthema dieses Bandes etwas näher als Fußball bei Band 1. Ich fand es spannend, wie die Kinder diesen Ausflug in die Bühnenwelt erleben. Aber eigentlich ist es ja auch ganz egal, WAS die Freunde erleben – das WIE ist das herausragende Merkmal dieser Reihe.

    Ich liebe es, wie Tanja Voosen die Kinder beschreibt. Es ist einfach OK auch mal peinlich zu sein oder wütend oder misstrauisch. Hier werden echte Kinder beschrieben mit all ihren Macken und Liebenswertigkeiten. Das ist großartig! Es ist OK Fehler zu machen, wichtig ist, wie man damit umgeht. Unterhaltung, die so viel mehr lehrt als solche mit erhobenem Zeigefinger.

    Ich liebe die Geschichten rund um Nele und Romy und hoffe auf mindestens drölfzig Bände mehr. Der witzige Schreibstil und die herzerwärmenden Botschaften machen diese Reihe einfach nur glitzermagisch wunderbar!

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    Cover des Buches Shelter (ISBN: 9783743200517)

    Bewertung zu "Shelter" von Ursula Poznanski

    Shelter
    Lieblingsleseplatzvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend. Beängstigend. Und doch absolut denkbar.
    Spannend. Beängstigend. Und doch absolut denkbar.

    Spannend. Beängstigend. Und doch absolut denkbar.

    Ich glaube, das ist genau das Geheimnis, warum die Bücher von Ursula Poznanski so unglaublich erfolgreich sind: Sie sind absolute Pageturner, haben immer eine Spur Fiktion im Plot aber IMMER denkt man sich – so ganz abwegig ist das Ganze nicht…

    Und dass Verschwörungstheorien in einem absurden Tempo die Welt erobern, das kann in der aktuellen Zeit wohl Niemand mehr abwegig finden. Leider.

    Es fing mit einer feuchtfröhlichen Party an, nach der ein paar junge Leute aus Langweile heraus eine Verschwörungstheorie erfinden. Für Benny, Darya, Till und Nando eher ein lustiges Gedankenkonstrukt – für die Psychologiestudentin Liv die Chance, endlich ein Thema für ihre Bachelorarbeit gefunden zu haben. Die Gruppe erfindet eine Theorie (Dass Außerirdische die Menschheit infiltrieren um durch die Klimaerwärmung die Erde zu einem guten Lebensraum für sie zu machen), ein dazu gehöriges Zeichen welches sie in ihrer Stadt sprayen (OC – was eigentlich nur Glasränder auf einer Serviette waren) und verbreiten diese Theorie mittels Fake-Accounts in den sozialen Medien. Ein harmloser Gruppenspaß also, den die Studenten alsbald aufklären wollen… doch dass sich das Ganze innerhalb weniger Tage wie ein Lauffeuer verbreitet und verselbständigt, das hätte so Keiner der 5 erwartet. Vor allem nicht, dass man eine manifestierte Verschwörungstheorie gar nicht mehr aus dem Denken der Menschen entfernen kann – so sehr man es auch versucht! Schlimmer noch, Benny muss am eigenen Leib erfahren, dass ein Aufklärungsversuch sogar lebensgefährlich sein kann…

    Wow.

    Das Buch hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Ich durfte es ja schon vor 2 Wochen lesen. Es kam mitten in den Vorbereitungen zur Familienfeier an. Ich kann mit Stolz behaupten, dass es trotzdem was zu essen gab ;-) Direkt nach der Feier war ich dann für viele Stunden nicht ansprechbar. SHELTER nicht an einem Stück zu lesen, halte ich für unmöglich.

    Alles passt. Die Charaktere sind so unterschiedlich in ihrer Persönlichkeit und persönlichem Background – allein diesen jungen Menschen in ihrer Interaktion zu folgen, würde ein ein gutes Buch füllen. Mir ist aufgefallen, wie geschickt die Autorin hier auch gesellschaftskritische Faktoren eingebaut hat. Zudem durchläuft der Protagonist Benny noch seine ganz eigene Heldenreise indem er versucht Selbstvertrauen zu sich und seinem ganz eigenen Weg zu finden und dabei die Dämonen der Vergangenheit loszuwerden.

    Das Tempo des Buches ist rasant. Die Ereignisse überschlagen sich und die Suche nach dem gefährlichen Trittbrettfahrer Octavio gibt dem perfekten Spannungsbogen noch den richtigen Drive. Ich gebe zu, ich habe die finale Wendung zu keinem Zeitpunkt erahnen können. Und das will was heissen…

    Dazu kommt ein Wahnsinns-Plot. Diesmal keine übersinnliche Technologie, ein aus dem Ruder laufendes Computerspiel oder ein dystopisches Umfeld… Nein. Ursula Poznanski hat sich die Leichtgläubigkeit der Menschheit zum Thema gemacht. Wie schnell ein unwahres Gedankengut Menschen in ihren Bann ziehen kann, erleben wir gerade hautnah. Und das Gefährliche daran ist ja, das es nicht nur verlorene Seelen und unintelligente Bürger anzieht, sondern sich in allen Bevölkerungsschichten Anhänger finden lassen – auch mit leider tödlichen Konsequenzen.

    Ich habe schon wieder Gänsehaut wenn ich über die Parallelen von SHELTER und unserem Leben in 2021 nachdenke.

    SHELTER muss man einfach lesen! Ein rundum perfekter Thriller mit brandaktuellem Thema der auch nach 2 Wochen nachhallt. Kompliment.

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    Cover des Buches Tote brauchen kein Shampoo - Mord in Obertanndorf (ISBN: 9783751702256)

    Bewertung zu "Tote brauchen kein Shampoo - Mord in Obertanndorf" von Eva Link

    Tote brauchen kein Shampoo - Mord in Obertanndorf
    Lieblingsleseplatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Wohlfühlkrimi für ein kuscheliges Wochenende!
    Ich will auch nach Obertanndorf!!!

    Luisa Schneider tauscht ihr gerade wenig zufriedenstellendes Leben gegen die vermeintliche Dorfidylle. In Obertanndorf im Allgäu hat sie früher ihre Ferien bei ihrer Tante Martha verbracht und so auch ihre Berufung zur Friseurin entdeckt. Als Martha sich nun den Herzenswunsch einer Weltreise erfüllen will, zögert Lou keinen Moment, deren Salon vertretungsweise zu übernehmen. Luisa kämpft noch um die Akzeptanz bei den Dorfbewohnern als sie beim Joggen eine Leiche entdeckt! Ausgerechnet der von allen geliebte Ex-Bürgermeister Erich Niedegger! Doch damit nicht genug – eine Leiche am Morgen bringt nämlich noch mehr Kummer und Sorgen…

    Ich mochte sofort ALLE Protagonisten dieser Geschichte! Wahrscheinlich lag es auch am genial aufgebauten Setting… Ich selbst lebe ja auch in einem kleinen Dorf in Baden Württemberg. Und obwohl wir im Gegensatz zu Obertanndorf noch nicht mal einen Friseur oder Bäcker haben, könnte ich mir so manchen der absolut liebenswerten (aber auch schrulligen) Dorfbewohner auch bei uns vorstellen. Aber bitte ohne Mord!

    Auch der beginnende Flirt zwischen Lou und Raphael war so wunderbar authentisch und ich habe jedes Mal mit die Augen verdreht, wenn Raphael sich schon wieder einen Faux Pas geleistet hat… ist auch nicht einfach, wenn das Date, das man eigentlich echt nett fand, einem am nächsten Morgen dienstlich begegnet. Rapahel ist nämlich bei der Kripo und soll den Mord an Erich Niedegger aufklären!

     

    Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen. Es hat eine angenehme Länge für ein Wochenende Auszeit im Allgäu!

    Einen winzigen Kritikpunkt habe ich trotz aller Lesefreude: Beim Krimi ist es ja gerade die Freude, selbst mitzurätseln wer nun der Täter ist. Aber hier gab es nun echt keine Hinweise auf den eigentlichen Täter und das Motiv. Zwar ist es im Nachhinein durchaus plausibel, doch kommt es sehr plötzlich und unerwartet. Da hätte ich mir einfach ein paar Seiten mehr Lesevergnügen gewünscht und somit auch mehr kleine Hinweise oder auch noch mehr falsche Fährten.

    Ich bin absoluter Fan dieser spannenden Reihe rund um Obertanndorf und seine schrullig-liebenswerten Bewohner und bin sehr gespannt, was in dieser Dorfidylle noch so alles geschieht! Band 2 erscheint bereits im Oktober und Band 3 im Januar. Vom Gefühl her müsste ich eigentlich volle 5 Sterne vergeben – einen halben Stern ziehe ich jedoch ab, weil mir die Auflösung zu schnell kam und ich mich ein wenig ums Ratespiel betrogen fühlte. Aber das wird sicher besser, denn zum Einen muss in dem begrenzten Umfang der einzelnen Folgen nicht noch ein ganzes Dorf vorgestellt werden und zum Anderen wird Lou ja bestimmt auch gewitzter, wenn noch mehr Verbrechen auf sie zu kommen ;-)

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    Cover des Buches Mensch, Erde! (ISBN: 9783844534481)

    Bewertung zu "Mensch, Erde!" von Eckart von Hirschhausen

    Mensch, Erde!
    Lieblingsleseplatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Stark gekürzt - aber sehr kurzweilig!
    Faszinierend!

    Mensch, Erde!

    Wir könnten es so schön haben, wenn … wie würdest Du den Satz ergänzen?

     

    3 Jahre hat Dr. Eckart von Hirschhausen an diesem Buch geschrieben. Das merkt man – nicht nur am Gewicht ;-) Er hat viel recherchiert und beeindruckende Menschen getroffen, die erstaunliche neue Sichtweisen auf ein altbekanntes Thema lieferten: Den Klimawandel!

    Dass es ihn gibt leugnet mittlerweile glaube ich nur nur Donald Trump oder die AfD. Wir wissen alle, dass es unserer Erde nicht so gut geht.

    Aber was tun?

    Reicht ein Umdenken in meinem kleinen Dunstkreis wirklich aus oder müssen da Andere ran? Diese und noch viel mehr Fragen beantwortet Mensch, Erde!

     

    Ich war schwer beeindruckt, wie komplex dieses Thema ist – wie unser Umgang mit der Umwelt auch so etwas wie die Corona-Pandemie begünstigt hat.

    3 Krisen zum Preis von 2!

     

     

    Ich bin überwältigt über die komplexen Zusammenhänge des Klimawandels und wie viele Faktoren dabei mitspielen. Von Hirschhausen hat sich mit jedem dieser Aspekte akribisch auseinander gesetzt. Oft zum Leidwesen seiner Familie, weil er immer direkt seine Erfahrungen umsetzen möchte. Zuletzt hat er sich ein Moor gekauft um es zu erhalten!

    „Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten!“

     

    Wer den Autor gern selbst davon erzählen hören möchte, dem lege ich das Hörbuch – erschienen bei der Hörverlag – ans Herz.

     

    Aber Achtung! es handelt sich um eine gekürzte Lesung. Mein Mann war ganz empört, als das Hörbuch nach zweieinhalb Stunden schon rum war und die Gartenarbeit noch nicht ;-)

     

    Auf den 528 Seiten dieses Buches wird es tatsächlich nie langweilig. Egal ob man es in einem Rutsch durchliest oder in kleinen Dosen genießt – es wird bleibenden Eindruck hinterlassen!

    „Wir müssen nicht die Erde retten – sondern uns.“

     

    …und zwar jeder auf seine Weise. Ein Sachbuch – so persönlich und bewegend, wie ich es noch nie erlebt habe. Ich durfte beeindruckende Menschen unserer Zeit kennenlernen, durfte Zusammenhänge neu erkennen und mich selbst kritisch hinterfragen. Ein ganz großes Kompliment an Dr. Eckardt von Hirschhausen: Die Jahre der Recherche haben sich mehr als gelohnt! Danke!

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    Cover des Buches Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben (ISBN: 9783423282765)

    Bewertung zu "Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben" von Eckart von Hirschhausen

    Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben
    Lieblingsleseplatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wir müssen nicht die Erde retten, sondern uns!
    Faszinierend!

    Mensch, Erde!

    Wir könnten es so schön haben, wenn … wie würdest Du den Satz ergänzen?

     

    3 Jahre hat Dr. Eckart von Hirschhausen an diesem Buch geschrieben. Das merkt man – nicht nur am Gewicht ;-) Er hat viel recherchiert und beeindruckende Menschen getroffen, die erstaunliche neue Sichtweisen auf ein altbekanntes Thema lieferten: Den Klimawandel!

    Dass es ihn gibt leugnet mittlerweile glaube ich nur nur Donald Trump oder die AfD. Wir wissen alle, dass es unserer Erde nicht so gut geht.

    Aber was tun?

    Reicht ein Umdenken in meinem kleinen Dunstkreis wirklich aus oder müssen da Andere ran? Diese und noch viel mehr Fragen beantwortet Mensch, Erde!

     

    Ich war schwer beeindruckt, wie komplex dieses Thema ist – wie unser Umgang mit der Umwelt auch so etwas wie die Corona-Pandemie begünstigt hat.

    3 Krisen zum Preis von 2!

     

     

    Ich bin überwältigt über die komplexen Zusammenhänge des Klimawandels und wie viele Faktoren dabei mitspielen. Von Hirschhausen hat sich mit jedem dieser Aspekte akribisch auseinander gesetzt. Oft zum Leidwesen seiner Familie, weil er immer direkt seine Erfahrungen umsetzen möchte. Zuletzt hat er sich ein Moor gekauft um es zu erhalten!

    „Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten!“

     

    Wer den Autor gern selbst davon erzählen hören möchte, dem lege ich das Hörbuch – erschienen bei der Hörverlag – ans Herz.

     

    Aber Achtung! es handelt sich um eine gekürzte Lesung. Mein Mann war ganz empört, als das Hörbuch nach zweieinhalb Stunden schon rum war und die Gartenarbeit noch nicht ;-)

     

    Auf den 528 Seiten dieses Buches wird es tatsächlich nie langweilig. Egal ob man es in einem Rutsch durchliest oder in kleinen Dosen genießt – es wird bleibenden Eindruck hinterlassen!

    „Wir müssen nicht die Erde retten – sondern uns.“

     

    …und zwar jeder auf seine Weise. Ein Sachbuch – so persönlich und bewegend, wie ich es noch nie erlebt habe. Ich durfte beeindruckende Menschen unserer Zeit kennenlernen, durfte Zusammenhänge neu erkennen und mich selbst kritisch hinterfragen. Ein ganz großes Kompliment an Dr. Eckardt von Hirschhausen: Die Jahre der Recherche haben sich mehr als gelohnt! Danke!

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    Cover des Buches Die chinesische Spiegelfalle (ISBN: 9783522507011)

    Bewertung zu "Die chinesische Spiegelfalle" von Corinna Rindlisbacher

    Die chinesische Spiegelfalle
    Lieblingsleseplatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr cooler Rätselspaß!
    Ein tolles Abenteuer!

    Ich habe Corinna Rindlisbacher alias Lemonbits zum allersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse 2018 gesehen, wo sie mit ihrem Buch Die Monstertrickserin den Storyteller Award X gewann. Die Idee eines Spielebuches fand ich grandios. Sofort habe ich mich selbst wieder als Teenager am Wochenende damals im Spielecafé gesehen, wo ich zusammen mit ähnlich nerdigen Freunden Orks mit seltsam geformten Würfeln, Papier und Bleistift bekämpft hatten… Wie wunderbar!

     

    Nun gibt es neues Buch aus der Feder und dem unerschöpflichen Rätselvorrat der Autorin: Die chinesische Spiegelfalle.

    Fridolin ist einfach unheimlich neugierig. Als er zwangsweise von seiner Mutter in Oratios Kunst- & Kuriositätenladen geschleppt wird und da still warten soll, bis sie sich wieder einen neuen Staubfänger ausgesucht hat ist die Katastrophe ja schon fast vorprogrammiert. Wer kann auch ahnen, dass „Nicht anfassen!!!“ so furchtbar wörtlich zu nehmen ist…

     

    Das Buch ist wie ein klassisches Point&Click Adventure aufgebaut. Eine Storyline führt uns durch die Geschichte und nach wenigen Seiten kommen wir an einen Punkt an dem wir uns entscheiden müssen. Da es sich hier um ein Kinderbuch handelt ist die Frustrationsschwelle jedoch sehr sehr niedrig wenn eine getroffene Entscheidung mal nicht direkt zum Ziel führt. Man hat immer mehrere Chancen. Und auch wenn man mal (wie ich) keinen blassen Schimmer von der Lösung hat und einfach nur richtig rät, wird das Rätsel auf der folgenden Seite aufgeklärt! Das hat mir besonders gut gefallen, denn so ist sogar ein Lernfaktor mit dabei. Außerdem ist es manchmal auch ganz schön hilfreich, das Ziel nicht immer auf direktem Weg zu erreichen. Denn auch in scheinbar uninteressanten Ecken entdeckt man so manchen Hinweis, der sich später als nützlich erweisen kann!

     

    Die Illustrationen von Pascal Nöldner sind grandios und unterstützen die Geschichte visuell perfekt.

    Ich hatte rund 2 Stunden unheimlich Spaß in Oratios Kunst- & Kuriositätenladen und glaube, da gibt es noch viel mehr zu entdecken!

    Gerne eine Fortsetzung Frau Rindlisbacher!!!

     

    Die chinesische Spiegelfalle ist spielfreudigen Erwachsenen genauso zu empfehlen wie lesefaulen Kinder und allen dazwischen! Außerdem kann man die Geschichte immer wieder neu entdecken, wenn man sich z.B. entscheidet, der Hydra zu vertrauen… (Hey, ich als Marvel-Fan hab echt lange dafür gebraucht ;-) )

     

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    Cover des Buches Das Bücherschloss (Band 1) - Das Geheimnis der magischen Bibliothek (ISBN: 9783743206564)

    Bewertung zu "Das Bücherschloss (Band 1) - Das Geheimnis der magischen Bibliothek" von Barbara Rose

    Das Bücherschloss (Band 1) - Das Geheimnis der magischen Bibliothek
    Lieblingsleseplatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch, das wie eine feste Umarmung wirkt
    Wunderschön!

    Eigentlich fand ich die Idee zunächst einfach nur süß: Nur durch ein Kind kann die Bücherwelt vor dem Vergessen gerettet werden…

    Die Unendliche Geschichte für ganz junge Leser quasi.

     

    Doch Das Bücherschloss kann so viel mehr, als eine Alternative zu Phantásien für Kinder zu sein.

    Ich mochte die Protagonisten Becky und Hugo sofort. Die beiden Zehnjährigen verbringen die Ferien in einem seltsamen Schloss. Becky und ihr Vater sind dort hin gezogen, weil ihr Vater eine neue Stelle an der dortigen Uni angenommen hat. Und Hugos Mutter ist deren neue Haushälterin und die weltbeste Schokokuchenbäckerin!

    Becky liest eigentlich nur Sachbücher. Nachdem ihre Mutter damals bei einem Unfall ums Leben kam, war die Erinnerung an die gemeinsam gelesenen Geschichten einfach zu schmerzhaft.

    Hugo hingegen liebt Detektivgeschichten, und Märchen, und überhaupt alle Fiktion!

    Da trifft es sich gut, dass die magischen Wesen des Schlosses genau auf diese Kinder treffen!

    Becky ist zunächst skeptisch, aber beide lassen sich auf das Abenteuer ein, die Bücherwelt vor dem Vergessen und Zerfall zu retten, indem sie die Bücher der geheimen Kinderbibliothek lesen. Doch nach und nach erkennen die Kinder, dass dies nicht die einzige Rettungsmission ist, um die sie gebeten werden…

     

    Der wirklich einzige Kritikpunkt an diesem Buch ist die Empfehlung auf dem Buchrücken „für Mädchen“. Warum? Dürfen Jungs nicht gern lesen? Dürfen Mädchen nicht gern Fußball spielen? Sollte unsere Gesellschaft nicht längst über solche Gendergrenzen hinweg sein??? Zudem geht es hier nun wirklich nicht um rosa Einhörner (nein, auch das wäre kein Grund für Jungs, es nicht zu lesen!) sondern in Das Bücherschloss spielen sogar ein Junge und ein Mädchen nahezu gleichberechtigt die Hauptrolle! Und Lesen ist nun wirklich kein geschlechtertypisches Hobby… also liebe Kinderbuchverlage – löst Euch bitte von solchen Empfehlungen! Weder junge Leser noch deren Eltern wollen sowas und auch in den Buchhandlungen tut sich nach zahlreichen Protesten wirklich was. Denn egal ob Männlein oder Weiblein oder alles dazwischen oder gleichzeitig – die Bücherwelt steht allen Menschen offen!

    Das schmälert mein Urteil über das zauberhafte Kinderbuch jedoch in keinster Weise!

    Für mich war diese Geschichte einfach wie eine warme, feste Umarmung. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr Euch einfach rundum wohl fühlt? So ging es mir nach diesem Buch. Ich habe es in einem Rutsch vor dem Einschlafen gelesen und einfach nur wunderbar geschlafen danach. Und das in dieser Zeit… aber genau das war es wahrscheinlich. In Das Bücherschloss sucht man vergebens den erhobenen Zeigefinger oder künstlich konstruierte Probleme. Die Kinder sind einfach Kinder und dürfen sich auf Abenteuer einlassen und auch mal ihre Meinung ändern. Und die Erwachsenen sind auch mal schusselig und haben Fehler – sind aber sonst echt in Ordnung. Und auch wenn in der Vergangenheit zwar traurige Dinge geschehen sind, trotz dieses Hintergrundes darf man Lachen und sich erinnern. Und die magischen Wesen erst mit ihren Sprachfehlern und Starallüren… Hachz… ihr merkt schon, ich bin rundum begeistert!

    Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung dieses spannenden Abenteuers und spreche eine klare Lese- und Schenk-Empfehlung aus ;-)

     

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    Cover des Buches Uncovered – Dein Selfie zeigt alles (ISBN: 9783401605494)

    Bewertung zu "Uncovered – Dein Selfie zeigt alles" von Ilona Einwohlt

    Uncovered – Dein Selfie zeigt alles
    Lieblingsleseplatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein heikles Thema
    Ein schwieriges Thema

    Als meine Mädels ein Smartphone bekamen und mit Whatsapp und den sozialen Medien liebäugelten habe ich immer einen Satz wie ein Mantra wiederholt:

    „Postet oder verschickt keine Bilder, die ihr nicht auch genau so bei R**E auf der Plakatwand sehen wollen würdet!

     

    Denn nichts anderes ist das Internet… eine riesige Plakatwand! Und da schützt auch kein vermeintliches Vertrauen zu Freunden und Bekannten oder gar eine private Gruppe…

     

    Dieses Thema greift Ilona Einwohlt in ihrem Buch auf.

    Ella will eigentlich nicht bei dem ganzen Quatsch mitmachen. Es ist gerade Trend, dass in ihrer Klasse Selfies rumgeschickt werden, die mehr zeigen, als verhüllen. Doch vor ihrem Schwarm Milan will sie nicht als Spielverderber gelten und macht auch ein solches Foto von sich. Das zieht unerwünschte Kreise und Ella ist plötzlich ein Opfer zahlreicher Hasskommentare und Mobbing…

    „Die Kommentare im Jahrgangschat waren fies und gemein, unter der Gürtellinie, jeder hatte eine Meinung dazu und keine klang freundlich. Schon krass, was die Leute schrieben, dabei kannten die meisten von ihnen Ella überhaupt nicht.“

     

    Ein Muster, das sich leider durch alle Altersklassen unserer Gesellschaft zieht. In der Gruppe oder auf sogenannten „sozialen“ Plattformen verlieren die Menschen gern alle Manieren und Hemmungen. Aber die direkte, persönliche Konfrontation scheut fast Jeder.

    Die Handlung ist erschreckend. Erschreckend genug, um deutlich zu machen, wie brisant und gefährlich solche Fotos sind. Aber sie zeigt auch Lösungen auf. Sie zeigt, wie man als Opfer agieren sollte. Und vor allem auch, was das Umfeld besser machen könnte in so einem Fall.

    Und die Geschichte macht deutlich, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist!

    Auch wenn es in diesem Fall noch glimpflich ausgegangen ist – das ist leider in den allermeisten Fällen nicht so.

    Uncovered – Dein Selfie zeigt alles ist vielleicht vom Schreibstil für mich persönlich nicht so ansprechend (Ich selbst mag es nicht, wenn ganze Abschnitte im Chat-Stil verfasst sind), aber sicher für die Zielgruppe. Und es ist so wichtig, dass genau diese mit diesem wichtigen Thema erreicht wird!

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    Cover des Buches M.A.G.I.K. (1). Die Prinzessin ist los (ISBN: 9783401606187)

    Bewertung zu "M.A.G.I.K. (1). Die Prinzessin ist los" von Tanja Voosen

    M.A.G.I.K. (1). Die Prinzessin ist los
    Lieblingsleseplatzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Hommage an die Freundschaft!
    Eine Prise Glitzer und Magie schadet nie!

    „Eine Prise Glitzer und Magie schadet nie!“

     

    Das Zitat fasst MA.G.I.K. ganz gut zusammen, obwohl es echt nicht so klischeehaft glitzerig in diesem spannenden Kinderbuch zugeht , wie man anhand des Covers vermuten könnte…

     

    Der Autorin Tanja Voosen ist es nämlich wunderbar gelungen mit gängigen Klischees gekonnt zu brechen und gleichzeitig die Protagonistinnen so unglaublich glaubwürdig zu beschreiben. Ich fühlte mich glatt ein paar Jahre zurück versetzt mit meinen 2 sehr verschiedenen und doch so ähnlichen Mädels daheim ;-)

     

    Dass es Magie gibt, daran hat Nele keinen Zweifel. Schließlich ist Neles Papa Geheimagent bei M.A.G.I.K. – das ist die Abkürzung für Magische Allianz (des) großen internationalen Katastrophenschutzprogramms – eine Organisation, die sich um magische Angelegenheiten kümmert. Was genau er da tut, weiß Nele nicht und richtig echte Magie hat sie auch noch nie gesehen. Bis ihr Vater eines Tages seine Arbeit in Form eines blonden, verzogenen Mädchens mit nach Hause bringt…

    Das Mädchen heisst Romy – naja, eigentlich ist ihr Name Romina Cassandra Eleanor Wynter und sie ist Prinzessin von irgendeinem geheimen magischen Land, das Nele so gar nicht aussprechen kann. Romy ist das komplette Gegenteil von Nele. Lange blonde Haare, wohlerzogen, wenn auch etwas hochnäsig und unglaublich peinlich (findet Nele).

    Nele hingegen liebt Fahradrennen, Pizza-Parties und Fußball. Vor allem Fußball! Sie wünscht sich nichts sehnlicher als Mannschaftskapitänin zu werden, traut es sich aber gleichzeitig auch nicht richtig zu.

    „Eine Prise Glitzer und Magie und du wirst in allem, was du tust, ein Genie!“ Schon blies Romy den Glitzerstaub durchs Zimmer.

    Nele fühlte sich mit einem Mal, als habe ihr eine Fee ins Gesucht gepupst.“

     

    Doch es sieht ganz danach aus, als ob sich diese beiden auf den ersten Blick grundverschiedenen 13jährigen Mädchen irgendwie arrangieren müssen. Denn Romys Familie ist in großer Gefahr und so muss Romy eine Weile bei Neles Familie untertauchen. Zu allem Überfluss muss Nele sie nun als ihre angebliche Cousine überall hin mitschleppen. Ob das gut geht?!?

     

    Die zauberhafte Geschichte um das magische Schutzprogramm einer geheimen Geheimagentur ist fast schmückendes Beiwerk. Ich muss sagen, ich war vollauf begeistert, wie treffend und menschlich die Sorgen und Nöte der beiden Mädchen beschrieben wurden. Auch wenn Nele und Romy offensichtlich so gar nichts gemein haben verbindet sie doch, dass sie sehr empathisch sind. So ist M.A.G.I.K. – Die Prinzessin ist los eigentlich eine Hommage an die Freundschaft und Gemeinschaft. Ich krieg direkt wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke.

    Gleichzeitig habe ich aber auch sehr viel gelacht bei diesem kurzweiligen Lesevergnügen. Unsere „normale“ Welt kann schon ganz schön merkwürdig sein für eine Prinzessin aus Marabel…

    Ich fühlte mich sehr glücklich, mutig und stark als ich das Buch beendet hatte. Die Wirkung der wunderbaren Message hat selbst mich mit meinen 43 Jahren mit voller Wucht getroffen.

     

    Längst ist noch nicht geklärt, wer Romy verfolgt, wie lange sie noch bei Familie Wolf bleiben darf und was es mit Romys magischen Kräften auf sich hat… doch zum Glück müssen wir nicht mehr lange warten, bis M.A.G.I.K. 2 – Das Chaos trägt Krone im Oktober erscheint.

     

    Ich freue mich auf weitere lustige, spannende und ein wenig magische Abenteuer mit Nele und Romy!

    Vielleicht entdecken sie ja im zweiten Band, dass Pizza soooooo viel leckerer schmeckt, wenn der Käse UNTER dem Belag ist ;-) Das war nämlich echt der einzige Kritikpunkt, den ich überhaupt an dieser genialen Geschichte finden konnte – aber auch nur, weil Pizza machen bei uns in der Familie eine eigene Religion ist!

    Aus vollem Herzen vergebe ich 5 von 5 Sterne!

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