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    Cover des Buches Killing November (ISBN: 9783791501529)

    Bewertung zu "Killing November" von Adriana Mather

    Killing November
    Lieblingsleseplatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Spitzen-Idee... leider an manchen Stellen nicht zuende gedacht.
    Das Horror-Hogwarts für Elite-Intriganten

    Ein Geheimbund von skrupellosen Intriganten. Familienfehden bei denen sogar die Montagues und die Capulets den Kopf einigezogen hätten. Dazu eine Schule, von der nichtmal die Schüler oder deren Eltern wissen, wo sie liegt und deren Unterrichtsfächer meist tödlicher Natur sind.

    Das klingt für Euch schon furchteinflößend? Dann stellt Euch vor, ihr geratet da ohne Vorwarnung mitten rein ohne eine Ahnung zu haben, was das alles zu bedeuten hat.

     

    Ich verliere ja selten ein Wort zum Cover – aber das hier gefällt mir nun wirklich nicht! Zum Glück ist der Titel und der Klappentext so verlockend gewesen, dass ich auf das Buch aufmerksam wurde. Ich verstehe nicht, warum einige Verlage so standhaft an einem Gesicht auf den Cover festhalten. Das tötet bei mir die Neugierde und schreckt mich meist sogar ganz ab. Der untere Teil des Titelbildes mit dem Symbol und dem Titel mit Blut geschrieben hätte mich sofort angesprochen!

    Doch zum Glück heisst es ja: „Don’t judge a book by its cover!“ und der Inhalt ist nun wirklich bis auf wenige Kritikpunkte richtig gut gelungen:

    „Mein Name ist November Adley und ich wurde im August geboren.“

     

    So beginnt die Geschichte der 17jährigen November. Ich bin ein Fan von ersten Sätzen – und dieser hier ist genial!

    November wächst in einem kleinen Kaff mitten im Grünen bei ihrem Vater auf. Alles scheint ganz normal, bis auf die Vorliebe ihres Vaters November das Messerwerfen und Klettern beizubringen… bis eines Tages alles ganz schnell geht und ihr Vater sie schnell in Sicherheit bringen muss. Zunächst denkt November noch, dass sie nur wenige Wochen auf dem geheimnisvollen Eltie-Internat bleiben muss. Seltsamerweise wird an der Academia Absconditi jedoch weniger wert auf Kultur gelegt, als auf Giftkunde, Strategische Kriegsführung, Klettern und Schwertkampf. Schnell dämmert November, dass dieses Netz aus Intrigen und seltsamen Todesfällen von nun an ihr Leben sein wird. Falls sie überlebt…

     

    Die Protagonistin November war mir stellenweise zu naiv. Sie wird im Buch eigentlich als Genie mit scharfem Verstand beschrieben und außerordentlichen Fähigkeiten die sie theoretisch allen Mitschülern überlegen sein lassen müsste . Doch gerade in der ersten Hälfte des Buches hätte ich sie soooo oft schütteln können. Sie stellt irgendwie nie die richtigen Fragen und handelt oft unlogisch. Das ändert sich in der zweiten Hälfte etwas, trotzdem scheinen ihr mehr Zufälle und unverschämtes Glück in die Hände zu spielen als ihr angeblich so scharfer Verstand. Davon abgesehen mag ich ihren Humor und ihre Schlagfertigkeit sehr.

    Ashai – der Zwillingsbruder von Novembers Zimmergenossin Layla – hingegen ist mein absoluter Favorit. Brilliant, Charmant und ein wenig eitel – der hätte mir auch sofort gefallen. Außerdem durchlebt er meiner Meinung nach die größte persönliche Entwicklung und ist von allen Charakteren am vielschichtigsten gezeichnet.

    Der Hintergrund dieses Buches besteht aus dem Konstrukt von Familien von Beratern und Ränkeschmiedern. Ich musste sofort an Varys von Game of Thrones denken. Verständlich dass dieses Organisation im Hintergrund – genannt Strategia – viel mächtiger war und noch immer ist, als die Herrschenden selbst. Die Idee, aufbauend auf historisch belegten Tatsachen und wilden Spekulationen gefällt mir fanatastisch.

    Allerdings halte ich es für sehr unwahrscheinlich dass diese Elitekids mit 15 schon genug über Geistes- und Naturwissenschaften, Kultur und noch vielem mehr gelernt haben sollten, um hier an dieser Academia Absconditi (verborgenen Akademie) nur noch die „besonderen“ Fächer wie Messerwerfen, Giftkunde, Klettern, Schwertkampf und Psychologische Kriegsführung zu belegen. Das Widerspricht meiner Vorstellung einer umfassenden Bildung. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ohne die Grundlagen einer humanistischen Bildung solch feinsinnige Geister wie beschrieben dabei raus kommen und sich diese so raffiniert unter die High Society mischen können. Das ist ein Denkfehler, den ich weniger verzeihe. Man hätte die Akademie lieber als College für ältere Schüler aufziehen sollen und wenigsten ein paar andere Fächer dazunehmen sollen um glaubwürdig zu sein. Das hätten ja durchaus auch außergewöhnliche Fächer sein können, aber nicht alle sollten so archaisch sein.

     

    Das Ende ist für den Moment zufriedenstellend, jedoch nicht für einen Einzelband. Alles deutet auf Einzelband hin, kein Hinweis auf einen zweiten Teil im Buch oder auf der Webseite. Kein Wort davon, dass es eine Dilogie ist – durch Zufall habe ich das (zum Glück vor dem Lesen) online in einem Webshop entdeckt. In der Originalsprache gibt es bereits einen zweiten Teil. Wenn man den Kommentaren glauben kann, dann ist dieser auch der finale Band:

     

    Fazit: Grandiose Idee, gut umgesetzt aber stellenweise nicht zu Ende gedacht. Wenn man allerdings seine Kritikpunkte nicht allzu sehr weiterverfolgt, dann wird man ausgezeichnet von Killing November unterhalten. Wärs ein Film, dann fantastische Popcorn Kino – gibt es eigentliche ein begriffliches Pendant in der Buchwelt?

     

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    Cover des Buches meta bene – Hirne waschen und ab ins Bett (ISBN: 9783830336020)

    Bewertung zu "meta bene – Hirne waschen und ab ins Bett" von meta bene

    meta bene – Hirne waschen und ab ins Bett
    Lieblingsleseplatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Humor hilft immer!
    Humor hilft immer!

    Und wenn nicht jetzt, wann dann??? Ich sehne mich nach Lachen und intelligenten neuen Impulsen. Hirne waschen und ab ins Bett! verspricht Beides.

     

    Robin Thiesmeyer zeichnet meta bene seit 2013. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen genialen Zeichner und Humoristen bislang nicht kannte. Doch nun bin ich Fan.

     

    Einige Zeichnungen brauchen eine Weile, bis der feine Humor bis zum Gehirn durchdringt (zu meinem zumindest). Doch wirklich jede Seite hat mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert – manche sogar laute Lacher!

     

    Mir hat dieser intelligente Humor außerordentlich gut getan in einer Zeit, in der so viele Themen bedrücken. Ich werde dieses Buch auf jeden Fall noch des Öfteren verschenken und so hoffentlich viele Menschen glücklich machen.

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    Cover des Buches Roboter träumen nicht (ISBN: 9783743208582)

    Bewertung zu "Roboter träumen nicht" von Lee Bacon

    Roboter träumen nicht
    Lieblingsleseplatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch über das Mensch sein - und das menschlich sein...
    Roboter träumen nicht ist eine herzerwärmende Geschichte um das Mensch und vor allem menschlich sein

    Die Menschheit verdient diese Erde nicht. Das ist eh klar ;-) Aber was, wenn die Roboter und künstlichen Intelligenzen, die wir erschaffen haben derselben Meinung sind?

     

    Nun, sie löschen sie aus.

    So geschehen in diesem Buch. Dort leben Roboter seit 30 Jahren friedlich miteinander. Jeder dient einem bestimmten Zweck und jede Generation neuer Roboter ist eine Weiterentwicklung zur vorherigen Generation. Der Roboter XR_935 findet das völlig in Ordnung, denn nach einer kurzen Eingewöhnungsphase nach seiner Aktivierung vor 12 Jahren lebt er gern auf dieser strukturierten Erde ohne Kriminalität und sinnloser Umweltverschmutzung – und ohne Menschen. Roboter agieren gemeinsam und effizient.

     

    Doch eines Tages stört ein Ereignis dieses gut funktionierende Gefüge gewaltig: Roboter XR_935 trifft auf das Mädchen Emma. Das kann nicht sein. Die Menschheit ist tot. Eliminiert weil schädlich. Doch vor ihm steht ein Mensch. Das kann nicht sein. Dieses Pradoxon lässt bei XR_935 beinahe alle Drähte durchglühen bis er sich auf diese neue Situation einlässt. Ist Emma auch eine Bedrohung? Oder haben sich die wenigen überlebenden Menschen etwa auch weiterentwickelt. Und falls ja, ist eine Coexistenz überhaupt möglich? Gemeinsam mit zwei weiteren Roboterkollegen beschließt XR_935 die Situation weiter zu analysieren…

     

    Die wunderschönen Illustrationen von Nathalie Kranich machen das doch recht brutale Setting weicher. Auslöschung der Menschheit, Umweltkatastrophen, tödliche Krankheiten… all das wird kindgerecht thematisiert. Beängstigend aber ohne grausame Details oder Panikmache. Die Gedanken um unsere Welt wie sie ist und sein könnte kann sich jeder selbst machen. Und das fällt naturgemäß bei Kindern anders aus als bei Erwachsenen.

     

    Das Happy End ist wunderschön und hoffnungsvoll. Man kann die Gesellschaft der Roboter auch als Metapher für unsere eigene Gesellschaft sehen, die unsere Umwelt und damit auch unser Leben aufs Spiel setzt. Hoffen wir, dass unsere „nächste Generation“ genau wie die der Roboter eine Weiterentwicklung ist!

    Roboter träumen nicht ist eine herzerwärmende Geschichte um das Mensch und vor allem menschlich sein. Danke dafür.

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    Cover des Buches Die spannende Welt der Viren und Bakterien (ISBN: 9783743209749)

    Bewertung zu "Die spannende Welt der Viren und Bakterien" von Karsten Brensing

    Die spannende Welt der Viren und Bakterien
    Lieblingsleseplatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Auch für Erwachsene ein Geheimtipp!!!
    Perfekt und anschaulich erklärt!

    Das Thema Viren ist ja grad so eine Sache… einerseits kann man es fast schon nicht mehr hören, andererseits will man sich gerade jetzt fundiert informieren. Auch ich bin zur Zeit oft „corona-müde“ und nehme mir bewusst Auszeiten mit meiner Familie in denen wir spielen oder Filmreihen anschauen, die ich schon immer mal mit den Kindern teilen wollte (MCU, Star Wars, Star Trek, Jurassic Park, zurück in die Zukunft, Harry Potter, Tribute von Panem – das gute Zeug eben ;-) …weitere Inspirationen sind höchst willkommen!) Aber genauso wichtig ist mir Information über den „Gegner“.

     

    Aber wie kann da ein Kinderbuch helfen? Nun, ich finde ja, dass Bücher, die für die Kinder und Jugendliche konzipiert sind, oft viel anschaulicher und lebensnaher aufklären, als wissenschaftliche Abhandlungen für Erwachsene. Einen Großteil meiner politischen Bildung habe ich tatsächlich aus LOGO, weil ich in der Schule da geschlafen habe. Und in medizinischen Fragen löchere ich normalerweise meinen Mann. Aber der ist nun mal Urologe und kein Virologe – und anders als sooo viele Menschen da draußen auf Facebook & Co. erhebt er auch keinen Anspruch auf diesen Titel ;-)

     

    Ich muss sagen Die spannende Welt der Viren und Bakterien ist genial! 

    Selbstverständlich dreht sich in dem Buch nicht alles um Corona. Es wird zu Anfang thematisiert, und zwar auf eine richtig gute Weise, die nicht so beängstigend ist, wie das Virus selbst oder deren Leugner. Aber ich muss schon zugeben, es war schon ein nicht ganz positiver Gänsehaut-Moment, als ich zum ersten Mal in einem gedruckten Buch von den Schulschließungen und Ausgangssperren Anfang 2020 gelesen habe. Die Pandemie schreibt Geschichte, ganz klar. Und leider wie so oft keine positive…

     

    Das Buch klärt auf. Über die Geschichte der Viren und Bakterien und der Medizin. Auch was wir tun können, um nicht krank zu werden. Mit diesem Hintergrundwissen fallen die vielen kleinen aber wichtigen Maßnahmen, die eine Krankheitsübertragung verhindern können nicht nur Kindern so viel leichter. Verstehen ist der Schlüssel.

     

    Wichtig ist auch zu wissen, dass nicht alle Bakterien schlecht sind! Oder mögt ihr keinen Käse?!?

    Überhaupt wird auch unsere Ernährung ins Blickfeld genommen wenn es z.B. um Resistenzen geht. Dabei spielt nämlich die Massentierhaltung eine fürchterlich große Rolle!

     

    Die spannende Welt der Viren und Bakterien ist wunderbar geschrieben. Kindgerecht, aber überhaupt nicht kindlich. Die teils humorvollen Zeichnungen machen das Gelesene beGREIFbar und festigen das Wissen auf besondere Weise. Egal ob zum Vorlesen, Mitlesen, für Kinder und Jugendliche zum selber lesen oder für Erwachsene – eine klare Empfehlung!

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    Cover des Buches Die Amazonas-Detektive - Verschwörung im Dschungel (ISBN: 9783743208544)

    Bewertung zu "Die Amazonas-Detektive - Verschwörung im Dschungel" von Antonia Michaelis

    Die Amazonas-Detektive - Verschwörung im Dschungel
    Lieblingsleseplatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Toll für Hobby-Detektive!
    Altersgerecht und doch spannend bis zur letzten Seite!

    Pablo lebt allein aber glücklich auf den Straßen von Manaus im Amazonas Gebiet. Doch alleine ich er nicht wirklich. Pablo hat viele Freunde wie das reiche Mädchen Ximena, die viel lieber mit Pablo Abenteuer erleben würde, als ständig unter Beobachtung ihrer Hausdame anständig zu sein. Oder wie den Studenten Miguel, der Pablo gern in seiner verlassenen Villa besucht und ihm immer was Leckeres zu essen mitbringt… doch Miguel hat sich schon einige Tage nicht mehr blicken lassen. Da taucht plötzlich ein fremder Hund auf. Er hat einen Zettel am Halsband und eine Wunde am Bein. Der Zettel ist von Miguel – er und seine Freunde sind im Dschungel gefangen! Keine Frage, dass Sich Pablo auf die Suche nach seinem Freund macht. Zusammen mit Ximena macht er sich auf zu einem Abenteuer, die die Kinder nicht nur ganz schön in Gefahr bringt, sondern auch noch eine Sauerei von größtem Ausmaß zu Tage fördert…

     

    Die Amazonas-Detektive haben offensichtlich hier nicht ihren letzten Fall gelöst. Das finde ich super, denn ich mag die Art von Antonia Michaelis sehr. Sie erzählt eine kindgerechte aber höchst spannende Geschichte mit einem sehr aktuellen Thema und begegnet ihren jungen Lesern absolut auf Augenhöhe. Nichts ist für mich schlimmer bei einem Kinderbuch, wenn alles allzu sehr verharmlost wird und damit die Kinder nicht wirklich für voll genommen werden. Denn wenn dieses Buch eines zeigt, dann, dass mutige Kinder sehr wohl die Welt verändern können!

     

    Auch Kinder, die sonst eher lesefaul sind, haben hier sicher ihren Spaß – egal ob Junge, Mädchen oder was auch immer… Der abenteuerliche Dschungel verbunden mit einem echten Kriminalfall, fremden Kulturen, Klimaschutz und einer überschaubaren Länge von großzügig gedruckten 272 Seiten ziehen sicher viele kleine Hobby-Detektive in ihren Bann!

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    Cover des Buches Der Zwillingscode (ISBN: 9783743203242)

    Bewertung zu "Der Zwillingscode" von Margit Ruile

    Der Zwillingscode
    Lieblingsleseplatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Fest für Verschwöungstheoretiker! Aber ich liebe es trotzdem!!!
    Was wäre wenn???

    Vincent ist ein 17jähriger Junge in München. Vincent darf nicht zur Schule. Dieser Umstand würde wohl so manchen Jugendlichen freuen. Aber Vincent darf so vieles nicht. Denn es ist 2058 und er ist ein Mensch Kategorie CC. Nicht systemrelevant. Nicht systemkompatibel.

     

    Kennt ihr diese eine Folge von Black Mirror, wo Menschen andauernd andere Menschen in ihrem Ranking hoch und runter klicken? Genau so könnt ihr Euch das hier vorstellen. Nur dass es in diesem Buch nicht die Menschen untereinander sind, die für das soziale Ranking verantwortlich sind, sondern die „Simulation“ – vergleichbar mit dem heutigen Internet, nur selbstständig denkend und handelnd. Und ein Computerprogramm muss eben alles in Kategorien einteilen. Doch wie passen unsere Welt und ihre Lebewesen in dieses strikte System? Gar nicht…

    Vincent will eigentlich nur seinen Sozialstatus irgendwie erhöhen um der Enteignung seines baufälligen Elternhauses zu entgehen. Bei seinen Bemühungen stösst er schnell auf die mysteriösen Umstände unter denen seine Mutter damals ums Leben kam. Sie war doch nur eine einfache Programmiererin. Oder etwa doch nicht?

    Eine verwirrende, rasante und lebensgefährliche Suche beginnt die weit über unsere bekannte Realität hinaus geht.

     

    Der Weltenbau mit den Kategorien und Sozialpunkten ist einfach und leicht verständlich aber erschreckend genug, da es vor einer vertrauten Kulisse im München einer nicht allzu fernen Zukunft spielt.

    Die Story ist sehr kompakt auch wenn die Thematik des alles kontrollierenden virtuellen Systems sehr komplex ist. Man merkt, dass die Autorin zunächst beim Film tätig war und Drehbücher lektoriert hat. Der Zwillingscode könnte so auch glatt schon als Drehbuch für einen coolen Blockbuster durchgehen.

    Wer hat nicht schon von Verschwörungstheorien rund um die totale Überwachung gehört? Systeme wie Deep learning sind real. Künstliche Intelligenz nicht mehr unrealistisch. Das kann man nun optimistisch oder kritisch sehen. Ich persönlich freue mich eher, wenn mir das Internet z.B. Bücher oder Songs basierend auf meinen Interessen vorschlägt. Aber Fakt ist, dass ein alles kontrollierender Algoritmus keine Zukunftsmusik mehr ist. Wer soziale Medien nutzt, weiß wovon ich spreche ;-)

     

    Ein Fest für Verschwörungstheoretiker – trotzdem oder vielleicht gerade deshalb feiere ich dieses Buch. Dieses „was wäre wenn es doch wahr wäre“ ist ein prickelnder Nervenkitzel. Der Zwillingscode von Margit Ruile ist bis zum Ende beängstigend und hoffnungsvoll zugleich – wie das wahre Leben eben so ist.

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    Cover des Buches Ellingham Academy - Die Botschaft an der Wand (ISBN: 9783743202344)

    Bewertung zu "Ellingham Academy - Die Botschaft an der Wand" von Maureen Johnson

    Ellingham Academy - Die Botschaft an der Wand
    Lieblingsleseplatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Grandioser Abschluß und die Frage des Mörders ist für mich noch nicht geklärt..
    Ahornsirup for President!

    Das erste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Ein genialer Auftakt in ein spannendes Lesejahr! Auch etwas spooky – denn das Finale dieser Mystery-Thriller-Trilogie findet seinen Showdown in einem fürchterlichen Schneesturm in den Bergen Vermonts. Und nachdem ich extra bis spät in die Nacht gelesen habe, um endlich zu erfahren, wer hinter all den Morden in der Vergangenheit und Gegenwart verantwortlich ist, da wache ich auf und sehe Nichts als Schnee!!!

     

    Ob ich wohl als nächstes ein Buch lesen soll, in dem ein Whirlpool im Garten steht?

     

    Doch zurück an die Ellingham Academy – dieser wunderbaren Schule die begabte Kinder genau da fördert, wo ihre Interessen liegen. Ein Internat mit anscheinend unendlichen finanziellen Mitteln, gegründet von einem Visionär. Doch von Anbeginn an, lag ein Fluch auf dieser Vision, denn schon kurz nach Gründung dieser Schule geschehen grausame Morde auf dem Anwesen. Morde, die nie aufgeklärt wurden. Auch fast hundert Jahre später droht eine erneute Serie von Leichen die Zukunft dieser Schule zu zerstören. Immer weitere Häppchen aus beiden Zeiten führen zu immer weiteren Spekulationen über den Täter und dessen Motiv. 

     

    Über die Handlung eines dritten Bandes zu schreiben ist natürlich kaum möglich ohne zu spoilern – darum lasse ich es am Besten ganz sein. Allerdings möchte ich gern hervorheben, wie sehr mir die Protagonistin in der Gegenwart gefallen hat. Stevie ist die absolute Anti-Heldin. Verlottert, konfus und nicht wirklich sozial kompatibel. Aber sie hat einen scharfen Geist. Nur leider mangelt es ihr an Selbstvertrauen. Ich freue mich unheimlich, dass Stevie im Finale endlich erkennt, welchen Wert sie hat und dass es sich lohnt, sich selbst treu zu sein.

    Das Setting in den Bergen Vermonts mit der unglaublichen Natur (und unglaublich viel Ahorn-Sirup) ist Balsam für die vom Thriller aufgewühlte Seele. Ich glaube, da möchte ich auch noch hin reisen.

    Diese Trilogie ist ja voller Wendungen. Man muss aufpassen, dass man noch mit der Autorin mithalten kann. Aber das macht den Reiz dieses Plots aus – immer wieder wird man überrascht und sämtliche hobbydetektivische Thesen werden über den Haufen geworfen und formieren sich neu. Bis zum Ende. Allerdings war ich hier von einer FEHLENDEN Wendung sehr überrascht! Oder war es gerade das Fehlen dieser einen Wendung die schlussendlich so genial war? Ich weiß es nicht. Fakt ist, dieser Stoff wird meinen Geist noch eine ganze Weile auf Trab halten, denn ich bin immer noch der Meinung dass die Morde in der Gegenwart von einem anderen genialen Geist ersonnen wurden. Nun denn, vielleicht mag ich ja Recht haben und irgendwann kommt doch noch ein weiterer Teil in dem meine These aufgegriffen wird…

    Das ist allerdings echt unwahrscheinlich, denn Alles wird aufgelöst – Vergangenheit und Gegenwart und auch die Coming of Age Irrungen und Wirrungen. Sehr löblich. (wenn auch nicht immer meine erhoffte Auflösung).

     

    Die Ellingham Academy ist und bleibt eine Schule, wie ich sie für jeden Jugendlichen wünschen würde! …ohne die Morde selbstverständlich!

    Ich esse nun zum Frühstück Waffeln mit Ahornsirup im Errinerung an eine nervenaufreibende Lesenacht und verabschiede mich so mit einer Träne im Auge und einem Lächeln auf dem Gesicht vom kalten Vermont.

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    Cover des Buches Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia. Band 1: Eragon (ISBN: 9783570165812)

    Bewertung zu "Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia. Band 1: Eragon" von Christopher Paolini

    Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia. Band 1: Eragon
    Lieblingsleseplatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschöne Geschichten - leider ein etwas zu kurzer Genuss!
    Für Fans ein Muss!

    Ich bin großer Eragon-Fan! 

    Ich habe die Bücher verschlungen und die Filme sogar auch sehr gemocht, obwohl Literaturverfilmungen immer etwas schwierig sind... aber hier wurden sie den Werken von Christopher Paolini gerecht.


    Ihr könnt Euch also vorstellen, wie sehr ich mich darauf gefreut hatte wieder nach Alagaësia zurückzukehren!

    Die 3 Kurzgeschichten haben mich auch nicht enttäuscht. 


    Leider war ich trotzdem ein wenig sauer.  18€ für ein 300-Seiten Hardcover ist absolut in Ordnung. Leider wurden diese 300 Seiten quasi in seniorengerechter Schrift gedruckt (dabei sind Eragon-Fans doch noch gar nicht sooo alt) und die Seitenränder sehr großzügig ausgelegt. Der Inhalt hätte ohne Schwierigkeiten auch auf 150 Seiten gepasst! Das finde ich schon etwas dreist.


    Da der Druck jedoch nicht ausschlaggebend für den Lese-Genuss ist, ziehe ich hierfür nur einen Stern ab.


    Für Fans ist und bleibt das Buch ein Muss!

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    Cover des Buches Ich glaube, ich hatte es schon (ISBN: 9783462001556)

    Bewertung zu "Ich glaube, ich hatte es schon" von Michael Mittermeier

    Ich glaube, ich hatte es schon
    Lieblingsleseplatzvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe Tränen gelacht!
    Super!

    „Der Witz setzt immer ein Publikum voraus.

    Darum kann man den Witz auch nicht bei sich behalten.

    Für sich allein ist man nicht witzig.“ 

    (JOHANN WOLFGANG VON GOETHE)


    Leider ist das in der aktuellen Situation nicht so einfach Comedian und Publikum zusammen zu bringen. Der November dauert weiter an. Keine Veranstaltungen. Nicht mal mit Abstand und Maske. Und auch das halten wir durch in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Aber ohne Humor geht das nicht! Daher hat sich Michael Mittermeier was einfallen lassen:


    Die Corona-Chroniken!


    Er hat einfach mal aufgeschrieben, was diese besondere Zeit so für ihn und seine Familie mit sich gebracht hat – zum Beispiel ein Glas Wein zum Feierabend. Um 12.40 Uhr.


    Ich habe Tränen gelacht! Zwischen Supermarkt-Wahnsinn und Mütter-WhatsApp-Gruppen zeichnet Michael Mittermeier ein so erschreckend realistisches Bild unserer Gesellschaft unter Pandemie-Bedingungen, dass der Blick durch seine Augen schon wieder was herrlich komisches hat.


    Mein Highlight? Ein Kapitel dessen Geschichte schon auf YouTube viral ging:

    „Ein Aspekt des Homeschoolings wird in der Öffentlichkeit viel zu wenig diskutiert: An dem Tag, an dem die Tore der Schulen geschlossen wurden, hat sich das der Hölle geöffnet. Aus den Tiefen der Unterwelt erschallten Luzifers Klingelton-Trompeten und kündigten an: Die Eltern-WhatsApp-Gruppen-Explosion.“


    Aber auch die Gangsta-Virologen oder Erlebnisse mit einem Arschlochkind beim Bäcker sind zum schlüpferfluten.


    Ob dieses Buch genügend humoristische Antikörper liefert, um den nächsten Lockdown locker zu überstehen? Das kann ich nicht garantieren. Aber sicher ist, JEDER der dieses Büchlein liest, wird sich vor Lachen auf dem Boden kringeln und seine Umgebung mit guter Laune anstecken!


    „Wer lachen kann,

    dort wo er hätte heulen können,

    bekommt wieder Lust zum Leben.“ 

    (WERNER FINCK)


    Und mit Michael Mittermeier kann man einfach immer herrlich lachen! Egal ob live oder gelesen – seine Gags sind einfach immer böse genial und aus dem Leben gegriffen. Auf das wir das Lachen nicht verlernen vor lauter Home-Schooling ;-)

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    Cover des Buches Glöckchen, das Weihnachtspony - Der Zauber des Nordsterns (ISBN: 9783743204874)

    Bewertung zu "Glöckchen, das Weihnachtspony - Der Zauber des Nordsterns" von Annette Moser

    Glöckchen, das Weihnachtspony - Der Zauber des Nordsterns
    Lieblingsleseplatzvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Kuschelige Lese- oder Vorlese-Stunden im Advent sind garantiert!
    Kuschelige Lese- oder Vorlese-Stunden im Advent sind garantiert!

    Ein Pony, dass unbedingt den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen möchte? Klingt nach Größenwahn oder einem verzerrten Selbstbild… aber wenn man Glöckchen heißt, scheint zu Weihnachten einfach ALLES möglich!

    Das kleine Pony versucht alles in ihrer Macht stehende um ihrer Rentierfamilie die Wartezeit bis zum Eintreffen des Weihnachtsmannes so kurz wie möglich erscheinen zu lassen – und geht dabei allen gehörig auf die Nerven! Aber irgendwann lässt sich die Tatsache nicht verleugnen, dass der Weihnachtsmann sich verspätet. Das muss was passiert sein! Glöckchen macht sich zusammen mit seinen tierischen Freunden auf die gefährliche und abenteuerliche Suche nach dem Weihnachtsmann und dem Zauber des Nordsterns…

    Ich mag Glöckchen! Think big! Und auch, wenn man allein natürlich nicht alles können kann, so muss man nur genügend Freunde mit verschiedenen Talenten um sich scharen, dann ist nichts mehr unmöglich! Ich finde, in jedem Lese-Altern kann man für sich ein tolles Fazit aus der Geschichte ziehen.

    Die Geschichte von Annette Moser ist für sich allein schon zuckersüß, aber die Illustrationen von Marina Krämer machen das Buch einfach zu einem wunderschönen Gesamtkunstwerk. Kuschelige Lese- oder Vorlese-Stunden im Advent sind garantiert!

     

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