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Lieselotte1990

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    Cover des Buches Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann (ISBN: 9783949465000)

    Bewertung zu "Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann" von Kerstin Gier

    Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
    Lieselotte1990vor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Eine tolle Reise, aber mit Potential
    Ein vielversprechender Auftakt

    Dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Mir hat es gefallen, irgendwie. Ich hatte Spaß, irgendwie. Und ich war traurig, am Ende, irgendwie. Aber umso mehr Zeit vergeht und ich über das Buch nachdenke, desto mehr Potentiale erkenne ich. 

     

    Das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet. Die Details von Cover, Umschlagseiten und Kapitelüberschriften haben mich hingerissen. Das und der farbige Buchschnitt verleihen dem Buch schon rein äußerlich das magische Flair, das von der Autorin erwartet wird. Kerstin Giers Schreibstil hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Schon auf der ersten Seite war ich mitgerissen von ihrem Humor und wenig später von den spannungsgeladenen Ereignissen des ersten Kapitels. Sowohl aufgrund der fetzigen Dialoge als auch wegen der adrenalintreibenden Jagd. Ihr Erzählstil ist jugendlich und frech, was super zur Zielgruppe passt. Die beiden Protagonisten erinnern mich sehr an die von Rubinrot & Co., aber nicht, weil sie sich so sehr ähneln, sondern viel mehr, weil sie so speziell sind. Quinn, der Mädchenschwarm mit den zu vielen Vornamen, wirkt zwar erst etwas arrogant, zeigt sich dann aber zunehmend liebenswürdig. Matilda, das „Grübchenface“ mit der echt creepy family, wirkt sehr cool und schlau, hat aber auch mit vielen Unsicherheiten zu kämpfen. Beide zeigen viel Schlagfertigkeit in ihren Dialogen, was die besondere Kerstin-Gier-Würze ausmacht. Die Beziehung der beiden baut sich langsam auf und die Szenen, in denen sie sich näherkommen, kribbeln sehr. Ganz im Rausch von Teenie-Hormonen. 🖤 Fee, Hyazinth und der Wasserspeier Baximillian Grimm sind süße und witzige fantastische Sidekicks bzw. Nebencharaktere, die mir hier und da ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und Matildas und Quinns Welt viel bunter gemacht haben. Wenn ich nur an die erste Szene im Blumenladen denke, in dem Hyazinth und Fee arbeiten, bin ich noch immer verzückt von der farbintensiven und detailverliebten Beschreibung. Außerdem mag ich sehr Matildas Tante und deren Tochter Schrägstrich Matildas beste Freundin, die immer mal wieder als Komplizinnen im Notfall einspringen. Die Dynamik Wir-gegen-die-Anderen funktioniert hier sehr gut und zog mich auch als Leserin auf ihre Seite. Das sich das Mysteriöse rund um Quinn und seine Fähigkeiten sehr langsam lichtet, fand ich bis zu einem gewissen Grad sehr spannungsaufladend. Die Autorin hat es so geschafft, mich bei der Stange zu halten und meinen Wissensdurst immer weiter angestachelt. 

     

    Doch ich muss auch zugeben, dass mich einiges frustriert hat. Die Szenen, die im Saum, also der magischen Parallelwelt von „Vergissmeinnicht“ spielen, sind eher verwirrend und nichtssagend als wirklich hilfreich. Es wird erläutert, was es ist und warum Quinn den Saum betreten kann, doch es fehlen die Zusammenhänge, Intrigen und Gefahren. Die Autorin möchte hier sicher einen großen Spannungsbogen aufbauen, schließlich folgen ja noch zwei Bände, doch es ist schwer freudig erregt zu bleiben, wenn man so wenig geboten bekommt. Ich weiß bis zum Schluss nicht, was mir das alles sagen soll. Es sind zu viele Einzelteile, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügen wollen, aber nicht können, sodass ich mich fühle wie Matilda, die nicht mit in Saum darf und immer auf Quinn warten muss. Das finde ich übrigens sehr schade, obwohl ich mir sehr sicher bin, dass die Protagonistin in den Folgebänden in die fantastische Welt folgen darf. Ich bin schon irgendwie interessiert an dem Mysterium, das Kerstin Gier sich da erdacht hat, aber für mich sind einfach noch zu viele Fragezeichen da, um euphorisiert zu sein. Ein weiterer Knackpunkt sind für mich so einige Charakterzeichnungen. Matildas Familie zum Beispiel. Familie Martin wird des Öfteren als die „biblische Plage“ bezeichnet – lustig, aber auch irgendwie grenzwertig. Ich bin nicht christlich und habe nichts mit Glauben am Hut, aber diese Darstellung der Familie war schon krass. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass das so einigen aufstößt. Engstirnig, ehrpusselig und versnobt – das ist Familie Martin. Ich glaube, dass Kerstin Gier hier mit dem Bild einer christlichen Familie kokettiert, um Aufmerksamkeit und Diskussionsstoff zu generieren, bin mir aber nicht sicher, ob das so gut gelungen ist. Vor allem Matildas Cousin und Cousinen zeigen großen Reizfaktor. Leopold, Luise und das Petzemariechen wandeln stets auf dem Grat zwischen hilarious und oh please god no. Leopolds überspitzte Reaktion auf Quinns Behinderung ist da nur ein Beispiel.

     

    Jetzt ist wahrscheinlich der Eindruck entstanden, dass ich das Buch absolut schrecklich fand. Dem ist nicht so. Ich hatte wirklich meinen Spaß an den Figuren und Ereignissen, doch trotzdem bin ich auch stutzig geworden. Vieles ist ungeklärt und offen; einiges sehr überdreht dargestellt und manches einfach nicht meins. Für mich ist alles irgendwie noch nicht rund. Das kann sich in den Folgebänden noch alles ändern. Nachdem ich so ratlos zurückgelassen wurde, würde ich schon gern erfahren, wie es weitergeht und sich alles fügt. Bisher konnte mich die Autorin noch nicht so recht erreichen und berühren, wie es beispielsweise bei den Edelsteinen der Fall, aber das Potential ist da. Ein vielversprechender Auftakt, buchstäblich. Die Reise hat begonnen und ich will wissen, wohin uns Kerstin Gier noch entführen wird!

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    Cover des Buches Vielleicht nie (Vielleicht-Trilogie - Band 2) (ISBN: 9783743210967)

    Bewertung zu "Vielleicht nie (Vielleicht-Trilogie - Band 2)" von Carolin Wahl

    Vielleicht nie (Vielleicht-Trilogie - Band 2)
    Lieselotte1990vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Joana und Kilian 🖤
    Nie war ein Vielleicht schöner!

    Auf dieses Buch habe ich hingefiebert. Also auf die offizielle Veröffentlichung! Schließlich wollte ich endlich meine absolute Ekstase für diese Geschichte mit euch teilen! Ich dürfte das Buch nämlich schon im Juli in der Druckfahne lesen und muss mir seitdem auf die Zunge beißen, um nichts zu verraten. Aber jetzt ist die Zeit des Verkneifens vorbei, jetzt geht’s los mit der mit der Liebe verpackt in Worten…

    Wie soll ich anfangen? Wo soll ich anfangen? Ich versuche mich zu ordnen und gleichzeitig all meine sprudelige Energie herauszulassen, damit ihr spürt, wie aufgeregt und fröhlich ich bin. Ich liebe „Vielleicht Nie“. Vielleicht ist das ein guter Anfang. Hier hat mich einfach alles gepackt: der locker flockige Schreibstil, die charismatischen Figuren, die tiefe Emotionalität, die ebenso freundschaftliche sowie berauschende Liebe. Kilian und Joana sind mir schon in Buch 1 aufgefallen. Da ich solche Mädchen-ist-in-Bruder-von-bester-Freundin-verliebt absolut grandios finde, konnte ich es kaum erwarten, zu lesen, was die beiden früher und gegenwärtig miteinander verband und verbindet. Außerdem waren die Charaktere an sich auch schon sehr interessant: die ruhige und gefasste Joana und der abenteuerlustige und charmante Kilian. Eine unwiderstehliche und explosive Mischung wie Feuer und Eis. Jedes Wortgefecht und jeder Blick haben eine prickelnde und intensive Liebesgeschichte versprochen. Und genau das hat Carolin Wahl auch eingehalten. Sie hat eine berührende und zugleich erregende Geschichte geschrieben, die neben Unterhaltung noch das bietet, das nicht in Worte zu fassen ist. Das, was dein Herz berührt, deine Seele anfasst und in deinem Kopf hängen bleibt.

    Joana ist eine sehr zurückhaltende Person. Sie macht gern ihre Probleme mit sich selbst aus bzw. verdrängt sie. Sie bleibt in allem, was sie tut oberflächlich und meint so, sich vor Gefühlen und Ängsten jeglicher Art schützen zu können. Es ist absolut verständlich, warum sie sich so verhält, auch wenn ich es nie schaffen würde, mich so abzuschotten. Sie hat eine ihr sehr nahstehende Person verloren. Es ist schon eine Weile her, doch sie hat den Tod noch nicht verarbeitet. Die Trauer ist ihr ständiger Begleiter und lässt sie ein Leben mit gezogener Handbremse führen. Weil ich weiß, was sie durchmacht, fühle ich mir ganz nahe, auch wenn wir beide sehr unterschiedlich trauern. Ich habe mit ihr gelitten und mit und für sie geweint. Es war für mich sehr intensiv. Das ist unheimlich stark von der Autorin geschrieben. Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut! Im weiteren Verlauf ist es dann schön zu sehen, wie Joana sich entwickelt. Nicht nur aufgrund von Kilian, sondern auch, weil ihre Freundinnen Karla und Gabriella zu ihr halten und ihr gleichzeitig Raum geben. Karla spielt dabei die größere Rolle, weil sie Kilians Schwester ist und sie und Joana sich schon lange kennen. Karla geht auf ihre eher raubeinige Art sehr gefühlvoll mit Joana um, was mich sehr berührt hat. Ich freue mich schon sehr darauf, Karla im nächsten Buch besser kennenzulernen. Die Dynamik zwischen den drei Freundinnen ist wie im ersten Band wieder sehr anschaulich und lebendig beschrieben, wenn auch anders. Denn der Ton im Roman ist anders, eben durch Joana. Sie ist nicht ansatzweise so quirlig und lebensbejahend wie Gabriella und das ist im natürlich im Stil des Romans zu spüren. Ich finde das meisterhaft, weil es den Facettenreichtum der Autorin zeigt. Und es ist ja auch beileibe nicht so, dass ich die ganze Zeit weinend vor dem Buch gesessen hätte. Es ist eine gute Mischung. Zu Joanas Yin kommt Kilians Yan.

    Kilian ist Joanas Gegenstück. Er ist offen, herzlich und voller Tatendrang. Er ist auf jeden Fall ein kleiner Casanova, aber eher auf die charmante, nicht so bad boy mäßige Art und Weise. Doch auch wenn Kilian das Gegengewicht in der Handlung ist, ist er auch doch so viel mehr. Es hat mich diesmal sehr gestört, nicht seine Sicht der Dinge lesen zu können. Bei Anton hat das zu seinem mysteriösen und zurückhaltenden Auftreten gepasst, aber bei Killian hätte ich mir bei einigen Szenen gewünscht, auch mal in seinen Kopf schauen zu können. Auch er versteckt sich hinter seiner Strahlemannfassade und es braucht einen Moment, ehe man den einfühlsamen und nachdenklichen Mann kennenlernt. Natürlich liebe ich seine freche Zunge und mich kribbelts, wenn ich nur an ihn denke. Doch das liegt am Gesamtpaket. Vor allem wenn es um Joana und seine Schwester geht, zeigt er sich liebevoll. Das ist einfach zu süß. Auch seine Entwicklung ist spürbar, auch wenn sie nicht so umfassend ist, wie die von Joana, da ja nur ihr Blickwinkel gezeigt wird. Trotzdem finde ich es gut herauskristallisiert und einleuchtend. Ich mag Kilian sehr und hoffe, dass er im dritten Band ein paar beschützender-Bruder-Auftritte bekommt :-)

    Wer die Dialoge im ersten Band mochte, wird sie hier lieben. Anfangs haben die beiden Protagonisten einen sehr liebevollen zynisch gemeinen Umgang miteinander, was die Spannung zwischen den beiden nur aufheizt. Apropos aufheizen: Die Kuss- und Sexytime-Szenen sind auch besonders gut gelungen! Die Chemie der Figuren und das Schreibtalent der Autorin sind auch hier eine explosive Mischung ;-)

    Was gibt es noch zu sagen? Wahrscheinlich unendlich viel mehr. Wieder denke ich, meine ganze Liebe für dieses Buch nicht in die richtigen Worte gepackt zu haben. Wahrscheinlich fällt mir nach dem Hören des Hörbuchs (ab 13.10. bei bookbeat!) auch noch eine Menge ein, was ich hätte schreiben können und das mit viel mehr Enthusiasmus. Doch irgendwann muss man eben einen Punkt setzen. „Vielleicht Nie“ ist eins meiner liebsten New Adult Bücher und definitiv ein Jahreshighlight. Mit all seiner Tiefgründigkeit, Trauer, Melancholie, aber auch Lebensfreude und Liebe. Joana und Killian haben mein Herz im Sturm erobert und sich dort eingenistet. Caro, du bist eine großartige Autorin! Ich bin unheimlich gespannt auf Hennings und Karlas Geschichte!

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    Cover des Buches Flying High (ISBN: 9783736309890)

    Bewertung zu "Flying High" von Bianca Iosivoni

    Flying High
    Lieselotte1990vor 6 Tagen
    ... und hoch fliegen (mit Spoilern)

    Das Ende des ersten Buches dieses Duetts hat mich erschüttert zurückgelassen. Ich bin unglaublich froh, dass ich diese Geschichte erst angefangen habe zu lesen, nachdem beide Bände erschienen sind. Ich war mir ziemlich sicher, dass die Autorin ihre Protagonistin nicht sterben lassen würde, aber wie nur wie will sie das, was Hailee vorhatte zu tun, Hailee und Chase durchstehen lassen?

    Hailees und Chase’ Geschichte hat sich in ein Drama entwickelt, das weder schöner noch schrecklicher sein könnte. Ich habe es absolut nicht erwartet und habe mit einer Mischung aus Mitgefühl, Angst und Spannung mitverfolgt, wie sich das Leben der Protagonisten entwickelte. Bianca Iosivoni geht dabei so zauberhaft gefühlvoll vor, dass es mich zerreißt. Auch wenn Hailees Ausweg nicht der Richtige war, so kann ich sie doch verstehen. Fantastisch finde ich, wie die Autorin zeigt, wie es „Danach“ weitergeht (oder weitergehen kann). Der Zusammenhalt und die Liebe, aber auch die Fehler, die gemacht werden. Es ist eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, die mich ganz schön durch den Fleischwolf gedreht hat.

    Eine große Überraschung war für mich Shaine. Er war der ständige Störenfried in der Geschichte und auf einmal ist er es, der Hailee und Chase das verschafft, was sie am dringendsten brauchen: Zeit zusammen. Ich mag diese Arschloch-mit-Herz-Attitüde und wünschte, es gäbe ein Buch über ihn und Lexi…

    Ich liebe die Autorin dafür, dass sie Chase und Hailee einen Weg aufzeigt, ihr Leben zu meistern, sich selbst zu lieben und mutig zu sein. Aber auch Ängste und Schwächen zuzulassen. Und ich bin dankbar, dass keiner der beiden daran zerbrochen ist, sondern stärker aus dem Erlebten hervorgegangen sind.

    Diese Geschichte macht Mut. Mut auf das Leben, das manchmal so unendlich schwer ist.

    Danke für deinen Mut, Bianca Iosivoni!

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    Cover des Buches Falling Fast (ISBN: 9783736308398)

    Bewertung zu "Falling Fast" von Bianca Iosivoni

    Falling Fast
    Lieselotte1990vor 6 Tagen
    Tief fallen...

    Diese Geschichte erinnert mich total an die Bücher, die ich früher verschlungen habe. Vom Stil her sind sie den Romanen von Susan Elisabeth Phillips oder Rachel Gibson ganz ähnlich. Ich finde zwar immer noch sehr schade, dass die Bücher einer deutschen Autorin nicht in Deutschland spielen, aber trotzdem stehe ich auf die ganze Machart. Dieses langsame und detaillierte Erzählen passt zur Geschichte und unterstützt den Aufbau, doch ich kann auch verstehen, wenn der eine oder andere diese als zu langatmig empfindet.

    Chase und Hailee sind ganz wunderbare und sehr gut skizzierte Figuren. Ich bewundere Chase für seine Loyalität, denn ich könnte ehrlicherweise nicht sagen, ob ich soweit für meinen Bruder gehen würde und erst recht nicht, ob ich mich dem Willen meines Vaters so beugen könnte. Doch ich verstehe ihn. Auch wenn ich mich über ihn geärgert habe und mit ihm gelitten habe, verstehe ich ihn und finde es klasse, wie feinfühlig die Autorin diesen Konflikt beschreibt, ausarbeitet und geschehen lässt. Hailee ist unglaublich bezaubernd und ihr Vorhaben, des Öfteren mutig zu sein ist nachahmenswert. Doch die ganze Zeit spürte ich ihre Traurigkeit. Ich wusste, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Ich bin irgendwann darauf gekommen, doch das, was sich dann im Laufe der Geschichte noch entwickelte, habe ich nicht vorhergesehen. Ich war überrascht, tottraurig, aber auch voller Verständnis.

    Chase sagt auf Seite 52 zu Hailee, dass alle, die erstmal dem Charme von Fairwood und seinen Bewohnern erlegen sind, nicht mehr wegwollen oder zumindest irgendwann zurückkehren. Dem kann ich nur zustimmen. Ich bin absolut verknallt in Fairwood, aber vor allem in Jespers und Chase‘ Freunde: Lexi, Charlotte, Clay, Eric… Die Autorin hat wundervolle Nebencharaktere geschaffen, die alle ihre eigene Geschichte haben, die das Gesamtbild des Romans abrunden. Obwohl mich Chase‘ und Hailees Geschichte total in den Bann gezogen hat, will ich unbedingt auch mehr von den anderen lesen. Aber es wartet ja auch noch ein zweiter Teil auf mich.

    Apropos: Ich habe keine Ahnung, wie es nach dem Ende weitergeht. Normalerweise habe ich immer eine Idee, was die Autorin als nächstes Erzählen könnte, doch diesmal tappe ich im Dunkeln. Ich habe eine Hoffnung, wie sie die Geschichte weitergestaltet, doch wie sie diesen Cliffhanger auflöst, ist mir völlig schleierhaft. Ich habe ein mulmiges Gefühl im Bauch und hoffe sehr, dass mir die Autorin nicht das Herz brechen wird. (Also noch mehr, als es sowieso schon ist.)

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    Cover des Buches Feeling Close to You (ISBN: 9783736311206)

    Bewertung zu "Feeling Close to You" von Bianca Iosivoni

    Feeling Close to You
    Lieselotte1990vor 6 Tagen
    Einander nah sein

    Als ich das erste Kapitel las, war ich total verzückt. Teagan unterschied sich sehr von den anderen weiblichen Charakteren, die ich bisher bei Bianca Iosivoni kennen gelernt habe. Ich mag ihre freche, genervte und sarkastische Art. Durch ihren Nebenjob als Barista hat sie viel mit Kunden zu tun, die sie nicht ausstehen kann und trotzdem anlächeln muss. Ich kann das so gut verstehen! Äußerlich lächeln, innerlich Mordpläne schmieden. (Es ist natürlich nicht immer so – aber wenn der Kunde meint, er sei König und ich seine Angestellte, werde ich schon mal (innerlich) ungehalten. Denn der Kunde ist nicht König, er ist Gast!) Ich fühlte mich Teagan sehr nah und mochte ihren Charakter ungemein. 

    Als dann jedoch dieser ganze Gaming-Kram dazukam… Ich muss schon sagen, ich war dann circa bis zur Hälfte des Buches raus. Ich verstehe echt leider nichts von den Spielen und gebe zu, dass ich die Beschreibungen von den Spiel-Szenen übersprungen habe. Ich kenne es nicht und es interessiert mich auch nicht sonderlich. Trotzdem möchte ich sagen, dass ich es cool finde, dass die Autorin alles genauso in dieser Geschichte beschreibt, wie sie es getan hat. Teagan und Parker haben ein Hobby und lieben es durch und durch. Das spüre ich und finde die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Dass ich an sich mit der Gamer-Szene nicht viel anfangen kann, steht dabei nicht in Konkurrenz mit dem Fakt, dass ich erkenne, wie viel Herzblut in der Geschichte steckt. 

    Aber Gefühle und Fakten sind zwei Paar Schuhe. Ich fühlte es nicht. Zumindest bis zur zweiten Hälfte des Buches. Ab da ging es nämlich mehr um die Charaktere und deren Konflikte als um die Spiele.

    Ich finde Teagan richtig Bombe, Parker süß, liebenswert und auf die sexy Art nerdig (obwohl ich auch nicht so recht verstehe, wie er so „trainiert“ sein kann, wenn er die meiste Zeit des Tages vorm Rechner hockt und zweimal die Woche joggen geht (oder so), aber ich schiebe es mal auf einen guten Stoffwechsel und tolle Gene) und ich habe es genossen, ihre Geschichte mitzuverfolgen. Callies und Kieth' Geschichte hat mich mehr gepackt, aber das ist reine Geschmackssache.

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    Cover des Buches Finding Back to Us (ISBN: 9783736311190)

    Bewertung zu "Finding Back to Us" von Bianca Iosivoni

    Finding Back to Us
    Lieselotte1990vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Ich lieeebe Stiefgeschwister-Lovestories!! (not as creepy as it sounds 🤣)
    Uns wiederfinden

    Ich muss schon zugeben: Diese Story ist echt nicht neu. Stiefbruder und Stiefschwester verlieben sich. Aber ganz ehrlich: ich kann nicht genug davon bekommen :-D Ich habe „Finding back to us“ innerhalb eines Tages durchgesuchtet, obwohl ich genau wusste, worauf es hinausläuft. Und trotzdem bin ich hin und weg!

    Also, mein lieber Herr Gesangsverein! Zum Thema Anziehung: ich werde rot, wenn ich nur dran denke. Ganz großes Tennis, Frau Iosivoni! Die Chemie zwischen Callie und Kieth ist einmalig und nervenzehrend. Natürlich sind Szenen wie die unter der Dusche etc. total vorhersehbar und in echt jedem dieser Bücher vertreten, aber… meine Güte, ich find das halt gut. Steinigt mich doch! Ich fahre supermäßig auf die Geschichte ab, auch wenn ich sie mindestens schon drei-, viermal in ähnlicher Ausführung gelesen habe. Auffällig ist aber, dass ich nichts zum Stirnrunzeln hatte. Die Geschichte ist sehr logisch und gut durchdacht. Die Konflikte toll ausgearbeitet und nachvollziehbar. Chapeau!

    Ich bin auch ein bisschen verliebt. Auch wenn ich es schade finde, dass Kieth nicht zu Wort kommt, da ausschließlich aus Callies Sicht erzählt wird, finde ich, dass die Autorin es geschafft, ihn trotzdem nahbar zu machen. Und ich habe ein paar Szenen aus der Vergangenheit der beiden vermisst, aber wahrscheinlich hat da der Lektor den Rotstift angesetzt…

    Rund um: toll. Wie gesagt, ich bin großer Fan solcher Geschichten, kann es aber auch verstehen, wenn irgendwer sagt „schon tausendmal gelesen“. Doch ganz so ist es nun mal auch nicht, da die Autorin mit ihrer Logik und Liebe zum Detail definitiv punkten kann. Hier ist nun mal nicht die Grundstory, sondern der Weg zum Happy End das Ziel.

    Süß finde ich ja den „Woodshill“-Bezug. Callie studiert dort, wo auch Mona Kastens Figuren der „Again“-Reihe ihr Unwesen treiben. Ein wirklich cooles Easteregg!

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    Cover des Buches Dumplin' (ISBN: 9783841422422)

    Bewertung zu "Dumplin'" von Julie Murphy

    Dumplin'
    Lieselotte1990vor 6 Tagen
    Knöchelchen

    Willowdean ist 16, größter Dolly Parton Fan ever, hübsch, intelligent, unsicher und mutig. Ach ja und natürlich auch dick. Das ist eigentlich ziemlich ok für sie, schließlich ist „dick“ auch nur ein Wort wie „dünn“, wäre da nicht ihre Mutter, die Schönheitskönigin, die mit den Ausmaßen ihrer Tochter absolut nicht zurechtkommt. Willowdean kann dies überraschend gut wegstecken. Immerhin hat sie Elle, ihre beste Freundin. Und dann ist da noch Bo. Doch nach einem Streit mit ihrer besten Freundin gerät Willows Welt ins Wanken: Sie ist verliebt, kann nicht niemanden darüber sprechen und die Aussagen der Mutter treiben Früchte und lassen sie nicht daran glauben, dass ein toller Typ wie Bo sich in sie verlieben könnte. Doch Willow zieht nicht den Kopf ein – na gut, erst schon, aber nur kurz ;-) – und meldet sich beim alljährlichen Schönheitswettbewerb an.
    Dumplin ist eine Geschichte, die darüber aufklärt, wie es ist, ein Teenager zu sein, der nicht ins Idealbild passt. Davon gibt es in der Jugendliteratur so einige, doch dabei geht es meist eher um die sexuelle Orientierung. Julie Murphy hat sich für das Thema „Dicksein“ entschieden und schlägt dabei in die Kerbe der „Body Positivity“-Bewegung, die für mich mit Taryn Brumfitts Vorher-Nachher-Facebook-Post von 2015 und dem darauffolgenden Dokumentarfilm „Embrace“ (2016) ihren Anfang genommen hat. Der Schriftstellerin ist es gelungen, einen Roman zu schreiben, der gefühlsecht den Zwiespalt eines jungen Mädchens aufzeigt, das von einem Jungen berührt werden möchte aber gleichzeitig Angst davor hat, von ihm berührt zu werden, denn schließlich könnte er ihre Speckröllchen eklig finden und sie damit abstoßend. Was – natürlich oder eher zum Glück – nicht so ist.
    Ein Buch mit Tiefgang und toller Botschaft: Go Big or Go Home!

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    Cover des Buches Das Labyrinth des Fauns (ISBN: 9783733505523)

    Bewertung zu "Das Labyrinth des Fauns" von Cornelia Funke

    Das Labyrinth des Fauns
    Lieselotte1990vor 6 Tagen
    Puh, nicht mein Ding

    Aber mal von vorn: Cornelia Funke macht aus Guillermo del Toros Film „Pans Labyrinth“ einen Fantasyroman und nennt ihn „Das Labyrinth des Fauns“. Ich mag Cornelia Funke, also wollte ich das Buch lesen. Den Film hatte ich nicht gesehen und zu meiner Schande gestehen, dass ich Guillermo del Toro nicht kannte (bitte seit nicht zu hart zu mir – ich bin nun mal eher die Disney-Fraktion). Aber damit wäre klar, dass ich nicht ganz auf das vorbereitet war, was mich erwartete. Dieses Horrorfantasy war absolut nicht mein Fall, aber ich muss sagen: Dieser Roman ist sagenhaft geschrieben, der Wechsel zwischen Märchenwelt und Realität nervenkitzelnd und besonders. Die Illustrationen im Buch sind teilweise grausam und eklig, aber trotzdem auch schön. Für euch, die so etwas mögen, ganz viel Spaß damit! Alle anderen: Wie lesen einfach nochmal Tintenherz ;-)

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    Cover des Buches Du bist der Liebe nicht egal (ISBN: 9783959673068)

    Bewertung zu "Du bist der Liebe nicht egal" von Kasie West

    Du bist der Liebe nicht egal
    Lieselotte1990vor 6 Tagen
    Lovestory auf Sendung

    Mit der zuckersüßen Geschichte von „P.S. Ich mag dich“ überzeugte mich Kasie West und ich freute mich daher darauf, mehr von ihr zu lesen. Nun entführte mich die junge Autorin an einen See, in die High School, in einen Podcast-Kurs. Ein sehr prominentes Thema, das wunderbar inszeniert wird. Neben den großen Teenagerfragen „Was mache ich nach der Schule?“ und „Bin ich gut, so wie ich bin?“ wird Kates und Diegos Liebeschaos beleuchtet und mit Humor und Leichtherzigkeit erzählt. Wunderbar für ein paar entspannte Lesestunden am Strand oder auf der Couch.

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    Cover des Buches Forever Free - San Teresa University (ISBN: 9783736312982)

    Bewertung zu "Forever Free - San Teresa University" von Kara Atkin

    Forever Free - San Teresa University
    Lieselotte1990vor 13 Tagen
    Langatmig, aber trotzdem gut!

    Kara Atkins Geschichte ist ebenso ähnlich wie unterschiedlich wie alle anderen dieser Erzählungen im New Romance Bereich. Die bekannten Grundstrukturen sind da, doch ist der Anteil an „Uni-Talk“ wesentlich größer als bei ähnlichen Büchern. Ich persönlich finde das nicht schlimm, ich fühle mich eher an meine Studienzeit zurückversetzt. Ich kann aber auch verstehen, wenn man es als störend empfindet. Denn schließlich zögert es die Geschichte ungemein heraus. Klar gibt das der Autorin die Möglichkeit, die Figuren langsam aufzubauen, doch ein wenig mehr Tempo wäre doch auch toll gewesen. Spoileralert, aber der erste Kuss findet auf Seite 267 statt. Das ist doch ein langes Vorspiel, wenn ich mir dieses Wortspiel erlauben darf ;-) Dadurch ist zu merken, dass die Autorin nicht den Fokus auf die Liebesgeschichte legt, sondern eher versucht, eine Coming-Off-Age Geschichte zu schreiben, nur für die „älteren Semester“. Und schlussendlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz, keine Sorge!

    Raelyn ist extrem schüchtern und unsicher. Das mag zunächst sehr irritierend sein, doch auch bevor ich die eigentliche Erklärung für ihr Verhalten bekommen habe, habe ich nachvollziehen können, warum sie ist wie sie ist. Ihre Mutter ist dabei ein Riesenfaktor. Klar ist es für mich mit 29 Jahren und seit über zehn Jahren weg von Zuhause einfach zu sagen, dass ich meine Mutter zum Teufel geschickt hätte, wenn sie mich so unter Druck gesetzt hätte und mir so auf die Pelle gerückt wäre. Aber Raelyn kennt es nur so und wurde schon immer so von ihrer Mutter beschützt (oder sagen wir mal, der Begriff „Helikopter-Mutter“ bekommt durch Cathy Miller eine ganz neue Dimension). Umso beeindruckender ist, dass Raelyn nun aus dem gewohnten Umfeld ausbrechen will und auf eigenen Beinen stehen will. Es ist nicht einfach und ihre Sozialphobie wirklich ein Hindernis, aber sie schafft es und macht eine tolle Entwicklung im Buch durch. Das Hunter wiederrum ihre Unterwürfigkeit so oft als „niedlich“ darstellt, finde ich fragwürdig. Authentischer wäre es gewesen, wenn er des Öfteren von diesem Verhalten genervt gewesen wäre – auch wenn er total in sie verknallt gewesen ist. Interessanter wäre es gewesen, wenn er sie etwas härter angepackt hätte und sie mehr herausgefordert hätte. Denn obwohl ich die Geschichte so auch sehr süß finde, hat mir ein wenig der Biss gefehlt.

    Hunter ist mir lange ein Rätsel geblieben. Schlussendlich muss ich auch sagen, hätte ich es besser gefunden, wenn die „Lösung“ ein bisschen früher gekommen wäre und die beiden Protas sich daran noch etwas hätten „abarbeiten“ müssen. Auch wenn ich wusste, dass sein Verhalten sicher einen plausiblen Grund hat, wurde ich nicht recht warm mit ihm. Auch wenn es mehrere Kapitel aus seiner Sicht gab, habe ich nicht das Gefühl, ihn kennen gelernt zu haben. Der Fokus lag meiner Meinung nach zu sehr auf Raelyn, obwohl auch er ein ganz schönes großes Päckchen zu tragen hat.

    Wäre ich Autorin dieses Buches, hätte ich einige andere Abzweige gewählt. Doch es ist die Geschichte von Kara Atkins und ich schätze sie so, wie sie ist. Auch wenn es hier und da Längen gibt, finde ich, dass sie locker leicht geschrieben ist und man so flüssig durch die Seiten fliegt, dass man kaum merkt, dass schon wieder fünfzig Seiten weitegeblättert wurde. Es ist eine tolle Geschichte über das Erwachsenwerden und vor allem Flügge werden ist. Der Titel „Forever Free“ hätte nicht passender gewählt werden können.

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