Lilli33

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    Cover des Buches Wie Hitler das Skateboard erfand9783462052626

    Bewertung zu "Wie Hitler das Skateboard erfand" von Danny Kringiel

    Wie Hitler das Skateboard erfand
    Lilli33vor 18 Stunden
    Abstruse Kausalketten - ganz unterhaltsam

    Taschenbuch: 320 Seiten

    Verlag: KiWi-Taschenbuch (7. November 2019)

    ISBN-13: 978-3462052626

    Preis: 11,00 €

    auch als E-Book erhältlich


    Abstruse Kausalketten - ganz unterhaltsam


    In jeweils sieben Schritten verknüpft Danny Kringiel verschiedene Ereignisse der Weltgeschichte und stellt so mehr oder weniger abstruse Kausalketten her. Sie ähneln dem Schmetterlingseffekt, wonach der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tsunami in Ostasien auslösen kann. 


    Die erzählten Ereignisse fand ich zum großen Teil interessant, weil sie mir unbekannt waren. Kringiel schreibt recht amüsant und locker, sodass das Lesen Spaß macht. 


    Am besten nimmt man sich immer wieder mal zwischendurch ein Kapitel vor und liest nicht das ganze Buch am Stück. So bleibt der Reiz erhalten. Das Buch eignet sich auch gut zum Vorlesen und gemeinsam Lachen.


    ★★★★☆


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    Cover des Buches Die Glocke von Whitechapel9783423217668

    Bewertung zu "Die Glocke von Whitechapel" von Ben Aaronovitch

    Die Glocke von Whitechapel
    Lilli33vor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Für mich der schwächste Band der Reihe.
    Für mich der schwächste Band der Reihe

    Taschenbuch: 416 Seiten

    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (24. Mai 2019)

    ISBN-13: 978-3423217668

    Originaltitel: Lies Sleeping

    Übersetzung: Christine Blum

    Preis: 10,95 €

    auch als E-Book und als Taschenbuch erhältlich


    Für mich der schwächste Band der Reihe


    Inhalt:

    Der Gesichtslose ist enttarnt und wird gejagt. Peter Grant versucht, seine ehemalige Kollegin Lesley May wieder auf die richtige Seite zu bringen. Doch das alles geschieht natürlich nicht ohne Zwischenfälle.


    Meine Meinung:

    Der wundervolle britische Humor konnte mich auch dieses Mal wie gewohnt begeistern, aber mir fiel es trotzdem verflixt schwer, mich mit diesem Buch anzufreunden. Vor allem in der ersten Hälfte passiert so dermaßen wenig, dass ich es als langweilig empfand. Die Flüsse, die ich sonst so mag,  spielen hier leider nur eine kleine Nebenrolle. Stattdessen wird über Geschichtliches palavert und vor allem der Inhalt der ersten sechs Bände dieser Reihe wiederholt. Mal hier und da ein Detail zur Erinnerung einfügen ist ja okay und willkommen, aber hier hat es Ben Aaronovitch wirklich übertrieben. 


    Später kommt die Handlung dann doch noch in Schwung und teilweise geht es auch so rasant ab wie in den Vorgängerbänden. Einige sehr spannende Szenen konnten mich halbwegs mit dem Buch versöhnen. Die Reihe könnte hier eigentlich enden, denn die Handlung ist abgeschlossen, auch wenn am Ende noch einige Fäden lose bleiben. 


    Vielleicht hat der Verlag sich deshalb dazu entschlossen, bei der für Oktober 2020 geplanten Fortsetzung das Format zu ändern. Als Sammler finde ich so was immer ärgerlich.


    Die Reihe:

    1. Die Flüsse von London

    2. Schwarzer Mond über Soho

    3. Ein Wispern unter Baker Street

    4. Der böse Ort

    5. Fingerhut-Sommer

    6. Der Galgen von Tyburn

    7. Die Glocke von Whitechapel


    Kurzromane: 

    Geister auf der Metropolitan Line

    Der Oktobermann


    ★★★☆☆


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    Cover des Buches Der Klavierspieler vom Gare du Nord9783103974652

    Bewertung zu "Der Klavierspieler vom Gare du Nord" von Gabriel Katz

    Der Klavierspieler vom Gare du Nord
    Lilli33vor 5 Tagen
    Ein bisschen märchenhaft und sehr berührend

    Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

    Verlag: S. FISCHER (26. Juni 2019)

    ISBN-13: 978-3103974652

    Originaltitel: Au bout des doigts

    Übersetzung: Eva Scharenberg und Anne Thomas

    Preis: 20,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein bisschen märchenhaft und sehr berührend


    Inhalt:

    Mathieu lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder in der Pariser Vorstadt. Der junge Mann jobt, um seine Mutter zu unterstützen. Doch seine Leidenschaft gilt dem Klavier, und so spielt er auf dem Klavier am Gare du Nord, sooft es geht. Pierre Geithner, der Direktor des Konservatoriums erkennt Mathieus unglaubliches Talent und nimmt ihn unter seine Fittiche.


    Meine Meinung:

    Die Geschichte wirkt fast schon ein bisschen märchenhaft und ist einfach wunderschön. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Männern entwickelt sich ganz allmählich eine zaghafte Freundschaft. Pierre muss einen Schicksalsschlag überwinden und findet Kraft darin, Mathieu aufzubauen. Mathieu muss sich in der feinen Pariser Gesellschaft zurechtfinden. Oft schlagen ihm Vorurteile entgegen, manchmal bildet er es sich aber auch nur ein. So macht er sich das Leben selbst unnötig schwer. 


    Dies alles wird absolut nachvollziehbar und in einer schönen Sprache geschildert. Ich habe den Roman geradezu verschlungen und mich von dieser herzerwärmenden Geschichte verzaubern lassen. Es dreht sich zwar viel um klassische Musik, man muss sich damit aber nicht auskennen oder ein Fan sein, um das Buch genießen zu können. 


    ★★★★★

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    Cover des Buches Die Patientin9783764507046

    Bewertung zu "Die Patientin" von Christine Brand

    Die Patientin
    Lilli33vor 5 Tagen
    Unterhaltsam und spannend

    Broschiert: 476 Seiten

    Verlag: Blanvalet Verlag (30. März 2020)

    ISBN-13: 978-3764507046

    Preis: 15,00 €

    auch als E-Book erhältlich


    Unterhaltsam und spannend 


    Inhalt:

    Seit vier Jahren besucht der blinde Nathaniel mit seinem Patensohn Silas dessen Mutter Carole, die im Wachkoma liegt, im Krankenhaus. Doch plötzlich liegt Carole nicht mehr in ihrem Bett. Angeblich weiß keiner etwas über ihren Verbleib. Schließlich heißt es, sie sei gestorben, doch Nathaniel kann das nicht glauben. Er bittet die Journalistin Milla um Hilfe. Derweil bekommt es deren Freund Sandro, Chef der Abteilung Leib und Leben bei der Kriminalpolizei, mit diversen Leichenfunden an der Aare zu tun. 


    Meine Meinung:

    Auch wenn „Die Patientin“ in gewisser Weise an den Vorgänger „Blind“ anschließt, kann man das Buch trotzdem ohne jegliche Vorkenntnisse lesen. Was man wissen muss, wird hier noch einmal kurz gesagt. 


    „Blind“, der 1. Band der Milla Nova ermittelt-Reihe, konnte mich hundertprozentig überzeugen. Ich mochte vor allem die Rolle des blinden Nathaniel, die herausragend war. Leider nimmt er in diesem 2. Band keinen so großen Raum mehr ein. Zwar schubst er die Ermittlungen in Fall der verschwundenen Wachkoma-Patientin an, doch dann hört man lange Zeit nichts mehr von ihm.


    Die Hauptrolle übernimmt hier die Journalistin Milla, was ja auch zum Reihen-Titel passt. Leider konnte sie mich aber nicht ganz begeistern. Sie ist zwar kreativ und tough und zieht ihr Ding durch. Aber dabei macht sie immer wieder dumme Fehler, die meines Erachtens nicht zu ihrer Person passen. Spannung hätte man auch anders erzeugen können.


    Die zu lösenden Kriminalfälle konnten mich von Anfang bis Ende fesseln. Es gibt ein großes Netz von Handlungsfäden, wobei lange Zeit nicht ersichtlich ist, ob und wie sie genau zusammenhängen. Aus verschiedenen Perspektiven werden nach und nach alle Puzzleteilchen zusammengetragen.


    Auch sprachlich ist der Roman gut gelungen. Er lässt sich sehr flüssig lesen, ohne allzu einfach zu wirken. Dabei fehlt auch eine kleine Prise Humor nicht. Immer wieder gibt es Szenen, bei denen man schmunzeln kann.


    Trotz kleiner Kritikpunkte empfehle ich diesen Schweizer Kriminalroman gerne weiter. 


    Die Reihe:

    1. Blind 

    2. Die Patientin


    ★★★★☆

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    Cover des Buches Vicious - Das Böse in uns9783104911199

    Bewertung zu "Vicious - Das Böse in uns" von V. E. Schwab

    Vicious - Das Böse in uns
    Lilli33vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: spannend, brutal, extraordinär
    Extraordinär

    Broschiert: 400 Seiten


    Verlag: FISCHER Tor (27. November 2019)


    ISBN-13: 978-3596705030


    Originaltitel: Vicious


    Übersetzung: Petra Huber und Sara Riffel


    Preis: 16,99 €


    auch als E-Book erhältlich




    Extraordinär




    Inhalt:


    Die Freunde Victor Vale und Eli Ever studieren Medizin. Für ihre Abschlussarbeit wagen sie ein riskantes Experiment. Eine willentlich herbeigeführte Nahtoderfahrung soll ihnen zu Superkräften verhelfen, sogenannte Extraordinäre aus ihnen machen. Das Experiment glückt, doch das ist nicht wirklich gut. Denn jetzt kommt das Böse zum Vorschein …




    Meine Meinung:


    Etwas Derartiges habe ich noch nicht gelesen - das empfinde ich schon mal als positiv. Das Thema ist einfach noch nicht ausgelutscht wie so viele andere. Victoria Schwab schreibt auch sehr gut, flott und dynamisch mit einer kleinen Prise Humor. Da macht das Lesen richtig Spaß.




    Die Geschichte ist auch recht spannend, wobei die Spannung gegen Ende immer mehr zunimmt. Hier wird Kapitel für Kapitel die verbleibende Zeit bis zum Show down heruntergezählt, was für zusätzliches Herzrasen sorgt. 




    Anfangs wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt, einmal die Ereignisse vor etwa zehn Jahren, als alles begann, zum anderen die Geschehnisse in der Gegenwart, wo Victor und Eli einander jagen. Was dazu geführt hat, erfährt man nur häppchenweise durch die Einschübe aus der Vergangenheit. Einige Kapitel erzählen auch aus der Zeit dazwischen. Die verschiedenen Zeitebenen lassen sich dabei gut auseinanderhalten und verwirren nicht, denn sie sind sehr sinnvoll angeordnet.




    Der Roman regt zum Nachdenken über Gut und Böse an, denn wer hier gut und wer böse ist, lässt sich kaum durchschauen. Jeder trägt beides in sich, wobei mal diese Seite, mal jene überwiegt. Oft kommt es auch auf den Blickwinkel an. Richtig sympathisch ist dabei kaum einer der Protagonisten, was mich aber nicht gestört hat. Allerdings hätte ich mir noch ein wenig mehr Tiefe für die Figuren gewünscht. Und auch bezüglich der paranormalen Kräfte waren mir die Erklärungen ein bisschen zu oberflächlich.




    Fazit:


    Ein düsterer Genre-Mix von Fantasy, Horror und Thriller. Es gibt zwar Härteres, aber trotzdem ist das Buch nur für nicht allzu zart besaitete Leser*innen zu empfehlen.




    Die Reihe:


    1. Vicious. Das Böse in uns


    2. Vengeful. Die Rache ist mein (ET voraussichtlich im April 2020)




    ★★★★☆

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    Cover des Buches Vengeful - Die Rache ist mein9783596705023

    Bewertung zu "Vengeful - Die Rache ist mein" von V. E. Schwab

    Vengeful - Die Rache ist mein
    Lilli33vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Typischer Mittelband. Die wilden Zeitsprünge haben mich genervt, das offene Ende auch. Ansonsten viel Action und interessante Charaktere.
    Wirkt wie ein typischer Mittelband

    Broschiert: 528 Seiten

    Verlag: FISCHER Tor (29. April 2020)

    ISBN-13: 978-3596705023

    Originaltitel: Vengeful

    Übersetzung: Petra Huber und Sara Riffel

    Preis: 16,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    ACHTUNG: Dies ist Band 2 einer Reihe. Meine Rezension kann SPOILER zu Band 1 enthalten. Diesen sollte man unbedingt vorher gelesen haben, um der Handlung problemlos folgen zu können.


    Wirkt wie ein typischer Mittelband


    Inhalt:

    Nachdem Sydney Victor Vale wieder zum Leben erweckt hat, hat er ein Problem, eine Art Defekt seiner Gabe. Auf der Suche nach Heilung pflastern Leichen seinen Weg.


    Eli Ever wird von EON gefangen gehalten. Er arbeitet mit Stell zusammen, um andere ExtraOrdinäre zu fangen, unter anderem Victor. Doch sein Ziel ist letztlich zu entkommen.


    Marcella Morgan sinnt auf Rache an ihrem Mann, den sie für ihren (zeitweiligen) Tod verantwortlich macht. Bei der Gelegenheit übernimmt sie gleich die gesamte Mafia von Merit.


    Meine Meinung:

    „Vengeful“ wirkt auf mich wie ein typischer Mittelband einer Trilogie. Das Altbekannte aus Band 1 wird weitergeführt, ein bisschen Neues aufgebaut, aber die Lösung gibt es erst in Band 3. Das Ende ist daher ziemlich offen, was ich überhaupt nicht befriedigend finde. Wann Band 3 geschrieben und in Deutschland erscheinen wird, ist meines Wissens nach noch absolut unbekannt. 


    Der direkte Kampf zwischen Victor und Eli spielt hier kaum eine Rolle - die beiden treffen erst ganz am Ende aufeinander, was ich etwas schade finde. Denn der Handlung fehlt dadurch ein bisschen das Knistern.


    Dafür hat eine andere starke Figur ihren großen Auftritt, nämlich Marcella Morgan. Sie ist knallhart und verfügt über eine Gabe, mit der sie sich vollkommen identifizieren kann. Vor ihr ist nichts und niemand sicher, zumal sie auch noch passende Helfer um sich scharen kann.


    Eine weitere interessante Figur ist June, eine Gestaltwandlerin, die sich nicht so richtig für eine Gruppe entscheiden mag, sondern mal hier und mal da mitmischt. So wirkt sie recht undurchsichtig. Man erfährt auch nicht allzu viel über ihr Vorleben. Sie bringt Spannung in die Geschichte. 


    Nach anfänglichen Problemen mit den nervig vielen Perspektivwechseln und Zeitsprüngen, die noch wilder als im 1. Band ausgefallen sind, konnte ich mich etwa ab der Hälfte so richtig mit dem Buch anfreunden. Die Handlung wird immer rasanter und überraschender. Es gibt etliche Actionszenen, die einem den Atem rauben. Sehr gelungen ist der flotte Schreibstil mit etlichen Prisen Humor, der die Seiten nur so vorbeifliegen lässt. Nur leider hat mich dann das offene Ende enttäuscht.


    Die Reihe:

    1. Vicious. Das Böse in uns

    2. Vengeful. Die Rache ist mein

    3. ???


    ★★★☆☆


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    Cover des Buches Angst in der Fächerstadt9783839222027

    Bewertung zu "Angst in der Fächerstadt" von Helen Kampen

    Angst in der Fächerstadt
    Lilli33vor 8 Tagen
    Nicht schlecht, hat aber noch Spielraum nach oben

    Taschenbuch: 313 Seiten

    Verlag: Gmeiner-Verlag (13. März 2019)

    ISBN-13: 978-3839222027

    Preis: 12,00 €

    auch als E-Book erhältlich


    Nicht schlecht, hat aber noch Spielraum nach oben


    Inhalt:

    Nach einer Ausstellung im ZKM, dem Karlsruher Zentrum für Kultur und Medien, wird dort die Leiche eines Unbekannten gefunden. Die Spur führt schließlich in die Lebensmittelbranche. Der zuständige Ermittler Georg König wetteifert bei der Aufklärung mit seiner Frau Amadea, die als Journalistin zufällig in derselben Ecke recherchiert.


    Meine Meinung:

    Da ich selbst aus der Karlsruher Gegend bin, war es für mich praktisch Pflicht, diesen Regionalkrimi von Helen Kampen zu lesen. Anfangs konnte mich die Autorin mit ihrem Roman auch ziemlich begeistern. Es fing interessant und spannend an. Leider konnte dieses Niveau nicht gehalten werden. 


    Zu viele Nebensächlichkeiten, die ausführlich beschrieben werden, rauben die Spannung. Dabei tritt der Kriminalfall oft in den Hintergrund. Ich hatte das Gefühl, Kampens Anliegen war es eher, die Zustände in der Lebensmittelbranche anzuprangern, als die Leserschaft mit einem aufzuklärenden Mordfall zu unterhalten. Zuweilen schlichen sich auch noch Fehler ein, sachliche (Viernheim liegt nicht im Rhein-Neckar-Kreis!), aber auch sprachliche. 


    Ansonsten fand ich die Handlung um einen Lebensmittelskandal sehr interessant, die Polizeiarbeit realistisch beschrieben und die Protagonist*innen einigermaßen sympathisch und ihre Handlungsweisen größtenteils nachvollziehbar. 


    ★★★☆☆


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    Cover des Buches Milchmann9783608504682

    Bewertung zu "Milchmann" von Anna Burns

    Milchmann
    Lilli33vor 10 Tagen
    Anstrengend, aber nicht schlecht

    Gebundene Ausgabe: 452 Seiten

    Verlag: Tropen (22. Februar 2020)

    ISBN-13: 978-3608504682

    Originaltitel: Milkman

    Übersetzung: Anna-Nina Kroll

    Preis: 25,00 €

    auch als E-Book erhältlich


    Anstrengend, aber nicht schlecht


    Puh, dieses Buch ist eine Herausforderung. Ich bin hier ganz unbedarft herangegangen, ohne mich vorher groß zu informieren. Entsprechend schwer fiel mir der Einstieg. Ich hatte zunächst kaum eine Ahnung, wovon die Autorin redet, was der Sinn dieses Romans ist, worum es eigentlich geht. Als ich ein wenig recherchiert hatte, gelang es mir besser, das erwähnte Gebiet diesseits und jenseits der Grenze, das Land jenseits der See und die verschiedenen Religionen und Paramilitärs einzuordnen und in die Handlung hineinzufinden. Aber was heißt hier Handlung? Handlung gibt es eher wenig - alles ist aus der Sicht der namenlosen Erzählerin geschildert und besteht zu einem Großteil aus deren Gedanken. Seitenlange Monologe erleichtern das Lesen nicht gerade. Es ist schwer, die Konzentration aufrechtzuerhalten, wenn einem zwischendurch kein Absatz zum Verschnaufen geboten wird.


    Dabei ist nicht nur die Protagonistin ohne Namen. Nein, alle Figuren werden nur mit ihrer Funktion bzw. einer Art Spitznamen benannt, z.B. Milchmann (der gar kein Milchmann ist), Vielleicht-Freund, Schwester Eins oder Schwager Drei. Das ist schon sehr gewöhnungsbedürftig.


    Die Autorin hat eindeutig etwas zu sagen. Ich frage mich nur, warum sagt sie es nicht einfach? Warum redet sie ellenlang um den heißen Brei herum und kommt nicht zu Potte? Warum packt sie ihre Aussage in dermaßen verschwurbelte Sätze? Warum macht sie es dem Leser künstlich so schwer? 


    ★★★☆☆

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    Cover des Buches Zornige Väter9783709935675

    Bewertung zu "Zornige Väter" von Lisa Lercher

    Zornige Väter
    Lilli33vor 11 Tagen
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    Cover des Buches Nachtflug9783499274114

    Bewertung zu "Nachtflug" von Sofie Cramer

    Nachtflug
    Lilli33vor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Albtraum von Protagonistin. Völlig unglaubwürdige Charaktere und Handlung. Ab und zu kann man schmunzeln.
    Ein Albtraum von Protagonistin

    Taschenbuch: 288 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch (23. Oktober 2018)

    ISBN-13: 978-3499274114

    Preis: 9,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Ein Albtraum von Protagonistin


    Inhalt:

    Ingrid, Mitte fünfzig, und Jakob, etwa zwanzig Jahre jünger, fliegen von Berlin nach New York - zwar nicht zusammen, aber nebeneinander. Während Jakob noch an seinen Papieren für ein wichtiges Meeting arbeiten will, möchte Ingrid sich unterhalten. Dabei werden im Lauf der Nacht beider Leben gründlich auf den Kopf gestellt.


    Meine Meinung:

    Handlungszeitraum sind nur ein paar Stunden während eines Nachtflugs. Abwechselnd erzählen die beiden Autorinnen aus der Ich-Perspektive von Ingrid und Jakob. Dabei lernt man die beiden im Lauf der Nacht einigermaßen gut kennen. 


    Die dieser Geschichte zugrundeliegende Idee ist gut, aber der Roman war so gar nicht mein Fall. Beide Protagonisten sind völlig unglaubwürdig. Ingrid verhält sich dermaßen naiv, dass es schon lächerlich ist, vor allem, weil sich nach und nach herausstellt, dass sie einiges auf dem Kasten hat. Ihre distanzlose Art, ihren Sitznachbarn zu vereinnahmen, hat mir Albträume beschert.


    Zwar steckt viel Weisheit in Ingrids Aussagen, aber die wird so klischeehaft und küchenpsychologisch rübergebracht, dass man nur die Augen verdrehen kann. Insgesamt ist die Handlung sehr vorhersehbar. Überraschungen gibt es kaum.


    Dafür dass ich wenigstens ab und zu ein wenig schmunzeln konnte, gibt es noch knapp 3 Sterne.


    ★★★☆☆

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