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Literaturwerkstatt-kreativ

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    Cover des Buches Die Bücher, der Junge und die Nacht (ISBN: 9783426227848)

    Bewertung zu "Die Bücher, der Junge und die Nacht" von Kai Meyer

    Die Bücher, der Junge und die Nacht
    Literaturwerkstatt-kreativvor einem Tag
    Kurzmeinung: Kai Meyer erzählt packend und begeisternd von der Liebe zu Büchern!
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    Cover des Buches Geheimnis am Weihnachtsabend (ISBN: 9783608986730)

    Bewertung zu "Geheimnis am Weihnachtsabend" von Gladys Mitchell

    Geheimnis am Weihnachtsabend
    Literaturwerkstatt-kreativvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein durchaus interessanter Whodunit-Krimi!
    Beatrice Adela Bradley

     „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“  stellt vor:

    „Geheimnis am Weihnachtsabend“ von Gladys Mitchell 

    Beatrice Adela Bradley, die sich in London einen Namen als Amateurdetektivin gemacht hat, folgt der Einladung ihres Neffen Carey Lestrange. Dieser lädt sie ein, die Weihnachtstage bei ihm mit mehreren anderen Gästen im beschaulichen Oxfordshire, zu verbringen.

    Die Stimmung unter den Besuchern der Farm ist entspannt, doch eine lokale Spuklegende sorgt für Aufregung. Vor allem, weil ein mysteriöser Brief dazu verlockt, dem kopflosen Geist um Mitternacht im benachbarten Städtchen aufzulauern. Das kaputte Auto von Mrs Bradley macht dem Vorhaben zunächst einen Strich durch die Rechnung. Doch dann wird der Anwalt des Dorfes, der ebenfalls ein Schreiben des mysteriösen Briefeschreibers erhalten hat, tot am Fluss aufgefunden. Und Mrs. Bradley ist nicht die Einzige, die einen Mord wittert ...“


    Fazit:

    Auch in diesem Jahr setzt der “Klett-Cotta Verlag“ seine besondere Reihe mit historischen Weihnachtskrimis fort. Und genau wie in den letzten Jahren ist der Buchdeckel auch diesmal wieder in Leinenstruktur gehalten. Also rein optisch schon ein kleiner Hingucker.

    Gladys Maude Winifred Mitchell (21. April 1901 – 27. Juli 1983) war eine englische Schriftstellerin, deren wichtigste Schöpfung die Hobbydetektivin Beatrice Adela Lestrange Bradley ist, die in 66 Romanen auftauchte. Die Krimis wurden zwischen 1929 und 1975 veröffentlicht. Zudem wurden fünf Folgen, darunter ein Pilot-Special unter dem Namen „The Mrs Bradley Mysteries“ mit Diana Rigg als Adela Bradley und Neil Dudgeon als ihr Chauffeur George Moody verfilmt.

    Der Klett-Cotta Verlag hat nun einen Krimi der Gesamtreihe herausgesucht und als Weihnachtskrimi übersetzt. Es ist eine klassische britische Kriminalgeschichte, die allerdings nicht – wie vielleicht der Titel suggeriert – nur zu Weihnachten spielt, sondern von Weihnachten bis Pfingsten stattfindet. Also kein ganz `klassischer` Weihnachtskrimi, wie wir ihn in den letzten Jahren in dieser Weihnachtsedition erlebt haben. 

    Ansonsten ist der Krimi ruhig, mit durchaus viel Atmosphäre erzählt. Besonders eindrucksvoll empfand ich die Schilderung der „Morris Tänzer – Tradition“,  die in diesem Krimi eine besondere Rolle spielt. Auch über englische Schweinezucht habe ich eine Menge erfahren. Der Schreibstil der Autorin ist zwar ruhig und der damaligen Zeit gemäß, doch absolut packend und spannend bis zum Schluß. Und auch die Überführung des Mörders wurde von der Autorin gut gelöst. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und ist gespickt mit durchweg interessanten Charakteren.

    Sehr speziell dargestellt ist allerdings Mrs. Bradly. Ich weiß nicht ob es an der Übersetzung liegt, aber sie wird oft nicht sehr schmeichelhaft beschreiben. “Ihr echsenhaftes Lachen, sie lachte meckernd, Mrs. Bradly winkte ihm mit einer ihrer klauenartigen Hände hinterher, mit ihrem dürren Finger zeigt sie...“, usw.  Zudem redet sie jeden mit “Kind“ an – wirklich jeden – das fand ich sehr befremdlich und an vielen Stellen extrem unpassend.


    Trotz, oder gerade auch wegen dieser sehr speziellen Protagonistin ein durchaus interessanter Whodunit-Krimi!





    Die ganze Rezension kann auch auf meinem Blog nachgelesen werden:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2022/12/05/geheimnis-am-weihnachtsabend-von-gladys-mitchell/



    Besten Dank an den „Klett-Cotta Verlag“ für das Rezensionsexemplar.



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    Cover des Buches Das Diamantenmädchen (ISBN: 9783832166670)

    Bewertung zu "Das Diamantenmädchen" von Ewald Arenz

    Das Diamantenmädchen
    Literaturwerkstatt-kreativvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: "Das Diamantenmädchen" bietet kurzweilige, historische und kriminalistische Unterhaltung!
    Lili Kornfeld

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Das Diamantenmädchen“ von Ewald Arenz

    Wilhelm Kornfeld und der Nachbarsohn Paul van der Laan sind als Kinder dicke Freunde und unzertrennlich. Auch Wilhelms jüngere Schwester Lili nimmt oft an ihren Abenteuern teil. Und so lernen die Kornfeld Kinder schon früh alles über Diamanten, denn die Familie van der Laan ist im Diamantenhandel tätig und Pauls Großvater ein hervorragender Diamantenschleifer.


    Doch nach dem Ersten Weltkrieg ist alles anders: Wilhelm gilt als vermisst, Paul vergräbt sich in der Diamantenschleifwerkstatt seines Großvaters, und Lili flüchtet ins Leben nach Berlin. Bei einem Essen lernt sie Staatssekretär Carl von Schubert kennen, und bald darauf bittet die deutsche Reichsregierung Lili um ihre Unterstützung: Von Schubert sucht nach einem erstklassigen Diamantenschleifer. Mit dem verdeckten Verkauf der wertvollen Steine will man die Reparationszahlungen der Siegermächte umgehen und so die Staatskasse füllen. Lili empfiehlt ihren Jugendfreund Paul. Als neben einer Leiche ein Rohdiamant gefunden wird, nimmt die Polizei die Ermittlungen auf – und alle Fäden laufen beim Diamantenmädchen Lili zusammen …"


    Fazit:

    Ewald Arenz ist schon lange einem breiten Publikum bekannt. Und spätestens nachdem 2021 die unabhängigen Buchhändler*innen seinen Roman „Der große Sommer“ zu ihrem Lieblingsroman gekürt haben, in aller Munde.

    Nach „Alte Sorten“ und „Der große Sommer“ ist „Das Diamatenmädchen“ bereits das dritte Buch das ich von ihm lese und das mir auch diesmal wieder gut gefallen hat. Hierzu muss man jedoch wissen, das dieser Roman bereits im September 2011 bei „Ars Vivendi“ erschienen ist und somit keine Neuausgabe ist.

    Der Autor entführt uns diesmal in die pulsierende Weltstadt Berlin der 20er-Jahren. Lässt uns eintauchen in die schimmernde Welt der Diamanten mit ihren Geschichten. Hier möchte ich lobend erwähnen, das Ewald Arenz hervorragend recherchiert hat. Und so gibt es immer wieder kleine Geschichten über berühmte Diamanten, eingewoben in die eigentlichen Geschichte, wie etwa die des Eureka-Diamanten der erste in Südafrika entdeckte Diamant. Aber wo Diamanten im Spiel sind, wird es meist auch oft blutig und ein Schwarzer wird ermordet aufgefunden; an dessen Leiche wird ein kleiner grüner Splitter eines Diamanten gefunden. Und so finden wir uns mitten in einer Kriminalgeschichte wieder. Allerdings kein hochkomplexer Krimi, sondern eher einer, der ohne viel Mord und Totschlag auskommt und ruhig daherkommt.

    Auf dem Cover des Buches steht Roman, ich würde die Geschichte jedoch eher als ein Konglomerat von Roman, Krimi und Liebesgeschichte sehen. Arenz Erzählstil ist sehr ruhig und klar, ausgesprochen spannend, aber vor allem sehr bildhaft. Und so hatte ich die einzelnen Plätze in Berlin, aber auch die verschiedenen Protagonisten immer gut vor Augen und gleich eine gute Verbindung zu ihnen.

    Was mich allerdings stark irritiert, ja schon ein wenig abgeschreckt hat, ist, dass ich so oft das „N“ Wort zu lesen bekommen habe. Auch wenn dies natürlich genau die Sprache dieser Zeit ist und Ewald Arenz vom Kontext her das sprachlich grundsätzlich richtig wiedergegeben hat – dessen bin ich mir völlig im Klaren –, empfinde ich diese rassistische `Kolonialsprache` in Büchern, die heute verfasst werden, als schwer erträglich. Vor allem, wenn sich dies ständig wiederholt. Einzelne Wörter hin und wieder hätten meines Erachtens zur Authentizität der Geschichte völlig ausgereicht. Vielleicht wäre auch ein kleines Nachwort hierzu von Seiten des Autors nicht verkehrt gewesen.


    „Das Diamantenmädchen“ bietet kurzweilige, historische und kriminalistische Unterhaltung!  



    Hier die Rezension auf meinem Blog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2022/11/30/das-diamantenmadchen-von-ewald-arenz/



    Besten Dank an den „DuMont Buchverlag“ für das Rezensionsexemplar.



    Kommentare: 2
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    Cover des Buches Lincoln Highway (ISBN: 9783957132833)

    Bewertung zu "Lincoln Highway" von Amor Towles

    Lincoln Highway
    Literaturwerkstatt-kreativvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Amor Towles hat wieder eine wunderschöne und außergewöhnliche Geschichte erzählt!
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    Cover des Buches Scarlett & Browne - Die Berüchtigten (ISBN: 9783837159523)

    Bewertung zu "Scarlett & Browne - Die Berüchtigten" von Jonathan Stroud

    Scarlett & Browne - Die Berüchtigten
    Literaturwerkstatt-kreativvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Eine sehr gelungene Fortsetzung von Jonathan Stroud, an der ich auf jeden Fall dranbleiben werde!
    Scarlett Josephine McCain und Albert Browne

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Scarlett & Browne – Die Berüchtigten“ (Hörbuch) von Jonathan Stroud


    1. Scarlett & Browne – Die Outlaws
    2. Scarlett & Browne –  Die Berüchtigten


    Die beiden Outlaws Scarlett Josephine McCain und Albert Browne sind mittlerweile ein gut eingespieltes, vor allem aber ein berüchtigtes Einbrecherteam. Sie plündern vorrangig die Häuser der Reichen und geben dann ein Teil ihrer Beute an die Armen weiter.

    „Als sie den lukrativen Auftrag bekommen, eine Lieferung mit kostbaren Artefakten zu stehlen, sind sie begeistert. Doch bevor es dazu kommt, geraten sie in einen Hinterhalt ihrer alten Feinde und werden vor eine folgenschwere Wahl gestellt. Wenn sie gemeinsam diese Herausforderung bestehen wollen, muss Scarlett sich entscheiden, wofür sie eigentlich kämpfen möchte, und Albert seine besonderen Kräfte als Gabe akzeptieren.“


    Fazit:

    Nachdem mir der erste Teil von „Scarlett und Browne“ so gut gefallen hat, war ich mehr als gespannt, wie es mit dem beiden weitergeht. Ich kann nur sagen, sehr spannend, leicht gruselig mit einem rasanten Tempo und vielen lustigen Szenen bei denen ich herzhaft gelacht habe. 

    Das Jonathan Stroud ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, hat er bereits mit seinen Jugendbuchreihen „Bartimäus“ und „Lockwood“ bewiesen. Aber auch bei dieser neuen Reihe stellt er sein Können als hervorragender Schriftsteller abermals unter Beweis. Die Geschichte ist gut durchdacht und äußerst lebendig erzählt. Zudem sind die einzelnen Orte sehr bildhaft und detailgetreu beschrieben. Das gleiche gilt für die einzelnen Protagonisten. Ich habe sehr deutliche Bilder von den einzelnen Charakteren  im Kopf. Sei es von Scarlett mit ihren feuerroten Haaren, oder den mehr als schaurigen „Gezeichneten“; „Scarlett & Browne“ sind natürlich die Hauptakteure dieser Geschichte und einfach ein tolles Duo. Und gerade weil die beiden so unterschiedlich sind, macht es einfach Spaß ihren witzigen Dialogen zu folgen. Wenn sie beispielsweise gerade mal wieder dabei sind etwas auszudiskutieren oder einen Einbruchsplan aushecken. 

    Ich rate allerdings jedem mit dem ersten Teil zu beginnen, da dort schon einiges an Handlung abläuft und von daher viele wichtige Hintergrundinformationen mitgegeben werden, die für den zweiten Teil schon wichtig wären. Außerdem würdet Ihr viel Spaß verpassen, wenn mit dem 2. Teil begonnen würde.

    Auch wenn es sich bei „Scarlett & Browne“ im eigentlichen Sinne um ein Jugendbuch handelt, kann ich jedem, der sich für spannende Fantasiegeschichten interessiert - egal ob jung oder schon etwas älter – diese tolle Reihe ans Herz legen. 

    Wer nicht nur gerne liest, sondern auch Hörbücher mag, dem rate ich in diesem Fall zum Hören!

    Versüßt wurde mir die Geschichte nämlich – wie bereits im ersten Teil – von der begnadeten Sprecherin Anna Thalbach, die hier wieder eine ausgezeichnete Leistung abliefert. Jeder Person gibt sie eine eigene Stimme, einen eigenen besonderen Farbklang. Ihr gelingt es problemlos die sehr spannende, oftmals auch schon gruselige Atmosphäre glaubhaft zu interpretieren. 


    „Die Berüchtigten“ – eine mehr als gelungene Fortsetzung von Jonathan Stroud. Absolute Empfehlung! 





    Die ganze Rezension auch auf meinem Blog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2022/11/22/scarlett-browne-die-beruchtigten-von-jonathan-stroud/



    Besten Dank an den „cbj Audio Verlag“ für das Rezensionsexemplar. 

    Kommentare: 3
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    Cover des Buches Das kriminelle Kochbuch (ISBN: 9783954415458)

    Bewertung zu "Das kriminelle Kochbuch" von Carsten Sebastian Henn

    Das kriminelle Kochbuch
    Literaturwerkstatt-kreativvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch für alle Krimifans, die zudem noch gerne kochen!
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    Cover des Buches Unschuld (ISBN: 9783328601685)

    Bewertung zu "Unschuld" von Takis Würger

    Unschuld
    Literaturwerkstatt-kreativvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Ein interessanter und spannender Einblick in die sehr ambivalente amerikanische Gesellschaft!
    Molly Carver

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Unschuld“  von Takis Würger

    „Wenn alle lügen. Und niemand unschuldig ist.“

    Molly Carver bleiben fünfunddreißig Tage, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen. Seit Jahren sitzt er für den Mord an dem sechzehnjährigen Casper Rosendale im Gefängnis – nun soll das Urteil vollstreckt werden. Auf der Suche nach Antworten kehrt Molly zurück in das Ostküstendorf ihrer Kindheit. Unter falschem Namen beginnt sie, als Hausmädchen für die Rosendales zu arbeiten, eine Familie, die einmal einflussreicher war als die Rockefellers …„

    Fazit:

    Auch wenn Takis Würger mich einst mit seinem Roman „Stella“ nicht so recht begeistern konnte, so hat er mich mit seinen beiden anderen Büchern „Der Club“ und „Noah“ völlig überzeugt. Und auch mit „Unschuld“ ist ihm das gelungen, denn in einem `Zug` habe ich das Buch ausgelesen.

    Allerdings muss man die Sprache, die Art wie Takis Würger seine Geschichten erzählt, auch mögen. Oft findet man kurze knappe Sätze vor, fast schon stakkatoartig, sodass mir beim Lesen fast die Luft wegblieb. Auch diesmal konnte er mich wieder mit seiner direkten und sehr deutlichen Sprache begeistern und dies passte gut zur Handlung, zur Geschichte. Würger schmückt nicht alles großartig bis ins Detail aus und trotzdem – oder gerade deswegen – konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und jedes mal waren die Bilder stimmig.

    Er erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven, vorrangig natürlich aus der Sicht von Molly Carver, aber auch Casper Rosendale bestreitet hier große Teile der Handlung. Die Geschichte wird durch diese stetigen Wechsel sehr abwechslungsreich und wir Leser*innen bekommen so großartige Charakterbeschreibungen der einzelnen Protagonisten vermittelt. Allesamt Charaktere die gut dargestellt werden, aber eher im beschreibenden Stil – halt im Würger Stil – nicht bis ins kleinste ausschmückend, sondern eher in einem journalistischen Stil.

    Gute Recherchearbeit ist für Takis Würger sehr wichtig. Das hat er als Journalist von der Pike auf gelernt und und so war er auch diesmal für seinen Roman mehrere Monate in Amerika, hat direkt vor Ort genau beobachtet und sondiert. Dabei greift er gleich mehrere hoch brisante `Amerikanische Themen` wie etwa die Todesstrafe, den Waffenlobbyismus, oder den Umgang mit Drogen und Medikamenten auf. Aber auch die „Huntington-Krankheit“ und das Thema „Stottern“ haben einen festen Platz in dieser Geschichte. Dabei hat Herr Würger sich als guter Beobachter der amerikanischen Gesellschaft – sowohl der Reichen, als auch der Armen – erwiesen, ohne dabei den pädagogischen Zeigefinger zu erheben, legt aber dennoch den Finger in so manche Wunden. Dies gibt uns Leser*innen reichlich Stoff zum Nachdenken, über ein sehr ambivalentes amerikanisches Gesellschaftssystem.

    Ein interessanter und spannender Einblick in die sehr zwiespältige amerikanische Gesellschaft!




    Die ganze Rezension kann auch auf meinem Blog nachgelesen werden:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2022/11/19/unschuld-von-takis-wurger/





    Besten Dank an den „Penguin Verlag“ für das Rezensionsexemplar

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Das Mädchen und der Totengräber (Die Totengräber-Serie 2) (ISBN: 9783957132567)

    Bewertung zu "Das Mädchen und der Totengräber (Die Totengräber-Serie 2)" von Oliver Pötzsch

    Das Mädchen und der Totengräber (Die Totengräber-Serie 2)
    Literaturwerkstatt-kreativvor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Ein sehr vielseitiger und spannender Krimi im historischen Wien!
    Geht in Wien ein tödlicher Fluch um?

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Das Mädchen und der Totengräber“ (Hörbuch) von Oliver Pötzsch

    1. Das Buch des Totengräbers    

    2. Das Mädchen und der Totengräber    

    3. Der Totengräber und der Mord in der Krypta / August 2023


    1894 Wien

    Inspektor Leopold von Herzfeldt hat einen neuen Fall. Im Kunsthistorischen Museum wurde ein Sarkophag mit einer Mumie gefunden. Doch es handelt sich dabei um den Leichnam eines berühmten Professor für Ägyptologie und der Verstorbene wurde erst vor Kurzem nach altem Ritus präpariert. Nun bleibt dem Inspektor nichts anderes übrig als den Zentralfriedhof aufzusuchen, um dort Augustin Rothmayer einen Besuch abzustatten. Der kauzige Totengräber, der jede Spielart des Todes kennt, soll ihm alles über das Konservieren von Verstorbenen erzählen. 

    Schnell wird spekuliert, der Professor sei einem uralten Fluch zum Opfer gefallen. Doch weder Rothmayer noch von Herzfeldt glauben an eine übersinnliche Erklärung. Sie sind sich sicher: Es war Mord!“

    Zeitgleich zum Mumien-Fall werden in unterschiedlichen Wiener Bezirken die Leichen junger Männer gefunden und die Polizeifotografin Julia Wolf – Freundin von Leopold von Herzfeldt – wird in den Wiener Tiergarten gerufen, ein Pfleger wurde dort von einem Löwen gefressen, nachdem die Käfigtür wohl nicht richtig verschlossen war. 

    Die verschiedenen Fälle lassen Leopold von Herzfeldt, Julia Wolf und Augustin Rothmayer nicht zur Ruhe kommen...


    Fazit:

    Nachdem Oliver Pötzsch mich bereits mit dem ersten Teil „Das Buch des Totengräbers“ schier begeistert hat, war ich sehr gespannt auf den zweiten Teil. Und auch diesmal pure Begeisterung!

    Der Autor hat wieder einen ungemein spannenden und fesselnden, historischen Kriminalroman vorgelegt. Dabei ist ihm vor allem der Spannungsaufbau und die Verwebung der einzelnen Fälle hervorragend gelungen. Zunehmend baut er eine immer größere Spannung auf, die sich zum Ende hin noch einmal enorm steigert. 

    Bereits im ersten Teil hat der Autor mich mit seinen sehr originellen Charaktere überzeugt. Angefangen von Leopold von Herzfeldt mit seinen Ecken und Kanten, dann die emanzipiere Julia Wolf. An ihr wird beispielhaft deutlich, wie wenig Rechte Frauen zu jener Zeit hatten. Und auch wenn diese beiden Protagonisten hervorragend von Pötzsch kreiert und in Szene gesetzt werden, bleibt der Totengräber Augustin Rothmayer für mich weiterhin der heimliche und eigentliche Star. Hier verrate ich jedoch nicht mehr, lest oder hört selber!

    Besonders gefallen hat mir, dass Oliver Pötzsch auch ein sehr dunkles Kapitel der Zeitgeschichte zur Sprache bringt, nämlich die rassistischen Völkerschauen der Kolonialzeit. Wo Menschen – in diesem Krimi ist es der Stamm der „Matabele“ – unter anderem in Zoos zur „Schau“ gestellt wurden. Diesbezüglich gibt es auch auf dem Hörbuch von Oliver Pötzsch ein Statement, das ich sehr befürworte, bezüglich des „N-Wortes“. Vor allem finde ich es grundsätzlich gut, das er dazu Stellung nimmt und die „rassistische Sprache“ nicht einfach so verwendet hat.

    ….“Trotzdem habe ich mich dazu entschieden, das N-Wort an manchen Stellen zu verwenden, weil es das damalige Denken zeigt, den Rassismus, das Überlegenheitsgefühl, die Ignoranz. Ich glaube , wenn wir Geschichte in Romanen (und Filmen) abbilden, dürfen wir nicht ausblenden. Sonst wird irgendeine spätere Generation sagen, es sei doch alles nicht so schlimm gewesen – weil sie längst vergessen hat, wie schlimm es wirklich war“. (Auszug Oliver Pötzsch)

    Auch war es wieder ein Genuss, Jürgen Stockerl mit seiner facettenreichen, sehr angenehmen, durchweg ruhigen und sonoren Vorlesestimme zu lauschen. Wie schon beim ersten Teil ist wieder besonders hervorzuheben, wie er den einzelnen Figuren Leben einhaucht und den sogenannten „Wiener Schmäh“ hier regelrecht zelebriert. 

    Was ich mir allerdings gewünscht hätte wäre auf jeden Fall ein Personenregister, denn in der Geschichte kommt schon enorm viel Personal vor und ich hätte gerne zwischendurch noch mal nachgeschaut, um wen es sich hier nochmal handelt.

    Ein sehr vielseitiger und spannender Krimi im historischen Wien!






    Die ganze Rezi auch auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2022/11/15/das-madchen-und-der-totengraber-von-oliver-potzsch/



    Besten Dank an „Hörbuch Hamburg“ für das Rezensionsexemplar.



    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Ein Schuss Whiskey (ISBN: 9783832181758)

    Bewertung zu "Ein Schuss Whiskey" von Carsten Sebastian Henn

    Ein Schuss Whiskey
    Literaturwerkstatt-kreativvor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine interessante Mischung aus Krimi und Whiskey-Führer!
    Kommentare: 1
    Cover des Buches Hercule Poirots Weihnachten (ISBN: 9783844547405)

    Bewertung zu "Hercule Poirots Weihnachten" von Agatha Christie

    Hercule Poirots Weihnachten
    Literaturwerkstatt-kreativvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein sehr raffinierter, spannender und gut durchdachter Krimi von Agatha Christie!
    Simeon Lee

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Hercule Poirots Weihnachten“ (Hörbuch) von Agatha Christie

    Simeon Lee ist zwar alt und gebrechlich, aber ein Familientyrann. Er lebt mit seinem Sohn Alfred und dessen Frau Lydia in Gorston Hall. Überraschenderweise lädt er die gesamte restliche Familie an Weihnachten zu sich ein. Dazu zählt auch sein Sohn Harry – das schwarze Schaf der Familie – den er Jahrzehnte nicht mehr gesehen hat, sowie seine unbekannte Enkelin aus Spanien, Pilar Estravados. Unerwartet kommt noch ein weiterer Gast zu Besuch, Stephen Farr, der sich als Sohn eines ehemaligen Geschäftspartners in Südafrika vorstellt, und vom Hausherrn eingeladen wird über Weihnachten zu bleiben.

    „Das ungeliebte Familienoberhaupt bringt mit seinem despotischen und provozierenden Verhalten alle gegen sich auf. Als er am Heiligen Abend mit durchschnittener Kehle aufgefunden wird, bedauert niemand seinen Tod. Ein Motiv hätten alle Anwesenden gehabt und nun ist der Weg zur reichen Erbschaft frei. Doch Hercule Poirots kleine graue Zellen arbeiten auf Hochtouren und lassen ihn auch diesmal nicht im Stich …“


    Fazit:

    Immer wieder stelle ich gerne auf meinem Blog Krimis von der „Queen of crime“ vor. Diesmal ist es erneut der belgische Privatermittler Hercule Poirot, der wie immer seinen ganz eigenen Charme versprüht.

    „Hercule Poirots Weihnachten“ ist ein klassischer Agatha-Christie-Krimi, der ohne viel Mord und Totschlag auskommt und in einem eher ruhigeren Erzähltempo daherkommt; keine Spur von übertriebener Hektik, somit eher dem Genre des Cosy-Krimis zuzuordnen. Und trotzdem hat die Autorin mich wieder von Anfang an in ihren Bann ziehen können. Wie immer einen sehr angenehmer Erzählstil dem man gut folgen kann. Ihr großartiges Gespür für Details überrascht permanent und die Geschichte ist wie immer bei ihr gut durchdacht, auch die einzelnen Charaktere sind gut herausgearbeitet. Und auch wenn wir Leser*innen immer die gleichen Informationen von Hercule Poirot erhalten, bin ich doch immer wieder erstaunt und überrascht, wenn Poirot die Auflösung des Falls überaus logisch präsentiert. Auch mit Gorston Hal hat die Autorin eine herrlich atmosphärische Kulisse gewählt.

    Für die Hörspielvertonung hat der „Hörverlag“ mit Bastian Pastewka eine hervorragende Wahl getroffen. Er präsentiert den Krimi mit seiner angenehmen Stimme sehr spannend und mit einem angemessenen Erzähltempo. Durchweg gekonnt schlüpft er durch stimmliche Variationen in die verschiedenen Rollen und stellt diese anschaulich und authentisch da.

    Ein sehr raffinierter, spannender und gut durchdachter Krimi von Agatha Christie!




    Die ganze Rezension auch auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2022/11/10/hercule-poirots-weihnachten-von-agatha-christie/




    Besten Dank an den „Hörverlag“ für das Rezensionsexemplar

    Kommentare: 3
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