Lizzy_Curse

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    Cover des Buches Die Totenbändiger - Band 8: Das Herrenhaus (ISBN: B08BX63GBZ)

    Bewertung zu "Die Totenbändiger - Band 8: Das Herrenhaus" von Nadine Erdmann

    Die Totenbändiger - Band 8: Das Herrenhaus
    Lizzy_Cursevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Emotionaler und spannungsgeladener Abschluss der ersten Staffel
    Das düstere London hat uns wieder!

    Totenbändiger 8 von Nadine Erdmann 


    Das düstere London lädt erneut alle Totenbändiger-Fans zur letzten Runde der ersten Staffel. Und ja, ich habe mich sehr darauf gefreut, gemeinsam mit den liebgewonnenen alten Freunden auf Geisterjagd zu gehen, ein paar Geheimnisse zu lüften und die Weichen zu stellen für die 2. Staffel dieser E-Book Serie. Wirklich, ich hätte nie gedacht, so süchtig nach den Totenbändigern zu werden, wie ich es nun bin. Danke Nadine, für diese wunderbar schaurige Reise. 


    Worum gehts? 

    Um die Totenbändiger, die die Geister, Schatten und Widergänger mit ihren speziellen Fähigkeiten jagen und bannen und somit für die Sicherheit der Restbevölkerung - Normalos - inLondon sorgen. Die Geisterjagd bildet eine wichtige Säule von Nadines Romanen. Doch anstatt dass die Normalos den Totenbändigern dankbar für ihre Fähigkeiten sind, haben sie Angst vor ihnen. Aus Angst entsteht Hass und Missgunst. Und diese Gefühle, in der Gesellschaft verankert, sind schwer zu überwinden. Dieser Aspekt der sozialen Missstände bildet die zweite Säule von Nadines Romanen. Den dritten Aspekt bilden die Hunts, eine Totenbändiger Familie, bei denen ich am liebsten sofort einziehen will. Sie sind bunt, wunderbar und liebevoll und ihre Geschichte wird über acht recht kurze, aber eng zusammenhängender Romane erzählt. 


    Also, ich würde jedem empfehlen, die vorhergehenden Romane zuerst zu lesen, bevor ihr mit der Lektüre des achten Bandes beginnt. Es ist eigentlich ein großes Buch. Im achten Band werden viele Geheimnisse gelüftet und die Charakterentwicklung voran getrieben. Wir treffen Natürlich unsere Lieblingsfamilie wieder. Cam. Jules, Ella, Jaz, Gabe und all die anderen. Ella ist entführt worden und die anderen begeben sich auf eine gefährliche Rettungsaktion in ein altes Herrenhaus, das neben morschen Balken und knarrenden Treppen Auchincloss vollgestopft mit Geistern ist. 


    Die Herrenhaus-Thematik ging mir wirklich unter die Haut. Ich habe mitgefiebert, hatte wirklich ein bisschen Gänsehaut und habe leise gebetet, dass alle meine Lieblinge diesen morschen Kasten wieder heil verlassen. (Nadine, die Kaktuskekse lagen schon bereit!), Also alles, was es braucht, um die Nacht durchzulesen und gebannt am Ereader zu kleben wie eine Motte an der Straßenlaterne. 


    Die Entwicklung von Cam hat mich über die Bücher hinweg und vor allem in diesem Buich begeistert und bewegt. Er muss so oft kämpfen, ob nun sozial oder actionreichen oder gegen seine eigene löchrige Erinnerung. Ich war so froh, als sich endlich der Nebel, um hingerückt ein bisschen gelichtet hat (und ja, was da zu Tage gefördert wurde, war alles andere als langweilig. 


    Auch Gabriels Entwicklung (er ist einer der älteren Geschwister, die für die Spezialeinheit der Polizei tätig sind und die Tatorte von den Geistern reinigen, bevor die Spurensicherung und die Ermittler auch nur einen Zeh an den Ort setzen) hat mich überrascht und unglaublich neugierig auf die zweite Staffel gemacht. Eines steht fest, Gabe wird im zweiten Teil eine größere Rolle spielen. Ich könnte über jedes Familienmitglied eine Geschichte erzählen, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Lasst mich nur festhalten, dass sie als Team gemeinsam wunderbar funktionieren und es immer wieder Szenen gab, dich mich hellauf begeistern konnten. 


    Natürlich kommt auch die Politik und die Feindschaften in diesem Band nicht zu kurz. Nadine, wenn ich noch ein Wort über diese Scheusale hätte lesen müssen, ich hätte ein scharfes Messer gesucht. Oder nein, besser ein stumpfes. Sie sollen einfach nur leiden. 


    Was bleibt mir zu sagen. Der Band bildet einen wunderbaren Abschluss der ersten Staffel und lässt mich traurig und zufrieden zurück. Ich will mehr von den Hunts, Nadine hat sie tief in mein Herz geschrieben.

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    Cover des Buches Die Tribute von Panem X (ISBN: 9783789120022)

    Bewertung zu "Die Tribute von Panem X" von Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem X
    Lizzy_Cursevor 15 Tagen
    Spannende Vorgeschichte

    Panem X von Suzanne Collins 


    Präsident Snow als Protagonist des neuen Romans aus Suzanne Collins Feder? Ich war, um es milde auszudrücken skeptisch. Die Hauptstadt befindet sich 10 Jahre nach der Rebellion noch im Wiederaufbau, alles ist in der Findungsphase und mittendrin steht Snow vor der Aufgabe als Mentor seinem Tribut beizustehen, Haltung zu bewahren und das Gesicht nicht vor seinen Mitschülern an der Akademie zu verlieren.


    „Panem - X“ präsentiert uns ganz zu Anfang einen Präsidenten, den ich so nicht erwartet hätte. Ich habe unterbewusst natürlich Erwartungen an Snow gestellt. Schließlich habe ich sein zukünftiges Ich aus Katniss‘ Sicht kennen und leidenschaftlich hassen gelernt. Seine Haltung, sein Stand und sein Verhalten legen eine Vermutung nahe. Er ist mit dem goldenen Löffel im Mund geboren worden und musste nie um die Grundlage seines Lebens kämpfen - und wir lernen in „X“ einen Snow kennen, der ... anders ist, der durchaus Entbehrungen und Hunger kennt, diese Erfahrungen jedoch geschickt zu verbergen weiss - denn er hat eines noch. Seinen Status. Und um den will er mit aller Macht kämpfen - aber auch um jeden Preis? Dessen war ich mir unsicher. Denn Snow offenbart wirklich einige Gefühle, die ich bei ihm jetzt nicht gesucht hätte. Zuneigung zu seinen Verwandten. Dankbarkeit - und auch die Gefühle, die er seinem Tribut entgegen bringt, haben mich persönlich überrascht. Snow ist - wie von Suzanne Collins nicht anders zu erwarten - vielschichtig. Er entpuppt sich im Laufe der Geschichte und würzt so die Handlung noch einmal. Wirkliche Zuneigung konnte ich zu ihm nicht entwickeln, aber das habe ich um der Wahrheit genüge zu tun auch nicht erwartet. Dazu war unser „kennenlernen“ von zu viel Disharmonie geprägt ;) Auf jeden Fall war er ein spannender Charakter, vor allen Dingen seine Motivation hat mich immer wieder aufhorchen und meine Meinung über ihn revidieren lassen. Das Buch lebt durch ihn - ob es ein gutes oder ein schlechtes Leben ist, muss jeder selbst entscheiden. 

    Der weibliche Gegenpol zeigt schon in der ersten Szene, das mehr hinter ihr steckt, als der erste Blick vermuten lässt. Sie ist willensstark und bereit alles zu geben, sie hat mir imponiert. 


    Die Entwicklung der Hungerspiele hat mein eigentliches Interesse geweckt - und die Geschichte aus Mentorensicht zu erleben, hat eigentlich den Ausschlag gegeben, aus dem ich das Buch zur Hand genommen habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Spiele wurden alsStrafe für die rebellierenden Distrikte geboren - wie sie zu einer multimedialen TV-Show wurden kann man anhand der Entwicklungen, die die Hungerspiele im Buch durchmachen, erahnen. 


    Die Spannung wurde (für mich) weniger in der Arena aufgebaut, sondern ging mehr von Snow und der Spielmacherin aus. Es kam mir so vor, als würden sie Spielfiguren auf einem Schachbrett setzen. Snow weitaus verzweifelter als Dr. Gaul. Die erste Hälfte des Buches habe ich auch mit einer merkwürdigen Distanz wahrgenommen, als wären die Figuren durch eine dicke Glaswand von mir getrennt, sodass es mir Anfangs schwer viel eine Beziehung zu ihnen aufzubauen oder mitzufühlen. Erst im zweiten Teil durchbrach ich diese Wand und Panem wurde für mich greifbarer - leider für mich etwas spät. 


    Was halte ich nun von diesem Zusatzteil? Ehrlich, ich weiss es nicht. Wenn ich ihn nicht gelesen hätte, würde ich ihn wahrscheinlich nicht vermissen, weil Snow nach wie vor nicht zu meinen Lieblingscharakteren zählt. Die Backgroundinformationen, die die ganze Geschichte jedoch unterfüttert haben, waren ein nettes Schmankerl - nicht mehr. Ich vergebe für das Buch vier Sterne.

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    Cover des Buches Vengeful - Die Rache ist mein (ISBN: 9783596705023)

    Bewertung zu "Vengeful - Die Rache ist mein" von V. E. Schwab

    Vengeful - Die Rache ist mein
    Lizzy_Cursevor 21 Tagen
    Düster, böse und genial

                        In Vengeful treffen wir unseren Allerliebsten ExtraOrdinären wieder Victor Vale, der mit seinen Freunden auf der Suche nach ist. Auf der Suche nach was, wird im Buch selbst verraten. Gleichzeitig ermordet der Unterweltboss Marcus seine bildhübsche Frau Marcella, die verdammt wütend wieder aufersteht und natürlich Rache fordert - und noch größere Pläne schmiedet. Mit den EOs, die sie um sich schart, will sie Macht und Einfluss - und den Platz an der Spitze der Stadt. Sie begeht dabei nur einen entscheidenden Fehler ...

    Das vorliegende Buch „Vengeful - Die Rache ist mein“ ist der zweite Band aus der Feder von V.E. Schwab rund um die ExtraOrdinären.
    Ich empfehle dringend, den ersten Band „Vicious“ im Vorfeld zu lesen, denn die Bände sind eng miteinander verknüpft. Persönlich schlüpfte ich schnell wieder in die Welt hinein, da ich Victor, Sydney und Mitch schon im ersten Band sehr liebgewonnen hatte (noch mal, lest es - es ist wirklich genial). Und in diesem Band hatte ich noch mehr das Gefühl, dass sie zu einer Familie zusammen gewachsen sind. Sie sind zwar nicht durch Blut verbunden, aber durch ihre gemeinsamen Erlebnisse. Eine gewählte Familie - und die funktioniert richtig gut! Wer die Familie aus verrückten ExtraOrdinären genauso lieb gewonnen hat wie ich, kann sich also schon mal auf viel StageTime der drei freuen. Auch Eli ist wieder mit von der Partie.

    Hinzukommend ist das Buch eines von der Sorte, die ich vor Spannung nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Spannung baute sich aus verschiedenen Bausteinen auf. Zum einen ist die Story in einer komplexen verschachtelten Zeitchronologie geschrieben, die immer wieder vor und zurück springt und mir nach und nach immer wieder ein Puzzleteil nach dem anderen zur Verfügung stellte, woraus ich mir dann das Gesamtbild zusammensetzen konnte. Wow, ich schätze es sehr, wenn die Autoren ihre Leser herausfordern, und das ist Victoria mit der Chronologie der Geschichte wirklich gelungen. Ich harrte stundenlang in. Meinem Sessel aus, weil ein Detail noch nicht enthüllt worden war, ich dieses aber unbedingt für meinen inneren Frieden brauchte. Und so deckte ich das komplexe Vengeful-Puzzle wirklich gierig auf. Ein weiterer Baustein stellte die Charakterisierung der Figuren dar. Wer hier heroische Protagonisten oder zarte Pflänzchen sucht, der sucht vergebens. Der gesamte Roman ist böse und düster und sogar an den Händen der Protagonisten klebt Blut - ich hatte jedoch nie das Gefühl, dass sie ihre Menschlichkeit verlieren und zu bloßen Mitteln in den Händen einer Autorin werden, die nur Schocken und so ihre Leser fesseln will. Nein, die Menschlichkeit haben sie nie verloren - ich habe die kleinen Gesten immer besonders geliebt. Es war eben etwas völlig anderes. Der dritte Baustein war die Action, mit der das Buch gespickt ist - ich habe sie geliebt.

    Ich saß nicht umsonst stundenlang gebannt vor dem Buch. Der Stil der Autorin ist wunderbar und gleichzeitig ausgereift und unheimlich böse. Du weißt nie, was sie sich als nächstes ausdenkt und - viel wichtiger - wie sie es umsetzt.

    Ich bin ein Fan von ihr - das muss ich zugeben - von ihrem Stil und von ihren Geschichten. Auch mit dieser konnte sie mich wieder gefangen nehmen und in eine urbane und doch fremde Welt entführen. Es fiel mir unendlich schwer, die EOs wieder zu verlassen. Ich lasse gerne fünf Sterne zurück und hoffe, dass Victoria sich alsbald an den nächsten Teil setzt.         

          

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    Cover des Buches Cyberworld 1.0: Mind Ripper (ISBN: 9783958342200)

    Bewertung zu "Cyberworld 1.0: Mind Ripper" von Nadine Erdmann

    Cyberworld 1.0: Mind Ripper
    Lizzy_Cursevor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Tolle Mischung aus Social Life und Cyberaction!
    Wenn ich für ein paar Stunden entfliehen könnte ...

    Cyberworld von Nadine Erdmann 




    Stellt euch vor, ihr könntet in ein wirklichkeitsgetreues Game eintreten - es nicht nur auf der Couch erleben und die Figuren mit einem Controler steuern. Sondern ihr seid euer eigener Avatar - ihr erlebt das Game wortwörtlich hautnah. Springt, kämpft, löst Rätsel - um eine solche Cyberworld geht es in Nadine Erdmanns Romanen rund um die Zwillinge Jamie und Jemma, ihrem besten Freund Zack und ihren Freunden, die ihnen mit Schwert und Köpfchen zur Seite stehen. 




    Bei „Cyberworld“ handelt es sich um eine 7-bändige Reihe. Sie spielt in London der späten 30er Jahre des 21. Jahrhunderts - und sie handelt bei weiten nicht nur davon, Abenteuer indiversen Games der Cyberwelt zu bestehen. Nein, sie handelt allem voran von den drei eben schon erwähnten Jugendlichen - und einer ganzen Welt voller bunter realer Figuren, die herrlich lebendig sind und mir zwei Wochen lang Atem und Schlaf gestohlen haben. Was gibt es für eine größere Empfehlung als die: Ich bin um keine Minute und um keinen dunklen Ring unter den Augen böse. 




    Bevor ich zu dem komme, was mich eigentlich so begeistert hat, will ich ein paar Worte zur Welt verlieren. Nicht zur Cyberworld, denn dienst vielfältig und hält immer neue coole Überraschungen bereit. Ich will unsere Welt beschreiben - die eigentlich ziemlich normal geblieben ist. Am Anfang der Bücher drängte sich mir der Vergleich mit dem Buch „Ready Player one“ auf. Doch stopp. In. Ready player one hatten die „Player“ einen vollkommen anderen Grund, sich in die Spielewelten abzuseilen. Sie kamen mit der grauen Welt, die sie umgab, einfach nicht mehr klar und suchten Ablenkung und Vergnügen. Sie waren förmlich gezwungen dazu. Die Flucht trieb sie an. Im Gegensatz dazu ist Nadines reale Welt gar nicht so düster und die Jugendlichen verbringen mehr oder minder genauso viel Zeit mit dem Leben, dem Lieben, Lachen und Weinen im realen London wie in der Cyberworld mit Rätsel knacken und Monster killen. Dieser ständige Wechsel zwischen Realität und Cyberworld gab mir persönlich den letzten Kick. DieCyberworld war spannend und actionreich und versprach immer die ultimative Spannung. Die reale Welt bot neben Alltagsproblemen, Social Life und dem ein oder anderen zwischenmenschlichen Problem auch hübsche Krimielementen, die die Geschichte noch mal extra salzten. Ich bin verliebt in die Welt - und will die Mischung zwischen Realität und Cyberworld nicht hinter mir lassen. Mir bleibt jedoch nur noch ein Band. 




    Was hat mich denn nun so wahnsinnig geflasht? Die Protagonisten, deren Team sich im Laufe der Geschichte erweiterte. Doch zunächst lernen wir die Zwillinge Jamie und Jemma, Zack und Max kennen (Max ist der elektronische Hausdiener, übernimmt alle relevanten hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und ist alles andere als auf den Mund gefallen, ehrlich Nadine - den würde ich mir auf der Stelle klauen!). Die drei halten zusammen wie Pech und Schwefel (sowohl in der Cyberworld als auch im real Life) und haben sich in Windeseile einen Platz in meinem Herzen erobert. Durch ihre Güte, durch den Witz, mit dem sie den Alltag meistern und durch ihre Cleverness. Ich liebe sie und mir tut es jetzt schon weh, sie loszulassen. Mir gefiel die Beziehung der drei ausnehmend gut (unkompliziert und ehrlich und ohne große Dramen). Ich will aber nicht vorgreifen. Jeder von ihnen hat es nicht sonderlich leicht im Leben, aber sie erfahren Unterstützung und werden geliebt. Jamie ist ein elender Sturkopf, der sich imaginären Wänden gerne den Kopf einschlägt. Zack beschützt und ich der ruhende Pol (jedenfalls meistens) und Jemma die Künsterseele. Das Team wird natürlich noch durch viele andere Charaktere ergänzt. Auch das lovelife der Figuren kommt für meinen Geschmack nicht zu kurz, aber ich empfand es auf einem angenehmen Dramalevel. Bei mir kam schnell so ein Familyfeeling auf. Ich saß mit ihnen amTisch, spießte Fleischbällchen auf die Gabel und quatschte über den bevorstehenden Ausflug in die Cyberworld oder wahlweise auch in den Club, in dem sie sich mit ihren Freunden trafen. 




    Action kommt vor allen Dingen in der Cyberworld nicht zu kurz, aber auch im Real Life gibt es viele spannende Szenen, die vor allen Dingen durch die Charakterbindung des Lesers befeuert wird. Schafft er es? Was ist, wenn er es nicht schafft? Wie kann xxx dann damit weiterleben?! 




    Nadine zeigt sozial prekäre Situationen auf. Wir kennen sie alle, doch manche Dinge werden einfach viel zu selten thematisiert, vor allen Dingen in Büchern, in denen es nicht explizit um diese Dinge geht, die einen anderen Schwerpunkt haben. Auch die Charaktere sind bei ihr herrlich bunt gefärbt. Doch sie sind Menschen und werden nicht auf ihrem LGTB+ Hintergrund reduziert. 




    Kritische Punkte? Klar, die gibts auch. Die Autorin hat zum Beispiel ein paar Lieblingswörtchen. Die Charaktere „knuffen“ sich in ein paar Bänden auffallend oft, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch die Schwarzzeichnung einiger Bösewichte empfand ich manchmal als zu stark, wie mit dunkler Tinte gezeichnet. Aber das waren nicht alle. Bei den meisten war der Handlungshintergrund nachvollziehbar. Mir ist es aufgefallen, natürlich. Doch die Punkte störten meinen Lesefluss nicht. 




    Ich habe geweint, ich habe gelacht und ich empfinde schon jetzt Abschiedsschmerz, weil ich Jamie und Jemma und all die anderen nach dem nächsten Band werde gehen lassen müssen.

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    Cover des Buches Die Totenbändiger - Band 7: Leichenfunde (ISBN: B088R5QXWS)

    Bewertung zu "Die Totenbändiger - Band 7: Leichenfunde" von Nadine Erdmann

    Die Totenbändiger - Band 7: Leichenfunde
    Lizzy_Cursevor einem Monat
    Kurzmeinung: Die Mischung aus Ghostbusters und Criminalminds stimmt <3
    Leichenfunde

    Die Totenbändiger – Folge 7 von Nadine Erdmann

     

    Wer hat die Morde an Cams Schulkameraden begangen, die zu allem Überfluss auch noch den Hunts in die Schuhe geschoben werden sollen? Gleichzeitig rückt die Abstimmung über den Senatsplatz immer näher …

     

    Wer Mitten in der Staffel einsteigt, ist selbst Schuld. Dies ist der 7. Teil der auf acht Bände angelegten Reihe rund um die Totenbändigerfamilie der Hunts. Ich selbst habe die Bände 1 bis 7 in einem großen Rutsch durchgelesen, was für meine Lesegewohnheiten auch ziemlich selten vorkommt. Demzufolge hat mich die Reihe wirklich in ihren Bann geschlagen – was nicht zuletzt an der ausgezeichneten Charakterentwicklung lag. Die Figuren, allen voran Cam, Matt und Gabriel haben mein Herz im Sturm erobert. Ich wollte mehr und mehr von ihnen lesen und habe einigen Szenen regelrecht entgegen gefiebert. Auch im siebten Band gab es ein paar Szenen, auf die ich – nun ja, sagen wir mal gewartet habe. Die Cam-Fangirls werden auf jeden Fall belohnt.

     

    Auch die Polizeiarbeit steht in diesem Band im Vordergrund. Da ich eh solche investigative Arbeit gerne lese, habe ich natürlich jeden „Fortschritt“ gefeiert. Das Totenbändigen stand in diesem Teil nicht so sehr im Fokus, dafür aber die Politik und die sozialen Strukturen an der Schule. Ich habe das Totenbändigen also auch überhaupt nicht vermisst, vor allen Dingen da es im 8. und finalen Teil der Staffel wohl actionreich zugehen dürfte.

     

    Ich liebe die Mischung aus Ghostbusters und CriminalMinds <3 Einmal mehr hat mich Nadine mit ihrem neuen Buch in ihren Bann gezogen und mich mit hohen Erwartungen für den achten Band zurückgelassen. Danke dafür. Wir sehen uns beim achten Teil!

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    Cover des Buches Die Totenbändiger - Band 1: Unheilige Zeiten (ISBN: 9783958343702)

    Bewertung zu "Die Totenbändiger - Band 1: Unheilige Zeiten" von Nadine Erdmann

    Die Totenbändiger - Band 1: Unheilige Zeiten
    Lizzy_Cursevor einem Monat
    Kurzmeinung: Mischung zwischen Highschoolstory, Criminal Minds und Ghostbusters <3
    Ghostbusters waren gestern!

    👻Die Totenbändiger – Staffel 1 von Nadine Erdmann - Autorin 👻

     Inhaltszusammenfassung im Text: 

    Camren Hunt ist ein Junge ohne Vergangenheit. Im vergangenen Unheiligen  Jahr fand man ihn im Keller eines verlassenen Herrenhauses – umgeben von  Leichen mit durchschnittenen Kehlen. Niemand weiß, was dort passiert  ist, nicht einmal Camren selbst.
     Jetzt, dreizehn Jahre später,  schlagen sich die Menschen durch ein weiteres Unheiliges Jahr, in dem  Geister und Wiedergänger noch gefährlicher sind als sonst - und plötzlich tauchen erneut Leichen mit durchgeschnittenen Kehlen auf …

     Meinung: 

    Geister und ein verspuktes London? Natürlich bin ich da mit von der Partie! Vorweg – bei der Ebook Staffel handelt es sich um eine sehr unterhaltsame und actionreiche Story. 

     Eine Mischung aus Highschooldrama, Ghostbusters und Criminal Minds. 👻👻👻👻👻

    Geister sind gefährlicher Alltag in London. Es existieren verlorene Orte, Geister attackieren Menschen, die dumm genug sind, sich nach Einbruch der Nacht auf die Straße zu wagen. Die Menschen sind vorsichtig geworden – vorsichtig vor den Geistern, die sie nicht verstehen, aber genauso vor den Totenbändigern, die sie ebenso nicht begreifen können und die ihnen mit ihren unheimlichen Fähigkeiten Geister bekämpfen zu können und sich Lebensenergie von Geistern und Lebewesen zu nehmen. Dumm nur, dass sie die Einzigen sind, die die Geister wirklich im Zaun halten können. So schlägt den Totenbändigern Hass und Misstrauen entgegen.

     Die Familie Hunt ist eine große Totenbändiger Familie, die einen Teil ihrer Kinder adoptiert hat, jedoch auch Normalos als Familienmitglieder in ihrer Mitte hat. Und sie leben noch, keine Sorge ;) – um diese Familie dreht sich die Geschichte hauptsächlich. Um den Alltag ihrer Kids in der Highschool, um die Jobs der Älteren zwei bei den Spooks – die Polizei hat extra Einheiten gebildet, die zuerst an die Tatorte von Verbrechen geschickt werden um sie von jeglicher spukigen Aktivität zu reinigen, bevor die Mordermittlung anrückt. Da sind die Totenbändiger sehr praktisch, oder? Doch auch den Eltern und Granny wird genügend Raum gegeben, um zu agieren und sich zu entfalten. Besonders das Familienleben von ihnen genieße ich sehr. Es ist gleich eines Ruhepols. Die Geschwister sind füreinander da und verstricken sich kaum in Teeniezickereien. Wenn es hart auf hart kommt, agiert die Familie als Einheit und ist wirklich unschlagbar. Selbst in einer Mordermittlung.

    Zu Anfang fiel mir auf, dass es immer zwei Pole gab. Die Familie und die Totenbändigerfraktion auf der einen Seite, die normalen Menschen, die nur Hass und Missgunst ausstrahlen, auf der anderen. Natürlich existieren hier auch Ausnahmen. Doch die Pole fransen an den Rändern mehr und mehr aus – zu meiner Freude. Ich mag es ein bisschen grauer. Mir ging es generell so, dass ich der Ebook-Serie zunächst etwas skeptisch gegenüberstand. Ans Herz gelegt wurde sie mir von einem Freund mit einem tollen Bücher Geschmack, also las ich die erste Episode – die von Seite zu Seite besser wurde. Sie wuchs, je besser ich die Protagonisten kennen lernte, verankerte sich und trieb Wurzeln. Ich bin ein Charaktermensch – und Cam, Gabriel, Sky und all die anderen sind einfach nur zum Knuddeln und Mitfiebern. Ihre Ausgestaltung ist Nadine Erdmann wirklich sehr gut gelungen – so gut, dass mich abends mein Wecker schon anmeckern muss, endlich zu schlafen, da ich am nächsten Tag arbeiten muss. Was mich auch überzeugt, ist die Altersdurchmischung der Protas – Gab, Sky und Connor von den Spuks haben definitiv andere Probleme, als Cam, Jules und Elle, die sich durch das letzte Jahr der Highschool schlagen müssen. Ganz zu schweigen von ihrer Mum, Sue und Granny, die um die Rechte für die Totenbändiger kämpfen. Trotzdem sind die Szenen zwischen ihnen so warm und selbstverständlich.

     Die Ideenfülle, die Nadine Erdmann präsentiert, hat mich im ersten Moment fast erschlagen. Da geht es einmal um Soziale Missstände. Unterdrückung, Mobbing, Sexualität, Ausgrenzung und gesetzliche Gleichberechtigung. Zum anderen sind in die Geschichte geniale Ideen rund um die Geister und die Geisterbändigung eingeflossen (keinen einzigen Aspekt davon möchte ich missen!). Ich musste mit den ganzen Puzzleteilen eine Weile jonglieren, aber dann fügten sich alle Teile brav an ihren Platz.

    Die Actionszenen, in denen die Familie gegen die Geister kämpfte und sie bannte, bringen das nötige Tempo in die Geschichte. Ich fieberte mit, also richtig – mit Händen in der Luft und gezischten Ausrufen. Die Szenen genoss ich besonders. Genauso wie mir die Familienszenen schnell ans Herz gewachsen sind, genauso wie die Spook-Szenen. Ich liebe es, dass die Story durch die Polizeiarbeit noch eine andere Note bekommt.

    Alles in allem waren es ein paar sehr kurze Nächte und ich hatte die „Staffel“ binnen einer Woche durchgesuchtet. Vor kurzem ist der 7. Band der auf 8. Bände angelegten Ebook-Staffel erschienen. Der achte Band kommt auch in Kürze (hoffe ich ;)).

    Mich hat die Totenbändiger Reihe vor allen Dingen durch ihren Charme und durch die Beziehungen und Freundschaften der Charaktere untereinander überzeugt – so sehr, dass ich mein Ereader dankbar war, dass er mir ermöglichte, mir den Nächsten Band auch Mitten in der Nacht zu laden und reinzuschmökern.

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    Cover des Buches Prisão (ISBN: B087C85J5L)

    Bewertung zu "Prisão" von Chris P. Rolls

    Prisão
    Lizzy_Cursevor 2 Monaten
    Spannend!

    Der Journalist Lyas geht gern hohe Risiken ein für eine brandheiße Story. Was läge da näher als sich in ein Hochsicherheitsgefängnis einschleusen zu lassen um vor Ort die herrschenden unmenschlichen Bedingungen zu dokumentieren und über die Drogenmafia zu recherchieren. Doch kaum ist er im Knast angekommen, merkt er, dass es noch viel schlimmer ist, als er zunächst angenommen hatte. Er wird von Tiago, einem Killer des Roten Kommandos, zu seinem Mädchen erklärt. Vorerst bleibt ihm nichts anderes übrig als mitzuspielen, denn seine Identität darf um keinen Preis auffliegen.

     

    Zunächst sei gesagt, dass ich schon einige Romane aus Chris P. Rolls‘ Feder gelesen habe – und ich lese gerne homoerotische Romane mit einer Story, die sich spannend um die Protagonisten webt – wie in diesem Roman. Es handelt sich hierbei übrigens um einen Einzelband, der aus Lyas Sicht erzählt wird – folglich liegt der Fokus auf unserem Undercoverjournalisten, den ich im Laufe des Buches wirklich lieb gewonnen habe.

     

    Schon zu Beginn wird mit offenen Karten gespielt, der Leser lernt Lyas kennen genauso wie seine Profession und seine Heimat, Manaos. Er war mir schon nach wenigen Seiten sympathisch (obwohl ich gleichzeitig den Kopf über ihn schütteln musste bzw. ihn liebend gerne gefesselt und geknebelt hätte. Was er für eine gute Story riskiert ist schon hart an der Grenze zu Todessehnsucht). Hier hat Chris P. Rolls aber einen schlauen Kniff eingebaut. Statt ihren Protagonisten zum schmalen Schreibtischhengst zu machen, der nur für die Undercoverrecherchen mal an die frische Luft kommt, hat sie ihm eine Vergangenheit auf den Leib geschrieben, zu dem seine Risikobereitschaft passt. Ich habe ihm jedenfalls abgekauft, dass er selbst einschätzen kann, was er sich zumuten kann und wo seine Grenzen liegen. Dadurch erlangt er Glaubwürdigkeit und ich bin gerne an seiner Seite, wenn auch mit einem ziemlich mulmigen Gefühl in das Hochsicherheitsgefängnis gegangen.

     

    Man benötigt ein gewisses Vorwissen, um die Zusammenhänge im Gefängnis zwischen den Drogenkartellen etc. zu verstehen. Auch dieses vermittelt Chris zu Beginn ziemlich gut – das war für mich sehr spannend, da ich über diese Thematik nur eine vage Vorstellung hatte. Der Hintergrund des Buches war folglich für mich ziemlich interessant gewählt.

     

    Natürlich kommen auch einige erotische Szenen in dem Buch vor, die ziemlich eindringlich geschrieben sind, wobei ich gestehen muss, dass mein Herz nicht wirklich Tiago gehörte, dem zweiten Protagonisten des Buches. Lyas war mein Favorit. Aber die ersten Annährungsversuche der beiden waren schon herrlich ;) Und dass er ein Geheimnis hat, bringt noch mal Würze in die Beziehung.

     

    Noch ein paar Worte zu Chris‘ Stil. Er ist sehr bildhaft, sowohl was die erotischen Szenen betrifft als auch die Actionszenen und das Gefängnis selbst. Ich konnte mir die wirklich unmenschlichen Bedingungen sehr gut vorstellen – und wäre am liebsten schon nach den ersten hundert Seiten unter die Dusche gehüpft.

     

    Actiongeladen war der Roman alle Mal. Da haben sich Tiago und Lyas nicht lumpen lassen – spektakuläre Kämpfe inklusive. Zum Schluss bin ich einfach nur noch durch die Seiten gerast, muss ich gestehen, da es einfach zu spannend war und viele Komponenten dort mitspielten.

     

    Alles in allem ein rasanter Lesespaß mit ernstem Hintergrund, für den ich gerne 4,5 Sterne vergebe.

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    Cover des Buches Tara und Tahnee (ISBN: 9783522184670)

    Bewertung zu "Tara und Tahnee" von Patrick Hertweck

    Tara und Tahnee
    Lizzy_Cursevor 2 Monaten
    Abenteuer pur

    Tara und Tahnee: Verloren im Tal des Goldes

     

    Sierra Nevada Mitte des 19. Jahrhunderts. Die junge Tara will ihrem Vater helfen, der von Kopfgeldjägern gejagt wird. Sie hat ihm ein Versprechen gegeben. Um das zu erfüllen muss sie es nach San Francisco schaffen. Doch dieser Weg ist verdammt gefährlich. Derweil entdeckt Tahnee in dem herrschaftlichen Anwesen in San Francisco, dass sich mehr hinter ihrer Herkunft verbirgt, als sie zunächst geahnt hat.

     

    Der vorliegende Jugendroman ist ein Standalone, der im Wilden Westen des 19. Jahrhunderts spielt. Eine Zeit voller Aufbrüche, voller Gesetzlosigkeit und Goldgräberstimmung und eine Zeit, in der Amerika sich finden musste. Allein die historische Epoche hat mich ziemlich neugierig gemacht. Immerhin ist es nicht einfach, einen glaubhaften Jugendroman im Wilden Westen anzusiedeln.

    Ich bin ein Coverlover – und dieses Cover hat mich einfach angezogen wie Eisen einen Magnet. Die Zeichnungen sind einfach wundervoll und das gesamte Bild fängt die Stimmung perfekt ein – kurzum es macht Lust, in die zwei Welten, die den Leser erwarten, einzutauchen. Die Welt von Tara und Tahnee.

     

    Gesplittet in zwei Teile beginnt das Buch mit Tara und einem schaurigen Besuch eines Kopfgeldjägers, der auf der Suche nach ihrem Vater ist. Ich wurde gleich in die Szenerie gezogen. Trapperhütte, schummriges Licht. Die Szene war perfekt beschrieben und Tara konnte ihre hervorstechendsten Fähigkeiten beweisen: Ihre Klugheit und ihren Mut, fernab von jeglicher Naivität. Die hat sie schnell verloren in den Goldgräberbergen, vermute ich mal – im Verlauf des Buches verfällt sie auch nicht in naive Anwandlungen, Tara bleibt ihrem Charakter treu, den die raue Umgebung und ihr Vater ausgeformt haben. Ich mochte sie sehr. Tahnee wiederum lernen wir im ersten Teil des Buches nur durch Briefe kennen, die sie selbst an ihre Mutter schreibt. Dabei wird sehr schnell der Unterschied zwischen Taras und Tahnees Welt deutlich – sehr schnell. Tahnee wächst behütet auf. Allein sich außerhalb ihres Grundstücks zu bewegen, stellt für sie schon ein Abenteuer dar. Trotzdem mochte ich auch sie, denn sie hat in ihrer eigenen behüteten Welt einen Mut bewiesen, den ich ihr in den ersten paar Briefen nicht zugetraut hätte. Im zweiten Teil der Geschichte verlaufen dann beide Handlungsstränge parallel.

    Auch die Nebencharaktere wuchsen mir rasch ans Herz – manche waren Freunde zum Pferdestehlen, manche unfreiwillige Verräter. Ich wusste zunächst nicht in welche Richtung das Buch tendiert, doch es erwuchs zu einem ausgewachsenen Abenteuer mit Feuergefechten, Verrat und Gefahr, die an jeder Ecke lauerte. Traue niemanden ;)

     

    Der Schreibstil des Autors stellte sich als unglaublich bildhaft und greifbar heraus, er flocht Details wie eine Beschreibung einer Goldgräbersiedlung mit ein, sodass ich praktisch mit Tara da durchgeschlichen bin – und um Himmels Willen keine Aufmerksamkeit erregen wollte. Der Stil zog sich durch das gesamte Buch – Herrlich!

     

    Das einzige, was ich als negativ empfand, war ein Ereignis, dass sich recht lange herausgezögert hat. Dafür hätte ich mir mehr Stagetime gewünscht. Alles in allem hat mich „Tara und Tahnee“ ausgezeichnet unterhalten ich habe mit den beiden mitgefiebert und dafür vergebe ich gerne 4,5 Sterne.

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    Cover des Buches Priest of Bones (ISBN: 9783608964141)

    Bewertung zu "Priest of Bones" von Peter McLean

    Priest of Bones
    Lizzy_Cursevor 2 Monaten
    Substanzmangel

    Priest of Bones

     

    Ehrlich – ich habe diesem Buch mehr als eine Chance gegeben. Es zur Seite gelegt, in der Hoffnung, dass es mich in einem anderen Moment mehr packt, das die Charaktere für mich stimmiger sind, als sie auf den ersten Blick scheinen. Ich legte es also zur Seite, nahm es wieder zur Hand, las ein paar Seiten, verdrehte die Augen und packte es erneut zur Seite, in der Hoffnung, das ich morgen eher in der rauen Stimmung bin – bis ich mir dann schließlich eingestand, dass es schlecht an meiner Stimmung liegen kann …

     

    Wodrum geht’s? Kurz gefasst um einen Söldnertrupp, der gebeutelt vom Krieg wieder heimkehrt unter ihrem Anführer dem Priester Tomas Piety, und die sich versuchen, ein neues Leben aufzubauen und erst Mal die Bande, die das Gasthaus besetzten, rausschmeissen, da Piety der Eigentümer des Etablissements ist.

    Ah, dacht ich mir. Endlich hat der Autor einmal nicht die große Schlacht im Blick, sondern die Heimkehr der versehrten Helden. Das klang interessant, das konnte sehr spannend aufgezogen werden, insbesondere wenn man den psychischen Aspekt beachtet. Denn eine solche Schlacht fordert immer ihren Tribut. Und da ist es gleich, ob die Zahlung nun in Körperteilen oder in Stücken der Seele erfolgt.

     

    Doch ich stolperte um ehrlich zu sein schon zu Anfang. Ich nehme es gerne in Kauf, wenn die Männer sich rau unterhalten oder Mal eine deftige Bemerkung machen. Doch gerade am Anfang hatte ich das Gefühl, der Autor strengte sich mehr an, möglichst kreative Schimpfwörter zu erfinden, als die Handlung voran zu treiben. Da wird sich eine viertel Seite lang beschimpft, nur um darauf zu saufen und zu grölen – und ich habe mich gefragt, was ich aus diesen Seiten mitnehmen soll? Nicht viel … Natürlich, es ist immer ein schmaler Grad zwischen Authentizität und maßloser Übertreibung, und diese Tatsache hatte ich bei der Lektüre immer vor Augen. Der Autor bemühte sich anscheinend wirklich um Authentizität in der Sprache – womit er wohl in Kauf nahm, dass er einige Leser vergrault hat – mich eingeschlossen. Die Geschichte an sich blieb trotz der spannenden Grundthematik nur oberflächlich, wo ich mir mehr Tiefe gewünscht hätte war nur ein zotiger Trinkspruch.

     

    Dieses Buch ist aus der Perspektive von Tomas erzählt. Er trinkt, er schimpft, bemüht sich jedoch seine Truppe zusammenzuhalten, was ich ihm zu Gute halte. Trotzdem geht der Autor für mich nicht genügend auf seine Hauptperson ein. Nach einem Drittel des Buches hat er zwar massig Probleme, ich hab jedoch kaum eine Ahnung davon, was in ihm drin los ist. Am liebsten mochte ich noch Bloody Anne, die an seiner Seite kämpft, und ziemlich cool ist – und auch noch einiges zu verbergen hat.

     

    Über eines kann ich mich jedoch nicht beschweren. Action und Kämpfe, Blut und Gedärme existieren in „Priest of Bones“ zu Hauf. Da kommt der Action-Liebhaber auf seine Kosten. Nicht falsch verstehen, ich liebe gut gemacht oder ausgedehnte Schlachten – wenn sie von Charakteren geschlagen werden, mit denen ich mitfühlen kann.

    Leider muss ich sagen, dass mich dieses Buch nicht abholen konnte – was mich selbst traurig stimmt, als Fan von Rabenblut oder den Powder-Mage-Chroniken habe ich einfach mehr erwartet. Ich hoffe, „Priest of Bones“ findet andere Fans.

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    Cover des Buches Royal Blue (ISBN: 9783426526156)

    Bewertung zu "Royal Blue" von Casey McQuiston

    Royal Blue
    Lizzy_Cursevor 2 Monaten
    Transkontinental

    Royal Blue von Casay McQuiston

     

    Was tut man, wenn durch einen kleinen internationalen Tortenzwischenfall die Beziehung zwischen dem United Kingdom und den USA auf dem Spiel steht? Klar, denkt sich Alex. Dann muss ich wohl mit meinem Erzfeind, Prinz Henry, zum Schein Freundschaft schließen. So schwer wird’s doch wohl nicht sein! Aber als Alex merkt, dass sich hinter dem zweidimensionalen Prinzen mehr verbirgt, ist er erschüttert, und er bringt Henry auch mehr Gefühle entgegen als er eigentlich wollte. Werden die beiden in dieser transkontinentalen Beziehung glücklich werden? Und was bedeutet ein bisexueller Präsidenteninnensohn für die demokratische Wiederwahl?

     

    Das Buch zog mich magisch an. Wer mich kennt, der weiß das ich hin und wieder zu solchen Büchern greife, fernab von Fantasy oder historischen Bezügen. Diese Standalone zog mich vor allen Dingen wegen dem Mix aus einer queeren Beziehung und amerikanischer Politik an. Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass die gesamte Bandbreite der US-Politik darin wiedergegeben wird, noch das ich nach der Lektüre darüber bescheid weiß. Wäre ja auch noch schöner, aber die Beziehung vor dem Hintergrund der amerikanischen Politik hat mich persönlich schon sehr gereizt.

    Also nahm ich das Buch zur Hand – ich bin mir nicht einmal mehr sicher, was ich für Erwartungen gehegt habe. Wahrscheinlich fluffige, wie ich zugeben muss. Der Einstieg an sich war mir etwas überhastet, wie lernen Alex, den Präsidentinnensohn und seine Familie kennen plus die Security und dann geht es auch schon über den großen Teich, um einer royalen Hochzeit beizuwohnen. Ich glaube, ich habe die ersten fünfzig Seiten unter dem Jet -Lag gelitten. Hochzeit, Tortencrash, gespielte Freundschaft – und mitten drin Alex, der Protagonist, mit dem ich mich zuerst anfreunden musste. Alex Carmen-Diaz – dem die Mädchen zu Füßen liegen und der hart schuftet für seine eigenen politischen Ziele. Doch nachdem ich den Jet-Lag überwunden hatte, kam er mir auf einmal ganz charmant vor – und ich konnte ihn … verstehen? Ja – seine Angst, einen falschen Schritt zu tun, seinen Willen, ein eigenes Leben zu führen, ja – plötzlich hat er mir sein Herz geöffnet – und Henrys gleich als Dreingabe. Ich mochte das Buch nicht aus der Hand legen, wollte immer wissen, was die beiden als nächstes für Höhen und Tiefen erleben – garniert mit wunderbaren Nebencharakteren. Einer Schwester zum Pferdestehlen, treuen Freunden und Angestellten, auf die man sich verlassen kann. Ich war ein Teil dieser Einheit – und der Stil der Autorin kam mir plötzlich nicht mehr überhastet vor, sondern genau richtig, farbenfroh und bunt und plastisch. Die Schauplätze waren greifbar nahe, die seltenen, kostbaren Momente der Freiheit und Ungezwungenheit fieberte ich regelrecht herbei. Weißt du noch, Alex? In dem Club? Oder am See? Die Szenen verfolgten mich auch noch Tage später! Und so soll ein Buch sein!

    Auch der politische Hintergrund fügte sich gut in den Plot ein – Politik und Privates waren von Anfang an zu einem festen Strang verflochten, sodass man beides nur schwer trennen konnte. Ich wollte es auch gar nicht – die politische Ebene verlieh dem Buch noch einmal eine ganz andere Art von Tiefe, die meiner Ansicht nach sinnvoll und nachvollziehbar war.

     

    Ich könnte jetzt hier einen viertel Punkt abziehen für den Jetlag-Beginn, hier einen halben für das ständig wechselnde Setting. Pustekuchen – fest steht, „Royal Blue“ hat mich zum Lachen und zum Weinen, zum Giggeln und Fluchen gebracht – und es steht für mich für eine fluffige Welt, in die ich irgendwann auch zurückkehren möchte. Natürlich ist es ein bisschen fluffig – das stört mich aber in diesem Fall nicht, weil Alex und Henry einfach nur Charaktere zum Niederknien sind, zu Freunden für mich geworden sind.

     

    Deshalb vergebe ich fünf Sterne.

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