LukeDanes

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    Cover des Buches Anton Serkalows Nighthunter 2: Die Zombies von Pine Hill (ISBN: B07PSPQ4YG)

    Bewertung zu "Anton Serkalows Nighthunter 2: Die Zombies von Pine Hill" von Anton Serkalow

    Anton Serkalows Nighthunter 2: Die Zombies von Pine Hill
    LukeDanesvor 2 Stunden
    Kurzmeinung: Ein Vampir und ein Skinwalker kommen in eine Bar… Ok, diesmal stimmt es sogar...
    Ein Vampir und ein Skinwalker kommen in eine Bar…

    Ein Vampir und ein Skinwalker kommen in eine Bar…

    Ok, diesmal stimmt es sogar, wobei es eigentlich ein Saloon ist, obwohl der Betreiber des Etablissements seinen Laden nicht als solchen betrachtet.

    Louis und Geistwolf kommen auf ihrer Suche nach dem Amulett, welches Louis durch einen Pinkerton „gestohlen“ wurde, in einem kleinen verschlafenen Städtchen an. Hinter den weiß getünchten Fassaden scheinen sich nur gottesfürchtige Menschen aufzuhalten, dennoch spuckt die Hölle gerade an diesem Ort ein Horde von Untoten aus, welche sich hungrig auf den Marsch in Richtung Frischfleisch machen. Der Bürgermeister bittet Louis um Hilfe, doch ist nicht alles so, wie man es den beiden Nighthuntern weiß machen will.

    Auch wenn die Zombies titelgebend für den zweiten Ausflug in die Geschichte der ungewöhnlichen Buddys sind, so spielen sie dennoch nur eine relativ untergeordnete Rolle. „Die Zombies von Pine Hill“ versteht sich eher als ein Sittengemälde der damaligen Zeit und die Charakterisierung der einzelnen Protagonisten geht Autor Anton Serkalow leichter und glaubwürdiger von der Hand, als es noch im Vorgänger der Fall gewesen ist.

    Die Schlüsselszene des Romans wirkt mit ihren gekonnten Erzählebenenwechseln wie die schnelle Schnittfolge einer Filmsequenz. Serkalow ermöglicht dadurch nicht nur einen sehr guten Zugang zu seinen beiden Haupthelden, sondern bringt auch viel Menschlichkeit in die Handlungsweisen der Auslöser der Zombieepedemie.

    Die spürbare Entwicklung des Autors, im Vergleich zu Band 1, ist im Schreibstil, dem Storyfluss, sowie der Charakterisierung zu finden. Ebenfalls erwartet den Leser ein eher unerwartetes Ende, welches mir sehr gut gefiel.

    Wem der erste Band noch ein paar Probleme bereitet hat, der sollte – meiner Meinung nach – trotzdem am Ball bleiben, denn qualitativ liegen zwischen Band 1 und Band 2 Welten.

    Fans von Splatter und Gore kommen hier ebenso auf ihre Kosten, wie jemand der eher Wert auf eine gut durchdachte Story legt und lieber mit den Protagonisten gemeinsam durch die Story marschiert.

    Horrorwestern at it´s best – möchte ich einfach einmal subjektiv behaupten.

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    Cover des Buches Die Alten waren, die Alten sind: Drei Horrornovellen auf H. P. Lovecrafts Spuren (ISBN: B071YR5B77)

    Bewertung zu "Die Alten waren, die Alten sind: Drei Horrornovellen auf H. P. Lovecrafts Spuren" von Fred Ink

    Die Alten waren, die Alten sind: Drei Horrornovellen auf H. P. Lovecrafts Spuren
    LukeDanesvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Lovecraftiger geht´s nicht!
    Lovecraftiger geht´s nicht!

    „Die Alten waren, die Alten sind“ ist das zweite Buch aus der Feder von Fred Ink, welches ich gelesen habe. Die Empfehlung hierzu kam vom Autor selbst, als ich ihn einmal fragte welche seiner Romane am nächsten am Werk Lovecrafts dran wäre.

    Die drei im Buch befindlichen Geschichten „Das Grauen in den Bergen“, „Wurmstichig“ und „Der Untergang von Godly Gulch“ sind keine Trilogie im herkömmlichen Sinne, doch kann man sie als Trilogie des Grauens betrachten und auch so verstehen.

    „Das Grauen in den Bergen“ handelt von einem Mann, der sein Schicksal, welches seinem Leben gerade erst eine unerwartete und positive Wendung gegeben hat, auf die dümmste Weise herausfordert, welche man sich vorstellen kann – durch die Neugier auf das Unbekannte und Verbotene! Er ist nicht in der Lage der letzten testamentarischen bitte seines Vaters nachzukommen, und stürzt sich und sein Umfeld ins Verderben. In „Wurmstichig“ ist es erneut die Neugier, die einen Mann an den Rand seiner Existenz bringt und dessen was er in der Lage ist zu verkraften. „Der Untergang von Godly Gulch“ schildert die Geschichte eins Jungen, dem ebenfalls die Neugier zum Verhängnis wird.

    Somit hatten alle drei Novellen für mich die Verbindung in der Neugier und der Schlussfolgerung das Unwissenheit teilweise besser sein kann, als dem Drang nachzugeben, alles bis ins kleineste Detail zu ergründen.

    Die Geschichten steigern sich in allen Belangen. Ist die erste Novelle noch recht gesittet, was den Gore-Faktor und die Brutalität angeht, so sind die beiden darauffolgenden jeweils um ein gewisses Maß gesteigert zu ihrem jeweiligen Vorgänger. Das ist natürlich rein subjektives Empfinden und kann von anderen Lesern nicht so empfunden werden.

    Fred Ink geht in der Charakterisierung seiner jeweiligen Protagonisten sehr in die Tiefe. Die Verwendung der Erzählweise welche Lovecraft benutzte, also aus der Ich -Perspektive in einer Erzählung, lässt viel Spielraum für den inneren Monolog des Hauptakteurs. So kann man, auch wenn ich wie von drei der Erzählenden nicht wirklich sympathisch fand, mitfiebern und versuchen zu verstehen, warum XYZ gerade so gehandelt hat, wie es denn geschehen ist.

    Ink verstehe es hervorragend mit der Form der Sprache umzugehen, welche mich an Lovecraft so begeistert. Und auch wenn die zweite Geschichte in der relativen Gegenwart angesiedelt ist, so benutzt er auch hier keine konventionelle Umgangssprache in der Erzählung des Protagonisten, sondern lässt ihn bereits zu Beginn feststellen, das er Wert auf gehobene Aussprache legen und diese von ihm auch hierbei benutzt würde.

    Inks dreifacher Ausflug in die literarische Welt des H.P. Lovecraft lässt einen am Ende des Buches mit genau dem Gefühl zurück, welches man vom Altmeister der Horrorliteratur gewohnt ist: Am Ende kommt man nicht wirklich dem Grauen davon, es ist immer und ewig vorhanden.

    Sprachlich kann er sich ebenfalls mit Lovecraft messen und muss sich nicht verstecken. Dunkel, düster und bedrückend sind die Welten des Fred Ink hier und, wie gewollt, nicht wirklich dazu angetan eine gute und gar fröhliche Stimmung beim Leser zu erzeugen.

    Nicht nur für Lovecraft-Fans möchte ich hier eine „Riskiert mal ein Auge“-Empfehlung aussprechen. Ich hatte meine Spaß, auch wenn man diesen eigentlich in Anführungsstriche setzen sollte.

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    Cover des Buches Der zweite Krieg der Welten (ISBN: 9783946502609)

    Bewertung zu "Der zweite Krieg der Welten" von Andreas Zwengel

    Der zweite Krieg der Welten
    LukeDanesvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: „576 Seiten sind doch ein Klacks!“
    „576 Seiten sind doch ein Klacks!“

    „576 Seiten sind doch ein Klacks!“

    Wer so denkt, der hat nicht den „Zweiten Krieg der Welten“ gelesen, denn dieses Buch ist rein haptisch ein, wie ich so gerne zu sagen pflege, wahrer Backstein mit dem man problemlos jeden Marsianer zur Strecke bringen könnte.

    H.G. Wells „Krieg der Welten“ ist wohl neben der „Zeitmaschine“ und dem „Unsichtbaren“ das bekannteste Werk des Autors, welches einen nicht unerheblichem Einfluss auf die Science-Fiction Literatur gehabt hat. Mehrfach verfilmt, gab es auch in achtzigerjahren des vergangenen Jahrtausends eine TV-Serie, welche sich als Fortsetzung der Originalgeschichte verstand. Und auch als Buch gibt es bis dato ein paar Fortsetzungen, welche allerdings alle einen anderen Ansatz verfolgen.

    Der erste Krieg der Welten ist seit über 100 Jahren vorbei und die Erinnerung im Gedächtnis der Menschheit hat sich soweit zurückgezogen, das die meisten Menschen fast schon daran glauben, das alles niemals geschehen ist. Als sich die Anzeichen für eine zweite bevorstehenden Invasion durch die Marsianer häufen, nehmen nur wenig Menschen davon Notiz. Einzig eine kleine Behörde der britischen Regierung erkennt die Vorzeichen und versucht zu handeln, doch niemand scheint ihnen glauben zu wollen und so nimmt der erneute Versuch sich die Erde untertan zu machen seinen Lauf.

    Alles beginnt wie ein Agententhriller mit kinoreifer Kulisse und eigentlich liest sich das komplette Buch wie das Drehbuch eines Kinofilms oder einer TV-Serie. Die britische Behörde fühlt sich wie die COUNTER MEASURES aus dem DOCTOR WHO Universum an. Und somit vergehen die fast 600 Seiten Umfang fast wie im Fluge, denn es gibt keine langatmigen Strecken, die man eigentlich bei solch einem Umfang erwarten würde. Jedes der Kapitel hat seinen individuellen Reiz und selbst am Ende des Buches schafft es Autor Andreas Zwengel noch die ganzen Geschichte mit unerwarteten Dingen aufzupeppen, die nicht konstruiert wirken, sondern sich nahtlos und logisch in das Gesamtgefüge einpassen.

    Zwengel legt nebenbei auch sehr viel Wert auf nachfühlbare Charakterisierung, welche er selbst bei Protagonisten anwendet, die kurz nach ihrer Einführung bereits auf die eine oder andere unerfreuliche Art und Weise das Zeitliche segnen. Ebenfalls lässt er keine Fragen offen, was die Hintergründe der in der Jetztzeit agierenden Protagonisten betrifft.

    Auch die zahlreichen Nebenschauplätze lenken nicht von der Hauptinvasionsgeschichte ab, sie bereichern sie um den Aspekt dessen, was der Normalbürger während solch einer Invasion denn erleben und durchleben könnte.

    Ebenfalls erwartet den Leser nicht nur Military-Action. Die menschlichen Hinter- und Abgründe werden ebenso ausgeleuchtet, wie die martialische Verteidigung der Menschheit. „Der Mensch ist des Menschen Wolf!“ ist der wohl passende Satz für die Dinge, welche sich neben der Invasion durch die Tripods, Digger und Catcher ereignen.

    Auch wenn man die Geschichte von Wells eigentlich auswendig kennt und sofort klar ist um was es sich zu Beginn der ganzen Sache handelt, so gibt Andreas Zwengel allem trotzdem noch einen Sense of Wonder mit auf den Weg, welcher alles spannend bleiben lässt – selbst wenn man das Grundlagenbuch streckenweise aus dem Stegreif rezitieren könnte (welches ich bis auf die Einführungssätze nicht in der Lage bin).

    Für mich die bisher beste Fortführung der Geschichte, welche sich von den eher militärisch angehauchten Ansätzen ihrer Konkurrenten erfrischend wohltuend abhebt.

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    Cover des Buches Anton Serkalows Nighthunter 1: Die Nacht der Ghule (ISBN: B07PMLDJWG)

    Bewertung zu "Anton Serkalows Nighthunter 1: Die Nacht der Ghule" von Anton Serkalow

    Anton Serkalows Nighthunter 1: Die Nacht der Ghule
    LukeDanesvor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Im Weste(r)n viel Neues!
    Ein Vampir und ein Skinwalker kommen in eine Bar…

    Ein Vampir und ein Skinwalker kommen in eine Bar…

    So könnte ein ziemlich seltsamer Witz beginnen. Allerdings handelt es sich beim NIGHTHUNTER nicht um einen Witz, sondern um einen Western, einen Horror-Western, um genau zu sein. Und wie soll das mit dem Vampir und dem Skinwalker gehen? Sind Vampire und Werwölfe denn keine Todfeinde?

    Verwirrt genug? Ja? Sehr schön!

    Zuerst einmal finde ich das Paar, bestehend aus dem Vampir Louis Royaume und dem Skinwalker Geistwolf – auch Skinny genannt, sehr unterhaltsam, denn die beiden geben ein gutes Buddy-Movie-Gespann ab. Sie ergänzen sich in dem was sie in der Lage sind zu tun, und beide scheint eine gemeinsame Aufgabe/Mission zusammenzuschweißen.

    Was diese Aufgabe/Mission jedoch ist und woher die beiden kommen, beziehungsweise wie sie so geworden sind wie sie jetzt sind, bleibt im Dunkeln der Prärienacht verborgen. Doch tut dieses Nichtwissen dem Spass der Story keinen Abbruch, denn man muss ja nicht immer sofort alles wissen – besonders wenn es sich um eine Serie handelt.

    Autor Anton Sekalow kennt sich in den Weiten des wilden Westens scheinbar bestens aus. Die Beschreibungen von Land und Leuten sind ausführlich genug um sie optisch nachzuvollziehen, aber nicht zu ausführlich, damit sie nicht in eine überflüssige Geschichtsstunde abrutschen.

    Die Geschichte wird schnell erzählt und die Waage zwischen Action und ruhigen Momenten ist sehr ausgewogen. Serkalows Schreibe ist erfrischend unkompliziert und er scheint so zu erzählen wie ihm auch der Schnabel gewachsen zu sein scheint.

    Die titelgebenden Ghule sind ekelig, der Vampir blutrünstig, der Skinwalker edel und der Rest der Westmen und Wimen wie man sie sich vorstellt, mit dem Halbwissen eines Karl May eben.

    Doch ist der Vampir auch nicht wirklich so, wie man ihn sich oberflächlich denkt, denn er hat eine „gute“ Seite, indem er nur diejenigen aussaugt, die es auch seiner Meinung nach verdient haben – also das raubende und brandschatzende Gesockse dem ein Leben nichts Wert ist und das auch vor den wirklich üblen Dingen im Leben nicht zurückschreckt.

    Die Fußnoten hätte es für mich nicht gebraucht, da ich über ein gewisses Wissen des Wilden Westens verfüge, welches der Lektüre und des Ansehens von Karl May geschuldet ist. Sie sind aber für Horrorfans ohne jedes Wissen über den kurzen Abschnitt amerikanischer Geschichte durchaus lesens- und wissenswert.

    Ales ist offen wie das Tor zum Westen, denn die Hintergrundstory von Louis und Skinny wird nur minimal angekratzt und es bleibt bei vagen Andeutungen zwischen den Zeilen.

    Bisher sind zehn Bände erschienen, welche die erste Staffel darstellen. Band 2 steht bei mir bereits in den Startlöchern, auch wenn Zombies eher langsame Vertreter der Nachtwesen sind.

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    Cover des Buches No Place to Hide (Das Ende, Band 3) (ISBN: 9781976956218)

    Bewertung zu "No Place to Hide (Das Ende, Band 3)" von Andreas Faber

    No Place to Hide (Das Ende, Band 3)
    LukeDanesvor einem Monat
    Kurzmeinung: Nicht nur Zombies...
    Nicht nur Zombies...

    Es wuchs zusammen, was zusammen gehörte, oder so ähnlich.

    Der großen Gruppe um Mirko und Andreas ist es gelungen sich aus den Kaserne und den Fängen Thors und seiner Rocker zu befreien. Sie haben Unterschlupf auf einem Hof gefunden, doch müssen sie vor dort aus Exkursionen starten, da nicht alle der Gruppe unbeschadet aus der letzten Konfrontation mit Freaks und Rockern hervorgegangen sind.

    Andreas Faber nutzt die etwas ruhigere Periode des Anfangs dazu, seine Protagonisten über ihr neues Leben sinnieren zu lassen. Und dabei ergehen sich einige in Fatalismus, denn so wirklich etwas an den Zuständen ändern, kann keiner von ihnen.

    Die Handlung spaltet sich in zwei Ebenen auf. Während der eine Teil der Gruppe den Hof, dessen Möglichkeiten sowie dessen Umgebung erkundet, muss sich ein anderer Teil auf den Weg machen um notwendige, medizinische Mittel zu besorgen, da einer der Kameraden an der Schwelle des Todes steht.

    Auf diesen Exkursionen gibt es einige neue Dinge zu entdecken. Diejenigen, welche auf dem Weg ins Krankenhaus sind, werden nicht nur mit einer neuen Abart der Zombies konfrontiert, sie müssen auch feststellen, das sich die menschlichen Gegner der Gruppe weiterhin auf ihren Fersen befinden. Auch die Hofbewohner erweitern gezwungenermaßen ihren Horizont, was die Bedrohung durch die Zombies angeht.

    Auch wenn die untoten Freaks ein wenig in den Hintergrund gedrückt werden, so ist die Bedrohung durch sie ständig vorhanden. Andreas Faber lässt es sich im dritten Band der Reihe nicht nehmen, den Leser am Ende mit mehr Fragen als Antworten zurück zu lassen.

    Was hat es mit der geheimnisvollen Hütte im Wald neben dem Hof auf sich? Wieso scheinen die Zombies sich weiterzuentwickeln und Abarten zu bilden? Steckt hinter allem mehr als es den Anschein hat und war die Verbreitung des Virus vielleicht sogar gewollt?

    Es bleibt spannend, auch wenn sich Andreas Faber diesmal mehr Zeit für die weitere Charakterisierung der Gruppenmitglieder genommen hat, und sie einem noch mehr ans Herz wachsen.

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    Cover des Buches Die Opferung (ISBN: 9783935822992)

    Bewertung zu "Die Opferung" von Graham Masterton

    Die Opferung
    LukeDanesvor einem Monat
    Kurzmeinung: Brown Jenkin is back!
    Brown Jenkin is back!

    David Williams Leben ist ein wahrer Alptraum. Seine Frau hat ihn und den gemeinsamen Sohn Danny kurzentschlossen verlassen, um ein neues Leben zu beginnen Da Danny in dieses neue Leben nicht hineinzupassen scheint läßt sie ihn in Davids Obhut. Dieser verzweifelt so langsam an diesen Leben und gib ebenfalls alles bisher aufgebaute auf, um sich der Renovierung eines uralten Herrenhauses zu widmen. Die Auftraggeber wollen das Haus schnellstmöglich verkaufen, und wollen es in einem passablen Zustand anbieten. Kurz nachdem David und Danny dort eingezogen sind, beginnen sich seltsame Dinge in ihr Leben zu schleichen. Die Geräusche welche vom Dachboden zu kommen scheinen sind noch das harmloseste, und als dann auch noch die Studentin Liz im Leben der beiden auftaucht, beginnt sich eine Spirale zu drehen, in der nicht nur David, Danny und Liz alle Mühe haben am Leben und bei guter geistiger Gesundheit zu bleiben.

    Es gibt Leser, welche es einem Autoren verübeln, wenn er sich am Erbe eines großen Meisters der jeweiligen Erzählkunst bedient. Bei Graham Masterton ist das hier jedoch eine vollkommen andere Sache.

    Masterton nimmt sich ein paar wenige Versatzstücke von Lovecrafts Geschichte der „Träume im Hexenhaus“ und spinnt die Geschichte vollkommen neu weiter. Die Handlung von „Die Opferung“ spielt einmal vor (1886) und einmal nach (1992) „Träume im Hexenhaus“, also ist es gleichzeitig die Vorgeschichte, so wie auch Sequel des Ganzen.

    Er schafft es auch spielend, das man die Story an kein Gerne festbinden kann. Es handelt sich hier um eine Mischung aus Gruselhausstory, einem Psychodrama sowie einem Coming of Age.

    Seine Charaktere haben allesamt irgendwie ein stressiges Vorleben, bevor sie auf der Bildfläche der Geschichte erscheine. So ist es auch nachvollziehbar, das niemand zu Beginn so wirklich an übernatürliche Begebenheiten glauben mag. Doch je mehr sich ereignet, desto fester wird er Glauben aller, das es bei der Ganzen Sache nicht mit rechten Dingen zu geht.

    Masterton schildet beklemmend die Atmosphäre des ehemaligen Waisenhauses „Fortyfoot House“. Auch sind seine Charaktere weder schwarz noch weiß, denn jeder von ihnen hat irgendwo eine Leiche im Keller vergraben.

    Der Wechsel zwischen blankem Horror und leichtem Grusel gelingt Masterton wie erwartet perfekt. In einem Moment hat man noch eine wohlige Gänsehaut, wenn sich die Protagonisten auf die Suche nach dem Verursacher der Geräusche geben, und im nächsten Moment bekommt man brutalen Splatter präsentiert, welcher niemals als Mittel zum Zweck eingesetzt wird und auch nur sehr spärlich vorkommt.

    Wer also auf Lovecraft steht, der kommt an dieser Interpretation der „Dream in the Witchouse“ nicht vorbei. Uneingeschränkte Leseempfehlung meinerseits.

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    Cover des Buches Metamorphosen (ISBN: 9783940036032)

    Bewertung zu "Metamorphosen" von Manuel Bianchi

    Metamorphosen
    LukeDanesvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wie der Herausgeber des Buches bereits im Vorwort so treffend bemerkt, würde es ohne H.P. Lovecraft die moderne Horrorliteratur, wie wir sie
    Es beginnt!

    Wie der Herausgeber des Buches bereits im Vorwort so treffend bemerkt, würde es ohne H.P. Lovecraft die moderne Horrorliteratur, wie wir sie kennen, nicht geben. Deshalb ist es also auch vollkommen legitim ihm eine Kurzgeschichtensammlung zu widmen, welche mehrere Autoren versucht haben im Stil des Altmeisters zu verfassen. Das Buch erschien 2009.

    Dies wird, wie bei Anthologien bei mir so üblich, eine Besprechung on the go. Ich versuche auf jede einzelne Story mit ein paar Worten einzugehen, und am Ende ein Resümee des kompletten Buches zu ziehen.

    Eröffnet wird der bunte Reigen von Christian Damerow, dessen Story „Der gute Gott“ einen Pfarrer zurück zu seinen Wurzeln bringt. So wirklich konnte mich die Story nicht überzeugen und der Satz “Es geht alles viel zu schnell!“, welchen man innerhalb der Story kursiv gesetzt vorfindet, gibt die Geschichte an sich schon sehr gut wieder.

    „Die Schokolade des Herrn Bost“ schmeckte nicht nur Autor Jan-Christoph Prüfer, sondern auch mir. Diese Geschichte verströmt schon mehr den Charme eines Lovecraft. Sie weiß trotz der Kürze mit dem in ihr lauernden Horror zu überzeugen.

    Der dritte ist Carsten Steenbergen, welcher mit „Der Fluch des Zulu“ das klassische Ebenbild einer Lovecraft-Geschichte abliefert. Vermutete ich zuerst einen „Arthur Jermyn“ hinter allem, so entpuppte sich die Story schnell als Eigenläufer. Von der ersten drei Storys bisher mein Favorit.

    „Zombies für einen Tag“ von Nina Horvath lies mich ein wenig ratlos zurück, denn die Geschichte auf den wenigen Seiten wollte so gar nicht in dieses Buch passen, denn sie erschien mir eher wie ein Modeleitfaden für Zombiecosplayer.

    Thomas Backus zeigt danach mit „Die versunkene Stadt“ dass man dasselbe Thema – wie in „Zombies…“ – auch auf spannende Weise an den Leser bringen kann.

    Danach geht es mit „Die Ausstellung“ von Sabrina Eberl in die Welt der Archäologie und auch „Der Kontaph des Kagemni“ von Marco Bianchi ist dort angesiedelt.

    Mit „3,5“ von Samuel White und „Symbiose“ von Chris Schlicht begegneten mir die ersten beiden Storys, von denen ich gerne viel mehr gelesen hätte. Das jeweilige Grundthema der beiden Geschichten würde jede für sich Möglichkeiten für längere Romane, oder soagr Serien hergeben. Wobei gewisse Dinge in „Symbiose“ mich doch sehr an VENOM aus SPIDER-MAN erinnerten.

    „Die Anstalt“ von Markus Niebios und „Portrait eines sterbenden Mannes“ von Christian Stobbe sind wieder recht nah an den Altmeister angelehnt, wobei sich Niebios eher auf den Wahnsinn und Stobbe auf die Art und Weise der Erzählung beziehen.

    Die letzten drei Geschichten, „Der Journalist“ von Sascha Erni, „Das Erbe“ von Robin Haseler und „Der Veränderte“ von Tomi Bader, gehen ohne große Umschweife sofort auf das Titelthema des Buches ein,

    Nach dreizehn Geschichten, lässt mich die Anthologie ein wenig mit gemischten Gefühlen zurück.

    Auf der einen Seite findet man das Titelthema „Metamorphosen“ in jeder Geschichte wieder, auf der anderen Seite sind sie mir teilweise ein wenig zu weit von den Spuren Lovecrafts entfernt gewesen.

    Nun kann man bei einem solchen Buch nicht erwarten, das einem jede Geschichte gleich gut gefällt und ich denke das jeder Lovecraft-Fan hier auf die eine oder andere Story stoßen wird die ihm subjektiv zusagt.

    In dieser Reihe sind bisher vier Bände erscheinen, der letzte 2019, und ich bin gespannt was „Die Klabauterkatze“ zu bieten haben wird.

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    Cover des Buches Austrian Superheroes #22 (ISBN: 9783903293052)

    Bewertung zu "Austrian Superheroes #22" von Harald Havas

    Austrian Superheroes #22
    LukeDanesvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die „Neuen Wiener Wächter“ sind nicht mehr.
    Teil des Paperback #4

    Die „Neuen Wiener Wächter“ sind nicht mehr.

    Nachdem sich alles aufgeklärt hat und der Schuldige hinter den ganzen Irrungen und Wirrungen der ersten sechszehn Hefte dingfest gemacht werden konnte, besser gesagt – er sich selbst hat durch den Basilisken umbringen lassen, trennten sich die Wege von Captain Austria Junior, Donauweibchen, Bürokrat und Lady Heumarkt. Zu groß ist die Kluft, welche der letzte Kampf mit dem Endgegner hinterlassen hat. Wer es ist? Findet es selbst heraus, denn ich möchte nicht spoilern.

    Während Lady Heumarkt und der Bürokrat versuchen Recht und Gesetz als Duo in Wien weiter am Leben zu erhalten, wird Kurt, aka. Captain Austria Junior, vor den Rat der Captains berufen um über den finalen Kampf Bericht zu erstatten. Doch ist Kurt dies nicht wirklich Recht, denn er lehnt momentan alles ab, was ihn zu Captain Austria werden lässt, oder zumindest weigert er sich die Technik von Socrates weiter zu benutzen.

    Es gibt viel Neues zu entdecken, denn der vierte Paperback mit dem Titel „Dunkle Verstrickungen“ kann nicht nur damit aufwarten, dass Lady Heumarkt sich eine neues Kostüm zulegt und sich von nun an Furie nennt. Auch die Gruppendynamik der „Neuen Wiener Wächter“ wird extrem strapaziert, denn der Verrat eines ihrer Mitglieder wiegt nach wie vor schwer.

    Auch wirkt die ganzen Sache, das Kurt nicht mehr Captain Austria sein will und ab und an Nemo genannt wird, ein wenig an die Storyline in der Steve Rogers den Namen Captain America ablegte um sich als Nomad in den USA herumzutreiben. Das aber nur am Rande erwähnt.

    Damit wäre dann auch das vierte Jahr der Superheldenserie abgeschlossen und man darf gespannt erwarten, was das fünfte Jahr zu bieten hat.

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    Cover des Buches Austrian Superheroes #21 (ISBN: 9783903293045)

    Bewertung zu "Austrian Superheroes #21" von Harald Havas

    Austrian Superheroes #21
    LukeDanesvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die „Neuen Wiener Wächter“ sind nicht mehr.
    Teil des Paperback #4

    Die „Neuen Wiener Wächter“ sind nicht mehr.

    Nachdem sich alles aufgeklärt hat und der Schuldige hinter den ganzen Irrungen und Wirrungen der ersten sechszehn Hefte dingfest gemacht werden konnte, besser gesagt – er sich selbst hat durch den Basilisken umbringen lassen, trennten sich die Wege von Captain Austria Junior, Donauweibchen, Bürokrat und Lady Heumarkt. Zu groß ist die Kluft, welche der letzte Kampf mit dem Endgegner hinterlassen hat. Wer es ist? Findet es selbst heraus, denn ich möchte nicht spoilern.

    Während Lady Heumarkt und der Bürokrat versuchen Recht und Gesetz als Duo in Wien weiter am Leben zu erhalten, wird Kurt, aka. Captain Austria Junior, vor den Rat der Captains berufen um über den finalen Kampf Bericht zu erstatten. Doch ist Kurt dies nicht wirklich Recht, denn er lehnt momentan alles ab, was ihn zu Captain Austria werden lässt, oder zumindest weigert er sich die Technik von Socrates weiter zu benutzen.

    Es gibt viel Neues zu entdecken, denn der vierte Paperback mit dem Titel „Dunkle Verstrickungen“ kann nicht nur damit aufwarten, dass Lady Heumarkt sich eine neues Kostüm zulegt und sich von nun an Furie nennt. Auch die Gruppendynamik der „Neuen Wiener Wächter“ wird extrem strapaziert, denn der Verrat eines ihrer Mitglieder wiegt nach wie vor schwer.

    Auch wirkt die ganzen Sache, das Kurt nicht mehr Captain Austria sein will und ab und an Nemo genannt wird, ein wenig an die Storyline in der Steve Rogers den Namen Captain America ablegte um sich als Nomad in den USA herumzutreiben. Das aber nur am Rande erwähnt.

    Damit wäre dann auch das vierte Jahr der Superheldenserie abgeschlossen und man darf gespannt erwarten, was das fünfte Jahr zu bieten hat.

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    Cover des Buches Austrian Superheroes #20 (ISBN: 9783903293038)

    Bewertung zu "Austrian Superheroes #20" von Harald Havas

    Austrian Superheroes #20
    LukeDanesvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die „Neuen Wiener Wächter“ sind nicht mehr.
    Teil des Paperback #4

    Die „Neuen Wiener Wächter“ sind nicht mehr.

    Nachdem sich alles aufgeklärt hat und der Schuldige hinter den ganzen Irrungen und Wirrungen der ersten sechszehn Hefte dingfest gemacht werden konnte, besser gesagt – er sich selbst hat durch den Basilisken umbringen lassen, trennten sich die Wege von Captain Austria Junior, Donauweibchen, Bürokrat und Lady Heumarkt. Zu groß ist die Kluft, welche der letzte Kampf mit dem Endgegner hinterlassen hat. Wer es ist? Findet es selbst heraus, denn ich möchte nicht spoilern.

    Während Lady Heumarkt und der Bürokrat versuchen Recht und Gesetz als Duo in Wien weiter am Leben zu erhalten, wird Kurt, aka. Captain Austria Junior, vor den Rat der Captains berufen um über den finalen Kampf Bericht zu erstatten. Doch ist Kurt dies nicht wirklich Recht, denn er lehnt momentan alles ab, was ihn zu Captain Austria werden lässt, oder zumindest weigert er sich die Technik von Socrates weiter zu benutzen.

    Es gibt viel Neues zu entdecken, denn der vierte Paperback mit dem Titel „Dunkle Verstrickungen“ kann nicht nur damit aufwarten, dass Lady Heumarkt sich eine neues Kostüm zulegt und sich von nun an Furie nennt. Auch die Gruppendynamik der „Neuen Wiener Wächter“ wird extrem strapaziert, denn der Verrat eines ihrer Mitglieder wiegt nach wie vor schwer.

    Auch wirkt die ganzen Sache, das Kurt nicht mehr Captain Austria sein will und ab und an Nemo genannt wird, ein wenig an die Storyline in der Steve Rogers den Namen Captain America ablegte um sich als Nomad in den USA herumzutreiben. Das aber nur am Rande erwähnt.

    Damit wäre dann auch das vierte Jahr der Superheldenserie abgeschlossen und man darf gespannt erwarten, was das fünfte Jahr zu bieten hat.

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