Madame_Klappentext

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    Cover des Buches Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters9783458177920

    Bewertung zu "Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters" von Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters
    Madame_Klappentextvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Fantasievoll und voller überraschender Wendungen. Ein toller Auftakt.
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    Cover des Buches Marianengraben9783847900429

    Bewertung zu "Marianengraben" von Jasmin Schreiber

    Marianengraben
    Madame_Klappentextvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Was für eine grandiose Sprache und noch dazu so toll gezeichnete Charaktere. Ich liebe es!
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    Cover des Buches Das Beste kommt noch9783644406452

    Bewertung zu "Das Beste kommt noch" von Richard Roper

    Das Beste kommt noch
    Madame_Klappentextvor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch über Einsamkeit und trotzdem so leicht und schön.
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    Cover des Buches Das Tor9783453320468

    Bewertung zu "Das Tor" von Basma Abdel Aziz

    Das Tor
    Madame_Klappentextvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: An den distanzierten Stil muss man sich gewöhnen, aber ein großartiges Thema.
    Eine Dystopie, die leider viel zu aktuell ist

    Inhalt: In einem Land im Nahen Osten wird das Leben der Bevölkerung seit geraumer Zeit vom Tor bestimmt. Für fast alle Dinge des täglichen Lebens braucht man eine Genehmigung vom Tor, nur niemand weiß wie lange es dauert, bis man sein gewünschtes Dokument in Händen hält. Die Warteschlange vorm Tor wird länger und länger und niemand weiß, wann das Tor wieder seine Pforte öffnet. Wie verändert sich eine Gesellschaft, deren Leben von Genehmigungen und Dekreten abhängt?

    Leseeindruck: Schon allein die Kombination einer Dystopie mit dem Schauplatz des arabischen Raums, hat mich angesprochen. Geht es doch um Meinungsfreiheit in einem autoritären System. Wieviel Systemkritik steckt wohl in solch einem Roman? Sehr viel.
    Alle versuchen sich mit den neuen Regeln zu arrangieren, obwohl dies immer schwieriger wird, da ständig neue Bestimmungen hinzu kommen. Auch als Leser versteht man erst nach und nach das Ausmaß der Gesetze, obwohl man schnell die Willkür dahinter erkennt. Stück für Stück lernt man die Protagonisten kennen und merkt welch unterschiedliche Charaktere in der Warteschlange aufeinandertreffen und was sie verbindet: Niemand ist gerne Teil der Warteschlange, aber alle wissen, dass es ohne nicht geht. Man trifft auf einen Verfechter des Regims, auf religiöse Fundamentalisten, auf eine Lehrerin, die einfach ehrlich war, eine Mutter, die um die Gesundheit ihrer Kinder kämpft und einen jungen Mann, der eine Genehmigung für eine lebensrettende Operation braucht. Yahya ist sozusagen der Mittelpunkt des Geschehens, alle Figuren lernt man mehr oder weniger durch sein Schicksal kennen. Gerade an seiner Figur wird die Absurdität des Tores und dessen Macht immer deutlicher. Schritt für Schritt entfaltet sich das autoritäre System. Eine Verordnung wird durch die nächste ersetzt, ohne das man dafür nachvollziehbare Gründe erkennen kann. Obwohl das Regime hinter dem Tor immer willkürlicher handelt, steigt auch die Normalität. Das Warten in der Schlage gehört nun für viele einfach zum Alltag. Es hat mich wirklich erschreckt, wie schnell ein totalitäres Regime zur Gewohnheit werden kann.
    Der Erzählstil ist sehr nüchtern und distanziert, außerdem strotzt er nur so vor Verallgemeinerungen. Man erfährt nur von „den schändlichen Ereignissen“ ohne genau zu wissen, worum es sich handelt, außer, dass das Tor alle Informationen darüber kontrollieren will. Es wird von „dem Scheich“, „dem Direktor“ oder auch von „der Frau“ gesprochen. Viele Protagonisten bekommen kein eigenes Gesicht. Damit schützt sich die Autorin sicher davor angegriffen zu werden, da sie so wenige Dinge genau benennt. Ich brauchte allerdings einige Seiten, um mich an diesen eigenwilligen Stil zu gewöhnen.

    Lieblingsnebencharakter: Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und doch hatte ich bei keinem ein klares Bild vor Augen, da man recht wenig individuelles über die einzelnen Figuren erfährt. Am meisten berührt hat mich das Schicksal von Umm Mabrouk und ihren Kindern. Sie kämpft auf ihre ganz eigene Weise, indem sie einen neuen Alltag im Umfeld der Warteschlange kreiert. Außerdem gehört sie zu den wenigen, bei denen sich in meiner Fantasie ein Bild von ihr gebildet hat.

    Fazit: Eine erschreckend zeitlose und gleichzeitig aktuelle Dystopie über das Leben in einem Überwachungsstaat. Der nüchterne Stil und verschachtelte Aufbau sind zwar anstrengend, aber trotzdem ist das Buch sehr lesenswert. Wer sich darauf einlässt, wird ganz besondere Lesestunden haben.

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    Cover des Buches Wie uns die Liebe fand9783426307403

    Bewertung zu "Wie uns die Liebe fand" von Claire Stihlé

    Wie uns die Liebe fand
    Madame_Klappentextvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Mit unterhaltsamen Elementen, aber leider zu oberflächlich. Erst das letzte Drittel konnte bei mir punkten.
    Kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch

    Inhalt: Madame Nan hat vier Töchter und ist mittlerweile 92 Jahre alt. Sie blickt zurück auf ihr Leben in einem beschaulichen Dorf im Elsass. Im Zentrum stehen die 70er Jahre, da die älteste Tochter Marie in dieser Zeit die Liebesbome ins Dorf brachte und damit allen den Kopf verdrehte.


    Leseeindruck: Madame Nan erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, ist schlagfertig,witzig und ist man merkt schon wie wichtig die Famile in ihrem Leben war. Genau dieses Bodenständige und Leichte gefällt mir an der Geschichte.
    Kurzweilige Unterhaltung muss nichts schlechtes sein und man darf nicht immer psychologischen Tiefgang erwarten. „Wie uns die Liebe fand“ ist aber leider an zu vielen Stellen einfach nur oberflächlich. Die Töchter werden gerade zu Beginn auf ihre äußerlichen Reize und sexuelle Anziehungskraft reduziert. Überhaupt philosophiert Madame sehr gern über die Bettgeschichten ihrer Töchter oder Dorfbewohner. Als sich dann die Liebesbomen noch als Vodookunst rausstellen, die ausnahmslos funktioniert und von keinem hinterfragt wird, war ich kurz davor abzubrechen. Ich habe wirklich nichts gegen seichte Unterhaltung, aber nachvollziehbar sollte es schon sein.
    Zum Glück habe ich durchgehalten, denn das letzte Drittel der Geschichte stimmte mich wieder etwas positiver. Hier geht es in erster Linie um die wechselvolle deutsch-französische Geschichte des Elsass und die persönlichen Schicksale Madame Nans und ihres Nachbarn Monsieur Boberschram. Während die Geschichte zu Beginn lediglich von einer skurrilen Szene zur nächsten führt, kommt im letzten Drittel Spannung auf, denn es gilt einem alten Geheimnis auf die Spur zu kommen.
    Sowohl Madame Nan als auch Monsieur Boberschram machen endlich eine charakterliche Entwicklungen durch.
    Mit dem unausgewogen Verhältnis zwischen Klamauk und Ernsthaftigkeit verspielt die Autorin das Potential der Geschichte.
    Außerdem hätte man die elsässischen Rezepte am Ende des Buches gut und gerne als Kapitelbeginn oder ähnliches an die passende Stelle im Buch integrieren können. So gehen sie in meinen Augen unter.


    Lieblingsnebencharakter: Dieses Buch strotzt nur so vor komischen, aber auch liebenswerten Charakteren. Alle haben irgendwie einen mehr oder weniger sympathischen Knall. Da möchte ich niemanden hervorheben. Ganz im Gegensatz zu den Figuren der 70er stehen die Charaktere der Vergangenheit, also der 1940er ganz nüchtern da. Ihnen fehlt das Verrückte und Bunte, da sie mit den Schicksalsschlägen ihrer Zeit zu kämpfen haben. Da mir die Rückblenden so gut gefallen haben, seien hier Nans Eltern erwähnt. Sie standen für ihre Prinzipien ein und das sollte gewürdigt werden.


    Fazit: Alles dreht sich um die Liebe in diesem Buch. Manchmal emotional, leider viel zu oft überdreht und kurios, aber immer mit elsässer Charme. Trotzdem ist für kurzweilige Unterhaltung gesorgt, wenn man nicht nachdenken will und etwas zum schmunzeln braucht. Wenn man die Story nicht zu ernst nimmt, hat man auch seinen Spaß mit den verrückten Figuren.

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    Cover des Buches American Dirt9783499276828

    Bewertung zu "American Dirt" von Jeanine Cummins

    American Dirt
    Madame_Klappentextvor einem Monat
    Kurzmeinung: Das Potetial der spannenden Ausgangssituation wird nicht ausgeschöpft. Trotz berührender Geschichten ist die Story leider auch langatmig.
    Ein wichtiges Thema, leider oberflächlich umgesetzt

    Inhalt: Lydia verliert bei einem Kartellangriff auf ihre Familie fast alle wichtigen Menschen in ihrem Leben. Einzig ihr Sohn Luca bleibt unverletzt. Jetzt müssen beide ihr gewohntes Leben hinter sich lassen und die Reise aus Mexiko gen Norden antreten, um in den USA Sicherheit zu finden. Dafür müssen sie eine gefährliche Reise voller Gefahren und Entbehrungen auf sich nehmen.

    Leseeindruck: Die Geschichte beginnt sofort rasant und voller Action, so dass die Spannung gleich recht hoch ist. Leider kann dieses hohe Niveau nicht über den gesamten Roman gehalten werden. Man spürt zwar die Gefahr, in der sich Lydia und Luca befinden, stumpft aber auch gleichzeitig dagegen ab, weil sie einfach immer in Gefahr sind. Noch dazu ist der Stil recht langatmig, denn anstelle einer aufregenden Flucht, bremsen die ausufernden Beschreibungen und besonders Aufzählungen das Geschehen. Ich glaube 200 Seiten weniger hätten der Story nicht geschadet.
    Die Story an sich hat mir gut gefallen und es ist auch wichtig, dass Migrantengeschichten Raum bekommen, um auf deren Situation aufmerksam zu machen. So vieles war mir vorm Lesen überhaupt nicht bewusst: die Straßensperren, die es überall gibt, der Güterzug „la bestia“ als einzige Möglichkeit der Fortbewegung oder auch die Willkür der verschiedensten Staatsbeamten. Es hat mich erschreckt zu sehen, wie ausgeliefert die Menschen doch sind, da es kaum möglich ist, das eigene Schicksal in der Hand zu behalten. Genau diese Einzelschicksale sind es auch, die mich bewogen haben, das Buch bis zum Ende zu lesen. Es sind Menschen, die es verdient haben, gehört zu werden. Dabei reicht das Spektrum von Studenten, jungen Mädchen, die vor Gewalt fliehen bis hin zu Arbeitern, die einfach mal auf „Heimaturlaub“ waren, und eben Lydia und Luca, die vor einem Kartell fliehen. Der Focus liegt durchweg auf den Migranten und da besonders auf Lydia. Die Perspektive der Kartelle oder auch Schlepper bleibt dabei völlig außen vor. Auf der einen Seite ist diese Gewichtung nachvollziehbar, andererseits hätte eine zusätzliche Sichtweise für Spannungspunkte sorgen können. Wie nah ist das Kartell an Lydia dran? Welche Kontakte werden im Hintergrund geknüpft, um an Lydia heranzukommen?
    Mir ist bewusst, dass das Thema vielschichtig und komplex ist, allerdings will die Autorin zu viel. Dabei kratzt sie zwangsweise nur an der Oberfläche der Probleme und was mich noch mehr gestört hat: Es werden unglaublich viele Klischees bedient. Da reicht ein vermeintlich schöngeistiger Kartellboss nicht aus, um charakterliche Tiefe herzustellen. Ganz im Gegenteil. Gerade Javiers Figur wirkt sehr konstruiert. Die charakterlichen Entwicklungen sind alle sehr vorhersehbar, was wiederum schlecht für die Spannung ist. Einzig El Chacals Charakter zeigt ein wenig Facetten und bedient nicht ausschließlich Klischees.
    Die Autorin hat Mut bewiesen, dass sie sich diesem schwierigen und emotional aufgeladenem Thema gewidmet hat. Etwas von diesem Mut hätte sie in die Entwicklung der Story stecken können. Es passiert einfach zu wenig Unvorhergesehenes.

    Lieblingsnebencharakter: Lydia und Luca lernen auf ihrer Reise viele sympathische, zwielichtige aber auch aufrichtige Charaktere kennen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir Beto. Ein Junge, der ganz auf sich allein gestellt ist und sich gern hinter seinem Selbstbewusstsein versteckt. Er ist einer der wenigen Charaktere, dessen Schicksal berührt und eben auch überrascht.

    Fazit: Ein Buch über den Mut der Verzweiflung und den Weg in die vermeintliche Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika. Migranten stehen mit ihren individuellen Schicksalen und nicht als anonyme Masse im Mittelpunkt der Geschichte. Leider fehlt es der guten Ausgangssituation an Tiefgang. Trotzdem ist es solide Unterhaltung zu einem wichtigen Thema.

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    Cover des Buches Fuchs 89783630876207

    Bewertung zu "Fuchs 8" von George Saunders

    Fuchs 8
    Madame_Klappentextvor einem Monat
    Kurzmeinung: Witzig, bedrückend, weise, grausam und doch soooo unglaublich gut. Ein Buch voller Wahrheiten.
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    Cover des Buches Hawaii9783446265868

    Bewertung zu "Hawaii" von Cihan Acar

    Hawaii
    Madame_Klappentextvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr intensive Leseerfahrung über ein Millieu abseits der gesellschaftlichen Mitte. Aber was ist das überhaupt genau?
    Schonungsloses Abbild einer Identitätssuche

    Inhalt: Kemal war einmal Profifussballer in der türkischen Liga und lebt jetzt wieder in der alten Heimat Heilbronn – im Stadtteil Hawaii, wo er versucht wieder Anschluss und einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Aber wer ist er überhaupt? Ein Fußballer, ein Türke, ein Arbeitsloser oder doch einfach nur Kemal, der glücklich sein will?

    Leseeindruck: Ich gebe zu, dass ich das Buch wegen seines Covers und dem großen Aufdruck „Hawaii“ in die Hand genommen habe, dann hat mich der Klappentext natürlich erstaunt, denn es geht um das von Industrie geprägte Viertel „Hawaii“ in Heilbronn, in dem nichts sonnig ist. Aber genau das, hat von Anfang an eine Faszination auf mich ausgeübt. Wer ist dieser Kemal und warum ist er kein Profifußballer mehr? Genau diese Fragen stellt sich Kemal auch, in den wenigen Tagen, die man ihn als Leser begleitet. Dabei ist es wirklich schwierig darauf eine Antwort zu finden. Immer wieder ist man versucht in Schubladen zu Denken: Da die Deutschen, dort die Türken. Da das Geld und dort die Armut. Da die Nazis und dort die Ausländer. Dabei besteht eine Gesellschaft aus so viel mehr und nicht nur schwarz-weiß. Kemal steht so oft zwischen den Stühlen und versucht es immer irgendwie allen Recht zu machen, denn er will doch einfach nur leben. Mich hat diese Millieustudie erschüttert, vielleicht auch, da ich bis jetzt selbst so wenig damit Berührung gekommen bin. Ich habe einen Platz, an den ich gehöre und dafür bin ich sehr dankbar. Ich bin aber auch Cihan Acar dankbar, dass der allen Kemals da draußen eine Stimme gibt und uns aufrüttelt nicht immer nur in Schubladen zu denken und den einzelnen Menschen eine Chance zu geben, ihre Geschichte zu erzählen. In jedem Fall ist der Roman schonungslos. In Kemals Umfeld herrscht Gewalt und nur wer Geld hat, ist auch wer. Natürlich spielt der Autor auch mit einer Menge Klischees, die er aber gekonnt nutzt, um beim Leser Erwartungen zu schüren, die dann nicht in allen Fällen bedient werden. So trifft man auf coole Gangs, versnobte Schnösel und krimminelle Pseudofreunde. Das alles erschafft ein sehr facettenreiches Abbild der Gesellschaft, in der Kemal sich bewegt mit vielen verschiedenen Charakteren. Von Kapitel zu Kapitel eskalieren die verschiedenen Konflikte immer mehr, bis es sich zum Ende hin im wahrsten Sinne des Wortes entlädt. Dieser Spannungsbogen ist wirklich toll umgesetzt. So will man es gar nicht mehr aus der Hand legen. Dabei kommt die Abwechslung nicht zu kurz, da es sowohl dramatisches, lustiges, verrücktes, brutales als auch skurriles zu lesen gibt.

    Lieblingsnebencharakter: An dieser Stelle möchte ich zwei Charaktere, wenn man auch ein Auto so nennen darf, erwähnen. Es ist einfach unmöglich eine Entscheidung zu treffen, da beide so wichtig für So mal sind. Zum einen ist da sein Kumpel Rainer, für ich neben Kemal der einzige, der keine vorgefasste Rolle erfüllt. Er ist ehrlich, loyal und ohne Hintergedanken für seinen Freund da, das muss man einfach würdigen. Zum anderen besitzt Kemal einen Jaguar, der mit ihm durch dick und dünn gegangen ist. Dieser Jaguar ist soviel mehr als nur ein Auto, denn er hilft Kemal seinen Platz im Leben zu finden. Nicht jeder wird verstehen, dass man eine emotionale Beziehung zu einem Auto haben kann, wer es aber tut, der wird auch verstehen, warum der Jaguar etwas ganz besonderes ist.

    Fazit: Ein Roman über die Frage nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft, die Rolle, die man einnehmen will, aber auch die Erwartungen, die andere auf einen selbst projizieren. Schubladendenken und Klischees werden genutzt um ein Millieu abseits der gesellschaftlichen Mitte zu beschreiben und regen gleichzeitig zum Nachdenken an. Ein ungewöhnliches Setting und verrückte Situationen machen aus einem ernsten Thema einen unterhaltsamen und doch leicht zu lesenden Roman. 

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    Cover des Buches Herzklappen von Johnson & Johnson9783518429174

    Bewertung zu "Herzklappen von Johnson & Johnson" von Valerie Fritsch

    Herzklappen von Johnson & Johnson
    Madame_Klappentextvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Jeder Satz ist pure Poesie, wenn auch das Thema schwer wiegt, lohnt sich die Lektüre
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    Cover des Buches Unsere glücklichen Tage9783328601104

    Bewertung zu "Unsere glücklichen Tage" von Julia Holbe

    Unsere glücklichen Tage
    Madame_Klappentextvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Will man den Roman mit einem Wort zusammenfassen, dann ist es: Drama. Trotz anstrengender Charaktere, eine mitreißende Story.
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