Maki7

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    Cover des Buches Gleis 4 (ISBN: 9783442748327)

    Bewertung zu "Gleis 4" von Franz Hohler

    Gleis 4
    Maki7vor 7 Monaten
    Cover des Buches Der Junge (ISBN: 9783442488124)

    Bewertung zu "Der Junge" von Alex Dahl

    Der Junge
    Maki7vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Fängt spannend an, wird aber ab der Mitte träge, langweilig und unglaubwürdig.
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    Cover des Buches Ein unmöglicher Mord (ISBN: 9783940258694)

    Bewertung zu "Ein unmöglicher Mord" von Rob Reef

    Ein unmöglicher Mord
    Maki7vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider nicht spannend.
    Stablefords 3. Fall

    Der Krimiautor John Stableford verbringt die Tage mit seiner Frau Harriet bei ihrem Vater in Upper Biggins, Yorkshire. Ihre Schwester Sarah sieht am Nachmittag einen Fremden im Garten, der offenbar herumgewühlt hat. Neugierig suchen John und Harriet die Stelle ab und finden einen, mit einem Nazikreuz versehenen Golfball, der sie auch in den Garten des benachbarten Anwesens führt. Hier gab es früher Mal einen Golfplatz, aber der wurde noch vor dem 1. Weltkrieg aufgegeben. 


    Sonderbar wird es als John am Abend einen Anruf von seinem Freund Percy Holmes erhält, der ihn zu einem Bankett auf dem benachbarten Anwesen, im Herrenhaus Annandale Grange einlädt, zufällig befindet sich Percy auch dort. 

    Sie folgen der Einladung. Am nächsten Tag soll ein Golfturnier stattfinden und sie lernen nun an diesem Bankett alle Beteiligten sowie die Familie des Hauses kennen. Unerwartet erleidet Sir Edmund einen Anfall, von dem nicht klar ist, ob es sich um natürlichen oder herbeigeführten Grund handelt und am nächsten Tag wird eine Person vor Johns Augen und während des Turniers ermordet. Wobei sich keiner erklären kann, wie das geschehen konnte und von wem. 

    Im Nachfolgenden sitzen John, Percy und Harriet im Drawing Room und verhören einen nach dem anderen, um herauszufinden wie der Mord geschehen konnte und wer ist der Mörder.

    Meinung:

    Der Krimi liest sich doch sehr zäh, es will einfach keine Spannung aufkommen. Und wenn es an Spannung fehlt, wird die Aufmerksamkeit auf andere Dinge gelenkt. Wie z.B. warum ein einziger Abend, relativ unspektakulär, in 8 Kapitel oder ein normales Gespräch in 2 Kapitel unterteilt wird. Die Kapitelaufteilung fand ich meist fragwürdig. 

    Auch warf Reef mit vielen Namen um sich, um Parallelen zu berühmten englischen Figuren zu ziehen. Mir schien es als will Reef mit seiner Belesenheit punkten, die meiner Meinung nach völlig deplatziert oder gar verwirrend war. Ich hab keinen Plan wer Ayesha, Ridder Haggards Herrscherin von Kor ist und weiss auch nicht wie ich die Parallele auf die Figur in der Geschichte ziehen soll. Der Einwurf von Poirot erinnerte mich aber daran, dass dieser Krimi stark die Serie Poirot kopiert, nur das John der Charme eines Hercules (Erkül) fehlt. 

    Und durch diesen Umstand, dass ich das Gefühl hatte, einen Krimi nach Schema F in den Händen zu halten, wusste ich auch bald nach dem Mord wer der Täter ist. Es ging nur noch darum, herauszufinden, ob ich recht habe und wann diese «Ermittler» draufkommen. Nervtötend, wenn die sonst so brillanten Hobbydetektive dieser Person konsequent aus dem Weg gehen und trotz ihrer Brillanz offensichtlich einfach nicht draufkommen wollen. Klar es geht darum, die Spannung zu halten, leider gelingt das schwer, wenn gar keine vorhanden ist. 

    Der skandalöse Fund, der Ball mit dem Hakenkreuz, hat im Grunde nichts mit der Geschichte zu tun. Der Klapptext ist sogar irreführend.

    Ich fand «Das Geheimnis von Benwick Castle» super, hab sogar gelobt, wie er es geschafft hat die Spannung aufzubauen und bis zum Schluss zu halten. Hier ist das Reef definitiv nicht gelungen. Dieser Krimi hat mich leider gar nicht überzeugt.

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    Cover des Buches Spiel der Zeit (ISBN: 9783453471344)

    Bewertung zu "Spiel der Zeit" von Jeffrey Archer

    Spiel der Zeit
    Maki7vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Vorhersehbare Handlung
    Teil 1 der Clifton-Sage

    Harry Clifton wächst als Sohn einer alleinerziehender Mutter in Bristol der 20-er Jahre auf. Sein Vater lebt nicht mehr, aber um seinen Tod ranken sich viele Geheimnisse. Die meiste Zeit verbringt der Junge lieber am Hafen als in der Schule und freundet sich dort mit Old Jack an, der für ihn zum Ersatzvater wird. Dank seiner begnadeten Stimme bekommt er die Gelegenheit, im Chor mitzusingen und damit verändert er auch das für ihn bestimmte Schicksal, mit 14 von der Schule abzugehen, um auch am Hafen zu arbeiten. Er darf auf eine Elite-Schule. Dort schliesst er mit Giles Barrington Freundschaft, ohne zu wissen, wie verstrickt die Beziehung zwischen ihren beiden Familien ist.

    Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven: Harry, seiner Mutter Maisie, Old Jack, Hugo Barrington sowie seines Sohnes Giles und seiner Tochter Emma.

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, das Buch liest sich flüssig. Wir befinden uns in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Archer ist es gut gelungen, die historischen Fakten in den Roman zu packen, ohne es grausam in die Länge zu ziehen. Es ist auch interessant, eine Situation aus mehreren Perspektiven zu betrachten, denn jedes Kapitel wird aus Sicht eines der Hauptcharaktere erzählt, allerdings kommen dabei auch zu viele Wiederholungen vor, so dass man in der eigentlichen Handlung sehr langsam vorwärts kommt. 

    Ich hab aufgrund der durchwegs positiven Bewertungen sehr viel mehr erwartet und wurde leider enttäuscht. 
    Da im Prolog bereits die Beziehung zwischen Maisie und Hugo beschrieben wird, gibt's keine Überraschungen. Die Handlung ist voraussehbar. Bei jedem Anfang eines Kapitels wusste ich schon, wohin es führt und wie es endet. Mir kam es auch immer wieder vor als hätt ich Harrys Geschichte schon unzählige Male gelesen. 

    Harry lernt man als kleines Kind kennen und schliesst ihn sofort ins Herz. Das hat der Autor auch getan. Beim Lesen wird klar, dass Archer selbst Harry und Maisie sehr mag. Harry schein einfach alles zu gelingen, stellen sich ihm Probleme in den Weg, werden sie rasch weggeräumt, er muss nie lange bangen und leiden. Genauso ist es mit Maisie. Auch bei ihr scheint einfach am Ende alles zu gelingen, die Lords verneigen sich geradezu vor ihr. Ich bezweifle, dass in der heutigen Zeit eine Frau mit ihrem Lebensweg so geachtet wäre, geschweige denn in den 20-er Jahren. Die Glaubwürdigkeit leidet sehr stark unter der emotionalen Bindung des Autors zu seinen Protagonisten. 

    Ich weiss nicht, ob ich den Rest der Bücher lesen werde. Für zwischendurch mal ist es ok, aber im Grunde weiss ich, dass es Seifenopermässig samt Happy End weitergeht. 

    Kommentare: 2
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    Cover des Buches Die Lieben der Melody Shee (ISBN: 9783257070231)

    Bewertung zu "Die Lieben der Melody Shee" von Donal Ryan

    Die Lieben der Melody Shee
    Maki7vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine packende Geschichte, die ab der Mitte leider den roten Faden verliert.
    Tagebuch einer Ehebrecherin in Irland

    In ihrer Ehe unglücklich, beginnt die Lehrerin Melody eine Affäre mit dem Traveller-Jungen, dem sie Lesen und Schreiben beibringen sollte. Nun ist sie schwanger. Ihr Mann ist ausgezogen. Ihr Tagebuch startet in der zwölften Woche. Wöchentlich führt sie Tagebuch, beschreibt ihren Alltag, die Emotionen einer Frau in deren Bauch ein Mensch heranwächst, eine betrügende Ehefrau im katholischen Irland zu sein. Sie blickt auf ihr Leben. So vieles ist schiefgelaufen. Die Gegenwart ist das Resultat der Fehler der Vergangenheit. 

    Mir ist es wunderbar gelungen in die Geschichte hineinzufinden, die Erzählweise hat mich sofort gepackt und in Melodys Gedanken- und Gefühlswelt hineingezogen.
    Ihre Geschichte ist sehr authentisch, kaum zu glauben, dass dieses Tagebuch von einem Mann geschrieben wurde.

    Offen und ehrlich beschreibt sie ihren Alltag, was sie denkt und fühlt. Die Beziehung zu ihrem Erzkatholischen Vater, der sie liebt und gleichzeitig den Bastard, die Todsünde, in ihr wachsen sieht. Sie blickt auf Ihr Leben, ihre gescheiterte Ehe, begangenen Fehler zurück. Sie fühlt sich immer mehr zu den Travellers hingezogen, hat nun eine neue Schülerin und da verliert sich die Geschichte.

    Melody verkommt zu einer Nebenfigur ihrer eigenen Geschichte und die Lücke wird nicht gefüllt. Wir sind mal hier, mal da. Das Band zwischen Leser und Melody wird gedehnt bis es nicht mehr vorhanden ist.
    Das ist mein zweites Buch von Ryan und wie auch in "Die Gesichter der Wahrheit" war ich auch bei diesem Buch am Ende enttäuscht. Auch hier hat er sich ab der Mitte verloren. Das Ende auch hier voll offener Fragen. Es ist kein Ende einer Geschichte, die Frau hat einfach aufgehört Tagebuch zu schreiben, auf all die Fragen als Leser gibt es keine Antwort mehr. Ich fand es sehr schade, dass nach dem tollen Anfang so ein übler Nachgeschmack blieb.

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    50
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    Cover des Buches Blaue Augen (ISBN: 9783423126779)

    Bewertung zu "Blaue Augen" von Thomas Hardy

    Blaue Augen
    Maki7vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Solide
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    Cover des Buches Die Kunst des klugen Handelns (ISBN: 9783446432055)

    Bewertung zu "Die Kunst des klugen Handelns" von Rolf Dobelli

    Die Kunst des klugen Handelns
    Maki7vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hype um Nichts.
    Hype um Nichts

    In kurzen Kapiteln von etwa 3 bis 4 Seiten gibt Dobelli Denkanstösse warum der Mensch wie handelt und warum er das besser lassen sollte.

    Während des Lesens habe ich zwar immer wieder gelacht, aber mich auch permanent gefragt, wer ist eigentlich die Zielgruppe dieses Buchs?
    Wie am Ende von anderen empfohlen, ist es wohl tatsächlich eher für CEOs.


    Wenn man schon mal was in dem Bereich gelesen hat, dann ist alles bekannt und bereits sehr viel besser beschrieben und auf die Spezies Mensch ausgerichtet. Für den homo oeconomicus werden hier je Kapitel ein paar kurze Beispiele, mit vielen Statistiken, die für ein Individuum so schön nichtssagend sind und seinem genauso kurzem Fazit dargelegt. Die Beispiele sind meist von anderen Autoren und Forschern.

    Manche Kapitel haben mich auch geärgert, wie z.B. Freiwilligenarbeit ist nur was für Stars, man sollte besser Geld spenden. Oder auch, dass er Autor Menschen, die behaupten aus einer Krise gestärkt herausgekommen zu sein für Selbsttäuscher oder gar Lügner hält. Ihm kommt gar nicht in den Sinn, dass es möglich wäre, dass man im Falle einer Krise die Prioritäten neu ordnet und damit doch glücklich ist ohne den betrügenden Ehemann, Villa und Porsche oder gar aus den Fehlern, die zur Krise geführt haben lernt und tatsächlich dann stärker dasteht.

    Ich versteh den Hype um dieses Buch nicht. Es ist zwar kurzweilig und hat durchaus lustige Stellen, aber um das eigene Handeln tatsächlich zu ändern, unbrauchbar. Teilweise kontraproduktiv.

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    27
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    Cover des Buches Gevatter Tod (ISBN: 9783492285049)

    Bewertung zu "Gevatter Tod" von Terry Pratchett

    Gevatter Tod
    Maki7vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderbar und humorvoll.
    Lehrling des Todes


    Der kleine Mort hat zwei linke Knie und ein paar Ellbogen und ist auch noch zu wissbegierig. Wird schwierig, aus ihm irgendwas zu machen. Er sollte in die Lehre gehen, doch Mort weiss selbst nicht, was er werden will. Schreiner scheint ihm ungeeignet, Holz ist ihm zu widerspenstig und die Diebeszunft ist auch keine gute Idee, der Ort ist zu Arm, um sich einen Dieb leisten zu können.
    Den ganzen Tag steht der Junge - Mort - da, keiner will ihn haben. Bis um punkt Mitternacht der Tod vorbeikommt und ihn in die Lehre nimmt.

    Fortan begleitet er den Tod bei der Ausübung seiner Pflichten. Aber auch der Tod braucht mal frei und übergibt die Pflicht seinem Lehrling und so kommt es, dass er die Prinzessin Kali, in die er sich verliebt hat, am Leben lässt und stattdessen den Attentäter mitnimmt. Das war keine gute Idee, denn das Schicksal ist schon geschrieben und sehr viele Schicksale sind auf den Tod der Prinzessin abgestimmt. Alles gerät aus den Fugen.
    *
    Auf dieses Buch bin ich schon vor langer Zeit beim Stöbern aufmerksam geworden, bin aber erst jetzt dazu gekommen, es zu lesen. Gleich nach den ersten paar Seiten hab ich gemerkt, ich hab eine Wissenslücke was die Scheibenwelt betrifft. Tatsächlich ist es sein vierter Roman über die Scheibenwelt und am Anfang war ich schon etwas überfordert. 
     
    Die Charakere haben mich allesamt überzeugt. Das Buch ist voll von Sarkasmus und wunderbaren Humor und regt auch gleichzeitig zum Nachdenken an. Ab der Mitte wird es etwas träge, da der Tod eine Pause einlegt, damit auch der Humor. Aber zum Glück ist seine Pause dann auch mal zu Ende.
     
    Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch und auch nicht mein letztes vom Autor.

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    48
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    Cover des Buches Toter Himmel (ISBN: 9783426517475)

    Bewertung zu "Toter Himmel" von Gilly Macmillan

    Toter Himmel
    Maki7vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Es ist ein sehr guter Roman, Rachels Geschichte ist sehr mitreissend. Aber es ist kein Thriller.
    Sehr guter Roman, aber kein Thriller


    Ein ganz normaler Sonntagnachmittag, Rachel ist mit ihrem 8-jährigen und dem Hund, wie schon oft, im Wald unterwegs. Der kleine Ben will zur Schaukel vorausspringen, sie lässt ihn, das macht ihn sicher stolz, selbständiger zu sein.

    Als sie bei der Lichtung ankommt, sieht sie nur die Schaukel wippen, von Ben und Hund keine Spur. Zunächst denkt sie, er versteckt sich und will sie erschrecken, doch dann realisiert sie, er ist weg.
    *

    Die Geschichte hat mich gleich von Anfang an gepackt. Eine ganz normale, vertraute, alltägliche Situation verändert von einer Minute auf die andere das ganze Leben. Als Mutter will man den eigenen Sprössling, auch wenn er zwei Köpfe grösser ist, an die Hand nehmen und nicht mehr loslassen.

    Als wäre Bens Verschwinden nicht schon schlimm genug, ist die Presse nur auf Sensation aus und jeder Looser kann via Social Media seinen Frust über das eigene Versagen an anderen auslassen. Rachel hat nicht nur ihren Sohn verloren sondern wird als Rabenmutter an den Pranger gestellt.
     

    Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Rachels Sicht und des Ermittels Jim. Mit Ausschnitten aus Blogbeiträgen, Kommentaren, Zeitungsartikeln und der Einschätzung von Jims Psychiaterin. 

    Die Autorin hat Rachels Geschichte grossartig erzählt. Es ist sehr emotional ohne langweilig oder kitschig zu werden.
    Die Auszüge der öffentlichen Meinung fand ich auch gut, es ist leider die heutige Realität und zeigt, wie krank die Gesellschaft geworden ist.

    Den Ermittlerteil fand ich leider nicht gelungen. Nach der Hälfte des Buches hab ich mich gefragt, wann denn dieser Ermittler mal anfangen will, ordentlich zu ermitteln oder hat er vergessen, dass da ein Junge verschwunden ist.
    Natürlich ist die ganze Bristoler Polizei auf der Suche nach Ben, nur in Jims Erzählung geht es hauptsächlich um ihn und seine persönlichen Probleme, der Fall ist eher ein Lückenfüller.
     
    Erst gegen Ende wird es spannend und dann ist der Fall auch schon gelöst.
     
    Nach der letzten Seite sind sehr viele Fragen offen, auch die, weshalb denn genau Jim ein Problem im Bezug auf diesen Fall hat und in Therapie ist? Jims Seite hat die Autorin leider ungenügend umgesetzt.

    Es ist ein sehr guter Roman, Rachels Geschichte ist sehr mitreissend und nachvollziehbar und dafür würde ich ihr fünf Sterne geben. Aber es ist kein Thriller. Dieses Genre beherrscht die Autorin meiner Meinung nach leider nicht.

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    59
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    Cover des Buches Fashion Victim (ISBN: 9783492309714)

    Bewertung zu "Fashion Victim" von Corrie Jackson

    Fashion Victim
    Maki7vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Was den Spannungseffekt dieses Buchs betrifft, ist es ein guter Krimi. Die Zeichnung der Charaktere könnte definitiv besser sein.
    Solider Krimi mit Potential


    Die Journalistin vom London Herald - Sophie Kent - ist an einem Tatort. Schon wieder wurde ein Jugendlicher getötet. Auf der Suche nach Hintergrundinformation kommt sie mit dem Model Natalia ins Gespräch. Diese wird offensichtlich misshandelt und Sophie bietet ihr ihre Hilfe an.
    Natalia trifft sich mit ihr, will jedoch keine Namen nennen. Kurz darauf erhält Sophie eine SMS: Rose Hotel. Zimmer 538. Sie ist tot.
    Auf eigene Faust sucht Sophie den Mörder von Natalia.
    *
    Die Autorin schafft es sehr schnell Spannung aufzubauen und bis zum Ende durchzuziehen, es wird nie langweilig und geht rasant in der Geschicht vorwärts. Sophie setzt glaubwürdig ein Puzzlestück nach dem anderen zusammen.

    Die Protagonisten konnten mich leider nicht überzeugen. Sophie ist natürlich eine junge, hübsche, intelligente Frau aus reichem Hause, die auf eigenen Beinen steht und in Tausend-Pfund-Anzügen rumläuft. Ich bezweifle stark, dass man als Journalistin wirklich so viel Geld verdient, um sich all das zu leisten, was Sophie hat. Natürlich belastet sie etwas aus der Vergangenheit, das ihre Gegenwart erschwert, in diesem Fall der tote, drogenabhängige Bruder. Dieser Gejammer war dann auch etwas zu viel des Guten. Das macht den Charakter so vorhersehbar und langweilig.

    Die anderen Charaktere kommen leider überhaupt nicht zur Geltung. Die Geschichte wird aus Sophies Ich-Perspektive erzählt und sehr viele Menschen kommen in ihrer Erzählung vor, aber kurz. Einen Bezug kann man zu keinem wirklich aufbauen. Nicht mal zu Sophie. 

    Man muss sich auch immer wieder daran erinnern, dass Sophie eine Journalistin und keine Ermittlerin ist und stellt sich permanent die Frage, warum ist sie eigentlich nicht zur Polizei ist, schliesslich ist sie als Ermittlerin ja offenbar besser. Auch der Einblick hinter die Kullissen der Modeinsdustrie wurde hier nicht geliefert. Es ist eher Boulevardwissen.

    Was den Spannungseffekt dieses Buchs betrifft, ist es ein guter Krimi. Die Zeichnung der Charaktere könnte definitiv besser sein.

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