MartinaSchein

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Aufbruch aus Atlantis (ISBN: B07LG8J46N)

    Bewertung zu "Aufbruch aus Atlantis" von Klaus Seibel

    Aufbruch aus Atlantis
    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender und mitreißender Auftakt der neuen Staffel um die alte und neue Menschheit
    Spannender und mitreißender Auftakt der neuen Staffel um die alte und neue Menschheit

    Klaus Seibel ist aufs Neue eine packende Fortsetzung der Lantis-Saga gelungen. Das eBook habe ich innerhalb von 24 Stunden ausgelesen. Jede einzelne Seite war ein Genuss.
    Sicherlich kann man bei diesem Band in die Serie einstiegen, doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer besser ist, wenn man am Anfang beginnt. Vor allen Dingen beschert es einem viele Stunden unterhaltsames Lesevergnügen.

    In dem Buch wird uns wieder sehr schön vor Augen geführt, dass wir Menschen zwar rasch lernen, Techniken zu beherrschen, doch die Reife, damit verantwortungsbewusst umzugehen, fehlt uns ganz entschieden. Das beschreibt nicht nur der Autor sehr gut, wir erleben es im täglichen Leben immer wieder. Für viele Menschen zählen lediglich Macht und Profit.
    Auch erfahren wir es immer wieder, dass viele Staaten meinen, sich nur dann an Recht und Gesetz halten zu müssen, wenn es den eigenen Interessen dient. Ansonsten wird es auf Teufel komm raus gebeugt und gebrochen.
    Klaus Seibel hat auch in diesem Band wieder einen sehr schönen Bezug zur Realität und den aktuellen Verhältnissen geschaffen.

    Sollte bei Korgh wirklich die Wandlung vom Saulus zum Paulus gelappt haben? Na ja, mit gewissen Abstrichen - vielleicht. Ich bin gespannt, ob er der dunklen Seite der Macht auf Dauer widerstehen kann.

    Anne erfährt in diesem Buch auf schmerzliche Art und Weise, dass es besser ist, seinen Freunden zu vertrauen, als Alleingänge zu starten. Bei dieser Protagonisin merkt man hier sehr gut, dass jemand noch so intelligent sein kann, er bzw. sie dennoch nicht davor gefeit ist, dumme Entscheidungen zu treffen. Das macht sie wiederum sehr ›menschlich‹.

    Xeeh ist ein ausgesprochen faszinierendes Lebewesen. Eine solche Amazone hätte ich auch ab und zu gerne an meiner Seite. Vor allem gefällt mir ihre Denkweise, die der meinen teilweise sehr nahe kommt. Der Autor beschreibt sehr anschaulich, was mit entsprechender Optimierung alles möglich ist. Die Lantis haben diese Methode wirklich perfektioniert. Ich hoffe, dass er dieser Figur auch in kommenden Bänden Raum gibt.

    Wie alle Bücher dieses Autors, zeichnet auch dieses wieder die gekonnt eingesetzte Dramaturgie sowie den fesselnden und flüssigen Schreibstil aus.

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    Cover des Buches Erbarmungslos: Thriller (ISBN: 9783961521555)

    Bewertung zu "Erbarmungslos: Thriller" von Heidrun Bücker

    Erbarmungslos: Thriller
    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Erbarmungslose Jagd auf die Bösewichte mit ebensolcher Spannung
    Wieder ein Straßenfeger par excellence

    Auch dieser Thriller von Heidrun Bücker gehört wieder zu denen, die man am liebsten überhaupt nicht aus der Hand legt. Das nur zu aktuelle Thema (ich gehe nicht näher darauf ein, da ich nicht spoilern möchte) von erschütternder Brisanz wie auch der packende, fesselnde und flüssige Stil der Autorin garantieren atemberaubende Spannung und kurzweiliges Lesevergnügen. Trotz allen Wirren und der nicht unerheblichen Arbeit der Protagonisten, bleibt immer wieder genug Raum für Humor, der mir mehr als einmal einen regelrechten Lachanfall beschert hat. Wie bisher alle ihre Bücher gehört auch dieses für mich uneingeschränkt zu den Straßenfegern.

    Wer bereits ihre anderen Thriller kennt, kann sich auf ein Wiedersehen mit der Clique und dem Foxfire-Team freuen. Die Mitglieder wie auch ihre stets loyalen Freunde und Unterstützer arbeiten wieder Hand in Hand zusammen und können sich blind aufeinander verlassen. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie toll die sehr unterschiedlichen Charaktere einem Uhrwerk gleich zusammenwirken und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Das ist ein schönes Beispiel meiner UMUK-Philosophie (Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination). Die aus allen ihren Büchern bekannte Frauenpower zeichnet das neueste Werk von Heidrun Bücker natürlich ebenfalls wieder aus.

    Über das Einbinden von Corinna und ihren Mann Leonard von Foxfire habe ich mich ganz besonders gefreut. Auch die intensivere Einbeziehung der verschiedenen ›Neuzugänge‹, die in vorigen Büchern nur kurz oder noch keine Erwähnung fanden, wie zum Beispiel Ben van Buren, sind in meinen Augen eine große Bereicherung. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei klappt tadellos, was in der Realität leider oft völlig anders ist.

    Ausgesprochen interessant zu sehen ist es, wie die Clique immer mehr Mitglieder für sich ›rekrutiert‹. Auch die neuen Charaktere sind wie die bereits bestehenden alles andere als glattgebügelt, sondern Menschen mit einer meist nicht schönen Vergangenheit. Menschen - und hier speziell Frauen - die ihrer schlimmen Erlebnisse die Kraft finden, ein neues Leben zu beginnen und für Gerechtigkeit zu kämpfen.

    Einer der für mich schönsten Sätze im Buch ist: »Fortsetzung folgt.«

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    Cover des Buches Kira: Bedrohung oder Rettung? (ISBN: 9783752893731)

    Bewertung zu "Kira: Bedrohung oder Rettung?" von Ive Marshall

    Kira: Bedrohung oder Rettung?
    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, dass einen zum Nachdenken anregt und ganz besonders dazu, sich selbst etwas mehr mit dieser Fragestellung zu beschäftigen.
    Ein interessantes Thema, dass viele Menschen stark bewegt

    An den nüchternen und eher sachlichen Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Wenn man sich jedoch darauf einlässt, stellt man fest, dass dieser sehr gut zur Materie passt. Rasch fühlt man sich in das Geschehen eingebunden.

    Der Autor hat ein aktuelles Thema spannend als Science-Fiction-Story umgesetzt. Die geschilderten Theorien empfinde ich als ausgesprochen interessant. Das fundierte Wissen hat mich beeindruckt. Ich liebe es, wenn Autoren nicht nur ihre Fantasie spielen lassen, sondern auch gut zum betreffenden Stoff recherchieren.

    Die Gefahr, die künstliche Intelligenzen darstellen können, halte ich für ausgesprochen real. Allerdings sehe ich diese eher in uns Menschen selbst begründet, als ausschließlich aus einer sich ständig weiterentwickelnden KI hervorgehend. Denn wen nimmt sich diese wohl als Vorbild? Mangels anderer Alternativen bleibt nur der Mensch. Meiner Interpretation nach hat Ive Marshall diese Problematik zwar subtil aber dennoch merkbar einfließen lassen. So ist KIRA meiner Ansicht ebenso wie wir Kohlenstoffeinheiten alles andere als vollkommen.

    Wenn ich so überlege und versuche, mich in Peter Walter hineinzuversetzen, muss ich ganz klar sagen, dass ich an seiner Stelle nicht mitgeflogen wäre. Und das, obwohl ich mit Raumschiffabenteuern (Raumschiff Enterprise, Raumpatrouille Orion) quasi aufgewachsen bin.

    Ein Buch, dass einen zum Nachdenken anregt und ganz besonders dazu, sich selbst etwas mehr mit dieser Fragestellung zu beschäftigen. Allerdings lässt es mich auch etwas unzufrieden zurück. Ich würde schon gerne wissen, wie KIRA sich weiter entwickelt, wie spezielle Einflüsse sich auswirken (ich schreibe jetzt nicht mehr, da ich nicht spoilern möchte), eventuell sogar unterschiedliche Realitätsvarianten, etc.

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    Cover des Buches Das Gehirn in der Tiefe (ISBN: 9783752886856)

    Bewertung zu "Das Gehirn in der Tiefe" von Klaus Seibel

    Das Gehirn in der Tiefe
    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Machthunger ist vielleicht nicht nur eine menschliche Eigenschaft, doch unsere Art hat sie zumindest auf der Erde perfektioniert
    Fiktion und Wirklichkeit kann man zuweilen nicht immer klar unterscheiden

    Klaus Seibel hat es einfach drauf. Sein aktuelles Werk hat mich erneut ›unheimlich‹ gefesselt. Die von Beginn an vorhandene Spannung hielt mich bis zum Ende des Buches gepackt. Auch aufgrund des sprachlichen Könnens seitens des Autors fühlte ich mich sofort in die Handlung integriert. Die gute Recherche trägt einen großen Teil zum stimmigen Ganzen bei.

    Wie immer war der fließende Schreibstil mit erstklassiger Rechtschreibung, Grammatik und Wortwahl ein einziger Genuss. Nach dem Beginn des Lesens möchte man gar nicht mehr aufhören.

    Die Charaktere sind ausdrucksstark und lebendig geschildert. Natascha Saizewa ist der Prototyp eines Menschen, der einmal an der Macht geschnuppert, nicht mehr davon ablassen will und dafür über Leichen geht. Die beiden amerikanischen Geheimdienstler sind zum einen herrlich unsympathisch und ebenfalls ausgesprochen machthungrig. Auch der Versuch, sich gegenseitig zu übertrumpfen, ist nicht zu übersehen.
    Sehr realistisch finde ich die Schilderungen des Einlebens in ›die normale Existenz und Wirklichkeit‹, die Rolf und Katja erfahren. Durch ihre Isolationen in den ersten Lebensjahren haben sie diese - wie andere Menschen während des Aufwachsens - ja nicht erlebt.

    Klaus Seibel spielt nahezu mit der gesamten Klaviatur menschlicher Eigenschaften. Auf der einen Seite werden Menschen gezeigt, die bereit sind, auf ihre jeweils individuelle Art und Weise alles für das Gute auf der Welt zu geben, dabei sogar versuchen, ihre Phobien zu ignorieren, auf der anderen Seite solche, die lieber etwas zerstören, wenn sie es nicht bekommen können, als es mit anderen zu teilen.
    Ferner zeigt der Autor in diesem Buch sehr schön auf, dass es nie gut ist, wenn bestimmte Erkenntnisse und die damit verbundene Macht nur auf einer Seite konzentriert ist.

    Die abschließenden Erläuterungen unter dem Punkt ›Fiktion und Wirklichkeit‹ finde ich sehr interessant und erkenntnisreich. Allein sein finde ich übrigens ebenfalls alles andere als gut. :)

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    Cover des Buches ...und aus bist du: Blue Light Berlin-Krimi (ISBN: B079Y7QHCV)

    Bewertung zu "...und aus bist du: Blue Light Berlin-Krimi" von Nika Lubitsch

    ...und aus bist du: Blue Light Berlin-Krimi
    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein fesselnder, sozialkritischer Beginn einer neuen Krimireihe, die zum Nachdenken anregt
    Ein fesselnder, sozialkritischer Beginn einer neuen Krimireihe, die zum Nachdenken anregt


    Das war mal ein völlig anderer Roman aus der Feder von Nika Lubitsch. Das Zusammenspiel mit Michael Hellmann finde ich sehr gut gelungen.
    Ein sehr interessanter Plot, Spannung von Beginn an sowie ein fesselnder und flüssiger Schreibstil machen diesen Krimi zu einer runden Sache. Die unterschiedlichen Blickwinkel und Betrachtungsweisen tragen ebenfalls zu einer gelungenen Unterhaltung bei.


    Das Lokalkolorit eines der sozialen Brennpunkte Berlins, des nicht gerade unproblematischen Bezirks Neukölln haben die Autoren sehr anschaulich und äußerst lebendig gezeichnet. In den Berliner Dialekt bin ich schnell wieder reingekommen. Hilfreich war dabei sicherlich auch, dass ich fünf Jahre in der Nähe von Berlin gelebt habe.


    Die Protagonisten gehören eher dem unteren Ende der sozialen Leiter an, dennoch wirken sie auf mich weder asozial noch abstoßend. Ganz im Gegenteil - sie waren mir auf Anhieb ausgesprochen sympathisch, besonders Denis, Irma und nicht zu vergessen, Agathe. Die Charaktere wirken durch die entsprechenden Erzählungen und Dialoge sehr authentisch.


    Die Kriminaler Claudia und Double-u wachsen einen durch ihre Menschlichkeit ebenfalls gleich ans Herz. Den oftmals harten Ermittlungsalltag haben die Autoren sehr plastisch dargestellt. Die Knüppel, die den Beamten - auch von oben - oftmals zwischen die Beine geworfen werden, sind schon sehr frustrierend. Dass sie dennoch Gefühle nicht nur empfinden, sondern auch zeigen, macht sie ausgesprochen liebenswert.


    Die Polizisten werden in diesem Buch nicht - wie man das häufig in Filmen sieht - zu Superhelden hochstilisiert. Sie sind Menschen mit Stärken und Schwächen und natürlich Bedürfnissen. Auch das kritische Hinterfragen des Systems hat mir gut gefallen. Gerade den Frust von Double-u kann ich gut verstehen. Auf der anderen Seite bin ich allerdings eher eine Verfechterin des persönlichen Datenschutzes.

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    Cover des Buches Aufstand der Mikroben (ISBN: 9783746006000)

    Bewertung zu "Aufstand der Mikroben" von Klaus Seibel

    Aufstand der Mikroben
    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mitreißender ›Sci Fi Triller‹, der ausgesprochen real wirkt
    Solche »Bauchgefühle« möchte ich nicht wirklich haben


    Bereits der Klappentext von »Aufstand der Mikroben« hat mich direkt ›angefixt‹. Er animiert dazu, direkt weiterzulesen.



    Wie immer bei diesem Autor gibt es einen tollen Plot, der den Leser sofort fesselt und direkt ins Geschehen wirft. Die gesamte Geschichte glänzt von Anfang bis zum Ende durch allgegenwärtige Spannung. Der Schreibstil ist flüssig und macht mit jeder Zeile Lust auf mehr.
    Klaus Seibel ist eine rundum gelungene Mischung aus Sci-Fi, Kriminalroman und Technologie-Thriller gelungen. Auch die Hintergrundinformationen sind ausgesprochen interessant.


    Das Team um Ellen Farber und Hajo bekommen es in diesem Buch mit einem gefährlichen Gegner zu tun, der für die meisten Menschen unsichtbar ist. Die Herausforderung an jedes einzelne Mitglied der Gruppe ist immens.


    Mit sämtlichen Protagonisten aus dem ersten Band gibt es ein Wiedersehen und es ist sehr schön zu sehen, wie die Hauptdarsteller - trotz mancher Differenzen und individueller Eigenarten - immer mehr zusammenwachsen.
    Menschen mit teilweise besonderen Fähigkeiten, aber auch Ecken und Kanten tragen sehr zur Authentizität und Lebendigkeit bei.


    Die unterschiedlichen Erzählperspektiven lassen den Leser nicht nur ständig mitfiebern, sondern leisten auch ihren Beitrag zu einer rundum gelungenen Story. Auch für mitfiebernde Action hat Klaus Seibel an etlichen Stellen gesorgt.


    Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an und vergegenwärtigt uns, wie wenig wir trotz aller Erkenntnisse und allen Fortschritts im Grunde über unseren Körper und die Vorgänge, die in ihm ablaufen, wissen. ›Ich weiß, dass ich nichts weiß.‹ Zudem lässt es starke Zweifel daran aufkommen, dass wir Menschen wirklich die ›Krone der Schöpfung‹ sind.


    *Zitat:*
    »»»Deshalb ist es auch dumm, wenn wir sie bekämpfen. Mal abgesehen davon, dass wir ohne sie gar nicht lebensfähig wären. Entweder du oder ich - das ist ein eindimensionales Denken, das der Vergangenheit angehören sollte. ›Wir zusammen‹, das wäre eigentlich viel besser. Aber das müssen wir Menschen und die Zoé wohl erst lernen.«««


    Diese Zeilen stellen meiner Ansicht nach die wichtigste Aussage des Buches dar. ›Miteinander, nicht gegeneinander.‹ Das ist für uns Menschen eine der größten Herausforderungen. Eine, die sich meiner Ansicht allerdings nach mehr als nur etwas lohnt.

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    Cover des Buches Chimären (Science Force 1) (ISBN: B075ZZ47C5)

    Bewertung zu "Chimären (Science Force 1)" von Klaus Seibel

    Chimären (Science Force 1)
    MartinaScheinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein heißes Thema spannend umgesetzt
    Ein heißes Thema spannend umgesetzt

    Nach einer Nacht mit diesem Buch war ich erst einmal total geflasht und musste meine Gedanken etwas sortieren. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Der Spannungsbogen steigt steil an und bleibt konstant auf einem hohen Niveau.


    Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen von Ellen Farber und ihrem ehemaliger Gegenspieler Hajo aus »Zehntausend Augen« und »Zehntausend Fallen«. Schön, dass diese beiden interessanten Charaktere nicht in der Versenkung verschwunden sind.

    Ein eigenwilliges Team mit Ecken und Kanten, das sich auch erst noch zusammenraufen muss, sowie ein hoch aktuelles Thema sind der Schlüssel für eine spannende, unterhaltsame und einprägsame Story. Die Protagonisten sind authentisch gezeichnet und jeder für sich sympathisch und liebenswert. Die ›bösen‹ Charaktere sind ebenso glaubwürdig herausgearbeitet. Eine große Rolle spielen auch die speziellen Talente der einzelnen Teammitglieder, die der Autor sehr plastisch und eindrucksvoll schildert.


    Die Action in diesem Technologie-Thriller trägt ebenfalls nicht unwesentlich zum Nervenkitzel bei. Wie immer bei Klaus Seibel kommt auch in diesem Buch der Humor nicht zu kurz. Die Schreibweise ist prägnant, schnörkellos, eindringlich und regt zum Nachdenken an.


    Die Handlung erscheint in Teilen phantastisch, doch wenn man in Sachen Gentechnik etwas tiefer bohrt, wird einem schnell bewusst, dass das beschriebene Szenario gar nicht weit von der Realität entfernt ist. Offiziell sind Forschungen an Lebewesen aus Mensch und Tier aktuell untersagt. Doch wann haben Verbote Menschen jemals davon abgehalten, neue Erkenntnisse zu gewinnen und/oder etwas zu tun, das in irgendeiner Form Gewinn verspricht?

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    Cover des Buches Anonym (ISBN: 9783644220812)

    Bewertung zu "Anonym" von Arno Strobel

    Anonym
    MartinaScheinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein brisantes Thema schonungslos und sehr realitätsnah umgesetzt
    Ein brisantes Thema schonungslos und sehr realitätsnah umgesetzt


    Dieses Buch hat mich in mehr als nur einer Hinsicht gefesselt und in den Bann gezogen. Ein ums andere Mal habe ich ob ihrer Machtlosigkeit mit den Ermittlern mitgelitten. Dieses etwas-tun-wollen aber nichts-tun-können, weil sämtliche Anhaltspunkte fehlen, lässt mich auch als Leser nicht kalt und ich kann die Frustration der LKAler gut nachvollziehen.
    Der Initiator gibt das Tempo vor und verwandelt Hamburg in eine Arena des alten Roms, ohne dass die Polizei etwas dagegen unternehmen kann. Das Morituri-Forum befindet sich im Darknet, die Nutzer bleiben ebenso wie der Schöpfer anonym. Durch zigfaches Spiegeln der Websites gelingt es auch nicht, das Forum vom Netz zu nehmen.
    Die sensationslüsterne Presse macht den Ermittlern das Leben zusätzlich schwer.


    Den stetigen Wechsel der Erzählperspektive jeweils als Ich-Erzähler - mal aus der Sicht der weiblichen, mal aus der Sicht des männlichen Protagonisten sowie der des Todesspiel-Initiators - haben die Autoren in meinen Augen sehr gut hinbekommen. Durch ihn bleibt das Buch beständig interessant und die Spannung auf einem hohen Niveau.
    Die Gegenüberstellung der realen und virtuellen Welt trägt ebenfalls nicht unwesentlich zum Nervenkitzel bei.
    Der Zündstoff des fiktiven Rahmens dieser Handlung lässt den Leser alles andere als kalt und vor allem auch an reale Ereignisse denken.
    Die Charaktere nicht nur der Hauptakteure sind gut ausgearbeitet. Sie wirken lebendig und authentisch. Die beiden LKA-Protagonisten ergänzen sich trotz aller Unterschiedlichkeit - oder gerade deswegen - gut.


    Die vermeintliche Anonymität im Internet wurde in diesem Thriller ebenso gut gut aufgegriffen und dargestellt wie die Gier der Menschen nach Sensationen und Blut. Dies natürlich nur, solange man nicht selbst betroffen ist. Hierbei spielt nicht nur die passive Teilhabe eine Rolle, wie bspw. bei Unfällen. In dem Forum hat man die Möglichkeit, aktiv zu werden und dazu beizutragen den jeweiligen »Gewinner des Mörderspiels« zu küren und somit selbst zum Mörder zu werden.


    Einen großen Raum nimmt die Frage ein, wie man selbst reagieren würde, gäbe es ein solches Forum in unserem Leben. Würden wir uns entrüsten, den Schöpfer verteufeln oder uns nicht doch im Geheimen an dem Mordspiel aufgeilen und vielleicht sogar für den einen oder anderen voten? Was würdest Du tun?


    Der Schreibstil ist flüssig; Stimmung und atmosphärisches Gefühl gelungen. Die kurzen Kapitel befeuern den Lesefluss zusätzlich.


    Dieses Buch, hat mich nicht nur gefesselt und begeistert, sondern auch mehr als nur etwas nachdenklich zurückgelassen.

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    Cover des Buches Der letzte Akt: Kriminalroman (ISBN: 9783709935668)

    Bewertung zu "Der letzte Akt: Kriminalroman" von Lisa Lercher

    Der letzte Akt: Kriminalroman
    MartinaScheinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Langweiliger Roman mit inkonsequenten Handlungsträgern
    Langweiliger Roman mit inkonsequenten Handlungsträgern


    Beim Buch Der letzte Akt bin ich froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe, sondern es kostenlos herunterladen konnte. Das Thema Gewalt gegen Frauen hat mich zwar durchaus angesprochen, doch die Umsetzung fand ich in großen Teilen langatmig geschildert, in manchen Bereichen nicht nachvollziehbar und generell ziemlich langweilig geschrieben. Für mich kam zu keinem Zeitpunkt eine wie auch immer geartete Spannung auf.


    Anhand der Kurzbeschreibung war mir klar, dass dieses eBook weder ein Actionroman ist, noch das Blut in Strömen fließt, sondern dass die psychologische Komponente im Vordergrund steht. Wenn ich dann jedoch von einer Schauspielerin lese, die sich nach außen hin taff gibt und sich für Frauenrechte stark macht, jedoch zulässt, dass ihr Lover sie misshandelt, stimmt in meinen Augen etwas nicht. Bevor ich mich für irgend etwas einsetze, kehre ich doch erst einmal vor der eigenen Haustüre.

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    Cover des Buches Ausgedient (ISBN: 9783709935637)

    Bewertung zu "Ausgedient" von Lisa Lercher

    Ausgedient
    MartinaScheinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Krimi geht anders
    Krimi geht anders


    Ausgedient gab es ebenfalls kostenfrei und wie auch bei Der letzte Akt bin ich froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe.

    Dieses Buch erinnert eher an eine Sozialstudie in Amtsstuben mit einer Chefin, die ihre Unfähigkeit und Minderwertigkeitskomplexe dadurch kompensiert, dass sie ihre Mitarbeiterinnen schickaniert, als an einen Krimi. Dazu kommen politischer Klüngel und Vetternwirtschaft.
    .
    Der Mord geschieht erst ziemlich zum Schluss und die Aufklärung geht dann sehr schnell vonstatten. Das hat in meinen Augen überhaupt nicht gepasst. Unter einem ansprechenden Plott versteht ich etwas völlig anderes.


    Das Buch ist zwar flüssig geschrieben, doch Spannung kam für mich zu keinem Zeitpunkt auf.

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    Über mich

    Ökologisch angehauchte, relativ gewaltlose links-radikale, dem universellen Denken verhaftete Freizeit-Nerd-Grufti.
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    • 27.01.1960

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