Mary2

  • Mitglied seit 08.11.2016
  • 1 Freund
  • 210 Bücher
  • 181 Rezensionen
  • 191 Bewertungen (Ø 4.23)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne67
  • 4 Sterne103
  • 3 Sterne19
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Cover des Buches Die Welt von oben (ISBN: 9783442159499)

    Bewertung zu "Die Welt von oben" von Torsten Johannknecht

    Die Welt von oben
    Mary2vor 14 Tagen
    „Wie ist denn die Luft da oben?“

    Der Titel ist schon mal ein eye-catcher. „Die Welt von oben“ – damit  verbinde ich Luftaufnahmen von Landschaften, Natur pur etc.

    Bei diesem Werk jedoch bezieht sich der Titel auf die außergewöhnlich Körpergröße des Autors, der die meisten anderen Menschen deutlich überragt.

    Auf etwa 270 Seiten kann man in diesem Buch die persönlichen Erlebnisse einer siebenmonatigen Weltreise nachlesen. Da geht es zunächst nach Südamerika (150 Seiten), dann nach Ozeanien (100 Seiten) und zu guter Letzt nach Asien (20 Seiten). 24 Kapitel mit launigen Überschriften hat das Buch. Dabei steht meist ein spezielles Erlebnis im Mittelpunkt des Kapitels, das sich oft wie ein Tagebucheintrag liest. Mal geht es um eine „schlimme Unterkunft“, mal um eine betrunkene Schiffsbesatzung, mal um Kängurus auf der Straße und immer wieder auch um Zwischenmenschliches. Oft spielt die Körpergröße bzw. deren Komplikationen in Verkehrsmitteln und Unterkünften eine Rolle.

    Wer Informatives zu den bereisten Ländern erwartet, wird hier nicht fündig. Auch kann der Leser die Reiseroute nicht wirklich nachverfolgen, denn die Karte im Umschlag bleibt schematisch – sehr schade! Eine ganze Anzahl ansehnlicher Fotos ist in die Buchmitte eingearbeitet – leider nicht chronologisch sortiert.

    Sprachlich durchaus unterhaltsam geschrieben hat das Werk aber an manchen Stellen einen Hang zum Vulgären – Geschmacksache.

    Ich habe das Buch beendet (eine prima Lektüre für Bahnfahrten oder Wartezeiten), es blieb insgesamt aber hinter meinen Erwartungen zurück.

    Drei Sterne die etwas unausgewogene Zusammenstellung von Blogbeiträgen zu einem Buch.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Dreizehn Stunden (ISBN: 9783746630496)

    Bewertung zu "Dreizehn Stunden" von Deon Meyer

    Dreizehn Stunden
    Mary2vor 22 Tagen
    Thriller vor authentischer südafrikanischer Kulisse

    Teil 2 der Reihe „Bennie Griessel“

     Dreizehn Stunden Zeit hat Inspector Bennie Griessel, um zwei Mordfälle in Kapstadt aufzuklären und um sein Leben wieder in geordnete Bahnen zurück zu bringen.

     

    Eine junge amerikanische Touristin wird ermordet aufgefunden, ihre Reisebegleiterin ist auf der Flucht, da auch sie in Lebensgefahr schwebt. Der Polizei kann sie sich nicht anvertrauen.

    Ein Musikmanager wird erschossen, womöglich von seiner eigenen Ehefrau, einer ehemals bekannten Sängerin. Aber hier stimmt etwas nicht…

     

    Genügend Stoff also, um einen über 400 Seiten starken Thriller zu füllen.

    Die Schauplätze wechseln fortwährend, da der Autor die Kapitel in Zeitabschnitte eingeteilt hat und die gleichzeitig stattfindenden Ereignisse parallel entwickelt. Mehrere Ermittler-Teams sind im Einsatz, Griessel soll seinen jungen Kollegen unter die Arme greifen.

    Der enorme Zeitdruck, unter dem Inspector Bennie Griessel steht, wird dadurch hervorragend abgebildet, ebenso die atemlose Flucht der jungen Amerikanerin. Das Erzähltempo bleibt stets sehr hoch. Allerdings gibt es so viele Handlungsträger, dass der Überblick schnell verlorengeht. Hier ist Konzentration gefragt.

     

    Besonders gut hat mir das südafrikanische Setting gefallen. Tolle Einblicke gibt es in die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die auch in der Polizei vertreten sind, ihre typischen sprachlichen Erkennungsmerkmale und Traditionen. Ein Glossar ist hilfreich zur Entschlüsselung der Textpassagen auf Afrikaans.

     

    Daneben gibt es auch eine angemessene Menge an persönlichen Details aus dem Leben des Ermittlers. Hier wird gerade so viel verraten, dass die Lust auf den nächsten Band der Reihe geweckt wird.

     

    Bis zum Schluss kann der Leser mitraten, um sich dann doch von einer ganz anderen Variante überraschen zu lassen.

    Sehr solide Unterhaltung, von einem Kenner des Landes geschrieben.

    Lesenswert und spannend!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Zwischen den Grenzen (ISBN: 9783446241428)

    Bewertung zu "Zwischen den Grenzen" von Martin Schäuble

    Zwischen den Grenzen
    Mary2vor einem Monat
    Martin Schäubles persönliche Reise-Eindrücke als Backpacker

    Martin Schäuble ist nicht zum ersten Mal in Israel. Bei dieser Reise plant er, das Land zu Fuß zu erobern, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und die spezielle Situation zwischen den Grenzen nachzuspüren.

    Dabei ist ein Reisebericht entstanden, der sehr persönliche Eindrücke schildert. Die Empfindungen der Gesprächspartner werden eingefangen, eine politische Einordnung oder Bewertung unterlässt der Autor bewusst.

    Der spannende Titel hat mich zu diesem Buch gebracht. Erinnerungen an Michael Holzachs „Deutschland umsonst“ wurden geweckt.  Doch nach der Lektüre empfand ich den Titel als Etikettenschwindel. Zwar ist Martin Schäuble auch gewandert, noch häufiger jedoch als Anhalter oder mit dem Bus unterwegs gewesen, weil sich herausstellte, dass das Land zum Laufen doch nicht so geeignet ist.

    Der spezielle Schreibstil ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig, reichlich locker in den Formulierungen und gut zu lesen. Allerdings sind die Schilderungen „schnappschussartig“ ausgeführt und für landesunkundige Leser fehlen einfach viele Informationen.

    So habe ich zwar tapfer durchgehalten, konnte dem Buch aber nicht allzu viel abgewinnen. Ein großes Ärgernis ist das schlampige Lektorat, dem zahlreiche sprachliche Fehler durchgerutscht sind. Von einem renommierten Verlag darf man mehr erwarten!

    Daher leider nur drei Sterne.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Opfer 2117 (ISBN: 9783423282109)

    Bewertung zu "Opfer 2117" von Jussi Adler-Olsen

    Opfer 2117
    Mary2vor 2 Monaten
    Ein Muss für Fans der Reihe – diesmal mit hochaktuellem Thema

     Fans der Reihe um Carl Mørck und das Sonderdezernat Q haben dem achten Band schon entgegengefiebert. Mit knapp 600 Seiten Umfang kommen die Leser dann auch auf ihre Kosten.

    „Opfer 2117“ ist auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken (oder auch anders zu Tode gekommen!) – das Pressefoto der Toten geht um die Welt und löst verschiedene, dramatische Folgen aus.

    Es geht diesmal um Geflüchtete und um islamistischen Terror. Und endlich wird das große, private Geheimnis, welches den Polizisten Assad umgibt, gelüftet. Allerdings ist seine Geschichte extrem dramatisch und traurig und stellt einen wesentlichen Teil des Thrillers dar. Für deutsche Leser interessant ist die Tatsache, dass weite Teile der Handlung in Deutschland spielen. Carl und Assad dürfen hier zum Glück an den Geschehnissen teilhaben.

    Rose und Gordon im Präsidium in Kopenhagen haben es derweil mit einem jugendlichen Gamer zu tun, der mörderische Racheaktionen für die Ertrunkene ankündigt. Auch hier spielt die Zahl 2117 eine wichtige Rolle.

    Ganz besonders ist dieses Buch  zum einen durch die hochaktuelle Thematik und zum anderen durch die Auflösung von Assads Geheimnis. In dieser Kombination ist „Opfer 2117“ schon sehr speziell. Die Spannung ist durchweg vorhanden und steigert sich im letzten Drittel noch einmal zu einem echten Pageturner. Nichts anderes ist man von Jussi Adler Olsen gewohnt.

    Für meinen Geschmack war die Logik manchmal außer Kraft gesetzt und die technischen Möglichkeiten moderner Armbanduhren überbewertet…

    Das Buch kann nur wirklich verstanden werden, wenn die Vorgänger-Bände bekannt sind. Die nachdrückliche Empfehlung lautet daher, die Reihenfolge bei der Lektüre einzuhalten.

     

    Ich bewerte mit vier Sternen und werde der Reihe weiter treu bleiben.

     

    Eine Fortsetzung darf man erwarten, denn die Geschichten der Protagonisten sind noch nicht zu Ende erzählt.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Aquila (ISBN: 9783844527056)

    Bewertung zu "Aquila" von Ursula Poznanski

    Aquila
    Mary2vor 2 Monaten
    Zwei Tage Erinnerungslücke: Spannendes Puzzle-Spiel vor italienischer Kulisse

     Siena in Italien, zwei deutsche Studentinnen in einer WG: Jenny und  Nika.

    Als Nika eines Morgens erwacht, ist Jenny verschwunden, Handy und Schlüssel sind weg und eine bedrohliche Botschaft prangt am Spiegel. Zwei Tage fehlen in Nikas Erinnerung – doch was ist passiert?

    Ausgehend von diesem Setting konstruiert Ursula Poznanski ein Puzzle-Spiel, das ganz allmählich Licht ins Dunkel der beiden erinnerungslosen Tage bringt. Es geht um Mord und Gewaltphantasien, um schräge Persönlichkeiten und das historische Siena.

    Leser bzw. Hörer begleiten Nika während der Aufklärungsphase, suchen mit ihr nach Lösungen, erleben ihre Kontakte mit der Polizei, hoffen und bangen mit ihr: War Nika an einem Verbrechen beteiligt und erinnert sich nicht?

    Mit einigen Längen wird eine spannende Geschichte erzählt, in der die Protagonistin allerdings sehr naiv und teilweise kaum nachvollziehbar agiert.

    Schön sind die örtlichen Gegebenheiten der Stadt Siena und der Umgebung eingearbeitet, hier wird Interesse an Land und Leuten geweckt und eindrucksvolle Bilder entstehen im Kopf.

    Gelesen wird das Hörbuch von Laura Maire ganz hervorragend, die den Text sehr abwechslungsreich und atmosphärisch passend gestaltet.

    Mit kleinen Einschränkungen ein gelungenes Werk der Bestseller-Autorin, empfehlenswert für ältere Jugendliche und natürlich auch für Erwachsene.

    Ich bewerte mit vier Sternen und werde auch weiterhin Ursula Poznanski zu meinen Lieblingsautorinnen zählen.

     

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Riviera - Der Traum vom Meer (ISBN: 9783734108082)

    Bewertung zu "Riviera - Der Traum vom Meer" von Julia Kröhn

    Riviera - Der Traum vom Meer
    Mary2vor 3 Monaten
    Familienroman rund um die Geschichte des Tourismus

    „Riviera“ lautet der Name einer neuen Romanreihe der Autorin Julia Kröhn. Diese ist bekannt für ihre historischen Romane und mit Band 1 „Der Traum vom Meer“ beginnt eine Reihe, die sich mit der Geschichte des organisierten Tourismus befasst und gleichzeitig eine Familiengeschichte erzählt.

    Salome ist ein Frankfurter Kind und wächst in den 1920er Jahren ohne Mutter auf. Ihr Vater betreibt ein Reisebureau, das mit als erstes seiner Art ganzjährige Urlaubsreisen ans Mittelmeer anbietet. So sieht Salome als Kind erstmals das Meer und findet in San Remo eine italienische Freundin: Ornella. Die Kinderfreundschaft ist intensiv und dauert jeweils einen Sommer lang, bis Salome wieder nach Deutschland zurückkehrt.

    Eine Filiale des Reisebureaus wird in San Remo gegründet und der Hotel-Tourismus erlebt eine erste Hochphase.

    Schließlich tritt ein junger Mann in Orneallas und Salomes Leben: Felix, ein ganz spezieller Franzose aus reichem Haus. Es entspinnt sich eine Dreiecksbeziehung zwischen den so unterschiedlichen Charakteren, die viel Dramatik, aber auch eine Menge Kitsch zu bieten hat. In den Dreißiger Jahren schließlich nimmt die Politik mit ihrem aufkommenden Nationalismus und Rassismus starken Einfluss auf die Reisetätigkeit, das Geschäftsmodell kommt in Schwierigkeiten.

     

    Der Schreibstil von Julia Kröhn ist mühelos lesbar, auch entstehen viele Bilder im Kopf. Die Einarbeitung der touristischen und historischen Einzelheiten der Riviera ist sehr gewollt und wirkt bisweilen aufgesetzt. Auch werden die Jahre in sehr verschiedener Ausführlichkeit abgehandelt. Ein überlanger Mittelteil macht die Lektüre zwischenzeitlich mühsam.

     

    Die Protagonisten taugen eher nicht als Sympathieträger, da haben alle recht viele Macken und Eigenheiten. Das ist für einen historischen Roman natürlich in Ordnung – für die eingearbeitete Liebesgeschichte wirkt das jedoch distanziert. Auch fehlen mir Informationen aus dem alltäglichen Leben der Protagonisten, hier bleiben enorme Lücken.

     

    Ich habe bei der Lektüre viel gelernt: über die italienische und die französische Riviera, den beginnenden organisierten Tourismus sowie die politische Einflussnahme auf das Reisen.

    Das Buch ist weit mehr als eine „Sommerlektüre“, aber eben auch kein großer historischer Roman, sondern eher eine Familien-Saga.

    Ich bewerte mit 3,5 Sternen für ein lehr- und unterhaltsames Buch.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches SOG (ISBN: 9783442756643)

    Bewertung zu "SOG" von Yrsa Sigurdardottir

    SOG
    Mary2vor 3 Monaten
    Kommissar Huldar und Psychologin Freyja in ihrem zweiten Fall

     Yrsa Sigurdardottir ist die Erfolgsautorin aus Island. Ihre Thriller bringen dem Leser die raue Realität Islands nahe und sie sind von einer düsteren Grundstimmung durchzogen.

    So ist es auch im vorliegenden Buch. SOG ist der zweite Band um die Protagonisten Huldar (Kriminalkommissar) und Freyja (Psychologin).

    Huldar muss sich zunächst mit alten Schüleraufsätzen beschäftigen, in denen Morde angekündigt werden. Niemand hält dieses Schriftstücke für relevant. Dann aber werden Leichen gefunden…

    Der Thriller dreht sich um eine Mordserie, bei der ein Zusammenhang vermutet werden kann. Abgetrennte Gliedmaßen, zerquetschte Körper: die Brutalität der Taten ist enorm und so sind auch die Schilderungen der Autorin drastisch.

    Huldar und Freyja arbeiten wieder zusammen, auch wenn es persönlich so einige Differenzen gibt. Interessant werden die Protagonisten durch zahlreiche Brüche in ihrer Biografie, die sie sehr nahbar machen, jedoch erst auf den zweiten Blick sympathisch erscheinen lassen.

    So entwickelt die Autorin parallel den  Thriller und die persönlichen Belange der Protagonisten. Meiner Meinung nach ist das gut gelungen und ausgewogen. Zwar stellt sich relativ bald ein Verdacht zu den Hintergründen der Mordserie ein, trotzdem bleiben Überraschungen nicht aus und das Buch ist bis zum Schluss spannend. 

    Der Schreibstil ist bildreich, sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ein paar Seiten weniger wären aber auch ausreichend gewesen.

    Auch diese Reihe der Autorin werde ich sicher weiter verfolgen. Hier gibt es noch reichlich Potential für die Entwicklung der Hauptpersonen.

    Eine klare Leseempfehlung für alle Freunde der nordischen, düsteren Krimi-Literatur.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783844528794)

    Bewertung zu "Die Geschichte des Wassers" von Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers
    Mary2vor 3 Monaten
    Wenn Wasser zur Ware wird…

    Wasser als lebensnotwendiger Rohstoff, der die Menschen bei Knappheit zur Flucht zwingt.

    (Gletscher-) Wasser aus Norwegen als Handelsware für dekadente Superreiche.

     

    Zwischen diesen Extremen wird die „Geschichte des Wassers“ aufgespannt.

    Zwei Handlungsstränge entwickelt die Autorin parallel: Da ist die Norwegerin Signe, eine Umweltaktivistin im Rentenalter, die im Jahr 2017 gegen die kommerzielle Verwertung des Gletschereises ihrer Heimat zu Felde zieht. Und da ist der Franzose David mit seiner Tochter Lou im Jahr 2041, die vor der Dürre ihrer Heimat nach Norden in die „Wasserländer“ fliehen und dabei ihre Angehörigen verlieren.

    Der Wert des Wassers ist das durchgängige Thema. Die Norweger neigen zur Kommerzialisierung des Rohstoffs, die Franzosen lernen seinen Wert erst in der Zeit der Trockenheit zu schätzen.

    Abwechselnd werden beide Handlungen entwickelt und ganz am Ende behutsam zusammengeführt. Eine wichtige Rolle spielt Signes Segelboot, mit dem sie eine wichtige Reise unternimmt. Jede Menge Rückblenden sind eingearbeitet, die einige Konzentration erfordern.

    Signe und David berichten zudem von ihren Liebesgeschichten und ihren Enttäuschungen, von zerstörten Hoffnungen und geplatzten Träumen. Eine Melancholie schwingt durchgängig mit, es ist weder im Jahr 2017 noch im Jahr 2041 eine heile Welt in Europa. Einzig das Kind Lou vermag sich eine wasserreiche, sorgenfreie Zukunft auszumalen und lebt die Gegenwart ganz pragmatisch.  Ein Boot  - Signes Boot - wird Hoffnungsquell für die vor der Wasserknappheit Flüchtenden und zeigt ihnen einen möglichen Ausweg.

     

    Gelesen wird der Roman von Christiane Blumhoff (Signe) und Shenja Lacher (David). Vor allem Lacher überzeugt in der Darstellung von David und seiner Tochter Lou. Die Fürsorge des Vaters und das authentische Verhalten der Tochter entstehen plastisch vor dem inneren Auge.

     

    Tatsächlich ist dieses Buch als Hörbuch abwechslungsreich, auch wenn die Handlung eher spannungsarm ist. Die Stimmungen, die Hoffnungen und die Ernüchterung sind erlebbar, der poetische Gehalt des Romans bleibt erhalten.

    Ein eindrucksvolles Werk, das nachhaltigen Eindruck hinterlässt und die Wertschätzung für das Wasser steigert - fünf Sterne!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Die 13. Schuld (ISBN: 9783734106972)

    Bewertung zu "Die 13. Schuld" von James Patterson

    Die 13. Schuld
    Mary2vor 4 Monaten
    Lindsay Boxer ermittelt zum 13. Mal

     Hier liegt schon der 13. Band des „Women´s Murder Club” vor.

    Noch immer macht es Freude, Detective Lindsay Boxer und ihre Freundinnen bei den Ermittlungen rund um San Francisco zu begleiten. Wie gewohnt, kommt auch das Private nicht zu kurz. Lindsay genießt inzwischen das Muttersein, Yuki befindet sich auf Hochzeitsreise und Cindy wittert ihre ganz große Story…

     

    Thematisch geht es um „Körperbomben“, die aus einer Fast-food-Kette stammen, um eine Piratengeschichte sowie um eine Psychopathin, die mit Lindsay noch eine Rechnung offen hat. Im 13. Band werden wieder mehrere Handlungsstränge parallel entwickelt. Allerdings ist es für meinen Geschmack zu viel des Guten und leider werden auch nicht alle offenen Fragen beantwortet: Insbesondere, dass der eigentliche Kriminalfall nicht bis zum Ende ermittelt wird, finde ich unbefriedigend.

     

    Ansonsten ist auch dieser Band wieder die gewohnt gute Unterhaltung. Die Gliederung in knackig kurze Kapitel macht die Lektüre übersichtlich.

     

    Fazit:

    Dies ist das ideale Buch für alle, die mit Thrillern entspannen können anstatt einem blutigem Fernseh-Krimi zu folgen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Weil Venus bei meiner Geburt ein Alpenveilchen streifte (ISBN: 9783982069227)

    Bewertung zu "Weil Venus bei meiner Geburt ein Alpenveilchen streifte" von Mona Høvring

    Weil Venus bei meiner Geburt ein Alpenveilchen streifte
    Mary2vor 4 Monaten
    Poetischer Roman aus Norwegen

     Zwei Schwestern in ihren frühen Zwanzigern: Ella und Martha, fahren gemeinsam in ein abgelegenes, winterlich verschneites Hotel, um Martha nach einem Zusammenbruch wieder zu stabilisieren.

    Ella erinnert sich an die gemeinsamen Kinder- und Jugendtage, wie die Schwerstern fast wie Zwillinge aufwuchsen, an ihre Zweisamkeit und ihre Symbiose.

    Und dann das allmähliche Auseinanderdriften, die Gewinnung der Eigenständigkeit, die verschiedenen Wege als junge Erwachsene.

    Mit ihren Gedanken und Erinnerungen, ihren einsamen Wanderungen durch den Schnee und die wie zufällig gefundenen Bücher von Stefan Zweig erschließt sich Ella letztendlich ihre Gegenwart und Zukunft. Sie emanzipiert sich aus ihrer Schwerstern-Rolle und beginnt ihren eigenen Bedürfnissen nachzuspüren: Eine befreiende Erfahrung!

     

    Mona Hövring wählt eine poetische Sprache (schon der Titel ist ein wunderbares Beispiel), die sich hervorragend lesen lässt.

    Ihr kurzer Roman hat zudem etwas Märchenhaftes: Da gibt es das einsame Schloss, den Prinzen (dem nur Martha begegnet), die gute Fee.

    Verschiedenste Frauentypen werden hier vorgestellt: Die Verantwortungsvolle, die Angepasste, die Prinzessin, die Mütterliche. Im Vordergrund steht dabei die Entwicklung der Ella.

    Fazit:

    Ein intensives Leseerlebnis, sozusagen ein Gedicht in Romanform. Es lädt ein zur langsamen Lektüre, zum mehrmaligen Lesen, zum immer wieder neu entdecken.

    Volle Leseempfehlung und ganz sicher auch als Geschenk geeignet.

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Über mich

    Mary2 ist ein Mysterium. 🕵️‍♂️

      Freunde

      Was ist LovelyBooks?

      Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

      Mehr Infos

      Buchliebe für dein Mailpostfach

      Hol dir mehr von LovelyBooks