MelE

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    Cover des Buches Der unsichtbare Garten9783453292406

    Bewertung zu "Der unsichtbare Garten" von Karine Lambert

    Der unsichtbare Garten
    MelEvor 2 Tagen
    Veränderte Perspektiven

    "Der unsichtbare Garten" verrät durch Klappentext und Titel des Romans recht viel vom Inhalt, sodass der Überraschungseffekt nicht besonders hoch ist, dennoch geht Karine Lambert sehr einfühlsam mit der fast vollständigen Erblindung des Protagonisten Vincent um. Vincent erhält seine Diagnose und hat wenig Zeit sich mit dieser Tatsache auseinander zu setzen. Die Lebersche Optikusatrophie wird dazu führen, das Vincents Leben komplett aus den Fugen geraten wird. Das Entsetzten darüber und auch das Verdrängen, was in den ersten Momenten absolut nachvollziehbar scheint, wird nicht lange anhalten, da er sich recht schnell in der Welt der Blinden zurecht finden muss. Positiv ist, das er Hilfe bekommt und sich meiner Meinung nach auf das neue Leben einstellen kann. Ich vermute fast, das es mir weniger gut gelingen würde. Vincent kann allerdings hell und dunkel voneinander unterscheiden, sodass sein Tag - Nacht - Rhythmus nicht komplett gestört wird. 


    Das Zitat am Anfang des Buches der Schauspielerin Audrey Hepburn ist gelungen gewählt, da es die Aussage des Romans bestätigt. Vincent beginnt einen Garten im Haus seines Großvaters anzulegen, da dieses nun sein Zufluchtsort geworden ist. Zuvor ist seine Beziehung in die Brüche gegangen, da Èmilie sich nicht mit der Tatsache einer Sehbehinderung auseinandersetzen kann, zudem kann Vincent seinen Job als Tennislehrer nicht mehr nachgehen, sodass ihm wenige Möglichkeiten bleiben. Er ergreift die Flucht, wobei es ihm zum Nutzen sein wird, auch wenn er es nicht gleich erkennen kann. Interessant ist, das viele Gedanken Vincents im Buch aufgefangen werden, die Menschen oftmals ohne Nachzudenken hinausposaunen würden und die alle das Thema "Sehen" beschreiben. Es hat mich doch sehr nachdenklich gestimmt, zumal "Sehen" etwas ist, was ich als komplett selbstverständlich nehme. Würde mir diese Fähigkeit genommen, würde ich mich erst einmal nicht gut zurechtfinden. Das Spiel welches Vincent mit seiner Nachbarin spielt, einige Zeit mit verbundenen Augen verbringen und sich dabei auf die anderen Sinne wie Hören, Fühlen oder Riechen zu besinnen, ist mir aus meiner Ausbildung bekannt und ich erinnere mich, das es mir dabei nicht gut ging, geführt zu werden, ohne selbst sehen zu können. 


    Vincent ist anfänglich sehr unsympathisch, was sich im weiteren Verlauf des Romans wandeln kann und damit meine ich jetzt nicht den Behindertenbonus, den man wahrscheinlich automatisch während des Lesens vergibt, Nein, Vincent reift und entwickelt eine sehr angenehme Persönlichkeit. Hinzu kommen familiäre Probleme, die sich nach und nach zwar nicht auflösen, sondern bestehen bleiben, dennoch sind manche Aussprachen nicht vermeidbar, um zumindest innerlich zu heilen. Schön ist auch, das sich zeigt, wer Freund oder Feind ist und sogar eine neue Liebe für Vincent möglich sein kann, denn warum sollte ein blinder Mensch sich nicht verlieben? Vincent verliert sich oft in Schwarzmalerei und steckt doch voller Energie und Potential, um diese veränderte Perspektive seines Lebens anzunehmen.


    Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an ein sehr farbenfrohes Buch, welches dem Einband, sobald der Schutzumschlag entfernt wurde, vollkommen gerecht wird. Anmerken muss ich aber dennoch, das es einige Seiten braucht, um mit Vincents Charakter warm zu werden, da er zunächst absolut oberflächlich erscheint und zum Ende hin dann wirklich ein netter Kerl ist, dem alle Wege trotz Sehbehinderung offen stehen werden. Das Ende ist nicht ganz schlüssig und dennoch genauso, wie es hätte sein sollen, denn Vincents Weg ist lange noch nicht beendet. 

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    Cover des Buches Da kommt noch was – Not dead yet9783453605510

    Bewertung zu "Da kommt noch was – Not dead yet" von Phil Collins

    Da kommt noch was – Not dead yet
    MelEvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Eine sehr interessante Lektüre, die ich mit der passenden Musik untermalt, sehr genossen habe. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung!
    Phil Collins - "Take a look at me now"

    "Da kommt noch was - Not dead yet" ist eine gelungene Zeitreise innerhalb der Musikgeschichte. Während des Lesens dieser schonungslos ehrlichen Autobiographie habe ich vermehrt die dazu passenden Musikstücke gehört und mich einfach nur wohlgefühlt. Die Entstehung von Genesis und deren Musik ist mir nicht so bekannt, da vieles noch vor meiner Geburt stattfand, dennoch war es interessant genug, um den Menschen Phil Collins kennen zu lernen, da dieses zu seinen Anfängen als Künstler gehört. Peter Gabriel ist mir tatsächlich nur als Solokünstler bekannt, dessen  Wandlung von Genesis bis hin zum Alleinunterhalter ist ebenfalls spektakulär beschrieben. 

    Phil Collin ist ein großartiger Künstler, dessen Auftritt im Video "Do They Know It`s Christmas?" mich immer wieder von Neuem begeistert hat. Mir war allerdings nicht bewusst, das er zwei Auftritte bei Live Aid hatte und zwar in Philadelphia / USA und im Anschluss direkt im London / Wembley Stadion. Es zeigt sich mehrfach, das Phil Collins seine Musik sehr in den Fokus seines Lebens rückt und daher auch seine Ehen nicht bestehen konnten. Welche Frau will auch immer auf ihren Mann verzichten? Dennoch hat er ein gutes Verhältnis zu seinen Exfrauen und seinen fünf Kindern und hat im Laufe der Zeit für sich erkannt, das er nicht immer ein guter und vor allem präsenter Vater war. 

    Phil Collins ist in den Jahren gereift und das wird oftmals sehr deutlich, da der jugendliche Leichtsinn irgendwann nicht mehr spürbar ist. Es sind nicht direkt Ausschweifungen, aber dennoch genügend Spielraum seine Gesundheit zu gefährden. Stress und Alkohol lassen sich nicht unterschätzen. Mittlerweile ist es im Leben des Phil Collins um einiges ruhiger geworden, aber wie auch der Titel der Autobiographie ganz klar sagt, not dead yet, was heißen kann, das diese Karriere noch nicht beendet scheint.

    Durch zahlreiche Fotos wird das Buch definitiv aufgemöbelt und um einiges aufpoliert, da es viele private Einblicke in das Leben des Künstlers bietet. Die Offenheit und Authentizität machen Phil Collins um einiges sympathischer, als er mir eh schon war, da er eben auch über Fehltritte und grobe Fehler seines Lebens berichtet. Hinzu kommen Einblicke in die Kindheit und der frühe Wunsch Schlagzeuger zu werden. Phil Collins macht aus seiner Begabung eine Berufung und kann sich damit in der Musikwelt einen Namen machen. Der Song in Disneys Tarzan auf deutsch gesungen, hat sich für immer in mein Herz gebrannt. 

    Eine sehr interessante Lektüre, die ich mit der passenden Musik untermalt, sehr genossen habe. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung!

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    Cover des Buches Töchter der Freiheit9783733506414

    Bewertung zu "Töchter der Freiheit" von Theresa Jeßberger

    Töchter der Freiheit
    MelEvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Leseempfehlung an einen spannend brutalen Roman, der mir genau das an Lesefreude bescherte, was mir die Schönheit des Covers versprochen hat
    Brutal Spannend

    Es ist als wäre "Töchter der Freiheit" ein Fantasyroman, der dem Mittelalter entsprungen ist, in der Magie ausgelöscht werden sollte und auch Bücher verbrannt wurden, deren Worte Schäden in den Menschen hervorrufen könnten. Es dauert einige Seiten und Szenen, die sich immer wieder abwechseln, um einen Bezug zu den Personen zu bekommen, da es einige Begegnungen geben wird, die nicht immer zuzuordnen sind. Ein Glossar oder einen kurze Personenbeschreibung wäre für mich sehr hilfreich gewesen, da sich einige Namen ähneln und hinzu kommt, das sie oftmals schwer zu lesen waren. Irgendwann lösen sich Verständnisfragen auf und das Lesen wirkt wieder vereinfacht.

    Die Story selbst ist durch den hohen Spannungsbogen herausragend. Es zeigt sich, das Erziehung Menschen prägt und der Wunsch zu gefallen oftmals Auswirken auf Verhalten und Stimmungen hat. Mich erschreckt es sehr, inwieweit hier eine Prägung durch seelische Grausamkeit entstanden ist. Geliebt zu werden sollte niemals an Verpflichtungen geknüpft sein. 

    Die knapp 450 Seiten sind zügig gelesen und bieten jede Menge Grund zur Spekulation. Es gab für mich keinerlei Vermutungen, wie sich die Story entwickeln wird. Klar ist, das sich hier Sympathisanten mit Unsympathisanten ablösen. Man kann es auch Gut und Böse nennen oder echten Fanatismus. Es ist nicht einen Moment lang offensichtlich, wohin die Autorin zielt. Die Präsentation der Aurenen ist sehr gelungen und diese sind von Anfang an diese, mit denen man mitleidet und wertschätzt. Verfolgt und dem Tode geweiht, wenn nicht im letzten Moment eingegriffen wird. Ich gestehe, ich habe echt den Atem angehalten und keine Chance gesehen Elodea zu retten.


    "Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?"


    Ein Einzelband, dessen Ende absolut gelungen ist und die Töchter der Freiheit siegen lässt, auch wenn Trauer und Tränen ihren Weg säumten. Die Story ist definitiv rund und außergewöhnlich im Schreibstil, eher altmodisch und in der dritten Person, was zur Handlung sehr gut passt. Etwas anderes hätte nicht gepasst, da es sich hier um eine Zeit des Schwert und Degens handelt, in denen Duelle über Leben und Tod entscheiden. 

    Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen spannend brutalen Roman, der mir genau das an Lesefreuden bescherte, was mir die Schönheit des Covers vorgegaukelt hat. 

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    Cover des Buches Unter den Linden 69783550200601

    Bewertung zu "Unter den Linden 6" von Ann-Sophie Kaiser

    Unter den Linden 6
    MelEvor 16 Tagen
    Historisch glaubwürdig

    "Unter den Linden 6" beleuchtet das Leben dreier sehr unterschiedlichen Frauen, die die Gemeinsamkeit aufweisen sehr wissbegierig zu sein und aufgrund ihres Geschlechts viele Kämpfe auf sich nehmen müssen, um diesem Wissensdurst Folge leisten zu können. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Protagonistinnen ist der Roman sehr lebendig und macht mich stellenweise auch sehr wütend, obwohl das Verhalten der Männer der damaligen Zeit angepasst ist. Eine Frau hat zu heiraten und muss nicht arbeiten, es sei denn sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen und muss ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Anni unterstützt mit ihrem Gehalt als Dienstmädchen ihre Familie, was erschreckender weise noch hinzukommt. Mir hat sehr gefallen, das es innerhalb der Story zu vielen positiven Wendungen kommt, auch wenn nicht alles zufrieden stellt. Im Nachwort wird noch einmal deutlich, wie schwer es Lise hat Anerkennung ihrer Arbeit zu erhalten und auch nicht namentlich erwähnt zu werden, wobei ihre Leistung gerade in Bezug der Radioaktivität herausragend ist. Hier werden lieber Männer genannt, auch wenn diese einfach nur während der Forschung dabei gestanden haben. Es war eindeutig eine ungerechte Zeit die hier beschrieben ist und gerade in Bezug auf die Frau oftmals eine bodenlose Frechheit, 

    Historisch gesehen sind die Ereignisse glaubwürdig dargestellt, wobei es die Freiheit der Autorin ist, hier und da auch fiktive Begebenheiten einzufügen. Eine einzelne Frau zu beleuchten und ihre Erwartung vom Leben zu umschreiben, wäre sicherlich langweilig gewesen. So erschuf die Autorin drei Protagonistinnen, die sich zu behaupten wissen. In der Person der Anni zeigt sich relativ rasch, das das Leben als Dienstmädchen schwer ist und Bildung eher weniger Stellenwert hat, dennoch ist ihre Intelligenz ein großer Vorteil, sodass Anni doch ihr Ziel erreichen kann. Leider verliebt Anni sich in den Falschen und muss Schweres erleiden, wobei auch hier deutlich wird, wie hart die Zeiten damals waren und der Wunsch einer Frau sich versorgt zu wissen, groß. Hedwig, die sich durch die Fälschung einer Unterschrift in die Universität in Berlin einschreibt, um Vorlesungen zu besuchen, ist unglücklich verheiratet und ihr Mann sicherlich nicht begeistert durch ihre Lügen. Auch hier zeigt sich, wie abhängig Frauen vom Wohlwollen ihrer Ehemänner sind, wobei hier dann später der Schwiegervater und auch Hedwigs Vater ein Machtwort sprechen. Eine Frau ist eindeutig nicht dazu berufen, eigenständig Entscheidungen zu treffen, was ich erschrecken fand. Letztendlich trifft Hedwig in meinen Augen die richtige Entscheidung, auch wenn sie sich vielleicht erneut abhängig macht. Lise, die in Wien ihr Abitur (Matura) bestanden hat, kommt mit einer großen Vision nach Berlin und muss schnell feststellen, das ihr regelrecht Felsbrocken in den Weg gelegt werden. Hier verwirkt sich definitiv das Recht auf Bildung, was ich natürlich wusste und dennoch schockieren die Tatsachen, das Universitäten Männern vorbehalten sind. Die Unterschiedlichkeit der Frauen ist herausragend und wenn man nun das Cover genauer betrachtet, sind auch dort drei Frauen zu erkennen, die ich spontan nach Beenden des Romans als Lise, Anni und Hedwig deuten kann. 

    Wirklich interessant sind auch bekannte Persönlichkeiten wie Max Planck und Otto Hahn, die ebenfalls einen Platz im Roman finden werden. Die Schädlichkeit der Röntgenstrahlen sind deutlich hervorgehoben und auch wenn Menschen sich zu Forschungszwecken diversen Schäden aussetzen kann ich mich dankbar schätzen, das ich dieses nun für meine Gesundheit nutzen kann. 

    "Unter den Linden 6" ist ein sehr lebhaftes Buch, welches mich sehr ansprechen konnte. Die gewählte Zeit ist 1885 und später, was darauf schließt, das sich viele Dinge in Bezug auf die Frau erst entwickelt und mich dennoch in meinem großen Gerechtigkeitssinn mitunter wirklich traurig macht, wobei ich auch dankbar dafür bin, mich diesen Gesetzen nicht mehr beugen zu müssen. Die Erklärungen am Ende des Romans sind herausragend und werten weiterhin auf. 

    Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung für "Unter den Linden 6" mit dem Hinweis, das es sich hier um historische Ereignisse handelt, die aus wahren Begebenheiten und jeder Menge Fiktion überzeugend gestrickt wurde. Die Wissenschaft wirkt nicht überladend oder so detailliert dargestellt, das es langweilig wirken könnte, Nein, im Fokus stehen die Frauen Hedwig, Lise und Anni, deren Aufeinandertreffen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung der damaligen Zeit sicherlich nur in Büchern möglich ist. Es ist definitiv eine interessante Lektüre, mit der ich mich gerne beschäftigt habe. 

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    Cover des Buches Pretty Dead. Wenn zwei sich lieben, stirbt die Dritte9783473401956

    Bewertung zu "Pretty Dead. Wenn zwei sich lieben, stirbt die Dritte" von Stefanie Hasse

    Pretty Dead. Wenn zwei sich lieben, stirbt die Dritte
    MelEvor 21 Tagen
    Manifest der Manipulation


    "Pretty Dead. Wenn zwei sich lieben, stirbt die Dritte" ist reich angefüllt mit Manipulation und Intrigen, die sich erst nach und nach offenbaren. Das Ende ist sinnig und gibt tiefe Einblicke in das Leben der Ballkönigin, die schier erschlagen und aufzeigen, das Menschen es schaffen alle um sich herum zu belügen und damit nicht nur ihr eigenes Leben zu belasten. Das Jugendbuch lebt durch die vielen Fragen die sich während des Lesens bilden, was den Spannungsbogen erhöht und Antworten erfordert. Es ist nicht nur das Sterben auf dem Schulball was der Plot des Buches ist, sondern auch die Protagonisten, die durch ihr unterschiedliches Denken und Handeln verdächtig wirken. Letztendlich kommt alles ganz anders und weist auf echte Dramen hin. Sarah ist definitiv ein Biest, die alle Fäden in den Händen hielt, aber wer hasst sie dermaßen, das sie / er ihren Tod wünscht? Die Autorin schafft letztendlich ein überzeugendes Ende dieser Machtspielchen und Manipulation und zeigt eine junge Frau, die unnachgiebig und wenig sympathisch wirkt.

    Die eingebaute Liebesgeschichte gibt ein klein wenig Schönheit in all die Schrecken des Todes und nimmt mir doch zu wenig Raum ein. Es gilt einen Tod aufzuklären, in den viele involviert zu sein scheinen, zumal Sarah sich scheinbar reichlich Feinde gemacht hat. Sie wird als starke Persönlichkeit aufgezeigt, deren Einfluss auch nach ihrem Tod lange nachklingt. Menschen können großen Einfluss auf uns nehmen, was hier ganz deutlich wird und wer nicht nach Sarahs Pfeife tanzt, wird große Ablehnung zu spüren bekommen. Oftmals kam es mir so vor, als würde sie andere in eine Art Abhängigkeitsverhalten führen, was sich auch innerhalb ihrer Familie deutlich zeigt. 

    "Pretty Dead. Wenn zwei sich lieben, stirbt die Dritte" ist ein gelungener Highschool Thriller, der angefüllt ist mit Geheimnissen und Erinnerungen, die zu Schuldfragen führen, denn nicht nur der Tod während des Schulballes nimmt Raum ein, sondern auch ein schrecklicher Unfall an dem einige der Protagonisten beteiligt waren. Hier zeigt sich erneut, das Lügen oftmals kurze Beine haben und dennoch dermaßen auf die Psyche einwirken, das Veränderungen im Denken und Handeln eintreten.

    Letztendlich führt die Autorin mehrfach geschickt auf falsche Fährten, sodass der Spannungsbogen erhalten bleiben kann. Ein solider Jugendthriller, dem ich sehr gerne eine Leseempfehlung aussprechen möchte, da ich mich sofort auf den sehr gelungenen Plot einlassen konnte. Auch wenn der Klappentext sehr viel verrät, wird es viele Verwirrungen und Veränderungen geben innerhalb der Story, sodass nichts offensichtlich wirkt und es einige Überraschungen gab, die ich als sehr gelungen erachtet habe. 

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    Cover des Buches Das sternenlose Meer: RomanB07ZTF92YC

    Bewertung zu "Das sternenlose Meer: Roman" von Erin Morgenstern

    Das sternenlose Meer: Roman
    MelEvor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Wie in einem Märchen, wo es eben auch Gut und Böse gibt, wirkt dieses sehr authentisch, da es eine gewisse Faszination ausgelöst hat.
    Schatztruhe der verbogenen Wörter und Geschichten

    "Das sternenlose Meer" ist ein Märchen in einem Märchen. Ich bin restlos begeistert über diese fantastische Geschichte, ihren Protagonisten und dem kompletten Zauber der geschriebenen Worte. Wer "Der Mitternachtszirkus" ebenfalls liebte, wird sich auch in "Das sternenlose Meer" hineinstürzen können, um zu träumen und in warmen Honig schwimmen zu lernen. Nicht immer ist alles sofort begreiflich, ergibt aber nach und nach einen Sinn, um dann letztendlich eine Story zu weben, deren Schönheit quasi erschlägt. Es ist ein eintauchen in eine sehr lebendige wortreiche Geschichte, die sehr viel Potential zu meinem Jahreshighlight 2020 hat. Es ist mitunter Brutal und dennoch mit soviel Detailverliebtheit geschmückt, das es nach Narnia eine meiner liebsten fantastischen Märchen werden könnte. Wer das sternenlose Meer für sich entdeckt wird nichts anderes können als sich zu verlieben. Bildlich absolut phänomenal, sodass es fast erscheint, als wäre der Leser / die Leserin inmitten der Story, die mit ihren über 600 Seiten dennoch rasch gelesen war. Die Schriftgröße tat ein übriges, das Lesen als sehr angenehm zu gestalten.
    Die Protagonisten sind ausgewogen und beleben die Story vielfach, die eben auch einen kleinen Anteil an Alice im Wunderland hat oder auch Narnia ein Zuhause geben könnte. Das Cover weist schon auf lebenswichtige Schlüssel und Türen hin und es ist ratsam, sich immer für die richtige zu entscheiden. Auch die Liebe zum Buch wird verdeutlicht, sodass eigentlich jeder sein Lebensbuch erhält, und zwar genau das, was seine Geschichte erzählen wird. Als Zachery immer wieder auf ein Buch stößt, welches seine eigene Kindheit erzählt, wächst seine Neugier mehr und mehr, sodass er in das Abenteuer seines Lebens gestoßen wird und dabei die Liebe seines Lebens finden wird. Eine Liebe, die ihn scheinbar verrät, aber letztendlich retten wird. "Das sternenlose Meer" hat demnach auch einige romantische Aspekte, die sich mit Intrigen und Abenteuer ablösen. Es nimmt wenig Raum ein, ist aber vorhanden, sodass eben auch sehr viele schöne Momente sich ablösen. Wie in einem Märchen, wo es eben auch Gut und Böse gibt, wirkt dieses sehr authentisch, da es eine gewisse Faszination ausgelöst hat.
    Ich muss dieses Buch einfach weiterempfehlen, da es mich wirklich restlos begeistert hat. Zachery wirkt mitunter zwar sehr verpeilt, ist aber als Protagonist ganz wunderbar gewählt, denn seine Zielstrebigkeit wird dazu dienen, das Ende dieser Geschichte zu finden, die dann letztendlich ganz anders ausgeht als zuvor von mir erwartet. Von wegen:"Sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende?" Darauf wird man vermutlich lange warten müssen, denn Erin Morgenstern hat ihr eigenes Ende sicherlich ganz bewusst so gewählt, das der Leser / die Leserin dennoch ein ausgewogenes Schlusswort bekam. Echte Leseempfehlung!

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    Cover des Buches Die Liebe fällt nicht weit vom Strand9783548062624

    Bewertung zu "Die Liebe fällt nicht weit vom Strand" von Franziska Jebens

    Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
    MelEvor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Chaotisch Verliebt mit Reizdarm ☺
    Chaotisch Verliebt mit Reizdarm

    "Die Liebe fällt nicht weit vom Stamm" bietet kurzweilige Unterhaltung, die charmant und chaotisch aus dem Liebesleben der Protagonistin Sophie erzählt. Sophie erscheint mir nicht nur allein durch ihren Reizdarm sehr unsicher und wenig selbstbewusst, sondern auch durch ihr Verhalten und ihre eigene Meinung über sich. Vielleicht hat sie deshalb auch einen dominanten Mann an ihrer Seite, der sich gestärkt fühlt, wenn er Sophie klein machen kann? Ich war oftmals entsetzt darüber, wie wenig Mut Sophie hat, diese Beziehung, die ihr eher schadet als nutzt, zu beenden. Gut gefiel mir das sich Sophie weiterentwickeln kann, beruflich und auch privat und nicht das kleine Dummchen bleibt, so wie sie zu Beginn des Romans dargestellt ist. Charakterlich ist definitiv eine Entwicklung erkennbar, die sich auch auf die Liebe auswirkt. Hinzu kommen die Lebensträume, die endlich irgendwann erfüllt werden können und sich Sophie auch hier und da beweisen kann. Sie hat definitiv Köpfchen, was sich immer wieder zeigt, nur lässt sie sich viel zu oft entmutigen, was natürlich zu einem Spannungsaufbau innerhalb der Story führt, da es offensichtlich ist, das es noch nicht alles an Erfolg sein kann. Erfolge lassen sich immer anders beurteilen und es sind oft andere Personen, die einem Steine in den Weg werfen aus Neid und Missgunst. Mitunter ist es auch üble Nachrede, aber Sophie kann vieles davon ausblenden und sich durch Leistung, Kreativität und Ideenreichtum vieles umsetzbar ist, während andere stattdessen eher die Hände in den Schoss legen oder eine Maniküre nutzen würden. Fleiß zahlt sich mitunter aus und das ist, was in "Die Liebe fällt nicht weit vom Stamm" ganz deutlich hervorgehoben wird. Gut ist, das Sophies Gaben erkannt werden. 


    Der Roman "Die Liebe fällt nicht weit vom Stamm" ist herrlich chaotisch und liebenswert, wobei mich manchmal doch genervt hat, das Sophie zu Beginn durch Nervösität und innere Anspannung sehr oft auf der Toilette vorzufinden war, was ich als sehr anstrengend empfunden habe, zumal die Protagonistin über sehr viel Potential verfügt und dieses nicht nötig hätte. Zum Ende hin ist alles genauso, wie man es von einem Liebesroman erwartet, wobei "Die Liebe fällt nicht weit vom Stamm"  oftmals eher wie ein Komödie gewirkt hat. Sei es drum, mir hat es gefallen und daher spreche ich auch gerne eine Leseempfehlung aus! 

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    Cover des Buches Sommernachtsglück9783959674461

    Bewertung zu "Sommernachtsglück" von Sue Moorcroft

    Sommernachtsglück
    MelEvor 24 Tagen
    Stimmungsvoll und romantisch wie ein Mohnblumenfeld

    Ich liebe Mohnblumenfelder und daher sprang mir das Cover von "Sommernachtsglück" auf der Verlagsseite direkt ins Auge und da er Klappentext auch recht vielversprechend klang, freute ich mich sehr auf das Lesen dieser oftmals kitschigen und vorhersehbaren Story, die aber mitunter so viel Tiefgang beweist, da sie aufzeigt, wie schmerzlich Sehnsüchte und Träume sind, wenn sich dieses mit dem Wunsch nach einem echten Zuhause verbindet. Die Protagonistin Clancy muss einiges erleiden und ihre Flucht aus London und ihrer gewohnten Umgebung ist nachvollziehbar. Manchmal ist das Leben ein Spießrutenlauf und in mir machte sich definitiv Mitleid breit. Hier fehlt zunächst der sichere Hafen, wobei besser ein Ende mit Schrecken innerhalb einer Beziehung, die kurz vor der Hochzeit gestanden hat, als ein Schrecken ohne Ende. Ein Mann, der lange Zeit belügt und betrügt, ist es nicht wert, ihm nur eine Träne nachzuweinen, wobei natürlich ein Verarbeitungsprozess dessen absolut notwendig ist. Clancy nimmt eine Anstellung als Verwalterin im Cottage ihrer Cousine an, um Erlebtes zu verarbeiten und einen Neuanfang zu wagen. Sie ahnt nicht, was dieses letztendlich für neue Chancen bieten wird, auch, was eine neue und echte Liebe betrifft.

    Clancy selbst ist als Protagonistin sehr weich gezeichnet, was mir aber sehr zusagt, denn manchmal ist Naivität auch attraktiv. Sie stößt hier und da zunächst auf Ablehnung, was aber nicht sie betrifft, sondern ihre Cousine Alice, die ihren Verlobten Lee vor dem Traualtar stehen gelassen hat. Ein echtes No Go, wobei all die alten Gefühle, die Lees Familie betreffen nun auf Clancy übertragen werden. Alice selbst hat auch ihren Auftritt innerhalb der Story, was sie nur noch egoistischer und oberflächlicher erscheinen lässt. Es sind alles Charakterzüge, die nicht auf Clancy zutreffen. Hier werden zwei komplett unterschiedliche Frauen dargestellt und was mir während des Lesens sauer aufstößt, ist die Tatsache, das Clancy in ihrem Harmoniebedürfnis nicht zurückschlägt, sondern liebevoll erduldet. Dieses wirkt leider etwas aufgesetzt und wenig glaubwürdig. Ungerechtigkeiten in sich hinein zu fressen bringt einfach nur Magenschmerzen. Alice zieht sich irgendwann wieder zurück und für Clancy bieten sich so neue Chancen, die sie zu nutzen weiß.

    Ein traumhaftes Setting, eine liebenswerte Protagonistin und die Möglichkeit für Neuanfänge bieten einen gewissen Reiz und geben "Sommernachtsglück" genau diese wundervollen Momente, die ich mir erhofft habe. Ein Roman, der ganz wunderbar in diese Jahreszeit passt und den Sommer noch ein klein wenig heller und strahlender machen wird. Hier und da sind einige kleine Schwächen zu erkennen, aber man sollte auch nicht immer zu streng mit seinen Beurteilungen sein, denn da es ein Happy End für Clancy geben wird, werden alle Unzulänglichkeiten einfach ausgemerzt. Ein Roman so stimmungsvoll und romantisch wie ein Mohnblumenfeld und daher unbedingt eine Leseempfehlung wert. Gefallen hat mir definitiv, das die Story nicht nur seicht und leicht ist, sondern auch ganz viel Tiefe innerhalb der Zeilen vorhanden sind, sodass es mich wirklich überzeugt hat. 

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    Cover des Buches Wild - Sie hören dich denken9783401605104

    Bewertung zu "Wild - Sie hören dich denken" von Ella Blix

    Wild - Sie hören dich denken
    MelEvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Jugendbuch, welches mich begeistert, nachdenklich stimmt und definitiv bleibend ist.
    Feel Nature - Jugendliche Straftäter



    "Wild - Sie hören dich denken" ist ein sehr gelungenes Jugendbuch, welches durch einen hohen Spannungsbogen überzeugt. Einzig das empfohlene Lesesalter empfand ich zu gewagt, da ich vermute, das es ab 12 Jahren hier und da ein klein wenig überfordern wird, da manche Details doch sehr gruselig gestaltet sind. Insgesamt gesehen ist die Story definitiv ein echtes Highlight und für jedes Alter geeignet. 






    "Wild - Sie hören dich denken" liest sich hier und da wie ein modernes Märchen mit ganz vielen Fantasyanteilen, erlebter Freundschaft und definitiv auch Begebenheiten aus dem Umfeld der jungen Leser_innen. Hinzu kommt ein so hoher Spannungsbogen, sodass die kurzen Kapitel quasi von mir inhaliert wurden. Mein Interesse weckte besonders das wundervoll gezeichnete Cover, welches im Nachhinein die Bedeutung der Story um einiges hervorheben kann. Auch das Schriftbild ist sehr angenehm, hinzu kommt der ansprechende Schreibstil, der nicht vermuten lässt, das sich hier ein Autorenduo am Werk befand. Ergeben hat sich ein ganz wunderbar gestaltetes Jugendbuch, dessen Setting und Protagonisten komplett gelungen sind. 






    Der Plot ist definitiv gewaltig, wild und bietet sehr viel Raum für Überraschungen. Die Grundidee ist sehr beachtlich, wobei es nicht utopisch wäre, innerhalb der heutigen Wissenschaft ebenso Großes zu erreichen. Hier gehen die Autorinnen einen sehr interessanten Weg und lassen Mensch und Natur miteinander agieren, wenn auch nicht ganz ganz freiwillig. Besonders wichtig hervorzuheben ist der Perspektivwechsel, durch die unterschiedlichen Darstellungen des Erlebens wirkt die Story um einiges lebendiger und lässt Protas authentischer in Emotionen und Handeln erscheinen, denn jede/r trägt sein Päckchen was er / sie ertragen muss.






    Faszinierend war für mich auch die sehr bildliche Darstellung von Schauplatz und Protagonisten, sodass echte Lebendigkeit vorhanden war. Die Protagonisten wirken authentisch und nicht aufgesetzt, was mir sehr gefallen hat. Gerade Noomi wirkt mit ihren Gedächtnislücken sehr interessant und die Auflösung innerhalb ihrer Persönlichkeit war absolut gigantisch. Hier bekam ich meine erste Überraschung präsentiert, denen weitere folgen werden. "Feel Nature" das Programm für jugendliche Straftäter, dessen Regelbruch eine sofortige Haftstrafe beinhaltet, ist zunächst beängstigend, wobei es aber eben auch in vielen Bereichen der Jugendlichen Veränderungen verspricht. Der Titel des Buches zielt genau darauf hin und wird aber erst spät begrifflich, was mir sehr zusagt.


    "Feel Nature" lässt auf Anhieb ein Buch über den Klimawandel oder ähnlichem erahnen, was sich aber nur zu einem minimalen Anteil bewahrheitet. Die Natur und ihre Lebewesen spielen eine sehr große und tragende Rolle, die sich mit Wissenschaft und Fantasy verbindet. 


    Rettung kann vielfach definiert werden und hier in eine fantastische Geschichte eingewoben, bekommt es eine spannende und wichtige Note, da die Jugendlichen zusammenhalten müssen, um etwas zu erreichen und dieses nur durch Spürsinn und auch Intelligenz zustande kommt. Nicht immer sind Straftäter Straftäter, sondern mitunter einfach nur dem Schicksal entsprungen, was jetzt nicht heißt, das ich die angesprochenen Delikte gut heiße, aber sie sind der Story angemessen und stimmen zum Teil auch sehr nachdenklich. 


    Ein Jugendbuch, welches mich begeistert, nachdenklich stimmt und definitiv bleibend ist. Eine absolute Leseempfehlung, wenn ich auch wie schon erwähnt, die Altersempfehlung der jungen Leser_innen ein klein wenig hochstufen würde, bin ich sehr zufrieden mit dem Ende des Buches, welches die entstandenen Freundschaften innerhalb des Campes verdeutlicht und aufzeigt, wie wichtig Zusammenhalt sein kann, wobei es hierbei auch zur Orientierung und Zufriedenheit dienen konnte. 



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    Cover des Buches Denn Geister vergessen nie9783945362716

    Bewertung zu "Denn Geister vergessen nie" von Jessica Koch

    Denn Geister vergessen nie
    MelEvor einem Monat
    Kurzmeinung: Vermutlich scheiden sich hier die "Geister" ☺, denn ich fand die Story lediglich nett und nicht herausragend. 3,5 Sterne
    Stürmisch und emphatisch

    "Denn Geister vergessen nie" fiel mir mehrfach auf diversen Buchseiten auf, sodass ich sehr neugierig auf das neuste Werk der Autorin Jessica Koch wurde. Nachdem ich im letzten Jahr  auf der FBM 2019 mehrfach einer riesigen Schlange von Autogrammjäger_innen ausweichen musste, musste diese Autorin einfach genial sein und meine Neugier wuchs umso mehr. 

    Die Charaktere des Romans sind interessant gezeichnet, wobei mir einiges doch zu oberflächlich geblieben ist, um mich mit ihnen zu identifizieren oder sie sympathisch zu finden. 

    Durch Rückblenden in die Kindheit von Jano und Mian wird deutlich, warum sie sich außergewöhnlich verhalten und das Band, welches sie verbindet so stark ist. In Anbetracht dessen, das ich selbst Mutter bin, kann ich ein klein wenig verstehen, warum Eltern außergewöhnliche Wege gehen, um ihr Kind zu retten. Auch Amys Schmerz lässt sich so besser verstehen. Ihre Trauer ist glaubwürdig dargestellt und die Heilung die irgendwann erfolgt, ist richtig und wichtig. Es beginnt ein Loslassen, was durch Mian und seine Empfindungen über Amys Schmerz ausgelöst wird. Hinzu kommt Janos Gabe, die ich eher als unrealistisch betrachte, denn ein Medium will ich es nennen, ist mir schon immer suspekt. Es nimmt mir ein klein wenig den Reiz der Liebesgeschichte, die sich hier anbahnt und Vorahnungen, von mir aus auch 7. Sinn, nehmen mir eindeutig zu viel Raum ein, sodass alles andere verblasst, was der Story Schönheit verleihen würde.

    Bücher sind eindeutig Geschmackssache und vermutlich scheiden sich hier die "Geister" ☺, denn ich fand die Story lediglich nett, aber nicht herausragend.  "Denn Geister vergessen nie" ist eine runde und ansprechende Story, die durch Voodoo allerdings ein klein wenig des Zaubers nimmt, den ich mir erhoffte, nachdem ich den Klappentext gelesen habe. Der Roman hat definitiv Potential, ist aber komplett anders als ich erwartet hätte und überzeugt mich leider nicht gänzlich. Mir fehlt die versprochene Romantik, daher würde ich "Denn Geister vergessen nie" nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen. 


    3,5 Sterne

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