Mizuiro

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Blue is the Warmest Color (ISBN: 9781551525143)

    Bewertung zu "Blue is the Warmest Color" von Julie Maroh

    Blue is the Warmest Color
    Mizuirovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr schöne Geschichte! Teenage Drama in einem Drama-Rahmen.
    Oh, the Drama!

    Beim Lesen hatte ich immer wieder zusätzliche Bilder vor Augen. Das ist zwar nichts Schlechtes, in diesem Fall waren es aber leider Bilder aus der Verfilmung dieser Graphic Novel.

    Und die fand ich leider… doch, ja. Eher schlecht.
    Durch den Vergleich von Buch und Film könnte ich hier eine NOCH schlechtere Rezension des Filmes oder eine NOCH bessere Rezension des Originals schreiben. Aber der Film ist schon eher lang her, für Interessierte möchte ich nur diese kurze Anmerkung machen: Der Film ist viel ausführlicher und langatmiger als das Original, es passiert eigentlich wenig und das, obwohl einiges dazu erfunden wurde. Während der Film alles unerträglich in die Länge zieht und die eigentliche Rahmenhandlung dafür ausspart ist die Graphic Novel eine sehr schöne und traurige Umsetzung einer Liebesgeschichte.

    Was mich an Blue is the warmest color besonders begeistern konnte war das Spiel mit der Farbgebung. Durch die verwendeten Farben (Größtenteils schwarz, weiß mit ein bisschen blau) wird sehr viel Stimmung und Bedeutung transportiert.
    Die Charaktere sind für dieses Genre auch erstaunlich gut herausgearbeitet, finde ich.
    Die Handlung als ganzes mag vielleicht eine Spur zu dramatisch sein, aber – tut mir leid – ich mag sowas.

    Thematisch ist es übrigens eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen in einem Umfeld, gegen dessen Druck und Vorurteile sie sich zur Wehr setzen müssen. Am Anfang ist die Protagonistin Clem noch sehr jung, was der Geschichte ein bisschen Teenie-Drama-Charme verleiht. Aber sowohl der Teenie-Charme als auch die Figuren verändern sich, sodass mir das Gesamtwerk sehr gut gefallen hat.

    Mit Zeichenstilen kenne ich mich ja nicht so gut aus, prinzipiell haben mir die Zeichnungen in Blue is the warmest color aber gefallen. Im Vergleich übrigens (ja, jetzt doch wieder) zur Filmversion, in der ich beide Hauptdarstellerinnen irgendwie nur schwer aushalten konnte (die eine war mir zu kindlich, die andere zu unsympathisch). Ja, und es war eben sehr schade, dass mir immer wieder diese Filmszenen im Kopf herumgeflattert sind, denn: Das Original hier ist viel besser als die Film-Version! So!

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    Cover des Buches Vakuum (ISBN: 9783943143157)

    Bewertung zu "Vakuum" von Lukas Jüliger

    Vakuum
    Mizuirovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Es hat ein bisschen gedauert, aber am Ende habe ich es geliebt!
    Was will es uns sagen?

    Wow.
    Dieses Buch ist nur schwer in Worte zu fassen. Als ich ca. bei der Hälfte war, hat mich jemand gefragt, wie ich es finden würde… ich konnte es nicht sagen.
    Zu groß war die Verwirrung, das mangelnde Verständnis für Figuren und Handlung und überhaupt… Mir war nicht klar, wohin diese Graphic Novel einen führen will. Oder was sie zu vermitteln versucht. Vermittelt sie überhaupt etwas?
    Dann war ich fertig.
    Und dann war da plötzlich große Begeisterung. Es war SO SCHÖN.
    Aber es war nicht das Ende, das dann plötzlich alles herum gerissen hat. Es war irgendwie die Wirkung des Gesamtkonzeptes.
    Wie gesagt, es ist schwer zu beschreiben.

    Was ich beschreiben kann, ist, dass Vakuum es versteht, Stimmungen zu vermitteln. Es ist die Kombination aus Worten und Bildern, die es schafft, dass man als Leser*in die drückende Hitze eines aufkommenden Sommergewitters in sich spüren kann.
    Außerdem, dass die Figuren – obwohl tendentiell unnahbar und ohne viel Hintergrundgeschichten – einem unglaublich ans Herz wachsen können.
    Es ist viel Magisches, Unverständliches und Symbolisches in diesem Werk. Und zwar nicht im Sinne von Feen, Wichteln und Konfettiregen, sondern mit einem wunderbaren Hauch von Düsterkeit. Auch die Geschichte ist von Anfang bis Ende eher grausam und brutal. Das muss man schon mögen. Die Bilder transportieren diese Brutalität aber nur selten. Es ist eher im Text bzw. zwischen den Panels, dass hier schlimme Dinge passieren.
    Ich habe das Gefühl abzudriften. Es ist ein bisschen wie in Vakuum

    Nein, ich kann nicht sagen, was das Buch gemacht hat. Es war aber großartig.
    Heute, einen Tag nachdem ich es gelesen habe, hatte ich schon den Gedanken, dass das das Weihnachtsgeschenk werden könnte.. für ungefähr alle die ich mag.

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    Cover des Buches Zwischen Ewig und Jetzt (ISBN: 9783596195015)

    Bewertung zu "Zwischen Ewig und Jetzt" von Marie Lucas

    Zwischen Ewig und Jetzt
    Mizuirovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr spannend und ein bisschen gruselig: Wieder so ein Buch, dass ich fast in einem Zug ausgelesen hatte.
    Sehr spannend und ein bisschen gruselig

    Wieder so ein Buch, das ich fast in einem Zug durchgelesen hatte..

    Da ich das Buch wirklich ausschließlich wegen des Covers gekauft hatte, war ich fast unvorbereitet und entsprechend überrascht, dass es eine – mehr oder weniger – gruselige Geistergeschichte ist. Die erste Seite, also den Epilog, fand ich fast ein bisschen kitschig. Umso mehr habe ich mich dann gefreut, dass der Rest des Buches dann doch viel, viel mehr von Spannung geprägt war, als von Kitsch.

    Das ist auch der Grund, warum ich dieses Buch so gut bewerte. Denn für mich war es vor allem spannend. Die Geschichte war gut.
    Obwohl ich die Protagonistin Julia gar nicht so sympathisch fand… Sie ist eigentlich ziemlich durchtrieben und falsch. Ihre Motive dabei sind zwar verständlich, aber für meinen Geschmack war sie dabei zu unreflektiert um richtiges Identifikationspotential zu bieten. Allerdings ist sie sechzehn und vor diesem Hintergrund ist das schon in Ordnung.

    Ich war auch nicht so der Fan von den anderen Hauptfiguren: Die waren mir zu besitzergreifend (ich hätte denen an Julias Stelle eine gescheuert) und teilweise zu gemein oder gewaltbereit.

    Auch fand ich schade, dass die Dreiecksgeschichte, die relativ schnell zum Nebenthema der Handlung wird, nicht richtig aufgelöst wird. Da hätte man mehr rausholen können, in irgendeine Richtung.

    Aber trotz dieser negativen Punkte, hat mir das Buch wirklich gefallen. Die spannende Handlung macht das alles so mühelos wett, dass ich sehr bei der Punktevergabe schwanke. Und weil die oben angeführten Kritikpunkte mein Leseerlebnis eigentlich überhaupt nicht beeinflusst haben, sondern eher das Ergebnis langer nachträglicher Überlegungen sind, gebe ich trotzdem volle Punktzahl!

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    Cover des Buches Niemand liebt November (ISBN: 9783789142956)

    Bewertung zu "Niemand liebt November" von Antonia Michaelis

    Niemand liebt November
    Mizuirovor 2 Jahren
    Wo Hass zur Liebe wurde (mein Leseerlebnis)

    Selten habe ich ein Buch, das ich am Anfang so wenig mochte, am Schluss so geliebt. Ehrlich, ich mochte es am Anfang SO WENIG, dass ich mir noch Rezensionen angeschaut hab, weil ich in Erinnerung hatte, dass es bei der Welt im Allgemeinen so gut angekommen ist und ich mir das nicht erklären konnte.

    Wie bei jedem Buch gibt es natürlich Menschen die es gut und welche die es schlecht fanden. Witzigerweise fand ich genau die Punkte, die andere als positiv empfunden haben, schrecklich und umgekehrt:
    Viele haben zum Beispiel geschrieben, dass sie sich mit der Hauptfigur November nicht identifizieren konnten und dass sie sie nicht mochten. Ich hatte damit überhaupt kein Problem. Zwar ist November kein Sonnenscheinchen, aber ihr Verhalten war den Umständen entsprechend reflektiert und durch ihre, den Leser*innen bekannte, Vorgeschichte nachvollziehbar. Ich finde sogar, dass die Figur sehr, sehr gut gelungen ist.

    Der Punkt der im Allgemeinen in den Himmel gelobt wurde, hat mich am Anfang absolut in den Wahnsinn getrieben: Der kitschige und schwülstige Schreibstil. Da blubbern Schatten, da strecken langfingrige Wörter ihre Hälse (gut, das hab ich erfunden, aber es macht klar was ich meine)… sodass ich mich am liebsten hätte übergeben mögen. Die ersten paar Seiten hab ich mich wirklich permanent sagen hören: „Wah, nein wirklich, ernsthaft??“. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich das Buch noch so lieb gewinnen werde.

    Aber es wurde nunmal sehr schnell sehr spannend! So spannend, dass ich das Buch am liebsten an einem Abend ausgelesen hätte. So spannend, dass ich den für mich so schlecht aushaltbaren Schreibstil komplett ausblenden konnte.

    Nicht nur die Handlung selbst war der Grund dafür, sondern auch die panische Angst davor, dass das Ende furchtbar werden könnte. Es hätte SO viele Möglichkeiten gegeben. Einmal dachte ich sogar, es wäre schon so weit…
    Beispielsweise ein komplett offenes Ende, das die Lesenden vereinsamt im Regen stehen lässt – dachte ich nach so viel Spannung nicht aushalten zu können.
    Aber um zumindest an dieser Stelle nicht zu spoilern, sage ich nur: Ich war nicht unzufrieden mit dem Ende.

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    Cover des Buches World of Warcraft: Traveler (ISBN: 9783733503918)

    Bewertung zu "World of Warcraft: Traveler" von Greg Weisman

    World of Warcraft: Traveler
    Mizuirovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend und sprachlich echt gut!
    Spannend, aber wohl eher eingeschränkte Zielgruppe

    Für Alle wird Traveler wahrscheinlich nicht unbedingt geeignet sein. Ich lehne mich etwas aus dem Fenster und sage sogar: Dieses Buch hat eine eher eingeschränkte Zielgruppe.

    Erstens hat es starken Bezug zu einem Computerspiel. Zudem noch zu einem eher klischeebehaftetem. Ich zumindest kenne mehr Menschen, die WoW(-Spieler*innen) prinzipiell komisch finden, als solche, die es einmal probiert haben und tatsächlich nichts damit anfangen konnten.

    Zweitens ist Traveler eigentlich ein Kinderbuch. Der Klappentext weist es für „junge Leser“ und das Preisschlid mit „ab 12 Jahren“ aus. Wer sich, obwohl älter, vielleicht trotzdem darüber wagt, möge sich also nicht weiter wundern, dass das Buch z.B. bebildert ist, aber dazu später mehr.

    Zwar bin ich eher kein allzu junges Leserlein mehr, aber ich spiele (ab und zu) dieses berüchtigte Computerspiel und entspreche damit zumindest teilweise der Zielgruppe. Allerdings bin ich leider nicht so nerdig sehr in dieser Welt heimisch, dass ich überkritisch wäre. Falls es WoW-bezogene Fehler in Traveler geben sollte, sind sie mir nicht aufgefallen.
    Im Gegenteil, ich habe mich in der beschriebenen Welt so wohl gefühlt, wie im Spiel selbst. Leider ist es darum auch sehr inspirierend, weshalb ich praktisch gleich in der ersten Lesepause einen alten Computer rausgezerrt und aufgebaut habe um.. ihr habts erraten: WoW zu spielen. Und da das ebenso süchtig macht, wie lesen, komme ich zzt. kaum zu anderen Dingen.
    Ob das jetzt ein Plus- oder Minuspunkt für das Buch ist? Schwer zu sagen.

    Eigentlich muss ich jetzt gar nicht mehr viel schreiben: Ich glaube, das Buch hat den Zweck bei mir erfüllt, den es erfüllen wollte. Nur, mich hat es nicht nur inspiriert, sondern es hat mir auch gefallen. (Hört, hört!)
    Ich habe zwar nur die deutsche Übersetzung gelesen, finde aber, dass der Schreibstil darin sehr gut war. Besonders gelungen fand ich die Perspektivenwechsel, die schon fast an einen Film erinnern. Die Figuren sind auch erfreulich gut ausgearbeitet für ein Kinderbuch.
    Dazu sei aber noch gesagt, dass ich mich ab und an schon wegen komplizierter Wörter und vor allem wegen der Brutalität gewundert habe, die hier beschrieben wird. Ich bin halt wirklich die Letzte, die sich mit Kindern auskennt, aber ich habe mich gefragt, ob sowas für Zwölfjährige geeignet ist? Vermutlich aber schon.
    Sollte sich also ein Elternteil hierher verirren, tatsächlich bis hier her gelesen haben und noch immer nicht schlauer sein als vorher, würde ich raten: Lest das Buch einfach selbst und entscheidet dann. Es ist auch sehr kurzweilig und ich kann es sowieso empfehlen.

    Zum Abschluss möchte ich noch die am Anfang schon erwähnte Bebilderung loben! Die Geschichte der Bilder ist tatsächlich in die Geschichte eingeflochten, sodass sie nicht nur als Genrencharakteristika ihre Daseinsberechtigung haben. Und: Sie sind hübsch.

    Und jetzt vergebe ich ohne noch viele Worte zu verlieren: 5 Punkte!

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    Cover des Buches Die Enteigneten (ISBN: 9783937897202)

    Bewertung zu "Die Enteigneten" von Ursula K. Le Guin

    Die Enteigneten
    Mizuirovor 3 Jahren
    Cover des Buches Hedda Gabler (ISBN: 9783150027738)

    Bewertung zu "Hedda Gabler" von Henrik Ibsen

    Hedda Gabler
    Mizuirovor 4 Jahren
    Der depressive Wahnsinn

    Eigentlich lese ich nicht gerne Theaterstücke... So etwas ist für die Bühne konzipiert und ich halte den Mangel an Fließtext nur schlecht aus.

    Bei Hedda Gabler hat mir das Lesen aber trotzdem Spaß gemacht!
    Es ist auch ein dünnes Büchlein, das sich nicht unterträglich in die Länge zieht, tatsächlich kommt die Handlung ziemlich schnell auf den Punkt.
    Von Anfang an ist die namensgebende Protagonistin nicht gerade eine Sympathieträgerin. Das wusste ich auch schon voher - bei Klassikern ist es ja oft so, dass man das eine oder andere schon weiß, bevor man das Buch wirklich gelesen hat.
    Trotzdem konnte ich stellenweise mit ihr mitfühlen und irgendwie fand ich ihren depressiven Wahnsinn auch sympathisch.

    Und genau das ist wohl auch Sinn der Sache, nehme ich an, immerhin haben wir es hier mit einem gesellschaftskritischen Werk über die Rolle des Individuums (sehr präsent: der Frau) im 19. Jahrhundert zu tun. Die Punkte, die mich angesprungen haben waren  zum Beispiel die Frage nach dem Sinn des Lebens, die Fähigkeit zur Empathie und Langeweile. Alles Dinge, die ganz unglaublich gut auch in die heutige Zeit passen, vielleicht hat mich das Buch deswegen so begeistert.

    Auch wenn es sich bei dem Stück um ein Drama handelt, plätschert der erste Akt noch locker dahin und ist stellenweise auch noch richtig komisch. Mit jedem weiteren Akt (insgesamt vier) spitzt sich die Lage aber zu, kurz vor dem Ende kann man schon erahnen, was passieren wird. Und weil es sich auch an dieser Stelle immer noch so locker liest (auch wenn der Inhalt eben nicht mehr so locker ist), ist das Ende auch bald da.. und es ist wunderschön. Zumindest würde Hedda das sagen, und ich muss ihr in dem Fall Recht geben.

    Also, meine Lieben. Vielleicht gibt es jemanden unter euch, der aus Gründen "irgendeinen" Klassiker oder "irgendeinen Klassiker der nordischen Literatur" lesen muss oder möchte. Ich lege euch Hedda Gabler (aber eigentlich Ibsen generell) hiermit ans Herzchen.

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    Cover des Buches Libellensommer (ISBN: 9783401509105)

    Bewertung zu "Libellensommer" von Antje Babendererde

    Libellensommer
    Mizuirovor 4 Jahren
    Leichte Urlaubslektüre

    Als einfache Urlaubslektüre oder zum Abschalten für Zwischendurch kann ich das Buch echt empfehlen!

    Grundsätzlich sind die Geschichte und ihr Verlauf nicht besonders tiefgründig. Das braucht es aber auch gar nicht, schon Cover und Klappentext machen ja deutlich, dass es sich um ein Jugendbuch vorwiegend fröhlichen (oder halt seichten) Inhaltes handelt.
    Leider kommt die Spannung fast eine Spur zu kurz, es plätschert so dahin und ist zwar durchaus interessant... Aber so richtig richtig spannend war es irgendwie nicht.

    Dafür sind mir zwei Punkte besonders positiv in Erinnerung geblieben: Ich finde, die Protagonistin Jodie, ist echt etwas besonderes. Sie ist nicht die typische Heldin, die einem in leicht abgewandelter Form in nahezu jedem Jugendbuch begegnet. Im Prinzip ist sie im Vergleich zu disen typischen Heldinnen ein ziemlich egozentrisches, von den Nachwirkungen der Pubertät gebeuteltes Biest. Aber gerade das macht sie meiner Meinung nach so sympathisch.
    Außerdem ist sie übergewichtig und isst dauernd Süßigkeiten, auch mal was anderes.

    Der zweite Punkt ist vielleicht etwas abgedroschen, kann mich aber immer wieder begeistern: Ich mag das sehr, wenn ein naturverbundenes Leben idealisiert und in Kontrast zu der bösen und verdummten zivilisierten Gesellschaft gestellt wird.
    Man kann davon ja halten, was man will. Ich mag das aber!

    Alles in Allem war das Buch aber genau das, was ich erwartet habe und genau das, was ich im Urlaub lesen wollte: Eine leichte Lektüre für Zwischendurch, das einen unterhält, aber durchaus auch auf die Seite gelegt werden kann, wenn man zum Beispiel - (ein Urlaubsklischee muss her!) - mittendrin kurz ins Meer hüpfen will.

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    Cover des Buches Ada - Im Anfang war die Finsternis (ISBN: 9783401601120)

    Bewertung zu "Ada - Im Anfang war die Finsternis" von Angela Mohr

    Ada - Im Anfang war die Finsternis
    Mizuirovor 4 Jahren
    Ich konnte es nicht weg legen

    Was für ein Tag! Ein Tag, an dem ich eigentlich ganz andere Sachen machen wollte... Dann dachte ich so, dass ich ja lange nicht mehr gelesen habe und dass ich mich doch für ein halbes Stündchen hinsetzen und ein neues Buch anfangen könnte. Ja. Plötzlich war es sechs Stunden später und das neue Buch war ausgelesen.
    Ich finde, das gilt schon als erster Pluspunkt für Ada. Im Anfang war die Finsternis.

    Ein zweiter Pluspunkt: Es ist eines dieser Bücher, die einen mit einem ganz merkwürdigen Gefühl zurück lassen. Eine Mischung aus Aufgewühltsein wegen der Handlung und ein bisschen Traurigkeit, weil man von dem Buch wieder Abschied nehmen muss.
    Eigentlich mag ich das Gefühl gar nicht. Und trotzdem mag ich das irgendwie an Büchern... wenn sie sowas mit einem machen können...

    Eigentlich möchte ich viel lieber weiter darüber schreiben, was das Buch in mir bewirkt hat, aber kurz will ich doch auch auf die üblichen Verdächtigen Schreibstil, Figuren eingehen.

    Der Schreibstil ist typisch für ein Jugendbuch: Relativ einfach gehalten, geradeso, dass er es schafft die Leser zu fesseln und in die Geschichte mitzureißen. Einfacher Stil ist gut für die Spannung!
    Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht verschiedener Figuren erzählt. Auch kein neuer Kunstgriff mehr, aber ich mag das sehr gerne! Dadurch ergeben sich immer so schöne Puzzleteile, die sich im Verlauf der Handlung mehr und mehr zusammen fügen. Das ist hier sehr gut gelungen, finde ich.
    Besonders lobend muss ich mich zu dem Prolog äußern, der die Handlung gleich zu Beginn und nur ganz kurz von einer Perspektive beleuchtet, die dann erst in der zweiten Hälfte des Buches wieder vorkommt. Schwierig, hier nicht zu spoilern... Jedenfalls hat mir dieser Aufbau der Geschichte sehr gefallen!

    Bei den Figuren will ich mich eher kurz fassen. Die Handlung wird hauptsächlich von den Protagonisten Ada und Luca erzählt und durch die Ich-Perspektive kann man sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfiebern. Ihr Verhalten lässt sich sehr gut nachempfinden, was bei diesem Genre schon auch ab und zu mal nicht der Fall ist...

    Mein Fazit zu diesem Buch: Auch wenn das Thema Sekten in einem Jugendbuch eher nach der Sorte Lektüre klingt, die man gezwungen wird in der Schule zu lesen ist Ada doch richtig spannend! Neben der aufwühlenden Geschichte und der eindeutigen Kritik an fragwürdigen religiösen Gruppierungen klingt meiner Meinung nach auch ein bisschen Kritk an der postmodernen Gesellschaft durch.
    So gesehen wäre Ada vielleicht doch eine gute Schullektüre, hmmm.
    Auf jeden Fall hat mich das Buch unglaublich bewegt und gefesselt, eine gute Kombination und darum gebe ich ohne weitere Worte zu verlieren, fünf Punkte.

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    Cover des Buches The Hobbit and History (ISBN: 9781118167649)

    Bewertung zu "The Hobbit and History" von Nancy R. Reagin

    The Hobbit and History
    Mizuirovor 4 Jahren
    Interessierte wird das interessieren ;)

    The Hobbit and History ist eine Aufsatzsammlung aus der Wiley Pop Culture and History Serie.
    Andere Titel sind zum Beispiel Star Trek and History oder Harry Potter and History. Also da ist bestimmt mal für JedeN was dabei...

    Die Aufsätze in The Hobbit and History behandeln vor allem die Quellen, die J.R.R. Tolkien beim Verfassen im Kopf hatte. Im Klartext heißt das: Es geht um die Ähnlichkeiten zwischen Der Hobbit und Beowulf, Odin und Konsorten.

    Da die Aufsätze von verschiedenen Autoren und Autorinnen sind, macht es an sich wenig Sinn, das ganze Buch zu rezensieren. Für eine Rezension zu jedem der Artikel reichen aber weder meine Aufzeichnungen, noch meine Geduld.
    Alles in Allem scheinen mir die einzelnen Kapitel gut recherchiert und die wissenschaftlichen Laufbahnen des Großteils der AutorInnen sprechen auch für diese Annahme.

    Übrigens wiederholen sich manche Dinge (wie zum Beispiel die Ähnlichkeiten Smaugs mit dem Drachen in Beowulf oder die Hintergründe der Namensgebung Beorns), ich finde es also ratsam zur Steigerung des Lesevergnügens nicht das ganze Buch auf einmal durchzulesen. Es ist eher etwas für zwischendurch. Zwischen den unterschiedlichen Welten zweier Bücher einfach mal einen Aufsatz über die Ähnlichkeiten der Wikinger und den Zwergen in Der Hobbit... Also zumindest mein Herz lässt das höher schlagen!

    Die AutorInnen ziehen für ihre Thesen auch immer wieder andere Werke oder Vorträge des Autors heran, was ich aus literaturgeschichtlicher Sicht besonders interessant finde...
    Ich kann dieses Buch wirklch allen empfehlen, die sich gesteigert für mittelalterliche Literatur und/oder den Hobbit interessieren.

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