MoMe

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Gerecht ist nur der Tod (ISBN:9783423262521)

    Bewertung zu "Gerecht ist nur der Tod" von Judith Bergmann

    Gerecht ist nur der Tod
    MoMevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Nichts ist, wie es wirklich scheint.Erst am Ende offenbart sich,wie unglaublich psychologisch raffiniert die Story aufgebaut worden ist.
    Nichts ist, wie es wirklich scheint

    Schon der Titel des Buches hatte mein Interesse geweckt. Steckt doch so viel Wahrheit darin. Der Tod hat keine Vorteile und er gewährt auch keine. Aber ist das damit gemeint? Ich wusste es nicht und war sehr neugierig, wie am Ende der Titel gemeint gewesen sein könnte.

    Mit Ina, der Protagonistin und auch gleichzeitig Erzählerin dieses besonderen Krimis, hatte ich keine Probleme. Obwohl sie mich auf Distanz zu sich hielt, weckte sie meine Neugier. Von allen Figuren war sie die schwammigste Person, ich schaffte es einfach nie ein ganz klares Bild von ihr und ihrem Wesen zu zeichnen. Und dennoch ließ mich ihre Geschichte nicht wieder los. Egal, ob es die Rückblicke in eine sehr aufwühlende Vergangenheit oder ihre aktuelle Arbeit inmitten einer Mordermittlung gewesen ist. Ina war mir nicht direkt sympathisch, weil sie einfach nie richtig greifbar war. Aber ich mochte sie. Mochte ihre Art zu erzählen und auch ihre Fähigkeit sich selbst zu reflektieren.
    Doch dann war da noch eine dunklere Seite an ihr. Durch ihren hohen Tablettenkonsum wurde schnell deutlich, dass Ina am Ende mit ihren Kräften ist. Doch warum und was sie dennoch antrieb die Ermittler journalistisch zu begleiten, hüllte die Autorin lange in einen dichten Nebel.

    Auf der anderen Seite waren da noch die anderen Figuren. Keine Person in dem Buch glich charakterlich einem anderen Akteur. Im Gegenteil, die Persönlichkeiten waren das pure Kontrastprogramm.
    Nehmen wir beispielsweise die Kriminalkommissarin Sibel. Sie ist eine Charakterfigur, die am liebsten ständig mit dem Kopf durch die Wand will und sagt, was ihr gerade durch den Kopf schießt. Dabei nimmt sie niemals Rücksicht auf ihren Gegenüber.
    Ganz anders ihr Chef Rolf Schellenberg. Ein kühler Kopf, der strategisch vorging und sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ. Ihn mochte ich tatsächlich von allen Figuren am meisten. Er war mir in seinem Wesen angenehm und bei ihm hatte ich nie das Gefühl, dass er etwas zu verbergen hatte.
    Das Zusammenspiel der Figuren in diesem Buch war sehr gut ausgearbeitet worden. Es war authentisch und durch die einzelnen Charaktere wurde die Geschichte lebendig. Dazu trug auch dieser entspannte und auf den Punkt gebrachte Schreibstil bei. Hier waren keine großen Spannungsspitzen vorhanden, aber dennoch hatte ich das Gefühl unbedingt weiterlesen zu müssen. Die ganzen kleinen unausgesprochenen oder teilweise sogar angedeuteten Geheimnisse hatten nicht nur meine Neugier geweckt, sondern mich auch zum Miträtseln verleitet. Einige meiner Theorien waren schnell im Sande verlaufen, doch dann hatte ich plötzlich, bei rund zweidrittel des Buches, eine Idee, wer der Mörder sein könnte und warum er die Taten beging. Von da an verfiel ich in eine Art Jagdrausch.
    Ich musste einfach wissen, ob meine Überlegungen richtig waren und las gebannt die kommenden Seiten. Ja, am Ende lag ich richtig, aber eben doch nicht ganz. Das Finale hatte mich wirklich überrascht und ließ zum Schluss die Geschichte in einem völlig anderen Licht erscheinen. Solche psychologisch ausgeklügelten Bücher liebe ich einfach. Nichts ist, wie es scheint, und ja, irgendwie gab es sogar eine Moral von der Geschichte. 

    Fazit:
    Auf dieses Buch und seine Figuren muss sich der Leser einlassen. Nichts ist, wie es wirklich scheint und erst am Ende offenbart sich, wie unglaublich psychologisch raffiniert die Geschichte aufgebaut worden ist. 

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    Cover des Buches Pirates Treasure (ISBN:9781692244880)

    Bewertung zu "Pirates Treasure" von Ivy Paul

    Pirates Treasure
    MoMevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch, das voller Piratenabenteuer, leidenschaftlichen und spannungsgeladenen Szenen strotzte.
    Historische Romanze mit einem guten Schuss Abenteuer

    Als ich mit dem Lesen anfing, merkte ich, dass ich die Geschichte schon kannte. Ich hatte sie 2017 unter dem Titel „Der Pirat und das Mädchen“ gelesen. In der Regel lese ich keine Geschichten zweimal, weil ich mich auch noch nach Jahren an die Details erinnern kann. Aber irgendwie hatte ich dennoch Lust auf das Buch, zumal es ja auch eine überarbeitete Version nach Rechteübergabe war.
    Ein bisschen hatte ich Angst, dass ich mich bei dem Buch langweilen könnte. Aber was soll ich sagen? Schon nach dem ersten Kapitel war ich wieder Feuer und Flamme. Ich liebe Captain Brian und seine Art. Obwohl er ein durchtriebener Schurke war und auch vor einem Mord nicht zurückschreckte, Loyalität und Ehrlichkeit waren ihm stets wichtig. Ivy Paul gelang es, einen Freibeuter zu zeichnen, der zwar eine dunkle Seite, aber vor allem auch ein gutes Herz, hatte. Dieser Kontrast war kein Widerspruch, sondern das Ergebnis eines bisher von Höhen und Tiefen geprägten Lebens. Sein scharfer Verstand rundete seinen Charakter glaubhaft ab und macht ihn für mich sehr sympathisch.

    Besonders ins Herz geschlossen hatte ich allerdings Magdalena O’Heara. Durch den personalen Erzähler durfte ich sie am meisten begleiten und ihre Art mochte ich sehr. Obwohl sie aus einem vornehmeren Kreis stammte, wirkte sie nie abgehoben oder gar eingebildet. Sie hatte eine gesunde und recht aufgeklärte Sicht auf das nach strengen Regeln bestimmte Leben der englischen Oberschicht. Ihr Einfallsreichtum kam ihr oft zugute, manövrierte sie aber gleichzeitig auch immer in Situationen, die mich zum Lachen brachten. Magdalenas schlagfertige Art war erfrischend und gleichzeitig wurde immer wieder klar, was für ein sanftmütiges Wesen in ihr schlummerte.
    Der Schreibstil von Ivy Paul war unglaublich flüssig und von einer Spannung durchzogen, die jede Szene so echt und lebendig wirken ließ, dass ich mir alles ausgezeichnet vorstellen konnte und sogar meinte, das Salz des offenen Meeres auf meiner Haut spüren zu können. Generell hatte ich immer das Gefühl mitten in karibischen Gewässern zu segeln. Ich mochte es auf dem Piratenschiff zu sein und mit Magdalena gegen das enge Korsett der Gesellschaft anzukämpfen.

    Die Charaktere entwickelten sich im Laufe der Geschichte glaubwürdig weiter und eingebettet in die damalige Zeit zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts, erweckte Ivy Paul eine raue Zeit wieder zum Leben. Besonders beeindruckt hatte mich, wie schnörkellos, hart und rau das Leben als Freibeuter war. Hier schmückte Ivy Paul die Szenen nicht Hollywood mäßig aus, sondern blieb detailgetreu und authentisch.

    Was mich aber wirklich positiv überrascht hatte, waren die Veränderungen an der Geschichte. Wie oben schon erwähnt wurde das Buch nach einer Rechterückgabe überarbeitet und mir gefallen offen gesagt beide Versionen. In der ursprünglichen Version war der Erotik-Anteil hoch, was bei dieser Version nicht mehr der Fall ist. Zwar gab es auch einige erotisch prickelnde Szenen, diese waren aber viel sanfter und blendeten gekonnt ab, sodass die eigene Fantasie gefragt war. Das wiederum lenkte den Fokus mehr auf die Liebesromanze und natürlich die abenteuerlichen Geschehnisse.

    Fazit:
    Ein Buch, das voller Piratenabenteuer, leidenschaftlichen und spannungsgeladenen Szenen strotzte. Dabei kamen die Figuren nie zu kurz und überraschende Wendungen machten die Geschichte von Anfang bis zum Ende gelungen. 

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    Cover des Buches American Mafia: Miami Lust (ISBN:B083N74SFM)

    Bewertung zu "American Mafia: Miami Lust" von Grace C. Stone

    American Mafia: Miami Lust
    MoMevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Story, die mich unterhalten konnte. Es war außerdem schön alte Bekannte wieder zutreffen.
    Gute Unterhaltung

    Auf diese Geschichte habe ich mich schon lange gefreut, weil ich die beiden Protagonisten aus einer früheren Folge noch lebhaft in Erinnerung hatte. Dort waren sie zwar nur Nebencharaktere gewesen, aber ihre eigene Geschichte hatte Potenzial und ich war superneugierig auf die Umsetzung.

    Leider hatte mir diese aber nicht so sehr gefallen wie erhofft. Ich hätte mir irgendwie mehr Dynamik und eine ordentliche Portion Nervenkitzel erwartet. Normalerweise zeichnen sich Grace C. Stones Bücher durch Frauen aus, die es dem Mann zum Anfang nicht gerade leicht machen. Das war hier nicht der Fall, was ich persönlich schade fand. Faireshalber muss ich sagen, dass es insgesamt schlüssig dargelegt wurde, warum sich vor allem Olivia nicht mehr zierte. Und ein Stück weit konnte ich das auch nachvollziehen, aber diese Lösung war mir zu leicht. Hier hätte ich mich gefreut, wenn Grace C. Stone mehr herausgekitzelt hätte.

    Olivia blieb mir als Charakter ein bisschen zu blass. Sie hätte ich gern näher und auch intensiver kennenlernen wollen, denn ihre Vergangenheit war sehr bewegt. Damit wäre mir ihre Entwicklung zu einer selbstbewussten jungen Frau plausibler vorgekommen. Denn im Band 5, als sie noch eine Nebenfigur gewesen ist, war sie sehr zurückhaltend und schüchtern. In Band 18 war sie aber tough drauf.
    Da war für mich Joel kerniger und auch präsenter. So richtig nahm ich ihm zwar auch seine Zurückhaltung nicht ab, aber das lag daran, dass ich Joel ja nie in seinem natürlichen Umgang mit Frauen beobachten konnte.
    Insgesamt waren mir beide aber sympathisch. Sie agierten und harmonisierten zusammen und es war schon zu Beginn spürbar, dass sie zusammengehören.

    Begeistert war ich, dass Clare und Leo wieder mit von der Partie waren. Die beiden Charaktere habe ich wirklich lieb gewonnen und sie haben der Geschichte Würze verliehen.
    Ein bisschen enttäuscht war ich auch vom Nebenschauplatz. Mir war der für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt worden. Dabei hatte der wirklich richtig viel Potenzial, um als wirkungsvolles Kontrastprogramm für den sehr erotischen Teil zu sein.
    Das war aber leider nicht der Fall, was schade gewesen ist. Denn so zündete für meinen Geschmack auch die überraschende Wendung nicht.

    Die erotischen Szenen waren geschmackvoll beschrieben worden. Hier zeichnet sich ganz klar Grace C. Stones flüssiger und bildlicher Schreibstil aus. Trotz Kritikpunkte konnte mich die Autorin dennoch an die Geschichte binden und mich gut unterhalten. 

    Fazit:
    Band 18 konnte mich zwar nicht zu hundert Prozent überzeugen, da es für meinen Geschmack alles ein bisschen zu smart ablief. Dennoch konnte mich die Geschichte unterhalten und ich habe mich gefreut, alte Bekannte wieder zutreffen.

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    Cover des Buches Undercover: Fever (ISBN:9783864953804)

    Bewertung zu "Undercover: Fever" von S.P. Bräutigam

    Undercover: Fever
    MoMevor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Ein schwächerer zweiter Teil, der aber sehr neugierig auf den dritten Band machte.
    knisternde Atmosphäre und überraschende Wendungen

    Der Einstieg in die Geschichte war angenehm leicht, denn S.P. Bräutigam gab mir so die Möglichkeit ihre Protagonisten vorab in Ruhe erst einmal kennenlernen zu können.
    Ein großer Vorteil dabei war, dass mir sowohl Miranda als auch Finn alles aus ihrer Perspektive erzählt haben und ich so ein engeres Verhältnis zu den Protagonisten knüpfen konnte.
    Zu Beginn war mir Miranda unsympathisch. Ich empfand sie als unverhältnismäßig zickig, was besonders dann hervorstach, wenn sie auf Finn traf. Das war für mich dann kein Schlagabtausch, den ich genießen konnte, sondern in mir das Gefühl wachrief, Finn zur Seite zu eilen und ihn gegen die verbalen Attacken zu verteidigen. Aber im Verlauf der Geschichte lernte ich Miranda besser kennen und konnte Stück für Stück ihr Verhalten verstehen. Meine Abneigung gegenüber Miranda löste sich allmählich auf und ich mochte sie am Ende gut leiden.
    Finn hingegen war mir von der ersten Sekunde an sehr sympathisch. Ich mochte seine offene und freche Art, die in einem äußerst charmanten Verhalten mündete. Er war mein Lieblingscharakter in diesem Buch, vielschichtig und vor allem offen. Im Verhältnis zu Miranda erfuhr ich hier sehr viel über ihn und seine Vergangenheit. Das machte ihn für mich greifbarer.

    Der interessanteste Nebencharakter war für mich Jared. Er ist der beste Freund von Finn und sein Partner im Job. Zwar nicht beim undercover Einsatz, sondern als Kautionsagent. Ich konnte mir die beiden richtig als dynamisches Duo vorstellen und würde mir insgeheim wünschen, dass Jared seine eigene Geschichte bekommt.

    Persönlich bin ich der Meinung, dass „Undercover: Fever“ gut ohne Vorkenntnisse von Band eins gelesen werden könnte, denn die Protagonisten aus dem vorherigen Teil hatten nur am Anfang und Ende eine minimale Rolle. Durch Finn und Miranda wurde die Geschichte eigenständig. Stück für Stück offenbarte sich ein Zusammenhang zu den Ereignissen aus „Undercover: Heat“, aber sie wurden in dem Buch so aufgefangen, dass zum einen nichts Gravierendes aus dem ersten Band verraten wurde und mir als Leser dennoch dargelegt wurde, wie alles zusammenhängt. Hier aber zeichnete sich vor allem am Ende ab, dass der dritte Teil der Reihe definitiv nicht mehr eigenständig gelesen werden kann.

    Der Schreibstil von S.P. Bräutigam sorgte für gute Unterhaltung, weil er trotz reichlicher Wortwiederholungen noch immer gut und flüssig zu lesen war. Die Autorin arbeitete eine Menge überraschender Wendungen ein, sodass die Handlungen der Figuren unvorhersehbar waren und damit reichlich Spannung erzeugt wurde.
    Die erotischen Szenen wurden sehr detailliert, aber niveauvoll beschrieben. Im Verhältnis zur Geschichte waren sie überschaubar und rundeten einfach das Gesamtbild ab.

    Der Aufbau der Geschichte war bis auf einen kleinen Logikfehler zu Beginn schlüssig. S.P. Bräutigam verflocht im Hintergrund heimlich still und leise mehrere Handlungsstränge miteinander. Erst bei dem sehr offenen Ende wurde mir klar, wie geschickt sie die einzelnen Fäden, die jeder für sich genommen sinnig gewesen sind, zu einem sehr vielfältigen Gesamtbild verbunden hatte.

    Fazit:
    Ein schwächerer zweiter Teil, der aber sehr neugierig auf den dritten Band machte. Überraschende Wendungen in Kombination mit einer prickelnden Atmosphäre luden mich zu einer spannenden Lesezeit ein.

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    Cover des Buches Das Fundstück (ISBN:9783426307564)

    Bewertung zu "Das Fundstück" von Frank Kodiak

    Das Fundstück
    MoMevor einem Monat
    Kurzmeinung: Alles wurde auf den Punkt gebracht und die Atmosphäre des Buches war glaubwürdig und mitreißend.
    Eine tödliche Busfahrt

    Schon der Anfang des Buches vermochte mich zu fesseln und bereits nach den ersten Sätzen stieg mein Adrenalinspiegel rasant an. Noch nie waren für mich die ersten fünf Seiten eines Buches so packend und unerwartet. Angst, dass Herr Kodiak hier bereits sein ganzes Pulver verschossen hat, braucht dabei niemand zu haben. Denn es ging zackig und unglaublich spannend weiter. 

    Die Szenenwechsel kamen in rascher Reihenfolge und obwohl recht viele Personen vom personalen Erzähler begleitet wurden, kam ich nie auch nur ein einziges Mal durcheinander. Alles war so stimmig aufgebaut worden, dass ich der Geschichte, atemlos zwar, aber mit Leichtigkeit folgen konnte.
    Plötzlich tauchte ein zweiter Handlungsstrang auf und mir schien es, als verfolgte ich unterschiedliche Verbrechen aus anderen Motiven. Dabei konnte ich mich gar nicht entscheiden, welcher Spur ich lieber weiter folgen würde, weil sie beide immens unterhaltend und auf ihre eigene Art und Weise mitreißend waren.

    Die Figuren waren unterschiedlich angelegt, jeder hatte seine eigenen Charaktereigenschaften und sind realitätsnah dargestellt worden. Meine liebste Person in diesem Buch war Kommissar Olav Thorn. Ich mochte seine Art und die Einstellung zum Leben sehr gern. Auch wenn alle Figuren etwas oberflächlich angelegt waren, reichte mir das für diesen Thriller absolut aus. Was interessieren mich die privaten Abgründe und bewegte Vergangenheiten, wenn doch diese ungewöhnlichen Morde im Fokus stehen sollen? Und genau dies hat Frank Kodiak perfekt umgesetzt.
    Mir hat die Jagd nach dem Mörder gefallen, aber auch der Blick auf die unterschiedlichen Opfer und ja, auch dem Täter einfach mal näher rücken zu können, als es die Ermittler konnten. 

    Das Handlungsgerüst war meiner Meinung nach spannend konzipiert worden und ich empfand diesen Thriller überhaupt nicht langweilig. Alles wurde auf den Punkt gebracht und die Atmosphäre des Buches war glaubwürdig und mitreißend. Wer hier auf reichlich Action und spannungstreibende Momente hin gefiebert, wird eventuell enttäuscht werden. Dieser Thriller glänzt nicht mit besonders auffälligen und knalligen Spannungsbögen, sondern durch kontinuierlich aufgebaute und schlüssige Handlungen.

    Fazit:
    Ein rasanter Thriller, in dem der Autor mit den Mutmaßungen des Lesers spielt. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

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    Cover des Buches Das Labyrinth des Fauns (ISBN:9783737356664)

    Bewertung zu "Das Labyrinth des Fauns" von Cornelia Funke

    Das Labyrinth des Fauns
    MoMevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein beeindruckendes Werk, dass mich überrascht, begeistert und zugleich entsetzt hat. Ein stilvolles Märchen für Erwachsene.
    Ein stilvolles Märchen für Erwachsene

    Dieses Buch basiert auf dem Film „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro, welchen ich aber bisher noch nicht gesehen habe. Daher kann ich auch keinerlei Vergleiche zwischen den beiden Versionen ziehen. Somit hatte ich auch keinerlei Erwartungen an das Buch und bin völlig unvoreingenommen beim Lesen gewesen. 

    Unterteilt wurde das Buch in insgesamt elf Abschnitte von denen jeder, wie auch die einzelnen Kapitel, betitelt waren. Oftmals gaben die Titel keinen Hinweis, was mich erwarten würde. Am Ende ergaben sie jedoch ein schlüssiges und einprägsames Gesamtbild. In jedem Abschnitt baute Cornelia Funke eine Märchenerzählung und tatsächliche Begebenheiten, mit teilweise verbundenen Rückblenden ein. Obwohl die Schauplätze damit wechselten, gab es dennoch erstaunlich viele Ähnlichkeiten, sodass ich nie gewiss sagen konnte, ob die magische Welt Ofelias Fantasie entsprang oder tatsächlich existierte.
    Mir hatte diese Kombination der Erzählweise extrem gut gefallen. Es hatte den Charme eines Erwachsenenmärchens mit reichlich Thriller Elementen. 

    Insgesamt wurde in dieser Geschichte sehr viel mit Gegensätzen gearbeitet. Gut und Böse sind so klar ausgearbeitet worden, dass es kaum ein Zweifel darangab, welche Figur auf welcher Seite stand. Die einzige Ausnahme war der Faun. Er war ein, für mich, ziemlich undurchsichtiges Wesen und bis kurz vorm Schluss bin ich mich nicht sicher gewesen, ob er Freund und Feind war.
    Untermalt wurde das Ganze von extrem düsteren Schauplätzen, die oft eine unheimliche und teilweise beängstigende Atmosphäre ausstrahlten. Die Emotionen der Figuren wurden damit noch verstärkt und die Brutalität einiger Handlungen traten dadurch noch schärfer hervor.

    Sehr erstaunt hatte mich aber die Vielschichtigkeit der Geschichte. Sie wartete mit einer Menge psychologischer Spitzfindigkeiten auf, in der es auf den ersten und auch auf den zweiten Blick nie eine richtige Lösung oder gar einen einfachen Weg gab. Alles wurde in ein so sensibles Gleichgewicht gesetzt, dass es trotz aller Irrungen und Wirrungen, trotz Realität und Märchen, ein schlüssiges und absolut packendes Gesamtbild ergab.

    Ein ganz besonderes Highlight waren die Zeichnungen von Allen Williams. Sie waren ebenso komplex wie die Geschichte und unterstrichen, ja intensivierten, die gelesenen Handlungen. Dabei störten diese Zeichnungen nie meine eigenen entstandenen Bilder im Kopf, sondern ergänzten sie bis zur Vollkommenheit.

    Fazit:
    Ein beeindruckendes Werk, dass mich überrascht, begeistert und zugleich entsetzt hat. Ein stilvolles Märchen für Erwachsene, mit dem Charakter eines grandiosen Psychothrillers. 

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    Cover des Buches Die Tierwandler 1: Unser Lehrer ist ein Elch (ISBN:9783522185387)

    Bewertung zu "Die Tierwandler 1: Unser Lehrer ist ein Elch" von Martina Baumbach

    Die Tierwandler 1: Unser Lehrer ist ein Elch
    MoMevor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine tolle Tierwandler-Geschichte für Kinder ab acht Jahre. Hier ist alles drin, was ein gutes und unterhaltsames Buch ausmacht.
    Eine tolle Tierwandler-Geschichte für Kinder

    Mit einem Tier reden zu können, wäre ja schon ein Highlight, sich dann aber auch noch in eins verwandeln zu können, das würde gigantisch toll sein. Findet nicht nur Merle, sondern auch ich.
    Kein Wunder, dass Merle sich selber kaum trauen mag, als sie sich mit einer Eule unterhält. Als sie ihr auch noch prophezeit, dass das neue Schuljahr ganz besonders werden und Merle Teilnehmerin in der AG Sport für besondere Teilnehmer sein würde, ist die Verwirrung perfekt. 

    Mein ursprünglicher Plan war es ja, das Buch gemeinsam mit meinem Kind zu lesen. Doch als ich nur mal kurz in die Geschichte hinein blättern wollte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Der locker leichte und mit jeder Menge Witz gewürzte Schreibstil lud mich sofort zum Bleiben ein. Natürlich wollte ich wissen, was sich hinter dieser besonderen AG verbergen würde und wie der Unterricht darin wohl aussehen würde.

    Durch den sehr bildlichen Schreibstil konnte ich mir alles perfekt vorstellen. Besonders die Charaktere hatten es mir angetan. Sie waren so authentisch ausgearbeitet worden, dass sich alles tatsächlich an irgendeiner Grundschule abspielen könnte. Besonders sympathisch waren mit neben Finn und Merle noch Herr Olson und die Direktorin Bockelmann.

    Ganz bezaubernd fand ich die Illustrationen von Imke Sönnichsen. Sie stellten nicht nur vereinzelte Szenen aus der Geschichte dar, sondern wurden in den Text oftmals integriert. So wirkte alles dynamischer und lebendiger. Es fachte die Fantasie noch mehr an und rundete das Leseerlebnis ab.

    Der Aufbau der Geschichte hatte mich ebenfalls überzeugen können. Martina Baumbach flocht noch mehrere kleinere Handlungsstränge in das große Ganze mit ein, sodass es neben den kleinen Tierwandlern sogar noch ein paar andere Geheimnisse zu lüften galt. Dadurch wurde die Spannung noch mehr angeheizt.

    Dem empfohlenen Lesealter ab acht Jahren kann ich nur zustimmen. Für jüngere Kinder ist das Buch meiner Meinung nach nicht besonders gut geeignet, da die Kapitel relativ lang und das Verhältnis der Zeichnungen zum Text recht überschaubar waren. Mein Erstleser bekam beim Lesen Unterstützung vom Papa. Hin und wieder gab es auch Wörter, die noch unbekannt für den jungen Leser waren, sodass es Erklärungsbedarf gab. Dadurch wurde natürlich der Lesefluss gestört, aber wenn es um die Erweiterung des Wortschatzes geht, nehmen wir so etwas gerne in Kauf. 

    Fazit:
    Eine tolle Tierwandler-Geschichte für Kinder ab acht Jahre. Hier ist alles drin, was ein gutes und unterhaltsames Buch ausmacht. 

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    Cover des Buches Pfui Spucke, Lama! (ISBN:9783480235025)

    Bewertung zu "Pfui Spucke, Lama!" von Katalina Brause

    Pfui Spucke, Lama!
    MoMevor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Geschichte für Kinder ab drei Jahre. Mit liebevollen Illustrationen und leichten Sätzen.
    Jeder ist besonders!

    Toleranz sollte selbstverständlich sein, oder etwa nicht? Davon scheinen das feine Schwein, der dicke Hund und auch das Huhn noch nichts gehört zu haben, denn sie wollen eins mit Sicherheit nicht. Nämlich, dass das freundliche Lama mit bei den Vorbereitungen zur Kirmes hilft. Warum? Na, das ist doch sonnenklar. Beim Reden zu spucken ist doch super ekelig. Da verzichten die drei doch lieber auf zusätzliche Hilfe.
    Doch was passiert, wenn gerade der vermeintliche Makel eine ganz besondere Eigenschaft ist?

    Dieser Frage geht dieses wundervolle Kinderbuch in leichten, kurzen und verständlichen Sätzen auf den Grund. Dabei gelingt es Katalina Brause mit ihrem charmant humorigen Schreibstil eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Ja, natürlich ist es traurig, dass das Lama immer wieder vom feinen Schwein, dem dicken Hund und dem Huhn abgewiesen wird. Aber sie schilderte die Situationen so feinfühlig, dass der Mut des Lamas spürbar wurde, als es einfach nicht aufgeben wollte.

    Der Schauplatz für diese so warmherzige und schöne Geschichte war toll gewählt. Eine Kirmes soll ausgerichtet werden, dies lieben nicht nur die Tiere, nein, auch die kleinen Leser. Das schuf Verbindungen und auch große Sympathien für das flauschige Lama, welches es zu Beginn nicht leicht hatte. Hier wurde mit gefiebert, wie sich wohl die Situation auflösen lässt. Und natürlich gab es auch noch ein Geheimnis, um eine mysteriöse Maschine, welches noch gelöst werden musste.

    Besonders gefallen hatte mir, dass diese Geschichte von wunderschönen Illustrationen begleitet worden ist. Selbst die Kleinsten konnten hier eine ganze Menge entdecken und die Handlungen wurden in diesen Bildern perfekt nachempfunden.
    Mit viel Liebe zum Detail und farbenfroher Gestaltung lud das Buch zum Staunen, Lachen und Reden ein. 

    Fazit:
    Ein liebenswertes Kinderbuch mit einer ganz besonderen Botschaft. Auf lockere und leichte Art wurde ein sehr sensibles Thema aufgegriffen und mit ganz besonders schönen Illustrationen unterstützt. 

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    Cover des Buches Der Wolf in meinem Herzen (ISBN:9783966985536)

    Bewertung zu "Der Wolf in meinem Herzen" von Catalina Cudd

    Der Wolf in meinem Herzen
    MoMevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ihr mögt spannungsgeladene Geschichten, die auch dunkel, gefährlich und mit der schmutzigeren Art Erotik gewürzt sind? Dann lest das Buch!
    Der Wolf und das Lamm

    Bücher, in denen Grenzen verschwimmen, faszinieren mich immer. Unsere Welt besteht ja in den seltensten Fällen aus Schwarz und Weiß. Oft ist das, was wir sehen, nicht immer unbedingt das, was wahr ist. Und genau mit diesen Ansätzen spielte Catalina Cudd perfekt. 

    Im Prolog lernte ich die junge Everly kennen, zu einem Zeitpunkt, als ihr Vater noch ein gefürchteter Pate gewesen ist. Und ich traf zum ersten Mal auf die blutjungen Anführer, einer kriminellen Vereinigung, die sich selbst die Wölfe nennen. Diesen Aufbau fand ich sehr klug von der Autorin gewählt, weil sie mir einen Einblick auf den Ursprung des nun drohenden Unheils gewährt hatte.

    Nach dieser sehr interessanten Sequenz setzen die Handlungen sechs Jahre nach dem denkwürdigen Ereignis ein. Die vorherrschende Atmosphäre des Buches war düster und unheilvoll. Besonders stark spürbar war dies immer dann, wenn Rosco aus seiner Sicht die Ereignisse und seine Gefühlswelt erzählte. Diese Finsternis schien aus ihm selbst zu kommen. Was auch Rosco selbst zu glauben schien, denn fließendes Blut, vor allem sein eigenes, erfüllte ihn mit Ruhe. Unterstrichen wurde seine düstere Aura von seiner Vorliebe für Messer. Sie sind Roscos liebste Waffe und er ist ein sehr versierter Kämpfer damit.
    Da war es nur wenig verwunderlich, dass die Unschuldige und liebe Everly neben einem sehr selbstbewussten und großgewachsenen Typen wie ein blutjunges und naives Ding wirkte. Hier würde wirklich gut der Vergleich mit dem Wolf und dem Schaf passen. Wenn Everly nicht eine Person wäre, die ein Widerspruch in sich wäre.
    Ihr Drang ihre neu gewonnene Freiheit, mit allen Mitteln, festzukrallen, machte sie blind für gefährliche Situationen. Gepaart mit ihrem losen und frechen Mundwerk katapultierte sie sich regelmäßig in brenzlige und teilweise aussichtslose Lagen. Everly war mir sehr sympathisch, auch wenn mir manchmal ihre Gutgläubigkeit ein kräftiges Kopfschütteln entlockte.

    Generell tat nie eine der Hauptfiguren in dieser Geschichte das, was ich erwartet hätte. So blieb es durchweg spannend und undurchschaubar. Nie wusste ich, wie es wirklich ausgehen würde. Zudem verstand es Catalina Cudd perfekt mich regelmäßig, am Ende eines Kapitels, in eine Art Schockstarre zu versetzen, weil sie gerade dann abblendete, wenn die Handlungen beinahe vor Dramatik explodierten.
    Unterstützt wurde dieses Leseerlebnis durch einen sehr flüssigen und bildlichen Schreibstil. Die beschriebenen Szenenbilder wirkten stets lebendig, sodass ich mir Steenport mit seinen finsteren Ecken wunderbar vorstellen konnte. Generell war die Atmosphäre in diesem Buch sehr greifbar.
    Manche Szenen waren mit brutalen Elementen getränkt. Egal ob Folterszenen, schmutzige Erotik oder explosive Schusswechsel. Hier war oftmals ein starker Magen gefragt. Zimperlich sollte ein Leser hier wirklich nicht sein, denn die Beschreibungen waren sehr detailliert und eindrücklich. Aber sie passten zur Rahmenhandlung und verliehen dem Buch Glaubwürdigkeit. Denn, sind wir mal ehrlich, in unserer realen Welt wären diese Szenen um einiges brutaler als es hier in dieser Geschichte dargestellt wurde.
    Trotz abgemilderter Schauplätze versuchte Catalina Cudd nie die Verhaltensweisen herunterzuspielen oder gar zu beschönigen.
    Alle Emotionen wurden perfekt an mich weiter transportiert. Am meisten berührte und überraschte mich Rosco mit seinen eigenen Gefühlen.

    An dieser Stelle muss ich ja gestehen, dass die Figur, welche mich am meisten fasziniert hatte, nicht die Hauptrolle innehatte. Jules, der zweite Anführer der Wölfe und bester Freund von Rosco, war ein waschechter Psychopath. Aber gleichzeitig auch ein kluger Stratege. Er war mysteriös und irgendwie auch geheimnisvoll. Immer wenn ich Jules in eine Schublade stecken wollte, überraschte er mich mit einer neuen Eigenschaft, die ich ihm so nie zu getraut hätte. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass ich Jules sympathisch fand, denn dieses Adjektiv passt irgendwie nicht zu ihm. Aber er hatte definitiv mein Interesse geweckt und ich bin deshalb schon sehr gespannt auf den zweiten Teil der Reihe.

    Fazit:
    Für Liebhaber des Dark Romance Genre ein Muss. Die Geschichte war von Spannung vollständig durchzogen und nie waren die Wendungen vorhersehbar. Hier war nichts so, wie es auf den ersten Blick den Anschein hatte.

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    Cover des Buches The Wicked Horse 5: Wicked Bond (ISBN:9783864953750)

    Bewertung zu "The Wicked Horse 5: Wicked Bond" von Sawyer Bennett

    The Wicked Horse 5: Wicked Bond
    MoMevor einem Monat
    Kurzmeinung: Packend, intensiv, mitreißend. Ich liebe das Buch und es ist für mich persönlich der beste Teil der Reihe!
    Endlich ist Bridger Payne der Protagonist!

    Bridger war schon in den ersten vier Teilen der Wicked Horse Reihe ein sehr geheimnisumwitterter und gleichzeitig faszinierender Charakter. Obwohl er dort immer nur eine Nebenrolle hatte, wollte ich unbedingt seine Geschichte erfahren. Was hat ihn zu einem so verschlossenen und undurchsichtigen Mann werden lassen?


    Zum Glück bekam Bridger im letzten Teil die Hauptrolle und musste sich plötzlich außerhalb seiner Komfortzone bewegen. Denn Bridger macht niemals die Probleme von anderen zu seinen. Doch das geschieht, als ein Undercover-Cop ihm die schwer misshandelte Maggie vorbeibringt. Sie ist das Eigentum eines Rocker-Bosses und der will sein Spielzeug wiederhaben. Die Gang steht schon auf der Abschussliste des ATF, doch noch können sie die Bande nicht hochnehmen. Solange soll Bridger Maggie verstecken.

    Ihr merkt schon, hier gab die Story reichlich Konfliktpotenzial her und das war auch im Aufbau spürbar. Die Vielschichtigkeit, mit der Sawyer Bennett, die Charaktere und ihre persönlichen Geschichten aufbaute, war wahnsinnig intensiv. Durch die wechselnden ich-Perspektiven der Protagonisten bekam ich tiefe und emotionale Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.
    Gewürzt wurde das Ganze mit der äußerlichen Bedrohung, sodass die Stimmung innerhalb der Geschichte vor Spannung knisterte. Es war wie ein Tanz auf einem Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Nie war ich mir sicher, ob die Gefühle der Protagonisten über Brodeln würden oder die Rockergang mit Pauken und Trompeten über die Hauptfiguren herfallen würde.

    Der Sog, der dadurch entstand, war so überwältigend, dass das Buch zur Sucht für mich wurde. Auf der einen Seite konnte ich nicht schnell genug lesen, um zu erfahren, wie es weitergehen sollte. Aber auf der anderen Seite hatte ich Angst vor dem Ende, denn das würde bedeuteten, dass ich mich von den liebgewonnenen Figuren würde verabschieden müssen. 

    Und dann waren da noch die erotischen Szenen. Ja, in dem Buch ging es um heißen und zügellosen Sex, der wirklich sehr detailliert, aber immer sehr gefühlvoll, geschildert worden ist. Das Besondere daran war aber, dass es so viel mehr als reine körperliche Aktivität war. Hier waren unterschiedliche Emotionen wie Angst, Vertrauen, Unsicherheit und Sehnsucht enthalten, dass diese Szenen auf eine ganz andere Ebene gehoben worden sind. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen.

    Gefreut habe ich mich auch, dass ich liebgewonnene Figuren aus den Vorgängerbänden wieder treffen konnte. Sie nahmen aber nur einen Bruchteil der Erzählungen ein, sodass dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse problemlos gelesen werden kann. Die wichtigsten Details wurden von Sawyer Bennett erwähnt, aber so, dass euch nicht die Ereignisse der anderen Teile verraten werden. 

    Fazit:

    Packend, intensiv, mitreißend. Ich liebe das Buch und es ist für mich persönlich der beste Teil der Reihe für mich. Die Charaktere waren tiefgründig und faszinierend, authentisch und vor allem was Bridger betraf, lange Zeit sehr undurchschaubar. Die Mischung aus emotionaler Achterbahnfahrt und Bedrohung von außen machte dieses Buch einfach nur unglaublich leidenschaftlich und spannend.

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