MrsFraser

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    Cover des Buches Salisbury, M: Song of Sorrow (ISBN: 9781407180281)

    Bewertung zu "Salisbury, M: Song of Sorrow" von Melinda Salisbury

    Salisbury, M: Song of Sorrow
    MrsFraservor 18 Tagen
    Kurzmeinung: More adventurous than political, compared to the first part. Not quite as fascinating, though. A good closure as it completes the story.
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    Cover des Buches Zugvögel (ISBN: 9783103974706)

    Bewertung zu "Zugvögel" von Charlotte McConaghy

    Zugvögel
    MrsFraservor einem Monat
    Kurzmeinung: Beängstigende und gar nicht so undenkbare Zukunftsvision, in der die Tiere nach und nach aussterben. Leider lenken psychische Probleme ab.
    Leider keine Klima-Utopie

    In einer nicht allzu fernen Zukunft sterben alle Wildtiere nach und nach aus. Franny will den letzten Küstenseeschwalben auf ihrer Reise um die Welt folgen. Dazu heuert sie auf einem der letzten Fischerboote an und überzeugt den Kapitän, den Vögeln zu folgen. Doch die Reise führt die Mannschaft nicht nur in unbekannte Gewässer, legales Zwielicht und politische Unruhen, sondern Franny und Ennis (den Kapitän) auch immer mehr zu sich selbst. 

    Geschickt erzeugt Charlotte McConaghy über den gesamten Roman Spannung, indem sie immer wieder Rückblenden einbaut, die darauf schließen lassen, dass in Fannys Vergangenheit etwas Traumatisches geschehen ist. Ihrem Mann, dem eigentlichen Vogelforscher, schreibt sie Briefe, die sie nie abschickt und auch aus ihrer Kindheit hat sie Traumata, die sie belasten. Der Leser will zunehmend Antworten auf seine Fragen und die erhält er zum Schluss auch. 

    Doch nicht nur Fannys Vergangenheit ist (für den Leser und die Crew) mysteriös, auch Fanny selbst scheint etwas ganz Besonderes. Hier hat die Autorin teilweise mystische Elemente angedeutet, eine besondere Verbindung zu Vögeln, sogenannte 'Wanderfüße' und Anspielungen auf die Legenden um Selkies, die Fanny etwas 'entrückt' erscheinen lassen. Das verleiht dem Buch eine besondere Stimmung und lässt Fanny als Heldin in diesem Setting, in dem die Rückbesinnung auf die Natur anscheinend verspielt wurde, irgendwie 'auserwählt' erscheinen. Interessant ist, wie die Autorin diese Anspielungen gekonnt dosiert, so dass es immer nur eine Randnotiz bleibt und der Roman an sich sich daher immer im Bereich des Reellen, Glaubhaften bewegt, gleichsam aber mit einem besonderen Unterton.

    McConaghys Dystopie (wenn man es denn schon so nennen kann) ist hinsichtlich der Umwelt- und Klimafrage durchaus nahe am Vorstellbaren, das Ende des Buches ist es jedoch nicht. Das ist schade, denn nach der Lektüre von 'Vom Ende der Klimakrise' bin ich überzeugt davon, dass wir positive Utopien, wie unsere Zukunft (und die unserer Erde) aussehen könnte, brauchen, um uns an ihnen zu orientieren. Ich hatte gehofft, dass 'Zugvögel' so eine liefert, doch das tut das Buch nicht. Stattdessen geht es einmal mehr hauptsächlich dann doch um ein persönliches Trauma, das einem Krimi gleich nach und nach für den Leser enthüllt wird. Spannend, aber schade. Dann hätte ich doch lieber noch etwas mehr Mystik gehabt. ;)

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    Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)

    Bewertung zu "American Spy" von Lauren Wilkinson

    American Spy
    MrsFraservor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Rassismus, die Geschichte Burkina Fasos, Internas aus FBI und CIA, Geschwisterliebe - irgendwas dazwischen, darum geht's. Eher langweilig.
    Geheimdienstler unter sich und die Probleme, die das mit sich bringt

    Nach dem eröffnenden Schreck-Moment, in dem die Mutter zweier Kinder nachts in ihrer Wohnung auf einmal einem bewaffneten Mann gegenübersteht, der sie töten will, dröppelt der Roman so vor sich hin und lässt jede Spannung hinter sich. Er wird dann eher zur Geschichtsstunde.

    Marie, die in den 80ern als erste schwarze Agentin beim FBI anfing, stellt fest, dass ihre Vergangenheit sie einholt. Also flieht sie mit ihren Söhnen zu ihrer Mutter nach Martinique und setzt sich an den Schreibtisch. Für ihre Söhne will sie zu Papier bringen, was in Ihrer Vergangenheit als Agentin geschah, wie das mit dem Vater der Jungen zusammenhängt und wie es weitergehen könnte. 

    Sie will ihren Söhnen Mut machen, sich in dieser Welt zu behaupten - in der sie es mit ihrer dunklen Hautfarbe schwerer haben als andere. Zumindest glaube ich das. Das Thema Rassismus wirkt für mich wie nachträglich in den Roman hineingeschrieben - vielleicht, um ein bisschen auf der aktuellen Welle mitzuschwimmen. Denn eigentlich tut die Diskriminierung, die Marie (und ggfs. auch ihre Söhne, davon erfährt man nichts) aufgrund ihrer Hautfarbe erfahren, in Bezug auf die Handlung nichts zur Sache. Da geht es mehr um die Dynamiken im FBI (hier wird sie auf jeden Fall diskriminiert und nicht für voll genommen, aber das auch aufgrund ihres Geschlechts - es waren die 80er!), ihren Konflikt zwischen Liebe und Beruf, die Politik Burkina Fasos und ihre Kindheit, vor allem die Beziehung zu ihrer Schwester. 

    Dass die einzige schwarze Frau beim FBI auf eine politische Schlüsselfigur angesetzt wird und sich die beiden sofort unglaublich zueinander hingezogen fühlen, ist für mich schlicht unglaubwürdig. Ja, von einer sogenannten Honigfalle habe ich schon gehört, aber das läuft dann doch eher über einen längeren Zeitraum und nicht 3 x 3 Stunden? Und dass Marie ihre Gefühle da nicht im Zaum halten kann, ist höchst unprofessionell und spricht nicht für ihre Qualitäten als Agentin, die an anderer Stelle immer so gelobt werden. 

    Kurz, ich konnte mit dem Roman nicht warm werden bzw. habe auch nicht das Gefühl, ihn wirklich verstanden zu haben, denn wenn ich ihn jetzt wieder Revue passieren lasse, weiß ich schon nicht mehr, warum Marie so lange nach ihrer Zeit beim FBI noch liquidiert werden sollte. Das Problem ist, dass fast alle Handelnden in diesen Roman ihre beruflichen Querelen zu ihren persönlichen machen und das macht es mir mit den Motiven der Personen schwer. 

    Ein Pluspunkt aber für das Cover, das finde ich sehr ästhetisch, schlicht und 'catching'. 


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    Cover des Buches Nur noch ein bisschen Glück (ISBN: 9783864931505)

    Bewertung zu "Nur noch ein bisschen Glück" von Simona Ahrnstedt

    Nur noch ein bisschen Glück
    MrsFraservor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Klischeehafter Liebesroman mit gesellschaftskritischen Aspekten und plakativen Liebesszenen. Langt nur für einen Sommerflirt.
    Sommer-Quickie

    Simona Ahrnstedt verfrachtet in 'Nur noch ein bisschen Glück' die modisch ambitionierte Stadtpflanze Stella in eine Ruine in einem Dorf in Schweden. Ihr an die Seite stellt sie einen - nur halbherzig - brummelnden Bauern und seine Kinder. 

    Wo Stella eigentlich nur so schnell wie möglich ihr Familienerbe verkaufen will, um Geld für ihre Ausbildung in New York zu haben, verfängt sie sich bald in Engagements und Beziehungen, die sie so nicht vorhergesehen hat. Sie unterstützt die Kinder ihres Nachbarn, wird als Änderungsschneiderin eingestellt und bindet sich - viel mehr als sie eigentlich will - an den Gott von nebenan: Thor. Der darf seine Donnergewalt gegenüber bösen Männern ausspielen und vor allem mit dem Hammer hat er's drauf. XD Sorry, das Wortspiel war billig, aber das sind die Sexszenen im Buch auch. 

    Damit konnte die Autorin mich also nicht überzeugen, die erotischen Szenen sind wirklich plakativ und oberflächlich, aber ich rechne der Autorin an, dass sie sich nicht nur darauf konzentriert, sondern auch schwierigere Themen wie Rassismus, Homophobie und Mobbing gleichfalls in den Roman einfließen lässt, wenn das auch eine gewöhnungsbedürftige Mischung ist. Manches lässt sich nun einmal schwer verquicken. 

    Die Handlung nimmt überraschende Wendungen und ist zwar im Endergebnis, nicht aber auf dem Weg dahin vorhersehbar, was den Leser gut bei der Stange hält. Es wird sogar kurz vor Schluß richtig dramatisch, was an den typischen Romanaufbau bei Nicholas Sparks erinnert - was durchaus als kleines Lob verstanden werden kann. Ahrnstedt will offensichtlich mehr als nur den typischen Liebes-Sex-Roman, nur sind die Pole etwas weit auseinander. 

    Ich würde in der Tat weniger plakativen Hopplahopp-Sex empfehlen, dann wäre mehr Platz für die gesellschaftskritischen Themen und die würden dann auch etwas an Ernsthaftigkeit gewinnen und nicht so  künstlich eingeworfen rüberkommen. 

    Für einen Sommer-Quickie allerdings eine gute Wahl.

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    Cover des Buches Mit dir für alle Zeit (ISBN: 9783959674027)

    Bewertung zu "Mit dir für alle Zeit" von Lisa Grunwald

    Mit dir für alle Zeit
    MrsFraservor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Idee um ein faszinierendes Phänomen - aber die Autorin lässt Leser und Protagonisten gleichermaßen im Regen stehen.
    Ein 'Phänomen'-aler Roman

    *Diese Rezension enthält Spoiler*

    Von Manhattanhenge hatte ich vor diesem Roman noch nie gehört, aber wenn schon nicht in die Handlung oder die Protagonisten - Lisa Grunwald hat es geschafft, dass ich mich in dieses Phänomen, wenn der Sonnenauf- bzw. -untergang in Manhattan genau mit den ewig langen Straßenschluchten in einer Linie liegt, verliebt habe. 

    Genau dieses Phänomen bildet nämlich die Grundlage der Liebesgeschichte von Nora und Joe, denn Nora ist eigentlich seit 12 Jahren tot, als die beiden sich zum ersten Mal begegnen. Die Manhattenhenge-Morgensonne, die genau durch die Fenster des Grand Central fällt, erweckt sie an ihrem Todestag zum Leben. Fortan sehen sich Joe und Nora nur alle paar Jahre, in denen sie langsam den Gründen für Noras Auftauchen und Verschwinden auf den Grund kommen, was ihnen schließlich erlaubt, eine fast normale Beziehung zu führen. Doch Nora altert nicht mehr, im Gegensatz zu Joe, und nicht nur das, auch der zweite Weltkrieg macht es den beiden schwer. 

    Es ist spannend und faszinierend mit Joe und Nora herauszufinden, welche (meta)physischen Grenzen sich Lisa Grunwald für Nora ausgedacht hat. Nur leider ist die Beziehung, die Nora und Joe führen, darüber hinaus - naja - nichts besonderes. Die Autorin umgeht die Problematik des wachsenden Altersunterschieds, was vielleicht noch spannend hätte sein können und gibt den beiden bzw. ihrer Liebe keine Chance. Selbst als Joe sich zwischen Nora und seiner Familie hätte entscheiden müssen, wählt Lisa Grunwald eine einfache Vermeidungs-Strategie. 

    Zwar schreibt die Autorin gefühlvoll und mit viel Verständnis für ihre Charaktere, auch wirkt alles sehr atmosphärisch und in der jeweiligen Zeit glaubhaft - von der Mode zu den politischen Gegebenheiten - doch reicht das nicht, um über die perspektivlose Liebesgeschichte hinwegzutrösten.

    Letztlich waren die Grenzen, die sie Nora gesetzt hat, zwar - wenn auch nicht wirklich nur entfernt realistisch - stimmig und faszinierend, aber einfach zu eng. 

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    Cover des Buches Die Modeschöpferin (ISBN: 9783426525104)

    Bewertung zu "Die Modeschöpferin" von Katja Maybach

    Die Modeschöpferin
    MrsFraservor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Liebe und Kriminalität im modischen Rom der 60er Jahre - stimmungsvolle Sommerlektüre.
    ROMantischer Mode-ROMan

    Simonetta de Rosa ist DIE Modeschöpferin im Rom der 60er Jahre. Mit ihrem Team - die für sie ihre Familie sind - arbeitet sie unter Hochdruck an der Fertigstellung einer neuen Kollektion als eines der Hauptkleider der Kollektion plötzlich über Nacht verschwindet. Modespionage - die schließlich sogar in einem Mord gipfelt - wirft einen dunklen Schatten über die bewundernswerte und erfolgreiche Modeschöpferin. Wem kann sie nicht vertrauen und wer in ihrem Team stellt seine Loyalität unter Beweis und verdient eine Chance, sich zu beweisen?

    Autorin Katja Maybach, die selbst lange in der Modebranche als Designerin gearbeitet hat, lässt ihre Leidenschaft für das Business in jeden Satz des Buches einfließen: die Dynamiken und menschlichen Geschichten neben dem Laufsteg fängt sie in einer Vielzahl von Persönlichkeiten ein, deren Geschichten alle einzigartig sind, dabei tief verwurzelt und vereint durch die Liebe zur Mode. Trotz vieler Figuren hat es die Autorin durch eine klare Erzählweise geschafft, dass keine Verwirrung aufkommt und man sich eigentlich niemals fragt, wer wer ist. Das habe ich auch schon ganz anders erlebt und war sehr angetan von dieser klaren Sprache.

    Da auch noch das Privatleben von Simonetta - sowohl ihre Kindheit mit ihren Dramen, als auch das aktuelle bewegende - begleitet wird, ist es erstaunlich, dass der Roman verhältnismäßig kurz geblieben ist und dabei doch in allen Belangen zum Schluss auf den Punkt kommt. Ein sehr rundes und befriedigendes Leseerlebnis! Wie ein Sommerurlaub auf Papier: man fährt mit Simonetta durch Italien und schwelgt in Zukunftsträumen.

    'Die Modeschöpferin' macht Lust auf gut gekühlten Weißwein an heißen Sommerabenden, dazu eine  VOGUE-Lektüre und ein bisschen Romantik. 

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    Cover des Buches Schatten der Welt (ISBN: 9783832164980)

    Bewertung zu "Schatten der Welt" von Andreas Izquierdo

    Schatten der Welt
    MrsFraservor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ich wäre so gerne die Vierte in diesem aussergewöhnlichen Bunde! Artur, Isi und Carl bewegen zutiefst.
    Lehrstunde in Menschlichkeit

    Inmitten von Krieg, Armut, Gewalt, Standesdünkel und ständiger Bedrohung wachsen die drei Protagonisten in Andreas Izquierdos neuem Roman im westpreußischen Thorn auf und dem Leser aufgrund ihrer moralischen und freundschaftlichen Stärke ans Herz. 


    Der kräftige und draufgängerische Artur, vor dem glücklicherweise auch sein Vater langsam Angst bekommt, hat den eher klein geratenen Schneiderssohn Carl unter seinen Fittichen. Das ungleiche, sich aber gut ergänzende Paar wird überraschend komplettiert zu einen unschlagbaren Trio, als die selbstbewusste Isi auf der Bildfläche erscheint, die nur einen Wunsch hat: weg von ihrem Vater, raus aus Thorn. 


    Zusammen sind sie Kopf, Herz und Hand und immer füreinander da. Sie schaffen es, sich ein gemeinsames Geschäft aufzubauen, gegen den Widerstand von Neidern, Konkurrenten, der Oberklasse und im Grunde fast allen - denn verlassen können sie sich nur auf sich selbst, denn auch Carls liebenswürdiger Vater kann aufgrund fortschreitender Krankheit nicht mehr so für seinen Sohn da sein, wie er es früher war. 


    Das an sich wäre schon eine spannende Geschichte mit vielen historischen Einsichten und starker moralischer Botschaft gewesen, doch Izquierdo will mehr: der erste Weltkrieg bricht aus und Artur und Carl werden eingezogen. Fortan ist das Trio getrennt und jeder auf sich allein gestellt. Carl als Fotograf im Militäreinsatz, Artur an der Front, Isi zu Hause. Jeder der drei muss nun auf grausame Art und mit ganz unterschiedlichen Feinden zurechtkommen und erwachsen werden. 


    Wie ein blaues Band schwebt dabei immer das Band der Freundschaft über allem, auch wenn sich die drei nur gelegentlich Briefe schreiben können. So einzigartig die Einzelschicksale von Isi, Carl und Artur sind, so meisterhaft hat der Autor sie im ersten Teil des Buches verbunden, dass man sie sich nicht ohne einander vorstellen kann und einem alle drei gleichermaßen am Herzen liegen. Man kämpft, liebt und weint mit Artur, man lernt und emanzipiert sich mit Carl und man begehrt auf und kämpft gleichfalls - wenn auch ganz andere Kämpfe als Arturs - mit Isi. Der Wunsch ist glasklar und treibt einen durch den zweiten Teil des Buches: das Herz will, nein muss die drei wieder vereint sehen. 


    Bei aller Ungerechtigkeit und Grausamkeit, die in dieser Welt herrscht - ob damals oder heute - Menschen wie Isi, Carl und Artur lassen einen auch in den dunkelsten Stunden den Glauben an die Menschlichkeit nicht verlieren. 


    Danke, Andreas Izquierdo für diese aufrüttelnde Lehrstunde in Geschichte und meisterhafte Unterhaltung auf dem höchsten Niveau! Besonders wunderbar ist es Ihnen gelungen, dass man das Buch als rund und geschlossen empfindet und es aufatmend schließt und dennoch den angekündigten Fortsetzungsband kaum erwarten kann. 



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    Cover des Buches Wozu wir fähig sind (ISBN: 9783649670193)

    Bewertung zu "Wozu wir fähig sind" von Laila El Omari

    Wozu wir fähig sind
    MrsFraservor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, aber etwas arg konstruiert.
    Drehbuchtauglich

    Ins idyllische Heidelberger Studentenleben platzen auf einmal Alexander und Leonora. Keiner kennt die beiden, aber es kann auch keiner dem Charme Alexanders widerstehen. So gewinnen die beiden das Vertrauen der Clique um das perfekte Liebespaar Patrick und Alina und bereiten den Weg für einen beispiellosen Rachefeldzug. Denn es gibt so einiges wiedergutzumachen... 

    Der kurzweilige Roman von Laila El Omari ist höchst spannend zu lesen und beginnt mit einer schockierenden Szene. Sofort ist der Leser mittendrin im Rätselstrudel und versucht zu erraten, wer welche (dunklen) Geheimnisse hat. Nach und nach wird aufgedeckt, wer wer ist und wer wem auf welche Art Unrecht getan hat. Der Leser bleibt dabei so lange im Unklaren wie die 'Opfer' Alexanders, wobei man durch sehr aufmerksames Lesen die Wahrheit hier und da natürlich schon erahnen kann.

    Das Buch kam mir vor wie ein gut inszenierter Krimi, den man sich auch im Fernsehen hätte vorstellen können - die Auflösung zeichnet sich teilweise ab, ist aber so weit hergeholt und konstruiert, dass man sich als Leser nie sicher ist, dass es sich dabei wirklich um die Auflösung handelt. Man schwelgt also schön zwischen 'Doch, ganz sicher ist es so!' und 'Nein, das wäre doch zu einfach.' - das hält den Leser bei der Stange und fördert das Lesetempo, weil man einfach nur die Auflösung erfahren will. Die zu Tage geförderten Geheimnisse sind wirklich sensationell und dramatisch, schön leinwandreif. Und die Figuren bleiben alle sehr blass und machen keine Entwicklung durch - sie sind nur die Werkzeuge in diesem Roman. 

    Was will ich damit sagen - ich finde die Geschichte an sich nicht überzeugend, aber es war durchaus spannende Unterhaltung und ich habe das Buch verschlungen. Also ein befriedigender Quickie für zwischendurch, jedoch ohne wirkliche Tiefe. 'Wozu wir fähig sind' wir in diesem Buch nicht anhand eines schrecklichen Vergehens vorgeführt, sondern ist eine Sammlung aller möglicher Verbrechen, die sich die Menschen so gegenseitig antun. Deshalb ist es mir zu sensationslustig und daher empfinde ich es leider als etwas oberflächlich.

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    Cover des Buches Der unsichtbare Garten (ISBN: 9783453292406)

    Bewertung zu "Der unsichtbare Garten" von Karine Lambert

    Der unsichtbare Garten
    MrsFraservor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Schöne Story, vom Thema her ernst und traurig, aber oberflächlich umgesetzt.
    Schön, aber oberflächlich

    'Der unsichtbare Garten' von Karine Lambert ist die Geschichte eines Mannes, der erfährt, dass er in nur wenigen Wochen quasi komplett erblinden wird. Was macht man mit der Zeit die einem bleibt und wie geht er mit dieser Veränderung um? 

    Man sollte glauben, dass das sehr tiefgründig werden kann und der Klappentext suggeriert, dass das Buch sich mit diesen Wochen intensiv befasst. Stimmt beides nicht, das Buch will auf etwas ganz anderes hinaus - nämlich eher auf das, was nach der Erblindung in Vincents Leben geschieht. Darauf liegt deutlich der Fokus. Durch die Wochen von der Diagnose bis zur Erblindung fliegt die Erzählung, was gut zu Vincents 'ablaufender Zeit' passt, aber danach wird's gefühlt für viele Leser zu einfach. 

    Nur angerissen werden die Probleme, mit denen der neu Erblindete sich auseinandersetzen muss. Er besucht einen Kurs und spannt Schnüre im Garten - das war's quasi. Im Haus und Garten seines verstorbenen Großvaters findet er sich schnell zurecht, er hat eine nette Nachbarin und einen Freund, die immer Zeit haben und ihn unterstützen. Auch seine Eltern sind da - bringen mit sich aber typische Eltern-Kind-Konflikte. Das Verhältnis zu Vincents Vater ist auch eine spannende Sache, die jedoch, wie die Erblindung, gefühlt zu einfach gemeistert wird. 

    Das ist in der Konsequenz alles schön zu lesen und romantisch - wer mag denn keine Happy Ends? - aber selbst ein naiver Leser wird nicht glauben, dass das alles so einfach ist. Es ist wie ein Kinderbuch, dass einem die Angst vorm Erblinden nehmen will - superschön gemacht, einfühlsam und so, aber leider nicht realistisch. Wo ist das Drama, wo sind die negativen Gefühle? Selbst ein fast tödlicher Zwischenfall wird im Buch bagatellisiert und schnell abgehakt. 

    Der Garten aus dem Titel spielt - zumindest zum Ende hin - wirklich eine wichtige Rolle. Diese Besinnung auf die Natur - wie auch in 'Eines Tages in der Provence' der gleichen Autorin - ist ein zeitgemäßer und lobenswerter Aspekt der Erzählung, der dem Leser auch Inspiration liefert.

    Lob verdient hat bei diesem Buch aber vor allem die Umschlaggestaltung, die durch einen milchig-transparenten Umschlag die farbenfrohe Gestaltung des Bucheinbandes dämpft und 'versteckt' - passender ging es nicht. 

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    Cover des Buches Die andere Welt (ISBN: 9783453360532)

    Bewertung zu "Die andere Welt" von Julie Cohen

    Die andere Welt
    MrsFraservor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Hatte ich mir mehr von versprochen. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern erschienen mir nur oberflächlich.
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