Nabura

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    Cover des Buches Wo die Sterne tanzen (ISBN: 9783499275296)

    Bewertung zu "Wo die Sterne tanzen" von Katharina Herzog

    Wo die Sterne tanzen
    Naburavor 3 Tagen
    Ein schöner Sommerroman

    Nele lebt und arbeitet als Musicaldarstellerin in New York. Nach dem Tod ihrer Oma Lotte, in deren Haus auf Juist sie als Kind zahlreiche Sommer verbrachte, fliegt sie mit ihrer Tochter Annika auf die Insel, um den Verkauf des Hauses abzuwickeln. Doch nicht nur sie ist auf die Insel zurückgekehrt, sondern auch ihre Mutter Laura sowie Henry, der Enkel von Oma Lottes bester Freundin Emily. Zu ihrer Mutter hat sie ein schwieriges Verhältnis, das bei der Abwicklung des Verkaufs auf die Probe gestellt wird. Und Henry würde sie nach allem, was in der Vergangenheit vorgefallen ist, am liebsten ganz aus dem Weg gehen...

    Der Prolog des Buches nimmt den Leser mit ins Jahr 1991. Neles Eltern haben sich kürzlich getrennt und sie verbringt die Sommerferien mit ihrer Mutter bei Oma Lotte auf Juist, wo sie den gleichaltrigen Henry kennenlernt, der ihr seine Freundschaft anbietet. Achtzehn Jahre später kehrt Nele mit gemischten Gefühlen auf die Insel zurück. Nach Oma Lottes Tod und dem anstehenden Hausverkauf wird es für sie keinen Grund mehr geben, Juist erneut zu besuchen.

    Die Geschichte springt zwischen dem Jahr 2019 und der Vergangenheit hin und her. Die Rückblicke erklären dem Leser, was Nele in den Sommern ihrer Kindheit auf Juist erlebt hat. Vor allem ihre Freundschaft zu Henry und zu Ben steht hier im Fokus. Henry und Nele waren viele Sommer unzertrennlich, bevor es 2001 zu Ereignissen kam, die alles veränderten. In diesem Jahr lernt sie auch Ben kennen, der mit seiner Familie Urlaub auf der Insel macht und dabei vor allem auf seine zwei kleinen Schwestern aufpasst. Schließlich wird Neles Weg zur Musicaldarstellerin und ihre Zeit in New York beschrieben. Passend zum Thema sind den Kapiteln kurze Songausschnitte bekannter Musicals vorangestellt.

    In der Gegenwart steht Nele am Scheideweg: Wird sie zurück nach New York gehen und dort um ein neues Engagement kämpfen, oder schlägt sie einen anderen Weg an einem neuen Ort ein? Ihre Entscheidung schien eigentlich schon klar zu sein, doch die Zeit auf Juist bringt sie erneut ins Grübeln. Als Leser versteht man Neles Verhalten und ihre Überlegungen durch die Rückblicke immer besser. Notwendige Aussprachen werden allerdings lange hinausgezögert, sodass ich zwischendurch ungeduldig wurde. Auch wenn einige Entwicklungen vorhersehbar waren, erlebte ich zum Schluss noch eine schöne Überraschung.

    „Wo die Sterne tanzen“ ist eine Insel- und Musicalgeschichte, in der die Verwirklichung von Träumen die Hauptrolle spielt. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ich habe das Buch am Strand mit Blick auf Juist gelesen, was super zur Atmosphäre passte. Mit und ohne Sand und Meerluft ist es ein schöner Sommerroman für gemütliche Stunden!

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    Cover des Buches Land in Sicht (ISBN: 9783351050764)

    Bewertung zu "Land in Sicht" von Ilona Hartmann

    Land in Sicht
    Naburavor 10 Tagen
    Vatersuche auf Flusskreuzfahrt

    Acht Tage und sieben Nächte auf einem Flusskreuzfahrtschiff der Route Passau - Wien sind mit 24 Jahren wohl keine übliche Urlaubswahl. Auch Jana wäre nicht auf die Idee gekommen, wenn auf der MS Mozart nicht ihr Vater der Kapitän wäre. Sie hat ihn nie kennengelernt, doch die Suche nach ihm hat nicht lang gedauert, nachdem sie erst einmal beschlossen hatte, das zu ändern. Nun schippert sie mit Dutzenden Unterhaltung suchenden Rentnern über die Donau, im Gepäck zahlreiche Fragen und Zweifel rund ums Thema Vater: Wie sage ich es ihm? Wie wird es sich anfühlen? Was verspreche ich mir davon?

    Die Geschichte schlägt von Beginn an einen lockeren und sarkastischen Ton an. Jana checkt auf der MS Mozart ein und nimmt die Atmosphäre des Flusskreuzfahrtschiffes in sich auf. Für die ansonsten ausnahmslos älteren Mitreisenden ist sie eine willkommene Abwechslung. Ihre Reflektion dieser Art, Urlaub zu machen, fand ich unterhaltsam und ich konnte mir die Stimmung an Bord gut vorstellen.

    Jana ist allerdings mit einer Mission gekommen: Sie will ihren Vater, den Kapitän des Schiffes, kennenlernen. Doch nun zögert und beobachtet sie, denkt darüber nach, wie es war, ohne ihn aufzuwachsen und fragt sich immer wieder, was genau sie sich nun eigentlich von dieser Begegnung verspricht. Ihre Auseiandersetzung mit der Vaterfrage geht in die Tiefe und ich konnte ihre Zweifel und Überlegungen gut nachvollziehen.

    „Land in Sicht“ ist schnell gelesen und bietet skurrile Situationen, messerscharfe Beobachtungen und nachdenklich stimmende Momente. Die Autorin hat einen tollen schwarzen Humor, der die Geschichte prägt. Wie wäre es mit einer Flusskreuzfahrt für den diesjährigen Urlaub in der Heimat? Schnappt euch das Buch und legt ab!

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    Cover des Buches After the Fire (ISBN: 9783423650328)

    Bewertung zu "After the Fire" von Will Hill

    After the Fire
    Naburavor 13 Tagen
    Was ist Wahrheit und was Lüge?

    Die siebzehnjährige Moonbeam hat fast ihr ganzes Leben im Lager der Heiligen Kirche der Legion Gottes verbracht. Nach einer bewaffneten Auseinandersetzung der Sektenmitglieder mit der Polizei findet sie sich in einer geschlossenen Abteilung wieder, in der ein Psychiater versucht, in täglichen Sitzungen zu ihr durchzudringen. Doch Father John hat ihr und den anderen immer wieder eingeschärft, dass alle Menschen außerhalb des Lagers Diener der Schlange sind, denen sie kein Wort sagen und kein Wort glauben darf. Was ist Wahrheit und was Lüge? Ist sie aus einer gefährlichen Situaton in eine sichere gekommen, oder ist es genau umgekehrt?

    Das Buch beginnt mit einem rasanten Prolog, in dem die Protagonistin Todesängste durchleidet. Ihre Welt steht in Flammen, Schüsse peitschen und sie wird von dem Ziel angetrieben, Kinder aus den brennenden Baracken zu befreien. Wie kam es zu dieser Situation, und was sind ihre Konsequenzen? Genau um diese Aufarbeitung geht es in der nachfolgenden Geschichte.

    Moonbeams Gedanken werden zu Beginn stark von den Sätzen geprägt, die ihr Sektenführer Father John über Jahre hinweg gepredigt hat. Alle Menschen außerhalb des Lagers wurden als Feinde angesehen, weshalb sie das Gelände in den letzten Jahren gar nicht mehr verlassen hat. Und nun soll alles, was er gesagt hat, eine Lüge gewesen sein? In Moonbeams Kopf tönt weiterhin Father Johns Stimme und sie hüllt sich überfordert von der Situation in Schweigen.

    Diese fiktive Geschichte setzt sich gelungen damit auseinander, was in einer Jugendlichen vorgehen könnte, die ihr ganzes Leben isoliert in einer Sekte verbracht hat und nun mit dem Leben außerhalb konfrontiert wird. Allmählich teilt Moonbeam erste Erinnerungen mit dem Psychiater und damit auch dem Leser. Man ist in den täglichen Sitzungen an ihrer Seite und folgt ihr in die einzelnen Erinnerungen. Sie schildert den Sektenalltag und die Verbrechen, die sie erlebt, aber selbst nicht als solche eingeordnet hat. Gleichzeitig gibt es auch Erinnerungen an Freundschaft und Zusammenhalt, die verdeutlichen, warum ihr an manchen Personen nach wie vor viel liegt.

    Moonbeam fragt früh in der Geschichte nach ihrer Mutter, von der sie vor einiger Zeit getrennt wurde. Außerdem plagen sie schwere Schuldgefühle, wobei sie die Erinnerung an deren Ursprung nicht zulässt. Diese Themen trugen dazu bei, dass ich mich bis zum Schluss neugierig durch die Einzel- und Gruppensitzungen und die damit verbundenen Erinnerungen las. Was mir thematisch fehlte war die Heranführung Moonbeams an ein Leben außerhalb der Sekte, denn sie ist nie zur Schule oder in den Supermarkt gegangen und viele Entscheidungen wurden für sie getroffen. Gerne hätte ich erlebt, wie sie mit dieser neugewonnenen Freiheit umzugehen lernt. Die Beantwortung der drängendsten Fragen hebt die Geschichte sich bis zum Schluss auf und tut dies schließlich in einem stimmigen Rahmen.

    „After the fire“ ist ein Roman, der sich mit der Aufarbeitung einer umfassenden Gehirnwäsche durch eine fiktive Sekte auseinandersetzt. Der Leser begleitet die Protagonistin Moonbeam auf diesem schmerzhaften und gleichzeitig reinigenden Prozess, dessen Verlauf durch einige ungeklärte Fragen spannend bleibt. Gerne empfehle ich das Buch an psychologisch interessierte Leser weiter!

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    Cover des Buches Schatten der Welt (ISBN: 9783832164980)

    Bewertung zu "Schatten der Welt" von Andreas Izquierdo

    Schatten der Welt
    Naburavor 13 Tagen
    Höhen und Tiefen drei sympathischer Charaktere in dunklen Zeiten

    Im Jahr 1910 wohnt Carl als Schneiderssohn in Thorn in Westpreußen. Dem baldigen Ende der Schulzeit sieht er mit Bedauern entgegen - ganz im Gegensatz zu seinem besten Freund Artur, der bereits große Geschäftspläne schmiedet. Doch für diese braucht er die Unterstützung von Carl. Zusammen mit der furchlosen Isi verkaufen die beiden der Thorner Bevölkerung Schutzmasken gegen den vorbeiziehenden, völlig harmlosen Halleyschen Kometen. Die drei haben große Pläne und Träume, die sie verwirklichen wollen. Doch durch den Kriegsausbruch kommt alles anders.

    Die Geschichte wird dem Leser von Carl erzählt. Er ist ein intelligenter Junge, dem eine weitere Schulbildung aufgrund der ärmlichen Verhältnisse seines Vaters verwehrt bleibt. Auch wenn man als Schneider nicht viel verdient rechnet Carl damit, ebenfalls diesen Beruf zu ergreifen. Sein Freund Artur muss zwar auch in der Wagnerei seines Vaters mithelfen, schmiedet aber bereits anderweitige große Pläne.

    Die Dritte im Bunde ist Isi, die Artur in Sachen Gerissenheit noch überbieten kann. Carl lernt sie kennen, weil er von ihr gehörig übers Ohr gehauen wird. Aus einem Zweckbündnis entsteht mit der Zeit eine Freundschaft. Die drei fühlen sich geradezu unbesiegbar und der Erfolg scheint ihnen sicher. Doch es gibt Personen, die das aus ganz unterschiedlichen Gründen verhindern wollen.

    Man begleitete die drei Protagonisten in diesem Buch über mehrere Jahre hinweg. Es werden einzelne Episoden beschrieben, in denen oft irgendeine Form der Ungerechtigkeit geschieht oder Hindernisse aus dem Weg geräumt werden müssen. Die historischen Hintergründe sind sorgfältig recherchiert, das Erlebte ist aus dramaturgischen Gründen jedoch stets extremer als das eines Durchschnittsbürgers der Zeit.

    Das Buch nimmt sich einer großen Bandbreite an Themen an wie der Macht der Großgrundbesitzer, dem sich verändernden Transportwesen und der in Mode kommenden Fotographie. Antagonisten werden früh in Stellung gebracht und tauchen immer wieder auf. Sie werden als durchweg böse dargestellt, die drei Freunde stehen auf der anderen Seite als Helden - mir persönlich war diese Darstellung zu stereotyp.

    Auf der Hälfte des Buches bricht der Krieg aus und reißt die drei Charaktere auseinander. Die Grauen des Krieges und des damit verbundenen Massensterbens werden authentisch dargestellt, ohne das es allzu explizite Schilderungen des Tötens gibt. Die Schilderungen sind sehr bedrückend und als Leser hofft man, dass es wenigstens für die Protagonisten eine Zukunft gibt. Eine Fortsetzung ist bereits in Planung und insbesondere für Carl, dessen jüdische Herkunft häufig erwähnt wurde, schwant mir nichts Gutes.

    „Schatten der Welt“ ist ein Reihenauftakt mit drei sympathischen Protagonisten, die man als Leser durch persönliche Höhen und Tiefen in einer dunklen Zeit begleitet. Gerne empfehle ich das Buch an historisch interessierte Leser weiter!

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    Cover des Buches Writers & Lovers (ISBN: 9783406756986)

    Bewertung zu "Writers & Lovers" von Lily King

    Writers & Lovers
    Naburavor 22 Tagen
    Vom Schreiben und Lieben

    Casey ist Schriftstellerin und arbeitet schon seit einer Weile an ihrem Roman, der inzwischen gut zweihundert Seiten umfasst. Mit Anfang 30 haben die meisten ihrer ehemaligen Schriftsteller-Freunde ihre Ambition zugunsten von Jobs mit festem Gehalt aufgegeben. Immer wieder wird sie gefragt, warum sie an diesem Leben festhält - mit hohen Studienschulden im Nacken, einem Kellnerjob und einem winzigen Zimmer in einem ehemaligen Gartenschuppen in Boston. Der Tod ihrer Mutter ist für sie ein einschneidendes Erlebnis, und während des kurz darauf stattfindenden Schreib-Stipendium verliebt sie sich und bringt nichts zu Papier. Aller Widrigkeiten zum Trotz will sie ihr Leben als Schriftstellerin nicht aufgeben und ihren Roman fertigstellen.

    Meinem Leseexemplar ist ein Statement der Autorin vorangestellt, in dem sie berichtet, dass in den Roman zahlreiche ihrer eigenen Erfahrungen aus ihren frühen Jahren als Schriftstellerin eingeflossen sind. Das Unverständnis des Umfelds im Hinblick auf ihre Tätigkeit, permanente Schulden und häufige Selbstzweifel. Sie las Bücher über junge und später erfolgreiche Schriftsteller, die sich mit und ihrer Tätigkeit rangen, fand aber keine entsprechenden über Schriftstellerinnen. Mit diesem Roman hat die Autorin geschrieben, was ihr jüngeres Ich gerne gelesen hätte. Er ist im Jahr 1997 angesiedelt.

    Die Protagonistin Casey macht emotional eine schwierige Zeit durch. Der rätselhafte Tod ihrer Mutter beschäftigt sie sehr, dazu kommt eine gerade beendete Romanze und ihr anstengender Kellnerinnen-Job, den sie braucht, um wenigstens ihre Miete, wenn schon nicht ihre Schulden zu bezahlen. Ihre Freunde sind in den letzten Jahren auf eine übersichtliche Zahl zusammengeschrumpft, da sie kein Geld hat, um sich auf ihren Hochzeiten blicken zu lassen. Doch für Casey steht aber außer Frage, dass sie weiterhin an ihrem Roman arbeitet.

    Der Leser durchlebt an der Seite von Casey eine große Bandbreite an Gefühlen. Die Liebe zum Schreiben ist auf jeder Seite spürbar, gleichzeitig wird Caseys Ringen mit sich selbst nachvollziehbar beschrieben. Immer wieder holen sie Zweifel, Unsicherheit und Trauer ein. Der Roman setzt sich gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen damit auseinander, wie manche Männer mit Frauen umgehen und sich dabei gegenseitig Rückendeckung geben und spricht wichtige feministische Themen an.

    In Caseys Leben kommt Bewegung, als Muriel, ihre einzige verbleibende Schriftsteller-Freundin, sie mit zur Buchpräsentation eines Autors nimmt. In der Folge lernt sie zwei Männer kennen, die in Sachen Selbstsicherheit, Lebenserfahrung und Erfolg nicht unterschiedlicher sein könnten. Doch wer von ihnen tut ihr wirklich gut? Während der Roman auf mich zunächst wie eine Bestandsaufnahme ihres Lebens wirkte, fokussiert er sich immer stärker auf die Arbeit am Roman und die Entscheidung zwischen den beiden Männern, was in Wechselwirkung zueinander steht.

    „Writers & Lovers“ ist ein intensiver Roman übers Schreiben und Lieben mit all seinen Höhen und Tiefen, den ich sehr gerne weiterempfehle!

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    Cover des Buches Wenn du zurückkehrst (ISBN: 9783453271746)

    Bewertung zu "Wenn du zurückkehrst" von Nicholas Sparks

    Wenn du zurückkehrst
    Naburavor 24 Tagen
    Bienen und Geheimnisse in North Carolina

    Trevor Benson ist erst zweiunddreißig Jahre alt, kann seinen Beruf als Orthopäde aber nicht mehr ausüben. Während seines Einsatzes in Afghanistan wurde er vier Jahre zuvor von einer Mörsergranate getroffen und schwer verletzt. Bis in ein paar Monaten seine neue Facharztausbildung als Psychiater beginnt, zieht er in das Haus seines kürzlich verstorbenen Großvaters in New Bern, North Carolina. Dort lernt er die Polizistin Natalie kennen, die auf seine Flirtversuche zunächst zurückhaltend reagiert, einem Date dann aber doch zustimmt. Sie scheint ein Geheimnis zu haben, ebenso wie die junge und wortkarge Callie, die in einer Wohnwagensiedlung in der Nähe wohnt und mit seinem Großvater befreundet war. Weiß sie vielleicht etwas darüber, wohin sein Großvater fahren wollte, als er in South Carolina einen tödlichen Schlaganfall erlitt?

    Die Geschichte beginnt im Jahr 2019 mit einer Hochzeit, auf der Trevor zu Gast ist. Er denkt daran zurück, wie er die Braut fünf Jahre zuvor kennenlernte und nimmt den Leser mit auf diese Zeitreise. Sie führt nach North Carolina, wo Trevor sich gerade in dem Haus einlebt, das er von seinem Großvater geerbt hat. Seit seiner Verletzung vor vier Jahren hat er sich Schritt für Schritt zurück ins Leben gekämpft und seine Posttraumatische Belastungsstörung unter Kontrolle gebracht. Nun steht dem baldigen Beginn seiner neuen Facharztausbildung als Psychiater nichts mehr im Wege und er möchte die verbleibende Zeit nutzen, um sich um das Haus und die Honigbienen im Garten zu kümmern.

    Schon bei ihrer ersten Begegnung flirtet Trevor offensiv mit Natalie, die jedoch abblockt. Ich fand ihn zu Beginn recht aufdringlich, mit der Zeit wurde er mir aber sympathischer. Natalie interessiert sich sehr für die Bienen, sodass sie schließlich einwilligt, sich diese von Trevor zeigen zu lassen. Seine Erklärungen sind ausführlich, sodass auch der Leser hier noch Neues über Bienen und Honig lernen kann.

    Trevor versucht gleichzeitig, herauszufinden, was sein Großvater in South Carolina gemacht hat. Doch das wenige, das er in Erfahrung bringen kann, ist nicht sonderlich aufschlussreich. Die Geschichte schreitet in ruhigem Tempo voran und bietet schöne und nachdenklich stimmende Szenen, von denen für mich aber keine besonders herausstach.

    Im letzten Drittel kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall, der die Lüftung der drei großen Geheimnisse des Buchs einläutet. Da es zuvor schon einige Hinweise gab, hatte ich mir das meiste bis dahin bereits zusammengereimt. Dennoch fand ich es interessant zu sehen, wie die Charaktere auf die Neuigkeiten reagieren. Es kommt zu emotionalen Szenen, bevor die Geschichte zur Anfangsszene zurückspringt und ziemlich rasch ein Ende findet.

    „Wenn du zurückkehrst“ ist ein Buch für alle, die Bienen mögen und Lust auf einen romantischen und schicksalbehafteten, amerikanischen Roman haben!

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    Cover des Buches The Ballad of Songbirds and Snakes: A Hunger Games Novel) (The Hunger Games) (ISBN: 9780702300172)

    Bewertung zu "The Ballad of Songbirds and Snakes: A Hunger Games Novel) (The Hunger Games)" von Suzanne Collins

    The Ballad of Songbirds and Snakes: A Hunger Games Novel) (The Hunger Games)
    Naburavor einem Monat
    Rückkehr nach Panem - Die zehnten Hungerspiele

    Coriolanus Snow kannte man bisher nur als bösen Präsidenten und Nemesis von Katniss Everdeen. Hier lernt man ihn als beinahe mittellosen Studenten der Akademie kennen. Sein Familienname bedeutet noch etwas im Kapitol, doch er macht nicht satt und zahlt auch nicht die Kosten der Universität, die er im folgenden Herbst besuchen will. Wenn er sich jedoch als Mentor eines Tributs bei den Hungerspielen gut anstellt, dann hat er Chancen auf ein Stipendium. Die Nachricht, dass er das Mädchen aus Distrikt 12 betreuen soll, macht seine Hoffnungen beinahe zunichte. Doch Lucy Grey Baird ist ein außergewöhnliches Mädchen, und Coriolanus ein ehrgeiziger junger Mann.

    Ich fand es interessant, das Kapitol zur Zeit der Zehnten Hungerspiele zu erleben. Der vergangene Krieg ist in den Köpfen der Menschen noch ziemlich präsent und die Hungerspiele noch nicht jenes ausgeklügelte Spektakel, das sie einmal werden sollen. Ganz im Gegenteil, es schaut kaum jemand zu. Die Idee, den Tributen Studenten als Mentoren an die Seite zu stellen, wird hier zum ersten Mal verprobt. Wie auch in der Trilogie macht die Zeit in der Arena nur einen Teil des Buches aus. Stattdessen erfährt man viel über die Vorbereitungen und das gefährliche Terrain, auf dem Coriolanus sich bewegt. Zu Beginn wirkt er zielstrebig, aber nett. Im Laufe der Geschichte trifft er dann Entscheidungen, mit denen er die Sympathien verspielt und die den Weg zu seinem älteren, bösen Ich aufzeigen. Das Buch hatte ein paar Längen, vor allem nach dem Ende der Hungerspiele, aber auch viele spanennde Abschnitte, in denen ich es nicht aus der Hand legen konnte. Insgesamt ist die Geschichte für mich eine würdige Ergänzung der Trilogie und ein Must Read für alle Panem-Fans!

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    Cover des Buches Der letzte Wunsch (ISBN: 9783423262644)

    Bewertung zu "Der letzte Wunsch" von Andrzej Sapkowski

    Der letzte Wunsch
    Naburavor einem Monat
    Der perfekte Einstieg in die Welt des Hexers

    Nachdem ich im letzten Jahr mit großer Begeisterung die Serie „The Witcher“ geschaut habe, wollte ich nun auch die Bücher lesen. „Der letzte Wunsch“ ist die erste von drei Vorgeschichten-Bänden, außerdem gibt es die Hexer-Pentalogie beginnend mit „Das Erbe der Elfen“. 

    Ich mag den Schreibstil des Autors sehr und konnte schnell in die Welt des Hexers eintauchen. Schon in er ersten Geschichte, die einfach nur „Der Hexer“ heißt, wird erklärt, was ein Hexer überhaupt ist und wie speziell der Progatonist Geralt seine Rolle versteht. Die Geschichte wurde in der Serie verarbeitet und kann hier noch mal in ausführlicherer Form genossen werden.

    Wer die Serie geschaut hat, dem werden fünf der sechs Kurzgeschichten bekannt vorkommen. Es gibt jedoch einige Unterschiede, die zu entdecken ich interessant fand. Die Geschichte „Ein Körnchen Wahrheit“ war mir noch nicht bekannt, ich fand sie aber genauso gut wie den Rest und kann mir vorstellen, dass sie noch in einer der zukünftigen Staffeln aufgegriffen wird. 

    „Der letzte Wunsch“ ist der perfekte Einstieg in die Welt des Hexers - sowohl für Serien-Fans als auch alle, die noch keine Bekanntschaft mit Gerald von Riva gemacht haben.

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    Cover des Buches Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos (ISBN: 9783458178583)

    Bewertung zu "Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos" von Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende - Im Sturm der Echos
    Naburavor 2 Monaten
    Gelungener Reihenabschluss der Spiegelreisenden!

    Die Welt der Archen scheint dem Untergang nahe zu sein: Immer häufiger verschwinden Stücke und mit ihnen all ihre Bewohner. Ophelia und Thorn sind fest entschlossen, das Geheimnis von Eulalia Gort und dem Anderen endlich zu lüften und die Zerstörung aufzuhalten. Ihr Weg führt sie ins mysteriöse Beobachtungsinstitut der Arche Babel, über dessen Aktivitäten hinter den Mauern nur wenig nach außen dringt. Doch die Situation unter Kontrolle zu halten wird zur Herausforderung, denn die Beobachter im Institut haben ihre eigenen Pläne...

    Endlich ist er da, der finale Band der Spiegelreisenden! Nach den Enthüllungen am Ende des vorherigen Bandes hoffte ich darauf, nun endlich zu erfahren, wie Eulalia zu dem wurde, was sie heute ist und was es nun mit dem Anderen auf sich hat. Die Situation auf Babel verschärft sich zunehmend, denn immer mehr Stücke verschwinden plötzlich. Die weltoffene Arche wirft im Nu ihre Prinzipien über Bord und beginnt mit drastischen Maßnahmen, die dem Schutz der Einheimischen dienen sollen.

    Inmitten dieses zunehmenden Chaos sind Ophelia und Thorn endlich wieder vereint und schmieden gemeinsam einen Plan, wie sie die Geheimnisse lüften und die Katastrophe aufhalten können. Ich fand es schön, die beiden zusammen zu erleben. Ihre Beziehung hat sich weiterentwickelt und ihre unterschiedlichen Ansätze bei der Suche nach der Wahrheit ergänzen sich gut. Nach außen hin müssen sie jedoch weiterhin ihre jeweilige Rolle spielen und niemand darf wissen, dass sie verheiratet sind.

    Der vierte Band spielt wie sein Vorgänger hauptsächlich auf der Arche Babel, wobei mit dem Beobachtungsinstitut ein neuer Ort in den Fokus rückt. Ophelia hat nur eine rudimentäre Vorstellung, was sie dort erwartet. Ich fieberte mit, ob sie dort entscheidende Dinge herausfinden kann, ohne den Verstand oder gar ihr Leben zu verlieren. Denn das Beobachtungsinstitut erweist sich schnell als ein Ort, der noch gefährlicher ist als der Pol oder das Konservatorium - und das will schon etwas heißen!

    Es werden in diesem Band nur wenige neue Charaktere eingeführt, dafür gibt es ein Wiedersehen mit vielen bereits bekannten Gesichtern. Diese haben noch einige Überraschungen in petto, welche vieles in neuem Licht erscheinen lassen. Das Tempo ist vergleichbar mit den Vorgängern - mal gibt es ruhigere Phasen, dann überschlagen sich die Ereignisse. Das Geheimnis rund um Gott, die Familiengeister, die Echos und den Anderen entpuppt sich als komplexe Angelegenheit, die zu verstehen Zeit benötigt und bei der mache Aspekte bewusst mysteriös und rätselhaft bleiben. Auch auf einige emotionale Momente sollte man sich einstellen. Spannend und dramatisch näherte sich das Buch seinem Ende, das die Reihe für mich gelungen abschließt.

    Von mir gibt es eine große Leseempfehlung für die ganze Reihe rund um die Spiegelreisende Ophelia!

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    Cover des Buches Bretonische Spezialitäten (ISBN: 9783462054019)

    Bewertung zu "Bretonische Spezialitäten" von Jean-Luc Bannalec

    Bretonische Spezialitäten
    Naburavor 2 Monaten
    Dupin ermittelt in Saint-Malo

    Ausgerechnet gemeinsam mit seinem Präfekten Locmariaquer wird Dupin die nächsten vier Tage auf einem Seminar an der Polizeischule in Saint-Malo verbringen. Dort sind die Präfekten der vier bretonischen Départmements mit jeweils einem ihrer Kommissare zusammengekommen, um über die Verbesserung der Zusammenarbeit zu sprechen. Die Mittagspause des ersten Tages nutzt Dupin, um den nahegelegenen Markt zu besuchen. In aller Öffentlichkeit wird dort vor seinen Augen eine Frau erstochen, der Täterin gelingt die Flucht. Die Präfekten entschließen sich kurzerhand, die theoretischen Besprechungen zugunsten der Praxis zu vertagen: Die drei anwesenden Kommissare sollen den Fall gemeinsam lösen.

    Dupin muss in „Bretonische Spezialitäten“ erneut außerhalb des eigenen Départements ermitteln. Der Grund ist diesmal ein Seminar, dass er gemeinsam mit seinem Präfekten besucht und das ihn nach Saint-Malo führt. Schon der Titel macht deutlich, dass Speisen hier eine größere Rolle spielen und schon auf den ersten Seiten werden dem Kommissar und dadurch auch dem Leser die Vorzüge einiger Käsesorten angepriesen.

    Nach wenigen Seiten kommt es zum eingangs erwähnten Mord und einer spektakulären Verfolgungsjagd, welche die Spannung ansteigen lässt. Die Täterin ist dennoch schnell identifiziert, sagt allerdings kein Wort. Dupin und seine beiden Kollegen aus dem Seminar werden mit der gemeinsamen Ermittlung beauftragt und machen sich an die Befragung des Umfelds von Opfer und Täterin. Beide haben sich in der Region mit ihren Restaurants einen Namen gemacht. Führen ihre Berufe zum Motiv, oder steckt eine ganz andere Geschichte dahinter?

    Die Zahl der Menschen, die bei der Suche nach dem Mordmotiv helfen könnten, ist übersichtlich. Doch so recht kommen die Ermittler nicht voran, denn für alle möglichen Ansatzpunkte gibt es eine gute Erklärung, warum das eigentlich kein Motiv sein kann. Ein weiterer Mord im selben Umfeld wirft neue Fragen auf und setzt die Kommissare unter zeitlichen Druck: Wenn die Täterin des ersten Mordes bereits hinter Gittern sitzt, wer ist dann jetzt aktiv geworden?

    Dupins Team aus Concarneau kann diesmal nur begrenzt mit einigen Online-Recherchen unterstützen. Die beiden neuen Kolleginnen Le Menn und Nevou, deren Auftauchen ich im letzten Band begrüßt habe, spielen diesmal leider gar keine Rolle. Kommissarin Huppert und Kommissar Nedellec, mit denen Dupin vor Ort ermittelt, lernt man nur oberflächlich kennen.

    Die Bücher nehmen sich schon immer viel Zeit für die Beschreibung der Landschaften, Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Wer das mag, kommt hier voll auf seine Kosten, denn dem wird hier bisweilen mehr Platz eingeräumt als den Ermittlungen. Ein Buch vor allem für Leser, die sich für die Region und seine Spezialitäten interessieren!

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