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Nora3112

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Nora3112 hat gelesen…
3 Bücher im Jahr 2026

Cover des Buches I Was a Teenage Slasher (ISBN: null)
Buch wurde am
02. Februar beendet
Cover des Buches DAS ENDE DER WELT WIE WIR SIE KENNEN (ISBN: null)
Buch wurde am
02. Februar beendet
Cover des Buches Wie Familie, nur besser (ISBN: null)
Buch wurde am
31. Januar beendet

Rezensionen und Bewertungen

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Cover des Buches I Was a Teenage Slasher (ISBN: 9781835410288)

Bewertung zu "I Was a Teenage Slasher" von Stephen Graham Jones

Nora3112
Kurzmeinung: Dieser Roman ist Slasher, Sozialstudie und Coming-of-Age-Erzählung in einem!
I was a Teenage Slasher

„I was a Teenage Slasher“ von Stephen Graham Jones

Inhaltsangabe:

Lamesa, Texas, Juli 1989.
Eine kleine Stadt im Westen von Texas, die von Öl und Baumwolle lebt – und ein Ort, an dem jeder über jeden Bescheid weiß.
 Außer über den siebzehnjährigen Tolly Driver und seine beste Freundin Amber. Sie sind nicht in der Marching Band, sie sind auch in keinem anderen Klub – sie zählen einfach nicht. Amber ist die einzige indigene Schülerin und Tolly nur aufgrund des Todes seines Vaters überhaupt auf dem Radar.

Es ist der Sommer vor ihrem Abschlussjahr.
 Es ist der Sommer, in dem sich für Tolly, für Amber – für ganz Lamesa, Texas – alles verändert: Die Leichen werden sich stapeln und für ein paar unerträglich heiße Tage werden Tolly und Amber berühmt sein … und endlich wird jeder ihre Namen kennen.

Eigene Meinung:

Mit „I Was a Teenage Slasher“ legt Stephen Graham Jones einen Roman vor, der auf den ersten Blick klassische Slasher-Erwartungen bedient und sie im selben Atemzug konsequent unterläuft. Angesiedelt im texanischen Lamesa im Sommer 1989 erzählt das Buch von Außenseitertum, sozialer Unsichtbarkeit und eruptiver Gewalt. Dass der Roman Teil der renommierten Reihe „CEMETERY DANCE GERMANY“ ist, signiert vorliegt und mit Illustrationen von Vincent Sammy ergänzt wird, unterstreicht seinen Sammler- und Liebhaberwert.

Im Zentrum stehen Tolly Driver und seine beste Freundin Amber, zwei Jugendliche, die am Rand der sozialen Ordnung existieren. Jones zeichnet ein präzises Bild einer Kleinstadt, in der Herkunft, Zugehörigkeit und Sichtbarkeit über Lebenswege entscheiden. Besonders hervorzuheben ist Ambers Rolle als einzige indigene Schülerin: Identität, strukturelle Ausgrenzung und stille Gewalt sind keine Nebenthemen, sondern integraler Bestandteil der Erzählung.

Der Clou des Romans liegt in der Erzählperspektive: Jones lässt den Mörder selbst sprechen. Damit wird das Slasher-Genre nicht nur zitiert, sondern seziert. Gewalt ist präsent, explizit und stellenweise schockierend, aber nie Selbstzweck. Sie dient als Spiegel gesellschaftlicher Mechanismen, die Menschen systematisch an den Rand drängen.

„I Was a Teenage Slasher“ ist kein gefälliger Horrorroman, sondern ein kluger, unbequemer und zugleich enorm unterhaltsamer Text. Stephen Graham Jones beweist, dass er das Genre nicht nur beherrscht, sondern weiterdenkt. Besonders beeindruckend ist die Verbindung aus persönlicher Erfahrung, sozialem Kommentar und genretypischer „Exzesshaftigkeit“. Ein Buch, das Spaß macht und dennoch lange nachwirkt.

Fazit:

Dieser Roman ist Slasher, Sozialstudie und Coming-of-Age-Erzählung in einem. Er zeigt, wie Horror genutzt werden kann, um über Ungerechtigkeit, Ausgrenzung und Sichtbarkeit zu sprechen, ohne an Spannung zu verlieren. Für Leser, die mehr wollen als bloße Schockeffekte, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

Cover des Buches DAS ENDE DER WELT WIE WIR SIE KENNEN (ISBN: 9783946330479)

Bewertung zu "DAS ENDE DER WELT WIE WIR SIE KENNEN" von Christopher Golden

Nora3112
Kurzmeinung: Diese Geschichtensammlung ist ein Volltreffer!
Das Ende der Welt wie wir sie kennen

„Das Ende der Welt wie wir sie kennen“ von Christopher Golden & Brian Keene

Inhaltsangabe:

Seit seiner Erstveröffentlichung im Jahr 1978 gilt THE STAND als Stephen Kings bahnbrechendes Meisterwerk der apokalyptischen Fiktion. Mit Millionen verkaufter Exemplare und zwei TV-Adaptionen hat dieser Kultroman Generationen von Schriftstellern beeinflusst. Obwohl es andere bemerkenswerte Werke gibt, die den Zerfall der menschlichen Gesellschaft erforschen, war keines so einflussreich wie dieses – mit seiner beeindruckenden Charaktervielfalt und der düsteren, aber letztlich hoffnungsvollen Vision vom Ende und dem Neubeginn unserer Zivilisation.

Nun hat Stephen King zum ersten Mal offiziell eine Rückkehr in die erschütternde Welt von DAS LETZTE GEFECHT autorisiert - in Form dieser Anthologie, präsentiert von den preisgekrönten Autoren und Herausgebern Christopher Golden und Brian Keene.
 DAS ENDE DER WELT WIE WIR SIE KENNEN vereint einige der größten und visionärsten Schriftsteller unserer Zeit und bietet unvergessliche, brandneue Erzählungen, die während und nach (und manche vielleicht lange nach) den Ereignissen von DAS LETZTE GEFECHT spielen - vierunddreißig brillante, furchterregende und zutiefst menschliche Geschichten, die bei Lesern weltweit zum unverzichtbaren Begleiter des klassischen Bestseller-Romans avancieren werden.

Eigene Meinung:

Mit „Das Ende der Welt wie wir sie kennen“ liegt eine ambitionierte Anthologie vor, die offiziell in Stephen Kings ikonischem Kosmos von „The Stand“ (deutsch: Das letzte Gefecht) angesiedelt ist. 34 brandneue Erzählungen namhafter Autoren beleuchten die Apokalypse und ihre Nachwirkungen aus wechselnden Perspektiven, während, nach und teils lange nach den bekannten Ereignissen. Der besondere Reiz: Stephen King selbst hat diese Rückkehr autorisiert und rahmt den Band mit einer Einleitung, flankiert von Vor- und Nachwort der Herausgeber.

Die größte Stärke der Sammlung ist ihre bemerkenswerte Bandbreite. Tonfall, Erzähltempo und thematische Schwerpunkte variieren deutlich: von leiser, fast intimer Endzeit-Melancholie bis zu hartem, kompromisslosem Horror. Jede Geschichte setzt einen eigenen Akzent, ohne den gemeinsamen Resonanzraum zu verlassen. Die Charaktere sind facettenreich, oft moralisch ambivalent und stets zutiefst menschlich, genau hier entfaltet die Anthologie ihre nachhaltige Wirkung.

Vorwissen ist zwar nicht zwingend notwendig, steigert jedoch das Lesevergnügen erheblich. Ohne die Kenntnis der Originalfiguren und -ereignisse gehen Nuancen verloren. Vergleichbar mit einem Insiderwitz, der auch ohne Kontext funktioniert, mit Kontext aber deutlich besser zündet.

Diese Geschichtensammlung ist ein Volltreffer. Selten gelingt es einer Anthologie, durchgängig auf hohem Niveau zu unterhalten, hier schon. Jede Erzählung bietet einen neuen Blickwinkel, keine wirkt überflüssig oder austauschbar. Besonders überzeugend ist der Mut zur Unterschiedlichkeit: nicht jede Geschichte will schockieren, manche wollen nachhallen. Genau diese Mischung macht den Band so reizvoll. Für mich ein absoluter Lesegenuss und eine würdige Rückkehr in eine der eindrucksvollsten Endzeitwelten der Literatur.

Fazit:

„Das Ende der Welt wie wir sie kennen“ ist mehr als ein Begleitband zu „The Stand“: Es ist eine eigenständige, vielstimmige Auseinandersetzung mit dem Ende und dem, was danach kommt. Literarisch hochwertig, thematisch tiefgehend und erfreulich vielseitig – insbesondere für Leser, die Stephen Kings Originalwerk schätzen.

 

Cover des Buches Wie Familie, nur besser (ISBN: 9783466373512)

Bewertung zu "Wie Familie, nur besser" von Andrea Newerla

Nora3112
Kurzmeinung: Nicht ganz, was ich suchte, aber trotzdem interessant und lesenswert.
Wie Familie, nur besser

„Wie Familie, nur besser“ von Andrea Lewerla

Inhaltsangabe:

Andrea Newerla lädt uns in ihrem neuen Buch »Wie Familie, nur besser« dazu ein, die vertrauten, doch häufig auch dysfunktionalen Familienmodelle zu hinterfragen und alternative Wege des Miteinanders zu entdecken. Auf Basis ihrer langjährigen Forschung und Beratungspraxis, beleuchtet sie, wie wir Verbindlichkeit, Sicherheit und Geborgenheit außerhalb traditioneller Strukturen finden. Mit Best Practices und persönlichen Geschichten zeigt Newerla, wie gemeinsames wohnen, arbeiten, lieben und sorgen in neuen Konstellationen nicht nur funktionieren kann, sondern, wie wir es selbst aktiv und besser gestalten. Ein inspirierendes Buch für alle, die jenseits konventioneller Normen authentische und erfüllende Beziehungsmodelle suchen, die uns im Alltag Halt und Verlässlichkeit versprechen. 

Eigene Meinung: 

In „Wie Familie, nur besser“ lädt Andrea Lewerla dazu ein, tradierte Vorstellungen von Familie und Zusammenleben bewusst zu hinterfragen. Im Zentrum steht die These, dass Verbindlichkeit, emotionale Sicherheit und soziale Geborgenheit nicht zwangsläufig an klassische Kernfamilien gebunden sind, sondern auch in alternativen Beziehungs- und Wohnmodellen entstehen können. Das Buch versteht sich dabei weniger als theoretisches Manifest, sondern als praxisnaher Impulsgeber für neue Formen des Miteinanders. 

Auf Basis ihrer langjährigen Forschungs- und Beratungspraxis beleuchtet Lewerla unterschiedliche Modelle gemeinschaftlichen Lebens in Deutschland. Dazu zählen unter anderem gemeinschaftliche Wohnprojekte, Wahlfamilien oder sorgende Netzwerke jenseits romantischer Paarbeziehungen.

Zentral ist der Begriff der sozialen Verbindlichkeit, also das bewusste Eingehen von Verantwortung füreinander, unabhängig von biologischer Verwandtschaft.

Überzeugend war der Einsatz von „Best Practices“ und Fallbeispielen aus real existierenden Familiensystemen. Diese machen abstrakte Konzepte greifbar und zeigen sowohl Chancen als auch strukturelle und emotionale Herausforderungen alternativer Lebensformen auf, etwa in Bezug auf Konfliktmanagement, Verantwortungsverteilung oder rechtliche Rahmenbedingungen. 

Das Buch ist angenehm und zugänglich geschrieben. Die Kapitel und Unterkapitel sind klar strukturiert, nicht überladen und thematisch sinnvoll gegliedert. Dadurch eignet sich das Werk auch für Leser, die sich dem Thema zunächst annähern möchten, ohne sich durch lange theoretische Abhandlungen arbeiten zu müssen.

Die Sprache bleibt sachlich, wertschätzend und motivierend, ohne missionarisch zu wirken. 

Aus persönlicher Perspektive war das Buch nicht in allen Punkten passgenau für die eigene Lebenskonstellation. Dennoch liegt seine Stärke gerade darin, den Blick zu weiten: Es vermittelt einen fundierten Überblick darüber, welche Formen des Zusammenlebens in Deutschland bereits existieren und welche Möglichkeiten, aber auch Grenzen, diese mit sich bringen. 

Besonders positiv hervorzuheben ist, dass alternative Modelle nicht idealisiert werden. Lewerla verschweigt weder organisatorische noch emotionale Herausforderungen und trägt so zu einer realistischen Erwartungshaltung bei. Genau diese Ausgewogenheit verleiht dem Buch Glaubwürdigkeit.

Fazit:

„Wie Familie, nur besser“ ist ein informatives, gut strukturiertes und inspirierendes Sachbuch für Leser, die offen sind, über klassische Familienmodelle hinauszudenken. Auch wenn nicht jede dargestellte Lebensform für jede persönliche Situation geeignet ist, bietet das Buch wertvolle Impulse, Denkanstöße und konkrete Beispiele für vielfältige Formen des Zusammenlebens.

Insgesamt ergibt sich daraus eine klare Bewertung von 4 von 5 Sternen.

Cover des Buches The Tainted Cup (ISBN: 9783985852987)

Bewertung zu "The Tainted Cup" von Robert Jackson Bennett

Nora3112
Kurzmeinung: Eine intelligente, spannende und überraschend frische Verbindung aus Kriminalroman und Fantasy.
„Tainted Cup“ von Robert Jackson Bennett

„Tainted Cup“ von Robert Jackson Bennett

Inhaltsangabe:

In einer opulenten Villa an der Grenze des Imperiums wird ein hoher Offizier tot aufgefunden – getötet durch einen Baum, der spontan seinem Körper entwuchs. Selbst hier, wo es viele Ansteckungen gibt und das Blut der Leviathane seltsame magische Veränderungen bewirkt, ist es ein Tod, der gleichzeitig schrecklich und eigentlich unmöglich ist.

Zur Aufklärung des Verbrechens wird Ana Dolabra hinzugezogen, eine Ermittlerin, deren brillanter Ruf nur durch ihre Exzentrik übertroffen wird. An ihrer Seite steht ihr neuer Assistent Dinios Kol, ein Graveur, der auf magische Weise so verändert wurde, dass er ein perfektes Gedächtnis besitzt.

Bald führt der Mord zu einem Plan, der die Sicherheit des Imperiums selbst bedroht. Für Ana ergibt all dies ein wunderbar stacheliges Puzzle - endlich etwas, das ihre Aufmerksamkeit wirklich fesselt. Und Din? Er muss einfach durchhalten.

Eigene Meinung:

„The Tainted Cup“ von Robert Jackson Bennett gelingt etwas, das im Genre selten ist: eine ernstzunehmende Kriminalgeschichte konsequent in eine komplexe Fantasywelt einzubetten, ohne dass eines der beiden Elemente an Tiefe verliert. Die Ermittlungsarbeit steht klar im Zentrum, folgt einer inneren Logik und erinnert in ihrer Struktur eher an klassische Detektivromane als an konventionelle Fantasy-Abenteuer. Gerade diese klare Fokussierung wirkt erfrischend und hebt den Roman deutlich von vielen genretypischen Veröffentlichungen ab.

Die Geschichte entwickelt früh eine dichte Spannung, die nicht auf Effekthascherei, sondern auf präzise gesetzten Hinweisen und logisch aufgebauten Wendungen beruht. Die Dramaturgie ist kontrolliert, ruhig und dennoch packend. Leser werden aktiv in den Denkprozess eingebunden und nicht bloß durch die Handlung geführt - ein Anspruch, der im Krimigenre essenziell ist und hier überzeugend eingelöst wird.

Der Weltenbau ist außergewöhnlich stark ausgearbeitet. Er wirkt nicht dekorativ, sondern strukturell relevant: Gesellschaft, Machtverhältnisse und besondere Gegebenheiten dieser Welt beeinflussen Ermittlungen, Konflikte und Entscheidungen maßgeblich. Dadurch entsteht eine glaubwürdige, in sich stimmige Welt, die neugierig macht und den Roman atmosphärisch trägt, ohne die Handlung zu überladen.

Die Protagonisten und Nebenfiguren sind differenziert gezeichnet und handeln nachvollziehbar. Ihre Motive, Zweifel und Beziehungen wirken menschlich und glaubwürdig, was der Geschichte emotionale Substanz verleiht. Gerade diese Authentizität verhindert, dass die fantastischen Elemente distanzierend wirken, und stärkt die Bindung der Leser an die Handlung.

Besonders positiv hervorzuheben ist das parallel gehörte Hörbuch. Tim Gössler verleiht der Geschichte mit seiner Lesung zusätzliche Tiefe. Seine klare Stimmführung, das feine Gespür für Tempo und Atmosphäre sowie die unterschiedliche Darstellung der Charaktere unterstützen die komplexe Handlung hervorragend. Die Lesung wirkt nie überzeichnet, sondern professionell, fokussiert und inhaltlich dienend. Ein echter Mehrwert für alle Hörer.

Fazit:

„The Tainted Cup“ ist eine intelligente, spannende und überraschend frische Verbindung aus Kriminalroman und Fantasy. In Kombination mit dem exzellent gelesenen Hörbuch entsteht ein rundes Gesamterlebnis, das sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch überzeugt.

Cover des Buches Last Rites (ISBN: 9783453219182)

Bewertung zu "Last Rites" von Ozzy Osbourne

Nora3112
Kurzmeinung: Unglaublich bewegend!
"Last Rites" von Ozzy Osbourne

„Last Rites“ von Ozzy Osbourne

Inhaltsangabe:

»Die Leute fragen mich: Wenn du alles noch einmal machen könntest, mit dem Wissen von heute, würdest du etwas ändern? Ich sage nur: Verdammt nein. Wäre ich clean und nüchtern gewesen, wäre ich nicht Ozzy. Hätte ich normale, vernünftige Dinge getan, wäre ich nicht Ozzy. Hör mal, wenn es morgen vorbei ist, kann ich mich nicht beschweren. Ich bin um die ganze Welt gereist. Habe viel gesehen. Ich habe Gutes getan ... und Schlechtes. Aber im Moment bin ich noch nicht bereit, irgendwohin zu gehen.«
Mit 70 Jahren war Ozzy Osbourne auf einer triumphalen Abschiedstournee, spielte vor ausverkauften Stadien und erhielt begeisterte Kritiken auf der ganzen Welt. Dann das Desaster. Innerhalb weniger Wochen musste er nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer Fingerinfektion seine Tournee – und sein gesamtes öffentliches Leben – aufgeben, da er vom Hals abwärts fast vollständig gelähmt war.
Last Rites ist die schockierende, tragikomische und bisher unveröffentlichte Geschichte von Osbournes Höllenfahrt. Dabei reflektiert er über sein außergewöhnliches Leben und seine Karriere – einschließlich seiner Ehe mit Sharon, seines Bedauerns über die Reunion von Black Sabbath, seiner Freundschaften mit Slash und Zakk Wylde und der erschütternden letzten Momente, die er mit Lemmy Kilmister von Motörhead verbrachte.
 Last Rites schließt nahtlos an Ozzy – Die Autobiografie an und zeigt einmal mehr, warum Ozzy seinen Status als »Godfather of Metal« und »Prince of Darkness« selbst übertroffen hat. Ein so verrücktes Leben, das nur in zwei Bücher passt!

Eigene Meinung:

„Last Rites“ zeichnet ein sehr persönliches und bewegendes Bild von Ozzy Osbourne, weit näher und ehrlicher, als viele Leser es erwarten würden. Das Buch zeigt nicht nur den weltberühmten Musiker, sondern vor allem den Menschen, der über Jahre hinweg mit Schmerzen, Krankheit und schwindender körperlicher Kraft konfrontiert war. Gerade diese Offenheit macht die Lektüre so intensiv: Man versteht plötzlich, wie viel Mut und Durchhaltevermögen hinter jedem späten Bühnenmoment standen.

Wenn man beim Lesen alte oder neue Songs hört oder sich Konzertmitschnitte ansieht, wirken viele Szenen anders - wärmer, tragender und zugleich verletzlicher. Es wird spürbar, wie sehr Ozzy für seine Musik lebte und wie viel Kraft ihn jeder einzelne Auftritt kostete. Genau diese Perspektive verleiht der Biografie eine besondere Tiefe.

Die 352 Seiten verbinden Erinnerungen, medizinische Herausforderungen und musikalische Höhepunkte zu einer stimmigen Erzählung, die nah ans Herz geht. Sie richtet sich nicht nur an langjährige Fans, sondern an alle Leser, die verstehen möchten, wie eng Stärke und Verletzlichkeit im Leben außergewöhnlicher Künstler miteinander verknüpft sein können.

Fazit:

„Last Rites“ ist eine warmherzige, ehrliche und zutiefst berührende Biografie, die Ozzys Lebensweg mit großer Würde und emotionaler Tiefe erzählt.

Cover des Buches Stranger Things: Der Flug des Ikarus (ISBN: 9783328111535)

Bewertung zu "Stranger Things: Der Flug des Ikarus" von Caitlin Schneiderhan

Nora3112
Kurzmeinung: Ein Muss für alle Stranger-Things-Fans!
Stranger Things - Der Flug des Ikarus

„Der Flug des Ikarus“ – Stranger Things von Caitlin Schneiderhan

Klappentext:

Eine Stadt mit einem düsteren Geheimnis und ein junger Musiker, der sich aus ihren Fängen befreien muss

 Hawkins, 1984: Eddie Munson kann es kaum erwarten, endlich seinen Abschluss an der High School hinter sich zu bringen und danach der langweiligen Kleinstadt für immer den Rücken zu kehren. Nur die Dungeons&Dragons-Abende mit dem Hellfire Club und die Auftritte mit seiner Band lassen ihn durchhalten. Dann lernt er in einer Kneipe Paige kennen, die für einen Plattenproduzenten in Los Angeles arbeitet und ihm die Chance bietet, etwas aus sich und seiner Musik zu machen. Er soll ihr ein Demo Tape seiner besten Songs zusammenstellen. Das kostet Geld – Geld, das Eddie nicht hat. Widerwillig wendet er sich an seinen Vater. Doch um das Geld zu verdienen, muss er bei dessen dubiosen Machenschaften mitwirken. Eddie bleibt keine andere Wahl – und schneller als gedacht steckt er tief in den Abgründen des allzu idyllischen Hawkins …

Eigene Meinung:

Ich gebe es zu, ich habe dieses Buch verschlungen! Als großer Stranger-Things-Fan war ich sofort Feuer und Flamme, endlich mehr über Eddie Munson, den charmant-chaotischen Underdog aus Hawkins, zu erfahren. Und Caitlin Schneiderhan liefert: humorvoll, emotional und mit genau dem richtigen Hauch Nostalgie.

Die Geschichte spielt im Jahr 1984 und zeigt Eddie, wie man ihn liebt. Laut, rebellisch, aber mit Herz. Zwischen Dungeons & Dragons, Gitarrenriffs und den ewigen Träumen vom großen Durchbruch begegnen wir einem Eddie, der an sich glaubt, auch wenn es das Leben in Hawkins ihm alles andere als leicht macht. Als dann die geheimnisvolle Paige auftaucht und ihm einen möglichen Ausweg bietet, beginnt eine Kette von Entscheidungen, die ihn direkt in die dunkleren Ecken seiner Heimat führen.

Der Schreibstil ist leicht, flüssig und packend, genau richtig für ein Wochenende auf der Couch, oder besser noch: eingemummelt in eine Decke, mit 80er-Soundtrack im Hintergrund. Besonders gelungen finde ich, dass es kleine, charmante Parallelen zu bekannten Figuren wie Hopper oder Will Byers gibt. Ich verrate aber nichts: Ihr sollt ja selbst noch Spaß am Entdecken haben.

Was mir besonders gefallen hat: Eddie wirkt hier so menschlich und greifbar, dass man ihn nach dem letzten Kapitel fast vermisst. Und ja, man schwankt permanent zwischen Schmunzeln, Kopfschütteln und stiller Bewunderung.

Kleiner Tipp: Für das volle Leseerlebnis sollte man unbedingt die vierte Staffel von Stranger Things gesehen haben, sonst entgehen einem einige emotionale Zwischentöne.

Fazit:

Ein Muss für alle Stranger-Things-Fans! Charmant, tragisch, witzig und voller Herz. 5 von 5 Sternen und ein großes „Hellfire-Yeah!“ für Eddie Munson.

 

Kurzmeinung: Ein exzellenter Krimi, der Fans der Reihe genauso begeistert wie Neueinsteiger. Spannend, charmant und unterhaltsam.
Morden ohne Sorgen - Eine Flussfahrt, die ist tödlich

„Morden ohne Sorgen“ – Eine Flussfahrt, die ist tödlich von Andreas K. Buchholz

Inhaltsangabe:

Der Frühsommer ist in Potsdam eingekehrt und die Vögel zwitschern. Perfekte Zeit für eine romantische Bootsfahrt. Schade nur, dass im Ruderboot ganz unromantisch eine Leiche liegt. Noch dazu ein Beamter vom Umweltamt. Da schnuppern Frederik Loebell und sein Zwergdackel Wilhelm doch direkt den nächsten Fall.

 Für den Lokalreporter ist der Täter auch schnell gefunden: der stinkreiche Reeder Kai-Uwe Hannig. Wenn der kein wasserdichtes Alibi hätte, wäre die Sache leichter. Gemeinsam mit Kommissarin Edda Kleist und seiner Jugendliebe Fleur geht Loebell jedem Hinweis nach. Wenn er dabei mal nicht das Wichtigste übersieht ...

Eigene Meinung:

Andreas K. Buchholz beweist erneut, warum seine Cosy-Crime-Reihe so beliebt ist. Lokalreporter Frederik Loebell und sein treuer Zwergdackel Wilhelm stolpern diesmal über einen leblosen Umweltbeamten in einem Ruderboot. Der Auftakt zu einer Flussfahrt voller Rätsel, überraschender Wendungen und humorvoller Verwicklungen.

Der Roman begeistert durch lebendige Dialoge, sympathische Charaktere und den typischen regionalen Charme Potsdams. Die Spannung ist von der ersten Seite an spürbar, und Buchholz versteht es meisterhaft, Witz und Krimi zu vereinen. Jede Szene ist stimmig und trägt dazu bei, dass man die Geschichte kaum aus der Hand legen möchte.

Besonders beeindruckend ist, wie der Autor es schafft, die Figuren weiterzuentwickeln, ohne den Charme der Reihe zu verlieren. Die Handlung ist clever konstruiert, die Überraschungen sitzen punktgenau, und die Kombination aus kriminalistischem Gespür, Humor und lokalem Flair macht diesen Band fast genauso stark wie den ersten Teil („Die schöne Tote von Sanssouci“).

Fazit:

Ein exzellenter Krimi, der Fans der Reihe genauso begeistert wie Neueinsteiger. Spannend, charmant und unterhaltsam. Andreas K. Buchholz beweist einmal mehr sein Talent für Cosy Crime auf höchstem Niveau.

Ein meisterhafter Band voller Spannung, Humor und Potsdamer Flair, absolut empfehlenswert.

Kurzmeinung: Ein atmosphärisch starkes Spukhaus-Buch mit einigen brillanten, aber auch schwächeren Räumen.
Spukhäuser – Klassische Horror- und Geistergeschichten

„Spukhäuser – Klassische Horror- und Geistergeschichten“ aus dem Anaconda Verlag

Inhaltsangabe:

Erzählungen von Spuk- und Geisterhäusern - der große Sammelband

 Geister lauern in englischen Herrenhäusern und abgelegenen Ruinen, das weiß jeder. Aber auch in einem Puppenhaus kann sich das Grauen einnisten. Dem Schrecken im »Grauen Zimmer« dagegen kann sich nur der viktorianische Geisterjäger Carnacki entgegenstellen. Das Spukhaus lässt das Grauen ins eigene Heim einziehen, und in spinnwebenverhangenen Spiegeln erblicken wir die Abgründe unserer eigenen Psyche. Diese Anthologie enthält über 20 Spukhausgeschichten, von den großen Namen des Horrors, von klassischen Autor*innen und unbekannten viktorianischen Schreibtalenten.

Mit Geschichten von Eduard Mörike, Sheridan Le Fanu, E. A. Poe, E. T. A. Hoffmann, Charlotte Perkins Gilman, Virginia Woolf, Oscar Wilde, Ambrose Bierce, Edith Wharton, M. R. James, Bechstein, den Gebrüdern Grimm, H. P. Lovecraft, William Hope Hodgson, Algernon Blackwood u.v.m.

Eigene Meinung:

Als großer Fan klassischer Horrorliteratur hat mich diese Anthologie sofort angesprochen. 17 Geschichten über Spukhäuser, von namhaften Autoren wie Edgar Allan Poe, H. P. Lovecraft, Oscar Wilde oder E. T. A. Hoffmann. Dazu ein breites Themenspektrum von Schauerromantik bis Weird Fiction: Das klang für mich nach perfekten Lesestunden, gerne mit Decke und Tee bewaffnet.

Besonders Lovecraft und Poe konnten mich mit ihrer atmosphärischen Dichte und psychologischen Intensität beeindrucken.
 Ein echtes Highlight war für mich „Das Portal“ von William Hope Hodgson: subtil, unheimlich und weit mehr als nur ein kleines Schauermärchen.

Auch bereits bekannte Geschichten wie „Das Gespenst von Canterville“ habe ich gerne wieder gelesen. Nostalgisch, humorvoll und dennoch passend zum Thema Spukhaus.

Natürlich sind nicht alle Erzählungen gleich stark.
 Weniger gelungen empfand ich: „Die gelbe Tapete“ von Charlotte Perkins Gilman, eher psychologisch als unheimlich und „Spuk im Pfarrhaus zu Kleversulzbach“ war leider gar nicht mein Geschmack

Trotzdem gehört diese Vielfalt für mich zum Erlebnis: eine literarische Tour durch unterschiedliche Epochen und Stile, mit allen Höhen und Tiefen des Genres.

Für Leser des leichten Grusels, die klassische Horrorgeschichten ohne Splatter suchen, ist dieses Werk ideal. Es lädt dazu ein, sich entspannt, aber neugierig auf alte Schatten einzulassen - mehr Gemütlichkeit als Albtraum.

Fazit:

Ein atmosphärisch starkes Spukhaus-Buch mit einigen brillanten, aber auch schwächeren Räumen. Für angenehme Gruselstunden absolut empfehlenswert.

Cover des Buches Der König in Gelb. Horrorgeschichten (ISBN: 9783730615805)

Bewertung zu "Der König in Gelb. Horrorgeschichten" von Robert W. Chambers

Nora3112
Kurzmeinung: „Der König in Gelb“ ist ein bedeutendes Werk, das historische Relevanz mit kreativer Innovation verbindet.
Der König in gelb

„Der König in gelb“ von Robert W. Chambers

Inhaltsangabe:

Das frühe Meisterwerk der Weird Fiction & Vorbild für H. P. Lovecraft
Wer das liest, verliert den Verstand – so ergeht es allen, die das Theaterstück »Der König in Gelb« auch nur zu Gesicht bekommen, denn das fatale Werk enthält eine grässliche Wahrheit. Dieser Klassiker der Horrorliteratur ist feinster Stoff für alle, die abgründiges Entsetzen lieben. Chambers’ zehn Geschichten erzählen von Wahnsinn, Liebe, Krieg und anderen welterschütternden Dingen. Sie haben Großmeister H. P. Lovecraft tief beeindruckt und stark inspiriert. Die vollständige Ausgabe aus dem Jahr 1895 erscheint hier in neuer Übersetzung.
 Neu übersetzt: Klassiker und Vorläufer des modernen Horror-Genres

H.P. Lovecraft war tief beeindruckt von dieser Textsammlung, die als Brücke zwischen Gothic Horror des 19. Jahrhunderts und der späteren Horror-Literatur gilt

Ein Schlüsseltext für das Verständnis der Entwicklung des Genres und somit ein Ein Muss für Horror-Fans

Atmosphärische Dichte, psychologische Tiefe, stilistische Eleganz und innovative Erzählweise.

Eigene Meinung:

Robert W. Chambers’ Textsammlung aus dem Jahr 1895 gilt als Referenzwerk der „Weird Fiction“ und als Inspirationsquelle für H. P. Lovecraft. Diese Neuauflage von 2025 aus dem Anaconda Verlag präsentiert alle zehn Geschichten in neuer, zeitgemäßer Übersetzung, ein großer Pluspunkt für heutige Leser, die literarischen Horror mit psychologischer Tiefe erleben möchten.

Im Zentrum steht das fiktionale Theaterstück „Der König in Gelb“, ein Werk, das alle, die es lesen, in den Wahnsinn treibt. Diese narrative Idee ist nicht nur literaturhistorisch bedeutsam, sondern schafft eine subtile Form des Grauens: Die Gefahr bleibt unsichtbar und entspringt dem menschlichen Verstand selbst.

Chambers bewegt sich stilistisch zwischen gothischer Romantik und frühmodernem Alptraum. Seine Geschichten thematisieren Wahnsinn, Krieg, Verlust und das Unfassbare. Mal düster, mal poetisch, mal tragikomisch. Die atmosphärische Dichte ist unbestritten, wenngleich sich nicht jede der zehn Erzählungen auf dem gleichen Niveau bewegt.

Besonders beeindruckend gelungen sind: „Die Maske“: kunstvoll, phantastisch, mit überraschender emotionaler Intensität. „Die Demoiselle d’Ys“: melancholisch, rätselhaft, fast schon ein romantisches Zeitspiel

Weniger überzeugend wirken hingegen:

„Das gelbe Zeichen“ und „Rue Barrée“ Hier lässt der Schrecken nach, und die Handlung verliert teilweise an Schärfe und innerer Logik.

Für wen lohnt sich die Lektüre also: Für neugierige Horror-Leser, die verstehen möchten, wie sich das Genre entwickelte, ist dieses Buch ein Muss. Für reine Nervenkitzel-Leser, die rasante Schockmomente erwarten, könnte die Sammlung gelegentlich zu bedächtig wirken.

Die Neuauflage überzeugt dennoch als kultureller Schlüsseltext. Ein literarisches Artefakt, das zugleich unterhält und zur Analyse einlädt.

Fazit:

„Der König in Gelb“ ist ein bedeutendes Werk, das historische Relevanz mit kreativer Innovation verbindet. Die Qualität der Geschichten schwankt jedoch spürbar. Insgesamt: 3 von 5 Sternen - ein solider, manchmal brillanter Klassiker für Leser des stilvollen Horrors.

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