Norbert_H

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Paradise City (ISBN: 9783518470558)

    Bewertung zu "Paradise City" von Zoë Beck

    Paradise City
    Norbert_Hvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Mehr erwartet
    Dystopie mit aktuellem Bezug

    Zoë Beck ist bekannt als Autorin und Übersetzerin und wurde unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis*, dem Radio-Bremen-Krimi-Preis* und dem Deutschen Krimipreis* ausgezeichnet. Sie beschreibt hier mit dem Thriller „Paradise City“ eine hochaktuelle Geschichte, die fast schon Bezug nimmt auf unsere momentane Situation.

    Das Cover ist ansprechend gestaltet und macht Lust das Buch zu lesen. Der Klappentext verspricht ein interessantes Lesevergnügen. 

    Der Thriller spielt in der Zukunft in Deutschland und dort ist die Hauptstadt Frankfurt. Eine Megametropole mit mittlerweile über zehn Millionen Menschen. Der Klimawandel hat seine Spuren hinterlassen und bezeichnend ist, das die Menschen mit einer Gesundheits-App total überwacht werden. Die App meldet z.B., wann man zum Arzt muss, welches Medikament wann und wie eingenommen werden muss und meldet den Gesundheitsstatus minutiös an das Gesundheitsministerium. Einerseits genial, da gewisse Krankheiten ausgerottet sind, andererseits erschreckend.

    Der Norden Deutschland ist permanent überschwemmt, Küsten werden immer weniger, der Süden leidet unter der permanenten Hitze. Einige Landstriche Deutschlands haben kein Wasser und keinen Strom mehr. Hier baut sich im Thriller langsam ein Szenario auf, das uns in der Zukunft genauso passieren könnte. Nachrichtenagenturen werden nur noch vom Staat gesteuert bis auf ein paar wenige (in einer davon arbeitet die Hauptprotagonistin Liina). Diese „freischaffenden“ Agenturen werden allerdings vom Volk nicht wirklich ernst genommen; eher belächelt. Die heutigen Verschwörungstheoretiker können sich auf das Buch freuen! 

    Liina recherchiert jedoch immer nur an kleinen, unwichtigen Themen und sie wartet auf ihre große Story. Plötzlich „verunfallt“ ihr Chef und zeitgleich stirbt in der Uckermark eine Mitarbeiterin der gleichen Agentur. Nach und nach wird klar, dass die beiden Fälle wohl miteinander verbunden sind und auch im Zusammenhang mit der Gesundheits-App stehen. Auch Liina ist als chronisch kranke Herzpatientin von dieser App abhängig. 

    Liina fängt an zu recherchieren und wird immer weiter in einen Sog von Intrigen und Machenschaften gezogen, ohne zu wissen auf welcher Seite sie steht und wem sie vertrauen kann. 

    Die Geschichte finde ich spannend und erschreckend nah an unserer Zukunftsaussicht, wenn nicht JETZT ein Umdenken statt findet. Der Thriller hat stets etwas beunruhigendes, was einen auf jeder Seite begleitet. Auch das viele Menschen mit dieser Situation wirklich zufrieden sind, da es ihnen recht gut geht, schockiert mich.

    So weit zur Geschichte. 

    Das Buch war für mich ob des Schreibstils anfänglich etwas schwierig zu lesen, bis ich mich reingefuchst hatte. Dann liest es sich wirklich flüssig und schnell. Insgesamt gefiel mir die Geschichte, aber das Buch hat nur 280 Seiten, was aus meiner Sicht zu wenig ist. Manche Handlungsstränge waren mir zu kurz, zu wenig intensiv und mit zu wenig Tiefe. Hier hätte ich mir gerne locker 200 Seiten mehr gewünscht, die dem Thriller aus meiner Sicht sicherlich gut getan hätten. Auch finde ich es etwas schade, dass die Protagonisten (viel sind es ohnehin nicht) zu kurz kommen. Da wäre mehr Hintergrund sinnvoll gewesen, was letztendlich schade ist, weil ich viel zu wenig über die einzelnen Personen erfahre. 

    Alles in allem ein spannender Thriller, der sich wirklich flüssig liest, mir aber zu kurz und etwas zu oberflächlich ist.

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    Cover des Buches INSEL (ISBN: 9783442758616)

    Bewertung zu "INSEL" von Ragnar Jónasson

    INSEL
    Norbert_Hvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Gefiel mir fast besser als der erste Teil
    Besser als der erste Teil

    Ich habe mich auf den zweiten Teil gefreut und bin wirklich happy damit. Wie ja bekannt sein dürfte, wird diese Trilogie rückwärts erzählt, was es für mich anfangs nicht ganz einfach gemacht hat, die Zeitstränge und Handlungen in die richtige Reihung und gedanklich gleich zu erfassen. Gerade in Band zwei.
    Aber ich bin absolut ein Fan davon, denn es ist wie mit einem Puzzle; man hat viele verschiedene Teile und doch geben sie gemeinsam ein großes Ganzes.



    Ragnar Jónasson schafft es durch seinen total unaufgeregten und ruhigen Schreibstil mich zu fesseln. Die kurzen Kapitel gefallen mir sehr gut und Stück für Stück, wie auch im ersten Teil, wird die Geschichte spannender. Gerade durch diese mit- und in sich verwobenen Handlungs- und Zeitstränge. Und die Protagonisten bleiben, meines Erachtens bis zuletzt undurchsichtig, spannend und dubios. In der ersten Hälfte des Buches hatte ich zunächst den Eindruck, dass es nur wieder dahinplätschert. aber dort finden sich viele Informationen, die dann in der zweiten Hälfte wiederum wichtig sind. Und somit geht das für mich voll in Ordnung.
    Ich mag die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir, den Schreibstil von Ragnar Jónasson und die anfängliche Unaufgeregtheit dieses Buches. Für mich ein gutes Buch.


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    Cover des Buches Meine Familie und andere Tiere (ISBN: 9783492059176)

    Bewertung zu "Meine Familie und andere Tiere" von Gerald Durrell

    Meine Familie und andere Tiere
    Norbert_Hvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Guter Start, aber dann überhaupt nichts mehr für mich
    Es hat mich nicht gepackt

    Was wirklich gut begann und witzig geschrieben ist, lies für mich dann aber schwer nach und ich habe mich dann dazu entschlossen, das Buch abzubrechen. Das Cover ist nett, aber das war nicht der ausschlaggebende Punkt warum ich es mir gekauft hatte. Vielmehr war es wieder eine Empfehlung. Die Kapitel sind relativ lang, was mich aber, gerade am Anfang des Buches überhaupt nicht gestört hatte.
    Es beginnt witzig, als Durrell die Geschichte seiner Familie erzählt und wie sie nach Griechenland umgesiedelt sind. Das fand ich wirklich gut, gut geschrieben und lies mich schmunzeln. Aber als dann und immer wieder beschrieben wird, dass Durrell durch diverse Olivenhaine wandert, mal allein, mal mit Begleitung und dabei allerhand Getier entdeckt, fand ich es mehr als langatmig.  Mir wurde es nun zu langweilig, da mir der Witz und Esprit der ersten Seiten fehlt. Die „Entdeckungen“ wurden für mich immer uninteressanter. Abgebrochen auch weil ich glaube, dass das Leben zu kurz ist für Bücher, die mir nicht gefallen. Schade eigentlich, denn es begann wirklich sehr gut. Deshalb nur 2 von 5 Sterne.

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    Cover des Buches Zwei fremde Leben (ISBN: 9783423262552)

    Bewertung zu "Zwei fremde Leben" von Frank Goldammer

    Zwei fremde Leben
    Norbert_Hvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: ein beeindruckender Roman
    Ein beeindruckender Roman

    Ich durfte dieses Rezensionsexemplar lesen und da die Wurzeln meiner Eltern in der ehem. DDR liegen, fand ich die Thematik besonders spannend.


    Der Roman von Frank Goldammer spielt auf zwei verschiedenen Zeitachsen, was es für mich spannend macht. 1973 und 1993.


    Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, lädt zum "zugreifen" ein und der Titel "zwei fremde Leben" erweckt Neugierde und verspricht Spannung.

    Der Roman ist flüssig geschrieben und durch den Wechsel der Zeitachsen findet man auch Cliffhanger, die einen dazu bringen unbedingt weiterzulesen. Das gefiel mir wirklich sehr gut. Die Kapitel haben eine angenehme Länge.Ein Kind wird vermisst. Ricarda entbindet 1973 ihr Kind und bekommt es nicht zu Gesicht, da es angeblich eine Todgeburt gewesen ist. Der behandelnde Arzt bei der Entbindung - Ricardas Vater.

    Und schon nach kurzer Zeit wächst in Ricarda der Verdacht, dass ihr Vater für das Verschwinden verantwortlich ist. Eine Verschwörung oder nur eine Theorie von Ricarda oder doch eine staatlich beauftragte Kindesentfernung?


    Alles scheint sich gegen Ricarda zu stellen. Ihre Eltern, ihre Freunde, sogar ihr Ehemann suggeriert ihr, dass sie sich alles nur einbildet.


    1993 erfährt Claudia mit 16 Jahren, dass sie nicht das leibliche Kind ihrer Eltern ist und sofort ist mir klar, dass sie Ricardas Tochter sein muss. Oder doch nicht? Die beiden Zeitachsen wachsen im Verlauf des Buches von Kapitel zu Kapitel immer weiter zusammen, bis die beiden Frauen schließlich aufeinander treffen.


    Die Charaktere im Buch sind wirklich gut dargestellt und ich fühlte mit der Hauptprotagonistin Ricarda stets mit. Ich wäre gern ins Buch gesprungen und hätte ihr so gern geholfen. Hätte ihr hier und da auch geraten, einen anderen Weg zu gehen. Das Buch hat mich wirklich gut abgeholt und mitgenommen. Die anderen Charaktere im Buch sind ebenfalls gut und undurchsichtig dargestellt. Lediglich der Polizist Thomas Rust hätte für meine Begriffe besser und intensiver dargestellt werden können und hier hätte das Buch durchaus 200 Seiten mehr vertragen können. Mir fehlte ein wenig Licht im Dunkel, was Thomas Rust in dieser Zeitspanne alles mitgemacht hat. Das war mir zu wenig.


    Insgesamt schafft es Frank Goldammer jedoch hervorragend und packend zu beschreiben, wie die Bürger mit der Staatsmacht des damaligen Regimes klein gehalten wurden, wie Furcht und Misstrauen gesät wurden und wie die Angst stets wie ein Damoklesschwert über den Bürgern schwebte, so dass man nie wusste, wer Freund und wer Feind ist.


    Ein gelungener Roman über die erschreckenden Zustände eines damaligen Regimes, dessen Ziel es war, die Menschen jederzeit und überall überwachen zu können.

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    Cover des Buches Leben (ISBN: 9783453439634)

    Bewertung zu "Leben" von Uwe Laub

    Leben
    Norbert_Hvor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannend und erschreckend nah
    Erschreckend nah an der Realität

    Das Cover hat mich gleich angesprochen, obwohl man viel in den Titel „Leben“ hineininterpretieren könnte. Die Kurzbeschreibung im Klappentext lässt dann (gerade im aktuellen Bezug) aufhören und macht extrem neugierig.


    Und schon befindet man sich mitten im Geschehen und liest. Und das Buch entwickelt Sogwirkung. Mich hat es gleich mitgenommen und ich konnte und wollte es nicht aus der Hand legen. Artensterben, so aktuell wie nie zuvor; auch die Menschheit ist davon betroffen. Uwe Laub‘s Schreibstil begeistert mich, fesselt mich und lässt mir Schauer über den Rücken laufen. Ist es nun ein Buch oder ist es die Tagesschau? Immer wieder erwische ich mich, dass ich das nicht trennen kann. Viele sehr gut recherchierte Stellen im Buch sind so greifbar, jetzt und hier in unsere Gegenwart. Brachial und erschreckend ehrlich zeigt uns der Thriller, was geschehen kann, wenn es wieder einmal nur ums Geld und ums Überleben einzelner Mächtiger und Geldgieriger geht.


    Es rüttelt aber auch wach -mich zumindest- wenn’s darum geht, wir wir mit unserem schönen Planeten Erde und mit unseren Mitmenschen, mit Fauna und Flora umgehen.


    Ein Umdenken muss stattfinden, nicht morgen oder übermorgen, sondern jetzt! Und nicht nur für die Dauer des Lesens!!


    Es geht im Buch nicht nur um das Artensterben im Tierreich, sondern dieses Mal sind wir dran. Der Mensch. Eine unheilbare, schnell voranschreitende Krankheit befällt die Menschheit weltweit. Und ein paar wenigen ist daran gelegen, diese Menschheit zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen skrupellose Verbrecher beginnt. 


    Die Charaktere im Buch sind sehr realistisch und stark dargestellt und es könnteN deine Nachbarn von neben an sein. Man fiebert und leidet mit ihnen mit und das Buch ist definitiv ein pageturner!


    Kompliment und fünf Sterne!



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    Cover des Buches DUNKEL (ISBN: 9783442758609)

    Bewertung zu "DUNKEL" von Ragnar Jónasson

    DUNKEL
    Norbert_Hvor einem Monat
    Kurzmeinung: Auftakt einer Trilogie, mal etwas anders als ich es erwartet habe
    Gelungener Auftakt

    Ich war voll der Spannung ob des Buches und zugegeben, ich war erstaunt, denn das hatte ich so nicht erwartet. 

    Es ist mein erstes Buch von Ragnar Jonasson und es gefiel mir sehr gut. Hervorheben will ich den wirklich flüssig zu lesenden Schreibstil, sowie die kurzen Kapitel.

    Ein Auftakt einer Trilogie über die/mit der Kommissarin Hulda Herrmannsdóttir. Spannend ist daran definitiv, dass die Trilogie mit dem dritten Teil, sprich mit dem Ende beginnt. Das hatte ich so bisher auch noch nicht gelesen.

    Ich finde, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und wird gleich mitgenommen in Huldas Arbeitswelt. Stück für Stück erfährt man zum einen etwas über Hulda, die mir echt ans Herz gewachsen ist. Ich finde sie irgendwie „schrullig“, (was mir total gefällt) und sie scheint nicht wirklich gute Freunde zu haben. Sie steuert auf ihren Ruhestand zu, und das eher schlecht als recht.

    Mehr möchte ich auf die Geschichte nicht eingehen, wichtiges steht im Klappentext und verraten möchte ich hier auch nichts. 

    ich finde es „eigenartig“, denn es ist sicherlich nicht der packendste Thriller und teilweise hat man das Gefühl, es plätschert so dahin. Aber dann wollte ich doch immer weiter lesen, um zu sehen wie sich Hulda mit den Problemen, die der Job, der Fall und ihr Leben so für sie bereit hält, schlägt. Und was soll ich sagen. Die erste Hälfte des Buches war ruhig und wenig Action für unsere Protagonistin. Und dennoch, nach meinem Empfinden, nimmt die Geschichte in der zweiten Hälfte des Buches deutlich an Fahrt auf und führte dazu, dass ich es nicht mehr weglegen wollte. 

    Fazit:

    Gut und flüssig zu lesen, ob des guten Schreibstils, kurze Kapitel. Das Cover finde ich richtig gelungen und Island wird nicht mein Lieblingsreiseziel werden. Also aus meiner Sicht ist es nicht der packendste Thriller, aber durch die, für mich echt schrullige Hulda finde ich es definitiv kein schlechtes Buch und ich werde sicherlich auch die beiden Folgebände lesen. Mir hat es gefallen, deshalb 4 Sternchen.

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    Cover des Buches Die langen Abende (ISBN: 9783630875293)

    Bewertung zu "Die langen Abende" von Elizabeth Strout

    Die langen Abende
    Norbert_Hvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ganz nett
    Ganz nett

    Ich habe mir vom Buch mehr erwartet, weiß aber gar nicht warum. Ich hatte weder einen Hinweis noch eine Empfehlung, sondern habe mich einfach versucht auf den Roman einzulassen. Und gleich vorweg möchte ich sagen, dass er mir nicht wirklich gut gefallen hat. Aber ich kann nicht einmal beschreiben warum. Das ist mir bei noch keinem Buch so gegangen. Ich habe für die 348 Seiten, knappe 2 Wochen gebraucht.

    Der Roman erzählt von Mrs. Kitterridge. Es ist eine Geschichte über die Leute von Nebenan, wie Du und ich, einfach von Menschen. Und wir erfahren so einiges über die Menschen von Nebenan. Gut erzählt, mal traurig, mal heiter und humorvoll und an und für sich charmant. Jedoch konnte mich das Buch nicht packen und ich habe das Gefühl, dass ich es noch einmal lesen muss/sollte. Nicht gleich, aber demnächst. Und dann werde ich hier ausführlich darüber berichten. Deshalb gibt es zunächst einmal nur 3 Sternchen.

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    Cover des Buches Schatten der Welt (ISBN: 9783832164980)

    Bewertung zu "Schatten der Welt" von Andreas Izquierdo

    Schatten der Welt
    Norbert_Hvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Beeindruckender Roman
    Beeindruckender Roman

    Ich bin noch hin- und hergerissen und beeindruckt von diesem Roman.

    Er erzählt die Geschichte dreier Freunde in den Wirren der Zeit vor und während des 1. Weltkrieges. Ich finde, dem Autor Andreas Izquierdo ist hier ein ganz emotionaler Roman gelungen, der emotionaler und geschichtlich, historischer nicht sein könnte. Die drei Hauptcharaktere sind Isi, Carl und Arthur, drei Freunde, die, jeder für sich seine eigene Geschichte, seinen eigenen Weg hat und ihn gehen muss. Und doch verbindet die drei etwas, was größer ist als alles andere. Freundschaft und Liebe. Ich habe dieses Buch nicht mehr aus der Hand gelegt und auf jeder Seite wieder mitgefiebert, denn es ist dem Autor nicht nur ein emotionales, sondern auch ein spannendes Werk dazu gelungen. Die drei könnten charakterlich unterschiedlicher nicht sein. Jeder hat seine eigene, zum Teil sehr traurige Geschichte, erleben aber in ihrer Kinheit tolle gemeinsame Geschichten.
    Wären da nicht die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Familien, und die Wirren der damaligen Zeit. Diese führen die drei auf vollkommen unterschiedliche Wege mitten hinein in den ersten Weltkrieg. Und hier dachte ich mir, ich weiß, was kommt. Aber von wegen. Andreas Iquierzo ist es gelungen, die Geschichte sehr aufregend (und das bis zum Schluss) und mit vielen Wendungen zu erzählen; und immer wenn ich dachte, „ach, jetzt weiß ich was kommt“, gingen die Protagonisten andere Wege und das Leben hielt immer etwas anderes für die drei parat. Dies hat mich wirklich begeistert und auch wenn ich mir hier und da einen anderen Weg für den einen oder anderen Charakter gewünscht hätte, ist es so wie es ist, für mich am Ende perfekt.

    Auch die vielen anderen Charaktere, welche im Roman eine wichtige Rolle spielen -beeinflussen sie doch gerade die Wege unserer drei Freunde- sind so sorgfältig herausgearbeitet und stark in ihrer Präsenz ohne jedoch den Blick auf unsere drei Freunde zu verlieren. Es gibt soviel Details in diesem Roman, so viele starke Charakter, dass ich dachte ich verliere mich darin, aber ich wurde immer wieder zu den drei Freunden geführt, die mir nun sehr ans Herz gewachsen sind und mit denen ich mitgelacht habe, mitgeweint und mitglitten habe. Es ist ein Buch, dass mich völlig in seinen Bann gezogen hat. Ganz große Klasse. Einer meiner beiden Highlights 2020!

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    Cover des Buches Origin (ISBN: 9783431039993)

    Bewertung zu "Origin" von Dan Brown

    Origin
    Norbert_Hvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend
    Spannende Geschichte

    Ich muss gleich vorweg nehmen, dass dies mein allererster Dan Brown war, den ich bisher gelesen habe. Ich finde das Buch wirklich gut. Mir hat der Schreibstil von Dan Brown gefallen, wenngleich ich etwas gebraucht habe um mich in der Geschichte zurechtzufinden. Dies hat allerdings nicht wirklich lange gedauert und dann hatte mich das Buch. Die vielen Wendungen im Buch haben mir Spaß gemacht zu lesen und das führte dazu, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, da ich stets wissen wollte, wie es weiter geht. Mir gefiel auch wie Dan Brown das katholisch-konservative des Glaubens mit der Idee der KI verband. Die viel. Charaktere bleiben spannend bis zum Schluss und bis zu letzt war mir nicht klar in welche Richtung es geht, was ein Lesevergnügen gewesen ist. Ich kann die negativen Rezensionen nicht verstehen, aber das liegt evtl. Daran, dass ich keine anderen. Pocher des Autors gelesen habe.
    mein Fazit ist, dass es ein spannendes Buch mit gut herausgearbeiteten Charakteren ist, dass durch seine vielen Wendungen bis zuletzt interessant war zu lesen. 

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    Cover des Buches Giovannis Zimmer (ISBN: 9783423282178)

    Bewertung zu "Giovannis Zimmer" von James Baldwin

    Giovannis Zimmer
    Norbert_Hvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Aufgewühlt lässt mich da Buch zurück
    Beklemmend und geht unter die Haut

    Das Buch lässt mich aufgewühlt und erschrocken zurück. Es geht um die Geschicht  des weißen Amerikaners David, der sich über sein Schwul-sein und der Beziehung zu Giovanni nicht wirklich im Klaren ist. Von Selbshass und -zweifeln zerfressen sucht er sich -aus meiner Sicht- selbst und findet nicht wirklich zu sich selbst. Das schlechte Gewissen behält er bis zu Schluss und hinterfragt sich, ob er am Tod Giovannis Schuld hat und ob er ihn hätte verhindern können. Die Geschichte spielt in Frankreich, in den 50er Jahren, und ist immer noch so aktuell wie damals. David lernt den jungen Giovanni kennen und verfällt ihm immer mehr und gleichzeit verabscheut sich David und sein Leben dabei immer mehr; auch in dem Wissen, dass seine Verlobte bald aus Spanien zurückkehren wird. Auch im Bezug, dass Homosexualität zur damaligen Zeit nahezu überall verboten war, macht dies erst deutlich.
    Der Roman macht mich betroffen und zeigt, wie wichtig es ist selbst mit sich und seinem Leben klar zu kommen, in einer Welt, in der man nicht immer, gerade als Homosexueller, akzeptiert wird. Das Problem, dass der Erzähler mit sich selbst und mit der Gesellschaft hat, wird ganz klar deutlich. Die Erzählweise im „Ich-Stil“ macht den Roman wirklich genial.
    Ein wirklich großer Roman, dank der Neuauflage und der wirklich guten Übersetzung von Miriam Mandelkow. Sehr gut gefiel mir auch das Nachwort von Sasha Marianna Salzmann, in dem unter anderem erwähnt wird, dass James Baldwin selbst nicht wollte,dass dieser Roman als Gay Literatur bezeichnet wird. Brillant.

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