Petra54

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    Cover des Buches Solange es Schmetterlinge gibt (ISBN: 9783961610037)

    Bewertung zu "Solange es Schmetterlinge gibt" von Hanni Münzer

    Solange es Schmetterlinge gibt
    Petra54vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: typischer Frauenroman, doch gut erzählt
    typischer Frauenroman, doch gut erzählt

    Der Titel spricht mich nicht an, doch die Leseprobe gefiel mir sofort. Der Klappentext macht mich neugierig, obwohl ich gleichzeitig einen Frauenroman befürchtete. Im Grunde kam es auch so, doch die leichte Erzählart versöhnte mich. Eine gut geschriebene schlechte Geschichte ist immer noch besser als eine schlecht erzählte gute. Damit will ich aber nicht sagen, dass die Geschichte schlecht ist – die Idee für den Roman gefällt mir gut.


    Leider ist der neue Freund (Jason) der Hauptperson (Penelope – schon diese seltsamen Namen!) Polizist und die Geschichte wird zum Krimi, was mir beides missfällt und wovor mich weder der Titel noch der Klappentext warnten. Der sehr junge Jason und die betagte Nachbarin Trudi haben es sich zur Aufgabe gemacht, Penelopes geordneten Alltag mit „Leben“ zu füllen. Das heißt, sie soll ausgehen und feiern. Beide reden stundenlang auf Penelope ein und die hört zu.

    Die letzten dreißig Seiten empfand ich wegen zu viel Schmalz als komplett überflüssig, direkt zerstörend für die Geschichte. Sie gipfelte in einem Nachlass-Schreiben, indem Penelope aufgefordert wird, in ein fremdes Land zu reisen und sich von einer Unbekannten „den Kopf zurechtrücken“ zu lassen.


    Nach dem Schluss folgten fünf Seiten Epilog und schließlich noch eine Nachbemerkung der Autorin und obendrein eine Danksagung. Das war mehr als zu viel. Insgesamt gesehen gehört das Buch nicht in den Müll, sondern in mein Bücherregal.

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    Cover des Buches Vermiss mein nicht (ISBN: 9783596297184)

    Bewertung zu "Vermiss mein nicht" von Cecelia Ahern

    Vermiss mein nicht
    Petra54vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Obwohl es ein Märchen für Erwachsene ist, was mir vor dem Kauf leider nicht klar war, bietet die Geschichte gut erzählte Unterhaltung.
    Märchen für Erwachsene

    Ich besitze bereits mehrere Titel dieser Autorin und kaufte diesen per Internet. Deshalb bemerkte ich die entsetzlich winzige Schrift erst, als ich das kleine Büchlein in den Händen hielt. Das Lesen der 556 Seiten war entsprechend anstrengend.


    „Sandy hat ihr Leben lang nach vermissten Menschen gesucht. Bis sie eines Tages selbst verschwindet.“

    Das interessierte mich sofort. Doch bereits auf Seite 18 beschlich mich das ungute Gefühl, es handle sich um Fantasie. Da ich Cecilia Aherns Schreibstil mag, wollte ich wissen, wie sie aus der Situation herausfindet. Ob ihre Hauptperson Sandy nur träumt oder durch eine Kopfverletzung glaubt, an einem Ort zu sein, wo alle vermissten Gegenstände und Menschen hinkommen.


    Das Ende stellte mich keinesfalls zufrieden, doch ich tröste mich mit einer gut geschriebenen Unterhaltung.

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    Cover des Buches Falsche Schwestern (ISBN: 9783841402257)

    Bewertung zu "Falsche Schwestern" von Cat Clarke

    Falsche Schwestern
    Petra54vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: spannende Geschichte aus einem interessanten Blickwinkel erzählt
    spannende Geschichte aus einem interessanten Blickwinkel erzählt

    Klappentext: „Vor 13 Jahren verschwand meine Schwester. Jetzt ist sie wieder da. Nichts ist, wie es war.“

    Der Roman erinnert an die Entführung von Natascha Kampusch, die jahrelang in einem Kellerloch versteckt und vom Entführer missbraucht wurde.


    Diese Geschichte spielt jedoch in England. Sie ist hervorragend aus der Sicht der jüngeren Schwester erzählt, die sich nicht an die Entführte erinnert und ihre Eltern jahrelang vor Kummer über den Verlust leiden sah. Plötzlich taucht die Vermisste wieder auf und alles dreht sich wieder nur um sie.

    Das Ende gefiel mir nicht so gut, doch es passt, ist schlüssig und macht die Geschichte noch spannender, als sie ohnehin schon ist.


    Mir gefiel der Schreibstil der Autorin so gut, dass ich ein weiteres Buch von ihr lesen werde.

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    Cover des Buches Frühstück mit der Drohne (ISBN: 9783293207684)

    Bewertung zu "Frühstück mit der Drohne" von Atef Abu Saif

    Frühstück mit der Drohne
    Petra54vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: unglaublich bedrückend, zu welchen Gräueltaten der Mensch fähig ist
    unglaublich bedrückendes Tagebuch

    Mir sind Drohnen unheimlich, obwohl ich nur die harmlose Variante kenne: fliegende Kameras.


    Der palästinensische Autor beschreibt in seinem Tagebuch die 51 Kriegstage ab dem 7. Juli 2014 im Gazastreifen, in einem Flüchtlingslager mit über 100.000 Menschen.


    „Zwei Drohnen machen noch keinen Krieg. In den Nachrichten nennt man das zunehmende Spannungen.“

    „Das Surren der Drohne isst mit uns. Der Pilot sitzt irgendwo in Israel, drückt eine Taste und entscheidet über Leben und Tod eines Passanten, ganzer Straßenzüge.“

    „In den Fenstern der Klassenzimmer hängt Kleidung. Dieser Anblick erinnert mich an ein berühmtes israelisches Gefängnis, in dem Tausende Palästinenser jahrelang gefangen gehalten wurden, einige über drei Jahrzehnte lang. Ich weiß es, denn ich war einer von ihnen. Jetzt passiert es wieder, nur dass dieses Mal eine ganze Nation eingesperrt ist.“

    „Obwohl Gaza eine Küstenstadt ist, wird ihr (von den Israelis) seit 50 Jahren verwehrt, diese Gegebenheit zu genießen.“

    „Das Geräusch der Explosionen, das Sirren der Drohnen, das Zischeln der Schiffsgranaten, das Jaulen der Rettungswagen, die Schreie der Menschen unten auf der Straße, die Besorgnis in den Augen meiner Frau und meiner Kinder ...“

    „Manchmal denke ich, dass wir alle so von der Zerstörung abgehärtet sind, dass ein weiterer Krieg keinen Unterschied macht. Wir sind daran gewöhnt, alles zu verlieren.“


    Diese Zitate sagen mehr als es meine eigenen Worte ausdrücken könnten. Ich bin zutiefst entsetzt, was Menschen anderen Menschen antun.

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    Cover des Buches Über alle Grenzen (ISBN: 9783453291881)

    Bewertung zu "Über alle Grenzen" von Hera Lind

    Über alle Grenzen
    Petra54vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: für mich nicht lesbar
    für mich nicht lesbar

    Ich mag wahre Geschichten und ich hörte, dass Hera Lind eine gute Autorin sei und bereits viele Titel über einen Verlag veröffentlichte. In diesem Buch geht es um eine bayerische Familie, die aus beruflichen Gründen nach Erfurt zieht. Kurz darauf entsteht die Mauer und sie können nicht mehr zurück in ihre Heimat, die Eltern nicht sehen usw. Der Sohn der Familie ist ein berühmter Geiger, wird aber nach Jahrzehnten der Trennung von einer seiner Schwestern (Erzählerin) völlig verwahrlost und krank gefunden.


    Wie es dazu kam, hätte ich gern gewusst, doch die Geschichte ist für meinen Geschmack ungeschickt wie eine schlichte Frauenschmonzette erzählt. Sätze wie „… schlüpfte in frisch gewaschene Kleidung, die nach Weichspüler duftete“, oder „Ich sank auf unseren Küchenkocker und schlürfte das heiße Gebräu“, ließen mich das Buch auf Seite 57 zuklappen. Nun liegt es im Müll.

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    Cover des Buches In der Fremde sprechen die Bäume arabisch (ISBN: 9783857918599)

    Bewertung zu "In der Fremde sprechen die Bäume arabisch" von Usama Al Shahmani

    In der Fremde sprechen die Bäume arabisch
    Petra54vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: interessant, ungewöhnlich, lesenswert
    interessant, ungewöhnlich, lesenswert

    Ich bin froh, dieses Buch entdeckt zu haben, denn ich lese am liebsten Romane aus dem Orient, von denen es leider nur sehr wenige gibt. Der Titel und das Bild irritierten mich allerdings, weil weder Bäume noch die Fremde zu sehen sind, dafür das Arabische.


    Mich begeisterte die Leseprobe sofort, in dem der Erzähler kein arabisches Wort für Wandern und das Gehen überhaupt seltsam findet. „Es war für mich unbegreiflich zu hören, dass die Leute in der Schweiz einfach so zu Fuß gehen… Ich dachte, sie erzähle uns einen Witz.“ oder: „Mein einziges Paar Schuhe waren sogenannte Freizeitschuhe. Ich wusste zu jenem Zeitpunkt nicht, dass in der Schweiz jedes Paar Schuhe einer Kategorie angehört.“


    Die Sehnsucht des Autors nach seiner Heimat, der dort zurückgebliebenen Familie und dem verschwundenen Bruder kann ich gut verstehen. Sie spürt man in jedem Satz. Was ich nicht spürte, war das Entsetzen über die grauenhaften Vorgänge im Land, die Folterungen und Erschießungen. Dies wird alles wie nebenher kurz erwähnt, während ein Baum (es sprechen nicht die Bäume, sondern der Erzähler zu den Bäumen arabisch) oder ein Spaziergang durch den Wald mehrere Seiten füllt. Ich weiß, dass man das wahre Entsetzen und tatsächlich gefühlte eigene Angst nicht in Worte fassen kann – doch für den Leser wären genau diese Worte wichtig (oder man nennt es Biografie, wo kühle Berichte angebracht sind).


    Der Autor ist klug und vorsichtig, denn er kennt die Mächte, die seine Landsleute in die Flucht treiben oder sogar foltern und töten. Doch er hält sich zurück, vermutlich deshalb, weil er immer wieder in seine Heimat reisen möchte.

    Für mich gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Flüchtlingen und Vertriebenen, denn ein Flüchtling geht freiwillig und wählt sein Asyl weitgehend selbst. Er hängt normalerweise nicht derart dramatisch an dem, was er verlassen hat wie jemand, den man gegen seinen Willen vertrieb.


    Leider waren acht Seiten des Buches stark verknickt, was das Lesen ein wenig erschwerte, doch nichts vom Inhalt wegnahm. Ich freue mich, diesen interessanten Roman in mein Bücherregal einfügen zu dürfen.

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    Cover des Buches Überall bist du (ISBN: 9783455004588)

    Bewertung zu "Überall bist du" von Gerhild Stoltenberg

    Überall bist du
    Petra54vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: lustig, unterhaltsam, auch traurig
    lustig, unterhaltsam und auch traurig

    Das Titelbild sagt gar nichts aus und der Titel klingt nach Frauenschmonzette. Doch ich missachtete die Werbung für diesen Roman nicht, sondern klickte die Leseprobe an und die hat mich sofort begeistert.


    Eine junge Frau trauert ihrem Freund nach, der sie ohne Erklärung verlassen hatte. Sie sehnt sich nach ihm, wobei ihre Erinnerungen den Leser irritieren, denn der (zumindest ich) kann nicht verstehen, wie man solch einen Menschen vermissen kann.

    Am besten gefielen mir die ganz wunderbar beschriebenen Begebenheiten mit drei kleinen Jungs, die die Hauptperson als Kindermädchen betreut. Mich brachten diese Geschichten sehr oft zum Lachen.

    Ihre unüberlegte Zugfahrt nach Belgrad ist ebenfalls lesenswert, doch ab ihrer Ankunft in dieser Stadt flachte die Geschichte ab.


    Trotzdem halte ich diesen Roman für lesenswert und empfehle ihn gern.

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    Cover des Buches Sieben Jahre (ISBN: 9783596511914)

    Bewertung zu "Sieben Jahre" von Peter Stamm

    Sieben Jahre
    Petra54vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: ungewöhnliche Geschichte
    ungewöhnliche Geschichte

    Schon auf der ersten Seite fiel mir unangenehm auf, dass es im Text keine direkte Rede gibt, denn es fehlten die Anführungsstriche. Das machte das Lesen schwierig und störte mich anfangs erheblich.


    Die Geschichte selbst ist sehr ungewöhnlich und spannend. Ein Architekt erzählt, dass er als Student eine teilnahmslos wirkende reizlose Polin verführte. Dafür schämt er sich, weil er sie benutzt, obwohl er sie hässlich und abstoßend findet. Trotzdem besucht er sie immer wieder – auch dann, als er sich mit der schönen Sonja verlobt.

    Dieser Mann war mir nicht unsympathisch und auf jeden Fall angenehmer als alle anderen Personen in diesem Roman. Sich selbst beschuldigt er als Schwein, doch das ist er keineswegs, denn er hat Andere weit weniger benutzt als sie ihn.


    Das etwas düstere Titelbild passt zur Geschichte, die leider für mich etwas unbefriedigend und trotzdem ausgesprochen logisch endete.

    Für die o.g. Grammatikfehler gibt es einen Punktabzug, doch insgesamt eine klare Leseempfehlung.

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    Cover des Buches Ich will aber nicht murren. Lebenserinnerungen. Mit einem Universalregister der Sach- und Gefühlswelt (ISBN: 9783926174628)

    Bewertung zu "Ich will aber nicht murren. Lebenserinnerungen. Mit einem Universalregister der Sach- und Gefühlswelt" von Margarethe E. Milow

    Ich will aber nicht murren. Lebenserinnerungen. Mit einem Universalregister der Sach- und Gefühlswelt
    Petra54vor einem Jahr
    Kurzmeinung: einfach furchtbar! - für mich nicht lesbar
    nicht lesbar!

    Das Buch (fester Einband) bekam ich geschenkt. Gekauft hätte ich es mir nicht, weil mir das seltsame Titelbild nicht gefällt und der Titel hochkant geschrieben, also nicht ohne Mühe lesbar ist. Künstlerisch wohl wertvoll, aber komplett unnütz. Nicht lesbar ist auch der Klappentext, der mit extrem kleiner Schrift an den linken Rand gequetscht wurde. Den Anfang bildet ein völlig überflüssiges Vorwort. Ich hätte es lesen sollen, dann wäre mir die Enttäuschung erspart geblieben, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen interessanten Roman, sondern um eine Art „wertvolles Geschichtsdokument“ handelt. Die beiden Herausgeber sind Historiker und glücklicher als ich über ihre Entdeckung. Leider haben sie sich nicht die Mühe gemacht, den Text zu „übersetzen“, sondern die Rechtschreibung und die sonderbare Ausdrucksweise original im 18. Jahrhundert belassen, was den Lesefluss stark beeinträchtigt. Dies betrifft nicht nur den Anfang, sondern leider den gesamten Text des Buches.


    Fazit: Das Lesen war mir nicht möglich.

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    Cover des Buches Zeit der Kastanienblüte (ISBN: 9783426516454)

    Bewertung zu "Zeit der Kastanienblüte" von Maeve Binchy

    Zeit der Kastanienblüte
    Petra54vor einem Jahr
    Kurzmeinung: gute Idee - nur zum Teil gut umgesetzt
    gute Idee - nur zum Teil gut umgesetzt

    Die Idee der Autorin, Familiengeschichten in einer Dubliner Straße zu erzählen, gefiel mir sofort. Allesamt sind interessant wie das wahre Leben, in den meisten verlassen untreue Männer ihre Familien, erwachsene Kinder pflegen ihre Eltern oder nutzen sie aus, fühlen sich als Single einsam … Die Geschichten enden offen wie im normalen Leben auch.

    Einige Texte halte ich für genial gut geschrieben, andere eher ungeschickt bis schlecht.


    Der Titel passt ebenso wenig wie das Titelbild zum Inhalt, obwohl mir beides für sich gesehen gefällt. Wer Kurzgeschichten mag, kommt auf jeden Fall mit diesem Buch (fester

    Einband, Lesebändchen) auf seine Kosten. Vielleicht kaufe ich „Ein Cottage am Meer“, das ebenso aufgebaut ist, also verschiedene Familiengeschichten erzählt, aber nicht miteinander verbunden sind. 

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    • 21.01.1954

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