Pialalama

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die Tyrannei des Schmetterlings (ISBN: 9783462050844)

    Bewertung zu "Die Tyrannei des Schmetterlings" von Frank Schätzing

    Die Tyrannei des Schmetterlings
    Pialalamavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider eine Enttäuschung & weniger ideenreich als erhofft.
    In Anbetracht an vorherige Schätzing-Bücher eine Enttäuschung!

    Wie auch schon in anderen Romanen von Schätzing beginnt dieses Buch mit einer Art Epilog, der schon ab der ersten Seite für mächtig Spannung sorgt. Und auch sprachlich bieten diese ersten Seiten dem Leser wirklich etwas Großartiges. Schätzing bildet wunderbare Sätze und verleiht dem Buch damit einen ganz besonderen Charakter, den ich gar nicht richtig in Worte verpacken kann. Und so sehr mir diese Sprache auf den ersten zweihundert Seiten sehr gut gefallen hat, für so anstrengend habe ich sie im weiteren Verlauf der Geschichte empfunden. In einigen Abschnitten lenkten mich all diese ausschmückenden Adjektive zu sehr von den eigentlichen Geschehnissen ab, an anderen konnte ich den Gedankengängen nicht mehr richtig folgen. Teilweise wirkten die Worte zwar sehr geistreich, aber wenn ich mir genauer darüber Gedanken gemacht habe, wusste ich nicht mehr, was all das eigentlich zum Ausdruck bringen soll. Mit der Spannung verlief es ähnlich. Anfangs noch voller Spannung auf die Entwicklung des Szenarios und die Frage nach dem Bösen, stellte sich für mich immer mehr heraus, dass die Story kein neues, großes Meisterwerk mit unglaublichem Ideenreichtum sein wird, sondern einfach nur ein weiteres Standard-Szenario, wenn Menschen sich über K.I.s und deren Auswirkungen Gedanken machen. Das Thema von künstlicher Intelligenz und damit verbundene mögliche Gefahren sind in der Welt der Bücher und Filme nichts Neues. Daher machte sich in mir eine gewisse Enttäuschung breit. Auch wenn einige Elemente in Schätzings Buch zumindest in Zusammenhang mit K.I.s neu sind und mir auch an sich gefallen hat, welche Zukunft Schätzing sich hier ausgedacht hat, habe ich insgesamt doch mehr erwartet. Schon öfters habe ich erwähnt, dass mich vor allem diese raue Grausamkeit in Schätzings Büchern, die selbst vor Hauptcharakteren keinen Halt macht, besonders begeistern konnte. Hier findet sich davon wenig wieder.  Doch die Spannung blieb nicht komplett weg. Zwischendurch gab es durchaus spannende Szenen, die jedoch eben noch etwas mehr Chaos mit sich hätten bringen können. Und obwohl ich in einigen Dingen enttäuscht bin, hat mir das Buch insgesamt gefallen. Besonders das Ende fand ich sehr interessant gestaltet und auch der Gedankenanstoß über mögliche K.I. Zukunfts-Szenarien ist, trotz eines nicht ganz neuen Themas, immer wieder interessant. Und gerade jetzt, in der Zeit von Smart-Homes, mit Smart Speaker wie Amazon Echo, neuartigen Robotern und der immer weiterschreitenden Wissenschaft, ist solch ein Gedankenanstoß umso wichtiger.



    Die Antwort auf die Frage nach dem Bösewicht war in meinen Augen übrigens sehr vorhersehbar und erinnerte mich an diverse Filme. Schade ich hätte mir wirklich eine große Überraschung gewünscht.


    Fazit :Leider hat sich Schätzings Science-Fiction Roman für mich eher als Enttäuschung herausgestellt. Zumindest wenn ich an seine vorherigen Bücher denke. Die Entwicklung des Szenarios stellt keine neue grandiose Idee dar und insgesamt hätte ich mir einfach mehr als nur einen großartigen Sprachstil erwartet. Dennoch würde ich trotz einiger Enttäuschungen insgesamt sagen, dass mir das Buch mit seinen Gedankenanstößen gefallen hat.

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    Cover des Buches Liebe geht immer (ISBN: 9783746633930)

    Bewertung zu "Liebe geht immer" von Myriam Klatt

    Liebe geht immer
    Pialalamavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Herrlich amüsant, tolle Charaktere und eine tolle Message!
    Herrlich amüsant, tolle Charaktere und eine tolle Message!

    Als ich die letzte Seite erreicht und dann das Buch geschlossen habe, ging mir nur ein Wort im Kopf herum: Herzensbuch. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gekichert und gelacht, wenn ich ein Buch gelesen habe. Es ist einfach herrlich amüsant geschrieben! Viele der auftretenden Figuren zeichnen sich durch ihren ganz eigenen, besonderen Charakter aus, was sich besonders in der Dialogen wiederspiegelt. Egal ob der ehrgeizige Chef mit einer etwas verrückten Ader, die Astrologie-liebende Freundin oder der suspekte Guru. In diesem Buch ist so einiges los, ohne das es jedoch zu überladen wirkt! Eine meiner Lieblingsfiguren, wenn man es denn so nennen möchte, war der namenlose Kater mit tausend Namen. Sollte ich jemals eine Katze haben, werde ich das genauso handhaben wie Charlotte!


    Und was mir besonders wichtig zu Erwähnen ist, ist die Message, die dem Leser in diesem Buch mitgegeben wird. Selbstliebe. Und zwar nicht auf diese pseudo-spirituelle Art, sondern auf die direkte, vernünftige und ehrliche Art. Diese Message wird uns nicht nur durch die Story an sich übermittelt, sondern auch durch die kleinen Listen „Dr. Hagenbecks Selbsthilfe-Tipps“. Sie stellen zwar „nur“ Ausschnitte aus Charlottes Buch-Geschenk dar, aber sie sind trotzdem nicht ganz unwahr. Besonders die letzte Seite, die letzten drei Tipps, finde ich wichtig. Für mich verdeutlichten diese Tipps, dass viele Menschen mit Selbstzweifeln kämpfen, gerade in unser heutigen von Medien und sozialen Netzwerken dominierten Welt. Und genau deshalb ist dieses Buch so wichtig. Und weil ich mich an manchen Stellen eben auch mit Charlotte identifizieren konnte, ist dieses Buch zu einem Herzensbuch geworden.


    Fazit: Herrlich amüsant geschrieben, tolle Charaktere und eine wichtige Nachricht an die Leser und Leserinnen! Für mich ein Herzensbuch!

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    Cover des Buches Dodos auf der Flucht (ISBN: 9783945832264)

    Bewertung zu "Dodos auf der Flucht" von Mikael Vogel

    Dodos auf der Flucht
    Pialalamavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch gehört in jedes Regal!
    Ein wunderbarer Mix aus Poesie und Wissen!

    Mikael Vogel erzählt in seinem Gedichtband die Geschichte von ausgestorbenen und vom Aussterben bedrohten Tierarten. Seine Gedichte stecken voller interessanter, aber auch bedrückender Informationen. Gleich zu Beginn wird einem klar: Das hier ist nicht nur die Geschichte dieser Tiere, sondern auch die der Menschen. Und tatsächlich wird parallel zum "Untergang" der vielen Arten in gewisser Weise der Aufstieg des Menschen skizziert. Einige Sätze machten mich wütend. Schockierten mich und machten mich auch traurig. Natürlich war dem Menschen nicht immer bewusst, was er da mit seinem Einzug auf fremde Inseln anrichtet, aber manchmal - leider viel zu häufig - war der Mensch eben auch mit seinem vollem Bewusstsein dafür verantwortlich, dass Tierarten plötzlich nicht mehr vorhanden waren. Ausradiert. "Wie ist es der Allerletzte zu sein [...]" steht da in einem Gedicht. Und irgendwie ging mir dieser Satz nicht mehr aus dem Kopf. Noch bedrückender fand ich das passenderweise als "Totempfahl" bezeichnete Inhaltsverzeichnis. Jedem Tier ein Gedicht. Manchmal auch mehr. Manchmal eine ganze Seite, manchmal nur ein Wort. Auf 194 Seiten.


    Die Poesie und das Wissen, dass in den Texten steckt, sind meiner Meinung nach sehr gut ausgewogen. Es wird vor allem mit den Farben und den Tier-Lauten gespielt, und auch einige der Artennamen sind an sich schon wunderschön zu lesen. Bis man ihre Geschichte hört. Ich selbst konnte zu Beginn gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Irgendwie war ich plötzlich ganz gebannt von all den Schicksalen. Ein Name nach dem Anderen. Ein Tod folgte dem nächsten.


    Auf den letzten Seiten befinden sich die Sonargramme, ein weiterer interessanten Einblick in die Welt der Aussterbende Tiere, diesmal ohne Lyrik, aber nicht weniger schön geschrieben. Zudem sind sie mehr auf wenige Beispiele konzentriert und geben auch einen kleinen Einblick in den Schreib- und Recherche-Prozess von Vogel.


    Fazit Mir selbst hat dieser Gedichtband sehr gut gefallen und ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch in jedes Bücherregal gehört. Ganz unabhängig von den schönen Gedichten, ist es doch auch ein sehr wichtiges Thema! Vogel schafft es, die nötigen Informationen mit der nötigen Portion Lyrik zu vereinen und damit den Leser zu bannen.

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    Cover des Buches Bewahren Sie Ruhe (ISBN: 9783036957760)

    Bewertung zu "Bewahren Sie Ruhe" von Maile Meloy

    Bewahren Sie Ruhe
    Pialalamavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider wurde hier viel Potential verschenkt!
    Meloy verschenkt hier viel gutes Potential. Schade!

    Ich bin mir noch immer nicht recht sicher, was ich hiervon halten soll. Obwohl mich dieses Buch an sich gefesselt hat, hat mir trotzdem die große Spannung gefehlt. In dem Moment des Verschwindens der Kinder, war ich zwar selbst etwas nervös und habe kurz mitgefiebert, aber im Verlauf der Geschichte wurde dieses Gefühl, die Kinder vor der grausamen Welt beschützen zu müssen, immer geringer. Ich hatte ab einem gewissen Punkt -der leider schon viel zu früh kam – nie so richtig das Gefühl, dass das Leben der Kinder tatsächlich bedroht ist. Hier hätte die Autorin definitiv noch viel mehr an Spannung rausholen können. Ein weiterer Punkt der mich ein bisschen irritiert hat, war das groß aufgebauschte Thema á la Amerika rettet uns alle. Amerika ist toll. Amerikaner sind überlegen. Auch hier hätte noch einiges mehr passieren können. Es gab in meinen Augen nie eine Situation, wo ich das Gefühl hatte, dass hier wirklich jemand als Amerikaner ein Vorteil hat, weil er eben Amerikaner ist. Aber trotzdem haben die Protagonisten ständig solche Gedanken gehabt. Warum hat Meloy hier nicht richtig auf den Putz gehauen? Wenn sie dieses Thema schon einbaut, dann hätte sie diese Unterschiede doch deutlicher hervorheben können. Und auch der Schluss hat mich etwas enttäuscht. Das Buch hätte gut 50 Seiten kurzer sein können, denn das „Ende“ zieht sich einfach sehr dahin und vieles hätte meiner Meinung nach nicht erwähnt werden müssen. So kommt in dem Buch zum Beispiel eine Polizistin vor, allerdings eher im Hintergrund, und plötzlich wird ihr ein Kapitel mit so gut wie keiner Aussage gewidmet.



    Fazit: Auch wenn es hier einige Punkte gab, die mich gestört haben und ich das Ende als zu lang empfand, gab es in dem Buch etwas, dass mich in seinem Bann gezogen hat. Es hat mir gefallen, aber meine hohen Erwartungen wurden eindeutig enttäuscht und ich kann mich auch den Lobeshymnen der Pressestimmen auf der ersten Seite nicht unbedingt anschließen. Nett für Zwischendurch, aber auch nicht mehr.

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    Cover des Buches Die Unzertrennlichen (ISBN: 9783462049886)

    Bewertung zu "Die Unzertrennlichen" von Stuart Nadler

    Die Unzertrennlichen
    Pialalamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderschön geschrieben: Humorvoll und ergreifend!
    Ein wundervoller Roman!

    Könnt ihr euch vorstellen, dass ich während den ersten paar Seiten geglaubt habe, dass das Buch von einer Frau geschrieben wurde? Dieser mit humorvollen Sätzen durchspickter Roman, erzählt so ergreifend von den momentanen Lebenssituationen dieser Frauen, dass ich aus irgendeinem Grund nicht das Gefühl hatte, dass hier ein Mann am Werk war. Chapeau, an Herrn Nadler, für seine wundervoll geschriebenen Worte!


    „Als Spencer um Oona geworben hatte,  hatte er dies mit der zurückhaltenden Nonchalance eines Menschen getan, der darauf wartet, dass ein Ladenbesitzer mit der Sommerhose in der gewünschten Größe aus dem Lagerraum hinter der Theke zurückkehrte […]“

    S. 139


    Im Gegensatz zu den Generationsgeschichten die ich bisher gelesen habe, geht es in diesem Buch ausnahmsweise mal nicht um das Zusammenleben von Personen unterschiedlichen Alters und den damit zusammenhängenden Problemen, sondern es geht um die Einzelperson. Hier steht die persönliche Entwicklung im Vordergrund und wie sich das Leben verändert hat. Die Großmutter, die nun im Alter alleine dasteht und auf ihr Leben zurückblickt; die Mutter, die auch alleine dasteht, sich aber noch Entscheiden kann, welches Leben sie weiterhin führen möchte und die Tochter, die mitten in ihrer Jugend feststellen muss, wie gemein und ungerecht das Leben sein kann. Von diesen drei Leben, hat mich vor allem Lydias Geschichte sehr mitgenommen. Nadler hat mit seinen Worten ein Mitgefühl in mir vorgerufen, dass ich nicht näher beschreiben kann. Eine 15-jährige, die offen und laut zu ihren Eltern sagt: „Mir geht es nicht gut!“ und trotzdem irgendwie ganz alleine dasteht. Verraten von einem Jungen, von dem sie dachte dass er sie liebt. Was dieses Mitgefühl verstärkt hat, war auch, dass ich selbst der Meinung war, dass Oona, Lydias Mutter, irgendwie viel zu locker mit dieser Situation umgeht. Anstatt ihre Tochter voll und ganz zu unterstützen, beschäftigt sie sich lieber mit ihrer eigenen Situation. Ganz im Gegensatz zu Lydias Vater. Das war übrigens ein Punkt, denn ich erfrischenderweise sehr gut fand! Auch wenn der Vater auf den ersten Blick nicht als ideal erscheint, ist er doch ein guter und liebender Vater. Ich hab genug von der eingerosteten Ansicht von perfekten Müttern und schlechten Vätern. Es geht auch andersrum, und das zeigt hier Nadler. Auch wenn die Reaktion des Vaters hier zeigt, dass das absolut keine schöne Situation ist, hätte ich mir gewünscht, dass auf das Thema mehr eingegangen wird. Es hätte in Bezug auf diesen Punkt ruhig etwas mehr Drama geben können, mit deutlichen mehr Teilnahme von Mutter und Großmutter.


    Neben der persönlichen Entwicklung wird auch das Thema Sexualität und Frauen im Buch aufgenommen. Hier muss ich jedoch sagen, dass dieses Thema an den meisten Stellen für mich zu sehr gewollt gewirkt hat. So, als müsse man in dieser Zeit, in der beide Themen auf der ganzen Welt in aller Munde sind, unbedingt auch noch mit reinquetschen. Es gab zwar auch durchaus Momente, wo es nicht deplatziert gewirkt hat, aber das Gegenteil davon ist mir eben deutlich mehr aufgefallen. Zwischendurch hat mich das ganz schön durcheinander gebracht: Gefällt es mir, dass das Thema angesprochen wird? Gefällt es mir nicht? Ich weiß es nicht… Daher fällt das ganze für mich auch nicht allzu schwer ins Gewicht.


    Fazit Stuart Nadler hat hier einen tollen, humorvollen und ergreifenden Roman über die die Entwicklung dreier Frauen geschrieben, die sich alle an verschiedenen Punkten ihres Lebens befinden. Nadlers wundervollen Worte haben mich mit diesen Damen mitfühlen lassen und mir gezeigt: Auch ein Mann kann gut über Frauen schreiben! Trotzdem gibt es auch ein, zwei Schwächen, die sich zum einen durch das etwas deplatziert wirkende Einbringen vom Thema Sexualität zeigt und zum anderen durch die zu kurz gekommene Auseinandersetzung mit Lydias Problem. Und dennoch: Ich muss euch dieses Buch wirklich empfehlen!


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    Cover des Buches Kolyma (ISBN: 9783442472352)

    Bewertung zu "Kolyma" von Tom R. Smith

    Kolyma
    Pialalamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Story, mit vielen cinnematischen Beschreibungen
    Der deutsche Titel verschiebt leider den Fokus auf die Handlung!

    Da ich den Thriller direkt im Anschluss an seinen Vorgänger gelesen habe, waren die Erwartungen sehr hoch. Und auch wenn „Kolyma“ meiner Meinung nach nicht unbedingt genauso grandios war, hat es mir dennoch gut gefallen. Während „Kind 44“ vor allem durch seine grausamen Schilderungen Spannung erzeugt und die Emotionen des Lesers mitnimmt, ist es in diesem zweiten Teil deutlich ruhiger geworden. Das ist jedoch keinesfalls negativ, sondern unterstütz das neue Bild, das nun vom Staat herrschen soll. Und hier wären wir schon bei einem weiteren Punkt, der etwas eingeschränkter wirkte: Die Darstellung der Politik. Zwar nimmt sie wieder einen großen und wichtigen Teil ein, dennoch steht die Kritik am System nicht mehr so sehr im Mittelpunkt. Diesmal geht es tatsächlich viel mehr um den aktuellen „Fall“, wenn man es so nennen möchte, und die persönliche Entwicklung von Leo Demidow und seiner Familie. Es zeigt die Schwierigkeiten auf, die der Systemwandel, aber auch Leos ehemaliger Beruf nun mit sich bringen. Meine Emotionen wurde hier nicht von Hass und Schockiertheit beeinflusst, sondern von der Ungerechtigkeit und Hoffnungslosigkeit. Es war tatsächlich das erste Buch, dass mir die Tränen in die Augen getrieben hat.


    Leider verliert sich der rote Faden ein bisschen. Ein Wort: „Kolyma“ als Titel, ruft in mir die Erwartung hervor, dass dieser Ort einen wichtigen und großen Teil im Buch einnehmen wird. Doch in Kolyma angekommen, geht es schon viel zu schnell wieder zur Sache. Ich hätte gerne mehr davon gelesen, wie es sein kann, dass dieses Gefangenenlager so berüchtigt geworden ist.  Die Ereignisse überschlagen sich, und so schnell wie wir angekommen sind, so schnell sind wir auch schon wieder draußen. In der zweiten Hälfte des Buches, machen wir einen gewaltigen Zeitsprung und sind dann auch schon an einem komplett neuen Ort. Hier hat Smith meiner Meinung nach zu viel des Guten getan. Ich bin nicht abgeneigt zu sagen, dass sich hier schon fast ein neuer Handlungsstrang auftut, den man besser in eine eigene Geschichte gepackt hätte. Beiden Hälften hätte mehr Fülle gut getan und weniger von diesen schnell aufeinanderfolgenden Szenen.  Ich möchte noch erwähnen, dass meiner Meinung nach hier der deutsche Titel die Ursache für das Problem ist. Hätte man den englischen Titel „The secret speech“ übernommen, wäre mein Fokus nicht so sehr auf dem Straflager gelegen. Durch den Originaltitel gerät tatsächlich die Rede Chruschtschows in den Mittelpunkt und die damit verbundenen Folgen. Damit würde die zweite Hälfte des Buches auch weniger wie eine eigene Handlung wirken.


    „So fanatisch, wie er einst dem Kommunismus gehuldigt hatte, so fanatisch huldigte er jetzt seiner Familie. Seine Vision von Utopia war kleiner und weniger abstrakt geworden, jetzt umfasste sie nur noch vier Menschen und nicht mehr die ganze Welt. Aber erreichbarer geworden war sie dadurch nicht.“

    Seite 82


    Wortgewandt und mit vielen interessanten Hintergrundinfos zu Geschichtlichem, konnte mich  Smiths Schreibstil auch hier erneut überzeugen. Teilweise sind seine Beschreibungen sehr cinnematisch, aber nicht auf eine übertriebene Art und Weise. Es wirkte nicht zu sehr gewollt, sondern einfach passend. Etwas das mir hingegen ein wenig negativer aufgefallen ist, war die Vorhersehbarkeit in Bezug auf eine bestimmte Sache, die ich hier aus Spoiler-Gründen nicht genauer erläutern werden. In diesem Moment, war ich doch etwas enttäuscht, denn ich hätte mehr Cleverness von Smith erwartet. Man hätte genügend Möglichkeiten gehabt, diese Vorhersehbarkeit abzuwenden und durch einen tollen Überraschungseffekt zu ersetzen.


    Fazit  Mit seinem Vorgänger kann „Kolyma“ nicht unbedingt mithalten, aber gefallen hat mir das Buch trotzdem gut. Dem Buch hätte etwas mehr inhaltliche Fülle sicherlich gut getan und an manchen Stellen hätte ich mehr Cleverness erwartet, dennoch empfand ich hier viel Spannung. Von der Brutalität des ersten Bandes ist nicht mehr all zu viel zu spüren, doch in Anbetracht an den Systemwandel und der neuen Ordnung die hier Herrschen soll, ist das auch irgendwie passend. Positiv aufgefallen sind mir vor allem die Wortgewandtheit und die cinnematisch beschriebenen Passagen.


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    Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)

    Bewertung zu "Kind 44" von Tom Rob Smith

    Kind 44
    Pialalamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Top-Thriller, der einem an die Nieren geht!
    Top Thriller!

    Als ich das Buch gekauft hatte, sagte eine Freundin zu mir:“ Das ist wirklich richtig gut, aber die beschriebenen Dinge sind echt heftig!“. Als begeisterte Thriller-Leserin, denkt man sich da nicht wirklich viel. Ich lese ständig schlimme, grauenvolle und groteske Sachen. Aber das hier war etwas anderes. Schon auf den ersten Seiten wird man mit der Grausamkeit und Brutalität konfrontiert, die sich durch das gesamte Buch zieht. Allem voran Gewalt gegen Kinder. Gewalt gegen Unschuldige ist immer grausam. Gewalt gegen Kinder, noch grausamer. Das war das erste Mal, dass ich bei einem Buch wirklich schlucken musste. Schockiert war ich schon oft. Aber wegschauen musste ich noch nie.
    Zu der Schockiertheit gesellt sich auch noch ein Gefühl von Fassungslosigkeit. Wie bereits erwähnt, befindet wir uns zur Zeit Stalins in de Sowjetunion. Während dem Lesen habe ich mich hunderte Mal gefragt, was das Ziel eines solchen Staates ist, der offensichtlich nicht versucht sein Volk zu schützen, sondern einzig und allein darauf aus ist, das Ansehen des Staatsapparates zu wahren. Wozu das Ganze? Vor wem will der Staat gut dastehen, wenn er doch alle ängstigt? Aber ja, das ist eine alte Diskussion und in der Geschichte leider viel zu häufig vertreten.

    „Nichts ist störrischer als die Wahrheit. Deshalb hasst ihr sie so. Sie beleidigt euch. Deshalb kann ich euch zur Weißglut bringen, indem ich einfach nur sage: Ich, Anatoli Tarasowitsch Brodsky, bin Tierarzt. Meine Unschuld beleidigt euch, weil ihr wollt, dass ich schuldig bin. Und ihr wollt, dass ich schuldig bin, weil ihr mich verhaftet habt.“

    Seite 104

    Die Geschichte entwickelt sich schnell zu einer spannenden Jagd auf Leben und Tod. Die offensichtliche Mordserie wird als Hirngespinst abgetan und verdeutlicht damit das falsche Handeln der Polizei. Überhaupt stand für mich viel mehr die Gerechtigkeit in Bezug auf den Staat und das Verhalten der Polizei im Mittelpunkt, als die Gerechtigkeit in Bezug auf Mörder un Opfer. Natürlich will man auch, dass der Täter geschnappt wird, aber vor allem möchte man dieser scheinbar nie endenden Grausamkeit des Staates den Strick um den Hals legen. Die Rolle des Leo Demidow ist geschickt gewählt: Ein Agent, der dem Staat treu ist und Gewalt gegen das Volk mit seinen aufgesetzten Regeln vereinbart. Doch plötzlich steht er auf der anderen Seite und erkennt seine unverzeihliche Schuld. Er sieht die Wahrheit: Das Volk liebt ihn nicht, es hasst ihn. Das Volk wird hier stückweise auch durch seine Frau verkörpert.

    Auch wenn für mich wie gesagt der Schwerpunkt auf der Situation des Staates lag, war natürlich auch die Mordserie, in meinen Augen als Mittel zum Zweck, sehr gut gestaltet. Zwar kann man als aufmerksamer Leser schnell einen Teil der Lösung erahnen, aber ein kleines Detail ist auch mir bis zum Schluss verborgen geblieben. Zwar fand ich dieses Detail etwas unnötig, aber eher im neutralen Sinn.  Letzten Endes kann ich von der gesamten Story sagen, dass sie mir sehr gut gefallen hat!

    Fazit: Eine spannende, eindrucksvolle Story, welche jedoch mit ihren Grausamen Schilderungen einem an die Nieren gehen kann. Für mich hat sich das Buch zu einem richtigen Pageturner entwickelt, der neben dem Aspekt der Unterhaltung auch viel zum Nachdenken angeregt hat. Ein Top-Thriller!

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    Cover des Buches Die Glasbücher der Traumfresser (ISBN: 9783442372744)

    Bewertung zu "Die Glasbücher der Traumfresser" von Gordon Dahlquist

    Die Glasbücher der Traumfresser
    Pialalamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Atmosphäre und spannender Aufbau!
    Tolle Atmosphäre und spannender Aufbau!

    Der Roman ist mit seinen 925 Seiten nicht gerade kurz und bietet daher sehr viel Platz für sehr viele Namen. Bis zur letzten Seite war ich mich noch nicht über alle Verhältnisse ganz klar, was ich jedoch nicht als allzu tragisch empfinde. Das Buch ist in 10 Kapitel unterteilt, wobei jedes Kapitel einer der Hauptpersonen zugeteilt ist. Diese Aufteilung führt an manchen Stellen dazu, dass einige Szenen wiederholt, aber aus anderer Sichtweise stattfinden. Mir persönlich hat das sehr gefallen. So kommt es zum Beispiel vor, dass ein Schussgeräusch von einer Person wahrgenommen, aber nicht genauer beschrieben wird. Aus einer anderen Sicht erfährt man dann, was es mit diesem Schuss auf sich hatte und wie es überhaupt zu dieser Situation kam. Durch dieses Stilmittel konnte – nicht zuletzt wegen Irreführung –  eine große Spannung aufgebaut werden, die sich durch fast das ganze Buch gezogen hat. Nur der Schluss hätte für meiner Meinung nach etwas weniger gedehnt sein dürfen.

    Die Atmosphäre, die Dahlquist hier erschaffen hat, ist ein Gemisch aus Gothic Novel und viktorianischem Stil. Die Welt aufgeladen von Gelüsten, Träumen und alchemistischer Wissenschaft, die ich mir stets trüb-grau und grünlich schimmernd vorgestellt habe. Das Herzstück und der Hauptort des Geschehens ist die alte und riesige Villa Harschmort House. Hier durfte sich mein Herz über geheime Türen, Spiegel und Gemälde freuen, die perfekt zu der geheimnisvollen Verschwörung passen. Das Labyrinth dieses Hauses ergibt Zusammen mit dem Schreibstil aus verschiedenen Sichtweisen eine tolle Kulisse für die Ereignisse.

    Der Schreibstil war an sich sehr angenehm zu lesen und Dahlquists Worte und Ideen haben wirklich meine Emotionen berührt. Sehr oft war ich einfach nur unglaublich wütend. Wütend auf dieses verdammte Pack, dass einfach nicht kleinzukriegen war. Wie Ungeziefer tauchte immer wieder ein anderes Mitglied der Verschwörung auf und auch wenn man weiß, dass sich am Ende höchstwahrscheinlich alles zum Guten wenden wird, leidet man doch mit den Qualen und der Hoffnungslosigkeit von Miss Temple, Kardinal Chang und Doktor Svenson mit. An einer Stelle musste ich wirklich einen Schrei loslassen, weil ich so mitgefiebert habe. Und Freunde, das macht für mich einen guten Schreibstil aus!

    Eine Sache die mich beschäftigt hat, war  die Frage nach dem  großen „Wieso?“ hinter der ganzen Verschwörung und dem blauen Glas. Irgendwie ist das für meinen Geschmack nicht stark genug hervorgehoben worden. Ja es geht um Macht – das geht es immer-  aber Macht wozu? Was ist das endgültige Ziel der handelnden Personen gewesen? Wahrscheinlich geht es einfach um noch mehr Macht. Auch wenn die Antwort die Ereignisse wahrscheinlich nicht in einem anderen Licht dastehen lassen würde, hätte ich mir noch ein bisschen mehr Informationen zu der Idee aus Sicht der bösen Seite gewünscht.

    Fazit: Gordon Dahlquist hat hier eine Kulisse ganz nach meinem Geschmack geschaffen. Geheimnisvoll, viktorianisch-gotisch und dunkel, mit ein bisschen Plüsch und Samt. Sowohl ein großes Maß an Spannung, als auch der Emotionen-ergreifende Schreibstil haben mir durchaus gefallen und den Roman – bis auf ein paar kleine Mängel – zu einer tollen Geschichte gemacht. Ich bin schon gespannt auf Teil 2!

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    Cover des Buches Du bist, was du schläfst (ISBN: 9783492054546)

    Bewertung zu "Du bist, was du schläfst" von Tobias Hürter

    Du bist, was du schläfst
    Pialalamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein interessanter Einblick in die Welt des Schlafes und der Träume
    Hinter dem Schlafen und Träumen steckt weit mehr als man denken möchte!

    Zunächst einmal sollte gesagt werden, dass es sich bei diesem Buch um keinen klassischen Ratgeber handelt. Es geht nicht unbedingt darum, seinen Schlaf zu verbessern oder öfters und besser zu Träumen. Diese Dinge werden eher in Nebensätzen an den Leser weitergeleitet. In diesem Buch geht es um das Warum: Warum existiert der Schlaf überhaupt? Warum träumen wir? Warum ist Gähnen ansteckend? Tobias Hürter hat hier eine schönen Zusammenfassung von Antwortern auf viele Fragen zu vielen Themen zusammengetragen. Er bedient sich so mancher wissenschaftlichen Quelle und hangelt sich anhand diverser Ereignissen an dieser Fragen-Kette entlang. Dabei spielt auch der Aufbau des Buches eine wichtige Rolle: Die Kapitel sind hier in verschiedene Uhrzeiten gegliedert, denn manch einer unter euch weiß vielleicht, dass auch der Schlaf nicht homogen ist, sondern sich in verschiedene Phasen unterteilt. Dass es Tief- und REM-Schlaf gibt, habe ich bereits gewusst, doch dass auch das Einschlafen und das Aufwachen interessante Vorgänge darstellen, ist mir erst durch dieses Buch bewusst geworden. Überhaupt habe ich viele interessante Dinge erfahren, allem voran auch, dass viele Fragen auch nach hundert Jahren Forschung immer noch nicht beantwortet sind. Hürter nimmt uns mit durch all diese Jahre an Forschung und es prasseln viele Namen auf uns ein. Dabei geht es gar nicht so sehr um diese Namen, sondern darum, zu zeigen: Dieses Gebiet ist schon lange in der Forschung vertreten und gleichzeitig: Jeder schläft, fast jeder träumt. Dem Anteil an tief wissenschaftlichen Passagen wird dabei nicht zu viel Platz eingeräumt, was ich persönlich gut finde. Das Buch soll auch bis zu einem gewissen Punkt zur Unterhaltung dienen, denn es ist eben Populärwissenschaft. Ich möchte nicht mit chemischen Prozessen gelangweilt werden (die kann ich dann auch googlen). Im Groben beschränkt sich Hürter hier vor allem auf die verschiedenen Zentren des Gehirns und wie sie zusammen arbeiten oder welcher Teil des Schlafs mit welchen Teil des Gehirns zusammenhängt.

    „Wie kann man etwas gern tun, wovon man nichts mitkriegt? Gern schlafen , das hielt ich für einen Widerspruch in sich und überhaupt den Schlaf für eine lästige Notwendigkeit […]“

    Seite 9

    Auch wenn es sich bei diesem Buch um keinen Ratgeber handelt, denke ich, dass man doch viele interessante Aspekte aus dem Buch mitnimmt, die man auf sein eigenes Schlafverhalten übertragen kann. So geht es an einer Stelle zum Beispiel um das Problem, dass manche Menschen mitten in der Nacht aufwachen und sich dann so viele Gedanken darüber machen, dass sie nicht mehr einschlafen können. Dabei ist es ganz natürlich, nachts aufzuwachen. Nur erinnern sich die meisten Menschen morgens einfach nicht mehr daran. Viele dieser kleinen Informationen sind in dem Buch untergebracht, manchmal nützlich, manchmal zur Unterhaltung und manchmal auch zum Nachdenken.

    Am Ende des Buches stellt man fest, dass es stimmt, was da im Titel steht: Du bist, was du schläfst.

    Fazit Auch wenn ich selbst im Bereich der Wissenschaft tätig bin, und vielleicht schon ein gewisses natürliches Interesse an solchen Themen mitbringe, kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen! Hinter unserem Schlafen und Träumen steckt weit mehr als wir vielleicht denken und das Buch bringt viele solcher Aspekte dem Leser auf interessante und auch unterhaltsame Art näher.

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    Cover des Buches Seven Deadly Sins 3 (ISBN: 9783551734730)

    Bewertung zu "Seven Deadly Sins 3" von Suzuki Nakaba

    Seven Deadly Sins 3
    Pialalamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein bisschen schwächer als seine Vorgänger
    Seven Deadly Sins 3

    Da ich bereits den Anime zu diesem Manga gesehen habe, weiß ich ja bereits was größtenteils passieren wird. Daher war ich aber auch ein bisschen vom dritten Teil enttäuscht: 


    Da ich wie gesagt bereits den Anime und entsprechende Folge kenne, war ich sehr überrascht, das der Manga im Prinzip nur die Hälfte der Folge einnimmt und uns mit einem doofen Cliffhanger zurück lässt. Nicht etwa, weil es gerade total spannend geworden ist, sondern im Gegenteil: Weil nicht wirklich etwas passiert ist. Im vergleich zu Teil 1 und 2 passiert hier recht wenig. Dafür gibt es zahlreiche Ideenskizzen zu den Charakteren und am Ende noch einen "Zusatzmanga", der leider auch kaum zu wertvollen Informationen beiträgt. 


    Und auch hier sind natürlich keine Seitenzahlen angegeben, obwohl im Kapitelverzeichnis darauf verwiesen wird. 


    Wüsste ich nicht, wie gut die Serie ist, und ich daher Hoffnungen auf die weiteren Teile hätte, würde ich jetzt wahrscheinlich eine etwas schlechtere Bewertung abgeben... 


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