Ping

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die kleinen Wunder von Mayfair (ISBN: 9783426226728)

    Bewertung zu "Die kleinen Wunder von Mayfair" von Robert Dinsdale

    Die kleinen Wunder von Mayfair
    Pingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine berührende Geschichte über Zweifel und Hoffnung, die auf andere Weise über schwere Zeiten erzählt.
    Magischer Roman mit ernsten Themen

    Spoilerfrei

    Dieser Roman kommt düsterer daher als erwartet, konnte mich aber dennoch oder gerade ob dieser Ernsthaftigkeit begeistern.

    Die Geschichte beginnt mit einer trostlosen Situation für Cathy, welche aufgrund einer Zeitungsannonce Bekanntschaft mit Papa Jack und seinem Spielzeugladen macht. Es beginnt die Reise in eine Welt in der Welt und das Grübeln, ob wir es mit richtiger Fantasy oder eher mit Magischen Realismus zu tun haben. 

    Das Cover des Buches erinnert mich an Nussknacker, an Nostalgie. Und auch sollte man mehr in die Richtung "Nussknacker und Mausekönig" denken als dass man hier zuckersüße Leichtigkeit und Toy Story-Feeling erwarten kann, obwohl ich so manches Mal auch daran erinnert wurde. 
    Auch erfährt man aus dem Klappentext, dass wir uns schon bald in der Zeit des 1. Weltkrieges befinden und so erhält das Buch eine weitere schwere Komponente zu der beklemmend, manchmal gar unheimlichen Stimmung im Emporium. 

    "Die kleinen Wunder von Mayfair" hält den Fokus mehr auf Familientragik, die dunklen Fänge des Krieges, wodurch die schönen Momente womöglich noch auffälliger leuchten. 

    Wenn man also etwas Zeit und die richtige Stimmung mitbringt und auch dranbleibt, wenn man es anderes erwartet hat, erhält man mit "Die kleinen Wunder von Mayfair" eine ruhige, aber dennoch ereignisreiche berührende Geschichte.
     
    Man "muss" sie übrigens keineswegs im Dezember lesen, wobei ich schon generell die kältere Jahreszeit empfehlen würde. 

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    Cover des Buches Halbschwergewicht (ISBN: 9783492058858)

    Bewertung zu "Halbschwergewicht" von Edgar Rai

    Halbschwergewicht
    Pingvor 2 Jahren
    Spoilerfreie Review zu: Halbschwergewicht - Edgar Rai

    Spoilerfrei

    Halbschwergewicht besticht für mich vor allem durch die rasante Geschichte und dem Protagonisten Lucky. Obwohl man sehr schnell in die Handlung geworfen wird, weiß man ziemlich schnell, worum es geht. Das gefällt mir persönlich, denn ich mag es nicht, wenn man zu lange im Dunkeln gelassen wird und erst ziemlich am Ende alle Aaaaah-Effekte einsetzen. 
     
    Der Roman beginnt mit der Entlassung des ehemaligen Boxers Lucky, der wohl unschuldig über drei Jahre im Gefängnis absitzen musste und zunächst seinen ehemaligen Trainer aufsuchen möchte. Ab da erfährt er nach und nach, was damals eigentlich passiert ist und gerät just in ein weiteres Abenteuer.

    Während des Lesens wurde ich an den deutschen Spannungsfilm Victoria, der 2015 wegen seiner One-Shot-Aufnahme Aufmerksamkeit erhielt, erinnert. Man hat zwar manchmal Zeit zum Durchatmen, etwa wenn Lucky seine Gedanken schweifen lässt, aber an sich geht es Schlag auf Schlag von einem Ort zum anderen, es ist eine Hetzjagd durch Berlin und man erlebt mit, wie Lucky Erkenntnise erhält oder umdisponieren muss. Ich fand es spannend, Lucky kennenzulernen, den man kann sich irgendwie nicht entscheiden, ob man ihn nun mag oder nicht. Er ist so ein Charakter, bei dem nicht alles rund gelaufen ist, der keine gut überlegten, krumme Dinge dreht und trotzdem hofft man, dass alles glimpflich für ihn ausgeht. 

    Wo ich mir nicht sicher bin, wieso das für die Geschichte wichtig war, war die Entwicklung der polizeilichen Ermittler, zu denen kapitelweise geschwenkt wurde. Das fand ich mitunter öde zu lesen, besonders die wiederholende Beschreibung der Ausstrahlung der Ermittlerchefin.

    Ich wurde übrigens durch das Cover aufmerksam,vor allem die Farbgestaltung fand ich sogleich ansprechend. Der Klappentext klang nach etwas, was ich schon lange oder noch gar nicht gelesen habe, weckte aber mein Interesse.

    Es geht mitunter recht brutal, rau und primitv zu, und obwohl es natürlich nicht den größten Part innehält, war ich überrascht, dass mehr sexueller Inhalt vorkommt als in so manche einem New-Adult/Romance/Erotik-Roman. Darauf sollte man sich einlassen können, denn dann kann die kurzweilige Erzählung über den ambivalenten Lucky gut unterhalten.

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    Cover des Buches Ready Player One (ISBN: B07166WK8T)

    Bewertung zu "Ready Player One" von Ernest Cline

    Ready Player One
    Pingvor 3 Jahren
    Cover des Buches Die erstaunliche Familie Telemachus (ISBN: 9783847906384)

    Bewertung zu "Die erstaunliche Familie Telemachus" von Daryl Gregory

    Die erstaunliche Familie Telemachus
    Pingvor 3 Jahren
    Cover des Buches Die Farbe von Milch (ISBN: 9783961610006)

    Bewertung zu "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon

    Die Farbe von Milch
    Pingvor 3 Jahren
    Cover des Buches Verliere mich. Nicht. (ISBN: 9783736305496)

    Bewertung zu "Verliere mich. Nicht." von Laura Kneidl

    Verliere mich. Nicht.
    Pingvor 3 Jahren
    Cover des Buches Rückkehr des Lichts (ISBN: 9783959671729)

    Bewertung zu "Rückkehr des Lichts" von Sophie Jordan

    Rückkehr des Lichts
    Pingvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: D. Vorschusslorbeeren von Band 1 muss ich wieder einsammeln. Weiterhin schöne Sprache & unterhaltsam, aber es wurde zu wenig aufge-/erklärt.
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    Cover des Buches Berühre mich. Nicht. (ISBN: 9783736305274)

    Bewertung zu "Berühre mich. Nicht." von Laura Kneidl

    Berühre mich. Nicht.
    Pingvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gar nicht so untypisch, wie ich es zunächst öfters gehört habe, dennoch konnte es mir gut gefallen & freue mich auf das Finale mit Teil 2.
    Meine Meinung zu "Berühre mich. Nicht."

    Spoilerfrei.


    Ich entschied mich bei meiner Wahl aus New-Adult-Büchern für „Berühre mich. Nicht“, weil der männliche Protagonist Luca als etwas ruhiger und als Leseratte beschrieben wurde, sowie die Stimmen, dass dieser Roman besonders und mal was anderes sei als die ganzen anderen New Adult-Romane. 

    Mich konnte der Roman letztendlich packen, obwohl ich bei der ersten Hälfte mit Zweifeln zu kämpfen hatte. Als ich mich jedoch auf die Geschichte einließ und sich mehr zwischen den beiden Hauptcharakteren entwickelte, fühlte ich mich gut unterhalten. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der zweite, abschließende Teil 2 „Verliere mich nicht“ ließ jedoch nicht lange auf sich warten.

    Es fing recht typisch an: Es beginnt mit dem Collegebeginn und Sage möchte generell einen Neuanfang hinlegen. Sie kämpft gegen Ängste an, die ihr Leben einschränken, trifft jedoch am Campus rasch auf neue Freunde und findet Anschluss. Unter den Love Interests befindet sich Luca, groß und trainiert, der schon das ein oder andere Mal eine Frau abschleppt. Soweit, so gewöhnlich.
    Dennoch fand ich Luca sympathisch gezeichnet, er ist humorvoll, verständnisvoll, und selbst seine Marotten sind charmant. Dass Sages Probleme einen großen Teil ihres Charakters ausmachen, bleibt nicht aus. Obwohl man ihre Gedanken und Handlungen verstehen kann, fand ich es zeitweise anstrengend. Ich fand aber gut, dass sie selbst ihr Problem ernst genommen hat und nicht, dass eine psychische Störung als Aufhänger genommen wird und es braucht nur einen umwerfenden Typen und auf einmal ist alles wieder gut.

    Die Geschichte lässt sich mit dem Kennenlernen von Sage und Luca Zeit, auch wenn die Umstände, wie sie auf einmal so viel Zeit miteinander verbinden können, ein ziemlicher Glücksfall ist. Geld ist vielleicht nicht alles, hilft aber ganz schön.
    Die intimen Szenen sind meiner Meinung nach recht ansprechend geschrieben (bis auf diesen "bittersüß", ich ignoriere das einfach mal), vor allem (kein wirklicher Spoiler, keine Angst) als Luca heimlich seinen Arm auf Sages Rücken legt, konnte ich mir ein kleines „Naaaaw!“ nicht verkneifen; ich war jedoch auch überrascht, wie heiß her es letztendlich doch ging, gestört hat es mich jedoch nicht.

    Es gibt einige sympathische Charaktere; bleibt nur noch zu hoffen, dass sie im zweiten Band "Verliere mich. Nicht" vielleicht noch etwas mehr ausgeschmückt werden. Ich hoffe auf eine coole April und eine wünschenswerte Entwicklung bei Sage.

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    Cover des Buches Durch alle Zeiten (ISBN: 9783961010080)

    Bewertung zu "Durch alle Zeiten" von Helga Hammer

    Durch alle Zeiten
    Pingvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zwischen Liebe und Arbeit. Heimatfilm über das Glücklichsein einer 1940 geborenen Frau in Romanform.
    Meine Meinung zu "Durch alle Zeiten".


    Spoilerfrei. 

    In diesem Roman geht es um Elisabeth, die wir im ersten Kapitel als erwachsene Frau mit zwei Kindern kennenlernen, ein drittes Kind ist unterwegs. Ab da wechseln sich die Kapitel jeweils ab und wir springen zwischen Gegenwart und Elizabeths Vergangenheit hin und her.

    Wir erfahren von Elizabeths Werdegang, wie ihre Familienkonstellation aussieht und die Schicksalsschläge, die sie einstecken musste. Eingebettet wurde die Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einer alpinen Landschaft (Steiermark) in Österreich. Das Buch würde ich als Familiendrama bezeichnen, bei dem Liebe eine große Rolle spielt. Eingebettet wurde die Geschichte in landwirtschaftliche, ländliche Kulisse, sodass ich beim Lesen unweigerlich an einen Heimatfilm in Romanform denken musste, worauf ich auch gehofft habe.

    Als ich das Buch in der Vorschau gesehen habe und den Inhalt überflogen habe, fühlte ich mich sofort angesprochen, weil ich schon lange keine Geschichte aus dieser Zeit gelesen habe, bei dem es vor allem um eine Frau geht, die zwischen den Stühlen sitzt mit ihren Entscheidungen zum Thema Arbeit und Liebe. Außerdem hatte ich Lust auf Erzählungen über „so war es damals“, Eindrücke zur Landwirtschaft und Eindrücken zur österreichischen Berglandschaft. Der Fakt, dass Helga Hammer über 70 Jahre alt ist und „Durch alle Zeiten“ ihr Debüt darstellt, hat mich noch zusätzlich beeindruckt. 

    Der Schreibstil konnte mir besonders gut gefallen, da er sehr klar war, dennoch nicht karg oder zu nüchtern. 

    Beispiele: 
    „Das Getöse in der riesigen Halle fand sie faszinierend, Menschen hasteten an ihr vorbei, Pfeifen schrillten, Kinder weinte, die Stadt hörte sich an wie ein in einen Käfig gesperrtes wildes Tier.“(Pos. 629, eBook)

    „Leichter Schnee fiel vom Himmel, er blieb nicht liegen, die warme Erde nahm ihn auf.“ (Pos. 1752, eBook)

    „In dieser langen schlaflosen Nacht schmolz ihre Liebe zu einem Klumpen zusammen, der ihr im Hals stecken blieb.“ (Pos. 1761, eBook)

    Man muss auch keine Sorge haben, dass man den österreichischen Dialekt nicht versteht, er wurde authentisch in die Dialoge eingearbeitet, ohne es zu übertreiben. Das ausgeprägteste Beispiel wäre da „Da mach i net mit.“ oder „a bisserl“; man kann auch ein leichten Unterschied feststellen zwischen den ländlicheren Leuten und den Bürgerlichen.
    Ob man dieses Buch nun mag, kommt wohl sehr darauf an, ob man der Elisabeth verständnisvoll entgegentritt oder ob man die Hände über den Kopf ob ihrer Entscheidungen zusammenschlägt. Ich konnte mich auf Elizabeth einlassen und habe ihr gewünscht, dass sie den für sie richtigen Weg finden wird. Wenn man ihre Arbeiten und Liebschaften wegbricht, bleibt ein ziemlicher blasser Charakter zurück, aber manchmal ist/war das wohl so und ich denke, dass es darum unter anderem auch in diesem Roman geht.
     
    Fazit: Ich kann dieses Werk denjenigen empfehlen, die Lust auf eine Geschichte rund um die Schicksale einer 1940 im ländlichen Österreich geborenen Frau aus einfachen Verhältnissen haben, wo ihre Liebesgeschichten und Arbeitserfahren im Vordergrund stehen. Eine Geschichte, die meiner Meinung nach durch die Einfachheit besticht, erzählt in einem direkten, aber keinesfalls zu kargen Schreibstil. 

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    Cover des Buches Und jetzt lass uns tanzen (ISBN: 9783453291911)

    Bewertung zu "Und jetzt lass uns tanzen" von Karine Lambert

    Und jetzt lass uns tanzen
    Pingvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ruhiges Wohlfühlbuch mit einem besonderen Thema (Liebe im hohen Alter). Feines Leseerlebnis, allerdings fehlte mir das gewisse Etwas.
    Meine Meinung zu "Und jetzt lass uns tanzen".

    Spoilerfrei.

    „Und jetzt lass uns tanzen“ widmet sich einem Thema, welches man nicht allzu häufig in der Belletristik-Landschaft findet: Liebe im hohen Alter.

    Ich fand die Beschreibung herzallerliebst und auch die vielen Lobhymnen zu diesem Buch taten seinen Rest und so fing meine Reise mit Marcel und Marguerite an.

    Beide haben jeweils ihren Ehepartner verloren und auf einem Kuraufenthalt lernen sie sich kennen. Ihre jeweilige Ehe sah ganz verschieden aus und auch Marcel und Marguerite selbst sind auf dem ersten Blick recht unterschiedlich. Als Spannungsfaktoren gibt es im Roman den Sohn von Marguerite, der seine Mutter sehr behütet und findet, dass sie absolut zur Ruhe kommen soll und auch die Zweifel der beiden Hauptcharaktere, ob man sich in dem Alter (über 70) nochmal verlieben kann oder soll. Ganz kurz wird auch thematisiert, wenn der Mann jünger ist als seine Partnerin.

    Der Erzählstil ist sehr ruhig und ich würde es als eine Art Wohlfühlbuch betiteln. Der Roman ist nicht allzu dick und auch aufgrund der kurzen Kapitel flog ich nur so durch die Seiten. Dennoch muss ich sagen, dass das Buch keinen besonderen Eindruck auf mich hinterlassen hat. Ich finde es empfehlenswert, ich habe es gerne gelesen, aber die überschwänglichen Stimmen zum Buch kann ich wiederum nicht nachvollziehen.

    Fazit: Herzerwärmende, sanfte Geschichte über die Liebe im hohen Alter, welches sich für ruhige, gemütliche Lesenachmittage eignet. Dennoch blieb es ein wenig meiner Erwartungen zurück, weil mir das gewisse Etwas fehlte.

    PS: Obwohl die Autorin aus Belgien ist und das Buch Original Französisch, fühlte ich mich beim Lesen etwas an "Ein untadeliger Mann" erinnert, welches den typischen britischen Flair innehält.

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