RP4

  • Mitglied seit 12.08.2017
  • 1 Freund
  • 5 Bücher
  • 5 Rezensionen
  • 5 Bewertungen (Ø 3.6)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Cover des Buches Bluthölle (ISBN: 9783548291925)

    Bewertung zu "Bluthölle" von Chris Carter

    Bluthölle
    RP4vor 14 Stunden
    Kurzmeinung: Die schmerzhaftesten 10 Euro meines Lebens
    Ein Hunter-Roman, der keiner ist

    Ich habe mich seit Bekanntmachung unfassbar auf dieses Buch gefreut, da der Autor und die Reihe zu meinen Lieblingen gehört. Jedes Buch habe ich mindestens 10x gelesen. Umso größer war nun die Enttäuschung, erneut (nach Band 9 und 10) einen sehr dürftigen Roman gekauft zu haben.


    ---------------SPOILERWARNUNG----------------


    Ich kann auch die anderen Rezensionen hier zu keinem Bruchteil nachvollziehen. Es werden die unfassbar brutalen Morde erwähnt, bei denen man stellenweise das Buch weglegen möchte. Welche? Die drei ersten Morde aus dem Tagebuch, auf die mit wenigen Sätzen eingegangen wird und die wir nur aus der eher inhaltsangebenden Perspektive des Täters lesen? Die waren im Vergleich zu früheren Carter Romanen, eher Schulfernsehen. Auch ob ihrer nur angeschnittenen Beschreibung. Und ein Natronbad... Mensch... wo hab ich das denn schon einmal gelesen? Richtig! In Band 5 :-)

    Dass das Buch dem alten Prinzip "perfider Mörder ist im Vorteil, am Ende gewinnt Hunter" folgt, ist ja gar nicht verwerflich. So läuft eine Serie mit einem Helden eben ab. Aber diesmal kam bei mir keinerlei Spannung auf. Die Geschichte ist strikt an der Schnur entlang erzählt, ohne wochenlange ergebnislose Ermittlungen wie sonst. Genau das jedoch, nimmt dem Leser die Möglichkeit, die nervenzerreißende Spannung die manche Ereignisse hervorrufen, aufzusaugen, sie zu atmen, zu fühlen und sie schlussendlich mitzuleiden. Es geht direkt immer in die nächste Handlung. So entwickelt man anstelle einer Gänsehaut eher eine Zuversicht á la “keine Sorge, ist ja eh gleich wieder vorbei“. 

    Das Tagebuch ist der Schlüssel in der Geschichte. Darum geht es. Aber von den restlichen 13 Morden Im Buch erfährt man gar nichts. Es wird sogar deutlich gemacht, dass Hunter und García es gar nicht weiterleben im Büro, da andere Dinge wichtiger sind. Hier wird die Geschichte einfach widersinnig. Jeder normale Ermittler liest jede einzelne Seite eines solchen Buches um den Täter besser einschätzen zu können. Wozu also die ganze Zeit mit dem Einband werben, eine Taschendiebin findet ein Buch mit 16 Skizzen, Morden, Fotos usw... wenn man diese nicht einsetzt? Richtig! Damit den Schinken einer kauft. Auch die ewige Betonung überall, es sei eine teure Ledertasche, ist genau wofür gut? Man könnte sagen, da Angela die Tasche nicht wegen des Inhalts stiehlt, sondern als Lektion, muss sie ja wertvoll sein, damit der Verlust den Mann schmerzt. Aber das Ganze im Einband betonen, dient nur dazu, dass wir uns einen Täter vorstellen der evtl. vermögend ist, aus einer reichen Welt kommt und quasi die Taten in seinem Doppelleben ausführt und man deshalb kaum auf ihn kommen wird. Billige illusorische Werbung um den Leser vorab anzuheizen und die Kauflust zu steigern. 

    Hunter vertraut natürlich einer rotzfrechen, unkooperativen Taschendiebin, dass sie ihre SIM Karte wie angeordnet, nicht benutzt, anstatt sie einzukassieren, weil............ PLOT DEVICE!!! Warum sich auch eine spannende Handlung überlegen, wie der Täter das Safehouse findet, wenn es auch ganz billig geht. 

    Nicht zum ersten Mal lässt Carter einfach viele wichtige Dinge völlig liegen. Wie konnte der Täter Angela überhaupt so schnell identifizieren mit nur ihrem Foto, welches aufgrund der Überwachungskamera in einer Bar zu später Stunde eher magere Qualität gehabt haben dürfte. Datenbanken und Einfallsreichtum hin oder her, ein Foto allein sagt dir in einer Stadt wie Los Angeles absolut nichts. Also wir fand er sie?  Das ist in meinen Augen aber sehr wichtig, da es auch die Fähigkeiten des Täters hervorhebt und es wird hier kein Wort darüber gesagt.  

    Der Täter war als uniformier Polizist in einer Bar und hat in Ruhe und ohne den Manager, die Bänder der Überwachung sichten dürfen? Ohne Beschluss kriegt ein Streifenpolizist in einer Bar in L.A. nicht mal die Speisekarte zu sehen, sondern einen Tritt nach draußen. Das er einen Beschluss hatte wird aber nicht erwähnt. 

    Am Ende betitelt er die letzten Codes die Hunter aus dem Buch entfernt hat als Rückversicherung. Wofür? Erfahren wir auch nicht. Es soll nur triggern wie mächtig die Stimmen offenbar sind und auch der Täter in gewissem Maße „aufpassen“ muss. Macht hier doppelt keinen Sinn. Ein Täter der dem besten Detective der Stadt offene Morddrohungen schickt, hat sicherlich keine Sorge wegen seiner Käufer oder seinem Tun generell. Und da auf die Stimmen kaum eingegangen wird, ist es auch nicht nötig zu erwähnen, dass man da ein Ass im Ärmel hat.

    Der Täter leidet offenbar unter PTBS auch wenn die Stimmen natürlich am Ende keine im Kopf sind, sondern seine Kunden. Elitesoldaten erleiden sowas häufig, aber nicht alle einer Einheit begehen deshalb Suizid. Und er ist der Letzte der Einheit, der jetzt allein damit klarkommen muss. . Ah, Carter hat Rambo gesehen.

    Angeblich tötet er doch nur auf Nachfrage und Bestellung (wenn auch ohne mit der Wimper zu zucken) aber tötet auch wahllos entführte Personen, die keiner kennt und die kein Profil haben, um zu zeigen, wie hart er ist. Die drei Geiseln saßen doch nicht als Demonstrationszwecke in seinen Zellen sondern waren sicher für seine Kunden gedacht. Müsste er jetzt nicht erst Recht in Sorge deshalb sein?

    Dem Täter wird Narzissmus unterstellt, weshalb er sich auf das Duell einlässt. Das passt aber nicht zu seinem Profil, denn Narzissten meiden Einsamkeit und vor allem Misserfolge oder Beklagen, was er ja anhand seiner Erzählungen über das Ende seiner Dienstzeit tut. Er ist kein Narzisst, sondern wird vom Autor in seinen Fähigkeiten beweihräuchert, um eine Überlegenheit gegenüber Hunter aufzubauen. Das ist auch nötig, weil seine Persönlichkeit ansonsten einfach oblatendünn ist. 

    Auch Angela zeigt keine erkennbare Entwicklung. Die Art und Weise wie ihr Bruder starb bot soviel mehr an. Bspw hätte er ein Opfer des Täters sein können, wenn dieser das alles schon seit Jahren durchzieht. Das hätte seinen und ihren Charakter und auch die kurze gemeinsame Beziehung während Angelas Gefangenschaft unglaublich entwickelt.

    Garcia wird wenig bis gar nicht einbezogen. Tracy trifft man im Cafe und erfährt von ihrem Umzug, was Hunter so sehr verletzt. Man nimmt den Faden aber nicht charakterbildend auf, sondern macht weiter als wäre nix gewesen. Man hätte Hunter soviel mehr Tiefe geben können, wenn man aufgegriffen hätte, wie sehr der Tod ihrer Eltern und die Trennung, auch ihn belastet. Captain Blake wird immer nur für ihre schnaubenden Äußerungen und Befehle ins Spiel gebracht. Jede Menge neue Agenten, die die Story aber nicht stärken, sondern nur Seiten füllen. Der Killer kriegt sogar den selben Nachnamen wie er in Band 2 als Deckname des Killers verwendet wurde. 

    Was Carter hier macht, ist einfach richtig schlechtes Storytelling. Er hatte eine Geschichte für maximal 80-100 Seiten und wirft dann dutzende lose Fetzen in die Schüssel, damit sie schön voll wird und alle Gäste etwas abbekommen. 

    Bei allem Verständnis für seine Situation, aber er hätte dann einfach das Buch nicht rausbringen dürfen. Dieses Buch ist kein Hunter/Garcia. Ich hätte nie gedacht, dass es jemals schlimmer wird, als nach den 2 Lucien Storys. Das Buch ist aber umso mehr ein echter Carter, der nach "Deathcall" gezeigt hat, dass er mit seinem Können am Ende ist. Sicherlich ist sein Leben hart getroffen worden, durch seinen Verlust, aber am Ende des Tages verdient er mit diesen Büchern sein Geld und für dieses Buch hat er ja auch Geld von den Lesern bekommen und das ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Logikfehler, inhaltliche Schwächen und eben die sehr durchschaubaren Placements einzelner Stränge ohne weiteren Bezug, zeigen dass Chris Carter eben doch nur ein Nischenautor ist. Die ersten Hunter Romane waren großes neues Kino. Das hier ist nur noch simple Tastenprügelei. Die Reihe ist seit langer Zeit tot und wenn man etwas nur noch ob des Geldes wegen macht, wird es meist schlecht. So wie dieses Buch 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Und dann gab's keines mehr (ISBN: 9783596511143)

    Bewertung zu "Und dann gab's keines mehr" von Agatha Christie

    Und dann gab's keines mehr
    RP4vor einem Jahr
    Kurzmeinung: spannend, perfide, packend, ABER...
    ratloser als die Protagonisten, bleibt am Ende nur der Leser

    Ich habe mit meiner Freundin die BBC Verfilmung von 2015 gesehen, ohne das Buch zu kennen. Ich habe es dann heute fix verschlungen um zu prüfen, ob die selben Schwächen vorhanden sind, oder es nur filmische Fehler waren. 




    🔴🔴🔴 VORSICHT SPOILER 🔴🔴🔴 



    Ich finde die Auflösung um Richter Wargrave gar nicht mal schlecht, aber nicht zu einhundert Prozent durchdacht. Bis zu seinem eigenen inszenierten Ableben, konnte er ja relativ normal im Haus auftreten. Die Morde danach mussten also deutlich mehr Überraschungseffekt enthalten. 

    Hierbei konnte Wargrave auf die Verzweiflung und den langsam beginnenden, größtenteils auch schuldbedingten Wahn seiner Opfer bauen und dies ausnutzen. Er muss ja durch seine Beobachtungen die Liebschaft zwischen Vera und Philipp bemerkt haben. 
    Folglich konnte er davon ausgehen, die beiden würden fortan eng beisammen sein und konnte sie nicht wie die anderen, einfach allein überraschen. 

    Somit war ja das „Spiel“ mit dem Kinderreim bereits gefährdet, sollte er sie zusammen ermorden müssen. Von Veras Mord im Wahn an Philipp konnte er nicht ausgehen....Und hier stellt sich mir die Frage, wie er Philipp töten wollte? Philipp war der Einzige ohne Schuld oder Gewissensbisse die ihn ablenkten und durch seine als Söldner sicherlich beträchtlichen Fähigkeiten dem Richter hoch überlegen. 

    Für mich in der gewählten Auslösung zu unwahrscheinlich und daher nur 4 von 5 Sternen 🤷🏼‍♂️

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Jagd auf die Bestie (ISBN: 9783548291918)

    Bewertung zu "Jagd auf die Bestie" von Chris Carter

    Jagd auf die Bestie
    RP4vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der übliche und erwartete Carter-Pageturner, jedoch erneut mit Schwächen
    neuester Teil, schwierigste Bewertung... enthält Spoiler

    Ich habe das Buch heute morgen gekauft und somit erst einen Tag nach Erscheinen. Für mich als Carter-Fan der ersten Stunde, ein absolutes Novum. Trotz der aktuellen Wetterlage, habe ich es über den Tag hinweg mit 2-3 Pausen verschlungen.




    Die Rahmenhandlung ist ausreichend bekannt: Robert Hunter tritt erneut gegen seinen ehemals besten Freund aus Studientagen an, den er 3,5 Jahre zuvor (Band 6) hinter Gitter brachte. Nun ist jener ausgebrochen und sinnt auf Rache... ein perfides Spiel entwickelt sich zwischen zwei hochintelligenten und hochklassigen Akteuren. Das zumindest verspricht der Klappentext... In der Realität hat das leider nicht zu 100% geklappt. Das Werk hat leider zu wenig von dem versprochenen Spiel, insofern dass es nur einen Akteur gibt. Nämlich Lucien Folter. Robert Hunter ist das gesamte Buch über passiv und entgegen der Meinung vieler Rezensenten, Garcia sei hier nur Beiwerk, halte ich eher Hunter für das Beiwerk, Lucien kann frei seinen Plan entfalten. Denkt man an einen hochintelligenten Psychopathen und den wahrscheinlichen „größten“ Mörder aller Zeiten...nichts verwunderliches.  Nur rollt Luciens Zug einfach unaufhaltsam und es hätte dem Buch extrem gut getan, hätte Hunter wenigstens einmal einen dicken Baumstamm auf die Gleise werfen können. 



    🔴🔴🔴🔴🔴 SPOILERALARM 🔴🔴🔴🔴🔴 Nur weiterlesen, wenn die Handlung bereits bekannt ist. 



    Das Rätsel um die vermeintliche Kirche ist absolut genial. Auch das Hunter hier Sekunden zu spät kommt, ist völlig in Ordnung. Ganz hochklassiges Kino, wie das Rätsel aufgebaut ist und Idee und Lösung sind absolut genial. Toll gemacht. #Carter11/10Punkte 😉 



    Auch der Handlungsstrang um Tracys Eltern ist einfach genial. Hochklassige Dramatik und kann man kann die gesamte Szene nach dem Anruf praktisch mitfühlen. Von Tracys Verzweiflung, über Hunters Schmerz und Niederlage bis zu den Nachwirkungen und seiner Stimmung danach. Perfekt gemacht. Beste Tat-Opfer-PassivBeteiligter Konstellation die möglich war. So gesprochen die „beste Tat“ in allen 10 Bänden. Absolut perfide Hunter so zu treffen. Dazwischen hätte es aber den besagten Hunter-Moment gebraucht. Bei der vermeintlichen Kirche zu spät, dann aber ein Sieg und offenes Visier und dann die eigentlich vernichtende Niederlage. Aber so ist alles zu einseitig. Lucien spult sein Programm ab, Hunter muss mitspielen. Hatten wir zu oft. Auch dass Hunter sich ständig ausziehen muss, nervt irgendwie langsam 😂 



    Bis auf den Peilsender-Clue keinerlei Hunter-Moment und der kam der Spannung halber verständlicherweise nur in einer kurzen Rückblende. Womit wir beim Thema sind: das Ende wird wieder im Eiltempo gespult. Davon ausgehend, dass der Lucien-Folter-Handlungsstrang jetzt beendet ist, ist das einfach zu wenig. Und das ist erneut nicht das erste Mal. Die Aufklärung in Band 9 war schon ein ganz schwaches Ding. Gehetzt und sinnfrei. Carter kann einfach keine Enden mehr. Die Auflösung und das damit verbundene „warum“ war bereits in Band 7 absolut grauenhaft, in Band 8 dann derart weit hergeholt dass man man bereits ein Fernglas braucht und ebenso das „wer“ brachte keinen ooooooooh-Effekt. Das „wer“ fällt hier weg und das „warum“ kennen wir auch, also hätte es einfach eine bessere Inszenierung gebraucht. Es fällt aber Carter-typisch nach dem extremen Spannungsbogen und dem finalen Showdown extrem schnell ab. Der große Knall und dann 4-5 Seiten unwichtiges bla bla und aus. 



    Die Robert-Lucien-Beziehung hatte mehr verdient, als Lucien absolut einfach überwältigt, bewusstlos auf der Wiese, erst nach dem „HappyEnd“ verhaftet von Garcia und keine Interaktion mehr mit Robert. Das fehlte total und war mehr als enttäuschend. Hunter hätte hier mehr verdient als die passive Rolle beim wirklichen Sieg. Denn eigentlich war der Showdown eine weitere Niederlage für ihn. Oder wäre es ohne Garcia gewesen. Peilsendertrick hin oder her. Ein toter Hunter hätte endgültig verloren egal wer danach verhaftet wird. Ich hätte da die Handlung noch mal 50-100 Seiten weiter gesponnen, dass Lucien nochmal entkommt und einen großen „hellen“ Moment wie in Band 6 eingebaut und dann Hunters Sieg. So wie es ist, eine weitere große Carter-Schwäche, die letztlich einen richtig guten Roman verdirbt. 



    Pageturner ja, weil das Tempo hoch ist und man gefesselt ist, was Lucien genau will. Der Roman war sicher schwierig zu schreiben, weil jeder wusste es geht irgendwie gegen Tracy plus eine Menge Menschen müssen den Löffel weglegen, aber die Möglichkeiten für gegenseitige Treffer waren da, ebenso für einen hochklassigen Denker-Showdown. Carter lässt bewusst beides unbenutzt liegen. 



    Bezüglich der Morde kann ich verstehen, dass eine Steigerung von Buch zu Buch schwierig ist, aber die Morde waren weder erschreckend noch magenvedrehend wie es oft angekündigt wurde. Genickbruch, Schlüssel im Kopf, Bombe und dann nur die Andeutung der Tat, deren Ergebnis wir danach sehen bzw., lesen. Die Inszenierung der Leichen von Tracys Eltern war das einzig geniale und selbst die wurde auf einen ganz kleinen gehetzten Absatz heruntergebrochen obwohl soviel Details möglich waren, Hunters Niederlage zu beschreiben. Eine Annäherung mit Tracy wird sicher in Band 11 folgen, wäre aber hier für Hunter verdient gewesen nach all dem erlebten. 



    Eigentlich hat das Buch nur 2 Sterne verdient und vllt nicht mal die, aber aufgrund des genialen Rätsels, der „Schwiegereltern“ Thematik und dem überragenden Lucien Folter, gibt es doch 4 von 5

    Kommentare: 2
    2
    Teilen
    Cover des Buches Blutrausch - Er muss töten (ISBN: 9783548289533)

    Bewertung zu "Blutrausch - Er muss töten" von Chris Carter

    Blutrausch - Er muss töten
    RP4vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gut, aber nichts Neues.
    Nicht, was ich erwartet habe!

    Seit der Ankündigung habe ich mich auf dieses Buch gefreut und es als Robert Hunter Fan der ersten Stunde, sofort verschlungen. Die Kapitel lassen sich super lesen, was man auch aus vorigen Bänden gewohnt ist. Aber letztlich erzählt Chris Carter nichts Neues mehr. Die Brutalität der Morde ist langsam nicht mehr glaubhaft zu steigern und am Ende gewinnt Hunter. In Band 7 war es ein Cop als Killer. In Band 8 einer von der KTU wie wir es hier nennen. Irgendwann wird’s einfach langweilig. Bei dem ModusOperandi des Mörders fühlte ich mich sofort an einen Hauptantagonisten aus „The Evil Within 2“ erinnert. (Ein Horor-Videospiel aus 2017) Generell habe ich diese Flashback-Momente seit Band 6 als Lucien Folter dieses QuitProQuo Spiel anfängt. Ja wir haben „Das Schweigen der Lämmer“ alle gesehen... alles kommt einem irgendwie bekannt vor., Auch dass es wieder übers FBI und Adrian Kennedy geht ist meiner Meinung eher langweilig, trotz der kecken Spitzen zwischen den Agenten. Warum statt dieser neuen Agentin nicht vllt eine Schwester der Agentin aus Band 6 nehmen, die Hunter nicht schützen konnte. Und so vllt einen wahren roten Faden knüpfen statt einfach eine Agentin die anfangs eine echte Ziege ist. Über die Opfer wird viel zu wenig dargestellt und auch der Killer selbst kommt beim relativ schwachen Finale zu geheimnisvoll weg. Man sagt nur: Ah. So. Deshalb. Aaaaaah. Bisher haben die Täter, außer in Band 3 und 5 ja meist ihre Rolle während des Romans schon gehabt. Zumindest im Ansatz. Auch wenn der große Showdown vorher stattfindet, passt das alles nicht wirklich zusammen. Es wirkt als hätte man eine tolle Geschichte und dann „oh Mist nur noch 10 Seiten übrig ... schnell alles aufklären.“ Hunters Romanze mit Tracy sei ihm gegönnt, aber irgendwie wirkt sie nur an den Rändern eingepflanzt als Seitenfüller. Der Cliffhanger mit der altbekannten Figur wirkt auch relativ planlos, denn hier verweist man auf den schwächsten Band der Reihe. Zumindest meiner Meinung nach. Diese Figur in Band 10 wieder einzubauen scheint mir relativ hilflos. Das will doch jetzt niemand sehen dass man wieder einen Band lang Katz und Maus spielt und weiß wer es ist.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Cover des Buches Death Call - Er bringt den Tod (ISBN: 9783548289526)

    Bewertung zu "Death Call - Er bringt den Tod" von Chris Carter

    Death Call - Er bringt den Tod
    RP4vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wieder hochkarätige Vollgaskost von Chris Carter ! Pageturner bis zum Ende !
    Perfide Story mit kleinem Wermutstropfen...

    Ich habe das Buch direkt am Erscheinungstag gekauft und direkt auf dem iPad verschlungen. Erst 40 Seiten und dann den ganzen Rest am Abend, obwohl ich es mir diesmal einteilen wollte ;-) 


    Die Story ist wie immer hochspannend und bei Chris Carter - so meine Meinung - hat man immer das Gefühl man wäre mit jeder Zeile vor Ort dabei. Gut zu visualisierender Schreibstil einfach. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Kommt ganz nah an "Der Kruzifix Killer" heran, was für mich der König der Reihe bleibt.


    Leider - jetzt kommt das Leider - habe ich mich am Ende mit der Auflösung auch in diesem Wiedergefunden. Ganz besonders die Art der Opferauswahl, hatten wir schon mal. Das hat mich total enttäuscht. Da muss ich sagen, das schmälert das Buch enorm. Auch die Motivation des Täters ist diesmal - für mich -  eine Spur zu extrem gesponnen. Bisher hatte das alles immer noch einen relativ (für nicht-Forensiker) nachvollziehbaren Charakter. Das jetzt ist etwas too much. Natürlich gibt es nichts was es nicht gibt, aber das war einfach zu verquer. 


    Was mich ebenfalls an diesem trotzallem genial tollen Roman gestört hat, ist die Geschichte um Hunter und das Mädchen im Rockabily-Stil. Man hätte das am Ende wenigstens für den Leser sichtbar "happinessen" können. Ohne dieses "vielleicht"... Das hätte Hunter doch auch mal verdient.


    Trotz der genannten Punkte, für mich ein richtig tolles Buch was ich genau wie die 7 Teile vorher, bestimmt 10-20x lesen werde...

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Über mich

      Lieblingsgenres

      Krimis und Thriller

      Freunde

      Was ist LovelyBooks?

      Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

      Mehr Infos

      Buchliebe für dein Mailpostfach

      Hol dir mehr von LovelyBooks