
Raine
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Raine hat gelesen…
20 Bücher im Jahr 2025
Rezensionen und Bewertungen
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Optisch und erzählerisch wundervolle Comicadaption
Sammy ist ein Hauskater mit rötlich-getigertem Fell und großen Träumen. Obwohl er sein gemütliches Leben bei den Zweibeinern schätzt, sieht er sich doch als großer und freier Jäger. Als er eines Abends auf der Suche nach einem Abenteuer den nahegelegenen Wald betritt, wird er plötzlich von einem grauen Kater angegriffen. Dieser stellt sich als Graupfote vor, Kriegerschüler des DonnerClans. Sammy ist sofort fasziniert. Plötzlich öffnet sich ihm eine völlig neue Welt, gefüllt mit den Katzen von vier unterschiedlichen Clans. Als ihm dann auch noch Blaustern, die Anführerin des DonnerClans, anbietet, sich ihnen anzuschließen, sieht er sich mit einer lebensverändernden Entscheidung konfrontiert. Soll er sein gemütliches und sicheres Zuhause verlassen und sich den wilden Katzen im Wald anschließen? Sammy muss nicht lange überlegen..
Der erste Teil der Graphic Novel „Warrior Cats – Die Prophezeiungen beginnen“ besitzt 264 Seiten plus Bonusmaterial und basiert auf den ersten beiden Büchern „In die Wildnis“ und „Feuer und Eis“ der ersten Warrior-Cats-Staffel von Erin Hunter. Da die erste Staffel sechs Bücher hat, werden noch zwei Graphic Novels folgen.
Die Handlung von „Warrior Cats“ ist in der Comicadaption von Natalie Riess und Sara Goetter stark gekürzt, aber gut zusammengefasst und verständlich wiedergegeben. So wird sich auf die wichtigsten Beziehungen und Handlungspunkte konzentriert. Wer die Bücher kennt, wird jedoch einige Details vermissen. So wird die eigentlich sehr tiefe Beziehung zwischen Sammy bzw. Feuerpfote und der Heilerin des DonnerClans im Comic oberflächlicher als im Buch dargestellt. Auch Kater Mikusch bekommt nur einen kurzen Auftritt. Das stört jedoch wenig, da man im Comic von einem Abenteuer in das nächste fällt. Diese werden in wundervollen, emotionalen und komplett kolorierten Bildern erzählt. Während die Gesichter der Katzen sehr menschlich wirken, bleiben sie doch Tiere, deren Emotionen über den ganzen Körper dargestellt werden. Dies wirkt immer wieder unterhaltsam, niedlich, lustig, aber auch sehr dynamisch. Gerade die Kämpfe zwischen den Clankatzen sind toll gezeichnet und bleiben auch kindgerecht. Meine Favoritin bleibt Gelbzahn, die ein paar besonders fantastische Gesichtsausdrücke und Szenen besitzt. Doch auch die Hintergründe wie der Wald des DonnerClans sind an den richtigen Stellen liebevoll und detailreich dargestellt
„Warrior Cats – Die Prophezeiungen beginnen“ ist eine optisch und erzählerisch wundervolle Comicadaption der Bestsellerreihe von Erin Hunter. Sie wäre auch ein toller Einstieg für junge und ältere Leser und Leserinnen in die Buchreihen rund um die vier Katzenclans. Der zweite Band erscheint im März 2026.
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Kurzmeinung: Ich habe das Buch abgebrochen. Die vier Typen sind mir zu klischeehaft und eng gefasst, sodass ich für mich nichts rausziehen kann.
Bewertung zu "Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?" von Freida McFadden
RaineAnstecken und glücklich werden
Eine Pandemie ist ausgebrochen. Schon wieder. Nachdem die Menschheit Corona endlich überwunden hatte, sieht sie sich kurze Zeit später mit einem neuen Virus konfrontiert: Crown Royal. Doch dieser Virus ist besonders. Alle, die ihn überleben, werden glücklich. Geld und Macht sind für sie nicht mehr von Bedeutung. Sie widmen sich und ihr Leben dem großen Ganzen und der gegenseitigen Fürsorge. Das stößt gerade bei dem wohlhabenen und mächtigen Teil der Bevölkerung auf Unverständnis und Ablehnung. Für sie zählt nur noch eines: ein Impfstoff muss her. Schnell.
Mariel lebt mit ihrer Mutter in einem Auto und überlebt von Tag zu Tag. Rón ist der Sohn eines der reichsten Männer der Welt und tief unglücklich. Und dann ist da noch Morgan, die gelernt hat, ihre vielen Fähigkeiten kalkuliert einzusetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Alle drei sehen sich nach Ausbruch von Crown Royal mit einem Virus konfrontiert, der die Menschen zwar krank macht und ihre Persönlichkeit verändert, doch sollten sie genesen, inneren Frieden und Glück schenkt. Was bedeutet das für sie und die Welt, in der sie leben? Ist das Virus der Untergang der Menschheit oder der Anfang einer neuen Zeit?
Shusterman hat einen eingängigen, gut verständlichen Schreibstil, der ohne lange Schachtelsätze auskommt und der in der Übersetzung von Andreas Helweg problemlos wegzulesen ist. Perfekt für ein Jugendbuch. So konnte ich auch ganz in die Handlung eintauchen.
Mariel, Rón und Morgan sind sehr unterschiedliche Charaktere, deren Geschichten verschiedene Sichtweisen auf diese ungewöhnliche Pandemie ermöglichen. Ich mochte eigentlich alle Charaktere gerne, auch wenn sie teilweise sehr klischeehaft sind. Morgan finde ich persönlich am spannensten, weil sie als eigensinniger, manchmal sogar skrupeloser Charakter einige interessante Szenen hat und viel Potenzial für Wandel mitbringt. Mariel dagegen fand ich zu Beginn etwas langweiliger. Vielleicht lag es daran, weil ich kurz vorher sowohl "22 Bahnen" von Caroline Wahl beendete als auch noch einmal den ersten Teil von "Hunger Games" sah. Diese Mutter-Tochter-Konstellationen sind hier alle sehr ähnlich und daher nicht mehr ganz so spannend für mich. Doch später nimmt auch sie eine interessante Rolle ein.
Doch der spannenste "Protagonist" dieses Buches ist natürlich das ungewöhnliche Virus, welches zu philosophischen Gedankenspielen einlädt. Eine Welt, in der alle glücklich sind: Kann das funktionieren? Reichen gute Gedanken und gute Absichten aus, um gute Ergebnisse zu erziehlen? Oder führt das die Menschen in eine Katastrophe - wie Oscar Wilde sagen würde: "Good intentions have been the ruin of the world." Und vor allem: Würde jemand eine schwere Krankheit oder gar den Tod riskieren, wenn am Ende das emotionale Paradies wartet? Das Buch gibt verschiedene Antworten aus unterschiedlichen Perspektiven, von denen viele nachvollziehbar sind und gleichzeitig menschliche Abgründe aufzeigt. Dabei springt die Geschichte auch von den Hauptfiguren weg in andere Länder und ergänzt sie so um kleine Nebenschauplätze. Ein paar Längen ließen sich jedoch leider nicht vermeiden, jedoch führt die Story zu einem spannenden Finale - zumindest vorerst. Denn der zweite Band wurde bereits für Herbst 2027 angekündigt.
Auch wenn ich selten Bücher mit fast 600 Seiten lese, empfand ich "All Better Now" als sehr kurzweilig. Sowohl Handlung als auch die Idee waren ungewöhnlich und spannend. An einigen Stellen hätte ich mehr Tiefe für die Charaktere gewünscht, die doch schnell in ihre Klischee-Rollen schlüpfen. Und auch nicht jede Entscheidung ist immer nachvollziehbar, sondern dient teilweise nur der Verknüpfung von Handlungssträngen. Trotzdem ist "All Better Now" ein tolles Zusammenspiel aus Utopie und Dystopie, die ich so noch nie gelesen habe.
Über mich
Moin. Mein Name ist Maja und ich lese gerne.























