Reebock82

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Der Goldene Kompass9783551583406

    Bewertung zu "Der Goldene Kompass" von Philip Pullman

    Der Goldene Kompass
    Reebock82vor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Super interessant und definitiv kein Kinder-/Jugendbuch
    Nach Serie ein etwas zähes Vorankommen

    Ich kannte das Buch von einem Hörspiel, dass ich vor Jahren einmal angehört habe und aus dem Film, an den ich mich nicht wirklich erinnern konnte. Dann habe ich die neue Serie angeschaut und war begeistert. Sie ist wahnsinnig gut gemacht und sehr spannend. Deshalb habe ich dann doch nochmal zum Buch gegriffen. 

    Wichtig finde ich, dass es meiner Meinung nach, weder ein Buch für Kinder, noch für junge Jugendliche ist. So viele Dinge und vor allem der Stil gehen eher in die generelle Fantasy-/Romanliteratur. 

    Wenn man die Serie gesehen hat, fällt es schwer, dem Buch noch wirklich Spannung abzugewinnen, denn diese ist schon sehr nahe am Geschriebenen dran. Ob es nun nur daran lag, dass das Buch doch etwas langatmig war, kann ich nicht sagen. 

    Interessant und zwischendurch spannend war es aber trotzdem. Der Schreibstil ist besonders, die Figuren unglaublich liebevoll und vielschichtig beschrieben. 

    Insgesamt aber bestimmt nicht der Pageturner schlechthin. Eher ein wenig philosophisch und künstlerisch angehaucht. 

    Insgesamt für mich durchwachsen. Es hat seine Längen, aber durch das philosophische und die neuartige Geschichte mit ihren vielen Ideen seinen Reiz.

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    Cover des Buches Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass9783734162107

    Bewertung zu "Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass" von Jodi Taylor

    Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass
    Reebock82vor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Spannend, unterhaltsam, vielleicht ein wenig schwächer als Band 1
    Wie erwartet

    Nachdem ich voller Begeisterung für Teil 1 war, habe ich Teil zwei gleich hinterher gelesen. Insgesamt auf jeden Fall wieder super unterhaltsam (ich sage nur Dodo-Jagd). Das Buch hat sehr viel Spaß gemacht und entsprach voll und ganz meinen Erwartungen. 

    Einzig die Geschwindigkeit, die ich vom ersten Teil gewohnt war, hat sich nicht ganz so sehr eingestellt. Manche Stellen wurden da doch in diesem Band ein wenig langsamer erzählt. 

    Trotzdem auf jeden Fall lesenswert, vor allem in solchen Zeiten. Erfrischend, lustig, romantisch, völlig verrückt. 

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    Cover des Buches One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt9783473401796

    Bewertung zu "One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt" von Jennifer Benkau

    One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
    Reebock82vor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannend.
    Viele neue Ideen

    Mailin lebt ein beschaubares Leben in Irland. Sie geht ihrer Leidenschaft, dem Kendo, nach und kümmert sich so gut es geht um ihre im Koma liegende ältere Schwester. Dann findet sie sich plötzlich in einer anderen Welt wieder, in der an jeder Ecke neue Tücken und Gefahren lauern. Dort trifft sie auf einen abweisenden namenlosen Mann, der sie wiederstrebend auf eine Reise auf der Suche nach einem Rückweg in ihre Welt begleitet. 

    Eine andere Welt kann in Büchern oft zur Stolperfalle für Autoren werden, weil deren Aufbau schnell kompliziert werden kann. Hier jedoch ist Jennifer Benkau ein durchschaubares und doch nicht unkomplexer Weltenbau gelungen. Der Vorteil ist, dass man diese Welt, Lyaskye, gemeinsam mit Mailyn kennenlernt. Schritt für Schritt versteht man mit ihr zusammen, wie Lyaskye aufgebaut ist und welchen Regeln sie folgt. Dabei wurden wirklich viele neue Elemente eingebaut, die diese Welt zu etwas ganz besonderem machen. 

    Mailyn selbst ist eine sympathische Protagonistin, der man gerne in diese kuriose Welt folgt. Ihre (selbst-)ironische Art, macht das Lesen an vielen Stellen wunderbar einfach. Trotzdem ist sie vom Typ her nichts, was man nicht schon in anderen YA-Romanen gelesen hätte. Ähnlich ist es mit ihrem männlichen Begleiter. Geheimnisvoll, gutaussehend (was auch sonst?) und etwas ruppig, entspricht er doch ein wenig dem typischen YA-Mann

    Eindeutig sehr gut umgesetzt, ist die Liebesgeschichte, die sich in gutem Tempo entwickelt, ohne jedoch den ganzen Roman für sich einzunehmen. Im Laufe der Handlung wird sie natürlich wichtiger, dominiert aber nur zum Ende hin. Da kippt dann aber die Geschichte fast ins Kitschige ab. Das kann man ihr aber verzeihen, denn ansonsten ist sie gut gelungen. 

    Es ist spannend, hat genau an den richtigen Stellen einmal "Atempausen" ohne dann langweilig zu werden.

    Ein gelungener, spannender Roman mit vielen neuen Ideen und genau dem richtigen Erzähltempo. Die Charaktere sind ein wenig zu sehr YA-Klischee. Auf jeden Fall lesenswert. Ich werde den nächsten Band auch lesen.   

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    Cover des Buches Silence & Chaos - Schicksal der Helden9783764170974

    Bewertung zu "Silence & Chaos - Schicksal der Helden" von Mara Lang

    Silence & Chaos - Schicksal der Helden
    Reebock82vor einem Monat
    Kurzmeinung: Zwischendurch sehr kitschig, aber gut erzählt.
    Wo ist die Originalität?

    Jill ist ein Rookie Hero, ein Mensch mit außerirdischen Genen, die über bestimmte Kräfte verfügen. Nach einem Unglück haben sich die Rookie Heroes getrennt und leben nun ihr eigenes Leben. Das ändert sich, als "der Rächer" anfängt sein Unwesen zu treiben. Die Geheimwaffe, ein junger Mann, der nach dem Unglück weggesperrt wurde, da er als zu gefährlich galt, muss her. Und Jill soll mit ihm zusammenarbeiten, dabei war sie es, die ihn in das Gefängnis gebracht hat. 

    Was nach einer soliden Handlung klingt, ist auch genau das. Leider jedoch auch nicht mehr. Sehr oft war mir das ganze Helden-Getue zu albern (und ich sage das als Marvel-Fan). Der Name "Rookie Heroes" ließ mich eher an ein Kinderbuch denken, dabei sind die Protagonisten 18 Jahre alt. Junge Erwachsene mit Superkräften? Bin ich voll dabei. Junge Erwachsene, die sich selbst ständig als Helden bezeichnen? Weniger. 

    In diesem Buch geht es sehr stark um die Suche der Protagonisten nach ihrem Daseinszweck oder sogar ihrer Daseinsberechtigung. Leider war mir dies ein wenig zu einfach dargestellt. Jill, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, stellt sich und anderen fast dauerhaft Sinnfragen. Gespräche werden geführt, in denen die üblichen "Du bist toll so wie du bist"-Sätze vorkommen. Für mein Gefühl wurde dieser innere Konflikt, der anscheinend auch die anderen Charaktere beschäftigt, zu oberflächlich bearbeitet. Es fehlte mir einfach an Tiefe (und Subtilität). 

    Schwer getan habe ich mich auch mit der Beschreibung der Verwandlung von Corvin in "Dark Chaos", mal ganz abgesehen von den (für mich jedenfalls) recht albernen Superhelden-Namen. Vor allem seine Muskeln wurden dabei andauernd erwähnt und wie sie dann seine Kleidung sprengen. Also sowas wie Hulk in schwarz? Nichts Neues also. 

    Ich hatte mir bei diesem Buch originellere Ideen erhofft, vor allem was die Superkräfte angeht. Leider war ich jedoch sehr oft an die Avengers in jung und unsicher erinnert. Auch die Welt in der sie leben könnte genauso gut Gotham City oder etwas in der Art sein. Sinnsuchende Superhelden gab es auch schon mehrfach in Literatur und Fernsehen. Mir fehlte die Originalität. Ein bisschen davon schien durch, in den Superkräften der anderen, aber das war zu wenig. 

    Gut lesbar war das Buch allerdings trotzdem, nicht zuletzt weil die Dynamik innerhalb der Gruppe ein bisschen Geschwindigkeit gebracht hat.

    Insgesamt eine geradlinige Handlung, der es an Originalität fehlte. Die Charaktere waren mir oft zu platt und albern, hatten jedoch eine gute Dynamik, die dann wieder Schwung gegeben hat. Zudem hatte ich oft das Gefühl, ein Kinderbuch zu lesen, allerdings sind waren manche der Themen nicht Kindergeeignet (Sex zum Beispiel). Die Avengers lassen grüßen, mit anderen Fähigkeiten, aber gleichen Problemen. Nichts wirklich Neues also. 

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    Cover des Buches Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv9783734162084

    Bewertung zu "Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv" von Jodi Taylor

    Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv
    Reebock82vor einem Monat
    Kurzmeinung: Erfrischend andere Art der Zeitreise. Spannend, lustig, bewegend. Absolut empfehlenswert.
    Erfrischend anders

    Madeleine Maxwell beginnt eine neue Stelle im mysteriösen St. Mary's Institut. Dieses dient der historischen Wissenschaft und organisiert Zeitreisen der Forschung wegen. Die Devise: Beobachten und auf keinen Fall eingreifen. Selbstverständlich ist es natürlich nicht so leicht, wie es klingt, schon gar nicht, wenn man Madeleine Maxwell ist. 

    Was in der Beschreibung wie noch ein Zeitreiseroman klingt, stellt sich beim Lesen als erfrischend neue Interpretation des Genres heraus. Da wäre zum einen einmal die Tatsache, dass hier Zeitreisen nicht nur für gefährlich erklärt werden, sondern die Autorin auch wirklich einmal ernst macht. Es sterben Menschen und zwar nicht zu knapp. Trotzdem schafft es der lockere, humorvolle Stil, dass das Buch nicht in ein dramatisches Tief absinkt, sondern stets ein wenig hoffnungsvoll bleibt, selbst, wenn es in der Geschichte gerade sehr hoffnungslos aussieht. Dies rettet auch über das doch ziemlich düstere letzte Drittel hinweg. Ihren Humor verliert Maxwell, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, nie. 

    Sie ist ein wundervoll chaotischer und durch und durch liebenswerter Charakter. Alles andere als perfekt und dabei doch sehr nahbar. Man lacht mit ihr, man weint mit ihr, man fiebert mit. Und das muss man fast dauerhaft, denn geschont wird keiner der Charaktere. Frei nach dem Game of Thrones Motto kann es in diesem Buch wirklich jeden hart treffen. Schlimm für den Leser, denn selbst kleinere Nebencharaktere haben doch genug Tiefe, dass man bei ihnen mitfühlt und sie ungern leiden sieht. 

    Ich hatte sehr großen Spaß an diesem Buch, aber man muss mit schwarzem Humor umgehen können und darf nicht erwarten, dass es hier um wichtige Themen, wie Verlust und Ähnliches geht. Denn obwohl viele Menschen sterben, hängt sich die Handlung wenig an diesen Verlusten auf, lässt kaum Zeit wirklich zu trauern und das war gut so, denn so konnte das Abenteuer weitergehen, um das es hier eigentlich geht. 

    Ist das unrealistisch? Natürlich. Keine Einrichtung würde weiter geöffnet bleiben dürfen bei der Verlustrate, die das St. Mary's hat. Stört es beim Lesen? Überhaupt nicht, denn man (also jedenfalls ich) will einen Abenteuerroman lesen und kein Drama. 

    Ich kann diese Buch jedem empfehlen, der gerne eine humorvolle und doch recht makabere und brutale Abenteuergeschichte lesen möchte und Zeitreisen mag. Vor allem, weil hier nichts romantisiert wird sondern gefühlt harte Fakten geliefert werden. Wie historisch genau das ist? Keine Ahnung, auf jeden Fall fühlte es sich nach gut recherchiertem Hintergrund an. Schön war auch, dass zum Teil "ungewöhnliche" Zeitreiseziele gewählt wurden, zum Beispiel die Kreidezeit.

    Romantik kommt übrigens auch nicht zu kurz, auch wenn selbst diese alles andere als kitschig ist. 

    Insgesamt ein Buch, dass mir unglaublich viel Spaß gemacht hat. Auf jeden Fall eines meiner Highlights 2020. Allerdings darf man hier kein Rubinrot erwarten, sondern vielmehr die Brutalität von Outlander.

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    Cover des Buches Die goldenen Wölfe9783038800262

    Bewertung zu "Die goldenen Wölfe" von Roshani Chokshi

    Die goldenen Wölfe
    Reebock82vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ziemlich komplizierte Welt, die schwer zu begreifen war und dadurch den Lesespaß deutlich reduziert hat.
    Sehr komplizierte Welt

    Es fällt schwer, eine gute Zusammenfassung des Buches zu geben, da es mir von Anfang an schwer gefallen ist, in die Welt zu finden. 

    Das erste, worüber ich gestolpert bin, war das Wort "schmieden". Für mich bis jetzt mit der Vorstellung belegt, ein Metall zu einer bestimmten Form und Funktion zu verarbeiten. Doch in diesem Buch war dann plötzlich die Rede von "geschmiedeten" Kleidern, Blumen und anderen Dingen. Also alles aus Metall, oder wie? Nein, denn in diesem Buch wird das Wort als Verallgemeinerung für alles verwendet, das in irgendeiner Form eine bestimmte Eigenschaft bekommt. So kann geschmiedete Seide bedeuten, dass sie sich im nächsten Moment in ein selbstentflammbares Tuch verwandelt. Um das wirklich zu verstehen und meine Vorstellung damit in Einklang zu bringen hat ein gutes Viertel des Buches gebraucht und mir viel an Lesespaß geraubt. 

    Ich habe auch bis jetzt, nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, Probleme, die Weltenordnung zu verstehen. Da gibt es irgendwie einen Orden, der in unterschiedliche Häuser eingeteilt ist, aber ob das auf der ganzen Welt oder nur in ausgewählten Ländern so ist, wird nicht wirklich erwähnt. Ist er eine Art Regierung? Wird nicht erwähnt. Seine Funktion? Irgendwas mit irgendwelchen Babelfragmenten, die die Schmiedekunst aufrechterhalten. Oder so ähnlich. Seine Struktur? Konnte ich nicht ganz durchschauen. Es gibt einen Chef pro Haus. Wie wird man Mitglied? Auf jeden Fall durch Blutsverwandtschaft, aber doch nicht nur, oder? Man sieht, es bleiben - für mich jedenfalls - unglaublich viele Fragen offen und zwar die ganze Handlung hindurch. Anfangs haben diese mich so sehr gestört, dass ich das Gefühl hatte, ich würde die ganze Geschichte nicht begreifen. 

    Im Endeffekt geht es dann aber doch um eine Handvoll junger Menschen, die für jemand anderen etwas stehlen sollen. Wenn man sich mit dieser Handlung zufrieden gibt und die vielen Fragezeichen im eigenen Kopf ignoriert, ist das Buch ab ungefähr einem Drittel dann auch wirklich spannend. Am Ende lässt es dann einen aber doch mit zu vielen Fragen zurück und - bei mir - ohne große Lust, den wahrscheinlich folgenden zweiten Band zu lesen. 

    Etwas sehr positives sind die unterschiedlichen Charaktere, für die sich die Autorin bei fast allen genug Zeit gelassen hat, um ihnen viel Tiefe zu geben. Sie waren mir sympathisch und ich konnte mit ihnen fiebern. 

    Leider trotzdem für mich eine Enttäuschung. Lässt viel zu viele Fragen offen, lenkt mit einer zu komplexen Weltenordnung von der eigentlichen Handlung ab und setzt zu vieles, was kurz erwähnt wird, als verstanden voraus. 

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    Cover des Buches Der Brief für den König9783407755766

    Bewertung zu "Der Brief für den König" von Tonke Dragt

    Der Brief für den König
    Reebock82vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam und spannend. Ein gutes Ritterbuch für jüngere Fans.
    Für jüngere Leser spannend

    Nachdem ich die neue Serie auf Netflix gesehen habe (die mir im übrigen wirklich gut gefallen hat), wollte ich auch die Buchvorlage dazu lesen. 

    Den Knappen Tiuri trennt noch eine Nachtwache von seinem Ritterschlag. Als jedoch ein Fremder an der Tür klopft und um Hilfe bittet, kann er diesen Ruf nicht ignorieren und verlässt die Kapelle. Von einem fremden Ritter erhält er den Auftrag, einen wichtigen Brief zu einem König im Nachbarland zu bringen. So macht sich Tiuri, gejagt von vielen verschiedenen Rittern, Räubern und anderen, auf den Weg. 

    Dieses Kinderbuch ist sehr gelungen und verständlicher Weise ein großer Erfolg vor allem in den Niederlanden. Es ist spannend und voller Abenteuer. Junge Ritterfans kommen voll auf ihre Kosten. Zwischendurch hat es die eine oder andere kleinere Länge, die aber nicht weiter stört.

    Tiuri ist ein sympathischer, wenn auch etwas naiver junger Mann, in dem sich wahrscheinlich der eine oder andere Junge wiederfinden wird. 

    Insgesamt ein Buch, das wohl in seinem Stil nicht mehr ganz den Nerv der Zeit trifft, jedoch für jüngere Leser durchaus spannend ist. 

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    Cover des Buches Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt9783570401682

    Bewertung zu "Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt" von Rainer M. Schröder

    Abby Lynn - Verbannt ans Ende der Welt
    Reebock82vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend!
    Zum Glück ist dies das 21. Jahrhundert

    Abby Lynn wird aufgrund eines Missverständnisses 1804 in London ins Gefängnis geworfen und später zu der Sträflingskolonie New South Wales in Australien verschifft. 

    Ich hatte das Buch vor Jahren schon einmal gelesen und konnte mich gut daran erinnern, dass es mich sehr beeindruckt hat. Aus der Schule weiß man ja, dass das 19. Jahrhundert keine rosige Zeit war, aber Abby Lynn in diesem Roman auf ihrem Weg von einer Ungerechtigkeit zur nächsten zu begleiten hat noch einmal einen ganz anderen Eindruck der Zustände zu dieser Zeit vermittelt. Besonders auffällig ist dabei, wie viel Mühe sich der Autor bei seinen Recherchen gegeben haben muss. Alles wirkt genauestens überprüft und gibt einem das Gefühl ein sehr realistisches Buch der Zustände damals zu bekommen. 

    Profitiert hat dabei das Buch von einem flüssigen und spannenden Erzählstil, der einen beim Lesen mit vielen Details direkt in das Gefängnis von Newgate versetzt. 

    Mit Abby hat man eine mutige und sehr genau herausgearbeiteten Charakter, deren Lebenswillen, Mut und Dickköpfigkeit bewundernswert, jedoch nicht vollkommen abgehoben und unrealistisch ist. Auch alle anderen Personen, denen sie Laufe der Geschichte begegnet, sind mit Liebe zum Detail beschrieben. 

    Mit diesem Buch habe ich mich keine Minute gelangweilt, sondern habe die ganze Zeit mitgefiebert. 

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    Cover des Buches Was so in mir steckt9783570165539

    Bewertung zu "Was so in mir steckt" von Barry Jonsberg

    Was so in mir steckt
    Reebock82vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Lesevergnügen, das Mut macht.
    Mut zu sich selbst

    Als sich der 13-jährige Rob in ein Mädchen aus seiner Schule verliebt, ändert sich sein Leben schlagartig. Irgendwie muss er ihre Aufmerksamkeit erlangen. Leichter gesagt, als getan, wenn man von zu viel Rampenlicht Panikattacken bekommt und generell in seiner eigenen Schüchternheit feststeckt. Zum Glück wissen Robs Großvater und sein bester Freund Andrew rat. Und dann sind da noch die geheimnisvollen SMS, die Rob vor die schwierige Aufgabe stellen, er selbst zu sein. 

    Der Roman von Barry Jonsberg begleitet Rob aus seinem Weg zu sich selbst. Dabei sprüht die Geschichte vor Lebensfreude und viel (manchmal schwarzem) Humor, schafft es allerdings gleichzeitig auch, seine Ernsthaftigkeit nicht zu verlieren. 

    Mit Rob hat Jonsberg einen absolut liebenswerten Charakter geschaffen, der den Leser mit viel Selbstironie ans seinen Gedanken teilhaben lässt und seine Geschichte mit einem Augenzwinkern erzählt. Tatkräftig unterstützt wird er bei allem von seinem schrulligen, schwarz-humorigen Großvater, dessen Ratschläge Rob schätzt und mit mehr oder minder großem Erfolg befolgt. 

    So entwickelt sich die Geschichte langsam, während man Rob auf seinem Weg zu mehr Selbstvertrauen begleitet. Man könnte die Handlung als ein gemütliches Rauschen bezeichnen, denn die große Spannung fehlt hier ein wenig. Dies wird aber durch den fesselnden Schreibstil wettgemacht, der selbst schnöde Ereignisse durch Robs ironische und humorvolle Erzählung lebendig werden lässt. 

    Auf diese unaufgeregte, bodenständige Art behandelt das Buch viele Themen, die Jugendliche beschäftigt, aber auch Erwachsene nicht kaltlässt und wartet am Ende noch mit einer kleinen Überraschung auf. (Ein Tipp an dieser Stelle an all diejenigen, die wie ich die Danksagung gerne am Anfang oder zwischendurch einmal lesen: Man sollte sie  erst ganz am Schluss lesen, denn sie enthält leider einen riesigen Spoiler.)

    Ein Lesevergnügen, das Jugendlichen Mut machen kann, berührt, inspiriert und zum Lachen bringt.

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    Cover des Buches Firelight – Brennender Kuss9783785579237

    Bewertung zu "Firelight – Brennender Kuss" von Sophie Jordan

    Firelight – Brennender Kuss
    Reebock82vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Viel versprechender Anfang, hat dann aber deutlich nachgelassen.
    Viel versprechend mit enttäuschendem Ende

    Jacinda ist eine Draki, eine Art Drachenmensch, und lebt mit ihrem Rudel in Abgeschiedenheit. Als sie von Jägern beinahe getötet wird, beschließt ihre Mutter, mit ihr und ihrer Schwester das Rudel zu verlassen. Ein neues Leben beginnt für Jacinda. Sie muss zur Highschool und gleichzeitig versuchen zu verbergen, wer sie wirklich ist. Da verliebt sie sich ausgerechnet in den Draki-Jäger Will. 

    Der Inhalt klingt ziemlich schnulzig... und er ist es auch. Am Anfang hält sich jedoch Kitsch und Spannung einigermaßen die Waage. Die Handlung ist spannend und gut zu lesen. Die Autorin hält sich nicht lange mit einleitenden und erklärenden Worten auf, sondern beginnt direkt mit der Geschichte. Auf jeden Fall ein Pluspunkt. Man ist gleich mittendrin. 

    Ansonsten hat das Buch nicht wirklich etwas, das heraussticht. Die Charaktere sind einfach gehalten und im Grunde mal wieder typische Jugendbuch-Protagonisten. Will sieht natürlich (welch Überraschung) umwerfend aus und alle Mädchen wollen ihn haben. Er will aber selbstverständlich kein langweiliges Highschool-Mädchen oder, Gott bewahre, eine Highschool-Zicke. Wo kämen wir denn da hin, wenn sich ein umwerfender junger Mann für ein schnödes Mädel interessiert. Das ist dann ein anderes Genre. 

    Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr Momente gibt es, die so schon in zig anderen Büchern vorkamen. Nichts Neues. Lediglich die Charaktere und das Setting ein bisschen ausgetauscht. Mich hat das ein wenig enttäuscht, denn am Anfang hat mich das Buch wirklich überzeugt. Es gibt eine Art Wendung im Buch (nichts überraschendes, kann es jedoch nicht genauer benennen, ohne zu spoilern), nach der ich das Gefühl hatte, der ganze Stil und die ganze Handlung hätten sich gleich mit gewandelt. Danach ist es wirklich ein Abklatsch vieler anderer Jugendbücher und nur noch rumgesülze. 

    Schade. Meiner Meinung nach wurde da gegen Ende deutlich Potential verschenkt. Ich werde die Folgebände nicht mehr lesen.

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    Ich lese gerne und viel. Am liebsten Jugendbücher, YA, Fantasy und historische Romane. Daneben bin ich auch ein großer Film- und Serienfan. Ich freue mich immer besonders über gelungene Romanverfilmungen.
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