RueSar

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    Cover des Buches Katzen würden Mäuse kaufen9783426787687

    Bewertung zu "Katzen würden Mäuse kaufen" von Hans-Ulrich Grimm

    Katzen würden Mäuse kaufen
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zeigt die Skrupellosigkeit, welche mit unseren Tieren betrieben wird auf. Dabei ist alles mit Fakten hinterlegt.
    Katzen würden Mäuse kaufen

    Beim Recherchieren welches Futter für meine zwei Stubentiger das geeignetste wäre, stieß ich immer wieder auf dieses Buch, mit dem Hinweis, dass jeder Katzenbesitzer es gelesen haben sollte. Daher bestellte ich mir kurzerhand „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm und war gespannt, was mich wohl erwarten würde.

    Zu allererst möchte ich erwähnen, dass das Buch mittlerweile überarbeitet wurde und somit sehr aktuell ist. Das schafft natürlich einen realeren Bezug zum Umfeld, denn bei vielen Dingen denkt man sich, dass das heutzutage eigentlich gar nicht mehr vorkommen darf.

    Hans-Ulrich Grimm beschönigt in seinem Buch nichts. Für sehr sensible Mägen ist das Buch deshalb vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert. Der Schreibstil des Autors liest sich beinahe wie eine mitreißende Rede. Er erzählt von realen Fällen und untermauert diese mit Fakten. Dabei gibt es am Ende des Buches sogar eine seitenlange Quellenangabe, womit jeder Leser selber recherchieren kann. Überdenkt man am Ende des Kapitels das Gelesene, so wird einem schnell klar, dass Hans-Ulrich Grimm einen sehr umherführen kann. Dinge, die eigentlich nichts mit dem Kapitel zu tun haben baut er geschickt ein.

    Was mich dann aber doch etwas genervt hat ist, dass er sich teilweise wiederholt. Oder, dass am Ende des Buches keine richtigen Vorschläge gemacht werden, wie man die Tiere besser füttern sollte. BARF oder selber kochen (was für Katzen wiederum eher ungeeignet ist) werden als die einzig richtigen Alternativen erwähnt.

    Fazit

    „Katzen würden Mäuse kaufen“ zeigt die Skrupellosigkeit, welche mit unseren Tieren betrieben wird auf. Dabei ist alles mit Fakten hinterlegt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Codex Alera 1 - Die Elementare von Calderon9783442269372

    Bewertung zu "Codex Alera 1 - Die Elementare von Calderon" von Jim Butcher

    Codex Alera 1 - Die Elementare von Calderon
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der erste Band von Codex Alera „Die Elementare von Calderon“ von Jim Butcher ist ein spannender Reihenauftakt.
    Die Elementare von Calderon

    „Die Elementare von Calderon“ von Jim Butcher befand sich schon seit längerem Zeitraum in meinem Besitz und es wurde Zeit, dass es gelesen wird. Der Beginn war für mich allerdings etwas schwer, und das Buch konnte mich erst nach ca. einem Drittel fesseln. Das lag aber wohl eher an der Tatsache, dass ich kaum zum Lesen gekommen bin und somit immer wieder in die Geschichte zurückfinden musste.

    Das Konzept von Jim Butcher ist sehr einfallsreich. Jeder Mensch besitzt einen Elementar und kann diesem Befehle erteilen. Das beginnt bei einfachen Dingen wie Tränen zurückhalten und endet bei mächtigen Heilungen und Beschwörungen. Und der „Held“ Tavi? Der ist im Gegensatz zu manch anderen Fantasyromanen nicht mit besonders mächtigen Fähigkeiten ausgestattet, sondern besitzt gar keinen Elementar und ist somit eigentlich sehr benachteiligt. Die Protagonisten wirken allesamt sehr glaubhaft und auf ihre eigene Art und Weise auch sympathisch.

    Der Schreibstil von Jim Butcher ist sehr schön flüssig zu lesen und man kann sich die Welt gut vorstellen. Nur bei den Elementaren hatte ich anfangs etwas Probleme, sie mir vorzustellen.

    Wie bereits erwähnt hatte ich leichte Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Gegen dem Ende hin konnte ich das Buch jedoch kaum mehr aus der Hand legen. Die Spannung stieg enorm an und die Ereignisse überschlugen sich beinahe. Trotzdem fehlte mir das „gewisse Etwas“, was für mich ein Buch genial macht. Es ist zwar wirklich ein originelles, spannedes Buch, aber ich hätte mir einfach noch etwas mehr gewünscht.

    Fazit

    Der erste Band von Codex Alera „Die Elementare von Calderon“ von Jim Butcher ist ein spannender Reihenauftakt. Daher gibt es 4 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches The Name of the Wind9780756404741

    Bewertung zu "The Name of the Wind" von Patrick Rothfuss

    The Name of the Wind
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Einer der besten Fantasyromane die ich bisher gelesen habe.
    The Name of The Wind“ von Patrick Rothfuss

    Kennt ihr das, wenn ihr Ewigkeiten für ein Buch braucht? Aber nicht, weil es schlecht oder so langweilig ist, sondern weil ihr einfach nicht möchtet, dass dieses wunderbare Buch zu Ende geht und ihr möglichst lange darin verweilen wollt? Genau so ist es mir nämlich mit „The Name of The Wind“ von Patrick Rothfuss ergangen.

    Der Fantasyroman ist ganz anders als alles bisher gelesene. Man muss sich von Beginn an im Klaren sein, dass es eine besondere Geschichte ist, die nicht von Heldentaten sondern vor allem durch seine dichte Atmosphäre lebt. Es gibt keine heroische Krieger und/oder Schlachten, stattdessen erzählt Kvothe seine Geschichte, also eigentlich ist es beinahe mehr eine Autobiographie.

    Wie schon erwähnt, lebt das Buch von seiner dichten Atmosphäre und dem wunderbaren Schreibstil. Jedes mal wenn ich das Buch zuklappen musste, brauchte ich kurze Zeit um mich zu orientieren, denn ich war vollends in die Welt von „The Name Of The Wind“ abgetaucht. Der Autor schafft es, die einfachsten Dinge und Handlungen so wunderbar zu beschreiben, dass man einfach immer mehr lesen möchte. Es gibt zwar keine großen Schlachten oder ähnliches, aber die actionreichen Szenen kommen dennoch nicht zu kurz. Die Geschichte hat dabei so viel Tiefgang und bis ins letzte Detail ausgearbeitete Charaktere, dass sie den Leser sehr schnell in seinen Bann zieht und nicht mehr los lässt.

    Patrick Rothfuss Schreibstil ist wirklich grandios, und das macht das Buch so extrem gut. Jedes einzele Wort und jede Formulierung passen zu hundert Prozent und wirken, als wären sie mehrmals überdacht worden. Es gab keine einzige Stelle, wo ich mir nur ansatzweise dachte, dass die Wortwahl hier etwas besser sein könnte.
    Und genau wegen diesem Schreibstil habe ich auch beschlossen das Buch in Englisch zu lesen. Ich wollte nicht von Übersetzern abhängig sein, sondern bei einem so hochgelobten Buch die eigenen Worte des Autors lesen. Und ich war wirklich traurig, als ich das Buch beendet hatte, da ich mich noch nicht von dieser großartigen Geschichte losreissen wollte/konnte.

    Fazit

    Einer der besten Fantasyromane die ich bisher gelesen habe. „The Name Of The Wind“ lebt durch seine dichte Atmosphäre und durch den Schreibstil von Patrick Rothfuss. Daher gibt es 5 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Die Farben der Magie9783492285100

    Bewertung zu "Die Farben der Magie" von Terry Pratchett

    Die Farben der Magie
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: „Die Farben der Magie“ von Terry Pratchett ist ein wirklich bizarrer, aber verwirrender und nicht gerade einfacher Fantasyroman.
    Die Farben der Magie von Terry Pratchett

    Terry Pratchetts erster Scheibenwelt-Roman „Die Farben der Magie“ hinterlässt bei mir sehr gemischte Gefühle. Einerseits fand ich den Roman irgendwie toll, andererseits fragte ich mich speziell am Anfang, ob ich wirklich weiter lesen sollte.

    Am Anfang lernt der Leser zuerst etwas über die bizarre Scheibenwelt und wird dann relativ schnell mit den beiden Hauptprotagonisten Rincewind und Zweiblum bekannt gemacht. Rincewind ist ein Pseudo-Zauberer und Zweiblum verkörpert einen Touristen, der sämtlichen Gefahren zum Trotz alles sehen möchte. Diese beiden Charaktere sind sehr originell und besitzen auch Tiefgang. Allerdings war mir der tollpatschige Rincewind gerade in den Kämpfen manchmal etwas zu gut und daher nicht ganz glaubwürdig.

    Man kann über die Scheibenwelt sagen was man will, aber eines muss man Terry Pratchett lassen: seine Welt ist wirklich außergewöhnlich, originell und bizarr. Nichts ist wie es scheint.
    Aber was den Schreibstil des Autors betrifft, fand ich diesen doch mehr als gewöhnungsbedürftig und sehr kompliziert. Mir ist natürlich bewusst, dass genau dieser Schreibstil den Stil bzw. Flair von Terry Pratchett ausmacht, aber mir persönlich waren doch etwas zu viele „komplizierte“ Wörter und Formulierungen eingebaut. Speziell am Anfang hatte ich teilweise keinen Überblick, wo sich die Charaktere gerade befanden und war einfach nur komplett verwirrt. Im späteren Verlauf hatte ich damit immer weniger Probleme. Die Story ist zwar irgendwie interessant, wirkt aber sehr vollgestopft und unzusammenhängend. Dadurch geht stellenweise der rote Faden der Geschichte etwas verloren.

    Der Grund wieso ich trotzdem (beinahe wie besessen) weiter gelesen habe, ist die wirklich faszinierende und komplett bizarre Welt. Der Roman ist einfach so abgedreht, dass er irgendwie schon wieder gut ist und ich immer weiter und weiter las. Dennoch wünschte ich mir sehr oft einfachere und ausführlichere Formulierungen.

    Fazit

    „Die Farben der Magie“ von Terry Pratchett ist ein wirklich bizarrer, aber verwirrender und mit nicht gerade einfachen Formulierungen vollgestopfter Roman. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Mind Control9783453270862

    Bewertung zu "Mind Control" von Stephen King

    Mind Control
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Stephen Kings „Mind Control“ ist ein extrem spannendes Buch mit ernstem Thema und ein mehr als gelungener Abschluss der Bill Hodges Trilogie
    Mind Control

    „Mind Control“ ist der dritte und abschließende Band der „Bill Hodges Triologie“ von Stephen King. Doch im Gegensatz zu den beiden Vorgängern kehrt King hier teilweise zu seinen Wurzeln zurück und baut etwas Übernatürliches ein. Dennoch bleibt das Buch in erster Linie eine Detektivgeschichte. Für die Story ist es von Vorteil, wenn man sich schon mit der Serie rund um Bill Hodges beschäftigt hat, da es doch einige Verweise auf die beiden Vorgänger gibt. Ich habe es bis jetzt allerdings noch immer nicht geschafft den ersten Band „Mr. Mercedes“ zu lesen, was ich aber definitiv noch nachholen werde.

    Was am Ende des zweiten Bandes „Finderlohn“ schon angedeutet wird, bestätigt sich im dritten Band: Brady Hartsfield, alias der Mercedes-Killer, hat sein Bewusstsein wieder erlangt und besitzt tödliche neue Kräfte. Damit möchte er dort weitermachen, wo er unterbrochen wurde. Diese neuen Kräfte sind eher übernatürlicher Natur, obwohl im Buch teils eine Erklärung dafür geliefert wird.

    Die Story ist in kurze Kapitel unterteilt und wird mal aus der Sicht von Hodges, mal aus der Sicht von Hartsfield beschrieben. Daher besitzt der Leser natürlich im Gegensatz zu Hodges viel mehr Informationen zum wahren Verbrechen, was das ganze aber umso spannender macht. Immer stärker hofft man darauf, dass der Detektiv doch endlich auf die richtige Spur kommt und somit dem Grauen ein Ende bereiten kann. Doch im Nachhinein betrachtet haben Hodges und sein Team die ganze Zeit über richtig gehandelt und den Fall eigentlich auch schnell gelöst.
    Durch die wechselnden Perspektiven ist der Roman von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend. Selbst Hintergrundinformationen werden sehr spannend und häppchenweise verpackt geschildert. Ich persönlich fand diesen Teil besser und spannender als „Finderlohn“.

    Stephen Kings Schreibstil ist auch in diesem Band wunderbar flüssig zu lesen und man kommt daher sehr schnell voran. Gekonnt schafft es der Autor Spannung aufzubauen und diese auch durchgehend zu halten. In gewohnter King-Manier haben die Protagonisten eine unglaubliche charakterliche Tiefe und man fühlt, bangt und hofft mit ihnen mit. Dass die Charaktere dabei nicht von Schicksalsschlägen verschont bleiben, verleiht dem Roman nur umso mehr Glaubwürdigkeit. Zusätzlich baut King ein sehr ernst zu nehmendes Thema ein, nämlich Selbstmorde bzw. Selbstmordwellen.

    Fazit

    Stephen Kings „Mind Control“ ist ein extrem spannendes Buch mit ernstem Thema und ein mehr als gelungener Abschluss der „Bill Hodges Trilogie“. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Königsklingen9783453532526

    Bewertung zu "Königsklingen" von Joe Abercrombie

    Königsklingen
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: In „Königsklingen“ zeigt Joe Abercrombie nochmal sein ganzen Können und überzeugt mit unerwarteten Wendungen.
    Königsklingen von Joe Abercrombie

    Zwischen dem zweiten Band „Feuerklingen“ und dem dritten Band „Königsklingen“ ist ein kleiner Zeitsprung von ca. 3 Monaten vorhanden. Das tut der Geschichte allerdings keinen Abbruch, sondern trägt nur dazu bei, dass der Leser eine weniger spannende und ereignisreiche Zeit überspringen kann. Durch diesen Zeitsprung werden auch gleich am Beginn (leider weniger spektakulär als erhofft) einige Handlungsstränge zusammengeführt. Dadurch bilden sich neue Gruppierungen der Protagonisten.

    Die Story hat in diesem Band ein sehr schnelles Tempo, ständig passiert irgendetwas neues. Aufstände, Kriege, Zweikämpfe, Intrigen und Machtwechsel geben sich die Türe in die Hand. Dabei gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, die bis zum Schluss überzeugen können. Obwohl der dritte Band von der First-Law-Trilogie nur so von Kämpfen strotzt, kommen die Entwicklungen und persönlichen Geschichten der bekannten Protagonisten auch nicht zu kurz. Immer wieder baute der Autor Passagen ein, wo der Leser wieder an die privaten Probleme der Charaktere erinnert wird und sie dabei begleitet. Der Autor scheut sich aber nicht bekannte und lieb gewonnene Charaktere aus dem Leben scheiden zu lassen bzw., wie die Nordmänner sagen würden, wieder zu Schlamm werden zu lassen.
    Der Roman ist durch die vielen Geschehnisse so extrem spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

    Die Charaktere entwickeln sich auch im dritten Band ständig weiter. Manche erleben dabei eine extrem große Verwandlung, wie etwa Jezal dan Luthar, manche eher in schleichender Geschwindigkeit, wie etwa Logen. Doch bei allen ist diese Weiterentwicklung nachvollziehbar und wenn man sich an den Anfang des ersten Bandes erinnert, sind die Veränderungen teilweise doch sehr (positiv) überraschend.

    Der Schreibstil von Joe Abercrombie ist auch im dritten Band wieder wie gewohnt und es macht einfach Spaß seine Formulierungen zu lesen. Dazu gibt es natürlich wieder eine Portion schwarzen Humor, raue Formulierungen und wunderbare Beschreibungen von Kämpfen und Landschaften..
    Jedoch gab es ein paar Sätze, in denen ein sehr neumodernes Wort verwendet wurde, was für die mittelalterliche Welt einfach nicht ganz passend erscheint. Allerdings kann dies auch aufgrund der Übersetzung sein und da dies wirklich nur ganz selten ist, mache ich dem Autor dafür keine Vorwürfe.

    Fazit

    In „Königsklingen“ zeigt Joe Abercrombie nochmal sein ganzen Können und überzeugt mit unerwarteten Wendungen. Da ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, gibt es 5 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Feuerklingen9783453532533

    Bewertung zu "Feuerklingen" von Joe Abercrombie

    Feuerklingen
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: In „Feuerklingen“ nimmt die Story rasant an Fahrt auf und bleibt vom Anfang bis zum Ende stets spannend.
    Feuerklingen von Joe Abercrombie

    Im ersten Teil der Trilogie „Kriegsklingen“ bemängelte ich noch, dass die Geschichte nicht wirklich schnell in Fahrt kommt. Das ändert sich aber im zweiten Teil rapide und die Geschichte ist vollgepackt mit Handlungen und Wendungen. Aber ich fange am besten von vorne an.

    Da ich den zweiten Teil sofort nach dem ersten gelesen habe, fiel mir der Einstieg in die Geschichte sehr einfach. Es gibt keine Wiederholungen vom ersten Band und der Leser ist sofort wieder mitten in der Geschichte. Wurden in „Kriegsklingen“ noch die Charaktere und deren Problematiken vorgestellt, begeben sie sich nun in verschiedenen Gruppen und Konstellationen auf ihre Reise. Dabei gilt es Schlachten an zwei Fronten zu schlagen, bis ans Ende der Welt zu marschieren, dabei Wetter und Feind zu trotzen und natürlich die ganz persönlichen Probleme zu bewältigen. Dass dies natürlich alles sehr spannend geschrieben ist, versteht sich beim Schreibstil von Joe Abercrombie fast von selbst.
    Durch die teils grundverschiedenen Charaktere der Protagonisten müssen diese lernen, zusammen zu arbeiten und zusammen zu halten. Vor allem bei dem anfänglich noch sehr selbstverliebten Jezal Luthar kann der Leser dadurch eine große charakterliche Veränderung miterleben. Aber auch der scheinbar gefühlslose Inquisitor Glokta scheint teilweise doch etwas ähnliches wie Gefühle zu besitzen.
    Außerdem erfährt der Leser in diesem Band sehr viel über die Geschichte der Magi, einem Orden von Magiern, und bekommt langsam eine Vorstellung davon, in welch ernstem Krieg die Protagonisten wirklich stecken.

    Durch die Aufteilung und die verschiedenen Aufgaben der Gruppen bzw. der Protagonisten gibt es mehrere Handlungsstränge. Die Anzahl und Häufigkeit der Handlungsstränge wurde dabei so gewählt, dass der Leser immer einen schönen Überblick hat, was gerade an jenem Ort passiert. Ich bin jedoch schon sehr gespannt darauf, wie (und ob) Joe Abercrombie diese Handlungen im dritten Teil zusammenführt, da die verschiedenen Gruppen derzeit teilweise noch gar nichts miteinander zu tun haben.

    Auch wenn der zweite Band nur so von spannenden Ereignissen und Kriegen strotzt, bleibt noch genug Raum für den schwarzen Humor und den rauen Schreibstil des Autors. Ich habe schon in meiner Rezension zu „Kriegsklingen“ erwähnt, dass die Sprache im Roman teilweise sehr rau ist, was aber toll zur Stimmung passt.
    Allerdings gibt es ein Phrase, die im Verhältnis sehr oft vorkommt und mittlerweile etwas nervt: „XY saugte an seinem Zahnfleisch„. Besonders bei Inquisitor Glokta kommt dieser Satz (oder in ähnlicher Form) sehr oft vor.
    Sieht man jedoch über diese Phrase hinweg, so bekommt der Leser einen sprachlich sehr passenden und bildlichen Schreibstil, der stets flüssig zu lesen ist. Auch der Spannungsbogen bleibt relativ konstant vom Anfang bis zum Ende erhalten und der Autor kann am Ende mit einer noch sehr spannenden Wendung überzeugen.

    Fazit

    In „Feuerklingen“ nimmt die Story rasant an Fahrt auf und bleibt vom Anfang bis zum Ende stets spannend. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Kriegsklingen9783453314405

    Bewertung zu "Kriegsklingen" von Joe Abercrombie

    Kriegsklingen
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: „Kriegsklingen“ von Joe Abercrombie ist ein toller Auftakt zur Trilogie, wo die einzelnen Charaktere gut vorgestellt werden.
    Kriegsklingen von Joe Abercrombie

    Die „The First Law Trilogie“ von Joe Abercrombie stand schon lange auf meiner Liste von Büchern, die ich unbedingt lesen möchte. Mit dem ersten Teil „Kriegsklingen“ habe ich nun eine Reise begonnen, die wohl nicht so schnell enden wird.

    Im ersten Band der Trilogie lernt der Leser die verschiedensten Charaktere kennen. Da gibt es den wilden, aber tiefsinnigen Nordmann; den verkrüppelten und verbitterten Inquisitor; den jungen, selbstverliebten Soldaten und noch einige mehr. Und genau diese Charaktere sind für mich auch beinahe das Highlight dieses Buches. Sie sind alles andere als „Ideale“. Sie sind ungehobelt, unsympathisch, ja teilweise beinahe schon abstoßend und dennoch extrem faszinierend. Joe Abercrombie hat es geschafft, seine Protagonisten sehr einzigartig zu gestalten und ihnen somit viel Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit einzuhauchen. Jeder Charakter bringt seine ganz eigenen Probleme und eigene Vergangenheit mit und somit entsteht ein sehr unterhaltsamer und abwechslungsreicher Mix an Persönlichkeiten.

    Die Story jedoch entwickelt sich nur langsam. Der Leser wird zu Beginn mitten in die Problematik der jeweiligen Person hineingeworfen und findet sich somit langsam in der Welt zurecht. Immer abwechselnd begleitet der Leser somit die Charaktere. Am Anfang scheint es noch sehr abwegig, dass diese Personen jemals etwas miteinander zu schaffen haben könnten, aber umso weiter die Geschichte vorschreitet umso wahrscheinlicher erscheint es dem Leser. Jedoch kommt durch das „Vorstellen“ der Protagonisten und deren Probleme die eigentliche Story nur recht langsam voran und benötigt etwas Startzeit. Das Buch ist zwar durchgehend spannend geschrieben, aber dennoch wünschte ich mir gerade am Ende etwas mehr Story.

    Das langsame Vorankommen der Geschichte wird jedoch durch Joe Abercrombies Schreibstil verschmerzt. Ich empfand das Buch an keiner Stelle als langweilig und konnte es kaum aus der Hand legen. Der Autor schafft es, den Spannungsbogen von Beginn an aufrecht zu erhalten und am Ende sogar noch zu erhöhen. Auch die Umgebung, in der die Geschichte spielt, beschreibt er sehr bildlich. Außerdem sind auch die Kämpfe sehr detailliert und grausam beschrieben. Er scheut sich nicht davor, Folter in allen Details zu Papier zu bringen. Also für alle die nicht so gerne blutige Beschreibungen lesen: überlegt es euch vielleicht doch nochmal, die Trilogie zu lesen. Zusätzlich sollte man sich im Klaren sein, dass die Sprache teilweise sehr rau ist und es Witze gibt, für die man den Humor des Autors teilen muss.

    Fazit

    „Kriegsklingen“ von Joe Abercrombie ist ein toller Auftakt zur Trilogie, wo die einzelnen Charaktere gut vorgestellt werden. Jedoch kommt dadurch die Story nur sehr langsam ins Rollen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Love Is For Tomorrow: Thriller9781519368386

    Bewertung zu "Love Is For Tomorrow: Thriller" von Michael Karner

    Love Is For Tomorrow: Thriller
    RueSarvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der Agententhriller hätte grundsätzlich Potenzial.Doch zu wenig Details und zu viele handelnde Personen/Orte machen das Buch sehr verwirrend
    Love Is For Tomorrow von Michael Karner

    „Love Is For Tomorrow“ ist ein Agententhriller mit vielen Schauplätzen und handelnden Personen. Die Geschichte dreht sich um die Jagd nach einer Bombe, welche Russland schwer treffen soll. Aber ich muss sagen, dass ich selbst nach beenden des Thrillers das Gefühl habe noch immer nicht alles verstanden zu haben. Das hat mehrere Gründe.

    Die Protagonisten sind sehr zahlreich und vor allem am Anfang verlor ich etwas den Überblick. Dass die Personen einmal mit Vor- und einmal mit Nachnamen genannt werden hat natürlich nicht sehr geholfen mir einen Überblick zu verschaffen. Außerdem bleiben die Protagonisten sehr flach, da man kaum etwas von ihnen persönlich erfährt. Bei einigen wird sogar auf eine (vermutlich) bedeutsame Vergangenheit angespielt, aber mehr Details bekommt der Leser nicht. Dadurch erwachen die Figuren einfach nicht wirklich zum Leben. Auch die Handlungen der Protagonisten sind daher nicht immer nachvollziehbar.

    Auch die Erzählstränge sind leider etwas durcheinander. Mir ist bewusst, dass genau dieses ständige Wechseln der Orte und Perspektiven auch für die Spannung gut ist, aber hier ist dies einfach verwirrend. Gerade befindet man sich noch an einem Ort und im nächsten Moment ist die Handlung am anderen Ende der Welt. Wäre ja grundsätzlich nicht so schlecht, da der Thriller dadurch rasant wird, aber die „Verfolgung“ durch die verschiedensten Länder und Schauplätze ergab für mich teilweise einfach keinen Sinn. Wieso verlagert sich die Geschichte plötzlich genau an diesen Ort bzw. was ist der Sinn dahinter? Darauf erhält der Leser leider keine Antworten.

    Kommen wir aber nun zum Schreibstil des Autors. Ich brauchte wirklich lange, damit ich mich daran gewöhnte. Als schnelle Leserin sprang ich anfangs oft zum Anfang eines Satzes zurück, da der Satzbau teilweise etwas schwer zu verstehen ist. Wenn man sich aber erst einmal eingelesen hat, ist der Schreibstil doch flüssiger zu lesen und zum Ende hin hatte ich kaum mehr Schwierigkeiten damit.

    Nach so vielen eher negativen Gedanken zum Buch möchte ich aber auch positives erwähnen. Der Thriller hat Potenzial. Die Geschichte ist grundsätzlich spannend aufgebaut. Auch dass der Leser lange nicht weiß, welche Seite gut und welche böse ist, trägt zur Spannung bei. Aber etwas mehr Details und vor allem Hintergründe wären sehr positiv.

    Fazit

    Der Agententhriller hätte grundsätzlich Potenzial. Doch zu wenig Details und zu viele handelnde Personen und Orte machen das Buch sehr verwirrend. Daher gibt es 2 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Wédora – Staub und Blut9783426654033

    Bewertung zu "Wédora – Staub und Blut" von Markus Heitz

    Wédora – Staub und Blut
    RueSarvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: „Wédora – Staub und Blut“ ist ein lesenswerter Fantasyroman mit tollem Setting und einer spannenden Story.
    Wédora von Markus Heitz

    In „Wédora – Staub und Blut“ entführt der Autor Markus Heitz in ein eher ungewöhnliches Fantasysetting, nämlich in die Wüste. Wédora ist eine riesige Stadt umgeben von einem Sandmeer. Genau dorthin verschlägt es die beiden Hauptprotagonisten Liothan und Tomeija, welche aber beide wieder unbedingt nach Hause wollen.

    Das Setting der Story ist Heitz wirklich sehr gut gelungen. Die Stadt in der Wüste bietet eine tolle, einfallsreiche Umgebung mit einer interessanten Tierwelt und spannenden Kulturen. Durch den bildhaften Schreibstil des Autors und der schönen Karte zu Beginn konnte ich mir die Stadt wunderbar vorstellen. Der Leser wird dabei nicht einfach in eine komplett fremde Welt geworfen, sondern entdeckt sie, gemeinsam mit den Protagonisten, Stück für Stück.

    Allerdings spielt die Geschichte nicht nur in Wédora. Am Anfang befinden sich Liothan und Tomeija noch zu Hause in einer anderen Welt. Doch auch während sich diese beiden Charaktere in der Stadt befinden, verfolgt der Leser durch einen eigenen Handlungsstrang die Geschehnisse in jener anderen Welt. Die Handlungsstränge wechseln sich dabei immer wieder ab, und ein Kapitel ist meist in zwei bis drei unterteilt.
    Am Ende jedes Kapitels findet der Leser noch Abschriften aus irgendwelchen Büchern aus Wédora. Allerdings überlas ich diese sehr kurzen Beschreibungen öfters, da nicht immer etwas Interessantes darin zu finden war.

    Der Schreibstil von Markus Heitz ist durchgehend flüssig zu lesen. Die Charaktere handeln glaubwürdig und wachsen mit ihren Aufgaben. Auch die Spannung kommt im Buch keinesfalls zu kurz, immer weiter entwickeln sich die Geschehnisse, bis es dann zum Showdown kommt.
    Doch genau der Showdown ist auch mein einziger Kritikpunkt im Roman. Ich hatte mir eindeutig mehr erwartet, vor allem da im Klappentext etwas von einem gewaltigem Krieg zu lesen ist. Das Ende ist zwar sehr spannend geschildert, aber dennoch etwas zu kurz gehalten. Auch bleiben einige Fragen offen, auf die der Leser zumindest in diesem Teil keine Antworten bekommt. „Wédora“ ist zwar ein allein stehender Roman mit abgeschlossener Handlung, könnte aber somit leicht eine Fortsetzung spendiert bekommen.

     

    Fazit

    „Wédora – Staub und Blut“ ist ein lesenswerter Fantasyroman mit tollem Setting und einer spannenden Story. Der Showdown ist jedoch etwas zu kurz geraten, daher gibt es 4 von 5 Sternen.

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