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Sabine_Hartmann

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    Cover des Buches Das wirkliche Leben9783423282130

    Bewertung zu "Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné

    Das wirkliche Leben
    Sabine_Hartmannvor 18 Tagen
    Highlight

    Adéline Dieudonné lässt ein anfangs zehnjähriges Mädchen von ihrem Leben in einer Stadtrandsiedlung erzählen. Dort herrscht teils Idylle – Wald in der Nähe, nette Nachbarn, ein Schrottplatz zum Spielen und Entdecken. Gleichzeitig schleicht sich der geheime Horror, der hinter allem lauert, bereits auf den ersten Seiten ein. In der Familie herrscht ein gewalttätiger Vater, völlig kompromisslos. Alle sind seinen Launen unterworfen, Mutter, die Tochter und der kleine Bruder Gilles.

    Ein erschreckendes Ereignis verändert das Leben, weil der immer fröhliche Gilles sich verwandelt. Von diesem Moment an unternimmt die namenlose Protagonistin alles, um den Bruder zurückzubekommen, den sie vor dem Ereignis immer beschützt hat.

    Dass sie intelligent ist und immer erwachsener, also weiblicher wird, lässt ihr Leben nicht einfacher werden.

    Da Dieudonné konsequent in der Perspektive ihrer Protagonistin bleibt, erleben die Leser ihre Entwicklung hautnah mit. Das geht beim Lesen an die Nieren. Gleichzeitig entwickelt die aufkeimende Hoffnung, dass sie stark genug wird, um dem Milieu zu entkommen, eine unheimliche Sogwirkung.

    Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz, dazwischen liegen oft lange Zeiträume, trotzdem wirkt alles wie aus einem Guss und die Entwicklungsschritte der Protagonistin sind gut nachzuvollziehen.

    Ein wirklich spannendes, überaus intensives Buch.

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    Cover des Buches Die Königin von Berlin9783426282328

    Bewertung zu "Die Königin von Berlin" von Charlotte Roth

    Die Königin von Berlin
    Sabine_Hartmannvor einem Monat
    Sperrig, aber genial

    Es gibt so Bücher, die sperren sich. Man fängt an zu lesen, voller Vorfreude, weil man den Klappentext kennt und die Leseprobe gelesen hat, doch dann hakt es, man kommt nicht so recht hinein.

    Doch bei diesem Buch aus dem Berlin des vorigen Jahrhunderts lohnt es sich, trotzdem dran zu bleiben. Man lernt Carola Neher kennen, eine junge Frau, die Ziele hat und sich nicht davon abhalten lässt, diese auch anzustreben. Sie geht zuerst nach Baden Baden und lernt dort den Dichter Klabund kennen. Später verschlägt es sie nach Berlin, wo sie zur Muse von Bertolt Breacht wird, oder er zu ihrer? Die Beziehung scheint nicht wirklich gedeihlich für beide Seiten gewesen zu sein.

    Spannend ist auch die Verknüpfung zu den Stücken von Brecht, die man größtenteils kennt. Nun ist man hautnah dabei, wenn sie entstehen, taucht mit ihnen in die Theaterwelt der Zwanziger Jahre ein.

    Parallel dazu gibt es eine Geschichte, die 1979 spielt, in der Georg über Carola Neher recherchiert.

    Das Buch ist selbst aufgemacht wie ein Theaterstück und lädt zur Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten außergewöhnlicher Menschen in einer außergewöhnlichen politischen und gesellschaftlichen Situation.

    Sprachlich fällt auf, dass der Text sehr flüssig geschrieben ist, einen an die Hand nimmt und durch die Geschichte führt.

    Insgesamt liegt hier eine Romanbiografie vor, die sperrige Figuren lebendig werden lässt.

     

     

     

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    Cover des Buches Bloom9783407755582

    Bewertung zu "Bloom" von Kenneth Oppel

    Bloom
    Sabine_Hartmannvor einem Monat
    Giftiges Gras

    Anaya, Petra und Seth leiden an allergischen Erkrankungen, die nach einem Regenschauer wie weggewaschen sind. Natürlich dauert es eine Weile, bis sie das feststellen.

    Nach dem Regen beginnen seltsame Pflanzen zu wachsen. Zuerst verdrängen sie nur die einheimischen Pflanzen, alle Menschen reagieren allergisch auf sie. Es gibt kein Mittel, das sie vernichten kann. Doch die drei Jugendlichen stellen fest, dass sie nicht allergisch reagieren, dafür aber ihre alten Allergien verschwunden sind.

    Das bleibt natürlich nicht unbemerkt. Forscher wollen herausfinden, was die drei von allen anderen unterscheidet.

    Inzwischen verbreiten sich die Pflanzen immer weiter, nicht nur schwarzes Gras, auch fleischfressende Pflanzen bilden sich aus.

    Anayas Vater ist in der Wildnis unterwegs, weil eine Stelle entdeckt wurde, an der das schwarze Gras nicht wächst. Er hofft, dort ein Gegenmittel zu finden, doch die Verbindung zu ihm ist abgebrochen.

    Das Buch beginnt recht gemächlich. Die drei Hauptfiguren werden vorgestellt, mit ihren Ecken und Kanten, Hoffnungen und Befürchtungen, mit ihren Stärken und Schwächen. Nach dem Regen verändert sich etwas in ihren Leben, was sie im Laufe der Geschichte näher zu einander treibt.

    Mehr sei an dieser Stelle aus Spoilergründen zum Inhalt nicht verraten.

    Doch die Handlung nimmt immer stärker Fahrt auf, das Buch entwickelt sich nach und nach zum Pageturner, das man nicht mehr weglegen möchte.

    Ganz abgesehen von der inhärenten Spannung ist das Thema hoch aktuell und zeigt deutlich, wie anfällig wir alle sind.

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    Cover des Buches Die Kinder von Nebra9783785726754

    Bewertung zu "Die Kinder von Nebra" von Ulf Schiewe

    Die Kinder von Nebra
    Sabine_Hartmannvor 2 Monaten
    Spannendes Abenteuer

    Dieser historische Roman von Ulf Schiewe erzählt die Geschichte von Rana und der Entstehungsgeschichte der Scheibe von Nebra. Rana ist die Tochter einer Priesterin und eines Schmieds. Ihr Vater ist früher weit gereist und hat im Orient gelernt, wie man mithilfe der Sterne am Himmel genau bestimmen kann, welcher Tag heute ist. Das Kalendarium in Ranas Welt ist noch sehr ungenau. Der Schmied weiß, dass dieser Kenntnisse nicht verloren gehen dürfen, er fürchtet aber auch, dass sie in die falschen Hände fallen könnten. Denn gerade auch zum Krieg Führen sind diese Informationen besonders gut geeignet.

    Rana wird die Nachfolgerin ihrer Mutter als Priesterin einer weiblichen Göttin. Sie erkennt den Wert der Scheibe, die ihr Vater da schmiedet.

    Gleichzeitig leben sie in einer Welt, in der Fürsten über die anderen Clans herrschen. Orkon und besonders sein Sohn Arrak herrschen mithilfe von Furcht und Gewalt. Die Abgaben für die Bauern sind viel zu hoch, es regt sich Unmut, und Arraks Willkür macht die Menschen wütend.

    Als Arrak den Sohn eines Clanführers ermordet, ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Rana wächst über sich hinaus, will mithilfe der Scheibe und verbündeter die Terrorherrschaft Orkons beenden.

    Ulf Schiewe verwendet einen ungewöhnlichen Erzählstil, erzählt in der Gegenwart und verwendet einen allwissenden Erzähler, der es ermöglicht, Gedanken und Gefühle vieler verschiedener Figuren wahrnehmen zu können.

    Die Geschichte beginnt mit einem spannenden Ereignis, wird dann immer wieder etwas langsamer, mit Beschreibungen der Lebensumstände, der Landschaft der politischen Verhältnisse usw., nur um dann erneut Anspannung zu gewinnen.

    Das Buch ist in grünes Leinen gebunden, besitzt ein Lesebändchen und einen Schutzumschlag, der die Scheibe von Nebra über einem dunklen Wald und einem von Feuerschein (?) erleuchteten Himmel zeigt. Dieses Titelbild erweckt die Aufmerksamkeit und verleitet dazu, das Buch in die Hand zu nehmen.

    Im Anhang befinden sich neben einem Personenregister auch ein Glossar, ein Verzeichnis der Clans und der Götter und Anmerkungen des Autors zur Entstehungsgeschichte des Buches mit Angaben zur verwendeten Fachliteratur, falls jemand Lust hat, mehr über die Scheibe von Nebra zu erfahren.

    Neben der offensichtlichen Spannungshandlung spricht der Autor zahlreiche weitere Themen an, dazu gehören verschiedene Auffassungen von Religion, aber auch moralische und ethische Werte, genauso wie die persönliche Verantwortung für die Gemeinschaft sowie der Umgang mit Obrigkeit. Da die Figuren in der Geschichte mit diesen Fragen konfrontiert werden und sich darüber Gedanken machen, wird auch der Leser in diese Diskussion mit einbezogen.

    Obwohl der Klappentext ja bereits verrät, worum es in dem Buch gehen wird, also nicht alle Entwicklungen wirklich überraschend sind, tauchen in dem Buch doch einige Figuren auf, die nicht handeln, wie man es nach ihrer Einführung erwartet hat. Außerdem gibt es zahlreiche Wendungen, die dafür sorgen, dass es überraschend bleibt.

    Die Hauptfiguren verändern sich im Laufe der Geschichte, sie lernen dazu, übernehmen mehr Verantwortung, werden weiser, erwachsener.

    Dem Autor gelingt es, die Leserinnen und Leser in eine weit entfernte Welt zu entführen und ihnen die Lebensumstände und Beweggründe der damaligen Menschen nahezubringen. Man fiebert mit den Hauptfiguren mit und wünscht ihnen, dass es ihnen gelingt, die Umstände so zu ändern, dass sie ein glückliches Leben führen können.

    Es dauert ein wenig, bis einen die Geschichte gefangen nimmt, doch je spannender und schneller die Handlung wird, umso weniger kann man das Buch aus der Hand legen.

    Die Figuren sind einem nach den rund 600 Seiten so ans Herz gewachsen, dass man problemlos einen weiteren Band mit ihnen lesen könnte.

    Dieses Buch eignet sich für alle Leserinnen und Leser, die gern in fremde Welten reisen und sich auch über ethische und moralische Wertvorstellungen Gedanken machen möchten.

     

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    Cover des Buches Carla Chamäleon: Oh Schreck, ich bin weg!9783499218477

    Bewertung zu "Carla Chamäleon: Oh Schreck, ich bin weg!" von Franziska Gehm

    Carla Chamäleon: Oh Schreck, ich bin weg!
    Sabine_Hartmannvor 2 Monaten
    Umgewandelt

    Als das neue Schuljahr beginnt, ist Carla so unglücklich wie man nur sein kann. Ihre beste Freundin ist weggezogen, weit weg – und nun hofft Carla, dass sie das Schuljahr übersteht, ohne groß aufzufallen. Sie ist nämlich schrecklich schüchtern und möchte am liebsten unsichtbar sein.

    Als ihr Wunsch in Erfüllung geht, anders als sie es sich vorgestellt hat, sorgt dieser Umstand plötzlich für besonders viel Aufmerksamkeit, von der ganzen Klasse, von seltsamen Menschen und von Jole, dem Neuen in der Klasse.

    Carlas Schüchternheit wird hier mit viel Humor und Feinfühligkeit thematisiert. Ihre (neue) Freundschaft zu Jole entwickelt sich langsam. Ihre Familie ist ziemlich chaotisch und nicht hilfreich bei der Lösung irgendwelcher Probleme.

    Allerdings gelangt über den Job der Mutter ein Pinguin zu den beiden Kindern, der ihnen bei dem Abenteuer mit den seltsamen Männern unterstützt.

    Dass Carla sich wie ein Chamäleon verfärbt ist noch nicht alles, sie ändert auch ihre Struktur, passt sich dem Unter- bzw. Hintergrund an.

    Diese Option verspricht noch Potenzial für weitere Abenteuer und überraschende Begegnungen. Insgesamt braucht die Geschichte eine Weile, bis sie in Fahrt kommt. Es werden viele Figuren eingeführt, die kaum eine Rolle spielen, und viel Fragen bzw. Handlungsfäden bleiben offen – vermutlich werden sie im Folgeband (oder noch später) geklärt.

     

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    Cover des Buches Der Gin des Lebens9783832183974

    Bewertung zu "Der Gin des Lebens" von Carsten Sebastian Henn

    Der Gin des Lebens
    Sabine_Hartmannvor 3 Monaten
    Spannender Krimi

    Cathy Callaghan findet im Garten ihres Bed & Breafast in Plymouth eine Leiche und Bene Lerchenfeld fährt – seinem Navi folgend – mit seinem Auto direkt ins Wasser – beide sind so ziemlich am Ende und müssen einen Weg finden, wieder auf die Beine zu kommen.

    Bene erinnert sich an eine Flasche selbstgebrannten Gin, die sein Vater ihm vor seinem Tod vor vielen Jahren geschenkt hat. Er erkennt das Potenzial dieses außergewöhnlichen Getränks und beginnt, nach dem Rezept zu suchen. Dabei stößt er auf eine Verbindung zu den Callaghans und reist nach Plymouth.

    Dort entwickelt sich alles etwas anders, als er es geplant hat – und so langsam setzt sich ein immer spannenderer werdender Krimi in Gang.

    Der Gin – seine Herstellung, Rezepturen, Bestandteile, Geschichte, das alles steht im Mittelpunkt der Geschichte. Im Vordergrund steht die Beziehung zwischen Cathy und Bene und ihre Versuche, DAS Ginrezept zu finden, daneben gibt es einen aktuellen Todesfall und zwei ältere zu klären und weitere zu verhindern.

    Dass Henn die „Geschichte des Gins“ nicht in einen Anhang verbannt hat, sondern als Textauszug eines Buches über Gin in den Text integriert hat, finde ich eine nette Idee.

    Der Kriminalfall an sich ist spannend, doch das Drumherum erst macht diesen Krimi zu etwas Besonderem. Von den beiden Protagonisten entwickelt sich hauptsächlich Bene weiter, doch das mag auch daran liegen, dass das Buch aus seiner Perspektive erzählt ist.

    Sprachlich strahlt der Text an vielen Stellen mit besonderen Vergleichen oder Sprachschöpfungen.

    Auch die Gestaltung des Umschlags, weißer Hintergrund, schwarze Schrift und ein (gelb und grün) dekoriertes Ginglas überzeugt.

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    Cover des Buches Luftpiraten9783764151553

    Bewertung zu "Luftpiraten" von Markus Orths

    Luftpiraten
    Sabine_Hartmannvor 3 Monaten
    Fantasievoll-poetische Abenteuerreise

    Der Luftpirat Amadäus Adiaba arbeitet als Lehrer und geht daher davon aus, dass er dadurch genug mit Kindern zu tun hat. Irrtum! Er erhält ein Paket und darin liegt ein Luftpiratenkind. Wider Willen findet er sich damit ab und entdeckt, dass es sich um ein weißes Luftpiratenbaby handelt. Er bringt es nicht übers Herz, dem Kleinen, den er Zwolle tauft, etwas anzutun. Ganz im Gegenteil, er entdeckt Seiten an sich, von denen er bisher nichts wusste.

    Markus Orths erschafft die Welt der Luftpiraten und die Regeln, wie diese Welt funktioniert, mit wenigen, gezielten Sätzen. Als Leserin denkt man sofort: ‚Natürlich, so muss es sein. Wie sollte eine Luftpiratenwelt sonst funktionieren?‘

    Man spürt, wie sehr der Autor sich in diese Welt hineingedacht hat. Und dann kommt Zwolle und ändert Vieles. Der Junge will nicht dauernd schreien, brüllen und donnern, er bevorzugt es ruhig, er kann sogar lachen – und dadurch wirkt er auf die, die ihm begegnen, ein.

    Zwolle hat einen Freund, Kaspar, eine Art Wechselbalg, der ihn auf dem Abenteuer, das nach und nach Fahrt aufnimmt, begleitet. Dazu kommt noch Franka, eine echte Luftpiratin, die alle in Grund und Boden donnert, bis ihre Mutter verschwindet.

    Die Geschichte ist gleichzeitig humorvoll und spannend. Die Sprache ist der Zielgruppe (ab 9 Jahren) völlig angemessen und gleichzeitig poetisch, fantasievoll und spielerisch. Orths passt seine Sprache der Welt an, verwendet Begriffe rund ums Thema Luft so geschickt, dass sie eine neue oder eine weitere Bedeutung erhalten. Das alles ohne zu überfordern oder künstlich zu wirken.

    Die Geschichte entwickelt sich immer rasanter, je weiter man liest. Und genauso schnell tauchen neue Wesen auf, besiedeln neue Ideen die Welt, jagt eine Überraschung die nächste.

    Dabei nimmt der Autor seine jungen Leserinnen und Leser ernst, er erwartet, dass sie mitdenken und sich auf diese Welt einlassen und entwickelt in diesem Rahmen eine Geschichte, die die Fantasie anregt, Spannung erzeugt und gleichzeitig ein Bewusstsein für Sprache schafft.

    Die Illustrationen von Lena Winkel, in den Farben Weiß, Grau, Schwarz und Blau, zeigen Ausschnitte von dem, was in der Geschichte erzählt wird. Dabei erscheinen mir die Zeichnungen der Luftpiraten oft zu „struppig“, wohingegen alle anderen Figuren gut getroffen sind und nach meiner Auffassung zu den Beschreibungen im Text passen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Markus Orths ein traumhaftes Jugendbuch gelungen ist: fantasievoll, witzig, klug, spannend und ganz und gar außergewöhnlich.

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    Cover des Buches Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen9783845832401

    Bewertung zu "Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen" von Sarah Welk

    Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
    Sabine_Hartmannvor 3 Monaten
    Eindrucksvoller Überblick

    Sarah Welk betrachtet in diesem Sachbuch für Kinder ab 10 Jahren alles rund um das Thema Nachrichten. Altersgerecht erklärt sie, wie Nachrichten zustande kommen, wer welchen Anteil daran hat, wie langwierig der Prozess manchmal ist usw. Sie geht auch auf Fehler ein und erklärt den Ehrenkodex der deutschen Journalisten. Interessante Interviews mit Ingo Zamperoni, Marietta Slomka, Peter Kloeppel, Linda Zervakis oder auch Jennifer Sieglar von logo! erlauben einen Blick hinter die Kulissen, der deutlich macht, dass hier Menschen arbeiten, denen es ein Anliegen ist, die Zuschauer ordentlich zu informieren.

    Auch die Entwicklung der Nachrichtenformate vom Beginn des Fernsehens an bis heute wird erläutert und ein kleiner Ausblick gewagt.

    Im Zeitalter von Fake News und Meinungsmache über Social Media ist dies ein wichtiges Buch, mit dessen Hilfe Kinder der Zielgruppe verstehen können, wo sie zuverlässige Informationen finden können.

    Sarah Welt schreibt sehr anschaulich und verwendet viele Bilder und Beispiele, um komplexe Probleme und Vorgehensweisen zu erklären und nachvollziehbar zu machen.

    Auch die Gestaltung der Seiten ist sehr ansprechend, die Farbfotos und –illustrationen sind klug gewählt und unterstützen den zu vermittelnden Inhalt.

    Ich denke, dass auch Erwachsene noch etwas aus dieser sorgfältigen Darstellung auch ungewöhnlicher Fakten lernen können, oder wissen Sie, wie viel man für das „Vorlesen“ einer Tagesschau bekommt oder wie lange es dauert, bis die Tagesthemen endlich stehen, sofern nichts dazwischen kommt?

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    Cover des Buches Qube9783462054408

    Bewertung zu "Qube" von Tom Hillenbrand

    Qube
    Sabine_Hartmannvor 3 Monaten
    Ein Quantensprung?

    Calvary Doyle ist Reporter. Ihm wird mitten in London in den Kopf geschossen. Doch sein Gehirn wird nicht geheilt, sondern einfach ausgetauscht – nun ist er ein Quant (wie viele andere - reiche – Menschen auch), d.h. er besitzt anstelle des Gehirns einen kleinen Computer. Nun ist es möglich, sich auch in andere Körper hochzuladen, also mal Mann, mal Frau, mal weißhäutig, mal dunkelhäutig zu sein. Genau dies tut Fran Bittner, der/die Agentin, die auf Doyle angesetzt wird, denn vor dem Anschlag hat er zum Thema KI recherchiert – und Künstliche Intelligenz ist verboten, nachdem vor einigen Jahrzehnten eine KI mal die Herrschaft über eine Erde ohne Menschen übernehmen wollte …

    Hillenbrand ist auch bei diesem Band ein spannender Wissenschaftsthriller gelungen, der in der gleichen Welt spielt wie der Band „Hologrammatica“. Mit viel Vergnügen gestaltet der Autor seine Welt, spielt mit Hologrammen und Wirklichkeit, macht den Weltraum zum Lebensraum und trotzdem bleiben die Bedürfnisse und Handlungen der Menschen unverändert: Gier, Macht, Reichtum, Unsterblichkeit.

    Man muss sich in die Welt einlesen, das funktioniert noch besser, wenn man „Hologrammatica“ kennt, doch dann ist sie stimmig und lässt einen durchaus nachdenklich werden. Es macht Spaß, den Protagonisten durch das Buch zu folgen.

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    Cover des Buches Ein Sommer auf Sylt9783499276675

    Bewertung zu "Ein Sommer auf Sylt" von Lena Wolf

    Ein Sommer auf Sylt
    Sabine_Hartmannvor 3 Monaten
    Und was willst du?

    Nach dem unerwarteten Tod des Vaters erbt Julia ein Haus auf Sylt, von dem sie nicht gewusst hat. Da ihre Mutter bei ihr und ihrem Freund Jo eingezogen ist, muss schnell etwas passieren. Gemeinsam mit der Mutter und ihren beiden Tanten reist Julia nach Sylt, um das Haus so schnell wie möglich und so teuer wie möglich zu verkaufen. Doch alles kommt ein wenig anders.

    Nicht nur wohnt die Ex-Geliebte ihres Vaters in dem Haus, Julia findet auch noch dazu Gefallen an der Insel und an einem ihrer Bewohner …

    Natürlich ahnt man ziemlich sicher vorher, worauf das Ganze hinauslaufen wird, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Lena Wolf schreibt spritzig, verarbeitet viele kuriose Einfälle und hat ein Portfolio an Figuren, das durchaus für Überraschungen sorgt.

    Gelegentlich möchte man Julia ein wenig schütteln, damit sie zur „Vernunft“ kommt, aber es macht auch Freude, ihr bei ihren langsamen Schritten zur Erkenntnis zur Seite zu stehen.

    Ein Sommerroman zum Schwelgen, zum Träumen von Sylt, gelegentlich zum Lachen und zum Kopfschütteln – eine leichte Lektüre, die rundum Spaß verbreitet.

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