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Sasi_loves_books

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Erben wollen sie alle (ISBN: 9783548064239)

    Bewertung zu "Erben wollen sie alle" von Tessa Hennig

    Erben wollen sie alle
    Sasi_loves_booksvor 11 Stunden
    Kurzmeinung: Mal wieder eine humorvoller Roman mit ausreichend Witz, Romantik und Drama und das im perfekten Mischungsverhältnis !
    Reise VOR dem Sterben, sonst reisen deine Erben

    Was soll ich sagen? Ich bin auch von diesem Buch wieder hellauf begeistert. Das schönste an den Büchern von Tessa Hennig ist, dass man eine wunderschöne literarische Reise erlebt und das, ohne in ein Flugzeug steigen zu müssen und vor allem ohne Stress. Insbesondere in dieser schwierigen Coronazeit, ist das Lesen dieses Buches eine herrliche, erfrischende Abwechslung.

    Diesmal entführt uns Tessa Hennig auf die typisch deutsche Urlaubsinsel Mallorca. Wer nun als erstes an Ballermann und Partys denkt, wird schnell eines Besseren belehrt, denn in diesem Buch besuchen wir die Rentnerin Bianca, die sich in dem malerischen Ort Soller niedergelassen hat. Doch Bianca denkt nicht daran auf der Terrasse zu sitzen und die schöne Aussicht zu genießen. Frisch verliebt, will sie mit ihrem Wolfi noch was erleben und was gibt es da Besseres als eine Weltreise? Ihren Kindern würden da so einige Dinge einfallen, schließlich wollen sie doch auch etwas von dem Geld erben. Schnell packt die Verwandtschaft die Koffer und reist nach Mallorca. Doch Bianca denkt nicht daran sich die Reise ausredenzulassen, schon gar nicht von ihren Kindern, die sich doch sonst kaum melden. 

    Die Autorin hat es mal wieder geschafft mich mit ihrem einzigartigen Schreibstil an das Buch zu fesseln. Wie oft hört man den Spruch „Die Mischung machts“? Tessa Hennig hat diesen wohl verinnerlicht, denn mit ihrem malerischen Schreibstil gepaart mit Witz und Sarkasmus an den passenden Stellen, schafft sie es einen nicht nur zum Lachen zu bringen, sondern lässt auch vor dem Inneren Auge der Leser einen Film entstehen. Besonders die Landschaftsszenen werden so detailliert beschrieben, dass man sich die Orte, obwohl man noch nie dort gewesen war, sehr gut vorstellen kann inklusive Gerüche und Geschmäckern. Trotz des unverwechselbaren Humors gibt es aber auch die ein oder andere dramatische und ernste Szene, was wohl bei jeder Familienzusammenkunft vorkommt, da stellt Biancas Familie keine Ausnahme dar. Die Szenen werden jedoch geschickt in die Handlung eingeflochten, so dass die Heiterkeit und Leichtigkeit der Handlung erhalten bleibt. 

    Die Figuren sind wieder sehr lebendig dargestellt und könnten so in jeder größeren Familie vorkommen, was das ganze sehr lesernah und realistisch gestaltet. Insbesondere die Protagonistin Bianca ist mir sehr ans Herz gewachsen, lässt sie sich von ihrer Familie nicht den Mund verbieten und lebt ihr Leben. Die Beziehung zu ihrer Enkeltochter Louisa hat mich sehr berührt, so eine Beziehung, ganz ohne Generationenkonflikt, wünscht sich doch jeder insgeheim. Auch Louisa hat sich einen Platz in meinem Leserherz gesichert, denn sie ist ebenso ein besonderer Mensch wie ihre Oma. Jedoch legt auch das ein oder andere Familienmitglied eine 180° Wende hin, oder waren die Familienmitglieder schon immer so herzlich und der wahre Charakter der einzelnen Personen war von Vorurteilen und unausgesprochenen Vorwürfen verschleiert. Aber nicht nur die Protagonisten wurden liebevoll von der Autorin gestaltet, auch die Nebenfiguren wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet, so dass auch diese ein Herz und eine Seele haben. Natürlich darf bei einer so idyllischen Kulisse ein wenig Herzschmerz aber auch die große Versöhnung nicht fehlen, sodass die Geschichte durch ein Happy End abgerundet wird, jedoch ist der Weg dahin nicht einfach. 

    Das Buch hat mich sehr berührt, zeigt es neben den typischen Familienschwierigkeiten doch, worauf es wirklich im Leben ankommt und das ist definitiv nicht das Erbe, sondern Zusammenhalt. Das Buch hat mir wunderschöne, erheiternde Lesestunden beschert, aber von Tessa Hennig ist man ja nichts anderes gewöhnt. Der einzige „Haken“ ist, dass man leider auch wieder Abschied nehmen muss, von den so liebgewonnen Charakteren, wenn das Buch beendet ist und dass meine Reiseliste wieder einen Punkt dazu bekommen hat 😉

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    Cover des Buches Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1 (ISBN: 9783473585915)

    Bewertung zu "Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1" von Lyla Payne

    Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1
    Sasi_loves_booksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener Auftakt einer viel versprechenden Triologie. Typische New Adult Story mit einem erfrischend anderem Hintergrund
    Nicht alles was glänzt ist auch aus Gold

    „Trust my heart“ ist ein gelungener Reihenauftakt der Golden-Campus-Triologie der Autorin Lyla Payne, die mich mit ihrem Buch überzeugen konnte. 

    May flieht aus ihrer Heimatstadt zu ihrer Großmutter nach Golden Isle, einen Ort, an dem die Schönen und Reichen wohnen und eben die, die für sie arbeiten. Normalerweise mischen sich die beiden Gesellschaftsschichten nicht, weshalb May sich zu der Golden Isles Academy und ihren Mitschülern nicht gerade zugehörig fühlt. Nach dem plötzlichen und unerwarteten Tod ihrer Großmutter steht für May fest, dass sie trotz aller Umstände in Golden Isle bleiben will, jedoch ist das nicht ganz so einfach, da sie dem Gericht zeigen muss, dass sie als Minderjährige für sich selbst sorgen muss und dafür braucht sie einen Job. Da ist es ganz praktisch, dass ihr der reiche, beliebte und vor allem attraktive Felix anbietet für ihn und seinen Zwilling zu arbeiten und auf ihre kleine Schwester aufzupassen, die nach dem Tod der Eltern eine schwere Zeit durchmacht. May zögert, ob sie das Angebot annehmen soll, schließlich sollten die beiden Schichten sich nicht mischen, aber sie hat ja keine Wahl und die Zwillinge sehen aber auch einfach zu gut aus… 

    Ich gebe zu, dass ich durch das wunderschön gestaltete Cover auf das Buch aufmerksam geworden bin und da ich ein großer New/ Young Adult Fan bin musste ich es einfach lesen. Natürlich hat der Klappentext mich auch sehr neugierig gemacht, da mir May schon in diesem sympathisch erschienen ist. Besonders gefallen hat es mir, dass der Titel und der Inhalt einfach so gut zum Cover passen, sodass das Buch sowohl von außen als auch von innen ein stimmiges Gesamtbild ergibt. 

    Was sich durch das Cover und den Klappentext schon angedeutet hat, ist mir beim Lesen immer klarer vor Augen erschienen, nämlich, dass man dieses Buch einfach lieben muss. Natürlich ähnelt das Grundgerüst den typischen Stories aus diesem Genre und das Ende hat mich auch nicht überrascht, vor allem da es sich im Prolog schon angekündigt hat, jedoch war der Weg bis dahin ein anderer. Auch wenn es ein Stereotyp ist, dass das arme Mädchen den reichen Jungen bekommt, ist der personelle Hintergrund mal erfrischend anders. Der Schreibstil spiegelt das Alter der Protagonisten und das der Zielgruppe wider, so dass dieser leicht und flüssig zu lesen war. Die Autorin hat mich in ihren Bann gezogen und die Seiten flogen so nur dahin, so dass das Buch viel zu schnell wieder beendet war. 

    Die Protagonisten May und Felix wurden liebevoll von der Autorin gestaltet und wirken sehr authentisch. Man erkennt jedoch auch, dass das Hauptaugenmerk der Autorin auf dem beiden lag, denn die Nebencharaktere waren nicht ganz so detailliert gestaltet, weshalb sie an mancher Stelle etwas schwächelten. May war mir auf Anhieb sympathisch, ist sie doch ein mutiges und charakterstarkes Mädchen, dass weis was sie will. Was mir sehr gefallen hat, auch May hat ihre Schwächen und sie werden auch deutlich gezeigt, denn auch sie lässt erst mal (verständlicherweise) nach dem Tod ihrer Großmutter erst mal alles etwas schleifen und hält sich nicht immer an die Regeln, wenn es darum geht, ihr Ziel zu erreichen. Überraschenderweise ist May jedoch nicht mein Lieblingscharakter, sondern Felix, der zu Beginn alles andere als sympathisch ist. Jedoch macht er die größte Entwicklung durch und es ist schön zu lesen, wie er in Mays Nähe förmlich aufblüht und einen Blick über den Tellerrand wirft. Bei so unterschiedlichen Charakteren sind jedoch auch Reibereien nicht ganz ausgeschlossen und ich war oft gespannt, wie sie ihre Probleme lösen können. 

    Das Buch hat mich so sehr überzeugt, dass ich nach dem Beenden erst mal geschaut habe, wann Band 2 erscheint, und zum Glück dauert es nicht allzu lange. Ich bin gespannt wie sich die Gesamthandlung entwickeln wird.

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    Cover des Buches Zorn der Lämmer (ISBN: 9783839228715)

    Bewertung zu "Zorn der Lämmer" von Daniel Wehnhardt

    Zorn der Lämmer
    Sasi_loves_booksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr ernstes Thema, das zum Nachdenken anregt. Leider haben das Buch und ich nicht wirklich zueinander gepasst..
    Wann ist Rache genug?

    Ist Rache immer die richtige Lösung, auch wenn sie bei einem so großen Verbrechen mehr als gerechtfertigt wäre? 

    Die Frage stellt sich für eine Gruppe jüdischer Widerstandkämpfer aus dem litauischen Ghetto in Wilna nicht, denn die Deutschen müssen für das bezahlen, was sie ihnen, ihren Familien und Lieben angetan haben. Es ist die Geburtsstunde der späteren Organisation Nakam und der Autor nimmt uns mit auf eine Reise, die besetzen Wilna beginnt und in Israel endet. Im Fokus stehen Abba Kovner und seine Freunde Vitka, Ruzka und Leipke, die nur eins wollen, den Deutschen denselben Schmerz zufügen, den sie erfahren mussten und wenn es allen voran nach Abba ginge, koste es was es wolle.

    Tatsächlich hat mich bei diesem Buch der Titel an erster Stelle angelockt. Nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar, dass dieses Buch mit seinem historischen Hintergrund gut zu mir passen würde. Das Cover ist passenderweise schlicht gestaltet, spiegelt jedoch die wesentlichen Aspekte des Inhalts wider. 

    Ich fand das Buch auf den ersten Blick sehr vielversprechend und auch die ersten paar Seiten haben Lust auf mehr gemacht. Jedoch hat sich diese anfängliche Begeisterung schnell gelegt und ich habe mich mehr oder weniger durch das Buch kämpfen müssen. Zunächst fand ich den gut recherchierten Hintergrund und die Tatsache, dass der Autor sehr nah an historischen Begebenheiten ist, sehr gut, jedoch hat sich das Buch dadurch teilweise wie ein Geschichtsbuch gelesen und war sehr langatmig. Der Schreibstil war sehr komplex und an vielen Stellen sehr militärisch und politisch, was mir an der Stelle zu viel war und dadurch der Lesefluss sehr gestört war. Man musste sich durch viele Fachausdrücke kämpfen, die den Lesefluss weiter gestört haben und auch meiner Meinung nach zu viel Konzentration gefordert haben. 

    Auch gibt es viele verschiedene Handlungsstränge, die zwar am Ende mehr oder weniger zusammenlaufen, jedoch zwischendurch für viel Verwirrung sorgen, da meiner Meinung nach die Abstände zu kurz waren. Kaum war man in einem Handlungsstrang drin, kam auch schon der nächste, sodass ich lange gebraucht habe, um Handlungen und Personen miteinander zu verbinden. Die vielen Namen (und es wurden gefühlt immer mehr) haben das Ganze weiter verstärkt, weshalb ich oft zurückblättern musste, um überhaupt zu verstehen, wo man gerade ist in der Geschichte. Im Laufe der Zeit merkt man schon welche Namen wichtiger sind und welche nicht, jedoch sind daher viele Charaktere nur sehr oberflächlich, da man nicht mehr von ihnen erfährt. Auch die Protagonisten Abba, Ruzka, Vitka und Leipke sind mir persönlich zu oberflächlich, mir hat leider die Charakternähe gefehlt und ich konnte mich weder in sie hineinversetzen noch ihre individuellen Handlungen nachvollziehen. Mir hat an mancher Stelle der Gedankengang des jeweiligen Charakters gefehlt, weshalb alles ein wenig sachlich wirkte. 

    Nichtsdestotrotz lernt man sehr viel durch das Buch, auch wenn es manchmal an eine Geschichtsstunde in der Schule erinnert, was an der gründlichen Recherche liegt, die man deutlich beim Lesen erkennen kann. Das Thema ist sehr interessant, jedoch hat die Umsetzung einfach nicht zu mir gepasst. Wer jedoch an Geschichtsthemen interessiert sind und keine Probleme mit Sachlichkeit, Politik und einem etwas militärischen Ton hat, der wird dieses Buch sicher nicht aus der Hand legen können.

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    Cover des Buches Der erste letzte Tag (ISBN: 9783426283868)

    Bewertung zu "Der erste letzte Tag" von Sebastian Fitzek

    Der erste letzte Tag
    Sasi_loves_booksvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Mein erster Fitzek und ich bin richtig begeistert. Viel Witz und Humor gepaart mit ernsteren Themen, die zum Nachdenken anregen.
    Ein Roadtrip, den es so wohl noch nie gegeben hat

    Dies ist mein erstes Buch von Sebastian Fitzek und ich konnte kein besseres auswählen, auch wenn es sich von seinen Thrillern deutlich unterscheidet. 

    Fitzek schickt uns in diesem Buch auf einen Roadtrip mit dem etwas konservativen Lehrer Livius und der jungen, unkonventionellen Journalistin Lena. Wie man an der kurzen Charakterbeschreibung erkennt, war dies natürlich keine geplante Reise, sondern ist aus der Not heraus entstanden, nachdem der Flug der beiden gestrichen wurde und die beiden notgedrungen sich einen Mietwagen teilen. Ist Livius zu Beginn schnell genervt von Lenas ungewöhnlicher Sicht auf die Welt, lässt er sich schon bald gezwungenermaßen auf ein ungewöhnliches Experiment ein: Die beiden verbringen den Tag, als wäre es ihr letzter. Während Livius noch zurückhaltend ist, ist Lena sofort im Experiment und so schlittern die beiden von einer verrückten Situation in die andere. Aber auch Livius erkennt, dass das Leben mehr zu bieten hat und vergisst dabei manchmal fast, dass er eigentlich nach Berlin will, um seine Ehe zu retten…

    Ich muss sagen, dass ich das Buch aufgrund des Covers nicht gekauft hätte, da es nicht gerade aus der Masse hervorsticht, dafür überzeugt der Klappentext aber umso mehr, macht er doch Lust auf das Buch, ohne zu viel zu verraten. Cover und Klappentext haben mich leicht an die Autorin Jojo Moyes erinnert, da ich jedoch ein großer Fan der Autorin bin, war dieses Detail für mich eher ein Bonus. 

    Der Schreibstil ist locker, flockig leicht, so dass die Seiten nur so dahinflogen. Die Kapitel sind von der Länge her genau richtig, weder zu lang noch zu kurz, weshalb ein durchgehender Lesefluss möglich ist. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig, was wohl an der wenig komplizierten Wortwahl liegt, die mir persönlich sehr gut gefallen hat, da man sich so nicht allzu sehr konzentrieren musste beim Lesen, was sehr von Vorteil ist, wenn man nach der Arbeit liest. 

    Die Charaktere wurden vom Autor sehr authentisch gestaltet, auch wenn beide ein wenig Stereotypen sind, jedoch in komplett andere Richtungen, dennoch fand ich die beiden Protagonisten sehr realistisch dargestellt und ich würde mich nicht wundern, wenn ich Lena auf der Straße begegnen würde. Lena ist schrill und unkonventionell und meiner Meinung nach leicht verrückt. Ich verstehe, dass Livius oft genervt von ihr ist, denn sie kann sehr anstrengend sein und ich würde nicht mit Livius tauschen wollen. Livius ist im Gegensatz zu Lena ruhig und ein wenig spießig, wodurch er sich gut mit mir verstehen würde, und so konnte ich mich auch gut in seinen Charakter hineinversetzten.

    Auch wenn die beiden komplett unterschiedlich sind, harmonisieren sie auf eine einzigartige Art und Weise, wahrscheinlich da sie sich gegenseitig ergänzen und jeder etwas von der Sicht des jeweils anderen etwas mitnehmen kann, ist es doch oft hilfreich mal eine andere Perspektive kennenzulernen. Wie man oft sagt „Die Mischung machts“ und das ist hier der Fall, denn die beiden liefern mit ihren Unterschieden eine Situationskomik, die einen nicht nur zum Schmunzeln bringt, sondern auch dazu schallend laut loszulachen. Trotz des vielen Humors gibt es auch Passagen, die den Leser zum Nachdenken anregen und gerade Lena hat mir oft eine andere Sicht auf das Leben ermöglicht. Jedoch sind diese Passagen nicht lange ernst, dass sie gepaart mit Witz auftauchen, was mir persönlich sehr gefallen hat. 

    Das Buch war leider viel zu schnell gelesen, obwohl es meiner Meinung nach genau richtig war von der Länge und nicht hätte länger sein dürfen. Sebastian Fitzek hat mich mit diesem Buch überzeugen können und zeigt, dass er nicht nur Thriller schreiben kann. Ich bin sehr neugierig auf den Autor geworden und werde mich auch an einem seiner Thriller wagen, jedoch würde ich mich auch über mehr aus diesem Genre freuen.

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    Cover des Buches Weingartengrab (ISBN: 9783492315845)

    Bewertung zu "Weingartengrab" von Britta Habekost

    Weingartengrab
    Sasi_loves_booksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach nur göttlich! Die perfekte Kombi aus Spannung, Humor und pfälzischen Sitten, die man nicht nur als Pfälzer einfach lieben muss!
    Der schiefe Kirchturm von Elwenfels

    Elwenfels auf Instagram, sogar mit eigenem Hashtag? Wie konnte das passieren? Das ist wohl die große Frage, die sich die Bewohner des kleinen, pfälzischen Dorfes stellen. Aber nach dem Einsacken des Kirchturms, durch das ein geheimnisvolles Gewölbe unter der Kirche frei wird und das auch noch inklusive Leiche, verstehen auch die sonst so ruhigen Elwenfelsner einschließlich des mittlerweile eingebürgerten Privatermittlers Carlos Herb, der seine Heimat Hamburg mehr oder weniger freiwillig aufgegeben hat, um sich in der schönen Pfalz niederzulassen, die Welt nicht mehr. Carlos wäre nicht Carlos, wenn er nicht sofort mit seinen Nachforschungen anfangen würde, vor allem wenn der Tote ein mysteriöses Tagebuch bei sich trägt. Alles wäre wie in einem Abenteuerroman, wäre da nicht die Presse, Schatzsucher und zum großen Schrecken der Dorfgemeinschaft die Behörden, die das Dorf fluten und ihren „Zinken“ (für alle nicht Pfälzer: Ihr großes Riechorgan) in die Angelegenheiten der Elwenfelsner stecken. 

    Jeder der Elwenfels kennt und liebt weiß, dass die Dorfgemeinschaft Fremde nicht gerade mit offenen Armen begrüßen, vor allem wenn sie nicht mit guten Absichten kommen, aber diesmal sind ihnen im ersten Moment die Hände gebunden. Aber Elwenfels wäre nicht Elwenfels, wenn sie sich nicht gegen die auswärtige Bedrohung wenden würden und dabei auf nicht nur eine verrückte Idee zurückgreifen. 

    Schon seit Band 1 bin ich ein riesen Fan der Reihe und auch jetzt nach Lesen von band 4 bin ich doch immer wieder überrascht, was sich die Autorin Britta Habekost zusammen mit ihrem Mann und Co-Autor Christian Habekost immer wieder einfallen lässt. Die beiden haben das Talent meine Erwartungen immer wieder zu übertreffen und neue und noch ausgefallenere Abenteuer in das kleine, auf den ersten Blick unscheinbar wirkende Dorf zu bringen. Oft frage ich mich beim Lesen, wenn ich durch das viele Lachen wieder einen klaren Gedanken fassen kann, wie die beiden immer wieder auf solche Ideen kommen? Aber gerade dieser Überraschungsmoment, der beim Lesen immer wieder auftritt und dadurch alles unvorhersehbar macht, macht gerade den Reiz aus, der bei der Elwenfels-Reihe einfach einzigartig ist. 

    In Elwenfels kann man sich sicher sein, dass nichts sicher und eindeutig ist und das ist auch gut so. Obwohl zwei Sachen kann man sich dann doch sicher sein. Zum einen, dass man tagelang unter Bauchmuskelkater leiden wird, da man aus dem Lachen nicht mehr rauskommt und daher vorsichtig sein, wo in der Öffentlichkeit man dieses Buch liest, nicht das man noch für verrückt gehalten wird, wenn man mit einem Buch in der Hand plötzlich schallend laut loslacht und mit Tränen in den Augen erfolglos versucht sich zusammenzureißen. Zum anderen, dass neben dem Humor und der Situationskomik, die durch die pfälzischen kulturellen Besonderheiten überdimensionale Ausmaße annimmt, auch eine Spannung herrscht, die einem Schauer über den Rücken laufen lässt, inklusiver Gänsehaut. Allein schon der Prolog hat meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen und schwupps war die Welt um mich vergessen, aber wer braucht auch schon die Realität, wenn er in Elwenfels ist? Diese Aufmerksamkeit hat auch im Laufe der Handlung nicht nachgelassen, denn an abtriften war gar nicht zu denken, denn die Autoren haben, wie in den vorherigen Bänden schon bewiesen ein Händchen dafür, immer wieder ein neues spannendes Ereignis oder eine aufregende Situation so in den Plot einzubauen, dass selbst an Schlaf nicht mehr zu denken ist. 

    Aber nicht nur das schrifstellerische Talent ist schnell zu erkennen, sondern auch die Liebe zum Detail und das Herzblut, dass das Autorenduo in die Geschichten um Elwenfels steckt, sodass dieses regelrecht zum Leben erweckt wird und man bei einer Wanderung in der Nähe von Deidesheim nicht überrascht ist, wenn einem plötzlich ein traktorfahrender Geist zuwinkt. Elwenfels ist zu meinem Sehnsuchtsort geworden und dies liegt an den vielen kleinen und daher umso liebevolleren Details und natürlich an den Dorfbewohnern. Es fängt schon an bevor man das Buch überhaupt aufschlägt, das Cover ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch passend zur Handlung gestaltet, wodurch es noch schöner und malerischer ist als es eh schon ist, weshalb die Bücher auch einen Ehrenplatz in meinem Regal haben, ich kann mich einfach nicht an ihnen sattsehen. Und dann schlägt man das Buch auf und das erste was man noch vor den liebevoll ausgewählten und humorvollen Kapitelüberschriften sieht, ist die bewundernswerte Karte von Elwenfels, durch die das Dorf in Gedanken weiter Form annimmt und die Geschichte sich schon, wie ein Film vorm inneren Auge abspielt. Aber natürlich gibt es auch noch einen phänomenalen Abschluss in Form eines Glossars, in dem die pfälzischen Begriffe auf eine Art und Weise erklärt werden, dass selbst ein eingefleischter Pfälzer schmunzeln muss. 

    Wer jetzt Angst hat, dass er kein Wort versteht, kann beruhigt sein, denn auch wenn man im Gegensatz zu mir ein „Ausländer“ ist, kann man alles anhand der Situation verstehen und es dauert nicht lange, bis man wie Carlos seine ersten pfälzischen Worte unbewusst spricht. Und im schlimmsten Fall können die Bewohner auch noch halbwegs Hochdeutsch, auch wenn sie sich nicht gerade oft um ihre Artikulation bemühen, aber das ist auch bestens so, denn gerade dieser pfälzische Charme macht sie zu etwas Besonderen. Natürlich liebe ich jeden einzelnen Bewohner wegen seines, von den Autoren so liebevoll kreierten Charakters und so musste ich sie schon seit Band 1 in mein Leserherz schließen und da kommen sie auch nicht mehr raus. Elwenfels ist etwas ganz Besonderes und wird von starken Charakteren, die alle ihren kleinen Eigenarten haben, die man als Leser so schätzt, zum Leben erweckt und trotz ihrer ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten wirken sie nicht wie die Einwohner eines Dorfes, sondern wie die Mitglieder einer großen, herzlichen Familie und das ist der eigentliche Zauber von Elwenfels. 

    Ich könnte noch viel darüber schreiben, warum man das Buch einfach lieben muss, aber am besten sollte dies jeder selbst herausfinden, denn es gibt nichts schöneres als das Dorf auf eigene Faust zu erkunden oder sollte ich besser sagen zu erlesen. Ich bin dem Autorenduo unendlich dankbar, dass sie uns Leser immer wieder auf eine Reise nach Elwenfels mitnehmen und kann den nächsten Band kaum noch erwarten, muss er mich doch trösten, dass auch dieser Band, dank des fantastischen und einzigartigen Schreibstils, viel zu schnell gelesen war.

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    Cover des Buches Eine neue Zeit (ISBN: 9782919801541)

    Bewertung zu "Eine neue Zeit" von Ellin Carsta

    Eine neue Zeit
    Sasi_loves_booksvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Die Hansen-Saga geht genauso turbulent weiter, wie sie aufgehört hat und ist natürlich auch genauso spannend.
    Eine fortschrittliche Familie

    Durch Band 1 bin ich ein großer Fan der Familie Hansen geworden und konnte es kaum erwarten mit Band 2 zu beginnen.

    Kaum aus Kamerun zurück flüchtet sich Luise in die Arbeit und wird eine tatkräftige Unterstützung für Robert und das Kontor, sodass diesem ein wirtschaftlicher Aufschwung widerfährt. Das Geschäft floriert durch die eigene Kakao-Plantage nicht nur in Hamburg, sondern auch in Wien. Jedoch spiegelt sich dieser Erfolg nicht gerade im Privatleben der Protagonisten wider, weder in Hamburg noch in Wien scheinen die Hansens das Glück gepachtet zu haben. Vor allem Luise scheint es schwer getroffen zu haben, scheint sie doch ihr Glück bei Hamza in Kamerun gelassen zu haben und jetzt soll sie auch noch heiraten, eine Vorstellung, der der selbständigen Luise aufs Gemüt schlägt. Als wäre das alles nicht genug, taucht auch wieder Elisabeth auf dem Plan auf und will Rache an der Familie Hansen.

    Das Cover ist wieder wunderschön gestaltet, mir gefällt die Darstellung Hamburgs im Hintergrund mit (ich glaube es ist) Luise im Vordergrund. Auch spiegelt das Cover das Historische im Roman perfekt wider, sodass ich doch etwas traurig bin, dieses Buch nur als E-Book zu besitzen und mich nicht am Cover im Regal sattsehen kann.

    Ellin Carsta schafft es mit ihrem lebhaften Schreibstil, dass ich mich voll und ganz in der Geschichte befinde und die Realität ausblende. Man fühlt sich als wäre man Teil der Familie Hansen und durchlebt die Gefühle der einzelnen Protagonisten. Jedoch ist der Schreibstil nicht nur fesselnd, sondern auch sehr spannend, denn man möchte unbedingt wissen, wie es mit der jeweiligen Person weitergeht, wodurch schon mal die ein oder andere schlaflose Nacht entstanden ist. 

    Schon während des Lesens von Band 1 waren Luise und Robert meine Lieblingsfamilienmitglieder, dies sind sie auch weiterhin, jedoch sind noch ein paar weitere Charaktere hinzugekommen. In diesem Band war ich besonders fasziniert von Karl und Therese in Wien. Karl hat es nicht leicht im Leben, auch wenn keiner seinen inneren Kampf miterlebt. Besonders seine Gedanken und Gefühle haben mich gepackt und fasziniert und er tat mir richtig leid, er war einfach zu falschen Zeit geboren. Die Autorin hat es geschafft, dass mit diesem mitfühlen konnte und seine Gefühle nachvollziehen konnte und dass, obwohl ich mich nie in einer solchen Situation befunden habe. Therese wird mir von Seite noch sympathischer, scheint sie doch aus demselben Holz geschnitzt zu sein wie Luise und scheint auch ihrer Zeit weit voraus zu sein. Ein Charakter, der mich sehr überrascht hat war Frederike, scheint sie noch in Band eins eine flache Nebenfigur zu sein, rückt sie nun immer mehr in den Fokus und ich habe es richtig genossen ihre Entwicklung zu erleben.

    Besonders hat mir auch hier wieder gefallen, dass der historische Schauplatz zwar vorhanden war, jedoch das Hauptaugenmerk auf den Charakteren lag. Ich bin mittlerweile ein riesiger Fan der Familie-Hansen und hoffe, dass es noch viele weiter Bände geben wird.

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    Cover des Buches Rothaarig und wild entschlossen! (ISBN: 9783466372690)

    Bewertung zu "Rothaarig und wild entschlossen!" von Jutta Kammann

    Rothaarig und wild entschlossen!
    Sasi_loves_booksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Biographie, die sich in einem Rutsch lesen lässt
    Nicht nur eine starke Schauspielerin, sondern auch eine klasse Person

    Ich gebe zu, auch ich gehöre zu den großen Fans von Oberschwester Ingrid und wollte deshalb das Buch unbedingt lesen. Es hat sich richtig gelohnt, denn Jutta Kammann ist eindeutig viel mehr als nur Oberschwester Ingrid (auch wenn ich sie in der Serie sehr vermisse und es nie mehr so gut wird, wie mit ihr) und sollte nicht nur auf diese Rolle reduziert werden und genau das zeigt sie uns mit ihrer Biographie.

    In diesem Buch gewährt uns Jutta Kammann tiefe Einblicke in ihr Leben, angefangen mit ihrer alles andere als leichten Kindheit im Nachkriegsdeutschland, weiter über ihre Anfänge als Schauspielerin und ihre Beziehung zu Willem, ihre Zeit bei in aller Freundschaft und endet mit ihrem Ruhestand, obwohl von Ruhe keine Rede ist. 

    Das Buch ist in 4 Kapitel unterteilt, die vier große Stationen im Leben der Schauspielerin repräsentieren. Da sich Personen im Leben weiterentwickeln und natürlich sich auch die Lebensumstände ändern, lesen die verschiedenen Kapitel sich auch unterschiedlich. Auch wenn sich die Kapitel deutlich von ihrem Inhalt und damit auch von ihrer Art unterscheiden, sind sie alle spannend und ich könnte mich nicht für ein Lieblingskapitel entscheiden, nicht mal für das in dem "In aller Freundschaft" erwähnt wird und das als großer Fan der Serie. Dies liegt vor allem am einzigartige Schreibstil von Jutta Kammann. Obwohl sie keine Autorin ist schafft sie es, dem Leser ihr Leben auf so eine spannende, humorvolle aber auch emotionale Art und Weise näher zu bringen, sodass beim Lesen das Gefühl entstanden ist als würde ich die Schauspielerin tatsächlich kennen und dafür hat sie meinen größten Respekt. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Biographien und kämpfe mich manchmal durch solche hindurch. Bei Jutta Kammann war dies überhaupt nicht der Fall, was mich sehr positiv überrascht hat. Die Seiten flogen nur so dahin, was zum einen an der guten Kapitelaufteilung liegt, zum anderen an der Wortwahl, da diese nicht allzu kompliziert ist, fühlt es sich umso mehr danach an, als würde die Schauspielerin vor mir sitzen und von ihrem Leben berichten.

    Respekt ist ein Wort das ich ab sofort mit Jutta Kammann verbinde, denn man erkennt deutlich, dass es aufgeben in ihrem Leben nicht gibt, nie gab und auch nie geben wird. Ich glaube ich kenne keine Person mit so einem Durchhaltevermögen und Ehrgeiz wie Jutta Kammann und diesen vermittelt sie auch in ihrem Buch und inspiriert dadurch die Leser. Besonders begeistert war ich von ihren Reiseerlebnissen und ihrer Intelligenz, mit der sie ihr Leben meistert. Auch wenn es noch sehr lange dauert bis ich in dem Alter bin, hoffe ich, dass ich wenn es so weit ist, auch so weis und weitsichtige Entscheidungen treffe, denn Jutta Kammann ist ein echtes Vorbild. 

    Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben, denn so konnte ich hinter die Fasade von Oberschwester Ingrid schauen, die für mich ab sofort nur noch Jutta Kammann heißt, schließlich ist sie viel mehr als nur diese eine Rolle. Besonders gefallen haben mir auch die Bilder, die sich auf ein paar Seiten befunden haben, denn sie haben das Gelesene in ein paar Bildern widergespiegelt und haben eine große Nähe entstehen lassen.

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    Cover des Buches Durch die kälteste Nacht (ISBN: 9783736314580)

    Bewertung zu "Durch die kälteste Nacht" von Brittainy C. Cherry

    Durch die kälteste Nacht
    Sasi_loves_booksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Emotional und sehr berührend, jedoch von der Story her gesehen etwas vertraut.
    Gemeinsam die kalte Nacht hinter sich lassen und dem Morgen entgegenschreiten

    Bei dem Buch „Durch die kälteste Nacht“ von Brittainy C. Cherry handelt es sich um den ersten Band der neuen Compass-Reihe der Autorin. Wie von der Autorin gewohnt ist dies wieder ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht. 

    Als Kennedy nach einem tragischen Unfall, der ihr Leben für immer verändert hat, von ihrem Ehemann vor die Tür gesetzt wird flüchtet sie zu ihrer Schwester und ist mehr als überrascht in dem kleinen Örtchen auf Jax zu treffen, einen alten Kindheitsfreund, den sie aus den Augen verloren hat. Jax ist von Kennedys Auftauchen zunächst wenig beeindruckt, möchte er doch nichts lieber als die Vergangenheit hinter sich lassen. Doch Kennedys Verzweiflung und Trauer berührt etwas tief in ihm, sind ihm diese Gefühle doch ebenfalls nicht fremd. So kommt es, dass sich die beiden aufeinander zubewegen, aber reicht dies aus, um eine alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen?

    Das Cover ist, wie vom Lyx-Verlag nicht anders gewohnt, wieder einmal wunderschön und macht sich gut in meinem Regal. Zudem passt es von der Aufmachung her perfekt zu den bisherigen Büchern von Brittainy C. Cherry, sodass sich ein schönes, einheitliches Gesamtbild ergibt. Besonders am Cover gefällt mir, dass die Farbgebung nicht nur den Titel, sondern auch den Inhalt widerspiegelt. Auch der Klappentext hat auf Anhieb mein Interesse geweckt, ohne zu viel zu verraten.

    Der Schreibstil der Autorin ist wie bei den vorherigen Bänden sehr fesselnd, sodass ich gerne mal beim Lesen die Realität ausgeblendet habe und die Seiten nur so dahinflogen. Die Autorin schafft es wieder auf einzigartige Art und Weise die Emotionen so einzufangen, dass man als Leser beim Lesen eine Gänsehaut bekommt. Ich liebe einfach den emotionalen, gefühlvollen Schreibstil, durch den ich die Emotionen der Protagonisten nicht nur nachvollziehen kann, sondern miterlebe, sodass mir nicht nur einmal die Tränen gekommen sind. Jedoch muss ich auch zugeben, dass die Story doch sehr vorhersehbar war und das Prinzip doch immer ähnlich ist. Mir persönlich macht dies nichts aus, da die Charaktere ja für sich einzigartig sind und sich doch von Buch zu Buch unterscheiden. Da es jedoch von der Story her gesehen nicht mal etwas Neues gibt, gibt es von mir einen Stern Abzug. 

    Während die Story an sich vom Schema her nicht neu war, haben wenigstens die Charaktere der Handlung Schwung gegeben. Kennedy habe ich sogleich in mein Herz geschlossen, denn sie hat eine wirklich schlimme Zeit hinter sich und hat nun mal auch wieder Freude verdient. Besonders gefallen hat mir auch, wie ihre Gefühle und Gedanken beschrieben wurden. Jax hingegen wirkt eher verschlossen und man bekommt erst im Laufe des Buches mehr von seinem Inneren zu sehen. Daher habe ich etwas Zeit gebraucht um mit ihm warm zu werden, aber wenn man erst mal seinen wahren Charakter gesehen hat, muss man auch ihn einfach lieben. Auch gibt es den ein oder anderen Nebencharakter, der von der Autorin so liebevoll gestaltet wurde und daher so authentisch wirkt und dadurch das Gelesene abrundet. 

    Die Sichtweise wechselt zwischen Kennedy und Jax, obwohl es mir gerade zu Beginn vorkam, dass man eher Kennedys Sichtweise zu lesen bekommt, was ich ein bisschen schade fand, da ich gerne gleichmäßig viel von beiden Charakteren erfahren hätte, um mir ein besseres Gesamtbild zu erstellen. Auch gibt es einige Rückblenden in die Vergangenheit, obwohl es mir auch hier vorkam, dass Kennedy mehr im Fokus stand und Jax Geschichte nur am Ende auf einmal aufgelöst wurde, anstatt Stück für Stück, was das Ganze etwas spannender gemacht hätte und Jax Geschichte hätte dann auch nicht so übereilt gewirkt. 

    Es handelt sich zwar nicht um das beste Buch der Autorin, das ich bisher gelesen habe, jedoch ist es auf alle Fälle ein wunderschönes Buch, das mich wieder einmal sehr berührt hat und ich bin gespannt auf die folgenden Bände der Compass-Reihe.

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    Cover des Buches Rieslingmord (ISBN: 9783492315838)

    Bewertung zu "Rieslingmord" von Britta Habekost

    Rieslingmord
    Sasi_loves_booksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Dieser Band ist mal wieder genial, mir fehlen schon die Worte um zu beschreiben, wie gut dieses Buch ist!
    Wenn nicht mit Rieslingschorle, wie soll man sonst die Erleuchtung finden?

    Das ist zumindest der Gedanke der Bewohner des kleinen pfälzischen Ortes Elwenfels, doch diese Denkweise wird ganz schön auf die Probe gestellt, als eine Gruppe spiritueller Aussteiger aus Indien im Ort auftaucht, um die Erleuchtung zu finden. Auch der Privatermittler Carlos herb traut seinen Augen nicht, als er auf der Flucht vor der Mafia aus Hamburg nach Elwenfels zurückkehrt und plötzlich überall Räucherstäbchen, Yogamatten und Kräutertees zu finden sind. Doch die spirituelle Idylle wird schnell durch einen schrecklichen Unfall getrübt, falls es denn ein Unfall war. Ob die Besucher etwa ihre Finger im Spiel haben? Carlos Herb stürzt sich gleich in die Ermittlungen und wird dabei wieder von seinen pfälzischen Freunden unterstützt.

    Eine gefühlte Ewigkeit nach „Winzerfluch“ ist nun endlich der nächste Band der legendären Elwenfels-Reihe erschienen und steht seinen Vorgängern in keinster Weise nach. Allein das Cover ist ein Grund dieses Buch im Regal stehen zu haben. Genau wie beiden anderen Bände der Reihe gibt es auch bei diesem Buch wieder ein wunderschönes, malerisches Cover, das fast schon ein kleines Gemälde darstellt. Besonders gefällt mir bei diesem Cover die Harmonie zwischen den pfälzischen Weinreben und dem, den Inhalt widerspiegelnden, Buddha. 

    Aber nicht nur das Cover überzeugt, sondern auch der Klappentext hat sofort mein Interesse geweckt, ohne dabei zu viel zu verraten. Allein durch die wenigen Infos, war ich voller Vorfreude auf diesen Band und habe die Tage bis zum Erscheinen gezählt. Durch den Klappentext erkennt man schon das schriftstellerische Talent der Autorin Britta Habekost und ihrem Co-Autor Christian Habekost und dieses setzt sich im weiteren Verlauf des Buches fort. Der Schreibstil ist, wie Fans der Reihe schon lange bekannt ist, gekennzeichnet durch eine einzigartige Mischung aus Spannung, Witz und Humor. Die Situationskomik, die an vielen Stellen zu finden ist, sorgt für Muskelkater vor lauter lachen. Generell gibt es beim Lesen sehr viel zu lachen, sodass es mir mehrmals passiert ist, das ich während dem Lesen laut loslachen musste. Aber natürlich kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Das Autorenduo überrascht immer wieder mit ihren originellen Ideen, durch die man lange Zeit nicht weiß, wer der Täter ist und auch sonstige Überraschungen sind nicht selten, aber bei den Lesern immer entkommen. Mit jeder Seite wuchs die Spannung, sodass ich nicht nur ganz in die Welt von Elwenfels eingetaucht bin und die Realität vergessen habe, sondern auch das Buch nur schweren Herzens aus der Hand legen konnte.

    Die Autoren erwecken nicht nur das Dorf Elwenfels zum Leben, das man sich auch gerne in der Realität wünschen würde, sondern auch die Charaktere, die einzigartig und authentisch sind. Man muss die Dorfbewohner einfach lieben, mit all ihren Macken und Eigenarten. Jeder Charakter wurde liebevoll gestaltet, sodass das Herzblut des Autoren-Duos schnell erkennbar ist. Aber nicht nur die Dorfbewohner sind liebevoll und witzig zu gleich, sondern auch Carlos Herb überzeugt mit seinem Hamburger Charme und hat mit diesem nicht nur die Elwenfelsner überzeugt. Besonders gefällt mir als Pfälzerin natürlich der Humor, der mit dem pfälzer Dialekt der einzelnen Personen einhergeht. Aber keine Sorge auch für die Nicht-Pfälzer ist das Buch leicht zu lesen und für das bessere Verständnis gibt es am Ende des Buches ein kleines Glossar, das mit seinen Definitionen auch mich zum Lachen gebracht hat. Dieses Glossar und auch die Karte des Dorfes am Anfang, machen dieses Buch zu etwas Besonderem und man erkennt durch die liebevolle Gestaltung, die Liebe zum Detail. 

    Da ich bereits die vorherigen Bände kenne und liebe, hat sich dieser Band mal wieder wie heimkommen angefühlt, aber auch für „Neulinge“ ist dieser Band gut verständlich, aufgrund der Wiederholung der wesentlichen Informationen, die geschickt in die Geschichte eingefädelt wurde. Zudem ist jeder Band von der Story gesehen her unabhängig lesbar, jedoch lohnt es sich alle Bände zu lesen, weil auch die vorherigen Bände einfach genial sind. Spätestens nach diesem Buch wird jeder Neuling zum großen Elwenfels-Fan und will die anderen Bände lesen. 

    Es war wieder einmal eine herrliche Reise nach Elwenfels, die mir viele heitere und glückliche Lesestunden beschert hat. Leider war auch dieses Buch wieder viel zu schnell gelesen, aber zum Glück dauert es bis „Weingartengrab“ nicht mehr lange und meine Neugierde wurde schon geweckt.

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    Cover des Buches Prost, auf die Erben (ISBN: 9782496704235)

    Bewertung zu "Prost, auf die Erben" von Friedrich Kalpenstein

    Prost, auf die Erben
    Sasi_loves_booksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Humorvoll und spannend, mit einzigartigen Charkteren in der bayrischen Idylle, was will man mehr?
    Moral ist gut, Erbschaft ist besser!

    Bereits der erste Teil „Prost auf die Wirtin“ hat mir ja schon sehr gut gefallen, aber bei „Prost auf die Erben“ ist noch einmal eine deutliche Steigerung zu erkennen. 

    Kaum ist wieder Ruhe in dem kleinen beschaulichen Örtchen Brunngries in den Chiemgauer Alpen eingekehrt, stolpert Hauptkommissar Tischler zusammen mit seinem Kollegen Felix Fink in den nächsten Mordfall. Brunngries erfolgreicher Bauunternehmer Ludwig Holzinger wurde tot in der Badewanne aufgefunden, was zunächst alle für einen Unfall halten entpuppt sich schnell als Mordfall, der Tischler und Fink auf Trap hält, gibt es doch keinen konkreten Verdächtigen, aber viele die es sein könnten. Zusätzlich bekommen die beiden Druck von oben, schließlich soll Holzingers letzten großen Bauprojekt, ein Chaletdorf schnellstens eröffnet werden.

    Das Cover ist mal wieder sehr ansprechend gestaltet und passt perfekt zu Band 1. Ich muss schon sagen Resi ist ein echter Hingucker, aber bei so einem schönen Buch bekommt man gleich mehr Lust ins Innere hineinzuzschnuppern. Auch der Klappentext ist sehr gewählt ausgedrückt, will man doch nach diesem sofort das Buch lesen, jedoch wird nicht zu viel verraten, sodass man seine eigenen Eindrücke sammeln kann und sich so seine Vorstellungen machen kann. 

    Der humorvolle Schreibstil gepaart mit Spannung bereitet einem nicht nur Lust zum Lesen, sondern fesselt einen regelrecht an das Buch, sodass ich geradezu in diesem versunken bin und nur mit Müh und Not das Buch aus der Hand legen konnte, aber auch nur wenn es sein musste. Ich bin ganz in die Geschichte rund um Brunngries abgetaucht, so sehr, dass ich fast das hier und jetzt vergessen habe. Besonders gelungen fand ich auch die malerisch und vor allem bildlich beschriebenen Landschaftsszenen, durch die ich gleich Lust bekommen habe, an den Chiemsee zu fahren. 

    Bei diesem Krimi handelt es sich um einen außergewöhnlich spannenden Provinzkrimi, der mir jeder Seite spannender wurde, bis die Spannung zum Greifen nahe ist. Besonders überzeugt hat mich der Autor Friedrich Kalpenstein mit der Unvorhersehbarkeit der Story, denn so konnte ich bis zuletzt nicht sagen, wer der Mörder ist, dabei war es doch sehr logisch im Nachhinein. 

    Die altbekannten Charaktere haben mir wieder sehr viel Freude bereitet und viele schöne Lesestunden beschwert, bei denen ich nicht gerade wenig lachen musste. Man erkennt mit wie viel Herzblut und Liebe zum Detail der Autor die einzelnen Persönlichkeiten gestaltet hat, wirken sie doch alle sehr authentisch mit all ihren Macken, durch die ich so oft herzhaft lachen musste. Erfreut war ich auch darüber Hauptkommissar Constantin Tischler näher kennenlernen zu dürfen und mehr über seinen Charakter und seine Geschichte lernen zu dürfen. Begeistert war ich auch über die Weiterentwicklung von Felix Fink, denn in diesem steckt doch mehr als ich nach Band 1 erwartet habe, aber gerade dies gefällt mir besonders gut. Die langersehnte Begegnung zwischen Mutter Fink und Tischler hat nun endlich stattgefunden und war einfach zu köstlich 😉.

     

    Ich freue mich jetzt schon, wenn es wieder Zeit für eine Reise nach Brunngries ist. Ein Top- Provinkrimi, der mich voll und ganz überzeugt hat und auch das Alleinstellungmerkmal, das mir nach dem 1. Band noch etwas gefehlt hat, hat sich nun bemerkbar gemacht. Ich kann den nächsten Band kaum erwarten und Friedrich Kalpenstein ist ein Autor, den man definitiv im Blick behalten muss.

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