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Schmoekermaedchen

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Rezensionen und Bewertungen

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Cover des Buches Almost a Fairy Tale - Verwunschen (ISBN: 9783764170684)

Bewertung zu "Almost a Fairy Tale - Verwunschen" von Mara Lang

Schmoekermaedchenvor 6 Jahren
Cover des Buches FederLeicht. Wie fallender Schnee (ISBN: 9783000474903)

Bewertung zu "FederLeicht. Wie fallender Schnee" von Marah Woolf

Schmoekermaedchenvor 6 Jahren
Kurzmeinung: Federleichte Unterhaltung, viel Potenzial, aber sehr schwache Charaktere und wenig Tiefgang. Band 2 muss ich nicht lesen.
Federleichte Unterhaltung, viel Potenzial, aber leider eine fragwürdige Vermittlung von Werten.

Nachdem meine letzten Bücher eher die härtere Gangart einschlugen, war Feder.Leicht ein angenehmer Gegenpol: magische, von Schmetterlinge umschwirrte Tore zur Elfenwelt und wunderhübsche - wenn auch ziemlich arrogante - Elfen, sorgen in diesem Buch für wirklich "federleichte" Unterhaltung. Doch wer denkt, dass dies auch eine seichte Story bedeutet, der irrt sich! Die Autorin präsentiert mit dem Auftakt dieser Fantasyreihe ein gut durchdachtes Setting und eine ausgeklügelte Handlung.

Leider setzt dann aber meine größte Kritik an. Die Handlung, die Beschreibung der Machtverhältnisse der Elfenstadt Leylin und die Aussicht, im Laufe der Geschichte auch auf andere genannte Völker wie Feen, Shellycoats oder Faune zu treffen, sind vielversprechend, haben riesiges Potenzial und machen wirklich Lust auf mehr!

Doch im krassen Gegensatz dazu stehen die völlig blutleeren, unsympathischen Charaktere - allen voran Protagonistin Eliza, deren Handlungen und Gedankengänge für mich oft nicht nachvollziehbar waren. Auf mich machte sie die meiste Zeit einen naiven, bockigen und egoistischen Eindruck.

Vorallem in Bezug auf ihre Mutter, die zwar auf den ersten Blick heillos überfordert und bevormundend wirkt, sich bei näherer Betrachtung jedoch lediglich als eine fürsorgliche, nahezu alleinerziehende Mutter entpuppt, die ihre Kinder weder einschränken noch verlieren möchte.
Da dies für den Leser durch zahlreiche Beschreibungen schnell deutlich wird, nervt es umso mehr, dass Eliza stets am Nörgeln über den zu erledigenden Abwasch ist oder sich davor drückt, ihre Mutter im eigenen Café zu unterstützen. Stattdessen hat sie meist nur ihren Schwarm Frazer im Kopf, der nicht einmal besonders sympathisch, sondern lediglich gutaussehnd und selbst nach eigener Aussage ein Schürzenheld ist. Welche Werte werden da vermittelt? Äußerlichkeiten vor Selbstachtung?

Als dann der (natürlich gutaussehende) Elf Cassian in Elizas Leben tritt, ist sie von diesem ebenfalls hin und weg. Natürlich führt sich jener nicht weniger wie ein arroganter Blödmann auf und auch seine Ziehmutter, die Eliza schließlich den Auftrag erteilt, die verlorene Schneekugel zu finden, ist alles andere als herzlich. Dennoch willigt das Mädchen ohne Widerworte ein, den Elfen zu helfen.

Über all das kann man im ersten Drittel vielleicht noch hinwegsehen und möglicherweise bin ich in diesem Punkt auch überkritisch, aber mir hat es trotz dieser so schön ausgemalten Welt und dem spannenden Background von Leylin ordentlich den Lesespaß verhagelt.

Außerdem habe ich den zündenden Moment vermisst, an dem die Suche nach der Schneekugel wirklich losgeht! An dem es endlich spannend wird und fantastisch und gefährlich und in dem endlich der große Twist kommt, der die Geschichte ins Rollen bringt!
Es fühlt sich einfach die meiste Zeit so an, als würde man als Leser nur an der Oberfläche kratzen. Ich weiß nicht, ob die sechs weiteren Bände wirklich dazu beitragen, den ersehnten Tiefgang der Story - und vorallem der Charaktere - hervorzubringen.

Einerseits habe ich dieses Buch in einem Rutsch verschlungen, weil mir die Idee der Handlung wirklich gu gefällt, andererseits stößt mir Elizas kindliches Verhalten aber doch arg auf. Vielleicht gehöre ich nicht zur richtigen Zielgruppe?

Fazit
Trotz des großen Anklangs, den die Feder.Leicht-Saga unter Lesebegeisterten findet, lässt mich Band 1 eher zwiegespalten zurück. Zwar flogen die Seiten während des Lesens nur so dahin und die Beschreibung der fantastischen Elfenwelt Leylin und ihre Hintergründe bergen wahnsinnig viel Potenzial, andererseits konnte mich die Geschichte dann aber - aufgrund der naiven Protagonistin und der raschen Abhandlung der Ereignisse - nicht richtig abholen.

Durch den flüssigen Schreibstil, die leichte Thematik und die fantasievolle Beschreibung der Handlungsorte ist dieses Buch zwar für junge LeserInnen gut geeignet. Sehr negativ muss ich allerdings die Darstellung der weiblichen Charaktere beurteilen. Diese sind mir im Bezug auf ihre Schwärmereien viel zu naiv und oberflächlich. Da wird gerne darüber hinweggesehen, dass die selbsternannten Frauenschwärme "jede haben könnten" und sich wie die Axt im Walde benehmen dürfen, solange sie nur gut genug aussehen. Sicherlich nicht die richtige Botschaft an junge Leser.

Mir fällt es gar nicht leicht eine Bewertung abzugeben, aber so gern ich dem Buch auch mehr Positives abgewinnen würde, schwanke ich sehr zwischen 2 und 3 Schmökerraben! Da ich aber eine Menge Leser kenne, die dieses Buch sicherlich lieben würden, spreche ich für jüngere LeserInnen eine Empfehlung aus, die über meine genannten Schwachstellen hinwegsehen können und Lust auf federleichte Unterhaltung im Reich der Elfen haben!

Cover des Buches Alice (Chronicles of Alice 1) (ISBN: 9781785653308)

Bewertung zu "Alice (Chronicles of Alice 1)" von Christina Henry

Schmoekermaedchenvor 6 Jahren
Kurzmeinung: Düstere, brutale und spannende "Alice im Wunderland"-Adaption mit Suchtfaktor! Ein Stern Abzug, da das Ende etwas schnell abgehandelt wurde.
Follow the bloody Rabbit!

Story
Protagonistin Alice befindet sich seit etwa 10 Jahren in einer schrecklichen Psychiatrie, völlig verwahrlost, mit Medikamenten ruhiggestellt und mit einer entsetzliche Narbe quer durch das Gesicht gezeichnet. Sie kann sich nicht erinnern, welche Umstände sie in dieses Asylum gebracht haben. Alice weiß nur, dass ein grausamer Mann - the Rabbit - ihr dies angetan hat und dass ihre Familie, die sie einst liebte, sich völlig von ihr abgewendet hat.

Der einzige Trost sitzt in der Zelle nebenan: Hatcher, ein Massenmörder, mit dem sie sich duch ein Mauseloch in der Wand verständigt und zu dem sie eine innige Freundschaft aufbaut. Als ein Feuer die Psychiatrie zerstört, verhilft Hatcher Alice zur Flucht, nicht ahnend, dass sie in der Welt draussen, noch viel schrecklichere Gefahren erwarten. Denn mit ihnen ist auch ein Monstrum entkommen, dass sich von Angst nährt und kurz davor ist, die gesamte Old City zu verschlingen.

Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Vorpal Klinge, denn nur mit dieser lässt sich das Biest bezwingen.

Meine Meinung
Alice ist eines der düstersten Bücher, das mir je zwischen die Finger gekommen ist. Die vom Zerfall gezeichnete, vor Dreck und giftigem Abfall triefende Old City, steht in krassem Gegensatz zu der strahlenden New City, mit ihrer wohlhabenden, piekfeinen Gesellschaft. Der Kontrast zwischen diesen beiden Städten ist überdeutlich: der Gestank der Abwasserkanäle, das Leid der armen Bewohner und der Smog, der über die Old City wabert, waren beim Lesen zum Greifen nah. In der New City hingegen versucht das Ministerium  den Abschaum von ihren Mauern fernzuhalten und überlässt die ohnehin schon völlig verwahrloste Stadt sich selbst.

Die Bilder, die hier enstehen, haben es in sich: in dieser Stadt stehen nämlich Zwangsprostitution, Vergewaltigungen, Sklaverei, Menschenhandeln, Mord und Totschlag an der Tagesordnung. Die verschiedenen Distrikte der Old City stehen unter der Vorherrschaft der grausamsten Männer, die diesem Loch entsteigen konnten:  
The Caterpillar (die Raupe), The Walrus (das Walross), The Carpenter (der Zimmermann) und Cheshire Cat (die Grinsekatze). All diese Figuren, wohlbekannt aus Lewis Carrolls Originalfassung und bis dato flauschig und nett, sind hier die reinsten Warlords und nichts anderes als perverse Sadisten und eiskalte Menschenhändler.  

Und so kämpfen sich Alice und Hatcher ihren blutigen Weg durch die Distrikte, das Monstrum, das es zu töten gilt immer im Nacken. 

Die Autorin schafft eine höchst verstörende und beklemmende Atmosphäre. Oft musste ich einige Passagen erneut lesen - nicht, weil ich Probleme mit dem Englisch hatte, sondern weil ich nicht glauben konnte, was ich gerade gelesen habe. Da werden verstümmelte, nackte Frauen in Schmetterlingsgläsern gehalten oder ganze Straßenzüge mit Leichen übersät, wenn der Jabberwocky in Raserei gerät.

Spätestens an dieser Stelle sollte klar sein: diese Version von Alice ist kein Kinderbuch. Es hat nichts mit flauschigen Kaninchen oder kichernden Schmetterlingen zu tun - und wenn, dann nur in höchst brutaler Art und Weise.

Doch trotz aller Brutalität, kommen Freundschaft, Liebe und Hoffnung auch in diesem Buch nicht zu kurz. Sogar der axtschwingende Massenmörder Hatcher ist nicht einfach nur ein Psychopath. Seine tragischen Beweggründe lassen durchaus ein gewisses Verständnis für seine Taten aufkommen. Zumindest ein bisschen.
Alice und Hatchers Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Zwischen all den Halluzinationen und Wahnvorstellungen zeichnet Christina Henry ein durchdachtes Bild der beiden und verleiht den Figuren die nötige Tiefe und Glaubwürdigkeit.

Aber (und dies ist ein gewaltiges aber) ein großer Kritikpunkt betrifft das Ende - oder besser das letzte Drittel - des Buches. So detailverliebt und ausschweifend die Autorin die Handlung ausmalt, so turbulent und überstürzt handelt sie das Finale ab. Da reiht sich Actionszene and Actionszene und es fühlt sich ein wenig danach an, als wäre für einen angemessenen, sich zuspitzenden Show-Down schlichtweg keine Zeit mehr gewesen. Schade, denn diesen hätte ein so geniales Buch absolut verdient!

Liebhaber des Horror-Genres kommen hier voll auf ihre Kosten! Wer Lust hat, sich auf eine Reise in eine verzerrte Welt zu machen und auch mal eine andere Seite von Alice im Wunderland erleben will, ist mit diesem Buch bestens unterhalten.

Eine klare Absage allerdings an Leser, die keine explizite Gewalt oder sehr harte Themen in Büchern lesen möchten. In dieser Story geht es richtig zur Sache. Nicht nur körperliche Gewalt an Unschuldigen, sondern auch seelische Qualen nehmen eine zentrale Rolle in Alice ein.

Dieses Buch ist definitiv keine leichte Kost!

Trotz des schwachen Finales ist Alice ein echter Pageturner mit spannender Handlung, einem fantastischen Schreibstil, bedrückender Atmosphäre und tollen Charakteren.

Leider sind die Bücher bisher nicht ins Deutsche übersetzt. Wer allerdings über einigermaßen fundierte Englischkenntnisse verfügt, sollte mit Henrys Schreibstil keine größeren Probleme haben!

Der zweite Band steht zum Glück schon in meinem Regal und ich werde mir Alice - Red Queen auf keinen Fall entgehen lassen!

Kleiner Pro-Tipp von mir:
Hört unbedingt mal in den Soundtrack des Games Alice - Madness Returns rein!
Ich liebe diese Musik sowieso schon, seit ich sie im Spiel gehört habe, aber die Kombi aus Soundtrack und diesem Buch verstärkt die Bilder, die im Kopf enstehen, nochmal um ein Vielfaches. Nur nicht verrückt werden! :)

Cover des Buches Mädchen aus dem Moor (ISBN: 9783426522486)

Bewertung zu "Mädchen aus dem Moor" von S. K. Tremayne

Schmoekermaedchenvor 6 Jahren
Kurzmeinung: Atmosphärisch dicht und unvorhersehbar. Leider aber mit einigen Längen, zu wenig Spannung und einem zu schnell abgehandelten Ende!
Unvorhersehbar und atmosphärisch trifft auf zu wenig Spannung und einige Logikfehler!

Der Einstieg ins Buch gelang mir äußerst gut. Die Beschreibungen des Dartmoors mit seinen düsteren Landschaften, den regionalen Brauchtümern und der eindrucksvollen Fauna und Flora gelang dem Autoren, als preisgekrönter Reisejournalist, hervorragend.

Wir erleben das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven: zum Einen aus Kaths Sicht, die nach dem Unfall versucht, das Geschehen zu rekonstruieren. Der Leser erhält einen Einblick in ihre Gefühlswelt und die Wirren ihres posttraumatisch belasteten Verstandes. Dennoch konnte ich ihre Handlungen und Gedanken nicht immer nachvollziehen und wurde im Verlauf des Buches nicht wirklich warm mit ihr.

Zum Anderen begleiten wir ihren Mann Adam, der als Ranger im Dartmoor tätig ist und dieser Arbeit mit größter Leidenschaft nachgeht. Er ist ein Mann der Wildnis und verbringt viele einsame Stunden damit, das Moor zu hegen, Hecken in Schuss zu halten oder verirrten Touristen zu helfen. Nach Kaths Selbstmord ist er zutiefst verletzt und seiner Frau gegenüber äußerst zornig.

Auch Kaths Bruder Dan und seine Frau Tessa, die der Familie nach den Geschehnissen als Psychologin zur Seite steht, sind in die Ereignisse verstrickt und haben - wie man so schön sagt - ganz eigene "Leichen im Keller".

Durch die unterschiedlichen Sichtweisen, wirken die Charaktere vielschichtig und die Handlung unvorhersehbar. Mystische Elemente wie der Wicca-Kult, die Hexensteine aus dem Dartmoor und die vielen offenen Fragen machen es zunächst wirklich spannend.

Leider verliert sich der Autor dann so manches Mal in ausschweifenden Beschreibungen der Landschaft, die anfangs zwar noch atmosphärisch wirken, später aber einigen spannenden Szenen etwas an Fahrt nehmen. Entscheidende Fakten oder Ereignisse werden oftmals nur kurz angerissen und in Nebensätzen erwähnt. Dagegen werden die immer gleichen Gespräche teils mehrfach unter verschiedenen Protagonisten geführt, was unnötig Zeit verschwendet und überflüssig ist.

Das Thema "Asperger-Syndrom" begegnete mir in diesem Buch das erste Mal und obwohl ich natürlich schon von Autismus und seinen Symptomen gehört habe, kann ich nicht sagen, ob diese Erkrankung hier wirklich authentisch dargestellt wurde. Dass Kath und Adam ihrer Tochter kein "Etikett aufdrücken" möchten, indem sie sie untersuchen lassen, ist mir völlig unverständlich. Wollen liebende Eltern nicht stets das Beste und vorallem die bestmögliche Behandlung ihres Kindes? Dennoch konnte ich zu Lyla, die in der Schule keine Freunde hat und von allen nur "Das-Mädchen-das-nicht-da-ist" genannt wird, während des Lesens die beste Bindung aufbauen. Sie gab dem Buch eine gewisse Tiefe und es war herzzerreißend zu lesen, wie schwer sie in der "normalen" Welt, abseits ihres geliebten Moores, zurecht kommt.

Die Tatsache, dass sich in der ersten Hälfte des Buches mehr Fragen als mögliche Lösungsansätze auftun und die Handlung zunehmend rätselhafter wird, ist ein Punkt an dem sich in unserer Leserunde die Geister geschieden haben.

Einerseits bleibt die Handlung tatsächlich bis zum Schluss unvorhersehbar, andererseits wurde - in meinen Augen - die Auflösung hierdurch zu schnell abgehandelt. Die Spannung, die sich zunächst subtil aufbaut, steigt zum Ende des Buches viel zu rasant an. Auf Kosten einer logischen Auflösung.

Malerische Landschaften, eine dichte Atmosphäre und eine undurchsichte, unvorhersehbare Handlung mit interessanten Charakteren treffen hier auf ein Ende, das zwar schlüssig ist, aber leider zu schnell abgehandelt und den vorangegangenen Ereignissen nicht gerecht wird.

Wer diese Abstriche in Kauf nehmen kann, den erwartet mit "Das Mädchen aus dem Moor" ein Psychothriller, der zum Einen viele lehrreiche Facetten des Asperger-Syndroms aufzeigt und gekonnt in die Story verwebt, zum anderen aber auch durch eine düstere Atmosphäre und viele unerwartete Wendungen besticht!

Für Fans undurchschaubarer Psychothriller und für etwas Spannung zwischendurch durchaus empfehlenswert.

Cover des Buches Die Rabenringe - Odinskind (Bd. 1) (ISBN: 9783038800132)

Bewertung zu "Die Rabenringe - Odinskind (Bd. 1)" von Siri Pettersen

Schmoekermaedchenvor 6 Jahren
Kurzmeinung: Grandioser Auftakt zu einem neuen Stern am Fantasyhimmel! Tolle Chraktere, geniales Setting und eine mitreißende Story - unbedingt lesen!
Cover des Buches Crimson Lake (ISBN: 9783518468104)

Bewertung zu "Crimson Lake" von Candice Fox

Schmoekermaedchenvor 6 Jahren
Kurzmeinung: Spannendes Setting, interessante Handlungsstränge und ein unkonventionelles Ermittlerteam! Ich bin begeistert und freue mich auf mehr!
Cover des Buches Das Mädchen, das den Mond trank (ISBN: 9783737355384)

Bewertung zu "Das Mädchen, das den Mond trank" von Kelly Barnhill

Schmoekermaedchenvor 6 Jahren
Kurzmeinung: Wer die Gebrüder Grimm, klassische Märchen und niedliche Monster liebt, der kommt an diesem zauberhaften Schmöker nicht vorbei!
Ein zauberhaftes Märchen mit Potenzial zum Kinderbuchklassiker!

Story

Eine tiefschwarze Decke der Trauer liegt über der Stadt. Jedes Jahr muss das jüngste ihrer Kinder im Wald geopfert werden, denn die Bürger fürchten die Hexe. Keiner weiß, was sie mit ihnen anstellt, aber eines ist gewiss: auch dieses Jahr wird ein Mädchen im Wald ausgesetzt und der Hexe überlassen.
Xan hingegen versteht die Menschen nicht. Wieso lassen sie ihre armen, schutzbedürftigen Kinder allein im Wald? Aus Mitleid nimmt sie die Kleinen an sich und nährt sie mit Sternenlicht. Doch eines Tages macht die Hexe einen fatalen Fehler: sie gibt einem Mädchen Mondlicht zu trinken!
Mondlicht ist reine Magie und schnell ist klar, dass Luna durch und durch von Magie durchtränkt wurde.

Doch Xan ist alt und möglicherweise bleibt ihr nicht mehr viel Zeit, das Mädchen auf ihre Magie und den Umgang damit vorzubereiten. Zum Glück sind da noch Glerk, das riesige Sumpfmonster, das im Sumpf vor Xans Haustür lebt und mit seiner Weisheit stets einen guten Rat hat und Fyrian, der wohl winzigste Drache der Welt, der sich allerdings für furchteinflößend und wahrhaft gigantisch hält.

Und so erzählt diese Geschichte von magischen Kreaturen, gefährlich brodelnden Sümpfen und zauberhaften Mondscheinnächten, aber auch von Freundschaft, Trauer und der Kraft der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind, die alle Zeiten überdauert.

Meine Meinung

Ich liebe dieses Buch! Ich liebe es, weil es alles hat, was einem Märchenfan das Herz aufgehen lässt. Aber ich liebe es auch, weil es vielschichtig ist. Schmerzhaft und tieftraurig; voller Verzweiflung, Hoffnung, Liebe, Heiterkeit und Fantasie.
Du fragst dich nun: passt das alles in ein Buch?! JA, das passt! Und zwar hervorragend!

Geschickt verwebt die Autorin verschiedene Handlungsstränge und Perspektiven miteinander. Was sich zunächst nach einem klassischen Märchen anfühlt, wird mit der Zeit zu einer komplexen Geschichte, die zeigt, dass es eben nicht nur Gut und Böse, Schwarz und Weiß, sondern eben auch noch eine ganze Menge dazwischen gibt. 

Außerdem sind die Figuren einfach einmalig - detailreich und liebenswert brachten mich vorallem der kleine Drache Fyrian (der Schlafen über alles liebt, sich sicher ist, dass er nur von der Welt ferngehalten wird, um nicht alle in Angst und Schrecken zu versetzen, dabei aber problemlos in eine Jackentasche passt) und das Poesie-liebende, hundertjahrealte Sumpfmonster Glerk, das stets einen passenden Reim auf Lager hat ( " »Um es mit den Worten unseres hochgeschätzten Poeten zu sagen, meine Teure: Wird die Dame barsch, geht mir's vorbei am –« »GLERK! ... » Tut mir leid« ") zum Schmunzeln.


Fazit

Unbedingt lesen! "Das Mädchen, das den Mond trank" steht schon jetzt in der Liste meiner absoluten Lieblingsbücher und hat das Potenzial, ein Klassiker der Märchen und der Kinder- und Jugendbuchliteratur zu werden.

Es ist ein Buch, das sich trotz seiner mehr als 400 Seiten wahnsinnig schnell liest. Die Magie strömt geradezu durch die Buchdeckel hindurch und zieht den Leser hinein in eine fabelhafte Welt aus Mondlicht, magischen Geschöpfen, atmosphärischen Schauplätzen und drolligen Dialogen, ohne dabei an Ernsthaftigkeit oder Handlung einzubüßen.

Cover des Buches Immer diese Herzscheiße (ISBN: 9783473401376)

Bewertung zu "Immer diese Herzscheiße" von Nana Rademacher

Schmoekermaedchenvor 7 Jahren
Kurzmeinung: Außergewöhnlicher Schreibstil & emotionale, authentische Thematik. Lange nicht mehr so ein tolles Buch gelesen! Absolute Lese-Empfehlung!
Emotional und humorvoll! Ein Buch über die Kraft von Mut und Chancen!

Sarah ist eine echte Göre. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sagt stets ihre Meinung, ist frech und respektlos. Ihre beste Freundin Dixi ist da keinen Deut besser. Als Sarah von ihrem Lehrer beim Dealen erwischt wird, bekommt sie eine letzte Chance: Entweder, sie wirkt bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule.  Dass es sich hierbei allerdings nicht – wie der erste Blick vermuten lässt – um eine klischeebehaftete, tausendmal gelesene Einheitsgeschichte handelt, wird bereits nach den ersten Seiten klar.

Die Story wird als Rückblick aus Sarahs Perspektive erzählt. Nana Rademachers Schreibstil ist hierbei ungewöhnlich, aber authentisch. Sie bedient sich verschiedener Schriftgrößen und die vielen Rechtschreibfehler passen sich an Sarahs Umgangssprache an, sodass man als Leser hervorragend in die Geschichte eintauchen kann.  Und das, obwohl mir einige Sätze manchmal wie Fingernägel auf Tafel vorkamen.

"Ach, das ist ja fast wie in der Toskana mit den Züpressen!"
"Da standen halt so eine Reige Tannenbäume in Töpfen um die Terrasse rum. Schicki beleuchtet, Das meint sie wohl." - S. 37

Die Geschichte bietet dennoch alles, was ein gutes Jugendbuch ausmacht: Spannung, Romantik, Freundschaft und eine Thematik, die aktuell und wichtig ist. "Immer diese Herzscheiße" ist ein Buch, das Mut macht, Veränderungen zu riskieren und sich den eigenen Ängsten zu stellen. Es zeigt, was ein ungünstiger Freundeskreis bewirken kann und doch schildert die Autorin kein Schwarz-Weiß-Denken. Auch dealende Freunde aus armen, sozial-schwachen Verhältnisse können eben Freunde sein.

Der sanfte, etwas schüchterne Paul, der zusammen mit Sarah an dem Theater-Projekt teilnimmt, bildet einen tollen Gegenpart zu ihrer ruppigen, spröden Art und es macht Spaß zu beobachten, wie er langsam das Eis in ihrem Herzen zum Schmelzen bringt.

"Mein Opa hat immer gesagt, man muss die Traurigkeit, die in einer Dose mit Hustenpastillen wohnt, in Liebe verwandeln." - S. 232

Sarahs Entwicklung, über den Verlauf der Handlung hinweg, hat mir gut gefallen. Die Story verläuft nicht schnurgerade und immer dann, wenn man das Gefühl hatte, die Protagonistin sei auf einem guten Wege und liefe einem Happy-End entgegen, kam die Ernüchterung. So bleibt es bis zum Schluß spannend.

Auch das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Nicht nur, dass es mit den kräftigen Farben einfach wunderschön gestaltet ist, es passt auch noch optimal zur Geschichte. Das junge Mädchen sieht genau so aus, wie ich mir Protagonistin Sarah vorstelle; die trotzige Haltung, der gesenkte Blick und die verschränkten Arme drücken ihre innere Einstellung perfekt aus.

"Immer diese Herzscheiße" ist ein tolles, emotionales Buch, das mir auch nach dem Lesen noch lange im Kopf herumschwirrte. Aufgrund der Umgangsprache empfehle ich es tendenziell eher den jüngeren Lesern, die sich vielleicht manchmal gut mit Sarah, ihrem Schulalltag und ihren Problemen identifizieren können. Aber auch allen anderen kann ich dieses herzerwärmende, unterhaltsame und sehr humorvoll geschriebene Buch ans Herz legen. Danke Nana Rademacher für dieses tolle Buch!

Kurzmeinung: Trotz der Kürze spannend, logisch aufgebaut und glaubwürdige Protagonisten. Perfekt als kleiner Krimi-Happen zwischendurch!
Spannende Kurzgeschichte mit unerwarteter Wendung

Kommissar August Lehmann und sein Partner Friedrich Peters werden zu einem Tatort gerufen. Eine Frau wurde ermordet. Mit mehreren Stichverletzungen im Unterleib liegt das Opfer in seinem eigenen, blutdurchtränkten Bett.
Sofort beginnt Lehmann mit den Ermittlungen und schnell stellt sich heraus, dass die Ermordete nicht so unschuldig ist, wie es scheint.

Trotz der Kürze der Geschichte - es sind knapp 29 Seiten - schafft die Autorin es, sowohl eine logische Handlung, wie auch einen gelungenen Spannungsbogen zu schaffen.

Trotz der wenigen Gelegenheiten die Charaktere zu beschreiben, erhält der Leser ein detailliertes Bild der Protagonisten. Nicht nur Kommissar Lehmann, der neben der Lösung des Falls auch noch mit den eigenen Geistern der Vergangenheit zu kämpfen hat, sondern auch die weiteren Figuren sind glaubwürdig gezeichnet.

Es bleibt bis zum Schluss spannend und das Ende bietet eine interessante Wendung. Selbst die Romantik kommt auf den wenigen Seiten nicht zu kurz.

"Das fünfte Gebot" ist ein idealer Kurzkrimi für zwischendurch, beim Warten auf den Bus oder um die eigene Fantasie zu beflügeln.

Eine klare Empfehlung!

Cover des Buches Aquila (ISBN: 9783785586136)

Bewertung zu "Aquila" von Ursula Poznanski

Schmoekermaedchenvor 7 Jahren
Kurzmeinung: Spannender Psychothriller! Bis zum Schluss rätselt man mit der Protagonistin um das Geheimnis ihrer verlorenen Erinnerung!
Spannender Psychothriller mit unvorhersehbarer Story

Story

Stell Dir vor, du wachst morgens auf und findest deinen Badezimmerspiegel beschrieben mit den Worten "Letzte Chance!" vor. Was du dagegen nicht finden kannst sind dein Handy, der Akku deines Laptops und dein Haustürschlüssel, sowie die Erinnerung an die letzten zwei Tage!

So jedenfalls ergeht es der jungen Studentin Nika, die sich für ein Auslandssemester in der italienischen Stadt Siena befindet. Das Letzte, an das sie sich erinnern kann ist, dass sie Samstagnacht mit einigen Freunden in einer Bar gefeiert hat. Seitdem ist auch ihre Mitbewohnerin Jenny ohne ein Wort verschwunden.

Als sie in ihrer Hosentasche eine selbstgeschriebene Liste mit unverständlichen Satzfetzen entdeckt, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Erinnerung und wird dabei immer tiefer in einen Strudel aus Geheimnissen, Intrigen und unfassbarer Grausamkeit gezogen, aus dem es kein Entkommen gibt.

"Sie befühlte ihren staubgrauen Haaransatz, strich vorsichtig über ihre Schläfe, dort, wo der Kratzer begann. Warum konnte sie sich nicht erinnern, was ihr zugestoßen war? Hatte sie sich den Kopf so hart angeschlagen, dass Teile ihrer Erinnerung verloren gegangen waren?"

Der Leser ist von Anfang bis Ende des Buches ebenso ratlos, wie Protagonistin Nika. Die rätselhaften Bruchstücke aus Nikas Erinnerung ergeben im Laufe der Handlung nur langsam ein Bild. In vielen Büchern passiert es, dass man schon beim Lesen eine erste Ahnung entwickelt, wohin sich das Ganze entwickeln wird. Hier ist das anders. In "Aquila" ist weder der obligatorische "Gärtner der Mörder", noch ist der Verlauf der Geschichte allzu offensichtlich. Man muss schon eine ziemlich gewitzte Spürnase sein, um die Zusammenhänge vorschnell erkennen zu können.

Leider ist dies auch ein kleiner Minuspunkt, denn ich hatte das Gefühl, dass hier und da etwas arg zugunsten der Handlung konstruiert wurde. Ein paar zufällige Begegnungen auf der Straße weniger, hätten es sicherlich genauso getan.

Charaktere

Protagonistin Nika, die nicht erst seit gestern allein in einem Auslandssemester steckt, wirkt für meinen Geschmack manchmal etwas naiv und kindisch. Die Beziehung zu ihren Eltern hat die Autorin zwar einleuchtend beschrieben, trotzdem fiel es mir oft schwer zu glauben, dass sie in all den brenzligen Situation, in denen sie sich befindet, keinerlei Hilfe von außen annehmen will.
Allerdings empfand ich mit der Zeit immer mehr Mitgefühl für sie und begann, ihre verzweifelten Handlungen besser zu verstehen. Allein, in einem fremden Land, dessen Sprache man nur halbherzig beherrscht; das lässt den gesunden Menschenverstand sicherlich nicht immer perfekt arbeiten!

Die weiteren Charaktere des Buches hatten unterschiedlich viel Profil. So gefiel mir die Persönlichkeitszeichnung von Nikas Mitbewohnerin Jenny ausgesprochen gut, die männlichen Protagonisten hingegen blieben – für meinen Geschmack – leider etwas zu blass.

Fazit

Trotz einiger kleiner Kritikpunkte habe ich das Buch innerhalb eines Tages verschlungen. Die Neugier darüber, was in den aus Nikas Gedächtnis verschwundenen Tagen mit der Studentin passiert ist und warum sie sich an nichts erinnern kann, ließ mir keine Ruhe. Die Story ist durchgehend spannend und vorallem das Ende überrascht noch einmal mit einer unerwarteten Wendung.
Durch ihre eindringliche Bildspracheschafft schafft Ursula Poznanski es, trotz all der Gänsehaut, dass man sich mitten in Sienas touristisches Treiben und die urigen Gassen hineinversetzt fühlt!

Ich empfehle das Buch jedem Krimi- und Psychothriller-Fan, der Lust auf unvorhersehbare, spannende Unterhaltung und ein verworrenes Netz aus Lügen, Hass und Intrigen hat und vergebe

4 von 5 Sterne

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