Simon_liest

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches »Nichts ist, wie es scheint«9783518073605

    Bewertung zu "»Nichts ist, wie es scheint«" von Michael Butter

    »Nichts ist, wie es scheint«
    Simon_liestvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Überfällig, doch etwas oberflächlich, was an der Anordnung unabhängig zu lesender Kapitel und den daraus folgenden Wiederholungen liegt.
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    Cover des Buches OUT OF THE EVERYWHERE9780345284853

    Bewertung zu "OUT OF THE EVERYWHERE" von James Tiptree Jr.

    OUT OF THE EVERYWHERE
    Simon_liestvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Die letzte Story ist nicht besonders un bläht das Buch auf, ansonsten wir immer bei Alice Sheldon 4 Sterne !
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    Cover des Buches Haben und Nichthaben9783825700652

    Bewertung zu "Haben und Nichthaben" von Noam Chomsky

    Haben und Nichthaben
    Simon_liestvor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Leider sind die Fakten aus 1995 heute (2020) noch aktuell!
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    Cover des Buches Naokos Lächeln9783442730506

    Bewertung zu "Naokos Lächeln" von Haruki Murakami

    Naokos Lächeln
    Simon_liestvor einem Monat
    Kurzmeinung: gute 'Sexszenen, figural ein wenig übertrieben
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    Cover des Buches Mythos Atlantis9783150201787

    Bewertung zu "Mythos Atlantis" von Oliver Kohns

    Mythos Atlantis
    Simon_liestvor einem Monat
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    Cover des Buches 10000 Lichtjahre von zuhausB0025WZBO6

    Bewertung zu "10000 Lichtjahre von zuhaus" von James Tiptree jr.

    10000 Lichtjahre von zuhaus
    Simon_liestvor einem Monat
    Kurzmeinung: formidabel
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    Cover des Buches Niegeschichte9783957577856

    Bewertung zu "Niegeschichte" von Dietmar Dath

    Niegeschichte
    Simon_liestvor einem Monat
    Ein Standardwerk?

    Inhaltitis betreiben wir mal wieder nicht. Die Zuflucht zu Kripke im letzten Kapitel rettet viel, trotzdem: Ich gehe hier mal hart ins Gericht mit dem Text, da der aufgespannte Erwartungshorizont weit ist.
    Trotzdem muss ich voranstellen, dass es Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen. Woran man sich reiben kann, daran wächst man. Ein neues Standardwerk? Mit Ansage?
    Fragt sich, warum folgenreichste SF/Fantasy wie z.B. die sektengründung-hervorrufende »Shikasta«-Trilogie der Doris Lessing unerwähnt bleibt …
    Insbesondere sind die abschließenden Theoriekapitel als gelungen zu bewerten, aber …

    Strategie des Buches:
    Die herkömmliche Literaturkritik (was immer man darunter verstehen mag, im Text allgemein als Feuilleton etc. abqualifiziert) hat sich immer noch nicht in besonderer Weise der SF angenommen, sondern ignoriert diese hartnäckig, insbesondere sie als ernsthafte Literatur anzuerkennen (mi-mi-mi).
    Also postuliere man, die Vorgehensweisen der Literaturkritik (da dem Empirismus Untertan) sind auf SF nicht anzuwenden und kreiere neue Kriterien (Neginduktion, Aufhebungsfunktor). Argumentationskette ist ein Analogieschluss, da Kunst, insbesondere Literatur, und Mathematik ja beide nicht der direkten Sinneswahrnehmung (Empirie?) unterworfen sind, und daher die Anwendung naturwissenschaftlicher Verfahren auf geisteswissenschaftliche Zusammenhänge ja sowieso im statistik-dominierten Empirismus sinnvoll erscheint (Haben wir ja immer schon so gemacht“). Wer hierin einen Widerspruch sieht... wird durch epistemologische Belege anhand von Zitaten mit Information überschwemmt.
    Leider hilft die Anwendung der Mathematik nicht zu Aufhebung des Unglaubens, denn diesen gibt es in jeder Geschichte!, nicht nur SF.

    Gelten im Gerne andere Gesetze?
    Die kunstvolle Verschleierung oder Verzerrung von Fakten, um eine erhöhte Glaubwürdigkeit zu erzeugen, ist in der SF sehr hoch entwickelt, entrückt sie aber nicht dem Faktum, Literatur zu sein.
    Die neu geschaffenen Formalien dienen sicher gut zur Abgrenzung, was SF ist, und was nicht. Aber sie entrücken die SF nicht den Urteilen, was ein guter und ein schlechter Text ist, eben im Zusammenhang der jeweiligen Kriterien der angewendeten philosophischen Grundlagen jedweder Literaturkritik. Die ästhetische Gestaltung der Neginduktion, des Aufhebungsfunktors, unterliegt nach wie vor diesem Prozess, wobei bekanntlich Schönheit im Auge des Betrachters liegt: Literatur entsteht beim Lesen!
    Der rote Faden, welcher oft verloren geht (s.u.) führt nicht aus dem Labyrinth einfach im Vorbeigehen eine neue Literaturtheorie, speziell für die SF zu generieren. Die Abgrenzung der SF ist dagegen sehrwohl gelungen, wenn auch der Anspruch des Buches wohl etwas überfrachtet wirkt.
    Positiv hervorzuheben der Abschnitt über Neologismen: Unlogische (?!) Verbindung von Wörtern jubelt im Genre eine (meist) unbegründbare Tatsache unter, wie i.A. bekanntes Wissen (zweckentfremdet, d.h. mit versteckter Unlogik) auf ein unbekanntes Terrain durch (eben die vorgetäuschte) Analogie übertragen wird. Die Prüfbarkeit die Ähnlichkeit wird in der SF als unmöglich gesetzt. Damit wird in der SF ein Erwartungshorizont vorgegeben, der sich realer Überprüfung entzieht, d.h. ›das Ding aus einer anderen Welt‹ wird als Beiläufigkeit ›getarnt‹.
    Ansonsten ist der aktuelle literarische Gelehrtenstil meines Erachtens eher dem letzten Jahrtausend zuzurechnen. Aber an deutsche Gründlichkeit den Appell der Wissensvermittlung zu stellen, wie im amerikanischen Englisch realisiert, bedeutet einen steten Tropfen für den Stein zu mimen.

    Im Einzelnen:
    Des Autors Anspruch ist weit (etwas zu weit?) gefasst und daher sind viele Gedankengänge überzogen. Er weiß viel, ohne Frage, will das auch zeigen, und das erhebt ihn auch über den Durchschnitt, sonst hätte ich es nicht gelesen. Auch bemüht er sich um Klarheit. Letztere leidet aber unter seinem Mitteilungsdrang, hier eine Stilprobe (d.h. ich imitiere das jetzt mal, inhaltlich beim Gedankengang bleibend):

    Die mathematische Idee in Symbolen und Zeichenfolgen (Wittgenstein usw) ist ja seit dem Strukturalismus, insbesondere bei Chomsky, ja nicht neu, nur etwas weniger Gedankengänge (in Klammern) und kürzere Nebensätze, insbesondere Fremdwörter (man muss ja nicht immer epistemologisch statt erkenntnistheoretisch schreiben) würden zum besseren Verständnis beitragen.

    Auch zitiert der Autor ja gerne, um etwas zu belegen, was aber logisch natürlich nichts miteinander zu tun hat. Ein Zitat ist kein Beweis, weder ein Beleg (mit Derrida, Bartes u.ä. geht er schließlich auch entsprechend ins Gericht, wenn auch teils polemisch überinterpretierend, um zur gewünschten Falsch-Überinterpretation zu gelangen). Insbesondere seine Dialektik hält er hoch (nichts gegen Marx, aber es wirkt manchmal an den Haaren herbeigezogen, anstatt einfach zu setzen, der dialektische Materialismus bedeute sowieso das Ende der (bürgerlichen) Kunst). Ich bin auf Dath's politischer Seite, nebenbei bemerkt.
    Nach den Argumentationsketten im Text hätte ich mit folgenden Nietsche-Zitat (den D. Dath ja zu mögen scheint) in Analogie "bewiesen", das meine Einwände gerechtfertigt sind.
    "Wenn der Autor nicht verstanden werden will, wirft das ein entsprechendes Bild auf ihn."
    Habe ich natürlich mitnichten, und das fuhr mich bei der Lektüre manchmal echt sauer: Wie Luhmann u.a. zu Vergleichen herangezogen werden, die wie falsche angewendete Metaphern fachübergreifend (ohne Beweis, ob eine solche Entfremdung überhaupt zulässig ist und sich entlehnte Bewertungsmechanismen übertragen lassen, denn eine beliebige Analogie ist ja wie gesagt kein Argument), um Urteile innerhalb der SF wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen. Nun gut, aber dann zu behaupten, durch fachübergreifende (natürlich interdisziplinär genannt) Methodenanwendung tiefer in die Materie einzudringen, scheint dann doch gewagt. Diese Unsicherheit ist dem Text auch anzumerken:

    Ab der Abrechnung mit Star Wars geschieht beinahe ein Wunder: Die Gedanken sind klar formuliert, man versteht (ich + Partizip) die Neginduktion und vieles mehr: Warum nicht gleich so?
    Aber auch hier eine kleine Anekdote von (2.te Ausgabe) S. 585 bis 587, mit der ich hoffe zu verdeutlichen, warum ich vieles für zu weit ausgegriffen halte: Der Autor zitiert einen Vergleich bei Raymond Chandler: … 'jemand sei so leblos wie die Manteltaschen einer Vogelscheuche ...“. Weiter kenne er eine belesene Person, die neuere chinesische Autoren als trocken empfände, weil sie die (genretypischen aber nichtsdestotrotz hochliterarischen) Vergleiche (z.B. eines Parallelprozessors bzgl. Virtualität, Parallelwelt etc.) nicht erkenne. Nun kann man aber die Manteltaschen einer Vogelscheuche auch als im Wind flattern empfinden … und mitnichten leblos, bleibt die alte Schreibregel:„Vergleiche sind schlimmer als Klischees“, zumindest aber missverständlich: Literatur entsteht eben beim Lesen.
    Auch die Entkräftung des Vorwurfs „bei SF wird zu viel erklärt“ durch Verkennen dieser Notwendigkeit als Folge von Genregesetzen muss ich entgegenhalten, dass Recherche immer beiläufig scheinen muss (Show! Don't explain!). Ein Text muss auch ohne Anspielungen, Intertextualität und Reminiszenzen funktionieren. Gerade in „Niegeschichte“ schimmert immer wieder der Eifer des Autors durch, (auch teils deplatziert) gelesene Lektüre ins Spiel zu bringen, nicht um eines Beleges wegen, sondern um anekdotisch (meist auf Abwege geratend) zu plaudern, meist um den Marxismus kreisend.
    Marxisten, der historische Materialismus und die Freudianer, Jungianer, die Psychoanalyse eben, sind notwendigerweise Gegner, da sie sich gegenseitig in der Falle der selektiven Wahrnehmung spiegeln. Ich lese, um Figuren, eben Menschen, kennenzulernen, und wenn möglich besser als mich selbst. Denn die Hybris-Illusion, die Welt allumfassend erkunden und ganzheitlich verstehen zu können, erzeugt erst unsere vorhandenen Probleme, zu deren Lösung mit Sicherheit keine Literatur der Welt beiträgt.

    Fazit:
    Je höher die Anzahl der verwendeten Fremdwörter, desto gewundener der Gedankengang, desto zerbrechlicher das Eis, desto wilder das Schlingern in unsicherem Terrain: Man muss dies allerdings entschuldigen, da der Autor den Mut hat, sich ins Neue, ins Unbekannte aufzumachen. Etwas weniger wäre mehr gewesen, nichtsdestotrotz eine unterhaltsame Geschichte der SF, wohl zukünftig im deutschsprachigen Raum ein Standardwerk. Vielleicht kann eine Neuauflage das Mitteilungsbedürfnis des Autors zielgerichteter kanalisieren, um die scheinbar willkürliche Lektüreauswahl im Gedankengang belegfähig zu gestalten (s.o.: Ein Zitat ist kein Beleg).

    Bleibt dem Autor zu Danken für die ernsthafte Bemühung das Genre des SF abzugrenzen, auch wenn es mich traurig macht, wenn der Autor versucht, Literatur auf Mathematik zu reduzieren.

    Kommentare: 2
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    Cover des Buches Mythos Odysseus: Texte von Homer bis Günter Kunert9783379201070

    Bewertung zu "Mythos Odysseus: Texte von Homer bis Günter Kunert" von Bernhard Zimmermann

    Mythos Odysseus: Texte von Homer bis Günter Kunert
    Simon_liestvor 2 Monaten
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    Cover des Buches Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt9783442736270

    Bewertung zu "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" von Haruki Murakami

    Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt
    Simon_liestvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: sicher eines seiner schwächeren Werke, aber ein Schlüssel zum Verständnis des magischen Realismus
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    Cover des Buches Wilde Schafsjagd9783832178994

    Bewertung zu "Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

    Wilde Schafsjagd
    Simon_liestvor 3 Monaten
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