Soeren

  • Mitglied seit 24.09.2012
  • 11 Freunde
  • 424 Bücher
  • 404 Rezensionen
  • 411 Bewertungen (Ø 3.87)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne103
  • 4 Sterne175
  • 3 Sterne113
  • 2 Sterne15
  • 1 Stern5
  • Sortieren:
    Cover des Buches Befehl von oben (ISBN: B00B88NU00)

    Bewertung zu "Befehl von oben" von Tom Clancy

    Befehl von oben
    Soerenvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Der bisher beste Jack-Ryan-Roman. Weniger Blabla, mehr aktive Handlung
    Der bisher beste Jack-Ryan-Roman

    Nachdem am Ende vom Vorgängerband „Ehrenschuld“ ein japanischer Pilot sein Flugzeug direkt ins Kapitol steuerte und damit einen Großteil der amerikanischen Regierung auslöscht, wird der Vize Jack Ryan zum Präsident der Vereinigten Staaten erklärt. Nach diesen dramatischen Ereignissen fällt der Anfang des unmittelbar danach spielenden „Befehls von Oben“ erheblich packender als der vorherige Roman aus. Eigentlich sogar packender als alle anderen bisherigen Ryan-Romane. Wir begleiten Jack dabei, wie er sich in seinem neuen Amt vortastet und zurechtfindet. Das ist interessant und spannend. Ebenso wie er mit ersten innen- und außenpolitischen Problemen umgeht. Ein schöner Gedanke ist, dass Ryan die Chance seiner Präsidentschaft nutzt, um sämtliche Ministerien und Gesetze zu optimieren, damit endlich viele fehlerhaften Sachen rund laufen. Zweifellos in dem Maße, wie Tom Clancy es gerne gehabt hätte. Allerdings bleibt Ryans Motivation für dieses hartnäckige Unterfangen fast komplett im Dunkeln. Mehrmals wirkt es so, als hätte er diesen Optimierungskampf mal eben so aus dem Hut gezaubert. Dass er damit nicht nur auf Gegenliebe stößt, liegt auf der Hand.
    Natürlich hat Jack Ryan auch mit „richtigen“ Krisen zu kämpfen. Eine iranische Terrororganisation schmuggelt Ebola-Bakterien in die USA und verbreitet sie über mehrere Großstädte. Die daraus resultierenden Maßnahmen erinnern stellenweise frappierend jenen, die wir 2020 im Zuge der Corona-Epidemie erlebt haben. Nur, dass der „Befehl von oben“ bereits 24 Jahre davor erschien. Ein weiterer Krisenherd für den Oberbefehlshaber ist, dass China und Taiwan gewaltig mit den Säbeln rasseln. Der Präsident und sein Team haben daher haufenweise Arbeit zu bewältigen und kämpfen an mehreren Fronten gleichzeitig.
    Schön fand ich, dass im Roman kurz auf Clarks Solo-Einsatz in „Gnadenlos“ eingegangen wird und auch die Ereignisse der „Jagd auf Roter Oktober“ eine Rolle spielen. Ganz nebenbei erfahren wir, dass Marko Ramius mittlerweile unter dem Namen Mark Ramsey in Jacksonville arbeitet.
    Der achte Ryan-Roman ist der bislang beste. Diesmal gab es nicht so viel theoretisches Blabla, sondern haufenweise Aktives. Es passiert viel, es wird viel getan. Genauso, wie es in einem guten Roman sein soll. Ich bin gespannt, ob Clancy dieses hohe Level in den nächsten Bänden „Operation Rainbow“ und „Im Zeichen des Drachen“ halten kann.
    Die knapp 52 Stunden lange Hörbuchfassung wird wie üblich sehr gut von Frank Arnold vorgelesen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Der grüne Hedonist (ISBN: 9783492070317)

    Bewertung zu "Der grüne Hedonist" von Alexander von Schönburg

    Der grüne Hedonist
    Soerenvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Kurzweilig geschrieben, aber nichts wirklich Neues
    Kurzweilig geschrieben, aber nichts wirklich Neues

    In dem Sachbuch geht der Autor der durchaus vielversprechenden Frage nach, ob ein umweltfreundlicher Lebensstil wirklich vor allem Verzicht und freudlose Anstrengung bedeutet. In zehn Kapiteln durchleuchtet er dann Kategorien wie "Essen", "Reisen", "Klamotten" und "Sport". Zugegeben, manche geschichtliche Zusammenfassung und Infos grüne skandinavische Stadtplanungen waren recht interessant. Dennoch barg das gut zweihundert Seiten starke Werk nicht wirklich viel Neues. Dass wir weniger Fleisch essen und Plastikmüll so weit wie möglich vermeiden sollen, wusste ich auch schon vorher. Manche Kapitel wie "Wohnen", wo er Einrichtungstipps (!) gibt, oder das über Haustiere (Hunde sind schlecht, Katzen sind besser, aber am besten sind Pferde) haben mich nur zum Stirnrunzeln gebracht. So war es letzten Endes leider kein Ratgeber, wie man stilvoll den Planeten rettet, sondern bloß eine subjektive Abhandlung bereits bekannter Sachen. Schade, da hatte ich mir irgendwie mehr erhofft.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Das Buch ä (ISBN: 9783862655854)

    Bewertung zu "Das Buch ä" von Stefan Üblacker

    Das Buch ä
    Soerenvor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Gut recherchiert und mit viel Herzblut geschrieben
    Gut recherchiert und mit viel Herzblut geschrieben

    Seit meiner Kindheit war die Musik der Die Ärzte ein treuer Begleiter. Im Ferienlager hatten mich „Radio Brennt“ und „Zu spät“ tief beeindruckt. In meiner Jugend dann besaßen die drei Jungs immer das gewisse Händchen für die Gratwanderung zwischen Ernst und Unsinn. Mit vielen Liedern drückten sie das aus, was mir ebenfalls auf der Seele brannte. Bis zum Album „Jazz ist anders“ habe ich den Werdegang „der besten Band der Welt“ begleitet, danach schien irgendwie auf beiden Seiten die Luft raus zu sein. Auch die späteren Solo-Arbeiten hatten mich nicht mehr so überzeugt wie die Solo-Debüts von Farin und Bela. Dennoch habe ich die Arbeit der Jungs nie völlig aus den Augen (und Ohren) verloren und mich sehr gefreut, dass es 2020 wieder neue und sehr gut klingende Lebenszeichen gab.
    Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, weshalb ich neugierig auf das „Buch Ä“ war. Ich wollte noch einmal in den DÄ-Kosmos abtauchen und mehr über den Werdegang der Band erfahren. Dafür taugt die offizielle Bandbiographie von Stefan Üblacker definitiv. Die ersten Treffen zwischen Dirk und Jan werden geschildert, wie es zu den ersten gemeinsamen Aufnahmen und wie sich die beeindruckende Karriere der Die Ärzte entwickelt. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Anekdoten von Konzerten und zwischendurch, zu denen neben der Band auch zahlreiche Wegbegleiter zu Wort kommen. Gut die Hälfte der Infos im „Buch Ä“ kannte ich als langjähriger DÄ-Hörer bereits, dennoch wurden manche Sachen durch die hier dazugekommenen Fakten in ein ganz anderes Licht getaucht. Neben all den Erfolgsgeschichten dürften die weniger schöne Dinge ebenso nicht fehlen: Streits hinter den Kulissen werden genauso thematisiert wie der lang angehaltene Zwist mit den Toten Hosen. Das Einzige, was in der über siebenhundert Seiten starken Bandbiografie fast komplett fehlt, sind private Details. An einer Stelle wird kurz darauf eingegangen, dass Bela auf einem Soloalbum ein Schlaflied für seinen damals ein Jahr alten Sohn gesungen hat, weitere Details dazu gibt es nicht. Über etwaige Ehefrauen wird gar nichts erwähnt, selbst die vereinzelt am Rand erwähnten Freundinnen bleiben namenlos. Zumindest ein paar grobe Randinformationen wären nett gewesen.
    Stefan Üblackers Schreibstil ist solide, aber nicht herausragend. An manchen Stellen wiederholt er sich, aber das sei ihm bei diesem Mammutwerk gerne verziehen. Man spürt deutlich, dass er viel recherchiert hat und mit Herzblut bei der Sache war. Für jeden, der sich für „die beste Band der Welt“ interessiert oder an der Musik der 1980er bis 2010er Jahre interessiert ist, ist das „Buch Ä“ ein höchst informatives Nachschlagewerk, ein Quell zahlloser Infos, bei dem der Humor ebenfalls nicht zu kurz kommt.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Ehrenschuld (ISBN: 9783837110562)

    Bewertung zu "Ehrenschuld" von Tom Clancy

    Ehrenschuld
    Soerenvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Interessantes politisches Szenario, aber viel zu weitläufig erzählt
    Interessantes politisches Szenario, aber viel zu weitläufig erzählt

    Nach seinem Ausstieg bei der CIA ist Jack Ryan Privatmann und möchte eigentlich nur das Golfspiel mit einem Freund genießen. Doch ein dringender Anruf beordert ihn ins Weiße Haus. Der Präsident persönlich bittet Jack, als Nationaler Sicherheitsberater zurückzukehren. Jack sagt zu und tut das keine Sekunde zu früh. Japan unternimmt zuerst einen Angriff auf die amerikanische Börse und besetzt anschließend die Marianeninseln im Westpazifik. Die Lage spitzt sich merklich zu. Weder die Geheimmission von Clark und Chavez in Asien noch Jacks Intervenierungsversuche bewirken etwas. Schon bald befinden sich beide Nationen im Krieg und drohen mit dem Einsatz von Atombomben.
    Der siebente Clancy-Roman ist sehr gut recherchiert, was die historischen und geopolitischen Zusammenhänge betrifft. Er liefert ein durchaus glaubhaftes Szenario, das sich so tatsächlich abspielen könnte. Aber wie schon bei früheren Büchern des Autors, ist die Geschichte dermaßen weitläufig erzählt, dass die Spannung die meiste Zeit auf der Strecke bleibt. Vor allem im ersten Drittel, in dem selbst unser Held Jack Ryan nur eine Figur unter vielen ist. Das dramatische Zuspitzen der Ereignisse zum Ende hin sorgt zwar für etwas Nervenkitzel, verhindern jedoch nicht, dass große Teile der Geschichte eine recht zähle Angelegenheit sind. Die knapp 40 Stunden lange, ungekürzte Hörbuchfassung wurde, wie schon die Vorgängerbände, tadellos von Frank Arnold eingelesen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Superdaddy (ISBN: 9783844906349)

    Bewertung zu "Superdaddy" von Sören Sieg

    Superdaddy
    Soerenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Kurzweilige Dramedy für Zwischendurch
    Kurzweilige Dramedy für Zwischendurch

    Eigentlich möchte Philipp gerne als Komiker durchstarten. Doch bei drei Kindern und einer karriereverliebten Ehefrau ist das ziemlich unmöglich. Vor allem wenn man selbst sein Leben ständig zurückstellt, um für die andere da zu sein. Nachdem er aber mitten in seinem eigenen Bühnenauftritt flüchtet, weil ihn sein Sohn gerne bei sich zuhause hätte, kommt Philipp ins Grübeln. Für ihn steht fest, dass er etwas ändern muss. Nur was? Die Paartherapie bringt nicht den gewünschten Erfolg und seine Agentin steht kurz davor, ihn zu feuern. Und dann erhält er auf einmal eine große Chance, mit seiner Karriere voranzukommen.
    Der „Superdaddy“ von Sören Sieg entpuppte sich als überraschend gute Gesellschaftssatire. Es war nicht nur ein weiteres Lustigbuch, sondern schilderte die Bredouille des heutigen Mannes an mehreren Beispielen. Natürlich kommt der Humor trotzdem nicht zu kurz. So ist es eine kurzweilige Dramedy, mit der man nicht viel falsch machen kann.
    Die auf 283 Minuten gekürzte Hörbuchfassung wird von Jörg Pohl gelesen, der seine Sache ebenfalls gut macht.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Die Jury (ISBN: 9783837125115)

    Bewertung zu "Die Jury" von John Grisham

    Die Jury
    Soerenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Packender und brisanter Thriller
    Packender und brisanter Thriller

    Nachdem das zehnjährige afroamerikanische Mädchen Tonya brutal vergewaltigt wurde, deren dreht Vater Vater Carl Lee durch und knallt die beiden weißen Täter vor dem Gerichtssaal ab. Es klingt nach einer Affekthandlung, aber Carl Lee hatte die Tat Tage vorher seinem Anwalt Jake Brigance gestanden. Dieser muss nun versuchen, vor Gericht für dessen Freiheit zu kämpfen. Was gar nicht so einfach ist: Der Ku-Klux-Klan warnt ihn zuerst und versucht anschließend mehrmals, Jake und seine Familie zu ermorden. Schließlich muss sogar die Nationalgarde anrücken, um in der Kleinstadt Clanton in Mississippi für Ordnung zu sorgen. Auch vor Gericht wird Jake mit unzähligen Problemen konfrontiert.
    Die ersten Kapitel, in denen das Verbrechen an Tonya geschildert wurde, waren nur schwer zu ertragen. Als Vater kann ich Carl Lee durchaus verstehen und habe umso mehr auf einen Freispruch für ihn gehofft. Den Anwalt Jake Brigance vor Gericht zu begleiten, war sehr interessant und zu keiner Zeit langweilig. John Grisham ist mit seinem Debütroman ein sehr bemerkenswertes Werk gelungen, das auch nach über dreißig Jahren nichts von seiner Brisanz eingebüßt hat.
    Die Hörbuchfassung von 2014 wird – wie üblich bei allen von Grishams Erwachsenen-Romanen – von Charles Brauer gesprochen. Wie üblich liefert er sehr gute Arbeit ab.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Wir Kassettenkinder (ISBN: 9783956391453)

    Bewertung zu "Wir Kassettenkinder" von Stefan Bonner

    Wir Kassettenkinder
    Soerenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Weder Anekdoten noch Handlung, sondern lediglich Aufzählungen
    Weder Anekdoten noch Handlung, sondern lediglich Aufzählungen

    Die 1980er Jahre waren ein legendäres Jahrzehnt. Heute im Rückblick sogar noch mehr als früher. Was also liegt näher, ein wenig in Nostalgie und Erinnerungen zu schwelgen, dürften sich die die Autoren Stefan Bonner und Anne Weiss überlegt und alles zusammengekramt haben, was sie aus den Achtzigern noch wussten. Mehr allerdings nicht. Das Buch enthält keine Handlung, sondern lediglich Aufzählungen all der Sachen, die "wir tollen Kassettenkinder" in den Achtzigern taten und besaßen. Ständig hofft man auf witzige Anekdoten, aber selbst die sucht man vergebens. Stattdessen folgt eine Erklärung über die damalige Zeit nach der nächsten. Wir erfahren von LiveAid, was Mixtapes und der C64 sind und wie man früher jeden Samstagabend als Familie gemeinsam vor dem Fernseher saß, um Unterhaltungsshows zu schauen.
    Das ringt einen das eine oder andere verzückte Schmunzeln ab, ist ansonsten aber lediglich nett. Und nett allein reicht nicht.
    Das Highlight stellt vermutlich die Hörbuchfassung dar, die großartig von Christoph Maria Herbst gelesen wird. Doch selbst mit ihm wird die auf 3h38min gekürzte Fassung irgendwann zur Geduldsprobe.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches London Undercover (ISBN: 9783518465806)

    Bewertung zu "London Undercover" von Don Winslow

    London Undercover
    Soerenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Nettes Winslow-Frühwerk
    Nettes Winslow-Frühwerk

    Neal Carey verspürt wenig Lust, die drogensüchtige Tochter eines Senators zu suchen, reist aber trotzdem dafür nach London. Nach ersten Rückschlägen findet er eine Spur und freundet sich mit Punkern und Drogendealern an, in deren Kreisen das Mädchen verkehrt. Um sie aus dem Teufelskreis herauszuholen, überlegt er sich einen riskanten Coup. Der natürlich nicht ganz so reibungslos wie erhofft abläuft.
    Obwohl die Handlung nicht ganz 400 Seiten umfasst und etliche beeindruckend kurze Kapitel und Dialoge besitzt, lief die Geschichte an mehreren Stellen etwas im Leerlauf. Man findet bereits die Ansätze der Höchstleistungen, zu denen Don Winslow später auflaufen wird, aber bei diesem Anfang der Neunziger verfassten Krimi spürt man deutlich, dass es sich um ein Frühwerk des Autors handelt. Die Geschichte ist nett und ausbaufähig. Mit den Charakteren wurde ich nicht wirklich warm. Dennoch werde ich bei Gelegenheit auch in Neal Careys zweitem von insgesamt fünf Fällen „China Girl“ reinlesen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Pacific Private (ISBN: 9783829123907)

    Bewertung zu "Pacific Private" von Don Winslow

    Pacific Private
    Soerenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Der Surfer-Detektiv ermittelt - cool, lässig, unterhaltsam
    Der Surfer-Detektiv ermittelt - cool, lässig, unterhaltsam

    Boone Daniels ist so was wie der Dude unter den kalifornischen Detektiven. Nachdem er seine Arbeit bei der Polizei hingeschmissen hat, verbringt er ein Großteil seiner Zeit am Strand. Surfen scheint für ihn das Maß der Dinge zu sein. Da man vom Wellenreiten allerdings keine Miete bezahlen kann, nimmt er dann und wann Aufträge als Privatdetektiv an. Er wird gebeten, eine Frau ausfindig zu machen, die in Kürze vor Gericht gegen einen potentiellen Brandstifter aussagen soll und seit einigen Tagen wie vom Erdboden verschluckt erscheint. Zunächst verspürt Boone dazu wenig Lust, ein Blick in seine leere Brieftasche bringt aber schnell auf andere Gedanken. Das Problem an dem relativ simpel aussehenden Fall ist jedoch, dass er bei näherer Betrachtung gar nicht mehr so simpel ist. Es dauert nicht lang und Boones Leben schwebt in Gefahr.
    Der erste Krimi um den Surfer Boone Daniels steckt voller ebenso skurriler wie interessanter Charaktere. Der Fall, in den Boone verwickelt wird, ist kompliziert und hält jede Menge Wendungen parat. Hinzu kommt Don Winslows geschliffen scharfe, coole Erzählweise. Da ist kein Wort zu viel. Gute Unterhaltung für Zwischendurch.
    Die knapp sechs Stunden lange Hörbuchfassung wird – wie fast alle Winslow-Bücher hervorragend von Dietmar Wunder gesprochen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Gnadenlos (ISBN: B0057HNJSG)

    Bewertung zu "Gnadenlos" von Tom Clancy

    Gnadenlos
    Soerenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Leider mal wieder viel zu weitläufig erzählt
    Leider mal wieder viel zu weitläufig erzählt

    Unterwegs zu seinem Segelboot nimmt der ehemalige US-Marine John Kelly die Anhalterin Pamela mit und verliebt sich in sie. Als sie ihm ihre Vergangenheit als drogensüchtige Prostituierte offenbart, möchte er ihr helfen, den Drogenring zu sprengen. Leider geht dabei etwas schief und Pam stirbt. Daraufhin sieht John Kelly rot und nimmt sich der Sache im Alleingang an. Parallel dazu erhält er den Geheimauftrag, einige amerikanische Geiseln aus einem nordvietnamesischen Gefangenenlager zu befreien. Über zu wenig Beschäftigung kann sich Kelly also nicht beklagen.
    Der sechste Jack-Ryan-Band ist eigentlich der erste der Reihe, weil die Handlung in 1973 spielt und es gar nicht um Jack Ryan, sondern dessen Vater Detective Emmet Ryan (in einer Nebenrolle) und (vorrangig) um John Clark geht, der vor seiner Zeit bei der CIA noch John Kelly hieß. Um ihn zu rekrutieren, dürfen auch Personen wie James Greer und Robert Ritter nicht fehlen. Beides Namen, die man bereits aus anderen Romanen aus dem Ryan-Universum kennt.
    Leider plagt „Gnadenlos“ dasselbe Leiden, unter dem auch viele andere Tom-Clancy-Romane leiden: Die Geschichte ist mal wieder viel zu weitläufig erzählt. Ein Großteil der Vietnam-Erinnerungen und – Aktivitäten tragen nicht wirklich zur Handlung bei (zum Beispiel die über Zacharias und Nikolay Grishanov). Selbst zum Ende hin zieht sich die Handlung und lässt auf jede actionreiche Handlung haufenweise ausbremsendes Blabla folgen. Daher würde ich diesen Band nicht unbedingt zu den Clancy-Highlights zählen.
    Die knapp 29 Stunden lange Hörbuchfassung wird wie üblich gekonnt von Frank Arnold gelesen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Über mich

    www.soeren-prescher.de

    Lieblingsgenres

    Humor, Biografien, Krimis und Thriller, Sachbücher, Comics, Fantasy, Romane

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks