Sommerregen

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    Cover des Buches Päckchen-Dinner - einfach, saftig, aromatisch - Die besten Rezepte für leckere Päckchen aus Backpapier und Pergamentpapier. Nährstoffschonend kochen. Ohne Fett, aber mit sauberem Backofen (ISBN: 9783809442097)

    Bewertung zu "Päckchen-Dinner - einfach, saftig, aromatisch - Die besten Rezepte für leckere Päckchen aus Backpapier und Pergamentpapier. Nährstoffschonend kochen. Ohne Fett, aber mit sauberem Backofen" von Sandra Mahut

    Päckchen-Dinner - einfach, saftig, aromatisch - Die besten Rezepte für leckere Päckchen aus Backpapier und Pergamentpapier. Nährstoffschonend kochen. Ohne Fett, aber mit sauberem Backofen
    Sommerregenvor 2 Monaten
    Der Vorteil ist nicht ganz ersichtlich…

    Saftigere Gerichte, weniger zu spülen und ein sauberer Backofen – das sollen die Vorteile von Päckchen-Dinnern, die momentan wohl stark im Trend sind, sein. In diesem 80 Seiten umfassenden Buch findet man deshalbunterschiedliche Rezepte, die für jeden das richtige bereit halten; ob Fisch, Fleisch, Gemüse oder Desserts. Besonders gespannt war ich auf die Bananenblattpäckchen gespannt. Diese waren zwar für mein Empfinden beiweiten nicht so leicht und zeitsparend zuzubereiten wie versprochen, aber definitiv ansprechend. Bei der Seezunge habe ich hingegen kaum einen Unterschied in Bezug auf die Saftigkeit oder den Geschmack zu der Zubereitung in der Pfanne feststellen können. Und weniger zu Spülen gab es auch nicht… Nur mehr Backpapier, das verbraucht wurde… Ansprechend ist, dass jedes Rezept durch ein Foto des Gerichts geschmückt wird. Generell ist die Gestaltung des Werkes schön.

    Insgesamt handelt es sich um ein ansprechendes Werk. Mich konnte das Konzept zwar nicht vollends überzeugen, aber als Impuls sind die Rezepte gelungen.

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    Cover des Buches Walden (ISBN: 9783717525080)

    Bewertung zu "Walden" von Henry D. Thoreau

    Walden
    Sommerregenvor 2 Monaten
    Wunderbare Ausgabe eines Klassikers.

    Thoreaus zivilisationskritisches Werk Walden ist zweifelslos ein Klassiker und mit seinem Plädoyer für ein minimalistisches, freies und selbstbestimmtes Leben im Einklang mit der Natur nach wie vor höchst aktuell. Dass dieses Werk an sich lesenswert ist, verwundert nicht weiter, denn trotz einiger Längen taucht man wunderbar in die Erzählungen ein, erlebt an Thoreaus Seite die vielen Facetten des von der Zivilisation abgeschiedenen Lebens und erfährt so auch einiges über das Menschsein; darüber, was man wirklich benötigt und welche Kleinigkeiten bereits zufrieden stellen können.

    Besonders lobend ist für mich zu erwähnen, dass der Manesse-Verlag mit dieser Ausgabe ein Waldschutzprojekt in Brasilien fördert und dass das handliche Büchlein klimaneutral gedruckt wurde. Das Projekt, der aktuelle Fortschritt und so weiter lassen sich übrigens hier einsehen klick. In meinen Augen ist dies gerade bei einem Werk dieser Art sehr ansprechend und gut gedacht. Auch das Nachwort Susanne Ostwalds rundet das Buch gekonnt ab.

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    Cover des Buches Bangkok Streetfood (ISBN: 9783959613538)

    Bewertung zu "Bangkok Streetfood" von Sarin Rojanametin

    Bangkok Streetfood
    Sommerregenvor 4 Monaten
    Einfach wunderbar!

    In diesem Werk werden 70 authentische Streetfood-Rezepte vorgestellt, die man in den Straßen Bangkoks finden kann. Dabei lassen einen zahlreiche Fotografien in die Metropole eintauchen und bringen einen ins Schwelgen. Ein paar Mal schon habe ich die Stadt erkundet und war deswegen ganz gespannt darauf, welche Rezepte mich in dem Werk erwarten würden. Enttäuscht wurde ich trotz meiner hohen Erwartungen nicht. Da das Werk in Gerichte für den Morgen, Mittag und Abend sowie die Grundrezepte unterteilt ist, findet man blitzschnell eine wunderbare Anregung für jede Gelegenheit und jeden Geschmack. Denn abwechslungsreich sind die vorgestellten Köstlichkeiten allemal. An dem Nachkochen hatte und habe ich große Freude, da die Rezepte wirklich authentisch, sehr verständlich beschrieben und ganz liebevoll präsentiert werden. So erhält man beispielsweise zu jedem Rezept zunächste ein paar Informationen dazu, wo oder wie das Rezept zubereitet wird, woher es stammt, was sich gut kombinieren oder abwandeln lässt oder durch welche üblicheren Utensilien sich asiatisches Zubehör ersetzen lassen. Die Zutaten lassen sich in jedem Asiamarkt mit Sicherheit und ein Großteil im normalen Supermarkt finden. Dabei wird viel mit Gewürzen gearbeitet, was mir sehr zusagt. Besonders gut haben mir der gebratene Reis mit Ananas (S.57), die arme-Leute-Pfannkuchen (S.40), der Pomelo-Salat (S.93), die Cupcakes mit Kokoscreme (S.50) und den gelben Klebreis mit süßen Garnelen (Khao Niaew Na Goong) gefallen. Diese werde ich ab jetzt regelmäßig zubereiten!

    Insgesamt kann ich dieses Kochbuch allen Thailand- und Streetfood-Begeisterten ans Herz legen und vergebe 5 Sterne!

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    Cover des Buches So kocht Afrika (ISBN: 9783959613361)

    Bewertung zu "So kocht Afrika" von Dorah Sitole

    So kocht Afrika
    Sommerregenvor 4 Monaten
    Sehr ansprechend!

    In diesem wunderschönen Kochbuch werden nicht nur 160 Rezepte vorgestellt, sondern auch die Länder aus denen die jeweiligen Rezepte stammen. Die Gerichte sind abwechslungsreich, werden gut erklärt und ansprechend präsentiert. Insgesamt ist die Gestaltung des Werkes sehr hochwertig und besonders die Farbfotografien von Land und Leuten verleihen dem Kochbuch einen ganz besonderen Charme. Durch die einführenden Texte zu Beginn eines jeden Kapitels erhält man spannende Einblicke in die Welt Afrikas. Besonders ansprechend finde ich zudem die Anekdoten und Erlebnisse an denen die Autorin den Leser teilhaben lässt. So fühlt es sich beinahe so an, als wäre man mit ihr und ihrem Team durch Afrika gereist; auf der Suche nach besonderen Gerichten. Zudem findet man die meisten Zutaten ganz entspannt im Supermarkt, was für mich ein Pluspunkt ist. Manche Zutaten wie Kutteln können mich zwar nicht überzeugen, jedoch ist dies nun einmal Geschmackssache.

    Besonders hat mir das Rezept für Bobotie – einen Hackfleischauflauf mit Rosinen (S.16) – gefallen.


    Insgesamt handelt es sich um ein sehr ansprechendes Kochbuch, das wunderbar gestaltet wurde und einem Afrika nicht nur über die Gerichte und Fotografien näher bringt, sondern auch durch Erzählungen zu Erfahrungen sowie Land und Leuten. Die Rezepte sind gut erklärt und abwechslungsreich, weswegen ich gerne fünf von fünf Sternen vergebe.

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    Cover des Buches 500 Hidden Secrets Tokio (ISBN: 9783734315824)

    Bewertung zu "500 Hidden Secrets Tokio" von Yukiko Tajima

    500 Hidden Secrets Tokio
    Sommerregenvor 4 Monaten
    Perfekt für die eigene Planung!

    Wer Tokio abseits der üblichen Touristenpfade erkunden und dabei viel entdecken wie auch erleben möchte, ist mit diesem Werk bestens beraten. Egal ob die fünf besten Toiletten, die einen Besuch lohnen, die fünf besten Geschäfte für japanische Süßigkeiten, die fünf besten kostenlosen Aussichtspunkte oder vieles, vieles mehr; Dank der vielen Geheimtipps für Tokio und Umgebung (denn auch kleine Tages- oder Wochenedausflugsziele finden sich in dem Büchlein) lassen sich spielend leicht Routen zusammenstellen. Die Karten zu Beginn des Werkes helfen bei der Orientierung und Planung. Des Weiteren sind die unterschiedlichen Kategorien derart vielfältig, dass jeder reichlich für seine to-do-Liste finden dürfte. Auch für jene, die mit Kindern reisen, hält das kleine Buch wertvolle Tipps parat. Aufrund des handlichen Formats passt das Buch auch prima in eine Tasche und kann so auf den Entdeckungstouren mitgenommen werden. Aufgelockert wird das Werk durch Doppelseiten zu Benimmregeln oder Verhaltenstipps. So erfährt man beispielsweise wie man sich in einem richtigen Sushi-Restaurant verhalten sollte, oder was angesichts der Benimmregeln in Japan absolut inakzeptable Verhaltensweisen sind. Wer sich bereits ein bisschen mit Japan auseinandergesetzt hat wird diese zwar schon kennen, ich finde es jedoch sehr wichtig, dass auch sie einen Platz in dem Buch haben. Auch gibt es Seiten wie fünf japanische Snacks zum Probieren, sodass man auch hier fleißig Listen schreiben und sich schon mal auf die Reise freuen kann.

    Ich habe während ich immer wieder in dem Büchlein gestöbert habe, viele tolle Anregungen und Tipps erhalten und bin schon jetzt ganz euphorisch sie bald testen zu können. Es handelt sich um ein sehr ansprechendes und hilfreiches Buch, das bestens beim Planen und Steigern der Vorfreude hilft.

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    Cover des Buches Die Vogel-WG (ISBN: 9783957283955)

    Bewertung zu "Die Vogel-WG" von Karl Schulze-Hagen

    Die Vogel-WG
    Sommerregenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Anders als erwartet
    Anders als erwartet

    Mit ihren Studien an ihren 1000 Vögeln, legten die Heinroths nicht nur Grundsteine für die Verhaltensforschung sondern trieben auch die Ornithologie maßgeblich voran.
    In diesem Werk sollen die Heinroths und ihre Arbeiten vorgestellt und begreifbar gemacht werden. Dies geschieht auf sehr verständliche Art und Weise, sodass man auch als Nichtvogelkenner gut die Inhalte versteht.
    Dabei lassen die Autoren des Werkes Oskar und Magdalena Heinroth selbst zu Wort kommen, indem sie aus deren Werk „Die Vögel Mitteleuropas“ die ihnen liebsten Einträge zitieren… Und das bereits ab Seite 95. Bei einem Buch von 272 Seiten ist schnell klar, wo der Fokus liegt. Mich hat dies offen gestanden etwas enttäuscht, denn – auch wenn ich die einzelnen Vogelportraits interessant fand – waren für mich die Passagen über den Einfluss und die geschichtlichen Umstände wesentlich ansprechender.
    So haben mich einige Abschnitte aus den Schriften der Heinroths verblüfft oder befremdet zurück gelassen, wenn beispielsweise die Turteltaube durch Kussmund gefüttert wird (S. 145), die Rohrdrommel blutig beißt (S. 161) oder der Wachtelkönig Magdalenas Hand mehrfach begattet (S. 146). Zweifellos ist das Ehepaar den Tieren so nah gekommen wie sonst niemand und hat definitiv zahlrecihe Erkenntnisse im Bereich der Ornithologie gewonnen, trotzdem vermochten mich die kommentierten Auszüge nicht wirklich zu überzeugen.
    Was mich hingegen sehr beeindruckt hat, ist die qualitativ sehr hochwertige Gestaltung des Buches. Zahlreiche Fotografien dokumentieren die Erkenntnisse, den Alltag oder die Fortschritte der Vogel-WG. Auch der lange Anhang mit einer Vielzahl an Belegen spricht für das Werk und bietet die Möglichkeit, eienständig tiefer in das Thema einzutauchen.

    Insgesamt weiß ich nicht so recht was ich von dem Werk halten soll, da ich nach lesen des Klappentext eine andere Vorstellung vom Werk hatte. Nichtsdestotrotz habe ich einiges dazu lernen können und bin (besonders bei dem ersten leider recht kurz ausfallenden Part)froh, „Die Vogel-WG“ gelesen zu haben.
    Somit vergebe ich drei Sterne

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    Cover des Buches Der Wildkräutersammler (ISBN: 9783957283733)

    Bewertung zu "Der Wildkräutersammler" von Christophe de Hody

    Der Wildkräutersammler
    Sommerregenvor 4 Monaten
    Schön!

    Dass sich am Wegesrand leicht essbare Pflanzen finden lassen, ist kein Geheimnis. Dennoch ist die Hemmschwelle nicht gerade gering, da man sich sicher sein muss, was man gerade erntet. In diesem Werk werden daher Beschreibungen und Abgrenzungen zu anderen Pflanzen gegeben, Anwendungsbereiche genannt und tolle Rezepte an die Hand gegeben. Auch erfährt man, wie man Pflanzen aus freier Wildbahn sicher und hygienisch zubereitet.
    Dabei wird sich den einzelnen Pflanzen sehr ausgiebig auf zwei Doppelseiten gewidmet. Besonders haben mir die Rezepte für Taubnesseltee (S.87) und das Kartoffelgratin mit Brennnesseln (S.103) gefallen. Was ich persönlich jedoch sehr schade finde, ist, dass das Werk auf Frankreich ausgelegt ist, weswegen sich auch Pflanzen in dem Werk befinden, die es – und das wird auch explizit gesagt – in Deutschland gar nicht gibt. So beispielsweise der echte Venusnabel, den man etwa in der Bretagne und im Mittelmeerraum aufspüren kann (S.97).
    Die Illustrationen helfen meines Erachtens zwar nicht gänzlich um Pflanzen voneinander abzugrenzen, sind aber wunderschön filigran und ansprechend und verleihen dem Buch eine sehr hochwertig wirkende Gestaltung.

    Insgesamt handelt es sich um ein ansprechendes Werk, das für meinen Geschmack jedoch etwas mehr auf die lokale Pflanzenwelt ausgerichtet sein sollte.

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    Cover des Buches Der Fall der verhängnisvollen Blumen (ISBN: 9783957282620)

    Bewertung zu "Der Fall der verhängnisvollen Blumen" von Nancy Springer

    Der Fall der verhängnisvollen Blumen
    Sommerregenvor 4 Monaten
    Packend!

    Als Enola Holmes von dem mysteriösen Verschwinden Dr. Watsons erfährt, befindet sie sich in einem gehörigen Konflikt. Einerseits möchte sie unbedingt helfen und Ermittlungen anstellen, andererseits würde sie mit Untersuchungen im derart nahen Umfeld ihres Bruders Sherlock ihre erst so kürzlich gewonnene Freiheit unnötig töricht aufs Spiel setzen. Nichtsdestotrotz kann sie nicht widerstehen in neuer Kostümierung Mrs. Watson einen kurzen Besuch abzustatten. Diese zweifelt ihre neue Identität – Viola Everseau – keineswegs an und bittet die junge Detektivin daher zum Tee. Zu dringend benötigt sie jemanden um sich den Kummer und die Sorgen von der Seele zu reden. Auch wenn Enola gebannt ihren Worten lauscht kommt sie nicht umher die vielen Blumensträuße zu bemerken, welche Patienten vorbeigebracht haben. Doch eine Zusammenstellung fällt der Blumenkennerin besonders ins Auge… Ausgehend von der Jahreszeit schon ist der Strauß sehr kurios. Und nimmt man dann noch die Bedeutung der einzelnen Gewächse hinzu… Nun, Enola kommt nicht umher, eine deutlich gehässige Drohung zu erkennen. Jetzt hat sie keine Wahl: Sie muss ermitteln und Dr. Watson retten. Dabei hat sie es mit einem sehr kuriosen, gehässigen und unberechenbaren Täter zu tun, der einen wahnsinnigen Plan ausgeklügelt hat.

    Bei diesem Fall flogen die Seiten nur so dahin. Auch wenn ich gerne mehr zu den Nebenhandlungen gelesen hätte – also der Suche nach Enolas Mutter oder der Beziehung zu ihrem Bruder Sherlock – empfand ich die Lektüre als spannend und unterhaltsam. Auch der Kritikpunkt, der sich mir beim letzten Fall aufdrängte, die Lösung des Falles käme zu plötzlich und sei an den Haaren herbeigezogen, trifft hier keineswegs zu. Die Aufklärung wird Stück für Stück aufgebaut und ist stimmig. Insgesamt handelt es sich um einen schönen Krimi, der die Neugierde auf den nächsten Fall wachsen lässt.

    Ich vergebe 4,5 von 5 möglichen Sternen

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    Cover des Buches Der Fall der linkshändigen Lady (ISBN: 9783957282613)

    Bewertung zu "Der Fall der linkshändigen Lady" von Nancy Springer

    Der Fall der linkshändigen Lady
    Sommerregenvor 4 Monaten
    Bis auf das Ende sehr gelungen!

    Nachdem sich Enola Holmes erfolgreich nach London abgesetzt hat, baut sie sich in Windeseile ein neues Leben auf. So nutzt sie ihre Freiheit um unter dem Namen Dr. Ragostin als erste wissenschaftliche Perditorin zu arbeiten. Doch muss sie sich noch weiterer Rollen bedienen, um verschwundene Menschen aufzuspüren, sodass sie ständig ihre Kostümierung wechselt. Hieran gewöhnt sie sich immer mehr – und dem ist gut so, da sie auf einen neuen Fall stößt. Oder eher gestoßen wird. Und das von keinem weniger als Dr. Watson. Sofort ist Enola nicht nur Feuer und Flamme für den Fall einer verschwundenen Lady in ihrem Alter, sondern auch voller Angst davor, in eine Falle ihres Bruders zu tappen. Denn sowohl Sherlock als auch Mycroft sind noch immer auf der Suche nach ihr und wollen sie auf den rechten Pfad zurück führen. Und Enola weiß genau wie dieser aussieht: Enge Mieder tragen, sich damenhaft benehmen und dann die vozeigbare Frau irgendeines Schnösels werden. Aber nicht mit ihr. Und so macht sie sich auf, den Fall zu lösen, ihre Mutter zu finden und das Katz und Maus-Spiel gegen ihren Bruder ja nicht zu verlieren. Dabei hält der Fall um die verschwundene Lady Cecily so einige Rätsel bereit. Wurde sie entführt oder ist sie mit ihrem Liebsten geflohen? Lebt sie noch? Führte sie ein Doppelleben? Enola Holmes ermittelt.

    Auch dieser Fall zieht den Leser sehr schnell in seinen Bann und katapultiert ihn ins London des Jahres 1889. Dabei wird die Geschichte temporeich erzählt und man fiebert mit Enola mit. Sehr schön sind auch die kleinen Rätsel, die in die Geschichte eingestreut wurden, mit denen die Detektivin mit ihrer Mutter in Kontakt zu treten versucht. Was mir zudem sehr gefallen hat, ist, dass Sherlock Holmes jetzt im Geschehen präsenter ist und man ihn vermehrt von seiner emotionalen Seite sieht. Allerdings, und hier liegt mein riesiger Kritikpunkt, ist die Lösung des Falles an den Haaren herbei gezogen. So wirkte es, als hätte die Autorin sich im Verlauf zu viele Fallen beim Schreiben gestellt und dann kurz bevor sie ihre Seitenvorgabe erreicht hatte festgestellt, dass es keine gute Erklärung für das Verschwinden gab. Und dann musste eben eine abstruse Lösung herhalten. Eine, mit der ich gerade bei einem Krimi, der sich an Figuren orientiert, denen auf die Fahne geschrieben wird, höchst rational zu denken, äußerst unzufrieden bin. Da sich allerdings die Aufklärung des Falles auf wenige Seiten beschränkt, hinterlässt dies nur einen enttäuschten Nachgeschmack – die Lektüre an sich hat Spaß gemacht; war spannend und unterhaltsam.

    Von mir gibt es daher – vielleicht etwas zähneknirschend und sehr zuversichtlich dass der nächste Fall wieder mehr zu beiten hat – 4 von 5 möglichen Sternen!

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    Cover des Buches Die wir liebten (ISBN: 9783492059947)

    Bewertung zu "Die wir liebten" von Willi Achten

    Die wir liebten
    Sommerregenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Besonders gegen Ende packend
    Die zweite Hälfte des Werkes hat mich beeindruckt!

    In den Siebzigern leben die Brüder Edgar und Roman glücklich mit ihrer Familie in einem Dorf in Westdeutschland. Doch in einer verhängnisvollen Mainacht gerät alles was sie kennen ins Wanken, als ihr Vater bei einem Tanz mit der Tierärztin dieser vollkommen verfällt. Erst scheint er nur gedanklich abwesend zu sein, dann bleibt er nachts fort. Dann auch tagsüber. Schließlich sehen die Kinder ihn nur in der Backstube, welche die Familie führt. Als der Vater dann auszieht, werden die Risse immer größer und sind nicht mehr zu vertuschen. Die einen Lotto-Laden führende Mutter kann mit der Situation nicht umgehen, ihre mit ihrem Mann und ihrer Schwester im gleichen Haus lebende Mutter bekommt gesundheitliche Probleme, die Schwester wird auf ihre alten Tage immer weltfremder. Und der Dorfpolizist ist nach den jüngsten Streichen Edgars und Romans hinter den Jungen her und behält sie jederzeit im Auge. Unausweichlich also, dass geprüft werden muss, ob die Kinder in einem Heim besser aufgehoben wären. Auch wenn sich die ganze Familie sträubt und ihr bestes gibt um die Kinder in ihrer sicheren und geborgenen Mitte zu behalten, sorgen immer mehr Verstrickungen und Unglücksfälle dafür, dass sie im Jahr 1976 in eine Erziehungsanstalt gebracht werden. In dem sogenannten Gnadenhof sollen Kinder und Jugendliche, die als unerziehbar oder gar „undressierbar“ gelten, auf den rechten Weg gebracht werden.

    Der erste Teil der Erzählung macht – was ich sehr schade finde – den größten Part im Buch aus. Vom Klappentext her hatte ich erwartet, dass der Fokus des Romans auf der Erziehungsanstalt liegt, beim Lesen hatte ich jedoch einen anderen Eindruck. Ungefähr in den ersten Zweidritteln des Werkes wird sich dem Umfeld der beiden Brüder gewidmet und der sukzessive Verfall der Familie behandelt. Mir war dies zwischenzeitlich zu viel des Unglückes, da ein Schicksalsschlag den nächsten zu jagen scheint. Des Weiteren passt der Erzählstil sehr zu der teilweise depressiv anmutenden Atmosphäre. Als der Blick dann zum Gnadenhof wanderte, wurde es für mich höchst spannend und interessant. Gekonnt macht der Autor die bedrohliche Umgebung spürbar und lässt geschickt Informationen einfließen. So stieß ich beim Lesen besonders auf die Blutgruppentätowierung an der man ehemalige Mitglieder der SS erkennen konnte oder über Decentan auf Perphenazin und die damit verbundenen Versuche an Kindern, welche in Erziehungsanstalten untergebracht worden waren. So erhielt ich immer wieder neue Anregungen, konnte weiter recherchieren und Verbindungen herstellen. Daher stellt dieser letzte Part den für mich interessanteren wie auch beeindruckenderen Teil des Werkes dar. Gerne hätte ich hiervon mehr gelesen. Darüber hinaus sehr ansprechend finde ich das Literaturverzeichnis am Ende des Buches, da ich hiervon sicherlich das ein oder andere Werk lesen werde, um noch besser in die Themen des Werkes eintauchen kann.

    Insgesamt handelt es sich meines Erachtens um ein sehr ansprechendes Werk, das anfangs einige Längen aufweist, aber gerade ab der Hälfte an Fahrt aufnimmt und sehr wichtige und spannende Themen packend vereint. Anfangs hatte ich gerade aufgrund der Aneinanderreihung trauriger Geschehnisse Schwierigkeiten mit dem Buch, diese lösten sich aber dank des starken Endes komplett auf. Somit kann ich das Buch sehr empfehlen.

    Ich vergebe 4,5 von 5 möglichen Sternen

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