SotsiaalneKeskkond

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Tiere (ISBN: 9783499249150)

    Bewertung zu "Tiere" von Simon Beckett

    Tiere
    SotsiaalneKeskkondvor einem Tag
    Kurzmeinung: Eine wirklich ungewöhnliche Geschichte mit einem einzigartigen Hauptcharakter
    Eine große Überraschung

    Nigel hat den Pub, in dem er aufwuchs, von seinen Eltern geerbt. Hier lebt er ein zurückgezogenes Leben, ohne Freunde oder Familie. Doch er sieht kein Problem mit seiner Art zu leben, denn er hat ein Geheimnis in seinem Keller, um das er sich kümmern muss, das ein fixer Teil seines Lebens ist. Obwohl Nigel das Leben eines Kindes führt, hat er eine fixe Arbeit und verdient sein eigenes Geld. Bei der Arbeit trifft er immer wieder die beiden hübschen Frauen Karen und Cheryl, und Nigel hat sich schon seit längerem in Cheryl verkuckt, jedoch noch nie getraut, sie zu sich einzuladen, oder mit ihr etwas zu machen. Doch da laden sich Karen und Cheryl bei ihm ein, und Nigel kann nicht anders, als ja zu sagen. Anfangs ist er dann auch noch voller Vorfreude, doch das Treffen entwickelt sich langsam zur Katastrophe. Und auch das Geheimnis im Keller droht Nigel über den Kopf zu wachsen. 

    Ich hatte zuvor bereits andere Thriller von Simon Beckett gelesen und hatte eigentlich was ähnliches erwartet. Doch die Geschichte um Nigel war unerwartet anders. Nigel war ein wirklich außergewöhnlicher Protagonist. Er war sehr vielfältig und sehr gut beschrieben. Man wusste immer, was er dacht und fühlte, und dadurch, dass es immer wieder Rückblenden in das bisherige Leben gibt, weiß man, warum Nigel heute der ist, der er ist. Auch wenn Nigel sehr ungewöhnlich ist, ist er der einzige Protagonist, der mir sympathisch wurde. Alle anderen, Nigels Eltern, Karen, Cheryl und Pete, aber auch der Verkäufer am Kiosk und die alten Nachbarn von Nigel, waren nur auf sich bedacht, herrisch, unsympathisch und hatten keinerlei Interesse daran, Nigel zuzuhören oder sich seinen Standpunkt der Welt zu betrachten. Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Handlung nur um Nigel dreht, und alles durch seine Augen beobachtet wurde. Überraschend  kam für mich das Ende. Der Schreibstil von Simon Beckett liegt mir nicht, aber man kam trotzdem Flott durch das Buch. 

    So oder so ist das Buch sehr gelungen und ich kann es wirklich weiterempfehlen, auch wenn es ein Thriller der anderen Art, aber nicht minder spannen ist.

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    Cover des Buches Die Fürstin (ISBN: 9783426518533)

    Bewertung zu "Die Fürstin" von Iny Lorentz

    Die Fürstin
    SotsiaalneKeskkondvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Eines der besten Bücher von Iny Lorentz
    Eines der besten Bücher von Iny Lorentz

    Deutschland im frühen 18. Jahrhundert: Die junge Charlotte stammt aus einem verarmten Adelshaus und hat das Glück, als eine von 8 Schwestern verheiratet zu werden. Sie soll ihrem Gemahl, dem Fürsten Carl Anton, um den sich viele Gerüchte ranken, den ersehnten Erben schenken. Ein Sohn ist die einzige Möglichkeit für diesen, sein Fürstentum vor seinem raffgierigen Fein zu schützen. Eine dementsprechend schwierige Aufgabe kommt auf Charlotte zu. Doch die arrangierte Ehe erblüht nicht in Leidenschaft und die junge Fürstin muss sich in ihrer neuen Stellung erst zurechtfinden. Während Charlotte nach ihrem eigenen Glück sucht, wird sie zunehmend zur Zielscheibe des Hasses der Feinde ihres Mannes.

    Der Schreibstil ist, wie man es von Iny Lorentz kennt, nicht besonders anspruchsvoll und dementsprechend flott und angenehm zu lesen. Auch fehlte der Handlung nicht an Spannung. Auch dieser Roman war wieder top recherchiert, wie man es vom Autorenduo gewohnt ist. Interessant war für mich die Wahl des Schauplatzes, da das Saaletal für einen historischen Roman ein ungewohnter Schauplatz ist. Besonders gut haben mir die Protagonisten gefallen. Sie wirken authentisch und nicht zu sehr übertrieben. Einige von ihnen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Überrascht hat mich das Aufgreifen von Liebe zwischen Männern und die Vorurteile und Feinde gegen die diese Männer kämpfen mussten. Die Geschichte hat mir einiges mitgegeben ich habe ein wenig dazugelernt. 

    Letztendlich ist der Roman wirklich sehr gut geschrieben und eine große Empfehlung für alle Leser von Iny Lorentz. "Die Fürstin" gehört zu meinen liebsten historischen Romanen hat mir wirklich einiges mitgegeben. 

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    Cover des Buches Tränen des Südens (ISBN: 9783864660931)

    Bewertung zu "Tränen des Südens" von Sarah Lee Hawkins

    Tränen des Südens
    SotsiaalneKeskkondvor einem Monat
    Kurzmeinung: Kurzatmig, unmögliche Charaktere und grässlich langweilig
    Seicht wie die nächstbeste Gatschlacke

    South Carolina am Vorabend des Sezessionskrieges: Die junge, wunderschöne, aber mittellose, Deborah "Debby" fristet ein trauriges Dasein, nicht besser als das der Sklaven, als Küchenmädchen in einem vornehmen Haus im glanzvollen Charleston. Eines Tages jedoch bietet ihr der Besitzer einer Reisplantage, Matthew Johnsons, für den sie schon länger schwärmt, eine Stelle als Gesellschafterin an. Das Leben Debbys scheint sich zum besseren zu wenden, doch der vermeintliche Traum wird schon sehr schnell zu einem Albtraum. Deborah wird nicht besser behandelt als die Sklaven des Anwesens und hat unter der Fuchtel eines undankbaren streitsüchtigen Weibsbild zu leiden. Ein einziger Lichtblick scheint Matthew zu sein, der ihre Gefühle zu erwidern scheint. Doch als Deborah schwanger wird, sieht sie sich gezwungen, bei Nacht und Nebel die Plantage zu verlassen. Und nach der Geburt sieht das mittellose Mädchen keine andere Möglichkeit, als das Kind auf den Stufen des Herrenhauses abzulegen. 

    Also ich muss sagen, dass ich wirklich entsetzt bin. Ich hatte bereits ein anderes Buch der Autorin Magnolien im Sturm gelesen, und dieses für durchschnittlich befunden. Dementsprechend hatte ich zwar keine sonderlich hohen, aber dennoch gewisse Erwartungen. Die Geschichte ist platt und verleiht dem Leser wahrlich keinen Eindruck von Landschaft und Gesellschaft der damaligen Zeit. Schlimm fand ich auch, dass nicht einmal ansatzweise Spannung aufkam. Die Geschichte ist dermaßen flach und kurzatmig, dass Spannung einfach nicht aufkommen konnte. Die Autorin deckt auf knapp 300 Seiten beinahe 20 Jahre ab. Dabei verzichtet sie vollkommen auf die Erwähnung von historischen Ereignissen, wie beispielsweise Wahlen oder die Abschaffung der Sklaverei und der damit verbundenen Einführung des Wahlrechts für Afroamerikaner. Die Einbringung solcher Ereignisse muss nicht unbedingt notwendig sein, gibt mir persönlich aber einen Bezug zur Geschichte und dem historischen Kontext. Im allgemeinen kommt nicht die angespannte Situation vor und nach den Präsidentschaftswahlen 1860, und die darauffolgende Euphorie der Bevölkerung bei Kriegsbeginn herüber. Negativ dabei aufgefallen ist mir, dass immer wieder Dinge erwähnt wurden, die historisch gesehen absoluter Blödsinn sind. Wie beispielsweise auf Seite 142 "aber die ersten Versorgungsengpässe traten auf, als die Unionsarme den Charlestoner Hafen einnahm.", demnach der Hafen von Charleston 1861 und nicht 1865 eingenommen wurde, aber auch auf Seite 151 "Es war bei einem Kampf um eine Kleinstadt in Illinois, die die Rebellen eingenommen hatten." Meiner Meinung nach kam es nie zu Kampfhandlungen in Illinois. Wenn man von der größtenteils fehlenden, aber wenn vorhandenen Einbringung der Geschichte absieht, muss ich auch die Protagonisten kritisieren. Keiner der Charaktere, nicht einmal Deborah, scheint mehr als zwei Charakterzüge aufzuweisen. Sie scheint glücklich durchs Leben zu gehen, sieht in allem das Positive, hat auf der anderen Seite allerdings keine Existenzängste im Angesicht ihrer erbärmlichen Lebensumstände, oder scheint von anderen Sorgen geplagt zu werden. Auch schafft Deborah es nicht, ihr Verhalten zu reflektieren. So ist sie sich beispielsweise während ihrer gesamten Schwangerschaft durchaus darüber im klaren, dass sie ihr Kind nicht versorgen wird können, macht sich auf der anderen Seite aber keine Gedanken über die Zukunft des Kindes. So kommt ihr nicht in den Sinn, dass sie ihr Kind mittels einer Abtreibung mit einem Draht oder einer Stricknadel loswerden könnte. Dadurch hätte sie zwar Gewissensbisse, welche übrigens die ganze Geschichte über bei ihr kaum auftreten, würde aber einer Belastung und einem noch größeren sozialen Abstieg entgehen. Auf der anderen Seite zeigt Matthews Ehefrau keinerlei positiver Charakterzüge zu haben. Sie ist rachsüchtig, habgierig und undankbar. Im Großen und Ganzen will ich damit sagen, dass die Charaktere extrem weltfremd, unmenschlich und unauthentisch wirken. Des Weiteren ist mir noch aufgefallen, dass Deborah scheinbar keinem Alterungsprozess ausgesetzt ist. Die ganzen 18 Jahre über, in denen die Handlung stattfindet, scheint sich Deborah weder äußerlich, noch charaktermäßig verändert zu haben. Sie hat trotz Schwangerschaft, Mangelernährung, dem Verlust ihres Kindes und ihres Mannes und ihrem voranschreitendem Alter im Jahr 1870 immer noch den gleichen sonnigen Charakter und den gleichen perfekten und wunderschönen Körper, wie schon 18 Jahre zuvor. Der Moment, in dem ich wirklich die Augen verdrehen musste, war dann gekommen, wenn wieder einmal einer dieser kitschigen Momente gekommen war, in denen Zufälle geschahen, die dermaßen an den Haaren herbeigezogen waren, dass es krachte. Schwester findet ihre lang verschollene und totgeglaubte Schwester wieder, und so weiter und so fort. Da war es mir dann aber auch wirklich zu viel. 

    Letztendlich war das Buch für mich wahrlich ein Griff ins Klo, da mir das Buch einfach zu klischeehaft und unwahrscheinlich unauthentisch und unmöglich war. Vielleicht ist das Buch ja etwas für jemanden, der gerne seichte Liebe ohne viel Hintergrund möchte. Ich muss allerdings sagen, dass ich zu anspruchsvollerer Kost greife. 

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    Cover des Buches Kein böser Traum (ISBN: 9783442460847)

    Bewertung zu "Kein böser Traum" von Harlan Coben

    Kein böser Traum
    SotsiaalneKeskkondvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ich konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen.
    Ich bin wirklich beeindruckt...

    Als die zweifache Mutter Grace Lawson die Fotos des letzten Familienausfluges durchsieht, macht sie eine ungewöhnliche Entdeckung. Zwischen all den Fotos von ihrer Familie befindet sich eines das nicht dazu passt. Es ist schon Jahrzehnte her, dass das Bild aufgenommen wurde, und zeigt den Mann von Grace mit mehreren ihr unbekannten Personen. Als Grace ihren Mann darauf anspricht, zeigt sich dieser abweisend und verschwindet kurz darauf spurlos. Je mehr Grace über das Foto herausfindet, desto mehr wird sie von ihrer eigenen Vergangenheit heimgesucht, die sie hoffte zu vergessen. 

    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. man kommt sehr flott durch das Buch, und auch baucht sich das ganze Buch über Spannung auf, die nicht abflaut. Anfangs scheint nichts zusammenzuhängen, doch langsam erkennt man das komplexe Netz, das hinter allem steckt. Gegen Ende löst sich alles auf, doch selbst als ich glaubte, nichts könne mich mehr überraschen, nahm die Geschichte wieder eine unerwartete Wendung. Die Protagonisten in Harlan Cobens Büchern haben immer eine unangenehme Vergangenheit und kämpfen trotzdem immer für das Gute. Sie wirken authentisch und sympathisch. 

    Ich kann das Buch wirklich uneingeschränkt an alle empfehlen. Kein Böser Traum wird definitiv nicht das letzte Buch von Harlan Coben sein, das ich gelesen habe. 

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    Cover des Buches Die Gabe der Sattlerin (ISBN: 9783404180790)

    Bewertung zu "Die Gabe der Sattlerin" von Ralf H. Dorweiler

    Die Gabe der Sattlerin
    SotsiaalneKeskkondvor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannend zu lesen, war aber nichts außergewöhnliches
    Interessante Kulisse

    Württemberg im späten 18. Jahrhundert: Charlotte, eine junge Sattlerstochter soll einen Mann heiraten, den sie aber nicht liebt. Sie verlässt den elterlichen Hof und zieht durchs Land, bis sie in die Hände einer gefährlichen Räuberbande fällt und von dieser gezwungen wird, das fürstliche Gestüt Marbach auszukundschaften. Um auf dem Gestüt arbeiten zu können muss sie allerdings ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und innerhalb weniger Tage einen prunkvollen Sattel für den Herzog herstellen. Doch Charlotte darf auch nicht die Liebe unterschätzen. 

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Und auch an Spannung mangelte es das ganze Buch über nicht. Die Charaktere waren interessant und sympathisch, aber nicht besonders facettenreich. Immer wieder kamen leider im Buch Stellen Buch vor, die mir unlogisch und an den Haaren herbeigezogen vorkamen. Interessant war allerdings die Recherchearbeit über Friedrich Schiller, und mir gefiel besonders, dass am Anfang jedes Kapitels ein Zitat aus einem der Werke Schillers, meist aus Die Räuber angeführt wurde. 

    Letztendlich ist das Buch gut geschrieben, in meinen Augen jedoch nichts besonderes, trotzdem nicht weniger lesenswert. Die Gabe der Sattlerin war mein erstes Buch des Autors und ich bin mir sicher, dass ich noch andere von ihm lesen werde. 

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    Cover des Buches Von fernen Ländern (ISBN: 9783446255333)

    Bewertung zu "Von fernen Ländern" von Julien Green

    Von fernen Ländern
    SotsiaalneKeskkondvor einem Monat
    Kurzmeinung: Wunderbar atmosphärischer Schreibstil und eine wirklich bemerkenswerte Geschichte
    Ein beeindruckendes Buch

    Georgia 1850: Nachdem die Familie der jungen Engländerin Elizabeth von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wird, wird die junge Frau zu reichen Verwandten in den amerikanischen Süden geschickt, wo sie zu einer wohlerzogenen und kultivierten Frau erzogen werden soll. Mit ihrer Ankunft in Georgia ändert sich das Leben des jungen Mädchens schlagartig und sie wird in eine Welt hineingezogen, von der sie zuvor nur träumen konnte. Durch ihre Ankunft auf der herrschaftlichen Baumwollplantage Dimwood verändert sich das bisher ruhige Leben der Hausbewohner schlagartig. Mit ihrer ausgesprochenen Schönheit und Eleganz, ihrem Geist und ihre Intelligenz, aber auch ihrer Sturheit, ihrer Geradlinigkeit und ihren modernen Ideen stiftet sie zunehmend Unruhe. Das alte Leben in England war so viel anders und beschaulicher und vieles in der neuen Welt schockiert Elizabeth und die Dekadenz und Falschheit der illustren Gesellschaft machen ihr zu schaffen. Und auch ihre romantischen Gefühle drohen Elizabeth zu Fall zu bringen. 

    Der Schreibstil hat mich wirklich beeindruckt. Bunt und mit dem süßen, schweren Duft der Magnolien in der Nase wird der Leser in die Zeit des vermeintlichen Glanzes der Südstaaten versetzt. Ich konnte schon fast die schwüle Hitze eines drückend heißen Sommertags während des Lesens auf meiner Haut spüren und die moosbewachsenen Bäume sehen, die von der Sommerhitze niedergedrückt werden. Über dem ganzen liegt aber auch noch eine drückend düstere Stimmung, die den Untergang dieser dekadenten Gesellschaft, der jeden Moment über Elizabeth und die anderen Charaktere hereinbrechen könnte, greifbar macht. Wirklich begeistern konnten mich auch die Charaktere, die außergewöhnlich facettenreich und einzigartig gestaltet sind. Jeder scheint irgend ein dunkles Geheimnis mit sich rumzutragen, das er am liebsten sofort tief im Inneren der Seele vergraben würde. Ein wenig störte mich allerdings, wenn Elizabeth hin und wieder eine ihrer kindischen, naiven Phasen bekam. Allerdings muss man sagen, dass durch diesen Wechsel zwischen trotzigem, für Kinder typischem Verhalten und dem einer aufgeschlossenen intelligenten Dame von Welt, die bereits das Erwachsenenalter erreicht hat, das Verhalten Elizabeths als Sechzehnjährige authentisch und realitätsnah widerspiegelt. Positiv beeindruckt wurde ich auch von der überragenden Recherchearbeit des Autors. Das Leben der Oberklasse mit ihren frivolen Veranstaltungen und strengen Regeln, aber auch wie andere Gesellschaftsschichten wie der "Poor white Thrash" oder die Sklaven von ihnen behandelt wurden, wird äußerst authentisch dargestellt. Besonders gefallen haben mir auch die Beschreibungen der angespannten politischen Lage in den USA vor dem Sezessionskrieg, die sich über das ganze Buch zogen und mehr das Gefühl eines nahenden Unglücks verstärkten. dabei wurden die Sachverhalte auch spannend und interessant erläutert ich habe wirklich etwas über die politischen Geschehnisse der damaligen Zeit gelernt. Gefallen hat mir auch, dass damalige politische Größen wie Henry Clay erwähnt wurden, und deren Bedeutung in der Geschichte. Einzig und allein störte mich ein wenig, dass es im Buch immer wieder zu etwas langatmigen Stellen kam, die meinen Lesefluss beeinträchtigten, was das Buch aber nicht minder lesenswert macht. 

    Die Geschichte ist eine große Empfehlung an alle, die sich gerne mit der Geschichte Amerikas im 19. Jahrhundert auseinandersetzen und gerne historische Romane lesen. Allerdings sollte man für das Buch schon ein wenig Wissen über die damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse haben. Der Schreibstil und die Recherchearbeit haben mich dermaßen beeindruckt, dass dies definitiv nicht mein letztes Buch von Julien Green gewesen sein wird. 

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    Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)

    Bewertung zu "Der Name der Rose" von Umberto Eco

    Der Name der Rose
    SotsiaalneKeskkondvor einem Monat
    Kurzmeinung: Leider abgebrochen...
    Konnte mich leider nicht überzeugen...

    Eine italienische Benediktinerabtei im 14. Jahrhundert. Der Franziskanermönch William von Baskerville befindet sich auf einer politischen Mission. Dabei wird er vom jungen Benediktiner Adson von Melk begleitet. Doch im Kloster gehen mysteriöse Dinge vor und irgendein Krimineller treibt sein Unwesen. Als sich die ungewöhnlichen Ereignisse häufen werden die beiden Mönche vom Untersuchungsfieber gepackt. Nach und nach dringen sie immer weiter in die Mysterien und Geheimnisse der Benediktinerabtei ein, während sich außerhalb der Klostermauern die Machtfrage zwischen dem Papst und dem Orden der Franziskaner immer weiter zuspitzt. Zu allem taucht auch noch ein berühmt berüchtigter Inquisitor im Kloster auf und beginnt, sehr zum Missfallen Adsons und Williams, die mysteriösen Vorfälle zu untersuchen. 

    Ich musste das Buch für die Schule lesen und habe mir, um ehrlich zu sein ein klein wenig mehr erhofft. Die Idee hinter der Geschichte fand ich sehr interessant und auch, was es letztendlich mit der mysteriösen Klosterbibliothek auf sich hatte, interessierte mich sehr. Allerdings fand ich das Buch viel zu langweilig und langatmig. Oft kamen Passagen vor, die sich über Seiten zogen, in denen einfach nur komplett unnötigen und uninteressanten Überlegungen und Gedanken nachgehangen wurde. Auch muss ich sagen, dass die Charaktere für meinen Geschmack viel zu farblos, flach und uninteressant sind, und man mit ihnen beim besten Willen nicht warm werden konnte. Auch kam keineswegs Spannung auf, da die ganze Zeit nur rumgeschwafelt wurde. Hingegen muss ich sagen, dass die immer wieder stattfindenden Exkurse in die Geschichte Europas äußerst interessant waren, und mir einen Teil der Geschichte der katholischen Kirche näherbrachte, über den ich bis jetzt fast gar nichts wusste. 

    Letztendlich wurde das Buch aber zunehmend zur Quälerei und es schien kein Ende mehr nehmen zu wollen. Die Geschichte hatte zwar einige interessante Stellen, war letztendlich aber nichts für mich. 

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    Cover des Buches In ewiger Schuld (ISBN: 9783442484669)

    Bewertung zu "In ewiger Schuld" von Harlan Coben

    In ewiger Schuld
    SotsiaalneKeskkondvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Mein liebstes Buch von Harlan Coben
    Der beste Thriller von Harlan Coben

    Maya, eine ehemalige Pilotin der Armee, bekommt beim Durchblicken der Aufnahmen ihrer Nanny-Cam den Schreck ihres Lebens. Auf den Aufnahmen ist ihr bereits verstorbener Mann Joe zu sehen, der in aller Seelenruhe mit ihrer kleinen Tochter spielt. Sie beginnt am Tod ihres Mannes zu zweifeln. Auch kommt unweigerlich die Frage auf, was in der Nacht von Joes Ermordung geschah und ob sie ihrem Mann jemals trauen konnte. Nach und nach beginnt sie zu forschen, wer ihr Mann wirklich war, und was in der Nacht seiner Ermordung geschah. Ihr Forschungen führen sie auch in die Vergangenheit der reichen Familie ihres Mannes, in der sie auf einmal nicht mehr willkommen scheint. 

    Die Geschichte nahm echt rasant an Fahrt auf. Es wurde von Seite zu Seite spannender und die Spannung flaut das ganze Buch über nicht ab. Der Autor lockt den Leser immer wieder auf falsche Fährten und auch das Ende hat mich wirklich überrascht. Auch die Charaktere waren sehr interessant und ich empfand Maya als eine wirklich starke, sympathische und engagierte Frau. Auch wirkte die Handlung authentisch und an keiner Stelle an den Haaren herbeigezogen. Äußerst gut und interessant beschrieben fand ich, wie Maya mit ihren Problemen zu kämpfen hatte. Das Buch ließ mich nachdenklich zurück und wird wohl noch für lange Zeit in meinem Gedächtnis bleiben. 

    Letztendlich kann ich mich über gar nichts beschweren. Das Buch ist einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe, und kann es daher uneingeschränkt allen weiterempfehlen, die gerne Bücher dieses Genres lesen. 

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    Cover des Buches Die Brücken der Freiheit (ISBN: 9783404172313)

    Bewertung zu "Die Brücken der Freiheit" von Ken Follett

    Die Brücken der Freiheit
    SotsiaalneKeskkondvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und gut recherchiert
    Der Alltag im 18. Jahrhundert

    Schottland im 18. Jahrhundert: Mack, ein junger Mann, arbeitet seit seinem siebten Lebensjahr in der Kohlegrube der Familie Jamisson. Schon bei der Taufe werden die kleinen Kinder den Besitzern der Zeche versprochen. Die meisten der Grubenarbeiterinnen und Grubenarbeiter fügen sich einfach ihrem harten Schicksal, doch Mack strebt nach Freiheit. Er beschließt wegzulaufen und kommt nach London. Dort findet er einen neuen Job, doch auch hier erlangt er nicht die Freiheit, die er sich erhoffte. Als er versucht, gegen sein Schicksal anzukämpfen und der Armut in den Straßen Londons zu entfliehen, wird er als Aufrührer verhaftet und zum Tode verurteilt. Nur das beherzte eingreifen von Lizzie Hallim, einer jungen Adeligen, mit der er bereits als Kind gespielt hatte, konnte ihn vorm Galgen retten. Stattdessen wurde er zu sieben Jahren Zwangsarbeit in den britischen Kolonien verurteilt. Die Freiheit schien in ungreifbare Ferne gerückt sein. Doch auch Lizzie, die seit jeher auf ein Leben in Selbstbestimmung hofft, wird in eine unglückliche Ehe mit Jay Jamisson gedrängt. 

    Der Schreibstil ist, wie nicht anders von Ken Follett zu erwarten, leicht und flüssig zu lesen gewesen. Auch an Spannung mangelt es das ganze Buch über nicht und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere waren sehr sympathisch, gut beschrieben, vielseitig und durchaus authentisch. So hatte Mack beispielsweise einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, einen Drang auf Selbstbestimmung, ist wiederum aber auch beherrscht, überlegt und durchaus dazu in der Tat, sein eigenes Verhalten und seine taten zu reflektieren. Begeistern konnte mich Ken Follett auch mit seiner hervorragenden Recherchearbeit. Das Leben der Kohlearbeiter, die Arbeit in der Zeche, das Leben und die Armut in den Straßen Londons und das Schicksal der Zwangsarbeiter, die in die Kolonien verschickt wurden, wurden sehr interessant beschrieben. Mitgenommen hat mich, wie die kapitalistischen geldgierigen Unternehmer immer weiter die Bevölkerung ausbeuten und dabei sogar noch von der Regierung unterstützt werden. Leider muss man sagen, dass es heutzutage in vielen Teilen der Welt nicht anders zugeht. 

    Schlussendlich ist der Roman sehr gut und spannend zu lesen. Er bietet einen interessanten Einblick in das Leben im britischen Königreich im 18. Jahrhundert. Ich kann das Buch wirklich uneingeschränkt allen weiterempfehlen, die gerne historische Romane lesen. 

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    Cover des Buches Der Himmel über Alabama (ISBN: 9783442383092)

    Bewertung zu "Der Himmel über Alabama" von Marlen Suyapa Bodden

    Der Himmel über Alabama
    SotsiaalneKeskkondvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderbar atmosphärische Geschichte, die wirklich unter die haut geht
    Eine Geschichte über Liebe, Hoffnung und Hass

    Alabama 1850: Sarah, eine Sklavin auf einer Baumwollplantage im Süden der USA, und Clarissa, die Tochter eines unbarmherzigen Sklavenhalters, sind bereits von Kindesbeinen an miteinander verbunden. Als Clarissa in eine Ehe mit einem benachbarten Plantagenbesitzer gedrängt wird, bekommt sie Sarah als Hochzeitsgeschenk. Schon bald wird Clarissa schwanger. Doch nach der erfolgreichen Geburt geschieht eine Katastrophe. Clarissas Mann kennt das Kind nicht als das seine an und verstößt Clarissa und Sarah von der Plantage. In windeseile zieht der Skandal seine Runden und schon bald wird die einst so angesehene Familie aus der guten Gesellschaft verbannt. Während all dessen hat Sarah nur einen Gedanken: Fluch. Sie will die Grausamkeiten der Sklaverei hinter sich lassen und ein Leben in würde führen. 

    Ich hatte das Buch nur durch Zufall entdeckt und es mir gekauft, dementsprechend positiv überrascht und begeistert bin ich von der Geschichte. Der Schreibstil ist einfach wunderbar atmosphärisch und lässt den Glanz und die Dekadenz dieser untergegangenen Gesellschaft wiederaufleben. Besonders begeistert hat mich die facettenreiche Gestaltung der Protagonisten. So war Clarissa nicht das naive brave Mädchen, wie man es vielleicht vermutete hätte, sondern eine starke Persönlichkeit, die ihre eigenen Ziele und Wünsche verfolgt. Besonders begeistert hat mich auch Theodora, die Mutter Clarissas, aus deren Sicht ein Teil der Geschichte erzählt wird. Ich hatte das Gefühl, dass sie ihrer zeit bereits weit voraus war. Auch war das Buch sehr gut recherchiert. Das Leben der Sklaven, aber auch das der feinen Gesellschaft wurde wunderbar beschrieben, ebenso wie die Zwänge, in der die damalige Gesellschaft feststeckte. Auch an Spannung mangelte es die ganze Geschichte über nicht und die unerwarteten Wendungen überraschten mich jedes mal aufs neue. Besonders das Ende war unvorhersehbar und ließ mich wirklich geflasht zurück. 

    Ich kann mich über nichts beschweren, die Geschichte ist einfach rundum perfekt. Ich kann das Buch wirklich an jeden weiterempfehlen, da es authentische Einblicke in eine höchstexplosive Zeit bietet. Schade finde ich, dass das weder das buch, noch die Autorin im deutschsprachigen Raum wirklich bekannt sind. 

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