Starry-sky

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    Cover des Buches Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen! (ISBN: 9783748800408)

    Bewertung zu "Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen!" von Christin-Marie Below

    Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen!
    Starry-skyvor 2 Tagen
    Nicht gruselig, sondern sehr lustig

    „Hilfe, mein Kater kann sprechen!“ ist der erste Teil der Reihe um Mirella Mauch, die ein Vampir ist. Anfangs weiß Mirella selbst nichts davon. Eines nachts wacht sie mit Zahnschmerzen auf und will die Wunde eigentlich nur mit schmerzlinderndem Öl versorgen. Da merkt sie, dass sie mit ihrem Kater sprechen kann, der eine Vorliebe für die Französische Sprache hat. Als ihr Eckzahn dann durchgebrochen ist, fällt nicht nur ihr selbst auf, dass er aussieht wie ein echter Vampirzahn. Im Laufe der Handlung merkt Mirella dann, dass sie wirklich ein echter Vampir ist.

    Mich hat an dem Buch zuerst das Cover angesprochen, weil es gleichzeitig gruselig und lustig wirkt (ok, und vielleicht weil ich Katzen mag). Die Bilder im Buch sind genau so ansprechend und liebevoll gestaltet, sodass es für Kinder viel zu sehen gibt, was den Unterhaltungswert noch steigert. Da die Geschichte in der Ich-Form aus Mirellas Perspektive geschrieben ist, konnte ich mich sehr gut in Mirella hineinversetzten. Ihre Ängste, wie die nächtliche Dunkelheit sind sehr authentisch und machen das Mädchen sehr liebenswert. Unterhaltsam wird es spätestens zu dem Zeitpunkt, als Mirella entdeckt, dass sie nachts mit ihrem Kater sprechen kann. Der erklärt ihr nämlich erstmal, dass er sein pinkes Halsband gar nicht mag, schließlich ist er ein Kater! Noch dazu benutzt er mit Vorliebe französische Wörter und Redewendungen, hier ist das Lachen der Kinder quasi vorprogrammiert. Ebenso authentisch ist die Darstellung der Freundschaft von Mirella zu ihrer besten Freundin und die Wichtigkeit von Zusammenhalt und Mut.

    Der Schreibstil ist absolut kindgerecht und passend für die angegebene Altersempfehlung von acht bis zehn Jahren. Die Sätze und Kapitel sind kurz und einfach verständlich. Anders als man beim Titel vermuten könnte, ist das Buch sehr unterhaltsam, aber überhaupt nicht gruselig trotz der Vampirthematik mit Fledermäusen und sprechenden Tieren. Am Ende des Buches gibt es als Zusatz ein tolles Rezept für Himbeermarmelade.

    Mir als Erwachsener hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin sicher, dass es beim Vorlesen mindestens genau so gut ankommen wird. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich bin gespannt auf Band 2.


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    Cover des Buches Funkenmord (ISBN: 9783550081804)

    Bewertung zu "Funkenmord" von Volker Klüpfel

    Funkenmord
    Starry-skyvor 14 Tagen
    Zu viel drumherum

    In Kluftingers 11. Fall stehen seine Kollegen und er immer noch unter Schock nach dem Tod des Kollegen Eugen Strobl. Kluftinger übernimmt vorübergehend die Leitung des Polizeipräsidiums Schwaben/Südwest, was ihm nicht ganz gelegen kommt. Kluftingers Interesse gilt viel mehr einem Cold Case aus dem Jahr 1985. In einer Nacht im Februar starb die junge Karin Kruse, während im Dorf das Funkenfest gefeiert wurde. Mit Kluftingers Hilfe konnte der Täter damals schnell gefasst werden. Dieser gestand damals, beteuerte aber gegenüber Kluftinger vor seinem Tod, dass er unschuldig war. Kluftinger glaubt ihm, und ist fest entschlossen, die damalige Tat noch aufzuklären und den wahren Täter zu finden. Das gestaltet sich jedoch schwierig, den seine Kollegen sehen keine Notwendigkeit, den Fall nochmal aufzurollen – schließlich wurde der Täter gefasst und hat seine Straße verbüßt.

    In Nachfolge des verstorbenen Kollegen tritt die junge Lucy Beer in das Team ein. Das sorgt bei den Kollegen zunächst nicht für Begeisterung, was an Lucys jungem Alter liegt und auch daran, dass sie eine Frau aus der Stadt ist. Lucy nimmt das ganz locker, ihr Kleidungsstil ist sehr individuell und ihre Haltung feministisch, was für die Kollegen erstmal sehr ungewöhnlich ist. Kluftinger selbst weiß anfangs nicht, wie er mit Lucys speziellem Wesen umgehen soll und schwankt zwischen Begeisterung und Argwohn.

    Auch zu Hause hat er es nicht leicht, denn seine Frau wird immer wieder von Migräne und Erschöpfung geplagt, sodass Kluftinger nun auch noch die Hausarbeit enden soll. Sein erster Versuch des Wäschewaschens endet kläglich, denn er hat die Wäsche nicht nach Farbe oder Art sortiert, sondern nach Dringlichkeit des Waschens. Sein Lieblingshemd ist nun enger und hat einen rosa Touch. Besonders lustig wird es bei der Taufe des Enkels, als Kluftinger eine englische Mail an die japanische Familie der Kindesmutter verfasst. Er war stets bemüht, mehr kann man anhand seiner Englischkenntnisse nicht dazu sagen…

    Ich habe bisher nicht alle Kluftinger-Bände gelesen, fand die Mischung aus regionalem Roman und Krimi bisher aber gut. An „Funktenmord“ hatte mich vor allem der namensgebende Cold Case angesprochen. Insgesamt nimmt die Ermittlungsarbeit aber höchstens 1/4 des Buches ein. Im Vordergrund steht Kluftingers neue Kollegin und sein Privatleben mit seiner Frau Erika. Obwohl ich diese Themen interessant fand, war es für mich viel zu viel drumherum. Der eigentlich spannende Cold Case, auf den ich mich gefreut hatte, kam viel zu kurz. „Funkenmord“ war für mich insgesamt eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch, konnte meine Erwartungen insgesamt aber leider nicht erfüllen.

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    Cover des Buches Die Hafenschwester - Als wir wieder Hoffnung hatten (ISBN: 9783453292444)

    Bewertung zu "Die Hafenschwester - Als wir wieder Hoffnung hatten" von Melanie Metzenthin

    Die Hafenschwester - Als wir wieder Hoffnung hatten
    Starry-skyvor 23 Tagen
    Cover des Buches Der kleine Siebenschläfer: Eine Pudelmütze voller Wintergeschichten (ISBN: 9783522185530)

    Bewertung zu "Der kleine Siebenschläfer: Eine Pudelmütze voller Wintergeschichten" von Sabine Bohlmann

    Der kleine Siebenschläfer: Eine Pudelmütze voller Wintergeschichten
    Starry-skyvor einem Monat
    Ein wunderbares Buch!

    „Der kleine Siebenschläfer: Eine Pudelmütze voller Wintergeschichten“ ist ein Kinderbuch mit der Altersempfehlung von vier bis 99 Jahren. Ich habe das Buch zum Vorlesen für ein sechs Jahre altes Kind ausgewählt. Wichtig war mir bei der Auswahl, ein Buch zu haben, dass kindgerecht ist, und unterhaltsame, lustige, aber auch „sinnvolle“ Wintergeschichten beinhaltet. Da Geschichten mit Tieren im Fokus bei dem Kind generell beliebt sind, war die Entscheidung schnell getroffen. Mit 128 Seiten ist die Länge des Buches angenehm, außerdem sind auch Bilder enthalten, was mir beim Vorlesen wichtig ist. So wird das Kind noch mehr eingebunden und kann seine Fantasie einbringen. In der Siebenschläfer-Serie sind bereits 7 andere Bücher erschienen, diese bauen aber nicht aufeinander auf und können unabhängig voneinander gelesen werden.

    Der Einstieg des Buches erfolgt im Herbst, als der kleine Siebenschläfer sich auf seinen sieben Monate langen Winterschlaf vorbereitet. Gemeinsam mit seiner Familie wird er wie jedes Jahr den Winter verschlafen. Sein kleiner Freund die Haselmaus ist bei ihm, um den kleinen Siebenschläfer zu verabschieden, doch das fällt der Haselmaus so schwer. Schließlich wird er den kleinen Siebenschläfer in den Siebenschläfer in der langen Zeit schrecklich vermissen und würde viel lieber die Abenteuer des Winters mit ihm erleben. Durch die Erzählungen wird der kleine Siebenschläfer neugierig und möchte unbedingt den letzten Blattfalltag mit der Haselmaus erleben, mit ihm den Schnee sehen, einen Schneemann bauen und viele weitere winterliche Momente erleben. Weil all das so spannend ist, was er sonst immer verschläft, verschiebt er seinen Winterschlaf immer weiter, um all das zu erleben. Nachdem der kleine Siebenschläfer all die Abenteuer mit der Haselmaus erlebt hat, schläft er glücklich ein und macht zufrieden seinen Winterschlaf.

    Das Buch umfasst 128 Seiten, die in 18 unterschiedlich lange Kapitel unterteilt sind. Jedes Kapitel widmet sich dabei einem Wintertag, wobei die Tage aneinander anknüpfen und die Geschichte aufeinander aufbaut. Die Erzählweise ist kindgerecht, aber auch für Erwachsene unterhaltsam und ansprechend. Die Illustrationen (siehe unten) sind wunderschön und im klassischen Design. Ich mag den Comic-Style überhaupt nicht, daher waren die ansprechenden, niedlichem Bilder für mich ein großer Pluspunkt. Auch das Kind fand die Bilder toll und hat schon deswegen den kleinen Siebenschläfer und seine Freunde ins Herz geschlossen. Die Liebe zum Detail, die an den Illustrationen sichtbar wird, findet sich ebenso in der Geschichte wieder. Die länge der Kapitel ist angenehm und die Inhalte sind herzerwärmend. Neben den Erlebnissen im Winter, spielt die Freundschaft zwischen dem kleinen Siebenschläfer und der Haselmaus eine wichtige Rolle. Obwohl manche Geschichten sehr lustig sind, gefällt mir diese tiefgründige Komponente sehr und sie bietet eine gute Grundlage für weitere Gespräche über Freundschaften.

    Ich bin absolut begeistert von dem Buch und werde sicherlich noch weitere Bücher aus der Siebenschläfer-Reihe (vor-)lesen.

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    Cover des Buches Der Halbbart (ISBN: 9783257071368)

    Bewertung zu "Der Halbbart" von Charles Lewinsky

    Der Halbbart
    Starry-skyvor einem Monat
    immer noch aktuell

    Auf „Der Halbbart“ bin ich aufmerksam geworden, weil das Buch auf der Longlist für den deutschen Buchpreis steht und viel beworben wurde.

    Die Hauptfigur des Buches ist Sebi, ein einfacher Junge der in einem kleinen Dorf lebt. Eines Tages kommt ein Fremder in die Gemeinde, dem er zuerst skeptisch begegnet. Nach und nach merkt Sebi, dass der Mann, den er Halbbart nennt, anders ist als andere. Der Halbbart gibt Sebi tiefgründige Lektionen über das Leben und verschiedene Situationen im Leben. Ebenso über den Umgang mit Menschen und das Treffen von Entscheidungen, sowie die Tatsache, dass die meisten Dinge nicht nur schwarz oder weiß sind. Richtig und falsch ist nicht einfach zu bestimmen, sondern abhängig von vielen Umständen und bedarf einer genauen Betrachtung. Obwohl die Handlung im 14. Jahrhundert spielt, sind diese Themen und die vermittelten Botschaften auch heute noch aktuell, was das Buch für mich zu etwas sehr besonderem macht. Auf der einen Seite die Lebensumstände, die ganz anders sind als die heutige, und auf der anderen Seite die Worte des Halbbarts, die immer noch zutreffen.

    Zuerst fiel es mir schwer, mich in das Buch einzufinden, denn der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig. Die Sprache ist stellenweise sehr poetisch und blumig, weshalb ich einige Abschnitte mehrfach lesen musste. Manche Beschreibungen waren mir zu detailliert, aber daran gewöhnte ich mich schnell und empfand das nicht mehr als störend. Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte aus Sebis Perspektive erzählt ist, und Sebis Gedanken teilweise sehr tiefgründig sind. Mir hat es viel Freude bereitet, seine Entwicklung mitzuerleben. Mir ist es nicht gelungen, zu allen Charakteren denen Sebi begegnete, ein interessiertes Verhältnis aufzubauen, das habe ich aber nicht als störend empfunden, denn die Charaktere waren trotzdem gut ausgearbeitet.


    Ebenso gut gefallen hat mir die Aufteilung des Romans in viele, kurze Kapitel, sodass ich das Buch immer mal aus der Hand legen konnte, um über das Gelesene nachzudenken, ohne im Kapitel aufhören zu müssen. Allgemein war das Buch durch die tiefgründigen Weisheiten für mich mit viel Nachdenken und verarbeiten verbunden, was mir sehr gut gefallen hat. Mit 688 Seiten ist das Buch eher lang, für mich war aber keine Seite zu viel, sondern ich habe das Lesen vollkommen genossen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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    Cover des Buches Milk and Honey (ISBN: 9781449474256)

    Bewertung zu "Milk and Honey" von Rupi Kaur

    Milk and Honey
    Starry-skyvor einem Monat
    Ganz nett, mehr auch nicht

    Ich kenne Rupi Kaur und Milk and Honey schon länger, da ich immer wieder auf Instagram Bilder davon gesehen habe. Mir haben die Verse und tiefgründigen Gedanken sehr gefallen. So kam es, dass ich mich entschieden habe, das Buch Milk and honey – milch und honig zu lesen. Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt gar nicht, aber das ist Geschmackssache.

    Im Buch finden sich neben den Poesien passende Skizzen, die minimalistisch und teilweise abstrakt gehalten sind. Das passt für mich gut, denn somit kann jeder die Zeichnungen im Geist nach der eigenen Fantasie ergänzen. Die 208 Seiten bestehen also nicht ausschließlich aus Text, und die abgedruckten Texte sind teilweise sehr kurz, sodass ich mit dem Buch schnell durch war. Trotzdem regen die Texte zum nachdenken an und sind teilweise wirklich tiefgreifend. Negativ finde ich, dass konsequent alles kleingeschrieben ist (Nomen, Namen,..). Das dient wohl der künstlerischen Darstellung, aber mich hat das beim Lesen gestört. Darüber hinaus hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass die deutsche Übersetzung der englischen Poesie nicht gerecht wird. Auf englisch wären einige Sätze/Texte für mich ausdrucksstärker gewesen.

    Gut gefallen hat mir die Untergliederung der Texte nach verschiedenen Themen. So kann passend zur jeweiligen Stimmung oder Lebenssituation gelesen werden. Mir haben die meisten Texte gut gefallen, einige sind mir wirklich nahe gegangen. Es gab jedoch auch Texte, die für mich nichts besonderes waren, sondern absolut 08/15, was wirklich „jeder“ hätte schreiben können.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung für all diejenigen, die gerne poetische Texte lesen oder Anregungen zum Umgang mit seelischem Schmerz suchen.

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    Cover des Buches Die Zahlen der Toten (ISBN: 9783596512416)

    Bewertung zu "Die Zahlen der Toten" von Linda Castillo

    Die Zahlen der Toten
    Starry-skyvor einem Monat
    Kurzmeinung: Toller Reihenauftrakt mit der Thematik um die Amischen!
    Toller Reihenauftakt

    „Die Zahlen der Toten“ ist der 1. Band von Linda Castillos Kate-Burkholer-Reihe und ist am 01.09.2010 erschienen. Mittlerweile umfasst die Reihe, die in einer Amischen Gemeine spielt, im Deutschen 11. Teile. Der letzte Teil „Quälender Hass“ ist 2019 erschienen. Ein weiterer Teil ist bereits erschienen, aber noch nicht ins Deutsche übersetzt.

    Ich habe schon einige Bücher der Reihe gelesen und mag sie sehr gerne, da ich mich allgemein für christliche Glaubensgemeinschaften, besonders für die Amischen, interessiere. Inhaltlich geht es in „Die Zahlen der Toten“ um Kate Burkholder, die seit zwei Jahren Polizeichefin in Painters Mill ist. Die Stadt liegt in Ohio und ein Großteil ihrer Bewohner zählen zu den Amischen. Auch Kate ist amisch aufgewachsen und hat so eine besondere Rolle, die hilfreich ist, zwischen Amischen und Nicht-Amischen zu vermitteln. Ihre Ermittlungen beginnen, als auf einem Feld die Leiche einer ermordeten Frau gefunden wird, die eine eigeritzte römische Zahl aufweist. Dadurch entsteht der Verdacht, dass ein Zusammenhang zu einer Tat bestehen könnte, die vor 16 Jahren verübt wurde. Kate hat persönliche Verstrickungen in die damaligen Ereignisse, so dass sie bei ihren Ermittlungen oft nicht ganz korrekt vorgeht. Neben Kate gibt es noch ihren Kollegen, FBI-Agent John Tomasetti, der auch an den Ermittlungen beteiligt ist. Tomasetti hat seine Familie durch einen Mord verloren und man merkt, dass er sehr darunter leidet. Am Anfang war er mir mit seiner speziellen Art eher unsympathisch, doch das änderte sich schnell.

    Mir hat „Die Zahlen der Toten“ sehr gut gefallen, so viel vorab. Der Einstieg ins Buch ist sehr spannend, was schon alleine an den detaillierten Beschreibungen der Umgebung liegt. Die Leiche wird im Winter gefunden, als alles verschneit ist. Allein diese Stimmung hat mich sehr in ihren Bann gezogen. Durch die Schreibweise war ich sehr schnell in der Handlung angekommen und habe mit den Charakteren gefühlt. Die Beschreibungen um den Mord und die Vorfälle vor 16 Jahren sind nicht allzu blutig, trotzdem gingen sie mir sehr nahe. Das mag auch an Kate Burkholder liegen, der man anmerkt, dass sie immer noch ein Herz für die Gemeinde der Amischen hat, auch wenn sie selbst nicht mehr Teil davon ist. Auch ihr persönlicher Bezug zu den Vorfällen in der Vergangenheit macht die Ermittlungen spannend, denn dadurch geht sie immer mal unkonventionelle Wege. Ebenso ihr Kollege Tomasetti, der ebenso eine schwere Last mit sich trägt. Die Charaktere sind allesamt authentisch und vielschichtig konstruiert, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte und auch ihr Privatleben interessant fand. Die Ermittlungen an sich sind ebenso spannend, denn die Befürchtung, dass der Schlächter zurück sein könnte, versetzt das ganze Dorf in Angst und Schrecken. Immer wieder kommt es zu unvorhersehbaren Wendungen, die die Spannung konstant hoch halten. Das Ende hat mich überrascht und konnte mich vollkommen überzeugen. Von mir gibt es eine klare Leseempehlung!

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    Cover des Buches Kalmann (ISBN: 9783257071382)

    Bewertung zu "Kalmann" von Joachim B. Schmidt

    Kalmann
    Starry-skyvor einem Monat
    Schwacher Mittelteil

    Der Roman "Kalmann" spielt im nördlichen Island, im Dorf Raufarhöfn. Hier ist die Fischerei ein wichtiger Erwerbszweig, der Tourismus ist eher gering ausgeprägt, denn die Landschaft ist karg und wirkt trostlos. Die Hauptfigur des Buches ist der 33-jährige Kalmann Odinsson, der mit der mit seiner berühmten Spezialität Gammelhai seinen Lebensunterhalt verdient. Sein Leben war bisher nicht immer rosig, denn sein Vater ist ein amerikanischer GI, die Mutter hat ihn gemeinsam mit dem Großvater aufgezogen. Kalmann leidet unter dem unter einer geistigen Behinderung, weswegen seine Gedanken langsamer und zäher fließen, was man schon beim Einstieg ins Buch merkt.Er hat ein schlichtes Gemüt, hin und wieder ist auch er aber tiefgründig in seinen Gedanken.


    Den Rahmen der Handlung bildet ein Kriminalfall, wobei dieser eher im Hintergrund steht und lediglich Ausgangspunkt für Themen ist, die im Roman aufgegriffen werden. In erster Linie natürlich das Leben von Menschen mit Behinderung, aber auch die Frage nach der Perspektive eines Dorfes, das vom Fischfang lebt oder die Tendenz, dass "Fremde" bei Straftaten mit Vorurteilen konfrontiert werden.

    Der Anfang und das Ende des Buches haben mir gut gefallen, denn hier war die Handlung in meinen Augen tiefgründig und interessant. Der Mittelteil war für mich deutlich schwächer, da die Handlung vor sich hinplätscherte und mir viele Ereignisse zu konstruiert und "übertrieben" vorkamen. Das Lesen war durch die Anregungen zum Nachdenken unterhaltsam, insgesamt hatte ich mir aber mehr Spannung von dem Buch erwartet.

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    Cover des Buches Ich beobachte dich (ISBN: 9783596299256)

    Bewertung zu "Ich beobachte dich" von Chevy Stevens

    Ich beobachte dich
    Starry-skyvor einem Monat
    Die Schattenseiten einer Ehe

    "Ich beobachte dich" ist das erste Buch, das ich von Chevy Stevens gelesen habe. Eine Bekannte empfiehlt mir das Buch nun schon seit einigen Monaten, daher war ich sehr gespannt auf das Buch und ob es meine entstandenen Erwartungen erfüllen kann.

    Zu Beginn des Buches lernen wir die kleine Familie bestehend aus Lindsey, Sophie und Andrew kennen, die sich gerade im Urlaub befinden. Schnell wird klar, dass die Stimmung zwischen dem Paar alles andere als ausgeglichen und erholsam ist. Als ein Kellner versehentlich Lindseys Hand berührt, merkt sie direkt den Zorn in den Augen ihres Mannes. Und in ihr wächst die Angst, wie Andrews Reaktion ausfallen wird. Vor ihrer kleinen Tochter Sophie und der Außenwelt versuchen beide, das Bild einer heilen Familie zu wahren, doch die Wahrheit sieht anders aus. Mit der Zeit spitzt sich die Situation zu und Linseys Angst wächst, sodass sie beschließt, mit ihrer Tochter vor Andrew zu fliehen. Die Flucht der beiden gelingt nur knapp, es kommt zu einem Unfall weshalb Andrew schließlich in Haft kommt.

    Die zweite Zeitebene spielt elf Jahre später, zu dem Zeitpunkt als Andrew aus dem Gefängnis entlassen wird. Lindsey ist klar, dass er auch jetzt noch versuchen wird, sie für ihre damalige Flucht zu bestrafen. Er ist auf der Suche nach Lindsey und Sophie, und sie muss vorsichtig sein. Sophie ist mittlerweile 17 Jahre alt, und anders als Lindsey sucht sie den Kontakt zu ihrem Vater. Sie hat die Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet, was ihrer Mutter große Sorge bereitet, da sie weiß, wie Andrew wirklich ist. 

    Mir hat schon der Einstieg in das Buch sehr gut gefallen, weil sofort spürbar war, wie angespannt die Stimmung zwischen Lindsey und Andrew ist. Lindsey ist bemüht ihrer Tochter eine schöne Kindheit zu bieten und merkt anfangs wenig, wie sehr Andrew sie kontrolliert und beeinflusst. Selbst Kleinigkeiten werden zu Problemen, weil seine Reaktion zu fürchten ist, sie richtet immer mehr ihr Leben nach ihm aus und lebt in ständiger Vorsicht, um keine Fehler zu machen. Im Verlauf der vergangenen Zeitebene zeigt, wie sich die Situation immer weiter zuspitzt. Andrew war mir von Beginn an unsympahtisch und ich habe mich gefragt, was Lindsey an ihm findet/fand und warum sie das alles mit sich machen lässt. Immer wieder war ich genervt, weil ich am liebsten eingreifen und Lindsey aus dieser Situation bringen wollte. Einerseits war das Lesen dadurch sehr gespannt, hin und wieder wurde es aber auch anstrengend. Die Gegenwart bot dann noch eine Steigerung dessen, als Sophie 17 Jahre alt ist, und naiv den Kontakt zu ihrem Vater sucht, in der Hoffnung, dass er nun ein guter Mensch ist. Wirklich oft konnte ich nur den Kopf schütteln und war fassungslos, weil ich nicht eingreifen konnte. Trotzdem habe ich die gesamte Handlung mit Spannung verfolgt und die vielen Wendungen genossen.  Das Ende der Geschichte hat mich sehr überrascht und war für mich nicht vorhersehbar. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diejenigen, die grundsätzlich kein Problem mit der Thematik um (psychische) Gewalt in der Ehe haben.

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    Cover des Buches Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann! (ISBN: 9783548062549)

    Bewertung zu "Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!" von Lena Greiner

    Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!
    Starry-skyvor 2 Monaten
    Anders als erwartet

    „Unser Mathelerer unterrichtet von draußen – damit er dabei rauchen kann!“ habe ich mir als Lesestoff für „zwischendurch“ besorgt. Gerade auf kürzeren Zugfahrten oder wenn ich nach einem Buch Zeit brauche um das Gelesene zu verdauen, mag ich leichte Kost beim Lesen. Von diesem Buch erhoffte ich mir also vor allem lustige Anekdoten aus dem Schulalltag. Das Buch ist eine Sammlung von Geschichten über Lehrer, wobei diese Geschichten die letzten Jahrzehnte aufgreifen.

    Ich habe immer mal wieder zu dem Buch gegriffen, um eine Geschichten daraus zu lesen. Im Gegensatz zu einem Buch mit zusammenhängender Handlung, ist natürlich keine wirkliche Spannung vorhanden. Mir hat es aber gefallen, immer mal nach Lust und Laune weiter zu lesen. Anfangs war ich etwas enttäuscht, weil ich vor allem lustige Anekdoten erwartet hatte. Schon im ersten Kapitel wird aber deutlich, dass in dem Buch auch ernst Gegebenheiten angesprochen werden. Gelacht habe ich daher leider selten, umso öfter aber den Kopf geschüttelt oder mit den Augen gerollt über das Verhalten und die Methoden mancher Lehrkräfte. Passend dazu widmet sich ein Kapitel den rechtlichen Grundlagen, was für mich nicht neu ist, aber für andere interessant sein könnte.

    Insgesamt war das Buch also nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, trotzdem war es eine nette Unterhaltung für zwischendurch. Ich kann mir dieses Buch gut als Geschenk für angehende Lehrer vorstellen, oder Personen die sich in diesem Umfeld bewegen. Wer sich für das Buch interessiert, kann vorher einen Blick in die Leseprobe werfen, um einen guten Eindruck von dem Inhalt des Buches zu bekommen.

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