Steffi_im_Geschichtenrausch

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die Träne der Zauberschen (ISBN: 9783748580775)

    Bewertung zu "Die Träne der Zauberschen" von Ian Cushing

    Die Träne der Zauberschen
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Abermals ein Roman von Ian Cushing, der in keine Schublade passt aber definitiv einen Platz im Bücherregal verdient.
    Authentisch, schockierend, überzeugend.

    Dieses Buch hat mich in mehrfacher Hinsicht überrascht. Zuerst war ich von der Thematik überrascht. Klar, der Titel deutet daraufhin, dass es in irgendeiner Form um eine Hexe oder eben Zaubersche gehen könnte aber dabei habe ich nicht an das Thema Hexenverfolgung gedacht.


    Umso überraschter war ich auch darüber, wie authentisch und unverfälscht Ian Cushing die Geschichte von Barbara erzählt hat. Es wird ein Schicksal dargelegt, welches so vermutlich unzähligen Frauen der damaligen Zeit widerfahren ist und das in einer absolut glaubhaften Form. Ich finde dieses Thema ohnehin sehr interessant und habe schon viel darüber gelesen. Bei Barbaras Schicksal hatte ich das Gefühl einen wahren Bericht zu lesen – was teilweise echt beklemmend war.


    Und obwohl ich relativ schnell mit Barbaras Schicksal abgeschlossen habe und mir einbildete, ich wüsste ganz genau worauf das Ganze hinaus läuft, hat mich Ian Cushing dann nochmal mit einem Schocker konfrontiert, den ich so gar nicht erwartet habe.


    Doch die Unvorhersehbarkeit nimmt kein Ende. Denn während man so dem Schicksal Barbaras und den drei Freunden bei ihrem illustren Leben folgt, nimmt das ganze nochmal eine Wende an, hin zu einem Horrortrip. Auch dabei wird nicht übertrieben, sondern gezielt und wohl dosiert auf kleine Gruselszenen gesetzt, bei denen sich ganz leicht die Nackenhaare aufstellen.


    Schließlich spitzt sich die Lage weiter zu und es wird spannender. Ein paar letzte Rätsel müssen gelöst werden, das Schicksal kann vielleicht noch abgewendet werden und ja am Ende kommen dann noch einmal ein paar Überraschungen und es treten Fragen auf, die auch nach der letzten Seite nicht gänzlich geklärt werden (können). Dieses Buch schlägt man jedenfalls nicht zu ohne darüber nachdenken zu müssen! -> Das ist übrigens eine Sache, die Ian Cushing super beherrscht und die ich an seinen Büchern echt schätze!


    Einziges Manko: Vor allem im Vergleich zu den authentischen Geschehnissen rund um Barbara, fielen die Szenen rund um die drei Freunde teilweise etwas oberflächlich aus, z. B. hinsichtlich der Gespräche oder emotionaler Reaktionen. Das ist aber nur ein kleiner Aspekt im großen Ganzen, den ich schade fand.


    Insgesamt habe ich beim Lesen dieses Buches die unterschiedlichsten Gefühle durchlebt, habe mich aber keinen Moment gelangweilt! Gerade die Mischung dieses Buches, die Unvorhersehbarkeit und der Nervenkitzel haben mich fasziniert, verwirrt und gereizt.


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    Cover des Buches Das Ende der siebten Ära (ISBN: 9783750427266)

    Bewertung zu "Das Ende der siebten Ära" von Louisa S. Reinwarth

    Das Ende der siebten Ära
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: High-Fantasy à la Game of Thrones
    Atmosphärisch, düster, magisch.

    Das Fantasydebüt von Louisa S. Reinwarth hat mir richtig gut gefallen. Wirklich feinste Fantasy mit Drachen, Elfen, Magie und natürlich: dem Kampf Gut gegen Böse.


    Am Anfang war es etwas schwierig den Überblick zu bewahren, denn es gibt mehrere Königshäuser und Fürstentümer, aktuelle und vergangene Herscher*innen, Freunde und Feinde usw. Dabei hilft aber wunderbar die Übersicht im Anhang, dort sind alle Herrscherhäuser aufgelistet, samt Wappenzeichen und Vorgänger*innen, Verwandte usw. Dort habe ich tatsächlich immer mal wieder hingeblättert, um nachzuschauen, um wen es gerade geht. Ebenso hilfreich und schön ist die Karte vorne im Buch, genau genommen sind es zwei Karten, eine des Königreiches Raevos und eine der nördlichen Gebirge.


    Was ich besonders auffällig an Louisa S. Reinwarths Stil fand, sind die sehr detaillierten Beschreibungen des Visuellen. Sei es bei Personen, Umgebungen oder Gebäuden. Diese werden sehr anschaulich beschrieben, sodass es möglich ist ein inneres Bild heraufzubeschwören. Ich persönlich hätte mir noch etwas stärker die Ausschmückung der Persönlichkeit der Charaktere gewünscht, also des nicht-Sichtbaren.


    Insgesamt hat mich die Atmosphäre des Buches an Game of Thrones erinnert, wobei ich sagen muss, dass ich weder die Serie gesehen, noch die Bücher gelesen habe, aber man hat ja dennoch einen Eindruck davon. Um das etwas zu konkretisieren: Die Atmoshäre ist düster, kriegerisch und mystisch. Neben Kampf, dunkle Mächte und Gefahr, geht es aber auch um Freundschaft, Treue und Verbundenheit.


    Ich habe die ganze Geschichte über interessiert verfolgt, habe mit den Charakteren mitgefiebert und gehofft und war insgesamt absolut überzeugt. Ich möchte auch auf jeden Fall den zweiten Teil lesen und erfahren, wie es mit Ileya und Alarya und ihren Freunden und Verbündeten weitergeht. 


    Für High-Fantasy-Fans definitiv eine Leseempfehlung!


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    Cover des Buches Immergrün Band 1: Aufbruch (ISBN: B088KJVZD9)

    Bewertung zu "Immergrün Band 1: Aufbruch" von Sascha Hoops

    Immergrün Band 1: Aufbruch
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Immergrün ist eine Geschichte über Mut, Freundschaft, Loyalität, Hoffnung und des Glauben an das Licht.
    Abenteuerlich, individuell, schicksalshaft

    Inhalt:

    Vor langer Zeit herrschten die Menschen mit ihren 13 Königreichen über zwei Kontinente hinweg und es herrschte Frieden und Eintracht. Doch dann brach ein schlimmer Krieg aus und die Herrschaft der Menschen endete. Nur wenigen gelang die Flucht übers Meer. So erreichten sie das weit im Osten gelegene Immergrün.

    In Immergrün trafen die Menschen auf die dort lebenden Elfen, Zwerge und Paladine. Sie nahmen die Flüchtenden auf und schenkten ihnen eine neue Heimat. Lange wahrte der Frieden, doch dann kam der schwarze Drachen. Ein neuer Krieg brach aus, bis der Drache schwer verletzt wurde. Seit 16 Jahren herrscht nun ein instabiler Frieden, doch der Schatten des Drachen schwebt noch über den Bewohnern von Immergrün.

    In drei verschiedenen Erzählsträngen berichtet Immergrün von einigen dieser Bewohnern. Den drei ehemaligen Weisenkindern Sacul, Krain und Fiina, der mutigen Abenteuererin Shalsia und dem lang tot geglaubten Held Aturo.


    Mein Fazit:

    Bereits bei Geschichten aus Immergrün ist mir die liebevolle Erzählweise von Sascha Hoops aufgefallen sowie die Detailliertheit, mit der diese Welt erschaffen wurde. Auch in dem ersten Band von Immergrün finden sich diese beiden Aspekte wieder. Obwohl es auch spannend und blutig werden kann, erfolgen die Erzählungen überwiegend idyllisch und humorvoll.


    Dabei stehen vor allem die Charaktere und ihre Entwicklungen im Fokus. Ein jeder Charakter ist so besonders, dass man ihn*sie sofort ins Herz schließen muss, auch wenn sie keine typischen Helden sind. Es gibt so viele tolle Charaktere, die eben anders sind, die Leid erfahren haben und sich trotzdem mutig und guten Herzens behaupten. Man folgt ihnen gern, hofft und bangt mit ihnen. Ich kann gar nicht sagen, welchen der Charaktere ich am liebsten mag, irgendwie sind sie aller gleichermaßen toll. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich vermutlich Aturo wählen, weil er sich so bedingungslos der jungen Minda annimmt.


    Was mich persönlich etwas gestört hat, war die Länge der Kapitel. Der ganze Band ist in nur sechs Kapitel eingeteilt (jeweils zwei pro Erzählstrang). Ich mag lieber kürzere Kapitel, aber das ist ja eine individuelle Vorliebe und hat nichts mit dem Buch an sich zu tun. Was ich toll fand, waren die kleinen Einleitungen zu Beginn der Kapitel, die den Einstieg ungemein vereinfacht haben und die Liste mit Orten und Namen im Anhang. Obwohl wirklich sehr viele Namen in Immergrün vorkommen, habe ich so nie den Überblick verloren.


    Mit Immergrün hat Sascha Hoops eine Welt erschaffen, in die man gerne eintaucht, eine Welt aus Herzblut und Liebe zum Detail. In Immergün geht es vor allem auch um die kleinen Dinge und die individuellen Besonderheiten der Charaktere, nicht nur um die großen Heldentaten

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    Cover des Buches In Ewigkeit (ISBN: 9783746706955)

    Bewertung zu "In Ewigkeit" von Ian Cushing

    In Ewigkeit
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte rund um das Sein, Moral, Leben und Tod, Freundschaft und die Freiheit, man selbst zu sein.
    Über eine verlorene Seele(?) – Derb, humorvolll und düster

    Dieser Roman, der sich in zwei Teile teilt – dem Erzählteil und einem Teil aus Tagebucheinträgen – regt zum Nachdenken an. Dabei werden die großen Fragen rund um das Sein und den Sinn des Lebens auf eine zynische und oftmals whiskeygeschwängerte Art behandelt. Dabei wird es oft tiefgründig, teilweise abgründig und manchmal abwegig.


    Im ersten Teil war ich sehr oft bei dem Protagonisten. Er stellt sich Fragen, die ich mir auch oft stelle, hat ein Weltbild, das sich meinem annähert und versucht ebenso verzweifelt dem scheiß Hamsterrad des Lebens zu entkommen, wie vermutlich der Großteil von uns. Außerdem hat mich sein Schicksal bewegt, ich hatte Mitleid mit ihm und habe das Beste für ihn gehofft – obwohl da schon Zweifel waren.


    Jedenfalls hat der zweite Teil noch einmal ein anderes Licht auf die Geschehnisse geworfen und mich doch noch einmal etwas Distanz einnehmen lassen.


    Insgesamt ein gelungenes Buch, dass auf eine etwas düstere und teils sarkastische Art aufzeigt, worum es im Leben gehen könnte – wenn man denn der Ansicht des Protas zustimmen möchte. Ein Buch, das einen durch Irrungen und Wirrungen führt, einen Spiegel vorhält und unangenehme Wahrheiten entblößt. Es kann unbequem werden dieses Buch zu lesen, wenn man sich einmal auf diese kritischen Gedankenspiele einlässt. Bist du bereit, deine Seele in Ewigkeit zu retten?

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    Cover des Buches Whisper I Love You (ISBN: B07PXFLDTF)

    Bewertung zu "Whisper I Love You" von Mila Olsen

    Whisper I Love You
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wahnsinnig tiefgründige und emotionale Erzählung von zwei verlorenen Seelen, die versuchen einander zu retten.
    Wenn das Leben dir die Sprache verschlägt und der Abgrund nur noch einen Schritt entfernt ist ...

    Cover: Ich finde, das Cover wirklich schön muss aber sagen, dass ich mir das Buch von der Optik her vermutlich nie ausgesucht hätte. Es sieht für meinen Geschmack sehr nach einer seichten, zarten Jugendromanze aus. Es sieht jedenfalls sehr unschuldig und harmlos aus, was beides nicht auf den Inhalt zutrifft. Andererseits finde ich das Design nicht völlig unpassend.


     


    Inhalt: Der Klappentext verrät bereits ziemlich ausführlich, worum es geht und ich möchte auch gar nicht viel mehr verraten. Es geht um Kansas und River, zwei so unterschiedliche Menschen, die doch von dem selben Gedanken angetrieben werden: Springen. Ich werfe einfach mal mit ein paar Worten um mich: Bizarre Dinge, schöne Wörter, Mutismus, Ängste, psychische Störungen, (erste) Liebe, Sinn des Lebens, Verlust. Ich würde in Kurzform sagen, es geht um die hellsten und die dunkelsten Seiten des Lebens.


     


    Sprache: Der Roman ist in der ersten Person aus der Sicht von Kansas geschrieben und in der Gegenwartsform. Dadurch ist man beim Lesen super dicht dran und erlebt hautnah Kansas Gefühls- und Gedankenwelt. Man erlebt besonders intensiv, wie viele Worte in Kansas stecken, die rauswollen und ihr doch nicht über die Lippen gehen. Eine Vielzahl wunderschöner Worte, tiefgründige Metaphern und viele bedeutsame Zitate zieren diesen Roman und machen ihn zu einem wunderbaren Werk.


     


    Fazit: Mein Herz blutet! Dieser Roman ist so intensiv, so emotional, so wunderschön und grausam zugleich. Ich habe es zwischenzeitlich nicht ausgehalten beim Lesen und am Ende habe ich so sehr gehofft und mitgefiebert ... also das war die reinste emotionale Achterbahnfahrt. Es gab viele Momente, bei denen ich total mitfühlen konnte und dann kamen wieder so viele Situationen, wo ich nur dachte "Was? Nein. Wieso?" Aber genau das ist Teil der Geschichte, das Wieso oder Warum schwebt immer über einem und nicht alle Wiesos und Warums bekommen eine Antwort, wie sooft im Leben.


    Jedenfalls hat Mila Olsen hier so wahnsinnig wichtige, wichtige, wichtige Themen verarbeitet, die zugleich so schmerzhaft, hart und schwierig sind. Auch wenn mein Herz geblutet hat, bin ich so froh, diese Geschichte gelesen zu haben, ach was, ich habe sie gefühlt und sie wird mich noch eine ganze Weile begleiten.


    Diese Geschichte vereint so vieles, es fällt mir total schwer die richtigen Worte zu finden. Sie ist jedenfalls auf eine Art befremdlich und dann wieder vertraut, herzerwärmend und herzzerreißend, mutig und voller Angst, schön und traurig, erhaben und abgrundtief. Ich würde sie jederzeit wieder lesen – mit dem Herzen bei all denen, die am Abgrund standen oder stehen.


     Meine gesamte Rezi: Rezension Whisper I Love You

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    Cover des Buches Als ich dich suchte (ISBN: 9783551583512)

    Bewertung zu "Als ich dich suchte" von Lauren Oliver

    Als ich dich suchte
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine bewegende Geschichte über das Geschwistersein, die große Liebe, Verdrängung, Geheimnisse, Verlust, Schuld und die Wahrheit.
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    Cover des Buches No Exit (ISBN: 9783570301944)

    Bewertung zu "No Exit" von Daniel Grey Marshall

    No Exit
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Fesselnde und schmerzhafte Erzählung eines Jungen, der gegen all die Widrigkeiten seines Lebens kämpft und trotz aller Rückschläge nicht auf...
    No Exit ist schmerzhaft und erlösend zugleich

    In No Exit geht es um den fünfzehnjährigen Jim, der in einem absolut beschissenen Familienhaus aufwächst. Sein Vater ist Alkoholiker und gewalttätig, seine Mutter zu hilflos und schwach, um etwas dagegen zu unternehmen. Einzig seine Schwester Mandy ist ihm eine vertraute Person zuhause.

    Daher zieht Jim die Gesellschaft seiner Freunde vor, die ihm eine wahre Familie sind. So hätte auch alles irgendwie gut werden können, wenn nicht eine schreckliche Tragödie passiert wäre, die einfach alles veränderte.

    Vollkommen unvorbereitet wird Jim von diesem Erlebnis aus der Bahn geworfen und begibt sich immer mehr in eine dunkle Abwärtsspirale voller Drogen- und Alkoholmissbrauch und falschen Entscheidungen.


    Erst als es (fast) zu spät ist, kämpft sich Jim wieder langsam nach oben.

    In diesem Roman werden auch viele der großen Themen und Fragen der Menscheit aufgegriffen: Der Sinn des Lebens, Hoffnung, Wirklichkeit, … .

    Dieses Buch erzählt nicht einfach nur eine Geschichte, sondern es hinterfragt das ganze Leben. Es ist eine Reflexion des Seins aus der Sicht eines 15-jährigen, der zu früh erwachsen werden musste!



    Die Geschichte liest sich wie eine persönliche Erzählung. Sie wird aus Sicht von Jim erzählt, in der ersten Person und einfachen Vergangenheit. Als Leser*in wird man direkt angesprochen, so das man sich wie ein stiller Zuhörer fühlt.

    Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von über einem Jahr, von Februar 1991 bis August 1992. Mit Ausnahme des ersten Kapitels, welches im August 1992 anberaumt ist, folgen die anderen Kapiteln dem chronologischen Ablauf. Die Kapitel geben Hinweis auf den Monat und Jahr und gliedern sich dann noch einmal in Unterkapitel. So kann man dem natürlichen Verlauf der Geschehnisse folgen und kann sich ein gutes Bild von der Entwicklung machen.

    Sprachlich ist der Roman sehr fesselnd geschrieben. Der Stil ist düster, teils humorvoll aber immer auch von einem tiefen Schmerz geprägt. Teils nüchtern, teils tiefgründig und sehr welt- und selbstkritisch.


    No Exit zählt zu den Romanen, die mich emotional am meisten gepackt haben. Zum einen sind die Thematik und die Geschichte an sich sehr beklemmend. Zum anderen kommt dieser wahnsinnig einnehmende Schreibstil hinzu. Diese nackte Authentizität, die einen nicht eine Sekunde an der Echtheit der Geschehnisse zweifeln lässt.

    Ich war beim Lesen wirklich überzeugt davon, dass der Autor das alles wirklich so erlebt haben muss, weil ich nicht fassen konnte, wie man all das sonst so überzeugend rüberbringen kann. Es steht jedoch in dem Buch nichts davon, dass es sich um eine autobiographische Erzählung handelt. Trotzdem bin ich mir sicher, dass der Autor einiges oder ähnliches tatsächlich so durchgemacht hat. Der Weltschmerz, der sich in dem Roman abzeichnet muss jedenfalls echt sein.

    Dieser Roman tut weh beim Lesen, ich habe unheimlich mit dem Prota und den anderen Charakteren mitgelitten. Es ist unmöglich, dieses Buch zu lesen und nicht davon berührt zu werden. Selbst wenn man das Buch schließt und weggelegt, hinterlässt es Spuren. Aber es ist auch auf eine sanfte Weise schön, es gibt nicht nur Dunkelheit darin, sondern auch immer wieder Licht. Dieses treibt einen besonders an, die Hoffnung, die darin mitschwingt. 

    Für mich ein unfassbar gutes Buch, welches ich nur jedem empfehlen kann. Ich werde es definitiv wieder zur Hand nehmen.


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    Cover des Buches Die Shannara-Chroniken - Die Erben von Shannara: Heldensuche (ISBN: 9783734161391)

    Bewertung zu "Die Shannara-Chroniken - Die Erben von Shannara: Heldensuche" von Terry Brooks

    Die Shannara-Chroniken - Die Erben von Shannara: Heldensuche
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Die Shannara Chroniken sind ein wunderbarer High-Fantasy Epos. Die Reihe "Die Erben von Shannara" umfasst vier Teile und handelt von Par Ohm...
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    Cover des Buches Die Blüten meiner Schuld (ISBN: 9783739403298)

    Bewertung zu "Die Blüten meiner Schuld" von Paola Baldin

    Die Blüten meiner Schuld
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Liebe, Tragik und Wahnsinn abseits des Mainstreams
    Tragisches Liebesdrama mit Herzblut zwischen den Zeilen

    Vom Schreibstil her ist in diesem Roman unverkennbar, dass Paola Baldin aus dem Herzen heraus geschrieben hat. Man merkt, dass es sich hier um die puren Worte der Autorin handelt, ohne dass diese durch einen Verlag in irgendeiner Weise geformt oder in ein Mainstream-Korsett gepresst wurde. Dadurch ist die Schreibweise insgesamt sehr individuell und persönlich und auf eine besondere Art philosophisch.


    Für meinen persönlichen Geschmack ist der Roman in der ersten Hälfte teilweise einen Ticken zu kitschig aber ich bin halt eben ein Romantik-Grinch 😀 Allgemein nimmt das Kitschige aber nicht überhand, da eben der Ausgleich durch die tragischen Elemente gegeben ist. Außerdem wendet sich das Blatt im Laufe der Geschichte. Was als relativ klassische Liebesgeschichte beginnt, entpuppt sich schließlich als eine Art Psychohriller, in dem es gilt der Wahrheit bzw. der Wirklichkeit auf die Spur zu kommen.


    Insgesamt hat mich die Story überrascht. Während sie erst seicht dahingetröpfelt ist, hat sie mich schließlich gepackt und mit sich gerissen.


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    Cover des Buches Kastanienherzen (ISBN: 9783750414822)

    Bewertung zu "Kastanienherzen" von Melanie Macherey

    Kastanienherzen
    Steffi_im_Geschichtenrauschvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegender und tragischer Jugendroman über Verlust, Toleranz, Freundschaft und Liebe.
    Kastanienherzen - Eine Kastanie für jeden Stich ins Herz

    Das Cover ist unaufgeregt. Die Schrift mit den bunten Buchstaben steht im starken Kontrast zu dem schwarzen Hintergrund. Dazu dieses zarte, stilisierte Kastanienblatt. Für mich interpretiere ich die bunten Buchstaben in all dem Schwarz für die zarten bunten Stellen im Leben, die sich nach Düsterheit einer schlimmen Phase wieder einschleichen. Aber die Farben stehen sicherlich auch für die Farben des Regenbogens, der als Symbol für Toleranz und Vielfalt steht. 

    In diesem Sinne finde ich das Cover hinsichtlich des Themas und des Titels stimmig. So sehr ich auch aufwändig gestaltete Cover liebe, finde ich die Schlichtheit dieses Covers für diesen Roman durchaus passend.


    Inhalt: Wie der Klappentext bereits verrät geht es um die 17-jährige Alea. Aleas Leben hat sich komplett verändert seit ihre dreizähnjährige Schwester sich das Leben genommen hat.

    Fortan ist nichts mehr wie es war, ihre Eltern trennen sich, ihre Mutter sorgt sich schrecklich um sie, geht ihr aber gleichzeitig aus dem Weg und in der Schule wird sie gemieden.

    Ihre einzige Bezugsperson neben ihren Eltern ist ihr Freund Marco, der ihr Halt gibt, sich aber auch um sie sorgt. Denn Alea wird von schweren Trauerattacken geplagt, selbst als ihr Leben wieder eine bessere Wendung einnimmt. Besonders schwer erschüttert sie eine ungeahnte Wahrheit, die den Suizid ihrer Schwester in einem anderen Licht erscheinen lässt aber auch alte Wunden aufreißt.

    Es geht nicht nur um das Thema Suizid und Tod und den damit einhergehenden Verlust. Es geht auch um Themen wie Toleranz und Vielfalt.


    Sprachstil: Der Roman wird in der ersten Person und in der Gegenwartsform erzählt. Als Leserin erlebt man daher die Geschehnisse von Alea sozusagen "live" mit. Dabei stehen vor allem die Gefühle der Protagonistih im Vordergrund, die natürlich aufgrund der Geschehnisse sehr ausgeprägt und intensiv sind.

    Der Schreibstil ist jugendbuchtypisch eher leicht und gut zu lesen. Alles in allem fand ich die Lesbarkeit sehr gut.


    Fazit: Dieses Buch ist von den ersten Seiten an bewegend. Die Thematik bringt es natürlich automatisch mit sich, dass das Lesen dieses Romans keine pure Freude ist. Aber es lohnt sich so sehr, denn natürlich gibt es in dieser Geschichte, wie auch im wahren Leben, nach der Katastrophe auch wieder schöne Momente.

    Trauer, Verzweiflung, Wut und Angst gehen hier Hand in Hand mit Hoffnung, Freude und Mut. Alles in Maßen, denn das hier ist keine Achterbahnfahrt, wo es von ganz unten nach ganz oben geht. Vielmehr ist es ein schleichender Prozess.

    Dieser Roman ist zart und leise, zeigt die dunklen Seiten des Lebens und hat auch etwas Mahnendes aber nicht auf eine fingerzeigende Weise, sondern auf eine sanfte, augenöffnende Art. Eine stille Aufforderung für mehr Rücksicht, Akzeptanz und Offenheit. Für mich eine gelungene Art der Bearbeitung solch schwieriger Themen.

    Meine 3 Worte zum Buch: sanft - traurig - unaufgeregt



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    Über mich

    Hey ihr Lieben, mein Herz schlägt seit jeher für Geschichten. Egal ob lesen, hören oder selber schreiben - Hauptsache ich kann abtauchen. Daher blogge ich über Bücher und Geschichten, schreibe selbst gerade an meinem ersten Fantasyroman und starte demnächst in mein Zweitstudium "Neuere deutsche Literaturwissenschaft" ♡

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