Susi180

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783746745558)

    Bewertung zu "Maria Stuart" von Stefan Zweig

    Maria Stuart
    Susi180vor 6 Tagen
    total gelungen

    Sie war Königin von Schottland und Frankreich und hatte Anspruch auf den Thron von England – doch Elizabeth I. ließ Maria Stuart (1542–1587) jahrelang inhaftieren und schließlich hinrichten, um ihre Macht zu wahren. Das Leben der Maria Stuart war geprägt von Intrigen, Verschwörungen und politischen Ränkespielen, denen sie am Ende zum Opfer fiel. Stefan Zweig zeichnet ein Porträt einer Frau, deren Leben bis heute Anlass zu Spekulationen, Verklärung und Mystifizierung gibt. 

    Der Autor:

    In Wien wurde Stefan Zweig als zweiter Sohn eines reichen Fabrikanten am 28. November 1881 geboren. Schon während seiner Gymnasialzeit verfasste er Gedichte, nahm dann in Wien das Studium der Literaturgeschichte auf und begann zu reisen – durch Europa ebenso wie nach Tunesien oder Mexiko. Als Übersetzer des Franzosen Romain Rolland oder des Belgiers Emile Verhaeren machte er sich ebenso einen Namen wie durch seine eigenen Werke. Der Zweite Weltkrieg, Bücherverbrennung und Verfolgung ließen Zweig schließlich nach Brasilien emigrieren. Unter dem Eindruck deutscher Kriegserfolge und erschöpft von unfreiwilliger Migration sowie dem Verlust seiner – vor allem auch geistigen – Heimat Europa nahm sich der Sechzigjährige zusammen mit seiner Frau Lotte am 23. Februar 1942 das Leben. 

    Meine Meinung:

    Biografien sind ja meistens trocken und langweilig, könnte man denken. Dieser Autor jedoch hat es spannend und umfangreich wiedergegeben.

    Ich bin nicht oft in der Stimmung für so eine Art von Buch. So muss ich sie ausnutzen wenn es mich mal wieder dort hinzieht. Der Autor hat einen sehr anschaulichen und einfachen Schreibstil. Es wird hier auch nicht mit Jahreszahlen und Namen um sich geworfen. Dennoch ist dieses Buch voller Informationen und zugepackt mit Wissen. Was aber keinesfalls langweilig war. 

    Die Person Maria Stuart ist für mich natürlich schon mal ein Name gewesen. Auch Kleinigkeiten wusste ich über sie, aber hier erfährt man wirklich alles. Es beginnt mit der Geburt und auch da ist es schon ein Drama. Was diese Persönlichkeit zeit ihres Lebens erleben und erleiden musste, ist fast nicht zu glauben. Es mutet an, als wäre es ein Roman was man hier liest. 

    Die Geschichte ist spannend und muss nicht verändert werden. Das hat mir dieses Buch wieder gezeigt. Es war super interessant zu erfahren wie der Twist zwischen Maria Stuart und Elisabeth überhaupt begonnen hat. Unter was für Wertvorstellungen die Frauen zu dieser Zeit zu leiden hatten. Man war nur eine Ware, die zum Mittel zum Zweck an den Meistbietenden überreicht wurde. Schrecklich. Eine Frau hatte keine eigenen Träume, Wünsche oder Ziele haben dürfen. 

    Dieses Buch hat mir unglaublich viel geben können. Es hat mein Wissen erweitert und mir wieder Lust gemacht, mal mehr historisches zu lesen. Die Figuren auf diesem Schachbrett wurden für mich in rechte Licht gerückt. Sie werden mir sicher noch öfter begegnen und nun kann ich auch was mit ihnen anfangen. Tolles Buch und klare Empfehlung.

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    Cover des Buches Tot bist du perfekt (ISBN: 9783328104599)

    Bewertung zu "Tot bist du perfekt" von JP Delaney

    Tot bist du perfekt
    Susi180vor 6 Tagen
    für mich gelungen

    Du schlägst die Augen auf und etwas stimmt nicht. Du weißt nicht, was dir passiert ist. Du liegst in einem fremden Bett. In einem Krankenhaus. Neben dir steht dein Mann Tim, ein erfolgreicher Unternehmer. Er hat Tränen in den Augen, weil du – seine geliebte, perfekte Frau – am Leben bist. Du denkst, du hättest einen schweren Unfall gehabt. Doch dann sagt Tim: Wir haben jahrelang daran gearbeitet, dass ich dich wiederbekommen konnte …

    Du entdeckst dein Leben wie mit fremden Augen. Du ahnst Gefahr, aber du weißt nicht, wo genau sie lauert. Du weißt nur: Du musst wachsam sein. Denn irgendwo in deinem schönen Haus, bei deinen Liebsten liegt der Grund dafür – der Grund, warum du vor Jahren gestorben bist. 


    Der Autor:

    JP Delaney wurde mit seinem ersten Thriller »The Girl Before« weltweit zum Star: Der Roman erschien in 45 Ländern und stand an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Seitdem setzt JP Delaney mit seinen genialen Ideen und rasanten Romanen neue Standards im Thriller-Genre. Sein neuester Roman »Tot bist du perfekt« erzählt die erschreckend reale Geschichte dessen, was passieren kann, wenn künstliche Intelligenz Einzug in unser Leben hält. 


    Meine Meinung:

    Auf diesen Thriller war ich sehr gespannt, weil er mal so eine ganz andere Geschichte erzählt. Im Vorfeld habe ich schon Stimmen dazu gehört, die durchweg positiv waren und so war schnell klar, auch ich möchte das Buch lesen. Der Schreibstil war super flüssig und auch die Kapitel hatten eine angenehme Länge. Der Autor schreibt sehr klar und deutlich, nicht viele belanglose Umschreibungen stoppen den Lesefluss.


    Ich mochte die Ausarbeitung der Charaktere ebenfalls sehr. Sie hatten für mich alle ein Gesicht. Auch unterschiedliche Charakterzüge machen die Personen individuell und persönlich. Die Geschichte birgt in sich viel Spannung. Es ist ein Thriller, der sich mit einem doch einzigartigen Thema beschäftigt. Die Umsetzung machte das Buch für mich besonders und sehr individuell. Ich habe das Buch nach beginnen in kürzester Zeit gelesen. Da der Schreibstil und auch die knackigen Kapitel den Leser durch die Geschichte tragen.


    Für mich ist dieses Buch in der Sparte Thriller eine absolute Empfehlung. Es hat so Spaß gemacht der Geschichte zu folgen. Und man möchte immer wissen wie es weiter geht. Wirklich gelungen.

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    Cover des Buches Brennen muss Salem (ISBN: 9783453441088)

    Bewertung zu "Brennen muss Salem" von Stephen King

    Brennen muss Salem
    Susi180vor 11 Tagen
    besser als erwartet

    Ben Mears kehrt nach Salem’s Lot zurück und interessiert sich dort für das Marsten-Haus. Von diesem Haus geht eine unheimliche Kraft aus, und bald zeigt sich, wer in Salem’s Lot sein Unwesen treibt: ein Vampir. Ben wagt es mit einigen Helfern – darunter ein alter Mann, eine junge Frau und ein Kind –, den Kampf gegen die Macht des Bösen aufzunehmen. Doch dieses Wagnis kostet furchtbare Opfer.

    Der Autor:

    „Carrie“, „The Shining“, „Misery“ – es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, „Carrie“, erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida. 


    Meine Meinung:

    Ich bin kein bekennender Fan des Autors und habe eher Probleme mit seinen Geschichten und vor allem mit seinem Schreibstil. Diese Geschichte jedoch wollte ich unbedingt lesen. Die Story hat mich super angesprochen und klang mal nach was anderem. Also habe ich dem Autor noch mal eine Chance gegeben und es nicht bereut.


    Was mir an diesem Buch mit am besten gefallen hat, sind die Beschreibungen. Oder besser gesagt diese fehlenden, große ausschweifenden Beschreibungen. Stephen King hält die Geschichte rasant und spannend. Wir haben keine großartigen Längen zu überwinden und er verbeißt sich diesmal auch nicht so in Beschreibungen oder Umschreibungen. Auch die Charaktere fand ich super interessant. Das kann er einfach. Er bringt uns die Figuren nah.


    Die Handlung war sehr spannend. Es war mal so ganz anders und das konnte mich überraschen und auch begeistern. Ich werde dennoch kein Riesen Fan werden, aber mit diesem Buch hat der Autor mir bewiesen, das er auch knackig und rasant schreiben kann. Für mich eine klare Empfehlung.

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    Cover des Buches Der Nebel (ISBN: 9783453441163)

    Bewertung zu "Der Nebel" von Stephen King

    Der Nebel
    Susi180vor einem Monat
    gelungen

    Nach einem schweren Sturm machen David Drayton und sein Sohn Billy Besorgungen im nächstgelegenen Supermarkt. Auf einmal zieht ein unheimlicher Nebel auf, und sie sind mit anderen Einheimischen im Laden gefangen. Unheimliche Wesen lauern draußen in den wabernden Schwaden. Die Nerven der Anwesenden liegen zunehmend blank – ist das Gottes Strafe für ihre Sünden, die nur durch Menschenopfer gebüßt werden können? Die Draytons und ein paar andere wagen den Ausbruch ... 


    Der Autor:

    „Carrie“, „The Shining“, „Misery“ – es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, „Carrie“, erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida. 


    Meine Meinung:

    Ich habe schon das ein oder andere Buch des Autors gelesen. Muss aber ehrlich sagen, da ich nicht zu seinen größten Fans gehöre. Dieses Buch jedoch hat mich sehr angesprochen. Ich habe den Film im Vorfeld nie gesehen und konnte mich so in das Buch fallen lassen.


    Da es sich um einen Kurzroman handelt ist man schnell durch. Und der Schreibstil und die Beschreibungen hat mir hier besonders gut gefallen. Ich hatte Bilder im Kopf und konnte der Geschichte so mit viel Spannung folgen. Die Charaktere waren super ausgearbeitet. Das hat King einfach drauf. Er gibt seinen Protagonisten ein Gesicht. Die Handlung ist spannend und bietet teilweise auch Gänsehaut. 


    Es konnte mich begeistern. Ich habe gerne zu dem Buch gegriffen und möchte mir nun auch noch den Film ansehen. Die Atmosphäre in diesem Buch war packend und eindringlich. Ich finde das King hier nicht so viel umschreibt und beschreibt. Er konzentriert sich auf die Handlung und lässt die Spannung nicht abbrechen. Seine dickeren Werke haben mir da nicht so gut gefallen. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Für mich hat es sich gelohnt. 

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    Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen (ISBN: 9783959674232)

    Bewertung zu "Das Dorf der toten Seelen" von Camilla Sten

    Das Dorf der toten Seelen
    Susi180vor 2 Monaten
    es ist keine Gruselgeschichte

    Alice Lindstedt hat gerade die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen und plant, ihren ersten Dokumentarfilm zu drehen: über Silvertjärn, einen abgelegenen Grubenort im Wald von Norrland. Vor 60 Jahren verschwanden unter ungeklärten Umständen alle Bewohner von einem Tag auf den anderen. Kurz zuvor zog ihre Großmutter von dort weg. Alice will herausfinden, was damals geschehen ist. Mit ihrem Team bricht sie zu dem einsamen Ort auf. Doch bald geschehen seltsame Dinge. Die Handys haben keinen Empfang, im Walkie-Talkie ist ein heiseres Lachen zu hören. Und kurz darauf ist der erste aus dem Team tot. Wer ist außer ihnen noch in Silvertjärn? Was ist damals passiert? Und vor allem: Werden Sie diesen grausamen Ort lebend verlassen? 


    Die Autorin:

    Camilla Sten wurde 1992 geboren und studiert an der Universität Uppsala Psychologie. Sie interessierte sich schon früh für Politik und schreibt Artikel über Feminismus, Rassismus und das aktuelle politische Klima für diverse schwedische Zeitungen. Gemeinsam mit ihrer Mutter, der Bestseller-Autorin Viveca Sten, schrieb sie bereits mehrere Bücher. »Das Dorf der toten Seelen« ist ihr Thrillerdebüt. 


    Meine Meinung:

    Wenn man sich nur mal den Klappentext durchliest, erwartet man Grusel, Spannung und schaurige Momente. Auch das Cover lässt dies vermuten. Voller Begeisterung, weil ich ein großer Fan von Thrillern und auch Horro-Büchern bin, habe ich angefangen zu lesen. 


    Der Anfang ist noch ruhig und führt uns als Leser erst mal in die Geschichte ein. Wir lernen die Charaktere kennen und deren Beweggründe. Es schwingt eine unterschwellige Spannung mit, weil ich mir eben so viel erhofft hatte. Ich als Leser musste erst mal einen längeren Atem haben, bis es dann endlich los ging. Die Atmosphäre in diesem Buch ist nicht ganz so wie erhofft. Nicht so dunkel und düster, wie ich es vom Klappentext erwartet habe, dennoch war das Buch lesenswert. Ich hatte mir bisschen was andres erwartet, und doch konnte mich die Autorin dann gnädig mit der Geschichte stimmen. Nicht zuletzt hat mich der tolle und klare Schreibstil begeistert. Auch die Charaktere mochte ich. Es kommt eine Grundstimmung auf, die für meinen Geschmack ruhig noch düsterer hätte sein können. Aber wer in dieses Genre einsteigen möchte, ist mit diesem Buch wirklich gut bedient.


    Die Auflösung war für mich, naja. Am Ende raus hätte ich mir den Knall erwartet, aber habe leider nur ein laues Lüftchen erhalten. Im ganzen betrachtet ist dieses Buch dennoch zu empfehlen. Man sollte nicht so viele Erwartungen haben, es ist kein Gruselbuch. Eine gute und unterhaltsame Geschichte ist es aber allemal. 

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    Cover des Buches Läuft bei mir (nicht) - Wie du deiner Depression auf die Nerven gehst (ISBN: 9783959673914)

    Bewertung zu "Läuft bei mir (nicht) - Wie du deiner Depression auf die Nerven gehst" von Bella Mackie

    Läuft bei mir (nicht) - Wie du deiner Depression auf die Nerven gehst
    Susi180vor 2 Monaten
    sehr ehrlich

    Das Leben wäre so einfach, wenn es nicht so schwer wäre. Der Moment, in dem ein Herz bricht, kann kurz sein. Der Weg aus dem Herzschmerz heraus unglaublich lang. Bella Mackie liegt am Boden: Sie ist Ende zwanzig, in ihrer Ehe gerade gescheitert und kämpft mit tief verwurzelten Ängsten und Depressionen. Bis sie eines Tages einfach aufsteht und losläuft. Erst schleppend, dann immer leichtfüßiger.
    Schonungslos ehrlich erzählt Bella, wie sie so lange lief, bis ihrer Depression die Puste ausging: Vom erlösenden Moment, wenn man nicht mehr weiß, ob einem nun Tränen oder Schweißtropfen übers Gesicht laufen. Dabei war Sport so ziemlich das Letzte, was ihr zuvor bei all den Zweifeln und Ängsten durch den Kopf ging … 


    Die Autorin:

    Bella Mackie ist eine britische Journalistin. Sie schreibt u.a. für die Vogue, das Vice Magazine und den Guardian. »Läuft bei mir [nicht]« (Jog On«) ist ihr erstes Buch, das es auf Anhieb auf Platz 2 der Sunday-Times-Bestellerliste schaffte - direkt nach Michelle Obama. 


    Meine Meinung:

    Mich hat das Buch sehr angesprochen. Psychische Krankheiten und wie Betroffene damit umgehen interessiert mich sehr. Ich habe schon einige Bücher in diese Richtung gelesen und es gibt immer wieder neue Ansätze, weil jeder auch anders damit umgeht.


    Unsere Autorin berichtet in diesem Buch ihren Weg und wie sie wieder angefangen hat zu leben. Es wird sehr emotional und ehrlich aufgezeigt, das nicht jeder Tag gleich ist. Es gibt viele schlechte Momente und es kostet viel Kraft, dennoch jeden Tag aus dem Bett zu steigen. Dieses Buch hebt sich von den Erfahrungsberichten die ich bis jetzt gelesen habe etwas ab. Die Autorin hat hier im Schwerpunkt das laufen. Und sie beschreibt schonungslos wie sie diese Art der Therapie für sich entdeckt hat. Der Fokus wird schon sehr auf ein Thema gelegt. Das muss man als Leser mögen und sich drauf einlassen können. Ich mochte den Schreibstil, er ist klar und authentisch. Ich habe zwar nicht viel neues gelernt oder erfahren über die Krankheit, dennoch konnte mich das Buch fesseln und bereichern.


    Für mich ein Buch, was aus der Masse heraussticht. Ein Buch was die Augen öffnen kann und Betroffene sicher eine Stütze bietet. Wer sich nur für Depression interessiert, bekommt hier mal eine andere Sicht geboten und aufgezeigt, das es immer Hoffnung gibt und jeder damit individuell umgeht. Von mir eine klare Empfehlung.

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    Cover des Buches Rückkehr nach Birkenau (ISBN: 9783351034634)

    Bewertung zu "Rückkehr nach Birkenau" von Ginette Kolinka

    Rückkehr nach Birkenau
    Susi180vor 2 Monaten
    Auf das wir es nie vergessen

    Im März 1944 wird Ginette Kolinka zusammen mit ihrem Vater, ihrem Bruder und ihrem Neffen von Avignon nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ginette ist die Einzige, die Monate später nach Paris zurückkehrt. Sie schildert eindringlich, wie sie die Schläge, den Hunger, die Kälte, die Nacktheit, den Hass, das Grauen im Lager überlebt hat. Und sie erzählt, wie notwendig das Festhalten an der Weiblichkeit für sie war. Ein Kleid, das Simone Veil ihr im Lager schenkte, gab ihr Würde und Kraft zum Überleben. Ginette Kolinka hat lange geschwiegen und ihre Geschichte zum ersten Mal erzählt, als Steven Spielberg Zeitzeugen für "Schindlers Liste" suchte. Heute führt sie regelmäßig Schulklassen durch Auschwitz. Sie ist 94 Jahre alt und lebt in Paris.


    Die Autorin:

    Ginette Kolinka, Jahrgang 1925, war früher Verkäuferin in Paris. Die Monate in Auschwitz-Birkenau hat sie lange für sich behalten. Ihr außergewöhnlicher Lagerbericht wurde in Frankreich umgehend zum Bestseller. Ginette Kolinka lebt heute in Paris, hält Vorträge und führt regelmäßig Schulklassen durch Auschwitz. 


    Meine Meinung:

    Deutsche Geschichte, und besonders dieses Kapitel, sollte niemals in Vergessenheit geraten. Ich lese solche Bücher immer mal wieder und bin jedes Mal aufs Neue erschrocken und sprachlos. 


    Dieses Buch hat keine lange Einleitung, wir bekommen die Deportation sofort mit und werden nach Birkenau ins Konzentrationslager katapultiert. Die Autorin hat einen sehr eindringlichen Schreibstil, der für mich aber auch sehr distanziert und emotionslos war. Was das lesen aber keinesfalls schlechter macht. Ich glaube es war so eindringlich weil sie mit Gefühlen spart und den Fokus auf das Wesentliche legt. Auch haben wir hier ziemlich kurze Sätze. Das Buch hat ja nicht so viele Seiten und man ist da schnell durch. Die Gräueltaten jedoch bleiben im Kopf, auch nach dem Ende des Buches.


    Es werden hier nicht in jeder Einzelheit die schrecklichen Dinge beschrieben. Eher hatte ich das Gefühl, das unterschwellig mit den Ängsten des Lesers gespielt wird. Viel passiert in der Vorstellung beim lesen und das macht das Buch auch so authentisch. Ich denke das wir alle wissen was wirklich in diesen Lagern passiert ist. Die Autorin erzählt uns dies nicht neu sondern fokussiert sich auf die Gefühlswelt und Gedankenwelt der Personen. Zwar mit viel Distanz aber dennoch sehr eindringlich.


    Das Buch hat mir sehr gefallen, wenn man das so sagen kann.  Ein Beispiel einer Lebensgeschichte die sehr tragisch ist. Und dennoch ist es so wichtig immer wieder daran zu denken, damit so was nie wieder passieren kann. Mit dem sterben dieser Generation, liegt es an uns die Geschichten weiter zu erzählen und in den Gedanken zu lassen. Auf das wir so etwas niemals erleben müssen.

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    Cover des Buches Der Tunnel - Nur einer kommt zurück (ISBN: 9783426227091)

    Bewertung zu "Der Tunnel - Nur einer kommt zurück" von Chris McGeorge

    Der Tunnel - Nur einer kommt zurück
    Susi180vor 2 Monaten
    sehr gelungen

    Sechs junge Leute, seit Jahren beste Freunde, fahren mit dem Boot in Englands längsten Kanal-Tunnel: ein echtes Abenteuer in beklemmender Dunkelheit. Als das Boot nach über zwei Stunden am anderen Ende des Standedge-Tunnels wieder auftaucht, sind fünf der Freunde verschwunden. Der sechste, Matthew, ist bewusstlos.
    Natürlich behauptet Matthew, nicht zu wissen, was sich in der Finsternis des Tunnels zugetragen hat. Doch niemand kennt Standedge so gut wie er, der dort Führungen für Touristen anbietet. Und möglicherweise war die Freundschaft der sechs schon längst nicht mehr so unschuldig wie zu Kindertagen … 


    Der Autor:

    Chris McGeorge studierte Creative Writing an der City University London. Seinen ersten Kriminalroman, »Dead Room«, reichte er dort als Master-Arbeit ein. Schon als Kind erzählte und schrieb er mit Begeisterung Geschichten und zeichnete seine eigenen Comics. Er ist ein großer Bewunderer von Klassikern wie Agatha Christie oder Arthur Conan Doyle und legt seine Geschichte gerne als packende Mischung aus Alt und Neu an. Verwinkelte Plots mit überraschenden Wendungen sind seine Spezialität. 


    Meine Meinung:

    Ich war sehr neugierig auf dieses Buch, weil enge Räumlichkeiten und tiefes Wasser mich sehr gruseln. Es sind die beiden Sachen die mir am meisten Angst machen. Und obwohl ich schon so viele Thriller und auch Horror gelesen habe, kann mich dies am meisten schockieren.


    Der Autor hat ja bereits ein anderes Buch veröffentlicht, was ich aber bis jetzt noch nicht gelesen habe. Nach beenden der Lektüre möchte ich das aber ändern. Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr flüssig und anschaulich. Die Protagonisten sind für mich gut gezeichnet gewesen. Das Buch startet anders als gedacht, denn am Anfang lernen wir die Freunde gar nicht kennen. Es dauert etwas bis sie uns das erste mal begegnen. Das tut der Spannung in diesem Buch aber keinen Abbruch. Es sind eigentlich zwei Geschichten, da wir auch in die Vergangenheit reisen wo das Unglück passiert ist. 


    Für mich war das Buch von der ersten Seite an spannend. Der Aufbau und die kurz gehaltenen Kapitel machen das lesen zu einem Genuss. Die Geschichte birgt viele Geheimnisse und ist unheimlich zugleich. Auch die Aufklärung, was nun wirklich passiert ist, hat mir sehr gefallen. Ich habe die erste Hälfte des Buches in einem Rutsch gelesen. Konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Für mich war es definitiv ein Highlight und ich möchte den Autor im Auge behalten.


    Wer also spannende Geschichten mag die auch etwas unheimlich und sehr verworren sind, der kann dieses Buch ohne Bedenken kaufen und lesen. 

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    Cover des Buches Die Kralle (ISBN: 9783752894585)

    Bewertung zu "Die Kralle" von Anja Verda

    Die Kralle
    Susi180vor 2 Monaten
    ...

    Wen hat Jonny sich zum Feind gemacht, dass seine Freunde auf bestialische Art und Weise ausgeweidet werden?
    In seiner Jugend beging er einen katastrophalen Fehler. Jetzt, fast zwei Jahrzehnte später, holt ihn das Schicksal ein. Eine tödliche Hetzjagd durch die Wälder Schwedens beginnt. Nicht nur Jonny gerät in das Fadenkreuz des unbarmherzigen Mörders. Eine Gruppe junger Touristen trifft ebenfalls auf den gefährlichen Jäger und lernt die Grausamkeit dieses hasserfüllten Mannes kennen. Schaffen sie es, dem Killer zu entkommen? 


    Die Autorin:

    Anja Verda:
    1969 erblickte ich das Licht der Welt. Meine Jugend verbrachte ich in Berlin und als ich in die Jahre kam, erlernte ich den Beruf der Köchin.
    Heute lebe ich in Luxemburg mit meiner Familie. Zwei Katzen und ein Jack Russel Mischlingshund sind unsere Begleiter.
    Ich bin seid meiner frühen Kindheit ein fanatischer Fan von Stephen King und Dean Koontz und liebe Horror, ob als Buch oder Film. Vor vielen, vielen Jahren absolvierte ich einen Schreiblehrgang und seitdem wächst stetig die Anzahl meiner Schreibratgeber.
    Mein Erstlingswerk "Nenn mich Onkel M", sowie mein zweiter Versuch "Blutiges Familienleben" sind in den letzten Jahren erschienen.


    Meine Meinung:

    Die kenne die Autorin bereits von einem anderen Buch, was mir damals richtig gut gefallen hat. Auch hier glänzt sie wieder durch den sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil. Ich mag die Darstellung der Charaktere sehr, obwohl sie mir hier fast ein wenig zu blass blieben. Die Handlung ist spannend und kurzweilig zu lesen. Ich als bekennende Thriller und Horror Leserin kann es ja nicht blutig genug haben, ein Kritikpunkt am anderen Buch von ihr, da war mir zu wenig Blut und auch hier hält sie sich für meinen Geschmack noch etwas zurück. Sie kann wirklich gut schreiben und sich ruhig noch mehr trauen. 


    Das Buch hat ein unscheinbares Cover und dennoch hat es mir angesprochen. Ich glaube ich hätte das Buch trotzdem gelesen auch wenn ich noch nicht gewusst hätte was mich erwartet. Weil die Klappentexte eben genau das versprechen, Spannung und Horror. Die Story ist gut gewählt und auch gut umgesetzt. Das Buch war für meinen Geschmack jedoch fast ein bisschen kurz. Ich hätte mir noch mehr Handlung und Tiefgang gewünscht. Die Charaktere noch besser ausgearbeitet. Dennoch ist es ein Buch was ich empfehlen kann. Das andere hat mir aber etwas besser gefallen.


    Man sollte neuen Autoren auch immer eine Chance geben und die Entwicklung von Buch zu Buch verfolgen. Nur weil dieses nicht das Highlight war, gebe ich die Autorin nicht auf. Das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen, was sehr für den Schreibstil spricht. Die Story hat mich sehr interessiert. Ich kann es empfehlen trotz der kleinen Kritikpunkte. Einen Versuch ist es wert

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    Cover des Buches Blut schweigt niemals (ISBN: 9783426302132)

    Bewertung zu "Blut schweigt niemals" von Stephan Harbort

    Blut schweigt niemals
    Susi180vor 3 Monaten
    wieder ein Genuss

    Das erste Sachbuch zum Thema Cold Cases - Pflichtlektüre für alle True-Crime- und Krimi-Fans!
    Wenn keine Spur zum Täter führt, wenn nichts mehr geht, wenn die Ermittlungen eingestellt werden müssen, dann spricht man von einem „Cold Case". Die Gerichtsakten der „kalten Fälle" vergilben in den Archiven der Ermittlungsbehörden, dicke, prall gefüllte Stehordner voller grausiger Details, mit Bildern blutbesudelter Leichen, zertrümmerter Schädel oder abgetrennter Körperteile. Und auf der letzten Seite findet sich stets der obligatorische Vermerk des Staatsanwalts: „Ein Täter konnte nicht ermittelt werden. Das Verfahren wird vorläufig eingestellt." 


    Der Autor:

    Stephan Harbort, geboren 1964 in Düsseldorf, Diplom-Verwaltungswirt (FH), Kriminalhauptkommissar, Experte für Serienmörder und die Operative Fallanalyse. Dienststellenleiter beim Polizeipräsidium Düsseldorf. Dozent an der Brandenburgische Technische Universität Cottbus und der Kalaidos Fachhochschule in Zürich. Vortragstätigkeiten und Privatgutachter. Seit 1994 Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Fachjournalen. Autor von kriminalistischen Bestsellern 


    Meine Meinung:

    Wer sich so für die wahren Verbrechen interessiert, egal ob Film oder Buch, der kommt an diesem Autor nicht vorbei. Bereits andere Bücher habe ich von ihm gelesen und war immer restlos begeistert. Dieses Buch beschäftigt sich mit Fällen die nicht aufgeklärt werden konnten, über einen langen Zeitraum. Ein sehr interessantes Thema und was ist erforderlich das diese Fälle einen zweiten Blick erhalten?


    Der Autor schreibt auch hier wieder eine Einleitung dich mich schon gepackt hat. Er beschreibt das Wort Cold Case. Was ist das eigentlich und was muss ein Fall aufweisen um so genannt zu werden? Was ist nötig und möglich, um so einen Fall wieder aufzurollen? Wir haben auch hier wieder Fallbeispiele. Der Autor geht auf viele solche Beispiele ein. Er macht das sehr respektvoll und emphatisch. Erschreckend überhaupt die Fälle und Taten zu erfahren. Ich mag aber die Art, wie der Autor dies angeht. 


    Das Buch hat mir sehr gefallen. Für Thriller Liebhaber ein absoluter Geheimtipp, obwohl ich mir kaum vorstellen kann, das man den Autor nicht kennt. Auch andere Bücher von ihm kann ich empfehlen. Er durchleuchtet immer andere Ansatzpunkte. Mal den Täter, mal das Motiv. 

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