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Tanja_Buchgarten

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Tanja_Buchgarten hat gelesen…
5 Bücher im Jahr 2025

Cover des Buches Nächster Halt: Mord. (ISBN: null)
Buch wurde am
03. Oktober beendet
Cover des Buches Alle Jahre wieder mit Elvis (ISBN: null)
Buch wurde am
28. September beendet
Cover des Buches Kennst du deine Rechte? (ISBN: null)
Buch wurde am
22. September beendet
Cover des Buches Pampiger Puderzucker! (ISBN: null)
Buch wurde am
22. September beendet
Cover des Buches A Pact Made by Darkness – Liebe im Schatten der Welten (ISBN: null)
Buch wurde am
14. August beendet

Rezensionen und Bewertungen

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Cover des Buches Nächster Halt: Mord. (ISBN: 9783764171575)

Bewertung zu "Nächster Halt: Mord." von Alexandra Fischer-Hunold

Tanja_Buchgarten
Spannender weihnachtlicher CosyKrimi für Alt und Jung

konnte mich fesseln und begeistern.


Als Leser begleitete ich die Millie und ihre Schwester kurz vor Weihnachten auf ihrer Reise im luxuriösen Golden Highlander von London nach Schottland. Während der Zug durch die verschneite Winterlandschaft fährt, häufen sich mysteriöse Zwischenfälle. Die Stimmung kippt zunehmend, bis schließlich ein Passagier tot aufgefunden wird – und klar wird: Der Täter muss sich unter den Passagieren befinden.


Die Geschichte wird aus der Sichtweise der 16-jährigen Millie erzählt, sodass ich ihre Wund Handlungsweisen sehr gut nachvollziehen konnte. Entsprechend ist auch der Schreibstil leicht und locker und passt gut zu einem jungen Publikum. Millies jugendliche Sichtweise wird glaubwürdig eingefangen und durch die Liebesgeschichte am Rande nochmals verstärkt. (Ich persönlich hätte gut darauf verzichten können, da sie für die Haupthandlung nicht wesentlich war.)


Besonders interessant fand ich, dass der Roman klassische Krimistrukturen mit modernen jugendlichen Themen verbindet.

Der Krimi selbst ist ein klassischer Whodunit-Krimi zum Miträtseln, dessen nostalgisches Setting bewusst als eine Hommage an Agatha Christie gestaltet wurde.


Geschickt wird Millie – aber auch ich als Leser – von einem Täter bzw. einer Tätergruppe zur nächsten gelenkt. Immer wieder entdecken wir neue Hinweise – offenkundige, aber auch subtile, lediglich als kleine, unbedeutende Randnotizen erwähnt. Gerade diese unauffälligen Details erweisen sich im Rückblick oft als entscheidend.

Die Spannung steigt dabei kontinuierlich an, um zum Ende hin in einem Showdown zu enden und den/die Täter sowie alle Geheimnisse zu enthüllen und die Geschichte zu einem zufriedenstellenden Ende zu bringen.

Besonders gelungen fand ich, dass man als Leser angeregt wird, seine eigenen (oft falschen) Schlussfolgerungen zu hinterfragen – ein zentrales Element klassischer Detektivgeschichten, das hier sehr gut umgesetzt wurde.


Cover des Buches Alle Jahre wieder mit Elvis (ISBN: 9783384681188)

Bewertung zu "Alle Jahre wieder mit Elvis" von S. Sagenroth

Tanja_Buchgarten
Mehr als nur ein Katzenkrimi


Wie schon beim ersten Band hat mich auch „Alle Jahre wieder mit Elvis“direkt angesprochen.
Ein weihnachtlicher Cosy-Katzenkrimi, der sich aber – wie schon sein Vorgänger – als viel mehr entpuppte.

Die Geschichte kann ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden.
Wie schon im ersten Band wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt:
Verschiedene Figuren, kleine Alltagsszenen, Gedankenfetzen.
Anfangs fragmentiert doch nach und nach entstand ein Gesamtbild.
Ein Netz aus Beziehungen, Missverständnissen, zarten Momenten und tiefen Verletzungen.

Die Krimihandlung tritt erst spät in den Vordergrund und war für mich völlig in Ordnung, denn der Fokus lag für mich woanders:
Nicht im „Wer war’s?“, sondern im „Wie leben wir eigentlich miteinander?“

Am meisten berührt hat mich erneut die Katzenperspektive.
Elvis, Cloe und die anderen Katzenfreunde beobachten uns Menschen mit feinem, ruhigem Blick ohne zu Urteilen aber mit messerscharfer Wahrnehmung.

Sie sehen nicht, was wir sagen, sondern was wir fühlen.
Sie nehmen Körpersprache, Spannungen, Ausweichen wahr und halten uns einen Spiegel vor. Werfen Fragen auf wie:

💬 „Wie oft leben wir nebeneinander – statt miteinander?“
💬 „Wie schnell urteilen wir – oder schweigen, wenn wir reden sollten?“
💬 „Wie sehr kann echtes Zuhören heilen?“

Die Katzen sind für mich daher mehr als Erzähler:
Sie sind Sinnbild für einen anderen Zugang zur Welt.
Sie machen das Unsichtbare sichtbar durch Beobachtung, Achtsamkeit und Resonanz – ohne zu werten.

Die Weihnachtszeit für mich nicht nur Setting, sondern ein Brennglas.
In all dem Festlichen schwingen Erwartungen, alte Konflikte, unausgesprochene Hoffnungen mit.
Und die Katzen, die sichtbar machen, was unter der Oberfläche liegt und zeigen, was uns manchmal fehlt:
Aufmerksamkeit, Begegnung,
Nähe ohne Worte.

Eine Geschichte die mich zum nachdenken brachte über Themen wie:
• Was bedeutet Familie – besonders in der Weihnachtszeit?
• Warum reichen gute Absichten oft nicht aus?
• Wie fühlt sich Fremdsein an – in einer Gesellschaft, in einer Familie?
• Was bedeutet es, gesehen zu werden, ohne bewertet zu werden?
• Und: Wie sehr brauchen wir Tiere, um uns wieder mit dem Wesentlichen zu verbinden?

Auch Themen wie Migration, Alter, Einsamkeit, Vorurteile, Medienkonsum werden wie beiläufig erwähnt, immer ohne moralischem Zeigefinger.

Die Ermittlungen der Katzen folgen nicht klassischer Krimilogik – sondern Intuition, Gespür, zwischenmenschlicher Atmosphäre.
Gerade das macht die Geschichte für mich so besonders.


Cover des Buches Kennst du deine Rechte? (ISBN: 9783831052097)

Bewertung zu "Kennst du deine Rechte?" von Sherif Rizkallah

Tanja_Buchgarten
Lesetipp- Grundrechte leicht verständlich erklärt

Einige der zentralen Grundrechte werden den Kindern und Jugendlichen auf klare und anschauliche Weise näher gebracht.

Die Auswahl der 16 Artikel ist in meinen Augen durchdacht und auf den Alltag abgestimmt.

Jedes Kapitel folgt einem klaren Aufbau: Zuerst wird ein Grundrecht in einfacher Sprache erläutert, danach veranschaulicht eine schulnahe Szene dessen praktische Bedeutung in zweierlei Richtungen. Einmal mit einem gesetzeskonformen und einem nicht konformen Ergebnis.

Der konsequente Bezug zum Schulalltag macht das Buch besonders verständlich. Besonder für Kinder und Jugendliche, die mit abstrakten Rechtstexten wenig anfangen könnten, da sie hier noch keine Erfahrungen sammeln konnten.

Die visuelle Umsetzung in Form von Comics, Sprechblasen und farbigen Illustrationen, macht das Lesen leichter, unterstützt das Textverständnis und spricht die Zielgruppe direkt an.

Auch Erwachsene profitieren davon, wie kindgerecht die Inhalte aufbereitet sind und bieten ihnen viele Anreize sie den Kindern zu erklären.

Dass das Thema in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung aktueller wie selten zuvor ist, verleiht dem Buch zusätzliche Relevanz, gerade weil viele Kinder und Jugendliche nur vage Vorstellungen vom Inhalt oder der Funktion des Grundgesetzes haben.

Positiv hervorzuheben:

Die Konkretheit der Szenen: Sie zeigen nicht nur, was ein Recht bedeutet, sondern auch, wo es an Grenzen stößt.

Die Vermittlung gelingt ohne juristische Überfrachtung, stattdessen mit lebensnahen Beispielen, die zum Mitdenken einladen.

Der Mix aus Alltagssituation, Rechtstext und Reflexion ist in meinen Augen sehr gut gelungen und eignet sich sowohl für den privaten Gebrauch als auch für den schulischen Einsatz.

Was mir fehlt (Jammern auf hohem Niveau)

Weitere Beispiele aus anderen Lebensbereichen, z.B. Familie oder digitalen Räumen wie Social Media - die dann, am Ende des Buches/ oder versteckt (Klappe/ Spiegelschrift) aufgelöst werden.

Das würde nicht nur die Vielfalt der Lebensrealitäten abbilden in die die Grundrechte wirken, sondern auch die Reflexionsfähigkeit und Diskussionsbereitschaft fördern.

Auch Diskussionsfragen, Impulse für Gruppenarbeit oder Workshop-Materialien könnten als Denkanstöße dienen, um über die reine Wissensvermittlung hinauszugehen.

Für michein ideales Einstiegsbuch, das besonders im schulischen Kontext wirkt.

Die Ergänzung um pflichtenbezogene Aspekte, Beispiele aus anderen Lebensräumen sowie Raum für offene Reflexion würde noch mehr Tiefe verleihen - und das Verständnis von Demokratie als Zusammenspiel von Rechten und Verantwortung konsequent stärken.

Cover des Buches Pampiger Puderzucker! (ISBN: 9783968150857)

Bewertung zu "Pampiger Puderzucker!" von Jasmin Zipperling

Tanja_Buchgarten
Kurzmeinung: Eine Geschichte die Wärme und feinem Humor zeigt, wie vielfältig und wandelbar Weihnachten sein darf. Ohne moralischen Zeigefinger …
Eine Geschichte die zeigt wie vielfältig und wandelbar Weihnachten sein kann

„Pampiger Puderzucker!“ ist weit mehr als ein liebevoll illustriertes Weihnachtsbilderbuch.


Es ist eine Geschichte, die leise daherkommt – aber tief berührt.


Eine Geschichte, die Mut macht, Weihnachten neu zu denken – ohne Altvertrautes abzulehnen.


Eine Einladung, vertraute Bilder zu hinterfragen, ohne sie zu verlieren.


Schon der Einstieg fiel uns sehr leicht.


Das Cover und jede einzelne Illustration tragen zur Atmosphäre bei.


Sie unterstreichen nicht nur den Text, sondern lassen uns fühlen, was zwischen den Zeilen passiert.


Und doch geht es um mehr als nur weihnachtliche Kulissen.


Es geht um die Frage: Was bedeutet Weihnachten heute – für mich, für meine Familie, für Kinder?


Was braucht man an Weihnachten am meisten?


Gerade für Erwachsene, die mit dem Christkind, dem Nikolaus und ganz bestimmten Ritualen aufgewachsen sind, weckt das Buch viele Erinnerungen.


Damals schien alles klar: Wer bringt die Geschenke? Welche Geschichte erzählt man? Wie feiert man „richtig“?


Doch mit der Zeit veränderten sich diese Bilder – der Weihnachtsmann trat stärker in den Vordergrund, neue Familienkonstellationen entstanden, kulturelle Perspektiven überschnitten sich.


Manches wirkt plötzlich unsicher, vieles gemischt.



🤝 Zwischen den Welten – und zwischen den Menschen


Diese unterschiedlichen Vorstellungen – zwischen Generationen, Glaubensrichtungen, aber auch innerhalb einer Altersgruppe – führen zu Meinungsverschiedenheiten, zu Spannungen, zu Reibereien.


Und genau das wird im Buch sehr schön thematisiert – ohne sich in den Vordergrund zu drängen.


Ohne den Kindern das Gefühl zu geben, sie müssten sich für „richtig oder falsch“ entscheiden.


Im Gegenteil: Kinder können sich mit Naomi sehr gut identifizieren.

Sie kennen das Gefühl, wenn Dinge nicht (mehr) so sind, wie man dachte.

Sie kennen Zweifel, Fragen, kleine Reibungen zwischen dem, was sie hören – und dem, was sie erleben.


Und sie spüren beim Lesen:


Es ist okay, diese Fragen zu stellen.


Es ist okay, unsicher zu sein.


Es ist okay, neugierig zu bleiben.


Es ist okay, unterschiedliche Sichtweisen zu haben.


Ganz besonders wirkt hier, dass keine Lösung vorgegeben wird.

Stattdessen wird ein Weg sichtbar gemacht, auf dem die Figuren (und die Leser:innen) sich selbst orientieren können.


🌟 Zwischen Wandel und Vertrautem


„Pampiger Puderzucker“ greift vertraute Bilder, Rollen und Sehnsüchte auf – und verwandelt sie sanft.

Es durchbricht Rituale, aber nie mit Spott oder Ablehnung.

Stattdessen mit Respekt, Fantasie, Wärme und einem feinen Humor.

Weihnachten darf – nicht muss – sich weiterentwickeln, ohne seine Magie zu verlieren.


„Alte Werte und Traditionen verschwinden nicht – sie dürfen bewahrt werden oder sich transformieren.


Wie sie es schon immer getan haben.“


Das ist die große Stärke dieses Buches:


Es vermittelt Werte wie Offenheit, Zusammenhalt, Selbstwirksamkeit, Akzeptanz und Vielfalt, ohne sie zu benennen.


Keine Moralkeule, keine Belehrung – sondern erfahrbar im Verhalten der Figuren, im Miteinander mit Wichteln und Engeln. 


Was für Kinder so selbstverständlich wirkt, ist in Wahrheit hochaktuell:


Wie gehen wir mit Unterschieden um – auch in festlichen, „heiligen“ Momenten?


Diese Form der unaufdringlichen Wertevermittlung ist besonders stark – denn sie fordert nicht, sie inspiriert.


🖍️ Bilder, die mehr sagen als Worte


Allein durch die Illustrationen wird sichtbar, dass nicht alle gleich aussehen müssen.


Dass man nicht gleich sein muss, um dazuzugehören.


Dass es viele Arten gibt, Weihnachten zu feiern – und keine ist besser als die andere.


Vielfalt wird hier nicht thematisiert – sie wird gelebt.


Zusammenhalt heißt: einander Raum geben.


Dabei wird Kindern auf Augenhöhe begegnet – sie dürfen Unterschiede erkennen, ohne sie bewerten zu müssen.


Sie lernen: Anderssein ist nicht der Anfang von Konflikt, sondern eine Einladung zur Neugier.


Gerade für Leser:innen in einem kulturell vielfältigen Umfeld – etwa in mehrsprachigen Familien oder in Ländern, in denen Weihnachten nicht traditionell verankert ist – kann dies verbindend statt ausgrenzend wirken.


💫 Ein modernes Märchen – mit echter Tiefe


Natürlich darf auch der fantasievolle Teil nicht fehlen:


Gummiartige Möbel, sprechende Kugeln – es ist verspielt, originell, und doch wirkt alles selbstverständlich.


Als wäre diese Art der Weihnachtswerkstatt schon immer da gewesen – und wir hätten sie nur noch nicht gesehen.


Auch der ein oder andere Charakter und bekannte „Flüche“ wie Himmeldonnerglöckchen! feiern ein Wiedersehen –

für Leser:innen, die die ersten beiden Bände kennen, ist das wie nach Hause kommen.


Für neue Leser:innen ein liebevoller Einstieg in eine eigene Welt, die sich treu bleibt – und doch wandelt.


🧁 Fazit:


Ein Kinderbuch, das mehr erzählt, als es vorgibt.


Eine Weihnachtsgeschichte, die verbindet statt zu spalten, öffnet statt zu predigen –

und Kinder wie Erwachsene ermutigt, Wandel nicht als Bruch zu sehen, sondern als etwas ganz Natürliches.


Eine Geschichte, die zeigt:


Weihnachten ist nicht das, was war – sondern das, was wir daraus machen.


Was zählt, ist das Gefühl – nicht das äußere Drumherum.


Einfach zauberhaft.


Unbedingt Weihnachtsplätzchen bereithalten. 🍪


Cover des Buches A Pact Made by Darkness – Liebe im Schatten der Welten (ISBN: 9783961294848)

Bewertung zu "A Pact Made by Darkness – Liebe im Schatten der Welten" von Anna Weydt

Tanja_Buchgarten
Kurzmeinung: Leseempfehlung für Fans nordischer Mythologie
Für Fans nordischer Mythologie

Ein atmosphärischer Romantasy-Auftakt mit starkem

Setting: Die norwegische Natur und die nordische Mythologie machten das Buch für mich besonders.

Ellie begibt sich nach einem Verlust auf einen Roadtrip und wächst dabei spürbar über sich hinaus.

Die Liebesgeschichte entwickelte sich langsam und bleibt

bewusst spicefrei. Die Charaktere vielschichtig. Ihre

Entwicklung und Handlungsweisen für mich schlüssig und gut nachvollziehbar.

Die Handlung ist ruhig, gewint aber zum Ende hin spürbar an Spannung.

Fazit:

Für Fans ruhiger Romantasy mit nordischem Flair und einer sich langsam entwickelnden Geschichte.

Cover des Buches Hat irgendjemand Oscar gesehen? (ISBN: 9783446279216)

Bewertung zu "Hat irgendjemand Oscar gesehen?" von Leslie Connor

Tanja_Buchgarten
Kurzmeinung: Lässt mich zwiegespalten zurück
Eine besondere Freundschaft

handelt von der Freundschaft und Akzeptanz zwischen der impulsiven und lebhaften Aurora und Oscar, der in seiner eigenen Welt lebt und mit niemandem spricht und den Reaktionen ihrer Mitmenschen und Freunde auf sie sowie ihren Umgang mit ihnen.

 

Die Geschichte wird überwiegend aus Auroras Sichtweise erzählt. Hin und wieder unterbrochen durch die Sichtweise anderer Protagonisten. Rückblicke in die Vergangenheit ermöglichten es mir die einzelnen Charaktere und die Freundschaft zwischen Oscar und Aurora besser kennenzulernen und die einzelnen Charaktere besser verstehen und einschätzen zu können. Die unterschiedlichen Sichtweisen, die Zeitsprünge und in meinen Augen teilweise zu detaillierten gar langatmigen Beschreibungen – für jüngere Leser in meinen Augen nicht unbedingt geeignet um das Interesse an der Geschichte aufrecht zu erhalten. 

 

Der Weltenaufbau für mich zu sehr Idealzustand, „oberflächliche“ heile Welt einerseits, andererseits steckt diese heile Welt, der Umgang der Mitmenschen mit Oscar und Aurora doch voller Klischees und können in meinen Augen nicht als Vorbildfunktion genutzt werden und ins eigene Leben mitgenommen werden. 

 

Eine Geschichte, die mich zwiegespalten zurücklässt. 

 

Cover des Buches Das Prinzip Mord (ISBN: 9783740815912)

Bewertung zu "Das Prinzip Mord" von David Sarno

Tanja_Buchgarten
Kurzmeinung: konnte mich fesseln und begeistern. - Leseempfehlung
Leseempfehlung informativ fesselnd

konnte mich fesseln und begeistern.

Die „Art und Weise“ wie Im vorliegenden Buch werden 15 wahre Verbrechen „True Crime“ Fälle geschildert werden, hat mir sehr gut gefallen:
Der Erzählstil nüchtern, sachlich und distanziert – auf die Arbeit/die Herangehensweise der Ermittler fokussiert. Die Original Tatortfotos – spiegeln dies ebenfalls wider.
Der Fundort, die Rekonstruktion des Tatherganges wurden kurz und nüchtern wiedergegeben.
Die einzelnen Ermittlungsschritte, die unterschiedlichsten Vorgehensweisen um ein Verbrechen aufzuklären, die Geduld und Beharrlichkeit der Ermittler – ihre dringend notwenige Distanz aber vor allem die sich ständig weiterentwickelnden Möglichkeiten im Bereich der Spurensicherung (DNA) ermöglichen es den Ermittlern alte unlösbare Fälle aufzuklären faszinierten mich.

Das Vorwort sowie das Interview am Ende des Buches lassen erahnen – wie viel Emotionen doch mit den einzelnen Fällen verbunden sein könnten, wieviel Engagement und wie eng die Verbindung zwischen Ermittler und Angehörigen sein kann.

Schaut unbedingt beim dazugehörigen Podcast vorbei - neben dem jeweiligen Fall erhaltet ihr weitere Einblicke und auch Gespräche mit den jeweiligen Ermittlern enthüllen noch das ein oder andere Detail

Fazit:
Der Focus auf und die Einblicke in die Ermittlungsarbeit haben mir sehr gut gefallen. Die Sachlichkeit und emotionale Distanz, der Blick einzig und allein auf „die Suche nach dem Täter“ hat mir sehr gut gefallen.

Cover des Buches Mexikoplatz (ISBN: 9783740814489)

Bewertung zu "Mexikoplatz" von Mina Albich

Tanja_Buchgarten
Kurzmeinung: spannender und unterhaltsamer Reihenauftakt
spannender Reihenauftakt

Der Schreibstil ist leicht und überwiegend flüssig zu lesen. Die kleine Einschränkung bezieht sich auf die Wiener/Österreichische Mundart („Wiener Schmäh) sowie verwendete Begriffe (für die einzelnen Polizeiberufe etc. die mir nicht immer sofort geläufig waren.)  

Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt, sodass ich als Leser den drei Protagonisten Nicky Witt, Felix Grohsmann und Johanna Kettler, folgen konnte und an ihren Erlebnissen teilhaben konnte. So wusste ich zu Beginn eines jeden Kapitels um welchen Tag es sich handelte und erfuhr dann in Unterkapiteln die Erlebnisse der jeweiligen Protagonisten.

 

Wie bei einem Reihenauftakt üblich lernte ich die drei Protagonisten nach und nach kennen. Erfuhr etwas über ihre privaten Hintergründe und ihr Privatleben und verfolgte wie sie in den Fall verstrickt sind. Erlebte mit, wie sie nach und nach die einzelnen Spuren verfolgten, erhielt einen Einblick in ihre Gedanken und Eindrücke in Hinblick auf den Fall. Erlebte wie das Ermittlerteam zusammenarbeitete wie sich die Dynamik veränderte und nach und nach den unterschiedlichsten Spuren und Hinweisen folgte.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen authentisch und nachvollziehbar. Die Mischung aus Privatleben und Ermittlungsarbeit in meinen Augen ausgewogen.

 

Die Handlung selbst für mich gut nachvollziehbar und spannend aufgebaut. Als alter Krimi-Hase hatte ich recht schnell eine Ahnung wer der Täter sein könnte, die sich letztendlich bestätigte. Was meinen Spaß am Ermitteln und Zusammentragen der Indizien zu keiner Zeit trübte.

 

Von mir eine Leseempfehlung.

Cover des Buches Nach dir der Tod (ISBN: 9783754673751)

Bewertung zu "Nach dir der Tod" von Phillip Eilinger

Tanja_Buchgarten
Kurzmeinung: gelunges Debüt, dessen Focus auf der Täter-Opfer-Beziehung liegt
gelungenes Debüt

ein gelungenes solides Debüt, das mich durchaus fesseln konnte.

Der Schreibstil für mich zu Beginn nicht vollkommen flüssig, was sich allerdings ziemlich schnell legte. Die Geschichte wird überwiegend aus Hannas Sichtweise erzählt, sodass ich als Leser ihre Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen gut nachvollziehen konnte. Mit ihr gemeinsam die unbekannte Bedrohung erlebte und miträtselte aus welcher Richtung diese kommen könnte. Unterbrochen wird sie durch Einblicke in die Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen des Täters. Erst zur Mitte hin kommen auch die Ermittlungsarbeiten der Polizei als neue Sichtweise hinzu.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet.

Die Motive des Täters, seine Opferwahl blieben lange im Dunkeln, ließen sich aber durchaus anhand von Andeutungen erahnen.

Hannas diffusen Ängste und ihre Ursache, ihre Vergangenheit wurde nach und nach klarer. Ihre Angst vor ihrem „eigenen Schatten“, ihre Unsicherheit dem anderen zu vertrauen, jede Handlung ihres Gegenüber zu hinterfragen …

Allerdings hatte ich bis zum Ende das Gefühl, das es da noch mehr geben müsste, das wahre Ausmaß bis zum Schluss im Dunkeln blieb und sich lediglich in Andeutungen verlor –hier hätte ich mir mehr gewünscht. Ebenfalls in meinen Augen ein loses Ende war Martin, auch hier hätte ich mir eine Auflösung/einen Abschluss gewünscht.

Gut gefallen und herausgearbeitet wurde in meinen Augen, die Tatsache wie sehr der Mensch im angesichts höchster Gefahr für Leib und Leben kämpft. Wie sehr die Angst um Andere/der Überlebenswille für Andere und deren Schutz einen Menschen verändern kann. Ihn dazu bringt über sich hinauszuwachsen.

Die beiden Ermittler eher „Randfiguren“ und machte gerade zu Beginn deutlich, wie sehr der Polizei „die Hände gebunden sind“, wie schnell das Gefühl aufkommen von den Gesetzeshütern nicht ernst genommen zu werden.

Der Focus der Geschichte lag für mich auf Hanna, ihren Ängsten der Art und Weise wie sie durch unterschiedliche Ereignisse in die Isolation gedrängt wurde. Wie perfide mit der Psyche eines Menschen gespielt werden kann. Welche Auswirkungen dies auf den Betroffenen, aber auch auf sein Umfeld hat. Wie sehr die Menschen immer noch „Vertrauen“ – kurz gesagt auf der „Täter-Opfer“ Beziehung.


Fazit: 

Ein gelungenes Debüt dessen Focus auf der Opfer-Täter Beziehung liegt, dem unbedingten Überlebenswillen. Gut konstruiert und ausgearbeitet. Ich hätte mir lediglich an der ein oder anderen Stelle mehr Tiefe gewünscht. 

 

 

 

 

 

 

 


Cover des Buches Roman 2040 (ISBN: 9798832224701)

Bewertung zu "Roman 2040" von Zoey Aldrich

Tanja_Buchgarten
Kurzmeinung: Lesehighlight
Lesehighlight

Konnte mich wieder begeistern und emotional mitnehmen

Roman habe ich bereits im ersten Teil Stelle 2036"

kennengelernt. Nach einigen glücklichen Jahren

- hat ihn

und seine Freunde das Schicksal wieder eingeholt. Seine

große Liebe Stella wurde von Sklavenhändlern entführt und

er macht sich auf den Weg sie zu suchen und zu befreien.

Wie bereits bei Stelle 2036 erwähnt lese ich eher selten

Bücher mit Zombies. Nachdem mich bereits Stella absolut

begeistern konnte. Hatte ich die Hoffnung, dass auch hier

wieder der Focus auf den Menschen und

Menschengruppen liegt. Es eher um die Abgründe

innerhalb der menschlichen Rasse geht - statt der Kampf

gegen Zombies. Und wieder wurde ich nicht enttäuscht.

Auch hier lag der Focus wieder auf dem Zusammenleben

der Menschen nach der Apokalypse. Dem

unaussprechlichen Leid - das sich die Menschen

gegenseitig antun.

Welchen Preis bin ich bereit für mein eigenes Leben - für

das Leben eines Menschen zu bezahlen den ich liebe?

Romans Suche, die neuen Begegnungen, der Kampf in

erster Linie gegen andere Gruppierungen und nicht gegen

die Zombies. Die Unmenschlichkeit, die Machtgier der

Einzelnen, die Ausbeutung, Sklaverei - aber auch immer

wieder Menschen, die sich ihre Menschlichkeit bewahren

Die Charaktere vielschichtig und fein ausgearbeitet.

Ihre Handlungsweisen, Gedanken und Gefühle

nachvollziehbar. Ihr Schicksal berührend, emotional

mitnehmend

Wieder ein #lesehighlight

Über mich

Lesen ist meine größte Leidenschaft.

    Lieblingsgenres

    Krimis und Thriller, Fantasy, Jugendbücher, Liebesromane, Kinderbücher, Sachbücher, Literatur, Unterhaltung

    Mitgliedschaft

    Freund*innen

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