TheSaint

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    Cover des Buches Scoundrels9780995716308

    Bewertung zu "Scoundrels" von Victor Cornwall

    Scoundrels
    TheSaintvor einem Monat
    Kurzmeinung: Abenteuer, Gefahr, Intrigen, Spionage, Gewalt & Sex. Nur ein weiterer Tag im Scoundrels Club!
    Phytoneske Memoiren zweier schräger Halunken

    Ein junges Verlagsunternehmen unterzeichnet bei der Übermittlung eines Manuskripts mit der Empfangsbestätigung unwissentlich einen fatalen Vertrag, der sie zur Veröffentlichung des Materials verpflichtet. Und so kommen nun die Leser in den Genuss des ersten Bandes der Memoiren der Majors Arthur St. John Trevelyan und Victor Montgomery Cornwall, der ihre abenteuerlichen Jahre von 1931 bis 1951 umfasst.

    Aus den Briefen, die den Memoiren beigefügt waren, erfährt der Leser, dass ein 30jähriger Hausarrest sowie die strengen Auflagen des Official Secrets Act ein Ende gefunden haben und die mittlerweile betagten Herren, ihres Zeichens hochdekorierte Militärs und Mitglieder eines eigenartigen Geheimdienstes, nun darauf drängen, ihre heroischen Taten der Welt mitzuteilen.

    Die sehr ungleiche "Partnerschaft" und "Freundschaft" der Herren beginnt 1934 im Winstowe College, wohin die beiden Jungs von ihren verbliebenen Elternteilen abgeschoben werden. Das College-Leben bereitet auch für Trevelyan und Cornwall schwere Zeiten, die ihr Stan Laurel/Oliver Hardy-Dean Martin/Jerry Lewis-Bud Abbott/Lou Costello-Verhältnis begründen und zementieren. Dort lernen sie einen österreichischen Jungen namens Gruber Hansclapp kennen, der nicht nur von anderen Mitschülern drangsaliert, sondern auch von den Beiden zu eigenen Vorteilen ausgenützt wird. Der unheimliche Erzfeind, der ihnen später noch in Nazi-Deutschland und in England wiederbegegnen wird, ist geboren...

    Wie schon so oft in anderen Fällen geschehen, werden die beiden Jungs auf dem College für einen eigenartigen Geheimdienst, der unter dem Deckmantel des von König George I gegründeten "Scoundrels Club" operiert, angeworben und befinden sich alsbald in Einsätzen in Hitler-Deutschland sowie Japan.

    Ihre riskanten, absurden Abenteuer, die sie auf den vermeintlichen Mount Everest, zur Teilnahme an dem berüchtigten Paris-Dakar-Rennen (welches laut der Aufzeichnungen nicht erstmals 1978 stattfand, sondern schon 1950) oder zu einer Panda-Jagd mit dem Kaiser von China führen, stellen den absurden schwarzen Humor der legendären "Monty Pythons" in den Schatten. Beim Lesen dieser "geschichtlich akkuraten, moralisch fragwürdigen aber absolut wahren Geschichten" (O-Ton Verlagshaus) ist man abschnittsweise ob der Geschmacklosigkeiten und unappetitlichen Geschehnisse, die die Herren bei dem Zusammentreffen mit Adolf Hitler, Eva Braun und der mysteriösen Geheimwaffe Nazi-Deutschlands oder während der Jagd auf paarungswillige Pandabären erleben, atemlos... ehe sich ein herzliches Lachen Bahn bricht. Allein bei der Geschichte, wie Trevelyan zu seinen seltsam geformten Lippen - die ihm in der Wüste während einer Notoperation verpasst wurden und es nur einen Baummarder als Spender gab - kam, lässt einen entweder das Buch angeekelt zur Seite legen oder man liest neugierig auf weitere Absurditäten und schräg-geschmacklose Einfälle weiter und schmunzelt vor sich hin.

    Britische Kritiker und Leser dieses ersten Bandes waren sich ob dieses Freundespaares, welches keinerlei Gelegenheit auslässt, sich gegenseitig madig zu machen und sich stets selbst als die bessere und gloriosere Hälfte sieht, einig: Cornwall & Trevelyan haben die explosive Mischung von einem Teil "Flashman" und zwei Teilen "Mortdecai Trilogie".

    Der Schreibstil des Autoren-Duos Duncan Crowe und James Peak ist überbordend, schrill, geschmacklos, originell, unbeschwert und pointiert. Die in den versteckten Nischen der Weltgeschichte spielenden Episoden sorgen für vergnügliche Lesestunden und hinterlassen nach dem Genuss des Buches einen furchtbaren Geschmack im Mund und das Gefühl eines schrecklichen Katers...

    Eine Leseempfehlung für hartgesottene Freunde schrägen englischen Humors... Band 2 gibt es schon im Handel und Band 3 der Memoiren soll noch 2020 erscheinen! Vivat Scoundrels!

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    Cover des Buches Agatha Christie on Screen (Crime Files)9781349676958

    Bewertung zu "Agatha Christie on Screen (Crime Files)" von Mark Aldridge

    Agatha Christie on Screen (Crime Files)
    TheSaintvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Miss Marple, Poirot & Co und ihre wechselhaften Erfolge in Film und Fernsehen von 1929 bis heute!
    Miss Marple & Co:Aus den Büchern auf die Leinwand und ins Fernsehen!

    1920 erschien Agatha Christie's erster Kriminalroman: "The Mysterious Affair at Styles" ("Das fehlende Glied in der Kette") mit dem belgischen Detektiven Hercule Poirot. 1922 folgte "The Secret Adversary" ("Ein gefährlicher Gegner") und führte das Detektivpärchen Tuppence & Tommy Beresford ein. Es dauerte nur 7 Jahre, ehe dieser Roman seine erste Verfilmung erfuhr. Der Stummfilm mit dem Titel "Die Abenteuer GmbH" wurde vom deutschen Filmstudio Orplid-Film produziert und die Regie hatte Fred Sauer. Der Film gilt heute als verschollen.

    Dieses hervorragend recherchierte und mit unglaublicher Fülle an faszinierenden Informationen über die weltweit verfilmten Abenteuer der Romane von Agatha Christie (die Weltauflage soll an die zwei Milliarden Exemplare (!!!) betragen) beginnt mit der Auflistung und dem Werdegang der von der Queen of Crime geschaffenen Figuren in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und endet mit dem Hinweis auf die Dreharbeiten zu "Der Mord im Orient-Express", welcher Vorverträgen nach der Startschuss für eine neue Reihe von Kinofilmen sein sollte (ein erfolgreicher Neustart der - je nachdem wie sich CoVid-19 verhält - entweder 2020 oder 2021 mit "Tod am Nil" seine Fortsetzung findet).

    Über all die Jahrzehnte hindurch war die Film- und Fernsehwelt immer sehr stark an der Umsetzung der erfolgreichen Kriminalromane interessiert. Dieses Interesse jedoch war einseitig, denn Agatha Christie stand zu Lebzeiten dem Kino wie dem Fernsehen ablehnend gegenüber. Es bedurfte immenser jahrelanger Bemühungen des amerikanischen Filmstudios MGM, mit der Schriftstellerin einen Filmdeal auszuhandeln. 1961 schlußendlich wurde der Roman "4.50 from Paddington" für die Leinwand unter dem Titel "Murder She Said" adaptiert und die Figur der Jane Marple bekam ein unvergessliches Gesicht: das von Margaret Rutherford. Vom Kinopublikum geliebt - von Agatha Christie abgelehnt. Die Filmreihe, die die Romane keineswegs getreu verfilmte und schlußendlich mit "Murder Ahoy" einen eigenen Kriminalfall präsentierte, sorgte für ein Verbot, künftig Miss Marple oder Poirot für eine filmische Vermarktung zu verwenden.

    Nach dem Tod der Queen of Crime übernahm die Tochter Rosalind die strenge Überwachung bei der Vergabe von Lizenzen. Das Buch schildert unter Bezugnahme auf Interviews und Dokumenten aufschlußreich, dass es damals wie heute stets um Lizenzen, Copyrights und in Verbindung damit auch um nicht wenig Geld geht. Die "Agatha Christie Ltd" ist stets bemüht, den Qualitätsnamen Agatha Christie in unserer Welt als Begriff aufrechtzuhalten. So hat es sehr lange gedauert, bis nach zähen Verhandlungen mit der TV-Gesellschaft BBC schlußendlich Miss Marple sowohl für die "Agatha Christie Ltd", die Kritiker und die Mehrheit der Zuseher in der Gestalt von Joan Hickson zurückkehrte... Die Darstellerin gilt bis heute als die der literarischen Figur am Nächsten kommende Interpretin.

    Der große Erfolg der Serie "Agatha Christie's Miss Marple" sowie die detailgetreue Nacherzählung der Stoffe ebnete schlußendlich den Weg für den erneuten Auftritt Hercule Poirot's in der Gestalt von David Suchet. Er schaffte es ebenfalls, nicht nur der literarischen Vorlage mehr gerecht zu werden als der ebenfalls sehr beliebte Sir Peter Ustinov, sondern auch in seiner Serie die Poirot-Geschichten nah an der Vorlage haltend zu präsentieren.

    So ist man während des Lesens fasziniert, wie konsequent Agatha Christie und später ihre Erben über die qualitative Handhabe dieser so liebenswerten Figuren wachen... ähnlich wie es auch Leslie Charteris mit seiner Figur "Simon Templar/The Saint" tat. Wie es ausgehen kann, wenn man die Rechte eher lieblos veräußert, sieht man an Ian Fleming's "James Bond 007"...

    Weiters behandelt das Buch auch eine Vielzahl der weltweit produzierten TV- und Kinofilme, wobei Indien, Russland und Japan zu den fleißigsten Produzenten (oftmals unlizensiert) zählen.

    Ein ganz tolles Sachbuch für Agatha Christie-Freunde, denn es zählt seltene Filmperlen auf, die es zu entdecken lohnt und gibt Einblick in die vielschichtigen Interessen und Möglichkeiten des Entertainment-Business... wenn dieses mal die Spur aufgenommen hat und in einer literarischen Figur das Potential eines geldbringenden Franchise ahnt!

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    Cover des Buches Ein Gentleman in Moskau9783548290720

    Bewertung zu "Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles

    Ein Gentleman in Moskau
    TheSaintvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein intelligenter, humorvoller und optimistischer Roman mit einer Prise russischer Geschichte und garniert mit herrlichen Figuren!
    Wer nicht über die Umstände herrscht, wird von den Umständen beherrscht

    Juni 1922. Es fragt der

    Staatsanwalt: "Ihre derzeitige Adresse?"

    Rostov: "Suite 317, Hotel Metropol, Moskau."

    Staatsanwalt: "Seit wann wohnen Sie dort?"

    Rostov: "Ich residiere dort seit knapp vier Jahren."

    Staatsanwalt: "Und Ihr Beruf?"

    Rostov: "Für einen Gentleman geziemt es sich nicht, einen Beruf zu haben."

    Mit diesen Eingangszeilen hatte mich der Roman bis zur letzten Seite fest im Griff: Russische Geschichte, Hotels (ich LIEBE Hotels) und ein adeliger Protagonist (Ahhh! Ich habe eine Schwäche dafür!)... 

    Der amerikanische Autor Towles (* 1964) legt mit seinem zweiten Roman ein Werk vor, dass neben überwältigendem Optimismus und leisem Humor auch Kunde von Klasse, Stil und Eleganz liefert:

    Die Geschichte erzählt von Graf Alexander Iljitsch Rostov, der von den Bolschewiken wohl aufgrund seines blauen Blutes an die Wand gestellt worden wäre, hätte er nicht in seiner Jugend ein feuriges Gedicht gegen den Adel und die Leibeigenschaft verfasst (nun... eigentlich... aber das wäre ein SPOILER!). Stattdessen wird er zu lebenslangem Hausarrest im Hotel "Metropol" verurteilt... Das "Metropol" ist ein zeitloser Platz in Moskau mit Blick auf das Bolschoi-Theater. All die Menschen und Ideen, die über die Jahrzehnte in das Hotel strömen, können dem Haus nichts anhaben (selbst der II. Weltkrieg vermag nur für kurze Zeit zu stören), doch sind sie für eine Konstante wichtig: Man erkennt diese in der Gestalt eines hochgewachsenen Mannes, der tagtäglich seinen Gewohnheiten und Ritualen folgt, ehe er nachts hinauf unter das Dach des Hotels in ein kleines Zimmer verschwindet, welches kaum Platz für seinen Louis XVI-Tisch und seine Elfenbeinlampe bietet.

    Der Graf macht während seines jahrzehntelangen Hausarrests das Beste aus seiner Situation und formt die Welt in dem Hotel nach seinen ästhetischen und intellektuellen Bedürfnissen. Er schließt mit einem entzückenden Mädchen namens Nina Freundschaft, die ihm viele Jahre später ihre Tochter Sofia anvertrauen wird. Er ist zuerst ein "Onkel" für das stille Mädchen, wird dann aber ihr "Vater" und sorgt dank seines familiären Hintergrundes und seiner Lebensphilosophie dafür, dass Sofia ihre künstlerischen Talente voll entfalten kann und ihr dadurch auch die Flucht aus Russland möglich wird...

    Amor Towles schwelgt in tollen Beschreibungen über das Hotel und den sich darin befindlichen Restaurants. Bei der Beschreibung der Speisen und Getränke beginnt man beim Lesen zu speicheln. Die Konversationen, die der Graf mit Parteibonzen, Journalisten, Arbeitern und Freunden aber auch mit Sofia führt, sind grandios ausgeführt und eine Wonne. Das Hotel, der Graf und all die agierenden Figuren werden mit russischer Geschichte umwoben und es lässt sich während des Lesens das Gefühl nicht vermeiden, ähnlich wie bei Wes Anderson's "Grand Budapest Hotel" hoffnungslos verzaubert zu werden.

    Ein absolut beglückendes Leseerlebnis. In Zeiten wie diesen lehrt uns der Graf, trotz allen Widrigkeiten optimistisch voranzuschreiten.

    Ein Roman über Menschlichkeit, Gelassenheit, Güte und Herzenswärme sowie Esprit und Klugheit gepaart mit kleinen Schwächen. EINE PFLICHT!

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    Cover des Buches Danger: Diabolik (Cultographies)9780231182812

    Bewertung zu "Danger: Diabolik (Cultographies)" von Leon Hunt

    Danger: Diabolik (Cultographies)
    TheSaintvor 3 Monaten
    Ein Kultcomic wird zu einem Kultfilm: Italien's DIABOLIK!

    Wann wird ein Film zu einem "Kultfilm"? Wenn der Film Reaktionen beim Publikum hervorruft, die über eine "normale" Identifikation hinausgehen. Wenn die Mehrheit des Publikums den Film ablehnt und es somit zu einer klaren Abgrenzung beim Filmgeschmack des Massenpublikums kommt. Wenn eine treue Anhängerschaft über Jahre und Jahrzehnte diesem Film immer wieder Tribut zollt. Wenn ein oft billig produzierter Film aufgrund seiner unfreiwilligen Komik und "trashigen Ästhetik" ein Publikum anzieht, welches auf den ersten Blick ungeahnte Qualitäten entdeckt.

    Der italienische Filmproduzent Dino de Laurentiis (1919-2010) erkannte 1965 - 3 Jahre nach dem Start der von den Schwestern Angela und Luciana Giussani erfundenen Comicfigur an den Kiosken - das Potential von "Diabolik" fürs Kino und machte sich daran, den gezeichneten Superbösewicht in Fleisch und Blut auf die Leinwand zu bringen. Es dauerte einige Jahre, Drehbuchentwürfe und zwei Schauspielerinnen (u.a. die großartige Catherine Deneuve), ehe 1968 John Philip Law als der maskierte Meisterverbrecher, die Österreicherin Marisa Mell als seine Geliebte und Assistentin Lady Eva Kant sowie Michel Piccoli in der Rolle des Inspektor Ginko unter der Leitung des Kult-Regisseurs Mario Bava (1914-1980 - Regie u.a. "Kill, Baby, Kill!") ihr Entrée in der Filmwelt hatten. Die Filmmusik schrieb niemand Geringerer als Ennio Morricone.

    Das vorliegende Buch aus der Reihe "Cultographies" widmet sich erschöpfend dem Phänomen des "Eurocult Cinema" anhand dieser ersten von drei Comicverfilmungen, die Dino de Laurentiis produzierte und alle Drei den "Kult"-Status erhielten: "Barbarella" mit Jane Fonda kam im selben Jahr in die Kinos und "Flash Gordon" mit dem kürzlich verstorbenen Max von Sydow sowie Topol im Jahre 1980.

    Leon Hunt zeigt in seiner Arbeit auch auf, dass ein Film sich das Etikett u.a. damit verdient, dass sich die Geschichte eines Filmes verschiedener Genres bedient. So reiht sich die Frau an Diaboliks Seite nahtlos in die bemerkenswerte Riege starker Frauen wie Emma Peel oder Modesty Blaise ein. Diabolik selbst scheint ein Bruder des Fantômas zu sein, was Genie und das unterirdische Versteck betrifft. Die Gadgets und der schnittige Jaguar E-Type stehen einem coolen James Bond jener Tage in nichts nach.

    Ein interessantes Büchlein mit faszinierenden Hintergrundinformationen zum Film, zum Comic und zu der Hoch-Zeit des Pop/Comic-Kinos. Der Film, der 2008 vom "Empire"-Magazin in die Liste der "500 großartigsten Filme aller Zeiten" aufgenommen wurde, lohnt entdeckt zu werden. Im Mai 2020 wird das US-Label "Shout!" den Film mit vielen Extras als Blu-Ray neu auf den Markt bringen.


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    Cover des Buches Nimm das Ding da weg!9783492308489

    Bewertung zu "Nimm das Ding da weg!" von Kyril Bonfiglioli

    Nimm das Ding da weg!
    TheSaintvor 4 Monaten
    Mortdecai - Mord, Verfall und Zügellosigkeit mit Augenzwinkern

    Kyril Bonfiglioli (1928-1985) eröffnete mit diesem vorliegenden Roman seine 4 schelmenhaften Bücher umfassende Reihe um den zügellosen aristokratischen Kunsthändler Charlie Strafford Van Cleef Mortdecai und seinem bulligen, geistig nicht zu den Überfliegern zählenden Butler Jock Strapp.

    Als ein Bild des spanischen Malers Goya gestohlen wird, hat Chief Superintendent Alistair Martland sofort seinen Erzfeind aus Schultagen -  Charlie Mortdecai - in Verdacht. Nicht unbegründet, denn der sehr dem Alkohol und gutem Essen zugetane Charlie ist ein nicht gerade gesetzestreuer Kunsthändler, der im Stile des guten alten Gentleman-Diebes Raffles sehr gut Kunst weiterzuvermitteln weiß. Charlie erfährt im Laufe einer Vernehmung, dass eine andere Figur der Unterwelt, für die er kompromittierende Fotos - die einen hochgestellten britischen Regierungsbeamten beim intimen Tête-à-Tête mit diesem Unterweltler zeigen - aufbewahrt, gewaltsam ums Leben kam. Der in den Grauzonen der Legalität agierende Kunsthändler sieht sich plötzlich arg in Bedrängnis: Einerseits soll er den gestohlenen Goya zu seinem Kunden, dem Öltycoon Milton Krampf bringen, andererseits aber auch seinem Erzfeind Martland dienlich in der Beseitigung des Inhabers der Filmnegative sein... welcher ebenfalls Krampf ist.

    Der Roman ist leicht und wahrlich schelmisch geschrieben und der Anti-Held Mortdecai wendet sich während der Handlung auch immer wieder dem Leser zu... was aufgrund der dann gelieferten Hintergrundinformationen und neckischen Ausführungen den Lesespaß noch vergrößert. Die Handlung tritt eher in den Hintergrund - die Figuren und die schrägen Situationen sind das Herzstück dieser literarischen Unterhaltung. Mortdecai ist sehr nah der Person des Autors (der an Leberzirrhose verblich) nachempfunden und der Schreibstil erinnert stark an P.G. Wodehouse und seine amüsanten Figuren Bertie Wooster und dem Butler Jeeves.

    1973 gewann dieser Erstling den "CWA New Blood Dagger"-Award. Dieser wird von der Crime Writer's Association für bisher unveröffentlichte Erstlingsautoren vergeben. Die vier Bücher (das letzte Buch erschien posthum) genießen Kultstatus und es gab 2015 auch eine Verfilmung, die allerdings an den Kinokassen bombte und mit Johnny Depp, Paul Bettany, Ewan McGregor und Gwyneth Paltrow völlig falsch besetzt wurde.

    Eine absolute Leseempfehlung für Freunde schräger, kauziger Kriminalgeschichten in einem originellen Set-Up und mit einem Schluss, der bald zum zweiten Band greifen lässt!




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    Cover des Buches Das Boot: Schall&Wahn von Buchheim. Lothar-Günther (2010) Audio CDB00JXQEB0C

    Bewertung zu "Das Boot: Schall&Wahn von Buchheim. Lothar-Günther (2010) Audio CD" von

    Das Boot: Schall&Wahn von Buchheim. Lothar-Günther (2010) Audio CD
    TheSaintvor 4 Monaten
    Hochdramatisches Katz-und-Maus-Spiel unter Wasser

    Herbst 1941... ein deutsches VII C-U-Boot verlässt mit 50 Mann an Bord eine Werft an der nordfranzösischen Atlantikküste. Es gilt Geleitzüge anzugreifen und dem Feind erhebliche Schwierigkeiten zu bereiten.

    Lothar-Günther Buchheim's eigene Erlebnisse als Kriegsberichterstatter fließen in diesem ersten von drei Büchern (es folgten "Die Festung" und "Der Abschied") unheimlich plastisch ein.  Die Zeichnung der verschiedenen Seeleute sowie deren Gebaren und die oft vulgären Unterhaltungen erzeugen genauso viel spannende Atmosphäre wie die technischen Ausführungen und Abläufe. Bei diesen detailreichen keineswegs trockenen Erläuterungen wird dem Leser erst bewusst, mit welch Können nicht nur der Kommandant sondern auch all die Mannschaft an den verschiedensten Gerätschaften effizient ein Unterseeboot durch haarigste Situationen brachten.

    Der Roman wird in über 15 Stunden souverän von Dietmar Bär vorgetragen. Er versteht es, den Zuhörer nuanciert interessiert zu halten, wenn er vom Aufkommen des "Jagdfiebers" der U-Boot-Besatzung berichtet, den Leerläufen während ruhiger Fahrt oder deren Träumen aber auch Ängsten während der Wasserbombenangriffe durch feindliche Zerstörer.

    Als das U-Boot beim Versuch, durch die Straße von Gibraltar zu gelangen, schwer beschädigt wird und auf über 200 Meter Tiefe auf den Meeresgrund sinkt, dann liest Bär so fesselnd von Buchheim's Schilderungen dieser bangen Zeit der Mannschaft, dass dem Zuhörer auch die Luft knapp wird.

    Das Werk ist ein weiteres beeindruckendes Beispiel über den Irrsinn des Krieges und wirft ein erhellendes Streiflicht auf das Schattenreich des U-Boot-Krieges.

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    Cover des Buches Reset9783964382030

    Bewertung zu "Reset" von Marco Monetha

    Reset
    TheSaintvor 5 Monaten
    Der Rächer aus Bad Bederkesa

    2018 hätte ein wunderbares Jahr für Phillip Steenken und seine Frau Julia  werden können, doch ein junger Autoraser zerstört in einer Sommernacht dieses Glück. Doch damit nicht genug... eine mysteriöse Himmelserscheinung in einer Blutmondnacht reißt Phillip aus seinem trauererfüllten Dasein und schleudert ihn zurück ins Jahr 1988... als er 15 Jahre alt war.

    Fortan ist das alte Bewusstsein in dem Teenagerkörper gezwungen, nochmals die letzten 30 Jahre in einer vermeintlichen Parallelwelt zu durchleben. Phillip greift in das Leben anderer Menschen ein und findet nach mehr als 10 Jahren eine für ihn sinnvolle Aufgabe: Krankhaft agierende Menschen, deren abstoßende Taten er aus seiner Zukunft kennt, in seiner Zeit rechtzeitig aufzuhalten. Er schreckt auch vor Selbstjustiz nicht zurück. Eines Tages fordern seine Taten jedoch ihren Tribut ein und es kommt zu einem brutalen gefährlichen Showdown, der Phillip Steenken's Rückkehr in "seine richtige Zeitlinie" massiv bedroht.

    Marco Monetha offeriert mit diesem Roman einen interessanten Mix aus Zeitreise- und Selbstjustizelementen. Wie stets in seinen Arbeiten lässt der Autor genau recherchierte Fakten gekonnt in fiktive Geschehnisse einfließen. So trifft man z. B. in "Reset" im realen Bad Bederkesa auf fiktive Personen, mit denen Monetha schon in seinen Romanen "Eric" und "Jonas" arbeitete. Es werden auch reale Kindermisshandlungsfälle der jüngeren REALEN Gegenwart als Aktionsfeld in der ALTERNATIVEN Realität von Phillip genutzt. Er spielt mit der Verlorenheit seines Smartphone/Internet-erfahrenen Protagonisten im Jahre 1988 und schafft mit einer Detailtreue in diesen Sachen wie auch in punkto Musik und Film jener Zeit für Schmunzeln und Atmosphäre. Der Leser wird bei dieser Geschichte nicht wirklich informiert, in welcher Welt sich Phillip wiederfindet. Das macht den Umstand, dass der Held massiv in die Geschehnisse vieler Menschen eingreift und deren Leben verändert, leichter erträglich... denn Zeitreiseabenteuer sind trickreich und fordern hohe Sorgsamkeit, um nicht gänzlich unlogisch und somit unlesbar zu werden. Am intensivsten ist Monetha in "Reset" auch wieder in jenen Passagen, wo er aus persönlich erfahrenen und sehr realen Geschehnissen schöpfen kann: Wenn er das emotionale glückliche Leben von Phillip und Julia beschreibt oder später die Gefühle die gemeinsame Tochter Emma betreffend. Auf diesem intensiven realen Sockel baut er die Figur Phillip Steenken auf, die dann in dieser anderen Zeitlinie auf tatsächlich geschehene Kindesmisshandlungen und Vergewaltigungen einwirkt und sie als eine Art Rächer zu verhindern versucht. Beim großen Finale kommt die Vorliebe des Autors für Tarantino-ähnliche gewaltintensive Szenen wieder zum Vorschein, die das Gegenstück zu den die Handlung bremsenden romantisch/familiären Momenten bilden.

    Ein gut geschriebener Mystery-Thriller, der schmunzelnd an die eigene Teenagerzeit sowie mit Schaudern an die schrecklichen Missetaten kranker Männer denken lässt. Ein Roman, der wegen der Zeitreisethematik auch zum Mitdenken und zum Philosophieren einlädt.





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    Cover des Buches Die Gesichter der Jane Marple9783000562907

    Bewertung zu "Die Gesichter der Jane Marple" von Klaus F. Rödder

    Die Gesichter der Jane Marple
    TheSaintvor 5 Monaten
    Ein Margaret Rutherford-Fan verbeugt sich vor Miss Marple

    Der 1963 in Rheinland-Pfalz geborene Autor hatte in den 70ern des letzten Jahrhunderts eine ebenso schicksalhafte Begegnung mit einer Fernsehfigur wie ich... Waren es bei mir John Steed und Emma Peel, so war es bei ihm eine schrullige ältere Dame wuchtiger Statur mit wallendem Cape...

    Klaus F. Rödder hat bereits ein Buch über sein ganz großes Idol Margaret Rutherford veröffentlicht. Die einzig in deutsch vorliegende Biographie dieser außerordentlichen Schauspielerin (das Buch wurde auch hier von mir rezensiert). Nun hat er sich mit diesem Buch aber auch all der anderen Damen, die VOR und NACH der Ära Rutherford die von Agatha Christie erfundene Amateurdetektivin verkörperten, angenommen.

    Der Rutherford-Fan beginnt mit Gracie Fields (1898 - 1979), die 1956 im Rahmen eines Fernsehspiels im amerikanischen Fernsehen der Miss Marple ein Gesicht verlieh. Es gibt eine Mini-Biographie der Schauspielerin und auch einen Kurzinhalt zu "Ein Mord wird angekündigt".

    So verfährt der Autor auch mit den anderen Damen bis herauf zu Julia McKenzie (*1938)... Man erfährt in seinem Buch auch von einer deutschen Schauspielerin, die die Detektivin 1970 in dem ZDF-Spiel "Mord im Pfarrhaus" darstellte: Inge Langen (1924-2007). Sogar in der Sowjetunion nahm man sich 1983 dieser Figur an: Ilse Ever (*1931) spielte Miss Marple im "Das Geheimnis der Amsel" (nach dem Roman "Das Geheimnis der Goldmine").

    Ein kurzweiliges, jedoch sehr von der Fan-Begeisterung eingefärbtes Buch über die schlaue, scharfsinnige alte Dame mit ihrem Strickzeug. Lediglich diese Unfähigkeit, neutral über die "vielen Gesichter der Jane Marple" zu schreiben und zu berichten, bringt den Sterneabzug. Eigentlich müsste es ja wieder einen Stern für diese lebenslange Begeisterung für Rutherford geben, denn Rödder führt auch ein Museum mit tollen Ausstellungsstücken. Der Buckingham Palace nahm sogar höflich von der Existenz des Rutherford-Museums Kenntnis.

    Für Freunde der Detektivin wie auch der entzückenden Schauspielerin ist dieses Buch eine vergnügliche Ergänzung.



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    Cover des Buches Ein gefährlicher Gegner9783596177714

    Bewertung zu "Ein gefährlicher Gegner" von Agatha Christie

    Ein gefährlicher Gegner
    TheSaintvor 5 Monaten
    Vorhang auf für... die jungen Abenteurer!

    Der zweite Roman der "Queen of Crime" erschien 1922 und machte die Leserschaft mit dem jungen quirligen Freundespaar Prudence "Tuppence" Cowley und Thomas "Tommy" Beresford bekannt. Drei weitere Romane mit dem Paar werden noch folgen sowie eine Sammlung von Kurzgeschichten...

    Nach dem Ersten Weltkrieg sieht es mit Arbeit und Geld für Essen und Unterkunft schlecht aus und als sich die Freunde Tuppence und Tommy nach den Kriegswirren in London wiedersehen, wird in Ermangelung einer Einkommensquelle und aus der Not heraus schnell die Idee geboren, eine Detektei mit dem Namen "Die jungen Abenteurer" zu gründen. Der von Tommy zufällig aufgeschnappte Frauenname Jane Finn sorgt überraschenderweise schnell für das erste Engagement.

    Bald schon sorgt die Erwähnung dieses Namens für Aufregung im Umfeld des jungen Freundespaares und ruft sogar den britischen Geheimdienst auf den Plan... Es entspinnt sich die Suche und auch Jagd nach dieser geheimnisvollen Jane Finn und ihrer Verbindung mit brisanten Kriegsdokumenten, der gesunkenen RMS Lusitania und bolschewistischer  Verschwörer...

    Dieser Roman präsentiert ein unübliches Sujet dieser meisterlichen Kriminalautorin. Das junge Freundespaar wird lebhaft, unbeschwert und recht modern beschrieben und die Handlung kommt nicht in den sonst eher behäbigen "Whodunnit"-Szenarien daher, sondern ist eine flotte Spionagegeschichte mit agilen Charakteren, interessanten Szenenwechseln und einer süßen romantischen subtilen Nebenlinie. Tuppence und Tommy sowie die um sie agierenden Figuren und Geschehnisse sind sympathisch gut gezeichnet und so geschickt verschachtelt, dass sich bis zum entzückenden Finale die Spannung hält.

    Ein gelungenes Entrée dieses Duos, welches leider nie aus den Schatten Christie's anderer übermächtigen "geistigen Kinder" Miss Marple & Hercule Poirot treten durfte... Man freut sich auf den nächsten Einsatz der jungen Abenteurer!



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    Cover des Buches The Moneypenny Diaries9780719567803

    Bewertung zu "The Moneypenny Diaries" von Kate Westbrook

    The Moneypenny Diaries
    TheSaintvor 5 Monaten
    Sekretärin auf Maulwurfjagd

    Dr. Kate Westbrook, Nichte und Erbin von Jane Moneypenny's geheimen Tagebüchern, arbeitet sich 2008 durch die restlichen Tagebücher ihrer vor 42 Jahren verstorbenen Tante und beginnt dabei langsam am Unfalltod ihrer Tante zu zweifeln. 

    Die Tagebücher aus den Jahren 1964/65 zeichnen ein angespanntes Bild in den oberen Etagen des SIS (Secret Intelligence Service). Der Leiter der Abteilung - M - scheint unter gewaltigem Druck zu stehen. Seine Art wird immer verschlossener, sein Umgang mit Mitarbeitern immer rauer. Seine übliche Geheimniskrämerei steigert sich. Langsam sickert durch, dass M einen "Maulwurf" in der Organisation vermutet, der geheime Informationen an die Russen weiterleitet. Niemand will ihm Glauben schenken und die permanenten Eingaben und Vorsprachen beim Premierminister sind Wasser auf den Mühlen der politischen Gegner sowie der jungen Karrieristen, die sich selbst gern auf dem Stuhl des Leiters sehen würden - allen voran Christopher "Kit" Hunter. Mit seinem Adlatus Percy Warren wird er beauftragt, die Aktionen M's zu überwachen und der vermeintlichen Paranoia des "alten Seebären" Einhalt zu gebieten. 

    Jane Moneypenny misstraut den jungen Karrieristen, die in ihrem und den Büros von Bill Tanner und M herumschleichen und beginnt ihrerseits Recherchen anzustellen, um das raubeinige Verhalten ihres Chefs besser verstehen zu können. Doch inmitten ihrer Ermittlungen, in die sie auch James Bond involviert, wird dieser plötzlich verhaftet und zu Verhören aus dem Gebäude entfernt. Kurz darauf ergeht die offizielle Mitteilung über M's Rücktritt und Start in den Ruhestand. Es dauert nicht lange, bis auch Moneypenny durch eine Kollegin in ihrer Position ersetzt wird. Abgeschoben in eine andere Abteilung setzt nun Moneypenny allein die Suche nach dem vermutlich ganz weit oben sitzenden "Maulwurf" fort...

    Seit den ersten Versuchen von Dr. Westbrook, die spannende Vergangenheit ihrer Tante der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, geht der SIS (auch als MI6 bekannt) dagegen vor und auch jetzt, als sie nach den Namen aus den Tagebüchern und näheren Umständen, die zum tragischen Schiffsunglück vor den Äußeren Hebriden, bei dem Jane Moneypenny ertrank, zu forschen beginnt, sitzt ihr der kalte Hauch von einem Gegenspieler im Nacken...

    Der Abschluss der Trilogie ist ein großes Lesevergnügen für jeden 007-Romanfreund. Abermals schafft es die Politikern, Journalistin und Autorin Samantha Weinberg als Dr. Kate Westbrook der in James Bond's Leben dauerhaftesten Freundin Moneypenny neue intensive und interessante Facetten zu verleihen. Dieser Frauenfigur wird in diesen drei Büchern ein faszinierender origineller Respekt erwiesen. Weiters fließen in diesem Roman die zwei Welten ineinander, denn das Geschehen beginnt in den 1960ern auf Jamaica mit M's Sekretärin auf der Suche nach dem Maulwurf und kulminiert in einem dramatischen Showdown zwischen ihr und dem Maulwurf in Schottland. Gegen Ende des Buches tritt Dr. Kate Westbrook an die Stelle der Protagonistin,  wo sie 2008 in wunderbarer Szenerie auf den Äußeren Hebriden mit einem fulminanten und berührenden Plottwist die finalen Zeilen im Leben ihrer Tante schreibt und so die Tagebücher mit einer Jahrzehnte späteren Lösung um den Verräter komplett veröffentlicht.





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    Über mich

    Film- und TV-Serien-Besessener mit ausgeprägtem Sinn für das Britische in allen Lebensbereichen. Ich liebe die Gemütlichkeit, Kaffeehäuser, Menschen und bin interessiert an sovielen Dingen, besonders an Esoterischem und Okkultem.
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    Humor, Fantasy, Krimis und Thriller, Historische Romane, Comics, Romane, Biografien, Science-Fiction, Sonstiges, Klassiker

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