TheUjulala

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Das Flüstern der Magie9783492705691

    Bewertung zu "Das Flüstern der Magie" von Laura Kneidl

    Das Flüstern der Magie
    TheUjulalavor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Insgesamt eher enttäuschend und langatmig. Ich hatte mir mehr Magie erwartet, konnte mich gar nicht mitreißen.
    Enttäuschend und unspektakulär - ohne großer Magie

    Die Autorin Laura Kneidl war mir schon länger auch aus den Sozialen Medien bekannt, wobei ich bisher nur eines ihrer früheren Werke, “Elemente der Schattenwelt”, gelesen habe. Das war aber vor meiner Zeit als Buchbloggerin und ich kann micht nicht mehr genau daran erinnern. Da dieses Buch ein Einzelband ist und es bei Netgalley.de angeboten wurde, habe ich meine Chance ergriffen und ich durfte das Buch lesen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Piper Verlag.


    Coverbild

    Das Cover ist ein echter Hingucker. Da es so ähnlich wie Marah Woolfs neuen Buch der Hexenschwestern ist, hatte mich alleine schon das Cover neugierig gemacht. Quer über das gesamte Bild erstreckt sich ein Gewirr aus Rauch, Wolken, Ornamenten und Flammen. Alles in einem recht düsteren, dunklen Ton gehalten. Im Hintergrund kann man auch noch technische Zeichnungen erkennen. Der Buchtitel erstreckt sich großformatig in der in letzter Zeit sehr häufig verwendeten Cinzel-Font in goldenen Lettern über die gesamte Breite. Das Cover versprich mir eine spannende und doch auch etwas düstere Story passend zu dem Genre Romantasy. 


    Handlung

    Die 19 jährige Fallon Emrys entspringt einem geheimen Geschlecht der Archivare von magischen Dingen. Auch wenn Sie dafür noch recht jung ist, haben ihre Eltern ihr ein Archiv, getarnt als ein Antiquitätengeschäft, in Edinburgh überlassen. Mit Hilfe dem Flüstern der Magie, das nur Archivare hören können, und ihres besten Freundes Jess, spürt sie magische Dinge auf und holt diese in ihr Archiv. Auf ihren Streifzügen durch Edinburghs Nachleben läuft ihr der sympathische und aufgeschlossene Reed Mitchell über den Weg. Irgendwas scheint mit ihm nicht zu stimmen, und ausgerechnet er klaut ihr ein magisches Tarotspiel. Um das Antiquariat zu behalten und um ihr Ansehen ihren Eltern gegenüber nicht zu verlieren, muss sie unbedingt diese Karten wieder beschaffen und braucht ausgerechnet Reeds Hilfe dazu.


    Buchlayout / eBook

    So schön das Cover, so einfach ist die Innengestaltung des eBooks. Ein bisschen schade finde ich es schon, da man ja mit den Tarotkarten und all den magischen Elementen vom Cover auch im Inneren hätte etwas spielen können, zumal jedes Kapitel mit dem Namen einer Tarokarte betitelt ist. Wobei sich mir der Zusammenhang der Karte mit dem Inhalt des Kapitels nicht ganz erschließt. Die gut 400 Seiten werden in 21 Kapitel aufgeteilt und bleiben ohne Ausschmückung, haben aber eine angenehme Leselänge.  


    Idee / Plot

    Ein junges Mädchen möchte auf ihren eigenen Beinen stehen und sich von ihren übergriffigen Eltern lösen. Sie muss beweisen, dass sie alleine die große Verantwortung des magischen Archivs übernehmen kann und dem gewachsen ist. Besonders spannend fand ich die Idee des verborgenen Archivs mit magischen Dingen.


    Emotionen / Protagonisten

    Fallon ist ganz auf ihre Aufgabe konzentriert und sehr selbständig. Manchmal handelt sie für meine Begriffe zu sorglos und unbedacht, zumal sie ja sehr häufig Angst davor hat, Fehler zu machen und dass ihr das Archiv weggenommen wird. So ganz kann ich sie nicht greifen und ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen. Und manchmal ist sie mir vor allem aber einfach viel zu überheblich und wirkt ganz schön arrogant.


    Genauso wenig kann ich das Knistern zwischen ihr und Reed spüren. Die erste körperliche Begegnung kommt ziemlich plötzlich und ist total lieblos. Klar, Fallon möchte etwas Spaß haben ohne große Gefühle. Aber die darauf folgende Entwicklung der Beziehung zu Reed ist mir zu blass und oberflächlich. Reed ist mir auch viel zu unkantig und ja, auch irgendwie langweilig. Am Anfang dachte ich, dass ihn ein mysteriöses Geheimnis umgibt. Die Auflösung war dann aber eher unspektakulär.


    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Nach einer etwas langatmigen Einführung wird es kurz spannend, als Fallon versucht einer magischen Kerze auf die Spur zu kommen. Danach bleibt die Handlung aber eher flach, als Reed und Fallon versuchen, das Tarot wieder zu finden. Am Ende hebt sich der Spannungsbogen wieder ein klein wenig. Besonders mitgerissen hat es mich aber nicht und ich musste mich dann doch immer dazu ermahnen, weiter zu lesen. Eine unvorhergesehene Wendung gab es für mich nicht, die Auflösung um Reeds Geheimnis kam recht bald. 


    Szenerie / Setting

    Edinburgh mit seinen sehr altertümlichn und dem sehr mystischen Mary Kings Close ist schon mächtig spannend und auch ein bisschen gruselig. Da passt die Vorstellung von magischen Dingen und einem verschrobenem Antiquariat sehr gut hinein. Laura Kneidl konnte mir die Umgebung gut und bildhaft präsentieren.


    Sprache / Schreibstil

    Bei der Sprache habe ich so meine Probleme. Ansich schreibt Laura Kneidl recht flüssig. Aber tierisch auf den Kecks ist mir die sehr häufige Wiederholung von “Das Flüstern der Magie” gegangen. Wobei ich es sehr schade fand, dass auf das Flüstern gar nicht näher eingegangen wurde. Was für ein Flüstern war es? Hat jeder Gegenstand sein eigenes Flüstern? Seine eigene Tonart oder Stimme? Sind es Worte oder was kann man da genau hören? Irgendwie fand ich das dann etwas phantasielos, zumal es ja der Titel des Buches ist - hat mir hier einfach was gefehlt. 

    Auch sonst benutzt die Autorin einige Wörter recht häufig, vor allem bei den Satzanfängen. Ich habe in einem Abschnitt gefühlt 5 x “jedoch” gelesen. Manchmal gibt es dann auch ein paar Ungereimtheiten und zeitliche Sprünge, die nicht ganz gepasst haben.


    Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Fallons Sicht im Präteritum erzählt. 


    FAZIT

    Insgesamt eher enttäuschend und langatmig. Ich hatte mir mehr Magie und Zauber erwartet, es blieb aber eher unspektakulär und konnte mich gar nicht mitreißen. 

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    Cover des Buches Wo mein Herz liegt9783750405707

    Bewertung zu "Wo mein Herz liegt" von Jessica Winter

    Wo mein Herz liegt
    TheUjulalavor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Die Fortsetzung ist genauso emotional und hat mich über alle Seiten hinweg stark berührt und mir immer wieder Tränen in die Augen getrieben.
    Em und Gabes Schicksale und Kämpfe um eine berechtigte Existenz haben mich stark berührt.

    Jessica Winter gehört für mich zu einer der ganz besonderen Autoren. Ihre Romane sind immer sehr gefühlvoll und vollgepackt mit erschütternden Schicksalen. So auch bei dieser Reihe. Der 2. Band der ready-to-be-found Dilogie fiel mir erst vor ein paar Tagen auf meinem kindle in die Hände - und musste sofort gelesen werden. Und ich habe es nicht bereut.


    Der 2. Band kann nicht unabhängig vom Ersten gelesen werden, da es eine direkte Fortsetzung der Story ist. Deswegen kann ich auch nicht garantieren, dass ich in dieser Rezension nicht Inhalte verrate, die im ersten Band vorkommen und womöglich spoilern können.


    Coverbild

    Passend zum Cover des 1. Bandes ist auch dieses in zarten pastelligen Blau und Rosé gehalten. Darauf zu sehen ist ein sehr fröhlich wirkendes Paar, welches sich in den Armen liegt. Der Titel des Buches ist in der unteren Hälfte gesetzt, wobei das Wort “Herz” in einer geschwungenen Font über die gesamte Breite geht. Um das Pärchen herum sieht man viele dezente Grafiken, die einen Bezug zum Inhalt der Geschichte herstellen, wie zum Beispiel einen Kompass und Ankerhaken. Es ist lieblich und zuckersüß. Aber Vorsicht! Wer Band 1 schon kennt, weiß, dass sich hinter dem Schafspelz eine tragisch-romantische Geschichte mit berührenden Schicksalen verbirgt.


    Handlung

    Emerald hat es geschafft zu ihren Geschwistern nach Idaho zu gelangen, doch das Wiedersehen im Trailerpark hatte sie sich anders vorgestellt. Sie wacht schwer verletzt im Krankenhaus auf, und Gabriel wurde von der Polizei abgeführt. Nur durch die Hilfe von seinem Bruder Jake kann Gabriel wieder zurück in seinen Heimatbundesstaat und dort seine Verhandlung zu seiner Bewährung antreten. Doch das angebliche Opfer schweigt sich aus und ist bereit über Leichen zu gehen und Gabriel zu opfern. 


    Emerald schafft es zunächst, den Richter zu überzeugen, um ihr Versprechen an ihre Geschwister einzulösen. Doch dabei geht sie bis an den Rand ihrer Kräfte. Aber das Schlimmste ist, dass sie Gabriel aufgeben muss, um die Geschwister nicht wieder zu verlieren. Denn ein vermeintlicher Schwerverbrecher würden die Behörden nicht in Emerlads neuer kleinen Familie dulden und ihr die Geschwister sofort wieder wegnehmen. Em muss sich zwischen ihren Geschwistern und ihrer wahren Liebe entscheiden und wird dazu auch noch von ihrer Vergangenheit eingeholt. 


    Buchlayout / eBook

    Genauso liebevoll wie das Cover, wurde auch das Innenleben gestaltet. Die 33 Kapitel werden mit der Kapitelnummer und einer Linie eingeleitet, dabei steht der Name des Protagonisten, aus dessen Perspektive das Kapitel erzählt wird, in kursiver Schrift und die ersten Worte sind in Versalien. Die Kapitel haben eine angenehme Leselänge bei den doch 364 Seiten. Auf jeden Fall wurde hier sehr viel Mühe aufgewendet um in sich einen schönen Buchsatz zu erstellen und das gefällt mir sehr gut.


    Idee / Plot

    Der gesellschaftliche Stempel lastet auf den Schultern der beiden Protagonisten. Auch wenn beide unverschuldet in ihre Situation geraten sind, sie sind in der Gesellschaft geächtet und vorbelastet. So kann ein ungerechtfertigter Eintrag in das Register der Sexualstraftäter das fragile Gerüst, eine kleine Familie unter strengen sozialen Auflagen aufzubauen, sofort zum Einsturz bringen. Beide Protagonisten versuchen einen Neuanfang und in der Gesellschaft Fuß zu fassen und werden jedesmal von ihrer Vergangenheit eingeholt. Und gerade in der Situation, bei der sie sich am meisten brauchen, dürfen sie nicht zusammen sein. Und sie müssen lernen, echt gemeinte Hilfe von falschem Egoismus zu unterscheiden, aber auch zu erkennen, dass sie Hilfe annehmen können und müssen, ohne diese sie verlieren würden.


    Ein sehr emotionales Thema, der Kampf um die Wahrheit und die eigene Entfaltung unter dem Druck der Gesellschaft.


    Emotionen / Protagonisten

    Emerald Wests ist tough und stark. sie stellt ihr eigenes Leben nicht in Frage um ihre Geschwister auf sich zu nehmen. Es ist ihr Versprechen und ihr sehnlichster Wunsch, der sie über ihre Kraft hinaus wachsen lässt. Doch dass zollt auch seinen Tribut. Sie kommt an den Rand ihrer Kräfte und der einzige Mensch, der ihr Kraft und Halt gibt, darf nicht in ihrer Nähe sein. Em beginnt sich auch von ihrer Vergangenheit die Stirn zu bieten. Ich finde sie unglaublich beeindruckend. Ich freue mich mit ihr, für jeden Erfolg, den sie für sich verbuchen kann, und leide genauso unter jedem Rückschlag, den sie erleiden muss.


    Gabriel Brooks ist den Launen des vermeintlichen Opfers ausgesetzt und wird durch ihren Egoismus immer weiter in die Spirale getrieben. Der Kampf um seine Gerechtigkeit scheint aussichtslos und verlangt ihm alles ab. Und obwohl er Em ungebrochen liebt, zieht er sich aus Rücksicht zurück. Ich kann ihm total nachfühlen und breche mit ihm zusammen.


    “Es ist zu viel. Die Panikattacke bleibt aus, als würde sie zum ersten Mal Platz machen für etwas anderes, das bisher nie Platz hatte. Für Tränen, für den Vorschlaghammer, der meine Mauern endgültig abreißen will. Ich fühle mich, als würde ich ertrinken, wenn ich keinen Weg finde, das, was auch immer hier passiert, wieder wegzustecken.”

    Jessica Winter “Wo mein Herz liegt (Ready to be found 2)” Pos. 2993 (Kindle-Edition, ©2019 Jessica Winter)



    Das Schicksal um die beiden hat mich emotional wirklich mitgerissen und mir kamen oft die Tränen. Die Momente, in denen beide es sich erlauben füreinander da zu sein, sind so wunderschön und berührend.


    “Tief in mir weiß ich genau, Gabe würde mich achten und ehren und Rücksicht nehmen. Sein Respekt vor mir und meinen Grenzen ist genau eines der Dinge, die mir das Gefühl geben, wertvoll zu sein.”


    Jessica Winter “Wo mein Herz liegt (Ready to be found 2)” Pos. 1614 (Kindle-Edition, ©2019 Jessica Winter)


    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Das Buch knüpft nahtlos am Ende des ersten Bandes an. Da ich das erste Band schon vor einer kleinen Weile gelesen hatte, musste ich mich erst mal wieder an die Einzelheiten erinnern. Das ging aber recht zügig. Das gesamte Buch ist ein Auf und Ab der Gefühle. Anders als im ersten Band, passiert hier ständig etwas. Die Spannung, wer hinter der Körperverletzung an Hannah verantwortlich ist und es in Kauf nimmt, dass Gabe im Gefängnis war, wird immer weiter in die Höhe getrieben. So wie auch Ems verzweifelte Versuche, ihren Geschwistern ein besseres Leben bieten zu können und dabei selber zu Grunde geht. Bis zum Schluss bleibt der Ausgang beider Schicksale offen und man hofft auf ein Happy End. 


    Szenerie / Setting

    Wie schon auch im ersten Band passt das amerikanische Setting wie die Faust aufs Auge. Auch wenn diese Schicksale in anderen Ländern oder Staaten genauso stattfinden können. Auch hier hält sich Jessica nicht mit großen Umschreibungen der Umgebung auf, was dieser emotionale Roman auch nicht nötig hat.


    Sprache / Schreibstil

    Ich liebe Jessica Winters Sprachstil. Ihre direkte Art ohne umständliche Formulierungen, ehrlich und authentisch. Die Geschichte wird auch hier aus der Ich-Perspektiven der beiden Protagonisten in Präsens. Durch die Multiperspektive kann man sich in beide gut einfühlen und versteht auch die Zusammenhänge sehr gut.


    FAZIT

    Die Fortsetzung ist genauso emotional und hat mich über alle Seiten hinweg stark berührt und mir immer wieder Tränen in die Augen getrieben. Das schaffen nur wenige Bücher und wenige Autoren. Reale Schicksale und echte Emotionen, ohne übertrieben auf die Tränendrüse zu drücken.

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    Cover des Buches Verbena9783944788876

    Bewertung zu "Verbena" von Ruth Anne Byrne

    Verbena
    TheUjulalavor einem Monat
    Kurzmeinung: Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber durch interessante Charakterentwicklung konnte ich mich gut in das Buch einlesen.
    Durchaus spannend und interessante Entwicklung nach anfänglichen Schwierigkeiten (3,4)

    Diese Buch erhielt ich vom Fabulus-Verlag, nach der Absage von der LBM2020. Eigentlich war ich vom Verlag her zu einem Bloggertreffen mit der Autorin auf der Buchmesse eingeladen. Umso mehr hat mich gefreut, dass mir der Fabulus Verlag mich überraschenderweise dieses Rezensionsexemplar zugesendet hat. Vielen dank noch mal! Ich hoffe, das Bloggertreffen holen wir bei der nächsten Messe nach!


    Coverbild

    Leider gefällt mir das Cover überhaupt nicht. Da kommt halt mein Gestalterinstinkt zum Vorschein. Der gesamte Bucheinband ist in einem moosigen Grün gehalten. Darauf ist als schwarzmonochromes Bild ein Gesicht eines Mädchens mit Dreadlocks zu erkennen, das ihr Kinn auf ihrer Hand abstützt. Darunter in einer krakeligen Handschrift steht der Titel und Untertitel. Darunter kann man den weißmonochromen Kopf eines Wieseltieres erkennen. Alles wirkt für mich sehr unausgereift und eher als Skizze oder Entwurf. Ich hätte dieses Cover niemals im Buchladen in die Hand genommen.


    Handlung

    Die junge Verbena lebt bei Alraune, um die Kunst des Heilens zu erlernen. Natürlich geht das nicht auch ohne magische HIlfsmittel. Aber Hexerei ist verpönt und verboten, und die Hüter machen Jagd auf alles, was mit Magie zu tun hat. Plötzlich wird ihr Leben in der einsamen Hütte durch den schwer verletzten, jungen Mann auf eine harte Probe gestellt, der zu den Heilerinnen gebracht wird. Da er erblindet ist, muss er länger als gewohnt bei den Frauen verweilen und Verbena muss sich seiner annehmen.


    Buchlayout / Haptik

    29 Kapitel teilen die 267 Seiten in angenehme Leseeinheiten ein. Jedes Kapitel wird mit einer Überschrift in ebenfalls einer krakeligen Schrift eingeführt, dabei kann das Kapitel auch mitten auf der Seite anfangen. Im Vorsatz findet man eine handgemalte Karte der Umgebung. Den Buchschnitt zieren gezeichnete Blätter - leider nicht Vervenne, was ich eigentlich erwartet hätte.


    Idee / Plot

    Hexenverfolgung ist nicht neu und gerade in mittelalterlichen Fantasyromanen (ob high oder low) ein gern verwendetes Thema. Dass die Kräuterkunde und Hexenkunst gerne miteinander verknüpft wird, kann ich auch gut nachvollziehen. Spannend aber fand ich die Entwicklung der Beziehung zwischen den Protagonisten und vor allem die Verbindung zu dem Wiesel. 


    Emotionen / Protagonisten

    Verbena scheint mir ein vernünftiges und gewissenhaftes Mädchen zu sein, dass sich ihren Gefühlen aber ganz Finn, dem Platzhirsch des Dorfes, hingegeben hat. Doch die Gefühle werden durch den blinden Patienten, den sie nun betreuen muss, ordentlich durcheinander gewürfelt. Mir hat besonders gut die Verbindung zwischen Verbena und Malve, dem Marder gefallen, die auch sehr emotional ist. Aber sie muss die Verbindung mit Malve verstecken, denn nichts wäre schlimmer, als wenn der Verdacht aufkäme, sie hätte eine magische Gabe. 


    Auf meinem Knie spürte ich eine Tatze.
    Ich strich über das weiche Fell, drückte seinen Körper sanft an mich.
    Wie groß er geworden war!
    Malve rieb seinen Kopf an meinen Hals.
    Endlich wieder ganz! Rund und gut und geborgen.
    Etwas fehlte noch. Die Innigkeit war fragil wie eine Seifenblase, die Verbindung noch nicht geheilt.”


    Ruth Anne Byrne “Verbena. Hexenjagd” S. 144 (© 2020 Fabulus-Verlag)


    Als dann der schwerverletzte Patient in das Haus kommt und immer klarer wird, dass Korvinus, Anführer der Hüter, mehr Stimmung gegen Hexen verbreitet, wird es nicht mehr so einfach, ihre Gabe zu verstecken. 


    Finn ist der angesagte Junggeselle und zunächst scheint er auch ein richtig netter Kerl zu sein. Doch seine übertriebene und Eifersucht getriebene Reaktion lässt ihn schnell in der Sympathieskala sinken. 


    Dafür schleicht sich Valerian langsam aber sicher in des Lesers Herz. Er hat eine sehr besonnene Art, ist aber geheimnisvoll und ständig auf der Hut. Irgendwas scheint er zu verbergen.


    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Nach dem recht aufregenden Prolog geht es dann relativ seicht weiter. Wir lernen Verbena in ihrer Umgebung kenne und dürfen sie mit Alraune auch schon auf Streifzügen durch den Wald begleiten. Interessanter wird es eher vor allem deswegen, als Verbena und ihr Patient sich näherkommen. Schnell wird klar, dass Valerian viel mehr kann, aber damit auch Alraune und Verbena in Gefahr bringt. Das gab nochmal eine sehr schöne, interessante Wendung und konnte mich an der Geschichte halten. Aber dennoch bleibt der Spannungsbogen eher etwas seicht, in der Mitte und am Schluß wird es noch mal kurz etwas spannend. Es ist eher ein typischer erster Band einer Trilogie, der zunächst in die Welt einführt und die Zusammenhänge und Konflikte auf den Tisch bringt.


    Szenerie / Setting

    Das mittelalterliche Setting passt sehr gut zu der insgesamt düsteren Stimmung und der low Fantasy. Dabei befinden wir uns im deutschsprachigen Raum in einem fiktiven Dorf, was ich ganz passend finde. Die antiquierte Umgebung kann ich mir dabei trotzdem gut vorstellen, da mir die Autorin die Umgebung und die Lebensumstände sehr gut vermitteln konnte.


    Sprache / Schreibstil

    Anfangs hatte ich doch ziemliche Probleme mit dem antiquierten Sprachstil, der oft sehr hakelig daherkommt. Ruth Anne Byrne benutzt sehr kurze, aneinandergereihte Sätze, bei denen der Lesefluss manchmal ins Stocken kommt. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an diesen Stil und man kann das Buch sehr gut lesen! Das hat mich dann doch recht überrascht. Interessant ist auch die für dieses Genre eher untypische Wahl der Ich-Perspektive. 


    FAZIT

    Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber durch interessante Charakterentwicklung konnte ich mich gut in das Buch einlesen und fand es durchaus sehr spannend. Da bin ich doch auf den nächsten Band sehr gespannt! Also, nicht vom Cover abschrecken lassen, eine durchweg gute Geschichte, die ich gerne gelesen habe!

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    Cover des Buches Silberschwingen - Erbin des Lichts9783522505772

    Bewertung zu "Silberschwingen - Erbin des Lichts" von Emily Bold

    Silberschwingen - Erbin des Lichts
    TheUjulalavor einem Monat
    Kurzmeinung: Leider ein bisschen stereotypisches Romantasy aber trotzdem durch den fiesen Cliffhanger am Ende spannend.
    Ein bisschen stereotypisch aber trotzdem noch Potenzial für 2. Band

    Von Emily Bold kenne ich bisher nur wenige Bücher. Bei der Häppchenlesung auf der LBM2019 war sie mir sehr sympatisch und einige meiner Buchseelenschwestern legten mir auch ihre Romantasy-Romane sehr ans Herz. Also habe ich nun mit dem Band 1 der Silberschwingen angefangen.


    Coverbild

    Das von Carolin Liepins gestaltete Cover passt gut zu dem Genre und zu der Geschichte, ist aber nicht ganz so meins. Eine Frauengestalt steht mit dem Rücken und den Blick über die Schulter zum Betrachter gewandt da. Unterhalb der Brust zeichnet sich auf der Silhouette der Frau die Stadt London ab. Der Blick des jungen Mädchens ist intensiv und um ihre Haare wabern Wolken. Ich bin nicht so ein Freund von Gesichtern /Personen auf Covern, obwohl die Bildkomposition sehr gelungen ist.


    Handlung

    Kurz vor ihrem 16. Geburtstag erfährt Thorn Blackwell, dass sie kein Mensch sondern halb Mensch halb Silberschwinge ist, ein geflügeltes Wesen den Engeln oder Dämonen nicht unähnlich. Doch die Verwandlung bringt unermessliche Schmerzen mit sich. Nicht nur das Ausbrechen der Flügel, sondern auch das Zurücklassen ihrer bis dahin leiblich geglaubten Familie. Auf der Flucht vor dem Clan der reinen Silberschwingen und ihrem sicheren Tod, fällt sie Lucien York, dem Sohn des Oberhauptes in die Hände. Lucien ist mächtig und ihr schlimmster Feind, wenn er doch nicht so attraktiv wäre.


    Buchlayout / eBook

    Die Gestaltung des eBooks ist einfach, aber hübsch und stilvoll. Die 386 Seiten werden in 36 Kapitel aufgeteilt. Jedes davon wird lediglich mit dem Wort “Kapitel” und der Nummer eingeleitet und mit einem geschwungenen Ornament verziert. Die verschiedenen Perspektiven werden aber leider nicht visuell abgesetzt.


    Idee / Plot

    Geschichten über Engel oder ihrem Pendant der Dämonen, übernatürliche menschliche Wesen mit Flügeln, gibt es nun schon sehr viele. In diesem Roman sind es Wesen, die im Geheimen unter den Menschen leben und auch eine Mischung zwischen Mensch und Silberschwinge nicht erlaubt ist. Und natürlich gibt es eine halberwachsene Schülerin, die an ihrem 16. Geburtstag zu diesem Halbwesen mutiert und sich zwischen zwei Lagern, den Guten und den Bösen entscheiden muss, bzw. der Love-interest ihr größter Feind ist. Also, das Thema ist nicht so neu. Was aber nicht bedeuten soll, dass es mir nicht gefalle würde. Ich mag solche Urban-Romantasy Geschichten.


    Emotionen / Protagonisten

    Thorn ist ein für das Genre klassisches Highschool-Mädchen, das in der Schule mittelmäßig ist aber in ihrem Sportteam nicht nur aufgeht sondern der heimliche Star ist. Sie ist ansich sympathisch, aber für mich leider etwas stereotypisch. Trotzdem hinterfragt sie die Situation, macht aber dann manchmal echt unbedachte Dinge, ohne an die Konsequenzen zu denken. 


    Ihr Retter Riley, der sie in die Welt der Silberschwingen zwangsweise eingeführt hat, ist mir sehr sympathisch. Der kaugummikauende Junge hat ein bisschen bad-boy Allüren, ist aber ein herzensguter Junge. Aber er verschwindet dann von der Bildfläche.


    Dafür tritt dann Lucien York in Thorns Leben, und - hossa! Das ist ein Kerlchen. Jaaaa, es ist der typische bad-boy, der schwarze Mann mit ambivalentem Gänseblümchen-Verhalten (“Er liebt mich, er liebt mich nicht”) - und Jaaaa, ich gestehe, ich stehe drauf. Dieser Typ ist Emily Bold aber wirklich gut gelungen. 


    Die Spannungen zwischen den beiden kann ich ganz gut nachvollziehen, obwohl Thorn mir hier dann doch etwas sehr früh Lucien verfallen ist und gleich die Liebe gesteht, wobei sie anfangs die ganze Silberschwingen-Sache lange infrage stellt.


    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Die Handlung baut sich zunächst langsam auf, und wir lernen das Mädchen erst mal in ihrer normalen Umgebung kennen. Doch Thorn wird dann recht bald in die Welt der Silberschwingen gestoßen und muss sich mit Hilfe von Riley zurecht finden. Als sie in die Hände des Silberschwingen-Clans geraten wird es schon ziemlich spannend. Leider ebbt der Spannungsbogen danach ziemlich ab. Thorn muss sich mit Lucien zusammenraufen, die beziehungstechnische Wendung zwischen den beiden kommt mir hier zu prompt. Die Handlung stockt soweit, bis wir wieder an der Highschool landen und Thorn “normales Leben” spielen soll. Dafür endet dieses Buch dann doch wieder in einem krassen Cliffhanger und ich habe das Gefühl, dass die Geschichte jetzt erst richtig losgeht. Das werden wir aber wahrscheinlich erst im zweiten Band erfahren.


    Szenerie / Setting

    Zunächst befinden wir uns in einem typischen Highschool Setting in London. Emily Bold kann mir aber die Umgebung gut bildlich darstellen und ich finde, London passt gut zu der Geschichte. Ansonsten bleibt es leider ein bisschen ein stereotypisches Urban-Romantasy Setting mit den dafür bekannten Faktoren.


    Sprache / Schreibstil

    Sprachlich finde ich Emily Bold absolut top. Flüssig, frisch und frech, so wie ich ein Romantasy-Buch gerne habe. Trotzdem ist die Perspektivenwahl ungewöhnlich. Hauptsächlich erleben wir die Geschichte aus Thorns Perspektive als Ich-Erzähler im Präteritum. Dazwischen schieben sich immer wieder kürzere Abschnitte aus Luciens Sicht, aber als personaler Erzähler. Und eine Passage aus Nyx’s Sicht hat sich dazwischen geschlichen. Das hilft aber, beide Protagonisten besser kennen zu lernen und auch Luciens Gedanken und Gefühle zu verstehen. 


    FAZIT

    Leider ein bisschen stereotypisches Romantasy aber trotzdem durch den fiesen Cliffhanger am Ende spannend. Lucien York hat mich da ganz schön in seinen Bann gezogen… Mich interessiert auf jeden Fall der 2. Band, vor allem mag ich Emilys Schreibstil sehr!

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    Cover des Buches Ruby Fairygale - Der Ruf der Fabelwesen9783743204591

    Bewertung zu "Ruby Fairygale - Der Ruf der Fabelwesen" von Kira Gembri

    Ruby Fairygale - Der Ruf der Fabelwesen
    TheUjulalavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wundervoll phantasievolle und aufregende Geschichte für junge Leser mit Spannung, Mystic und ein bisschen Romantik.
    Phantasievoller und zauberhafter Jugendroman mit viel Charme und Spannung

    Dieses Buch habe ich als Überraschungspaket von der Autorin Kira Gembri zugesendet bekommen. Kira Gembri kenne ich schon länger als selbstpublizierende Autorin aber auch von ihren frisch-frechen Jugend-Liebesromanen. Mein großer Dank gilt aber auch dem Loewe Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionexemplar überlassen hat. Ruby Fairygale ist nun Kiras erstes Kinder- und Jugend-Fantasybuch.


    Coverbild

    Das gesamte Cover ist in einem fröhlichen Grün gehalten. Im oberen Drittel ist der Buchtitel mit roten handgeschriebenen Lettern gesetzt, der von grünen Pflanzenranken eingerahmt wird. Darunter sieht man ein freches Mädchengesicht mit stechend grünen Augen, vielen Sommersprossen und einer wallenden, roten Mähne, die sich über die gesamten zwei Drittel verteilen. Das handgezeichnete Bild passt perfekt zu der auf Irland spielenden Geschichte und ist ein typisches Kinder- und Jugendbuchcover.

    Handlung

    Die junge Ruby Fairygale lebt mit ihrer Großmutter auf einer kleinen aber sehr idyllischen Insel in der Nähe der Westküste Irlands. Gemeinsam kümmern sich die beiden um die Tiere der Insel. Aber die beiden teilen sich auch ein Geheimnis, denn sie betreiben auch eine Krankenstation für die Fabelwesen der Insel. Doch das Geheimnis ist in Gefahr als bekannt wird, dass ein amerikanischer Junge auf der Insel Urlaub machen soll. Und zunächst macht sich Noah auch bei den Inselbewohnern durch sein verzogenes Verhalten auch nicht gerade sehr beliebt.

    Buchlayout / Haptik

    Das gesamte Buch wurde durchweg unheimlich liebevoll gestaltet. Die Illustratorin Verena Körtling zeichnet sich nicht nur für das Buchcover verantwortlich, sondern auch für die Elemente der Innengestaltung. Jedes Kapitel wird mit einer Illustration und dem Titel des Kapitel in handschriftlichen Lettern eingeleitet. Jede Seitenzahl wird von kleinen Zeichnungen eingerahmt und immer wieder tauchen zwischen den Zeilen kleine hübsche Bildchen auf. Alle Zeichnungen erscheinen in der Anmutung von feinen Bleistiftzeichnungen. Die 315 Seiten werden in 27 Kapitel von angenehmer Leselänge aufgeteilt. Die Schrift ist, für Kinderaugen gerecht, etwas größer gesetzt.  

    Idee / Plot

    Natürlich leben auf einer irischen Insel nicht nur Menschen. Aber in dieser Geschichte geht es um noch so viel mehr. Hier geht es um Vertrauen und auch darauf, auf sein eigenes Herz zu hören und nicht nicht nur das zu glauben, was einem vorgegaukelt wird. Jeder soll eine Chance haben, und sollte nicht vorverurteilt werden, nur weil ihm Gerüchte vorauseilen.

    Emotionen / Protagonisten

    Das 13 jährige Mädchen Ruby wurde als kleines Baby von Cleo Collins aus dem Wasser gerettet. Seit dem verbindet diese beiden eine ganz besondere Beziehung. Und ganz besonders auch die Liebe zu Tieren und den Fabelwesen der Insel. Ruby ist ein fröhliches Kind, das ihr Herz auf dem rechten Fleck hat. 

    Sie fasst schnell Vertrauen zu Noah, dem mysteriösen und verschlossenen Typen. Noah ist mit seinem Aufpasser auf die Insel gekommen, um Urlaub zu machen. Aber sein Vater, ein berühmter Architekt in Amerika, möchte den als schwer erziehbar geltenden Jungen am liebsten sofort auf ein Internat schicken. Und obwohl Noah auf der Insel gleich einen schlechten Start hat, entpuppt  er sich als ein sehr interessierter und offener Junge, der sehr unter der Abweisung seines Vaters leidet.

    Kira Gembri hat noch viele weitere Charakter geschaffen, die alle auf ihre eigentümliche Art  bezaubernd sind. Besonders liebe ich den Irish Woolfhound Schmuggel, ein zunächst mürrisch wirkender Windhund, der aber ein ganz treuer und liebevoller Begleiter wird.

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Schon im Epilog wird es spannend und der Leser ist dabei, wie Cleo das kleine Baby aus den Wellen rettet. Danach begleiten wir die junge Ruby bei ihrem Abenteuer mit Noah. Kira Gembri baut die Spannung nach einer Einführungsphase gekonnt aus. Dabei besteht sie nicht nur aus aufregenden Erlebnissen, sondern vor allem in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Das Buch endet nach einem sehr aufregenden Höhepunkt mit einem schönen Happy End, hält aber noch viel Potenzial für weitere Bände bereit. Zumal auch noch nicht geklärt ist, warum Ruby so viel Angst vor Wasser hat und wer ihre wahre Eltern sind.

    Szenerie / Setting

    Ganz besonders gefällt mir der fantasievolle Zauber, den Kira Gembri in die Geschichte eingebaut hat. Dabei schöpft sie aus den für Irland bekannten Mythen der Fabelwesen. Kira Gembri kann mir die Umgebung absolut bildhaft darstellen und ich fühle direkt das Mythische und Eigentümliche der Insel und seiner Bewohner ohne es zu übertreiben.

    Sprache / Schreibstil

    Wir erleben die Gesichte aus Rubys Perspektive als Ich-Erzähler im Präteritum. Kira Gembri hat eine wunderbar flüssige und witzige Sprache, die einem mit passenden Metaphern die ganze Szenerie bildhaft darstellen konnte:


    »In Fernsehkrimis rannten Spürhunde doch immer sofort los, die Nase dicht am Boden und mit einer Zielstrebigkeit, die perfekt zur spannenden Hintergrundmelodie passte. Schmuggel hingegen benahm sich, als hätte er Fahrstuhlmusik im Kopf.«


    Kira Gembri “Ruby Fairygale - Der Ruf der Fabelwesen” S. 266 (©2020 Loewe Verlag GmbH)


    FAZIT

    Eine wundervoll phantasievolle und aufregende Geschichte für junge Leser und Leserinnen mit der richtigen Portion Spannung, viel irischer Mystic aber auch ein bisschen Romantik. Perfekt für junge Selbstleser*innen aber auch als Vorlesebuch ideal. Absolut bezaubernd!

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    Cover des Buches Serafin. Das Kalte Feuer9783737356787

    Bewertung zu "Serafin. Das Kalte Feuer" von Kai Meyer

    Serafin. Das Kalte Feuer
    TheUjulalavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Es ist eine wundervolle, fantastiche Geschichte für Jung und Alt und der Beweis, dass Jugendbücher sehr viel philosophischer sein können.
    Fantastisch-magisches Jugendbuch, und doch so philosophisch

    An dieser Stelle möchte ich den S. Fischer Verlag herzlich dafür Danken, dass ich bei der Aktion mitmachen durfte und dafür alle 4 Bände des Merle Zyklus erhalten habe. Die ersten 3 Bände von Merle hat Kai Meyer vor 20 Jahren geschrieben. Diese hätte ich immer noch sehr gerne als Hörspiel, vor allem auf langen Autofahrten. Mit „Serafin. Das kalte Feuer“ setzt der Autor die Geschichte fort und schafft damit auch einen Abschluss der gesamten Reihe.


    Coverbild

    Für die Neuerscheinung des Buches wurden auch die 3 Merle Bücher in einer Neuauflage neu gestaltet und alle 4 Bücher erscheinen im gleichen Layout. Die Illustratorin Jana Heidersdorf hat für alle 4 Bücher das Cover neu gezeichnet. Das Cover von Serafin ist ganz in orangegelb gehalten. In der Mitte des Bildes steht ein Junge auf einem Dach, aus seiner Hand wächst eine Feuerkugel. Neben ihm fliegt eine goldene Katze mit Flügeln. Dahinter steht ein Mädchen ganz in schwarz gekleidet mit flatterndem rotem Schal und einen Säbel in der Hand. Es ist ein ganz typisches Cover für jugendliche Fantasy und gefällt mir sehr gut. Alle Bänder ergeben ein wunderschönes Gesamtbild.


    Handlung

    Auf der Suche nach Merles Vater und vor der Flucht der Kartographen landen die beiden Freundinnen mithilfe Junipas Spiegelmagie wieder in einem der vielen Abbilder von Venedig. Auch hier leben und walten die Personen, die sie auch aus ihrem eigenen Venedig kennen und auf die sie immer wieder in jeder Venedig-Spiegelung begegnet sind. So auch Serafin, der diesmal ein Schlammsammler, der in den leeren Kanälen Venedigs nach Schätzen sucht und so auf die beiden Mädchen stößt. 2 Jahre ist es nun her, seit dem Merle ihren Serafin verloren hat. Doch viel Zeit haben die Mädchen nicht, denn auch in diesem Venedig werden sie von mächtigen Gegnern gejagt. Die einzige Hoffnung ist, Merles Vater zu finden und damit auch das Herz der Stadt.

    Buchlayout / Haptik

    Die Gestaltung der gebundenen Ausgabe kommt eher schlicht daher. Die Buchdeckel sind in einfachem Karton und die Innengestaltung ist sehr einfach gehalten. So werden die Kapitel lediglich mit einer Ziffer eingeleitet. Da die Erzählung aus zwei Perspektiven erzählt wird, hätte ich mir hier eine optische Hervorhebung des Protagonisten gewünscht. Insgesamt werden die 350 Seiten in sehr angenehme 35 Kapitel eingeteilt. 


    Idee / Plot

    Ganz klar war, dass die Geschichte mit Merles 3. Band, und dem Verlust ihrer großen Liebe Serafin, es keine Wiederauferstehung geben soll. Aber trotzdem ist die Idee, 20 Jahre nach der Erscheinung der Merle-Trilogie in die Spiegelwelten einzutauchen und die Figuren wieder aufleben zu lassen, wirklich grandios. Vor allem begeistert mich die Vorstellung, dass die Welten oder Städte allein durch die Vorstellungskraft existiert:


    »Und jede dieser … Manifestierten Städte existiert mehr als einmal?«

    »Dutzendfach, vielleicht hundertfach oder sogar noch öfter«, sagte Junipa. »Es hängt davon ab, wie viele Geschichten sich die Menschen darüber erzählen und wie klar die Vorstellung ist, die die Leute davon haben. Über Venedig gibt es so viele Legenden, Märchen, dann all die Bücher … Nicht jeder dieser Versionen manifestieren sich und wird real, aber doch sehr viele.«


    Kai Meyer “Serafin - Das Kalte Feuer”, S. 143-144 (© 2020, Fischer Kinder- und Jugendbuchverlag / Sauerländer)


    Was für eine hohe philosophische Ansicht! Sind wir wirklich real, oder nur der Vorstellung eines höheren Wesens entsprungen? Wie viele Realitätn gibt es von uns?


    Emotionen / Protagonisten

    Serafin ist ein anderer Serafin, als der, den Merle und Junipa in ihrem Venedig kannten. Aber er ist trotzdem immer noch ein draufgängerischer und mutiger Junge, der sein Herz am rechten Fleck hat. Um seiner schwerkranken Mutter zu helfen, geht er bewusst Risiken ein, und so war es auch nicht verwunderlich, dass er den beiden Mädchen auf ihrer Suche nach Merles Vater gleich geholfen hat. Ich habe Serafin gleich in mein Herz geschlossen.


    Auch Merle und Junipa waren mir von Anfang an gleich wieder sehr präsent und ich konnte immer gut mit ihnen mitempfinden. Mir hat es gefallen, dass Merle sich bewusst ist, dass es ein anderes venedig und ein anderer Serafin ist, aber sie auch wehmütig an ihre Zeit damals zurück gedacht hat. Trotzdem ist sie tapfer mit ihrer Freundin Junipa durch dieses Abenteuer gegangen.


    Natürlich gibt es noch viele andere Charakter, die Kai Meyer Leben eingehaucht hat. Zu erwähnen wäre hier Cagliostra, eine fliegende goldene Katze. Die Beziehung zwischen ihr und Serafin hat mir sehr gut gefallen. er ist schnippisch und typisch katzenhaft arrogant, hat aber ein sehr weiches Herz. 


    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Wie auch schon in den vorangegangenen Merle Büchern wird die Handlung immer stetig vorangetrieben. Es gibt keine Längen und die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut. Bis es zum Ende hin noch mal sehr aufregend und spannend wird für die Drei! Und ja, es gibt auch eine Liebesgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat und der ganzen fantastisch magischen Welt noch einen zarten Hauch von Romantik verliehen hat, ohne kitschig zu werden. 


    Auch wenn es ein Folgeband der Merle-Trilogie ist, kann man das Buch unabhängig davon lesen. Was ich aber nicht empfehlen würde. Es gibt doch einige Situationen oder Parallelen, die man besser mit dem Vorwissen verstehen und nachvollziehen kann. 


    Szenerie / Setting

    Wie von Kai Meyer nicht anders zu erwarten hat er auch hier wieder ein fantastisches Setting geschaffen. Denn dieses Venedig ist doch ganz anders als das von der Merle-Trilogie, und doch ist es einfach nur faszinierend und berauschend, wie Kai Meyer dem Leser die Umgebung und die Stimmung passend darstellen kann. Venedig kenne ich selber und es zählt zu meinen Lieblings-Städten, und diese Stadt hat einfach was extrem Magisches.


    Sprache / Schreibstil

    Wir erleben die Abenteuer der drei Freunde jeweils in der Multiperspektive aus der Sicht von Merle oder von Serafin als personaler Erzähler im Präteritum. Kai Meyer hat einen extrem flotten und eingängigen Schreibstil, so, dass die Seiten einfach nur dahin fliegen und trotzdem sprüht er vor lauter Fantasie. 


    FAZIT

    Es ist eine wundervolle, magisch-fantastiche Geschichte für Jung und Alt und der Beweis, dass Jugendbücher sehr viel philosophischer sein können. Mir hat das Buch unheimlich Spaß gemacht! Ich kann aber nur empfehlen, vorher die Merle-Trilogie zu lesen bevor man sich in den Zauber dieses Buches begibt um die Zusammenhänge doch besser verstehen zu können.

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    Cover des Buches Fluch der Aphrodite9783966982368

    Bewertung zu "Fluch der Aphrodite" von Marah Woolf

    Fluch der Aphrodite
    TheUjulalavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist total anders, als ihre bisherigen, aber dafür umso Überraschend anders, feinfühlig aber spannend und mitreißend.
    Überraschend anders, feinfühlig aber spannend und mitreißend

    Wer die GötterFunke-Trilogie kennt, hat bestimmt auch schon sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet. Wer hat nicht Apoll lieb gewonnen und hoffte auf eine Fortsetzung mit dem griechischen Gott des Lichts? Natürlich muss ich als eingefleischter Marah Woolf Fan auch diesen Titel lesen und bin regelrecht überrascht!

    Coverbild

    Auf dem ganz in Lila gehaltenen Cover ist in der oberen Hälfte im Scherenschnitt ein Frauenkopf im Profil zu erkennen. Darunter ist in goldenen Serifen der Titel gesetzt. Das Ganze wird von Ornamenten eingerahmt. Schlicht aber so schön und eine handwerklich saubere Arbeit. Ja, so gefällt mir ein Cover! Und ganz unverkennbar aus der Feder von Carolin Liepins. 

    Handlung

    Im Krieg um Troja kämpfen Apoll und Aphrodite auf der gleichen Seite. Doch der griechische Gigolo hat seine Gedanken und Gefühle ganz woanders und das geht Aphrodite gewaltig gegen den Strich, deswegen verflucht sie Apoll. Auch 3000 Jahre später ist der Fluch immer noch nicht gebrochen. Und obwohl sich Apoll damit abgefunden hat, hat Zeus ihn mit Aphrodite nun zu den Menschen verbannt, um diesen Fluch zu brechen. Aber die modernen Frauen scheinen so gar nicht auf den griechischen Mädchenschwarm abzufahren, geschweige denn sich ernsthaft in ihn zu verlieben. Und dabei sind Tinder oder aktuelle Liebesromane, die bei den heutigen Frauen so gehypt werden, kaum eine Hilfe.

    Buchlayout / Haptik

    Das Buchlayout ist der Hammer! Auf dem wunderschönen Schutzumschlag, sind der Titel und ein paar Elemente in Blindprägedruck hervorgehoben. Der Vorsatz vorne zeigt am Anfang eine Zeichnung vom Trojanischen Krieg, am Ende gibt es eine Auflistung der 12 olympischen Götter. Zu Beginn führt Marah auch alle wichtigen Personen und Begriffe in einem übersichtlichen Glossar auf. Die einzelnen Kapitel sind etwas länger, teilen aber die 465 Seiten immer noch in angenehme Leseeinheiten auf und sind alle super liebevoll gestaltet, sowie auch jede Seitenzahl. Am Ende gibt es einen Stammbaum über das Trojansich Königshaus und natürlich das Rezept von Heras beliebten Zitronenkuchen.

    Idee / Plot

    Zwei griechische Götter kommen zu den Menschen um die wahre Liebe zu finden. Und wir wissen ja, dass die griechischen Götter es mit der Liebe ja eigentlich nicht so genau nehmen. Ob sich das nach 3000 Jahren völligen Liebesentzug geändert hat? Auf jeden Fall ist es absolut spannend und auch witzig, wie die eigentlich sonst so überheblichen Götter plötzlich auf den Boden der Tatsachen geworfen werden und erst mal lernen müssen, was wahre Liebe überhaupt bedeutet. 

    Besonders schön - und das möchte ich gerne noch mal betonen - greift Marah hier die in letzter Zeit hochdiskutierte Thematik der „bad-boys“ (Arschloch-Männer-Protagonist-Thema) in der romantischen Literatur auf. Männer, die sich den Frauen gegenüber abweisend verhalten aber trotzdem von den Protagonistinnen angehimmelt und regelrecht verehrt werden. Aber so ist Apoll überhaupt nicht. Er ist genau das Gegenteil. Auch wenn er im ersten Teil ein Frauenheld ist, ist er stets liebevoll und fürsorglich zu seinen Geliebten, und das macht ihn durchweg einfach liebenswert in seiner ganzen Art!

    Emotionen / Protagonisten

    Apoll ist der Mädchenschwarm in Mytikas und definitiv kein Kostverächter! Er genießt die Aufmerksamkeit der Damen um sich herum. Über seine Fürsorge dem weiblichen Geschlecht hin vergisst er voll und ganz seine Pflichten dem Trojanischen Volk gegenüber.  Auch wenn man ja eigentlich weiß, wie der Trojanische Krieg geendet hat, kann man Aphrodite doch ziemlich gut nachempfinden, warum sie Apoll verflucht hat. 

    Aphrodite hat sich ganz auf den Krieg fokussiert. Sie wirkt so zart und kann sich ihren Gefühlen kaum erwehren. 

    Doch 3000 Jahre haben Vieles verändert. Apoll hat sich mit seinem Fluch abgefunden, wirkt aber sehr nachdenklich. Ja, und manchmal handelt er einfach wie ein Mann und steht auch oft ziemlich auf dem Schlauch... Aphrodite hingegen ist eine richtige Zicke geworden. Trotzdem machen beide in der Zeit bei Cayden, Jess, Leah und Josh eine schöne Wandlung durch und lassen einen wunderbar mitfühlen! 

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Durch die Zweiteilung erleben wir eigentlich auch zwei Handlungsstränge. Der Trojanische Krieg wird in einem rasantem Tempo erzählt, die Ereignisse passieren Schlag auf Schlag bis sie in das martialische Finale enden, das für Troja ja bekanntlich den Untergang bedeutet hat. Marah hat hier ihr geballtes Wissen geschickt mit einer Liebesgeschichte verknüpft, ohne kitschig oder besserwisserisch zu wirken. Dieser Teil ist insgesamt actionreicher als der Abschnitt in der Gegenwart.

    Im zweiten Teil dürfen wir dann Apolls unglücklichen Versuche miterleben, in der Gegenwart eine Frau zu finden, die seinen Fluch brechen soll. Natürlich passieren hier auch Katastrophen und spannende Momente, die Marah gekonnt aufeinander aufbaut und in ein großes Finale enden läßt. Diese Geschichte ist aber gar nicht so sehr auf krasse Plottwists oder ultraböse Antagonisten aufgebaut, sondern vielmehr auf die vielen kleinen Feinheiten zwischenmenschlicher Beziehungen. Trotzdem bleibt es über beide Teile hinweg spannend und hält viele prickelnde Momente bereit.

    Szenerie / Setting

    Ja, die griechischen Götter… Da hat uns Marah ja mit ihrer GötterFunke-Trilogie schon mal einen netten Einblick gegeben. Im ersten Teil befinden wir uns ganz klassisch in Mytikas und in Troja. Marah zeigt uns ihre Vorstellung dieser Schauplätze mit genau den richtigen Umschreibungen, und lässt trotzdem noch genug Platz für seine eigene Phantasie. Auch in der Gegenwart kann man sich das Studentenleben in Santa Barbara, in dem sonnigen Californien, sehr gut vorstellen und wäre am liebsten gleich mit dabei!

    Und - woah - wir dürfen die Götter und ihre Freunde sogar auch in den Hades begleiten! Das hat mir ganz schön Gänsehaut bereitet!

    Sprache / Schreibstil

    Wer meine Rezensionen über die Bücher von Marah Woolf kennt, weiß, dass ich ihren absolut flotten Sprachstil einfach liebe. Keine unnötigen Details, immer knackig und direkt. Auch hier komme ich auf meine volle Kosten. Wir erleben Apolls Geschichte aus seiner Perspektive als Ich-Erzähler im Präsens. Das gelingt Marah wie immer ausgesprochen gut. 

    Gekonnt bindet sie auch immer wieder die bad-boy-good-girl Thematik in die Geschichte ein:

    “Ich lege das Buch zur Seite und lösche das Licht. Aphrodites gleichmäßige Atemzüge begleiten mich in den Schlaf. Dieser Hardin ist eigentlich ein unausstehlicher Kerl, trotzdem mag Tessa ihn. Was wollte July mir bloß mit diesem Buch sagen? Ich bin oft nicht gerade nett zu Aphrodite, allerdings käme sie nie auf den Gedanken, mich deswegen anziehend zu finden. Aber sie ist ja auch klug.”

    Marah Woolf “Fluch der Aphrodite” (©2020 Marah Woolf in Selbstpublikation)

     

    FAZIT

    Immer für eine Überraschung gut - Marah zeigt uns mal wieder, dass sie alles schreiben kann, immer gerne Neues ausprobiert und dabei mit zwinkerndem Auge mit den Genres jongliert. Dieses Buch ist total anders, als ihre bisherigen, aber dafür umso überraschender und feinfühliger! 

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    Cover des Buches Izara 4: Verbrannte Erde9783522506625

    Bewertung zu "Izara 4: Verbrannte Erde" von Julia Dippel

    Izara 4: Verbrannte Erde
    TheUjulalavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Überwältigend und mitreißend bis zum Schluss, voller Emotionen und spannungsgetriebener Momente.
    Episches Finale voller Emotionen und spannungsgetriebener Momente

    Wer meinen Blog verfolgt hat, weiß, dass mich Julia Dippel mit Izara 1-3 letztes Jahr total überrascht und überwältigt hat. Da war es nur klar, dass ich natürlich auch noch Band 4 lesen musste. Obwohl Julia vor Weihnachten sehr krank wurde (und ich sehr froh bin, dass sie wieder gesund ist!) und der Veröffentlichungstermin verschoben werden musste, hat sie intensiv an dem Finale gearbeitet. Und es hat sich definitiv gelohnt! 


    Spoilerwarnung! Achtung, da es sich um Band 4 einer Reihe handelt, kann ich nicht ausschließen, dass ich Inhalte aus den ersten 3 Bänden erzähle. Ich hoffe, ihr versteht, dass das einfach bei einem 4. Teil sehr schwierig ist… Ich versuche, nicht mehr zu erzählen, als auch schon im Klappentext bekannt gegeben wurde.


    Coverbild

    Das Cover des Finalbandes fügt sich wie erwartet perfekt in die Reihe der Izara-Bücher ein. Auf diesem Cover sieht man die linke Hälfte eines männlichen Gesichts, das einen mit seinem stechend grünen Auge direkt anblickt. Der Hintergrund ist dunkel und auf der rechten Bildhälfte ranken sich silberne Ornamente und goldene Glitzepunkte verteilen sich über das ganze Bild. Absolut gelungen!!! 

    Handlung

    Lucian dreht durch, seit Ari im Kampf gegen die Hexenkönigin Mara gestorben ist. Lucian ist das wahre Fegefeuer und lässt keinen an sich heran. Aber Ari hat nur ihren Körper verloren und muss mit ansehen, wie Lucian die Erde in Angst und Schrecken hält. Ihre unsterbliche Essenz kehrt immer wieder zu ihrem Ursprung zurück und sie hat keine Chance Lucian auf sich aufmerksam zu machen, bis sie Hilfe von unerwartete Seite erhält. Lucian muss zur Vernunft gebracht werden bevor er die Erde in Schutt und Asche zerlegt. Denn nur Izara, das ewige Feuer, das er in sich trägt, kann Mara vernichten.

    Buchlayout / eBook

    Auch hier ist die Gestaltung wie bei den Vorgängen eher schlicht. 31 Kapitel teilen die 480 Seiten in angenehme Leseeinheiten auf. Jedes Kapitel ist mit der Nummer verstehen und mit einer kleinen Kapitelüberschrift, die oft in ironischer Art Sprichworte oder Redewendungen sind.

    Idee / Plot

    In diesem Finalband holt Julia noch mal alles raus. Um gegen Mara anzutreten, müssen sämtliche Primus und Brachions, aber auch die Mitglieder der Phalanx zusammen getrommelt werden. Das ruft natürlich auch Personen auf den Plan, mit denen die Verbündeten nicht so gerne zusammenarbeiten. Aber alle müssen an einem Strang ziehen. Und natürlich gibt es in den eigenen Reihen Verräter und Querschläger, die die ganze Mission immer wieder gefährden. 

    „Wovon redet er?“, wollte Ryan wissen. Er verschränkte misstrauisch seine tätowierten Arme und nickte dann in Richtung von Alexian und Constantin. „Und wer sind überhaupt dieser Thor-Verschnitt und Snape junior?“

    Julia Dippel “Verbrannte Erde - Izara 4”, Pos. 1553 (©2020 Loomlight in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    Emotionen / Protagonisten

    Oh mein Gott, was habe ich mit Ari und Lucian mitgelitten und mitgekämpft. Ari ist eindeutig an ihren Herausforderungen gewachsen und ist sehr reif und vernünftig geworden. Das hat mir sehr gut gefallen.

    Lucian leidet natürlich erstmal unter dem Verlust und der unsterblichen Seele, Izara. Ich kann ihm das so gut nach fühlen. Auch wenn er sich anfangs ziemlich gehen lässt, beweist er sehr viel Willenskraft und seine uneingeschränkte Liebe zu Ari.

    Aber auch andere liebgewonnene Figuren haben mich total begeistert und absolut mitgerissen. Ganz vorne natürlich mein Liebling Ryan und der facettenreichste Charakter Bel. So schnippisch und urkomisch er sein kann, Julia hat ihn in diesem Band endlich mal und mehrfach seine ganze Macht entfalten lassen…. Uuuaaaah Gänsehaut!!!!! Die besondere Beziehung zu Ryan und vor allem zu Bel sind so ergreifend ausgearbeitet, ich liebe sie! 

    “Langsam drückte Bel Tristans Kehle zu. Der schwere Geruch von dunkler Schokolade und Granatapfel war so präsent, dass mir beinahe schlecht wurde. „Fiona.“ Meine Nervenenden vibrierten unter der freigesetzten Energie. „Pippo.“ Noch nie hatte ich das ganze Ausmaß von Bels Macht erlebt. Bis jetzt. „All diese Tode gehen auf dein Konto.“

    Julia Dippel “Verbrannte Erde - Izara 4”, Pos. 2315 (©2020 Loomlight in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    Aber auch alle anderen Figuren hat Julia ihren ganz eigenen Touch mitgegeben, und manchmal verwischen die Grenzen zwischen Freund und Feind...

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    Wie bei den Vorgängern geht die Handlung sofort los. Julia gönnt uns über das ganze Buch hinweg keine Atempause, die Ereignisse kommen Schlag auf Schlag und ständig passiert etwas. Der Spannungsbogen wird so ständig nach oben getrieben, bis es zum Schluss in einen wirklich fulminanten Showdown mündet! Aufregend und spannend und mit einigen emotionalen Momenten bis zur letzten Seite, ein wahrer pageturner. Einige Wendungen halten die Spannung stets aufrecht und sorgen für einige Überraschungen. 

    “Beinahe hätte ich gelacht. So viel Kampftraining und am Ende lief es auf eine Sandkasten-Balgerei samt Augenkratzen und Haareziehen raus.”

    Julia Dippel “Verbrannte Erde - Izara 4”, Pos. 5009 (©2020 Loomlight in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    Szenerie / Setting

    Wie immer kann Julia Dippel mir die Umgebung absolut bildhaft und authentisch darstellen und bleibt dabei in ihren Umschreibungen immer so kurz und knackig wie nötig. Sie ist wirklich eine Meisterin in der bildhaften Beschreibung, lässt aber immer noch genügend Spielraum für die eigene Phantasie. 

    Sprache / Schreibstil

    Obwohl es an Dramatik und Emotionen nicht fehlt, bleibt Julia ihrem absolut knackigen und sarkastischem Sprachstil treu und vergisst nicht uns Leser immer wieder mit ihrem spitzfindigen Humor zu überraschen! 

    „Nicht trödeln, Ari“, rief Bel über die Schulter. „Deine Auferstehung ruft und ich kann sie kaum erwarten. Das letzte Mal, als ich eine miterleben durfte, haben wir anschließend eine Weltreligion daraus gemacht.”

    Julia Dippel “Verbrannte Erde - Izara 4”, Pos. 794 (©2020 Loomlight in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

    Genauso wie mit der Spannung reißt Julia einen sprachlich einfach immer wieder mit und hast mich immer wieder überwältigt. 

    “Ich verdrehte die Augen. Mir war ja bewusst, dass das aus seiner Perspektive wie eine kurzweilige Netflix-Serie wirken musste, trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr Anteilnahme gewünscht.”

    Julia Dippel “Verbrannte Erde - Izara 4”, Pos. 615 (©2020 Loomlight in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)


    FAZIT

    Überwältigend und mitreißend bis zum Schluss, voller Emotionen und spannungsgetriebener Momente. Julia hat mit diesem Buch ein episches Finale geschaffen, dass einem atemlos aber befriedigt zurücklässt. Ich liebe die einzelnen Charakter und es fällt mir wirklich schwer zu glauben, dass es nun mit dieser Welt vorbei ist. Was mache ich nur ohne Bel, ohne Ryan?!? Julia!!!! Ich brauche mehr!

    „Du hattest recht, Kumpel.“ Die Stimme des tätowierten Jägers brach. Er warf die leere Flasche neben sich aufs Sofa, während sich seine Augen mit Tränen füllten. Und dann begann der früher so unerschütterliche Hüne, bitterlich zu weinen.”

    Julia Dippel “Verbrannte Erde - Izara 4”, Pos. 203 (©2020 Loomlight in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart)

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    Cover des Buches Dunkelglanz - Obsession9783745700534

    Bewertung zu "Dunkelglanz - Obsession" von Jennifer L. Armentrout

    Dunkelglanz - Obsession
    TheUjulalavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Triebgesteuerter Action ohne Obsidian-Zauber - ähm… nö! Es interessiert mich schlichtweg nicht, wie es endet. Deswegen breche ich es ab.
    Mogelpackung: triebgesteuerter Action ohne Obsidian-Zauber - ähm… nö

    Was war ich gespannt auf ein spin-off der Obsidian-Saga. Damals habe ich die Bücher echt gern gelesen, und ich fand die Idee sehr interessant, dass Obsidian “erwachsener” werden sollte. Da ich dieses Buch aber bei ca. 80% abgebrochen habe, ist dies nur meine Meinung zu dem, was ich bis zu meinem Abbruch gelesen habe.


    Ja, ich gebe es zu, ich glaube ich habe mich schlichtweg vergriffen. Mir ist bewusst, dass Mira Taschenbuch keine jugendfreien Bücher herausbringt, und ich lese ja auch gerne Bücher die mehr expliziten Stellen haben. Es darf gerne mehr prickeln und etwas ausführlicher sein. Aber wichtig ist mir trotzdem, dass das Gesamtpaket stimmt, dass es immer noch eine spannende Story gibt, eine sich entwickelnde Handlung und authentische Konflikte.


    Hier suggeriert das Obsidian-ähnliche Cover und der Klappentext eine Auskopplung aus der Obsidianwelt mit mehr prickelnden und heißeren Momenten zwischen den Protagonisten. Ich hatte mich darauf gefreut, wieder in die Welt der Lux und Arum eintauchen zu können, gerne auch in einem erwachsenerem Setting. Was ich bekommen habe war aber einfach nur ein Bumsbuch. Wenn ich ein Buch lesen möchte, in dem es nur um stahlharte Latten und feuchte Höschen geht, dann weiß ich, wo ich das finde und stelle mich auch darauf ein. 


    Fangen wir doch mal von vorne an:

    Die beiden Protagonisten treffen ziemlich am Anfang schon aufeinander und fallen auch sogleich übereinander her. Dabei ist Hunter der personifizierte schwarze Mann, der bad-boy schlechthin, der mutierte Supermann in Badman-Look. Sauron kann dagegen einpacken und wirkt daneben wie ein Puschelhase. Echt jetzt? Haben wir Leserinnen es wirklich immer  noch nötig sich von diesen überdminesionierten Klischees berieseln zu lassen? Und natürlich ist die Protagonistin ein ihm ausgeliefertes Objekt und ein Opfer ihrer Hormone.


    Also, nicht, dass ihr mich falsch versteht. Ich bin eine der Leserinnen, die eigentlich keine Probleme mit dem in letzter Zeit so viel diskutierten bad-boy-good-girl Konflikt hat. Ich kann gut zwischen Träumerei und der realen Welt unterscheiden. Aber hier fühle ich mich gelinde gesagt als Leserin regelrecht veräppelt. Jennifer L. Armentrout prügelt genau diese Thematik mit der Brechstange in überdimensionierten Superlativen auf die Leserin ein. 


    Serena wird Zeuge eines mysteriösen Ereignis, bei dem sie ihre beste Freundin verliert. Die ihr aber vorher anvertraut hat, dass ihr Freund sich in seiner Gestalt verwandeln kann. Das ist der Grund, warum Hunter, der böseste Arum des ganzen Universums, das Mädchen mitnimmt und bei sich zu Hause versteckt. Über die gesamte erste Hälfte bleiben Serena und Hunter in seinem Haus und außer triebgesteuerter Action passiert die ganze Zeit einfach nichts. 


    Erst sehr viel später, so ab 70 % kommt dann etwas mehr Aufregung, und es gibt so ein bisschen Erklärung, was es mit Arum und Lux auf sich hat. Der Grund, warum Serena sich bei Hunter verstecken muss, wird schlichtweg einfach unter den Tisch gekehrt. Irgendwann dann denkt sich Serena, dass da doch was war - und klar - will auf eigene Faust gegen die gesamte Welt antreten. Sprich, die gesamte Story ist hauchdünn, oder irgendwie gar nicht existent. Der ganze Zauber aus Obsidian bleibt total aus. 


    Keine Frage, die expliziten Stellen kann Jennifer L. Armentrout wirklich gut beschreiben und, wie gesagt, hätte ich ein reines Bumsbuch haben wollen, dann hätte es mir wahrscheinlich gefallen. Ansonsten überschlägt sich die Autorin immer wieder mit übertriebenen und überspitzen Gefühlsbeschreibungen, die sie dann auch sehr gerne sehr oft wiederholt. So oft die Wangen des Mädchens rot geworden sind, müsste das arme Ding schon an Couperose leiden. Das ist aber auch alles, was ich über den Schreibstil hier sagen kann. Es ist wenig überraschend, die Story einfach lahm, bzw. es gibt da ja eigentlich auch keine. Spannung also gleich null. Anstatt sich auch was Neues auszudenken landen wir mal wieder bei dem kleinen Paradiesvogel Luc, den wir ja auch schon aus der Obsidian-Reihe kennen. Schade. 


    Da mir das Buch von Mira-Taschenbuch über Netgalley zur Verfügung gestellt wurde, hatte ich mich irgendwie verpflichtet gefühlt, es auch zu Ende zu lesen. Doch sobald ich dann Izara 4 von Julia Dippel in der Hand hielt, und sie mich von der ersten Seite an mitgerissen hat, möchte ich dieses Buch hier gar nicht mehr beenden. Es interessiert mich schlichtweg nicht, wie es endet. Deswegen breche ich es ab. 

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    Cover des Buches Fünf Tage mit DirB08257TKDH

    Bewertung zu "Fünf Tage mit Dir" von Laura Newman

    Fünf Tage mit Dir
    TheUjulalavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderbar stimmiger Liebesroman, der trotzdem spannend und aufregend ist, auch wenn es ein bisschen vorhersehbar war.
    Wunderbare Lovestory in einem spannenden Roadmovie

    Die Autorin Laura Newman ist mir schon von ihren Dystopie-Reihen und ihrem Roman „Jonah“ bekannt, und konnte mich auch mit ihren Thriller „Blutparadies“ überzeugen. „5 Tage mit dir“ ist nun der neueste Titel aus ihrer Feder und diesmal ein Liebesroman im Roadmovie-Format.

    Coverbild

    Dem Genre typisch und im Moment sehr modern erscheint das Cover. In der unteren Hälfte erkennt man einen stilisierten Zweig mit Blättern und einer Pfirsichfrucht. Auf der freien Fläche sind viele Punkte wie Konfetti verteilt. Alles ist in lieblichem Lila bis Violett gehalten. Der Titel in handschriftlichen Lettern nimmt die obere Hälfte ein. Alles in allem eine sehr saubere Arbeit, schlicht aber dafür sehr schön. Wie nicht anders zu erwarten, hat die Autorin das Cover selbst gestaltet.

    Handlung

    Die junge Mediengestalterin Milla hatte zwar schon beruflich großen Erfolg, ihren großen Traumjob sieht sie aber in einer berühmten Agentur in Montpellier. Und obwohl sie die Anreise zum Bewerbungsgespräch minutiös geplant hat, kommt es, wie es muß: Schon die Anreise zum Flughafen macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als auf das dubiose Angebot eines jungen Mannes einzugehen, den sie gerade erst im Bahnhofscafé kennen gelernt hatte und der zufällig gerade die gleiche Strecke mit dem Auto fahren möchte. Aber das verpasste Flugzeug bleibt nicht das einzige Fiasko auf dem Trip mit dem sympathischen Jaro durch Frankreich. Und dennoch hält er etwas vor ihr verborgen.

    Buchlayout / eBook

    Die gesamte Gestaltung des eBooks ist eher schlicht gestaltet. Jedes der 28 Kapitel wird lediglich mit dem Wort Kapitel und der Nummer eingeleitet, haben aber eine angenehme Leselänge. Kleine Abschnitte werden mit kleinen Konfettipunkten visuell abgesetzt. Mit 235 Seiten ist es nicht sehr dick, also perfekt für eine wundervolle Liebesgeschichte.

    Idee / Plot

    Wie wichtig kann einem ein Bewerbungsgespräch sein, dass man dafür auch in das Auto eines Fremden steigt und alle Wiederheiten des Schicksals und schlechte Ohmen in den Wind schlägt? Natürlich birgt dies enormen Konfliktpotenzial zwischen den zwei Protagonisten, die sich nicht kennen und in Ausnahmensituationen miteinander zurecht kommen müssen. Die Message bei dem Buch hat mir am besten gefallen: Nimm Dein Schicksal in die Hand und versuche deinen Traum zu verwirklichen. Und der Weg dorthin wird dir deinen wahren Wunsch eröffnen.

    Emotionen / Protagonisten

    Milla möchte unbedingt den Job in der französischen Agentur bekommen und träumt schon vom „savoir vivre“ in dem idyllischen Frankreich. Sie ist regelrecht verbissen und hat ihre Reise auch exakt geplant. Nichts soll dem Zufall überlassen bleiben. Aber schnell muss das arme Ding merken, dass sie zum Spielball der Katastrophen wird. Aus Unsicherheit fällt es ihr schwer, sich auf Jaro einzulassen und nimmt anfangs sogar eine recht voreingenommene Haltung ihm gegenüber ein. Doch sie macht eine schöne Wandlung mit, beginnt sich mehr für den jungen Mann zu interessieren und ein bisschen von ihrer Verbissenheit weg zu kommen. Trotzdem konnte ich Mila in jeder ihrer Phase auch gut nachfühlen.

    Jaro ist eigentlich von Anfang an zu nett um wahr um zu sein. Eigentlich kann man Millas Skepsis schon nachvollziehen. Vor allem scheint er auch nicht alles zu erzählen, und das macht ihn hin und wieder suspekt. Er ist ein absoluter Gentlemen und einfach perfekt!

    Handlungsaufbau / Spannungsbogen

    In dem Roadmovie wird man mit der Protagonistin von einer Einem Stolperstein zum nächsten mitgezogen. Auch wenn man irgendwie weiß, dass Millas pedantisch ausgeklügelter Reiseplan bestimmt in die Hose gehen wird, kommt man nicht umhin mit ihr mitzufiebern. Obwohl man sich schon das Geheimnis um Jaro zusammenreimen kann, baut die Autorin die Spannung um das Verhältnis der beiden geschickt auf und es entstehen immer mehr kleine prickelnde Momente. Und natürlich spitzt es sich in einen sehr mitreißenden und emotionalen Moment. Und teilweise habe ich richtig mit der armen Milla mitgelitten!

    Szenerie / Setting

    Frankreich, das Land der Liebe, es passt natürlich besser für einen romantischen Roadtrip? Laura Newman hat das Setting wirklich passend ausgesucht. Ich kann mir alle Momente sehr schön bildlich vorstellen und mich auf die romantischen Momente sehr schön einlassen. 

    Sprache / Schreibstil

    Wir erleben Millas Roadtrip durch Frankreich einen personalen Erzählers nur aus Millas Perspektive. Manchmal ist mir Lauras Erzählstil ein bisschen zu detailliert, trotzdem hat sie einen schönen Sprachstil und verwendet gekonnt stimmige Beschreibungen.


    Vielmehr fühlte es sich an, als stiege sie zu jemandem ins Auto, der kurz vorher einen Hundewelpen in eine Mikrowelle gesteckt hatte. Heuchlerisch, auf ganzer Linie.

    Laura Newman "5 Tage mit dir", Pos. 2348 (©2019 Laura Newman in Selbstpublikation)


    FAZIT

    Ein wunderbar stimmiger Liebesroman, der trotzdem spannend und aufregend ist, auch wenn es ein bisschen vorhersehbar war. Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen und es hat mir ein paar sehr schöne Lesestunden beschert.

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    Über mich

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