Thrillbilly

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die Pflicht (ISBN: 9783750403505)

    Bewertung zu "Die Pflicht" von Hagen Thiele

    Die Pflicht
    Thrillbillyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Romantisch/tragischer Horrorroman mit Niveau. Leseempfehlung!
    Eriks Bürde ...

    Der 18jährige Erik trägt eine schwere Bürde. Seine »Pflicht«, der er Nacht für Nacht nachgehen muss, sonst droht schweres Unheil. Diese geheime und große Aufgabe lässt ihn zu einem Außenseiter, einem verschrobenen Kauz werden, der keine Freunde hat und in der Schule gequält und ausgegrenzt wird. Nichtsdestotrotz findet seine Mitschülerin Laura Gefallen an ihm und Erik wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Stück unbeschwerte Normalität und ein bisschen Glück im Leben.

    »Die Pflicht« ist eine Mischung aus Teenagerromanze und Horrorroman, wobei die zwischenmenschliche Problematik überwiegt und der Horror über eine große Strecke des Buches lediglich angedeutet wird. Das gefällt mir grundsätzlich sehr gut. Ich bin kein Fan von plumpen Horrorgeschichten, die hauptsächlich blutig und eklig daherkommen, aber keine Substanz besitzen.

    Die Charaktere finde ich hervorragend gezeichnet, von jedem konnte ich mir ein perfektes Bild machen. Erik schloss ich sehr schnell ins Herz. Er ist der unerkannte Held wider Willen: Schräg aber irgendwie liebenswert. Lauras natürliche und humorvolle Art gefiel mir ebenfalls sehr gut. Der Antagonist Simon verkörpert zwar den klassischen Gegenpart, besitzt aber auch verschiedene Facetten. 

    Der Entwicklung der Liebesbeziehung wurde sehr, sehr viel Raum gegeben. Das langsame Annähern der beiden wurde ziemlich in die Länge gezogen. Das hatte so einen Teenie-Roman-Touch und hätte für meinen Geschmack gestraffter ausfallen können.

    Die Horrorsequenzen fand ich hingegen sehr gelungen. Dank des hervorragenden Schreibstils des Autors, wurden in meinem Kopf plastische Bilder erzeugt, die mich wahrhaft erschaudern ließen. Sie waren beklemmend und unheimlich, ohne ein Übermaß an unnötigen Ekelbildern oder stupid dargestellter Brutalität zu besitzen. Hut ab! Hagen Thiele beherrscht das niveauvolle Gruseln aus dem Effeff.

    Die Gesamtentwicklung der Geschichte ist super – es wird immer spannender, dramatischer, gruseliger ... Und der Schluss ist in meinen Augen perfekt gewählt.

      

    Fazit: »Die Pflicht« ist ein romantisch/dramatischer Horrorroman, der trotz einiger Längen spannende Lesestunden garantiert. Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe 4,5 Sterne.                     

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    Cover des Buches Dunkle Wahrheit: Gegen das Vergessen (ISBN: 9798652376680)

    Bewertung zu "Dunkle Wahrheit: Gegen das Vergessen" von Enike Kirsch

    Dunkle Wahrheit: Gegen das Vergessen
    Thrillbillyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Zweiter Teil einer Trilogie und ein absoluter Pageturner
    Täter und Opfer ...

    »Gegen das Vergessen« ist die Fortsetzung von »Blick in die Vergangenheit« und der zweite Teil der Trilogie »Dunkle Wahrheit« von Enike Kirsch. 

    Da die Geschichte nahtlos an den ersten Teil anknüpft, muss meiner Meinung nach das erste Buch zwingend zuvor gelesen werden.

    »Blick in die Vergangenheit« gefiel mir sehr gut, »Gegen das Vergessen« gefiel mir noch besser. Die Geschichte ist in meinen Augen vielschichtiger und besitzt mehr Tiefe als ihr Vorgänger, obschon sie denselben rassigen Erzählstil wie der erste Teil besitzt. Kurze Kapitel mit verschiedenen Perspektiven wechseln sich ab, der Spannungsbogen bleibt stets hoch. Die Charaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte enorm und werden zu sehr interessanten Menschen. Gut und Böse zerfließen teilweise und vermischen sich zu einer Grauzone, die mich faszinierte und zum Nachdenken anregte.

    Ein paar wenige Konstellationen erschienen mir zwar etwas zu unrealistisch, und einige Situationen, die in meinen Augen sehr beängstigend oder tragisch waren, wurden von den Protagonisten ziemlich locker und mit ein paar sarkastischen Sprüchen gemeistert. Genau deswegen liest sich »Gegen das Vergessen« jedoch nicht wie ein schwermütiger Schicksalsroman, sondern erhält einen gewissen abenteuerlichen Charakter, trotz des an sich schweren Themas, und das empfand ich als erfrischend, spannend und sehr unterhaltsam.

    Fazit: »Dunkle Wahrheit – Gegen das Vergessen« ist, wie bereits »Blick in die Vergangenheit«, sehr originell und intelligent, aber noch um ein Vielfaches tiefschürfender und vielschichtiger. Ich freue mich auf den dritten Teil »Schnee von gestern« der leider zur Zeit (August 2020) noch nicht erhältlich ist.

     

    Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe mit Freuden 5 Sterne!          

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    Cover des Buches Dunkle Wahrheit: Blick in die Vergangenheit (ISBN: B083D7KG9X)

    Bewertung zu "Dunkle Wahrheit: Blick in die Vergangenheit" von Enike Kirsch

    Dunkle Wahrheit: Blick in die Vergangenheit
    Thrillbillyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und originell!
    Spannender und origineller Auftakt einer Trilogie

     

    Elina, eine Undercover-Agentin beim LKA im Drogendezernat, gründet eine Scheinfamilie mit dem straffällig gewordenen Anwalt Jeremias, dem 15jährigen Drogendealer Patrick, sowie Samuel, einem Teenager der schwersten sexuellen Missbrauch erleiden musste und von Patrick sowohl mit Drogen, als auch mit aufrichtiger brüderlicher Liebe versorgt wird. Elina will auf diese Weise das Vertrauen von Patrick gewinnen, um Einblicke in seine dubiosen Geschäfte zu bekommen und an das Drogengeld zu gelangen, das Patrick möglicherweise versteckt.

    Was für eine geniale Idee!

    Solch einer originellen Konstellation und Ausgangslage für einen Krimi/Thriller bin ich selten begegnet. An dieser Stelle erst einmal ein Riesenkompliment an die Autorin.

    Enike Kirsch hat mit »Dunkle Wahrheit – Blick in die Vergangenheit« den Auftakt einer Trilogie geschaffen, der dem Leser in erster Linie einen tiefen Einblick in die Lebensgeschichten der verschiedenen Charaktere gewährt. Außerdem erlebt man den Entwicklungsprozess einer Schein- zur beinahe echten Familie mit, was der Geschichte ein Stück weit einen liebevollen Touch verleiht.

    Die Charaktere sind vielfältig und vielschichtig gezeichnet, jeder trägt ein schweres Paket oder ein düsteres Geheimnis mit sich herum.

    Den Erzählstil empfand ich als sehr gut, sehr flüssig, beinahe schon rasant. Nach jedem Kapitel ändert die Perspektive. Dies treibt die Geschichte einerseits enorm voran, und Langeweile kam nie auf, andererseits wurde ich dadurch immer wieder aus einer Szene herausgerissen, kaum dass ich mich gefühlstechnisch auf sie eingelassen hatte. Deshalb konnte mich die Story im emotionalen Bereich, trotz der harten Kost, nicht total packen.

    Das Ende kam dann ziemlich abrupt und bleibt offen, aber da es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, ist das absolut in Ordnung und macht neugierig auf die Fortsetzung.

    Unter dem Strich fand ich »Dunkle Wahrheit« ein sehr gelungenes Debüt und spannenden Auftakt einer Geschichte, bei der ich unbedingt wissen möchte, wie sie weitergeht!

     

    Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe 4 Sterne.

      

     

        

         

     

     

        

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    Cover des Buches Mathew Crawley (ISBN: 9783752894912)

    Bewertung zu "Mathew Crawley" von Dirk Jäger

    Mathew Crawley
    Thrillbillyvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unheimlich spannender Roman mit unzähligen Thrillerelementen! Absolute Leseempfehlung!
    Wenn dich die Vergangenheit einholt ...

    Mathew Crawley

    Die Geschichte eines Mörders?

     

    Kim Harolds möchte ihr altes Leben hinter sich lassen und fährt 900 Meilen weit in ein kleines, abgelegenes US-Örtchen namens Riverside, um dort ihre neue Stelle als Polizistin anzutreten. Von den sonst eher misstrauischen Bewohnern der Kleinstadt wird sie sehr schnell herzlich aufgenommen und verliebt sich innerhalb kürzester Zeit in ihren Chef, den Sheriff Mathew Crawley. Nach anfänglicher Schüchternheit erwidert dieser ihre Gefühle ebenfalls von ganzem Herzen.

    Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht Matts düstere Vergangenheit, die das junge Glück zu zerstören droht ...

     

    »Mathew Crawley« ist der Debütroman des Autors Dirk Jäger und ein absoluter Geheimtipp! Der flüssige Erzählstil des Autors, der ohne unnötige Details die Geschichte vorantreibt, macht Lust aufs Weiterlesen und darauf zu erfahren, was in Matts Vergangenheit wirklich passiert ist.

    Die Geschichte spielt in einem Zeitraum von rund 45 Jahren. Durch Zeitsprünge, die angenehm überschaubar bleiben, wird Stück für Stück mehr von Matts tragischem Leben enthüllt.

    Wer jetzt jedoch denkt, dass hier die rührselige Lebensgeschichte eines ach so gebeutelten Mannes in einem kitschigen Schicksalsroman erzählt wird, ist aber komplett auf dem Holzweg!

     

    »Mathew Crawley« mutiert mehr und mehr zu einem knallharten Psychothriller, der mehrere brutale Morde zu verzeichnen hat und das Thema häusliche Gewalt in seiner grausamsten Form behandelt und demonstriert.

    Dabei nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund, deutet nicht bloß an, sondern beschreibt die brutalen Szenen ziemlich detailliert. Dennoch ufert es niemals in eine plakative Verherrlichung von Brutalität aus. Dirk Jäger hat die perfekte Balance gefunden, Niveau mit blutigem Horror zu vereinen.   

    Die Charaktere sind sauber gezeichnet, entsprechen keinem Stereotyp und man schließt (die Guten) schnell ins Herz. Besonders die Protagonisten Matt und Kim, aber auch die Nebendarsteller, die durch ihre Individualität sehr plastisch erscheinen.

     

    Fazit: »Mathew Crawley – Die Geschichte eines Mörders?« ist ein hochkarätiger Roman mit Raffinesse und unzähligen Thrillerelementen, – ein Pageturner, der nachhallt und berührt und den man nach dem Lesen unmöglich einfach so zur Seite legen kann ...

     

    Ich spreche eine 100%ige Leseempfehlung aus und hoffe SEHR, in Zukunft mehr von dem Autoren Dirk Jäger zu lesen zu bekommen!       

      

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    Cover des Buches Cats Bestimmung (Bd. 1): Die Wächter von Sisong (ISBN: B07B52M5JP)

    Bewertung zu "Cats Bestimmung (Bd. 1): Die Wächter von Sisong" von Lily Konrad

    Cats Bestimmung (Bd. 1): Die Wächter von Sisong
    Thrillbillyvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Auftakt einer Fantasy-Thriller-Reihe
    Spannender Auftakt einer Fantasy-Thriller-Reihe

    Rezension zu »Die Wächter von Sisong – Band 1 – CATS BESTIMMUNG«

     

    Vorab möchte ich erwähnen, dass ich eigentlich keine Leserin von Fantasy-Romanen bin. Fremde Welten sind nicht so mein Ding, umso mehr freut es mich, dass mich »Cats Bestimmung« fantastisch unterhalten hat und ich das Buch deshalb auch Nicht-Fantasy-Lesern empfehlen kann.   

     

    Catriona Thalmann ist Kriminalbeamtin bei der Frankfurter Polizei.

    Als sie zu ihrem ersten Mordfall gerufen wird, entdeckt sie plötzlich, dass sie scheinbar außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt. Sie scheint Gedanken lesen zu können und die eigenartigen Schriftzeichen, welche die Tatwaffe – ein Dolch –  aufweist, scheinen nur ihr aufzufallen. Außerdem tauchen Personen auf, die auf geheimnisvolle Weise mit ihr kommunizieren und dann aber plötzlich verschwinden, als wären sie nie dagewesen.

    Cat realisiert mehr und mehr, dass sie anders ist als normale Menschen, dass sie gar einer fremden Spezies angehört, und eine ganz spezielle Mission zu erfüllen hat ...

     

    »Cats Bestimmung« ist der Auftakt der Fantasy-Thriller-Reihe »Die Wächter von Sisong« und eine wunderbare Mischung aus Fantasyroman, Krimi und Liebesgeschichte.

    Cat ist tough, aber auch sensibel und unsicher und das macht sie sehr sympathisch. Sie akzeptiert ihre Bestimmung, versucht ihr Bestes zu geben, stößt dabei aber auch an ihre Grenzen. Der Wächter Matteo und der Späher Mitch sorgen zudem für Turbulenzen in Cats Gefühlswelt. Der Kriminalfall den Cat lösen muss, ist spannend und geheimnisvoll.

    Raffiniert verwebt die Autorin Lily Konrad die irdische mit einer fremden Welt und dies in sämtlichen genannten Bereichen.

    Der angenehm flüssige Schreibstil, mit einem Schuss Humor versehen, macht zudem Lust aufs Weiterlesen und mit ihrem Gespür für romantisch-prickelnde Momente, jagt die Autorin der Leserin manch wohligen Schauer über den Rücken.

     

    Fazit:

    »Cats Bestimmung« ist ein hervorragend gelungener Auftakt einer originellen Fantasyreihe und eine absolute Leseempfehlung für Liebhaber dieses Genres sowie alle anderen Leser, die gerne mal in eine fantastische Welt eintauchen und der nüchternen Realität entfliehen wollen. 

     

    Ich vergebe 5 von 5 glänzenden Sternen.   

          

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    Cover des Buches Paraphil: Nichts für schwache Nerven! (ISBN: 9783959578646)

    Bewertung zu "Paraphil: Nichts für schwache Nerven!" von Jacqueline Pawlowski

    Paraphil: Nichts für schwache Nerven!
    Thrillbillyvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Absolutes Tabuthema! Brutal und fesselnd, heftig und abscheulich! Für Liebhaber harter Kost absolut empfehlenswert!
    Kinder-Sex-Puppen ... Ein legales Ventil für Pädophile?

    Handlung (übernommen)

     

    Sie ist die Erste.

    Gekleidet wie eine Puppe.

    Sie ist erst acht.

    Und ... sie ist tot.

     

    Bisweilen teilt sich Norbert mit Lissy und den anderen kindsähnlichen Sexdolls das Bett, doch etwas überschattet alles: Die Sehnsucht nach Wärme.

    Kann Norbert seinen Trieben widerstehen oder begeht er einen folgenschweren Fehler?

     

    Unterdessen ist der Fund des toten Mädchens erst der Anfang von Elaras ganz persönlichem Albtraum.

     

    Meine Meinung:

    Zuallererst möchte ich meinen größten Respekt an die Autorin Jacqueline Pawlowski aussprechen, die mit »Paraphil« ein Tabu-Thema der Extraklasse behandelt:

    Kinder-Sexdolls für Pädophile.

    Ein enorm heikles und ethisch absolut fragwürdiges Thema.

    Zu Beginn wird im Rahmen eines Vorworts diese Thematik sachlich durchleuchtet. Kindersexpuppen sind in Deutschland nicht verboten, der Erwerb absolut legal.

    Der japanische Hersteller ist der festen Überzeugung, damit etwas Gutes zu tun, da diese Puppen als Ventil für pädophil Veranlagte sein können. Ein amerikanischer Sexualforscher ist sich hingegen sicher, dass die Puppen das Verlangen nach echten Kindern nur noch fördern würde.

    Das Vorwort empfand ich als hilfreich und notwendig, um sich auf diese Geschichte einlassen zu können.

     

    Die Geschichte handelt von Norbert, einem Pädophilen, der in seinem Keller eine Unmenge an Kinderpuppen hortet. Er bürstet ihnen die Haare, pflegt und wäscht sie, kleidet sie nett ein und setzt sie an ein Tischchen mit Puppengeschirr.

    Dazwischen schnappt er sich eine von ihnen um seinen Sexualtrieb zu befriedigen.

    Die Puppen sind sein Leben, seine einzige Freude, dennoch ist er kein unbeschriebenes Blatt, was echte kleine Mädchen betrifft und diese immer wiederkehrende Sehnsucht treibt ihn dazu, Verbrechen zu begehen.

     

    Elara ist die alleinerziehende Mutter einer kleinen Tochter. Befreit von ihrem gewalttätigen und perversen Ehemann, wird sie dennoch zeitlebens von abscheulichen Albträumen heimgesucht.  

    Sie findet die Leiche eines 8jährigen Mädchens im Wald beim Joggen und dieser Fund ist der Beginn einer grauenvollen Odyssee, bei der Elara und ihre Tochter nicht bloß Statisten sind. 

     

    »Paraphil« ist unheimlich spannend, brutal und grausam. Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann. Ein gewisses Maß an dicker Haut muss man jedoch mitbringen, um es lesen und ertragen zu können.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, die Wortwahl artet manchmal in Fäkalsprache aus, was in diesem Fall aber nicht unpassend erscheint, weil die ganze Thematik einfach nur abscheulich ist.

    Jacqueline Pawlowski nennt die Dinge unverblümt beim Namen, schürt beim Leser Emotionen und blanke Wut, lässt einen mitleiden und mithassen. – Großes Kompliment an die Autorin, dies ist ihr hervorragend gelungen.

     

    Was mir hingegen nicht gefiel – aber mit der Haupthandlung nichts zu tun hatte – waren die Rollen des Ex-Ehemannes und seines besten Freundes. Meiner Meinung nach hätte es gereicht, wenn die beiden einfach absolute Mistkerle gewesen wären, aber nicht zwingend auch pervers und brutal.

    Da waren’s mir dann einfach zu viele widerliche, sadistische Männer. Ein Umstand, der mich nicht schockierte, sondern eher langweilte und unnötig vom Hauptthema ablenkte. Deswegen ziehe ich bei der Bewertung einen halben Stern ab.

     

    Fazit: Wer Tabuthemen in Büchern mag, dabei ein gewisses Maß an Abscheulichkeiten und Brutalität erträgt, wird von »Paraphil« begeistert sein.

     

    Für Liebhaber dieses Genres spreche ich eine 100%ige Leseempfehlung aus, vergebe 4,5 Sterne, die ich überzeugt auf die volle Punktezahl aufrunde.  

     

      

     

       

               

       

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    Cover des Buches Bluttinte (ISBN: 9783749419739)

    Bewertung zu "Bluttinte" von Hagen Thiele

    Bluttinte
    Thrillbillyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend, gruselig und originell! Eine absolute Leseempfehlung!
    Die Reise in das Untere Reich ...

    Klappentext:

    Horror-Autor Markus Krüger hat seinen kreativen Zenit längst überschritten. Während er noch voller Hoffnung an seinem neuen Buch »Die Klinik« schreibt, kündigt sein Verlag die Zusammenarbeit mit ihm. Ohne jedes Vorzeichen tritt plötzlich ein Unbekannter in Krügers Leben. Dieser verspricht dem erfolglosen Autor einen Ausweg aus seiner misslichen Lage. Dafür soll Krüger den Fremden auf eine Reise begleiten, die ihm genug Inspiration bietet, um wieder wahrhaft erschreckende Literatur zu verfassen. Obwohl der Autor rasch erkennt, dass dieser Unbekannte ihn an eine seiner Romanfiguren erinnert, willigt er ein. Eine grauenvolle Odyssee beginnt.

    Meine Meinung:

    »Bluttinte« ist das erste Buch von Hagen Thiele, das ich gelesen habe, aber es wird gewiss nicht mein letztes sein!

    Die Geschichte wird in Rückblende aus der Ich-Perspektive des Horrorautors Markus Krüger erzählt, der sich, seit einer von ihm verübten Messerattacke auf seinen Verleger, in einer psychiatrischen Anstalt befindet.

    Wie kam es so weit?

    Was trieb Krüger an den Rand des Wahnsinns und zugleich auf den Gipfel seiner Kreativität? Die »Reise in das Untere Reich« – eine Reise, die Krüger sowohl tief in seine fantasievolle und morbide Gedanken- als auch in eine bizarre und schreckliche Parallelwelt führte, liefert die Antwort auf dieses Frage ... Dazu möchte ich nicht mehr verraten – lest selbst, es lohnt sich!

    »Bluttinte« ist ein gruseliger, schaurig-schöner Fantasy-Horror-Roman, der wunderbar unterhält und dank des detailhaften Erzählstils des Autors plastische Bilder der, teilweise grotesken, Szenerie und der Charaktere (seien sie auch noch so schräg) hervorruft.

    Eingebettet in die Haupthandlung werden noch einige Kurzgeschichten, die meist der Feder von Markus Krüger entsprungen sind, erzählt. Die kurzen Horror-Stories sind besondere Leckerbissen und werten »Bluttinte« gleich noch mehr auf. – Ein genialer Einfall von Hagen Thiele!

    Das Buch hat mich von A bis Z bestens unterhalten. Einzig war für meinen Geschmack der erste Teil der »Reise« etwas zu sehr in die Länge gezogen, – dieser »beschauliche« Abschnitt hätte für mich etwas kürzer ausfallen dürfen. Langeweile kam aber trotzdem niemals bei mir auf.

    Fazit: »Bluttinte« ist in meinen Augen ein phantastisches Werk im Bereich Fantasy-Horror, – enorm kreativ und originell!

    Ich spreche eine 100%ige Leseempfehlung aus und vergebe 5 glänzende Sterne!   





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    Cover des Buches Unbeseelt (ISBN: B07C5Z1LKX)

    Bewertung zu "Unbeseelt" von Marion Schreiner

    Unbeseelt
    Thrillbillyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Einzigartig und spannend. Ein Psychothriller der besonderen Art ...
    Seile und Knoten ...

    Klappentext:


    Sam liebt Seile und Knoten. Seile zum Strangulieren und Knoten, die sich nicht lösen lassen ...

    Eather und Roman Corbett hatten ihn mit knapp sieben Monaten adoptiert. Wie naiv sie doch an diese Adoption herangegangen waren! Und niemand hatte sie gewarnt oder ihnen geholfen. Im Gegenteil, alle waren damals froh, dieses Kind los gewesen zu sein.


    Meine Meinung:


    Als ich diesem außergewöhnlichen Psychothriller in einer Facebook-Werbung begegnete, war ich erst mal von der Aufmachung fasziniert. Dieses schaurig-schöne Cover und der erste Satz des Klappentextes haben mich enorm angesprochen und ich habe das Printbuch umgehend bestellt.

    »Unbeseelt« ist der dritte und folglich letzte Teil der Trilogie »Der Culver-Fluch«, was mir beim Kauf aber nicht bewusst war. Glücklicherweise lässt sich »Unbeseelt« aber ohne Probleme ohne Vorkenntnisse lesen.


    Sam ist alles andere als ein charismatisches Kind.

    Sein düsterer Blick, seine Körperhaltung, sein unvorteilhaftes Aussehen und seine Angewohnheit lautlos herumzuschleichen, ließen mich im ersten Drittel des Buches dauerhaft erschaudern. Ich gruselte mich gemeinsam mit den Adoptiveltern, die, trotz immensen Anstrengungen, dieses Kind einfach nicht lieben konnten.

    Eather und Roman, ein Vorzeige-Ehepaar mit idealistischen Wertvorstellungen, wollten keine eigenen Kinder, sondern einem chancenlosen Geschöpf ein schönes Zuhause bieten und so adoptierten sie Sam, ein Baby auf Drogenentzug, ausgetragen von einer Frau auf Methadon.

    Doch die Rechnung geht nicht auf.

    Romans und Eathers Traum einer perfekten Familie mit stetig lächelndem und dankbarem Kind, zerplatzt wie eine Seifenblase. 

    Und jetzt kommt der springende Punkt und für mich die Faszination dieses Buches:

    Die Rollen »Gut« und »Böse« scheinen anfangs klar verteilt, aber dem ist dann doch nicht ganz so.

    Die heile Welt die Eather und Roman nach außen krampfhaft aufrechtzuerhalten versuchen, entpuppt sich immer mehr als Fassade, als polierte Oberfläche, an der man besser nicht kratzen sollte, weil das Darunter dann doch nicht ganz so perfekt und schön ist.

    Und obwohl Sam bis zum Schluss unheimlich und unsympathisch bleibt, beginnt man sich ein Stück weit mit ihm zu identifizieren und ihn zu verstehen, da er auf absurde Weise der einzig ehrliche und gradlinige Mensch in einem verlogenen Umfeld ist.


    Parallel zu Sams Geschichte beinhaltet »Unbeseelt« einen zweiten Erzählstrang.

    David Milner nimmt sich eine Auszeit aus seinem verkorksten Alltag und möchte mit Zelt, Rucksack und Proviant 5 Tage alleine durch den Idahoe Sawtooth National Forest wandern.

    Weshalb die Wandertour zu einem stetig wachsenden Albtraum wird und welche Rolle Sam darin spielt, möchte ich hier nicht verraten ...


    Der Schreibstil von Marion Schreiner ist flüssig und klar, und obwohl das Kind stets beim Namen genannt wird, wird auf eine exzessive Darstellung von brutalen Szenen verzichtet. Die Dialoge sind knackig und ohne unnötiges Gefasel ausstaffiert.


    »Unbeseelt« präsentiert eine ganze Palette menschliche Abgründe und regt zum Nachdenken an. Ein spannendes Buch, das definitiv an den Nerven zerrt.


    Ich vergebe wohlverdiente 5 von 5 Sternen     
















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    Cover des Buches Honeymoon (ISBN: 9783442484645)

    Bewertung zu "Honeymoon" von Harlan Coben

    Honeymoon
    Thrillbillyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vorhersehbar und unnötig in die Länge gezogen. Kaum Spannung.
    Thriller oder Seifenoper?

    Klappentext:

    Für Exmodel Laura und Basketballstar David war es Liebe auf den ersten Blick. Nach der Hochzeit scheint das Glück perfekt – bis es zur Katastrophe kommt: Bei einem morgendlichen Ausflug zum Strand verschwindet David spurlos und wird nach vergeblicher Suche zum Opfer der tückischen Strömung erklärt. Laura ist ebenso fassungslos wie ungläubig. David war Leistungssportler, ist er wirklich ertrunken? Oder steckt etwas anderes hinter seinem Verschwinden? Als Laura eigene Nachforschungen anstellt, scheint irgendjemand mit aller Macht verhindern zu wollen, dass sie die Wahrheit erfährt. In einem gefährlichen Meer aus Lügen weiß Laura bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann – und bringt nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr.


    Meine Meinung:

    »Okay, wenn dies das erste Buch von mir ist, das Sie in der Hand haben, dann legen Sie es am besten gleich weg. Geben Sie es zurück. Suchen Sie sich ein anderes aus. Kein Problem. Ich warte.« – Mit diesen Worten startet Harlan Coben sein Vorwort und ich musste laut lachen, als ich das las. Exakt solche Bemerkungen liebe ich an ihm – einem meiner Lieblingsautoren. Und es war ein Grund mehr, dieses, ja genau DIESES, Buch zu kaufen und zu lesen. Aber leider war das keine leere Drohung, mir verging das Lachen dann tatsächlich und ich kämpfte mich durch diesen 640-seitigen Wälzer mit Ach und Krach und Gäähn und Stöhn. – Selber schuld. Der gute Harlan hat mich ja gewarnt ...

    Honeymoon wurde 1990! von Coben geschrieben, nie überarbeitet und ist jetzt im Jahre 2019 als deutsche Erstveröffentlichung erschienen. Warum? Mich würde schon interessieren, weshalb dieses Urgestein ausgegraben und 30 Jahre nach der Entstehung veröffentlicht wurde ... Aber sei’s drum.

    Als absoluter Fan und Kenner von Cobens Büchern, sehe ich die Hauptproblematik dieser mühsamen Geschichte in dem Umfang. Honeymoon ist rund 250 Seiten länger als ein durchschnittlicher Coben und das sind einfach 250 Seiten zu viel. Ein künstliches »In-die-Länge-ziehen« bis zum Abwinken.

    Die Geschichte erinnerte mich an eine schmalzige amerikanische Soap, wo man als Zuschauer stets mehr weiß als die Charaktere selber, die sich dann noch so verhalten wie sich kein normaler Mensch verhalten würde und partout nicht sehen wollen, was schon lange auf der Hand liegt.

    Die Dialoge sind teilweise so arg konstruiert (besonders die Dialoge von Mark und T.C. wenn sie über David sprechen), dass es weh tut. – Dies, um den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Aber mit einem Quäntchen Aufmerksamkeit beim Lesen weiß man trotzdem schon nach kürzester Zeit wie der Hase läuft (noch nicht gleich warum, aber das findet man auch bald raus) wer der Bösewicht ist, etc. etc.

    Fazit: Ich fand Honeymoon einfach nicht spannend. Kein richtiger Thrill, keine unvorhergesehenen Wendungen, dafür ein Haufen Kitsch.

    David und Laura sind so perfekt, so verliebt und obendrein noch so wunderschön.

    Vor allem Laura! Sie wird (gefühlte 50Mal) als die schönste Frau der Welt beschrieben und ihre beste Freundin Serita ist die zweitschönste Frau der Welt. Wenn diese zwei Göttinnen zusammen auftauchen, treibt das der kompletten Männerwelt die Tränen in die Augen weil dieser Glanz einfach kaum zum Aushalten ist für die Herren der Schöpfung.

    Lauras Schwester Gloria ist natürlich ebenfalls wunderschön (ein Synonym für »wunderschön« wird tatsächlich nie benutzt in diesem Buch) und Mary, die Mutter der beiden, natürlich auch. Mary ist das Schreckgespenst für jede normale emanzipierte Frau des 21-Jahrhunderts. – So schön und so doof. Diese Frau ging mir wirklich auf den Keks.

    Die Protagonistin Laura konnte ich hingegen gut leiden. Sie hat Grips, ist schlagfertig und humorvoll (nicht nur wunderschön!).

    Wer Cobens Bücher kennt, weiß, dass er in seinen Geschichten immer Platz für wunderschöne Frauen hat, aber bei Honeymoon hat er’s echt übertrieben. – Da waren damals wohl die jugendlichen Hormone mit ihm durchgegangen ... 


    ACHTUNG SPOILER!!!!!!!

    Davids Verhalten konnte ich nicht nachvollziehen. So zu handeln und so etwas über sich ergehen zu lassen, nach einem einzigen nicht fundierten Gespräch mit einer gewissen Dame, finde ich absolut unglaubwürdig. Dass Mark bei den Celtics zu spielen begann, passte dann so überhaupt nicht zu seinem sonstigen Tun. Wieso dort wo der Sprungwurf auffällt? Wieso hat er sich kein anderes Team gesucht?

    SPOILER ENDE!!!!!!


    Also:

    Honeymoon ist für mich das schwächste Buch von Harlan Coben, das ich bis jetzt gelesen habe, wobei man wirklich betonen muss, dass dies einer seiner ersten Thriller, oder gar sein Debüt-Roman, war. So gesehen ist es auch eine große Leistung!

    Man kann Honeymoon aber nicht mit Cobens späteren Werken vergleichen und deshalb spreche ich bloß eine sehr verhaltene Leseempfehlung aus.

    Ich vergebe 2,5 Sterne.             






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    Cover des Buches Das Herbstmädchen (ISBN: 9783741266485)

    Bewertung zu "Das Herbstmädchen" von Roland Knecht

    Das Herbstmädchen
    Thrillbillyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zwei Zeiten, zwei Handlungsstränge, raffiniert und liebevoll verwoben. Tragisch und romantisch. Ein wunderbares Buch.
    Liebe und Tragik ...

    Klappentext:

    Zürich 2015 – Jackie Balmer, Gattin eines erfolgreichen Medtech Unternehmers und Mutter zweier bald erwachsener Kinder, macht eine Bekanntschaft, die ihrem ereignislosen Dasein neuen Elan verleiht, sie aber auch mit einem längst vergessenen Kapitel ihrer Vergangenheit konfrontiert.

    Zürich 1981 – Roger Keller ist sechzehn und auf dem Weg zur Matura. Wie die meisten Jugendlichen hadert er mit sich und seiner Zukunft, doch das Schicksal lässt ihn jemanden kennenlernen, der Hoffnung weckt, gleichzeitig aber den entscheidenden Teil dazu beiträgt, dass sein Leben einen völlig unerwarteten Lauf nehmen wird.

    Zwei Geschichten, zwei Menschen, zwei Zeiten. Dazwischen liegen über dreißig Jahre und doch, fast unmerklich, verweben sich die Ereignisse und finden zueinander.

    Meine Meinung:

    Das Leben schreibt doch die schönsten Geschichten ...
    Dieses wohlbekannte Zitat beschreibt die Kernaussage des »Herbstmädchens« für mich sehr treffend.
    Das Debüt des Autors Roland Knecht ist ein wunderbarer, tragisch-romantischer Roman der gänzlich ohne Kitsch auskommt, dafür von zwei realitätsnahen Liebesgeschichten erzählt, die erst keinen Bezug zueinander zu haben scheinen, dann jedoch sanft miteinander vereint werden und zu guter Letzt einen Kreis schließen.
    Der natürliche, und äußerst gute, Schreibstiel von Roland Knecht hat mir sehr gefallen. Die Charaktere sind sympathisch, liebevoll ausgearbeitet, besitzen Seele und sind »einfach normal« – im absolut positiven Sinne gemeint! – Normale Menschen, mit ihren Stärken und Schwächen, ihren Hoffnungen und Ängsten. Menschen, mit denen ich mich identifizieren konnte.
    Die Schauplätze sind vom Autoren schön beschrieben, ohne dass er sich dabei in Details verliert. Die Dialoge wirken natürlich, jeder Charakter hat seine individuelle Sprache, passend zu Alter, Nationalität, Bildungsgrad etc.
    Das Cover des Buches ist wunderschön und passt hervorragend zum Inhalt.

    Fazit: »Das Herbstmädchen« ist eine erlesene, feine und sinnliche Novelle, die sich perfekt für kuschelig-schöne Lesestunden vor einem warmen Kaminfeuer eignet.

    Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe 5 von 5 Sternen!



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    Über mich

    • weiblich
    • 25.01.1973

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