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Thrillbilly

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Echo (ISBN: 9783453320987)

    Bewertung zu "Echo" von Thomas Olde Heuvelt

    Echo
    Thrillbillyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Opulenter Schauerroman. Bildgewaltig, emotional, genial!
    Die dunkle Seele des Mont Maudit

    »Echo« ist eine einzige Naturgewalt.

    Wie bei Vorgänger »Hex« geizt der Autor Thomas Olde Heuvelt nicht mit bildgewaltiger Sprache und symbolträchtigen Phrasen. Doch dieses Mal ist alles noch viel kräftiger und voluminöser. »Echo« wird nicht chronologisch erzählt, sondern mittels zusammengewürfelten Aufzeichnungen und Erzählungen der Hauptprotagonisten Nick und Sam. Das ist bisweilen etwas verwirrend und fordert eine gewisse Konzentration beim Lesen. Außerdem ist der Erzählstil nicht ohne. Nicht anspruchsvoll im eigentlichen Sinn, aber sehr detailliert, sprunghaft und mit Symbolen und Metaphern beladen. Das kann anstrengend sein, wenn man sich nicht vollumfänglich auf die Geschichte konzentrieren kann. Meiner Meinung nach ist dies daher kein Buch, bei dem man rasch noch ein Kapitel im Bus lesen kann, sondern eins, das eine gewisse Muße beim Lesen fordert, sonst bricht man es womöglich genervt ab. Nimmt man sich aber etwas Zeit und lässt sich auf diese, etwas andere Art der Erzählung, ein, fühlt man sich wie in einem grandiosen 4D-Kino, mit ohrenbetäubendem Dolby Surround, rüttelnden Sesseln und Wind und Schnee im Gesicht. Grandios!

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    Cover des Buches Die Kinder des Frank Mason (ISBN: 9783754126738)

    Bewertung zu "Die Kinder des Frank Mason" von Roland Knecht

    Die Kinder des Frank Mason
    Thrillbillyvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Empfehlenswert!!!
    Roadtrip zu sich selbst

    »Die Kinder des Frank Mason« ist der zweite Roman des Schweizer Autoren Roland Knecht und wie sein Vorgänger »Das Herbstmädchen« eine feine Novelle, ohne Kitsch und Pomp, dafür mit sehr menschlichen Charakteren und einer realitätsnahen Handlung.

    Rennwagen-Experte Hauser soll für den Zürcher Finanzhai und Autosammler Wettstein in England einen alten Bentley kaufen. Vor Ort stellt er jedoch fest, dass seitens seines Auftraggebers nicht mit offenen Karten gespielt wurde, und zwar auf Kosten von Menschen, die Hauser etwas bedeuten. Der anschließende Roadtrip führt ihn dann durch halb Europa und schlussendlich zu sich selbst. 

    Die Geschichte ist gradlinig aufgebaut und der Schreibstil nahezu schnörkellos. Trotzdem erhält man stets ausreichende Informationen, um sich ein gutes Bild machen zu können. Geschickt schlägt der Autor bisweilen einige Brücken zum »Herbstmädchen« was dem Leser, der Roland Knechts Debüt bereits kennt, einige Aha-Momente und manchmal gar ein Schmunzeln beschert. Man benötigt diese Vorkenntnisse aber definitiv nicht, um der Handlung folgen zu können.

    Die Geschichte ist unaufgeregt, dennoch spannungsreich, intelligent aufgebaut und stets glaubwürdig. Hauser ist ein sympathischer, etwas schrulliger Mensch, der über den Sinn seines Lebens sinniert und die richtige Entscheidung treffen muss. Überhaupt wirken sämtliche Charaktere, wie eingangs schon erwähnt, sehr authentisch und echt.

    Als »Nicht-Autofan« hatte ich keinerlei Mühe, der Handlung folgen zu können, dennoch war das Thema Rennwagen und Oldtimer und das ganze Drumherum für meinen Geschmack etwas zu zentral. Dieselbe Geschichte in einem anderen Setting hätte mich persönlich wohl noch etwas mehr gefesselt. Meiner Meinung nach braucht es zumindest ein Fitzelchen Interesse für die Autowelt, damit man diesen – wirklich großartig geschriebenen! – Roman, vollumfänglich genießen kann!  

     

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    Cover des Buches Fuck. (ISBN: 9783752984415)

    Bewertung zu "Fuck." von F. E. Møle

    Fuck.
    Thrillbillyvor 5 Monaten
    Prostitution

    Leider hat dieses Buch meinen Geschmack nicht so getroffen. Die Handlung war zwar ganz interessant, dennoch konnte mich die Geschichte nicht packen. Der Schreibstil ist auf seine Weise sicherlich gut und flüssig, aber die extrem kurzen Kapitel und ebenso ultrakurzen Sätze hatten für mein Empfinden kaum Tiefe, alles wurde sehr schnell und zackig erzählt. Deswegen fiel es mir schwer, wirklich etwas beim Lesen zu fühlen. Zu Protagonistin Yessica konnte ich leider auch keinerlei Beziehung aufbauen. Von einigen Rezensenten wird sie als naiv und gutgläubig beschrieben, für mein Empfinden war sie einfach nur strohdumm und unsympathisch. Ich wurde zu keiner Zeit mit ihr warm.

    Ein Psychothriller ist es in meinen Augen auch nicht, sondern die ziemlich nüchterne Erzählung einer jungen Frau, die für ihren vermeintlichen Freund (in Wahrheit Zuhälter) anschafft. Ein paar Thrillerelemente kommen zwar gegen Schluss vor und man erhält einige Antworten, weshalb Yessica so ist, wie sie ist, dennoch war mir das zu wenig um gefesselt zu sein.

    Ich denke, dieses Buch mag man, oder eben nicht. Es ist sehr eigen und deshalb soll sich jeder ein eigenes Bild machen. Für Leser, die einen absolut schnörkellosen Erzählstil und sehr kurze Kapitel mögen, ist es bestimmt eine interessante und unterhaltsame Geschichte.

     

     

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    Cover des Buches Seelenstaub (ISBN: 9783754308462)

    Bewertung zu "Seelenstaub" von Dirk Jäger

    Seelenstaub
    Thrillbillyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Wundervoll geschriebener, kreativer Fantasy-Liebesroman, dessen Ende ambivalente Gefühle in mir auslöste.
    Ewige Liebe

    »Seelenstaub« ist ein Fantasy-Liebesroman mit einem interessanten Aufbau, gegliedert in vier Teile. Der erste Teil handelt von Bastian und Kerstin, die sich kennen und lieben lernen und erfahren, dass sie auf eine mystische Weise miteinander verbunden sind. Der zweite Teil begleitet uns ins Mittelalter zu Abaelard und Rossinhol, die ihre Liebe verstecken müssen. Der dritte Teil spielt wieder in der Gegenwart und erzählt die Geschichte von Paul. Wegen Spoilergefahr möchte ich hier aber nichts Genaueres erwähnen. Im vierten Teil laufen dann alle Fäden zusammen und es ergibt sich ein rundes Gesamtbild und fulminantes Ende.

    Das  Spezielle an dieser viergeteilten Geschichte ist unter anderem der Erzählstil, der jede Teilgeschichte auf eine andere Weise schildert. Der erste Teil ist in Ich-Form geschrieben, aus wechselnder Erzählperspektive der beiden Protagonisten. Diese Form des Erzählens bringt einen nah an die Charaktere und man lernt ihr Wesen gut kennen. Es war reizend und amüsant und auch spannend – da man auf diese Weise von ihrer übersinnlichen Verbindung erfuhr. Nichts desto trotz dauerte mir dieses hin und her etwas zu lange und vor allem die Schilderung von Bastians Traumwelt empfand ich als etwas struktur- und zusammenhangslos. Aber: Ein Dranbleiben lohnte sich auf jeden Fall, denn im zweiten Teil (Mittelalter) übertrifft sich der Autor Dirk Jäger selber, indem er sich einer wunderbaren, altertümlichen und lyrischen Sprache bedient, bei der es ein reiner Genuss ist, seinen Worten zu folgen. Diese Teilgeschichte ist romantisch und dramatisch und lässt zum Schluss erahnen, in welchem Kontext sie zu Teil eins steht.

    Teil drei ist dann der absolute Hammer. Wieder in der Gegenwart, begleiten wir Paul und wissen mehr über ihn als er selber. Dieser Teil von »Seelenstaub« ist nervenzerreißend spannend, temporeich, hochintelligent, philosophisch. Der Autor scheint hier so richtig in seinem Element zu sein, trumpft unter anderem mit medizinischem Fachwissen auf und rechnet nebenbei mit einigen Missständen in dieser Welt ab. Einfach genial!

    Im vierten Teil gibt es dann ein Wiedersehen mit Bastian und Kerstin und alle Puzzleteile fügen sich perfekt zusammen. Auch wenn schlussendlich alles irgendwie sehr stimmig ist, tat ich mich mit dem letzten Teil schwer. Meiner persönlichen Meinung nach wird hier ein sehr heikles Thema bagatellisiert und gar romantisiert. Eine Entscheidung wird getroffen, die ich unter den gegebenen Umständen nicht nachvollziehen kann und die mir beim Lesen ein ungutes Gefühl bescherte. Deshalb der Abzug von einem Stern.

    Im Ganzen betrachtet bin ich aber absolut begeistert von diesem Buch. Dieser Fantasy-Liebesroman ist äußerst originell und abwechslungsreich und von A bis Z einfach wundervoll geschrieben. Der Schluss kann meiner Meinung nach polarisieren, was »Seelenstaub« aber umso interessanter macht.   

           

               

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    Cover des Buches Schneewittchen schläft (ISBN: 9783442206162)

    Bewertung zu "Schneewittchen schläft" von C.J. Tudor

    Schneewittchen schläft
    Thrillbillyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannend und originell
    spannender Mystery-Thriller

    Ich habe von C.J. Tudor bereits »Der Kreidemann« und »Lieblingskind« gelesen und war bei beiden Büchern von der Kombination Thriller/Mystery sehr angetan. »Schneewittchen schläft« ist nach dem selben Prinzip konzipiert, besitzt aber wesentlich mehr Tempo und Thrill als die beiden Vorgänger. Das Buch liest sich sehr flüssig, die Spannungskurve bleibt stets hoch und die Fäden laufen zum Schluss perfekt zusammen. Der übersinnliche Anteil dient mehr der zusätzlichen Unterhaltung und ist nicht dazu da, handlungsrelevante Dinge zu erklären, bzw. NICHT-erklären, wie das oft der Fall ist bei Mystery-Thrillern. Das gefiel mir außerordentlich gut! Meiner Meinung nach machen es sich da manche Autoren etwas zu einfach.

    Die Handlung ist teilweise etwas arg konstruiert. Dank der gutdurchdachten Story und ihrer Originalität ist dies aber akzeptabel.  Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, bildlich, verliert sich aber nicht in Details. Die Dialoge sind knackig, ein echtes Lesevergnügen.

    Für mich das bisher beste Buch von C.J. Tudor. Eine absolute Leseempfehlung!  

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    Cover des Buches Das Haus in Cold Hill (ISBN: 9783596297740)

    Bewertung zu "Das Haus in Cold Hill" von Peter James

    Das Haus in Cold Hill
    Thrillbillyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht gruselig ...
    Das Haus in Cold Hill

    Zäh wie Kaugummi und enorm ungruselig fand ich »Das Haus in Cold Hill«. Das Buch dreht sich hauptsächlich um die Instandsetzung dieses Anwesens, das von Vater Ollie, Mutter Caro und Tochter Jade bewohnt wird, damit sie es nach erfolgreicher Renovation wieder verkaufen können. Dabei werden sie von einem Geist gestört, der da was dagegen hat. So weit so gut. Die Renovierung ist sehr zentral, endlose Diskussionen mit Handwerkern folgen, dazwischen spukt es etwas, dann wird Abendessen gekocht und Sitcoms im Fernsehen geschaut, dann spukt es mal wieder etwas. Leider finde ich Geister mit blauen Kleidern oder mit Pfeife und Wanderstock nicht sonderlich unheimlich und wenn sie dann auch noch Emails und SMS verschicken und darin Begriffe wie »Tweedledum und Tweedledee« verwenden, hört für mich der Gruselspaß auf.

    Die Familie Harcourt hat auch keinerlei Ecken und Kanten. Eine absolut langweilige Durchschnittsfamilie, nicht mal die 13jährige Teenager-Tochter Jade zeigt sich etwas rebellisch, alles plätschert so dahin.

    Von mir leider keine Leseempfehlung, es sei denn, man möchte sein Haus bei Gelegenheit renovieren – dann erhält man hier möglicherweise einige nützliche Tipps.     

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    Cover des Buches Black Moon's Victim - Geschundener Wolf (ISBN: 9783959494885)

    Bewertung zu "Black Moon's Victim - Geschundener Wolf" von Viktoria Stahl

    Black Moon's Victim - Geschundener Wolf
    Thrillbillyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, romantisch, erotisch, brutal. Eine vielschichtige Erotik-Fantasy-Story mit charakterstarken Protagonisten. Leseempfehlung!
    Die Gefährten

    Als ich Black Moon’s Victim zu lesen begonnen habe, war ich sehr gespannt was mich erwartete. Die Kombination Gestaltwandler-Fantasyroman mit Gay Romance erschien mir zwar interessant, jedoch erwartete ich durch diese Konstellation lediglich nette Unterhaltung mit einigen prickelnden Momenten.

    Weit gefehlt.

    Die Wolfswandler Nikolay und Magnus berührten mich tief. Omega Nikolay erlebte in den letzten drei Jahren die Hölle auf Erden. Viktoria Stahl zeichnet seinen Charakter mit Tiefe und Authentizität. Der Schmerz, die Angst, aber auch ein unglaublicher Wille und ein Rest von unbeugsamem Stolz prägen sein Wesen. Dieser junge Mann hat mein Herz erobert und schaffte es, dass ich das eine oder andere Mal Tränen runterschlucken musste – und so was passiert mir nicht oft beim Lesen. 

    Magnus, der Alpha, fand ich unheimlich sympathisch. Er verkörpert ein wenig das Klischee »Harte Schale – weicher Kern«, war aber ebenfalls so lebendig und charakterstark gezeichnet, dass er trotzdem in keine Schublade passt. Viktoria Stahl haucht allen Figuren pures Leben und Individualität ein – an dieser Stelle ein riesengroßes Kompliment an die Autorin.

    »Black Moon’s Victim« hat mich phantastisch unterhalten. Die Geschichte vereint Liebesromanze, Erotikroman, Fantasystory, Psychothriller und Krimi und jeder einzelne Aspekt wirkt glaubhaft. Eine wahrhaft runde Sache. Ich war fasziniert von den Wolfswandlern, ihrer Hierarchie und ihren Ritualen. Ich genoss die leidenschaftliche Liebe von Magnus und Nikolay, litt unter den kaum zu ertragenden brutalen Szenen und musste einige Male herzhaft lachen. Ein Potpourri erster Güte!

    Ich empfehle dieses Buch jedem, der Fantasy- und Liebesromane mit Erotik liebt und gerne Psychothriller mit Tiefgang liest. 

               

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    Cover des Buches Wir haben schon immer im Schloss gelebt (ISBN: 9783865527097)

    Bewertung zu "Wir haben schon immer im Schloss gelebt" von Shirley Jackson

    Wir haben schon immer im Schloss gelebt
    Thrillbillyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Skurrile, originelle Schauerliteratur mit nervigen Protagonisten ...
    Irrenhaus ...

    Gleich vorweg: »Wir haben schon immer im Schloss gelebt« ist kein Horrorroman im herkömmlichen Sinne. Er enthält weder übersinnliche Elemente noch schockiert er durch brutale oder ekelhafte Szenen. Dieser Roman ist in meinen Augen ein psychotisches Kammerspiel mit absolut durchgeknallten Protagonisten.

    Im Zentrum des Geschehens steht das Haus der Blackwoods (Kein Schloss)welches von den Schwestern Merricat und Constance, sowie deren Onkel Julian, bewohnt wird. Vor einigen Jahren kam der Rest der einst großen Familie durch vergiftetes Essen ums Leben.

    Von der Welt abgeschottet, leben die drei in einer bizarren Harmonie. Onkel Julian, der an den Rollstuhl gefesselt ist und an einer demenzartigen Krankheit leidet, sortiert unentwegt Papiere, aus denen er ein Buch zu erstellen glaubt. Constance, die ältere der Schwestern, ist stets gut gelaunt, kocht und backt den ganzen Tag, umsorgt Onkel Julian und kümmert sich um das Haus. Gleichzeitig leidet sie unter Agoraphobie.

    Merricat die jüngere Schwester geht zweimal die Woche ins benachbarte Dorf Lebensmittel einkaufen. Diese Einkaufstouren arten stets in einen Spießrutenlauf aus, da das gesamte Dorf die Blackwoods hasst.

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Merricat, in Ich-Form, erzählt. Anfangs konnte ich mit ihr mitfühlen, da man sie gleich zu Beginn bei ihrem ungemütlichen Einkauf begleitete. Mit der Zeit konnte ich sie aber immer weniger leiden. Merricat ist nicht nur komplett verrückt, sondern in höchstem Maße egozentrisch. Constance ist dafür das absolute Gegenteil. Dieser Charakter gefiel mir im Laufe der Geschichte aber auch immer weniger. Außerdem wurden die Dialoge der beiden für meinen Geschmack gegen Schluss beinahe unerträglich.

    Allgemein erschienen einfach alle irgendwie verrückt. Alle! Auch die »Normalen«.

    Der Horror – wenn man ihn überhaupt so bezeichnen kann – war einzig und allein in diesem grotesken Miteinander zu finden. Dennoch war das Buch beklemmend, teilweise schauderhaft, faszinierend aber eben auch wieder unendlich nervig.

    Der Schreibstil ist auch sehr speziell. Er lebt von ständigen Wiederholungen. Manchmal wurde in einem Abschnitt dreimal dieselbe Sache erklärt, lediglich etwas anders formuliert. Dies passte jedoch zu den wirren Gedankengängen der Protagonistin und erschien sinnvoll.

     

    Nun: Wie gefiel mir dieses Buch? Ganz ehrlich – Ich weiß es nicht ... Es war unglaublich faszinierend, aber gleichzeitig ärgerte ich mich dauernd, da mir Merricat so was von auf die Nerven ging, dicht gefolgt von Constance. Die zwei waren mir einfach zu sehr durchgeknallt und das auf eine unsympathische Weise. Es ist nicht so, dass mir Protagonisten durchwegs sympathisch sein müssen, aber gegen diese zwei entwickelte ich mit der Zeit eine richtige Abneigung. Am Ende des Buches war ich froh, dass ich den beiden nicht mehr »zuhören« musste. J

     

    Aber: »Wir haben schon immer im Schloss gelebt« ist wirklich mal etwas komplett anderes und für Liebhaber des subtilen Horrors absolut lesenswert!

    3,5 Sterne

      

     

     

     

     

     

     

               

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    Cover des Buches Die stillen Gefährten (ISBN: 9783865528780)

    Bewertung zu "Die stillen Gefährten" von Laura Purcell

    Die stillen Gefährten
    Thrillbillyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend und unheimlich! Leseempfehlung!
    Geistergeschichte par excellence ...

    Wow, was für ein tolles Buch!

    Ich war erst skeptisch, als ich die Inhaltsangabe las. Ich stellte mich auf eine langatmige, verstaubte Geistergeschichte ein, aber weit gefehlt!

    Toll geschrieben, sehr atmosphärisch, unheimlich und beklemmend.

    Ich kann dieses Buch jedem Gruselfan, der nicht auf Splatter steht, empfehlen!

     Ich vergebe 5 auf Hochglanz polierte Sterne!

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    Cover des Buches Im Spukhaus (ISBN: 9783865528025)

    Bewertung zu "Im Spukhaus" von Jonathan Janz

    Im Spukhaus
    Thrillbillyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unterhaltsam, aber kein Knaller. Komisches Setting, komische Charaktere
    Im Spukhaus

    Ich fand dieses Buch irgendwie seltsam.

    Das ganze Setting und die darin agierenden Charaktere erschienen mir so unwirklich. Diese Häuser mit ihren komischen Bewohnern und dann dieser Fluss, in dem, so kam es mir jedenfalls vor, ständig jemand schwamm, oder mit dem Kajak paddelte, obwohl kein normaler Mensch unter den Umständen die dort herrschten, freiwillig auch nur den kleinen Zeh in dieses Gewässer tauchen würde.

    Das Spukhaus an sich ist dafür nicht besonders gruselig, eigentlich überhaupt nicht. So richtig unheimlich fand ich sowieso kaum was. Der ganze Horror, bzw. Grusel, beschränkte sich für mein Empfinden lediglich auf einige eklige Szenen, die sich gegen Schluss jedoch so sehr häuften, dass ich irgendwann begonnen habe, quer zu lesen, weil sie mich langweilten.

    Die Charaktere konnten mich auch nicht wirklich überzeugen. David war mir zwar ziemlich sympathisch, Ralph und Sheriff  Harkless auch, aber der Rest erschien mir enorm unnatürlich. Entweder total überzeichnet, oder dann einfach unsympathisch-komisch. Ich wurde mit niemandem so richtig warm.

    Schlecht unterhalten hat mich »Im Spukhaus« aber trotzdem nicht. Der Erzählstil von Jonathan Janz ist angenehm und flüssig, die Dialoge waren allesamt knackig, zeitweise schwang etwas Humor mit und die Story hatte keine extrem langatmigen Stellen. Wäre dieses Buch ein Film, würde ich ihn als B-Movie mit ein paar unterhaltsamen Highlights bezeichnen. 

    Alles in allem für mich also ein Buch nach dem Motto: Kann man lesen, muss man aber nicht.         

     

     

     

          

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    Über mich

    • weiblich
    • 25.01.1973

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