TochterAlice

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    Cover des Buches Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben (ISBN: 9783746635811)

    Bewertung zu "Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben" von Heidi Rehn

    Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben
    TochterAlicevor einem Tag
    Kurzmeinung: Erika Mann, wie sie leibt & lebt: so könnte sie gewesen sein, so gelebt haben. Heidi Rehn schreibt sowohl eindringlich als auch sachkundig!
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    Cover des Buches Der größte Kapitän aller Zeiten (ISBN: 9783462000108)

    Bewertung zu "Der größte Kapitän aller Zeiten" von Dave Eggers

    Der größte Kapitän aller Zeiten
    TochterAlicevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Das orange Grauen - schlimmer geht nimmer? Doch, natürlich - die Realität hat es uns längst gezeigt. Dennoch ein Buch, das passt!
    Oranges Lehrstück für bereits Belehrte

    Ein großes Schiff, das peu à peu ins Aus gesteuerte, dessen fähigste Besatzungsmitglieder und Reisende nach und nach ausgeknockt werden - das klingt doch schon sehr nach einem Machthaber mit kleinen Händen und Füßen und einem großen Ego. Und natürlich ist er es, um den es geht. Man braucht gar nicht viele Parallelen, um ihn zu karrikieren, die Wirklichkeit kann kaum noch durch die Persiflage überboten werden.


    Auch, wenn sich Dave Eggers so einiges hat einfallen lassen - manches amüsant, anderes so platt, wie man es diesem so virtuosen Wort- und Stilzauberer niemals zugetraut hätte. Doch andererseits passt  hier nur platt, platter, am plattesten. So platt, wie er hoffentlich nach dem Wahldienstag im November sein wird.


    Allerdings wage ich es nicht, darauf zu hoffen, gerade wenn mir sein Weg noch einmal so wie hier vor Augen geführt wird!

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    Cover des Buches Funkenmord (ISBN: 9783550081804)

    Bewertung zu "Funkenmord" von Volker Klüpfel

    Funkenmord
    TochterAlicevor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Cold Case wird aufgewärmt, der Enkel getauft - man sieht, es ist wieder ordentlich was los in Altusried!
    Kluftinger, die Elfte

    Kluftinger hat in seinem mittlerweile elften Fall seine Aufmerksamkeit einer Altlast zugewandt: vor vielen Jahren, nämlich 1985, wurde in Altusried eine junge Lehrerin, eine Zugereiste, wie man so schön sagt, ermordet. Besonders brutal: sie wurde in einem der Feuer, die am traditionellen Funkensonntag gezündet werden, verbrannt, was aber nicht die Todesursache war.

    Die besondere Tragik: ein Unschuldiger hatte dafür gebüßt und Kluftinger hatte diesem auf dem Totenbett die Aufklärung und Bestrafung des wirklichen Schuldigen versprochen.

    Die junge Frau war offenbar ein freizügiger Typ gewesen - unter anderem auch gegenüber einigen ihrer Schüler. Ob das auflösbar ist? Kluftinger hat sich wie immer mit anstrengenden Kollegen, doch diesmal auch mit einer noch nicht einzuschätzenden neuen Kollegin herumzuschlagen und dazu steht auch die Taufe des Enkels bevor! Kluftinger sieht es als seine Pflicht, seinen Gegenpart, den japanischen Großvater in der Ferne, darüber auf dem Laufenden zu halten und ihn - sozusagen nebenher - über die Gebräuche der katholischen Kirche aufzuklären. Eine Slapstickeinlage, die aus meiner Sicht nur bedingt geglückt ist.

    Ansonsten ist aber alles beim Alten, Kluftinger so unterhaltsam wie eh und je und auch sein Lieblingsfeind Dr. Langhammer ist wieder mit von der Partie. Dazu einige Flüchtlinge, die sogar als Zeugen in den Fall mit einbezogen sind - man sieht, die Autoren gehen mit der Zeit.

    Ein weiterer sehr unterhaltsamer und zeitweise spannender Fall, den ich gerne gelesen habe!


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    Cover des Buches Die Unschärfe der Welt (ISBN: 9783608983265)

    Bewertung zu "Die Unschärfe der Welt" von Iris Wolff

    Die Unschärfe der Welt
    TochterAlicevor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Hier ist Nomen (bzw. Titel) Omen - der Roman selbst strotzt vor Unschärfe. Die vielen Lücken standen meinem Lesevergnügen leider im Weg.
    Die durchdringende Unschärfe dieses Romans

    Ein Roman über Menschen im Banat, vor allem über die deutsche Bevölkerung dort in Rumänien. Und zwar nicht vor Jahrhunderten, sondern so in etwa im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts. Eine Familiengeschichte quasi, in zahlreichen ineinander greifenden Episoden erzählt. Das klingt spannend und vielversprechend, fand ich und machte mich ans Lesen.


    Ich wurde zunächst reich belohnt durch die Bekanntschaft mit Pfarrer Hannes, seiner Frau Florentine und des kleinen Samuel, der bald geboren wird und im Laufe des Romans erwachsen wird. So eine lange Zeit auf so wenig Seiten? Das werden sich möglicherweise potentielle Leser fragen. Ich habe mich nicht darum geschert und vertraute auf die Ausdruckskraft und inhaltliche Schärfe der mir bislang unbekannten Autorin Iris Wolff, die selbst im Banat aufwuchs - zur selben Zeit in etwa wie Samuel. 


    Und ja, es ist spannend, von Iris Wolff in einer ganz eigenen, ausgesprochen poetischen und eloquenten Sprache durch das Geschehen geführt zu werden. Aber warum brauchte ich dann fast zwei Wochen zum Lesen dieses doch recht dünnen Bandes?


    Ganz einfach: schon bald stieß ich auf die erste Passage, die an inhaltlicher Schärfe verlor und diese bald völlig einbüsste. Im Klartext: ich konnte der Autorin nicht mehr folgen. Auch wenn ich ein bisschen etwas weiß über die Geschichte des Banat bin ich doch alles andere als eine Expertin - mit einem Roman, der mit den Fakten spielt in dem Sinne, dass er sie nur gelegentlich benennt und anderes voraussetzt, war ich schlicht überfordert.


    Denn ich bin von Haus aus Historikerin und kann, obwohl ich dieses Beruf längst nicht mehr ausübe, einfach nicht aus meiner Haut: ich will immer alles ganz genau wissen über den historischen Rahmen einer Geschichte, um sie für mich einordnen zu können und das macht mich für diese Art von Literatur wohl schlicht unbrauchbar.


    Der Leser bekommt nämlich nur ab und an einen Brocken hingeworfen, danach "schwimmt" er sich wieder durch weitere Kapitel, in denen es viele Auslassungen und Lücken gibt. Aus meiner Sicht ist dieser Roman etwas für Leser, die sich bedingungslos fallen lassen können in einen derartigen Stil und fähig sind, ihn ohne Einschränkungen zu genießen. Und/oder sich im Banat bestens auskennen!

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    Cover des Buches Der Halbbart (ISBN: 9783257071368)

    Bewertung zu "Der Halbbart" von Charles Lewinsky

    Der Halbbart
    TochterAlicevor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Wer sich nicht in Sebi verliebt - den Ich-Erzähler des Romans & damit unseren Guide durch die Welt des Mittelalters - der ist selbst schuld!
    Mittelalterliche Gestalten der besonderen Art

    Sebi, der Erzähler und maßgebliche Protagonist dieses Romans wächst in einem kleinen Dörfchen nahe Schwyz auf und lernt früh, dass das Leben hart ist. Er ist der jüngste von drei Brüdern, der Vater stirbt früh an einem Arbeitsunfall, Geni, der älteste Bruder, verliert bei einem ebensolchen sein Bein. Als auch noch die Mutter dahin scheidet, wird Sebi ins Kloster verbracht - das war sowieso eine Überlegung für seine Zukunft - aber nicht mehr. Und so fühlt er sich dort auch nicht wohl, da er den Glauben dort nicht als warm und behütend erlebt, sondern als Machtspiel. Als der Prior Unglaubliches von ihm verlangt, nimmt er Reißaus.

    Sein Beschützer wird der Halbbart, ein Mann, der sich außerhalb des Ortes angesiedelt hatte und dessen Nähe Sebi bereits vorher gesucht hatte - als einer der Wenigen im Dorf, da der Halbbart als Ausgestoßener gilt: sein Gesicht ist nämlich halb verbrannt, weswegen sein Bart auch nur auf der Hälfte des Gesichts wächst. Dadurch hat er seinen Namen weg, den er auch selbst gern verwendet.

    Er bringt Sebi zu einem Schmied ins Nachbardorf, der ihn als seinen Verwandten ausgibt und gewinnt seinerseits an Ansehen,  als sich der einbeinige Geni, der im Dorf respektiert wird, für ihn stark macht.

    Ein Roman, in dem dem Leser sowohl die Brutalitäten des Mittelalters vorgeführt als auch der Zusammenhalt und die Stärke von Menschen mit gemeinsamen Zielen dargelegt werden. Die leider auch schnell wieder brechen können aus dem ein oder anderen Grund.

    Charles Lewinsky hat mit Sebi einen wachen Geist geschaffen, der hinterfragt, staunt, erschrickt - und "seine" Welt des frühen 14. Jahrhunderts in Frage stellt. Auf eine wunderbar anrührende Art und Weise, die sicher nicht typisch fürs Mittelalter ist, die es jedoch dem Leser ermöglicht, ihm aus der Gegenwart dorthin zu folgen.

    Ein Roman mit starken Figuren, heftigen, aber auch warmherzigen Szenen, bei dessen Lektüre mir warm ums Herz wurde!

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    Cover des Buches Winterleuchten am Liliensee (ISBN: 9783957346612)

    Bewertung zu "Winterleuchten am Liliensee" von Elisabeth Büchle

    Winterleuchten am Liliensee
    TochterAlicevor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Warmherziger Roman für die kalte Jahreszeit
    Eine Verwechslung, die eigentlich nicht sein kann

    Nach dem Tod ihrer Jugendfreundin Gerda bietet Charlotte an, sich um deren Tochter Trudi zu kümmern, deren Patin sie ist. Es sind Ämter, mit denen sie Kontakt hat und bald schon erhält sie Nachricht, dass das  kleine Mädchen - sechs Jahre alt ist es erst - bald schon eintreffen wird. Charlotte freut sich riesig, sind doch die eigenen drei Söhne längst erwachsen, doch Enkelkinder hat sie noch keine.


    Doch es trifft kein kleines Mädchen, sondern eine junge Frau namens Lisa ein. Auch sie ist Gerdas Tochter, von der Charlotte keine Ahnung hatte! Selbstverständlich ist sie trotzdem willkommen und gleich malt sich Charlotte eine Zukunft mit ihr als Schwiegertochter aus und beginnt fleißig zu kuppeln.


    Wenn auch ohne sichtbaren Erfolg: Georg, der mittlere Sohn, nimmt zwar Kontakt auf, aber offenbar rein freundschaftlich und Robert, ihr Ältester, reagiert sogar richtig ablehnend. Was ist da bloß los?


    Nicht ganz ohne Charlottes Zutun ziehen Robert und Lisa eines Tages doch zusammen los und geraten prompt in einen Schneesturm der heftigen Art - wie sie diesen überstehen und wie sie sich untereinander verstehen - ein wichtiger Teil des Romans, in dem tiefe Empfindungen unterschiedlicher Art eine Rolle spielen. Überhaupt die Tiefe - an der fehlt es diesem Roman, lässt man mal Charlottes etwas anstrengende und auch ein bisschen veraltete Kuppelei außer Acht, so ganz und gar nicht! Autorin Elisabeth Büchle versteht es einmal mehr meisterhaft, tiefe Themen mit Leichtigkeit anzusprechen und ihnen dennoch den notwendigen Raum zu geben!



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    Cover des Buches Die zitternde Welt (ISBN: 9783709981122)

    Bewertung zu "Die zitternde Welt" von Tanja Paar

    Die zitternde Welt
    TochterAlicevor 5 Tagen
    Ihren Willen durchsetzen

              Das will Maria, die Anfang des 20. Jahrhunderts hochschwanger ihrem Liebsten in den Orient, nämlich nach Anatolien folgt. Und sie bleibt bei Wilhelm, dem österreichischen Ingenieur, der mit am Bau der Bagdadbahn arbeitet. Heiraten werden sie aber erst nach Jahren, dann haben sie bereits drei Kinder.

    Maria - das ist eine, die ihren Kopf durchsetzen will und zwar mit Erfolg. Dass das nicht immer klappt, das lernt sie erst Jahre später - da ist sie wieder in Wien, ihre Familie in alle Winde verstreut, teilweise auch tot. Und muss erkennen, dass es nicht immer nach ihrem Kopf geht.

    Es ist aber nicht ein Roman um Maria, nein, es ist einer um die gesamte Familie Paar (ja, sie heißt wie die Autorin, die allein weiß, warum?). Auch wenn Maria zu Beginn und zum Ende hin wie eine Umklammerung des Gesamtgeschehens im Vordergrund steht.

    Es ist eine schillernde, eine bunte Geschichte, in der aber aus meiner Sicht leider nicht immer das Wichtigste erzählt wird. Manches - wie die Ankunft Marias in Anatolien - erfährt man eher so nebenher, oft sind das die interessantesten Aspekte. Auch wenn hinterher manches nachgeliefert wird, ist es mir doch zu wenig.

    Ein Roman um den eigenen Willen, um Individualismus und um den Lauf der Welt im allgemeinen und im besonderen. Ich habe ihn gern gelesen, auch wenn ich nicht immer dem nachspüren konnte, worauf ich am neugierigsten war - hier hatte die Autorin Tanja Paar - die übrigens eindringlich und mitreißend zu schreiben vermag - dann doch ganz andere Prioritäten als ich.


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    Cover des Buches Am Rand der Dächer (ISBN: 9783832181116)

    Bewertung zu "Am Rand der Dächer" von Lorenz Just

    Am Rand der Dächer
    TochterAlicevor 12 Tagen
    Zwischenzeit

    Andrej, sein Bruder Anton und sein Freund Simon wachsen in der Zeit dazwischen im Berlin dazwischen auf. Was bedeutet: Zwischen Wende und einer Festigung Deutschlands nach der Vereinigung und zwar in Berlin Ost, aber doch direkt hinter der ehemaligen Grenze - dort, wo es jetzt wirr ist, wo Neues entsteht, wieder verschwindet und offenbar niemand sich selber findet.

    Ich war sehr neugierig auf dieses Buch - ich war in diesen frühen Jahren der Wiedervereinigung häufig in Berlin und habe die Aufbruchstimmung gespürt. Und manchmal genossen. Obwohl deutlich älter und auch gesetzter als die Jungs hatte ich gelegentlich das Gefühl, alles sei möglich. Auch für mich, die ich nur als Gast aus dem Westen dort war.

    Ich habe darauf gehofft, diese Stimmung, der nicht nur ich damals erlag, wiederzufinden während der Lektüre dieses Buches, aber ich fand mich in einem Chaos wieder, das mich kaum bis gar nicht berührte. Die Jungs treiben ziellos durch die Stadt, durchstreifen Bauschutt, erproben sich als Schützen mit polnischen Waffen - naja, das war für mich nur mäßig spannend. Ein sehr vager Roman, in dem - zumindest aus meiner Sicht - so gar keine Atmosphäre transportiert wurde. Zu schade - ich hätte mich in dieser so spannenden Zeit so gern wiedergefunden!

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    Cover des Buches Die verschwindende Hälfte (ISBN: 9783498001599)

    Bewertung zu "Die verschwindende Hälfte" von Brit Bennett

    Die verschwindende Hälfte
    TochterAlicevor 17 Tagen
    Weiß - jedenfalls fast

              Die Zwillingsschwestern Desiree und Stella wachsen gemeinsam in einem kleinen Ort, Mallard, im Staate Louisiana auf, wo sie nur "Die Zwillinge" genannt werden. Denn gemeinsam: das bedeutet bei den beiden Mädchen - unzertrennlich.

    Dass fast weiß dennoch schwarz ist, das lernen sie früh, als ihr Vater in ihrem Beisein zu Tode getreten wird. Einfach nur so. Denn wenn einer nur fast weiß ist, kann man es mit ihm ja machen.

    Als späte Reaktion darauf verlassen die fast weißen, nun fast erwachsenen Schwestern ihr Kaff in Richtung New Orleans, wo sie eine Unterkunft finden und auch Arbeit - natürlich gemeinsam. Doch bald zeichnet sich ein unterschiedlicher Weg ab - während die kesse Desiree in der Wäscherei, in der sie beide starteten, bleibt, findet die wesentlich stillere Stella einen Job im Schreibbüro.

    Und damit trennen sich irgendwann ihre Wege - Stella nämlich gilt im Büro nicht als fast, sondern als ganz Weiße und kehrt irgendwann einfach nicht mehr zu ihrer Schwester zurück, die eine gegensätzliche Richtung einschlägt: sie heiratet den dunkelhäutigsten Mann, dem sie begegnet und bekommt eine ebenso dunkle Tochter, mit der sie eine Dekade später zur Mutter in Mallard zurückkehrt - der Mann hat sich als Schläger entpuppt.

    Ein wirklich fesselnder Roman, der gerade durch den klaren und gelegentlich distanziert erscheinenden, dann wieder emotional rüberkommenden Stil punktet. Ja, die junge Autorin Brit Bennett hat es wirklich drauf, ich muss nur bemängeln. dass einige Gewichtungen aus meiner Sicht hätten anders gesetzt sein sollen und die Zeit, in der der Roman spielt, nicht ganz klar ersichlich ist. Also rein subjektive Aspekte, die einem anderen Leser möglicherweise gerade besonders zusagen!

    Insgesamt ist dies gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehenisse in den Vereinigten Staaten ein wichtiger und eindringlicher Roman über Abgrenzung, Anpassung und Loslösung. Und über vieles mehr. Finden Sie es heraus!



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    Cover des Buches Ella und der Vogel (ISBN: 9783961401758)

    Bewertung zu "Ella und der Vogel" von Miriam Tölgyesi

    Ella und der Vogel
    TochterAlicevor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Mal eine ganz andere, sehr eindringliche Art der Beschäftigung mit sich selbst. Das Bilderbuch lädt zur Meditation & Selbstreflexion ein!
    Im Reich der Vögel

    Befindet sich Protagonistin Ella und auch der Leser gerät dort sehr schnell hinein. Schon durch die Bilder, mit denen der kurze Text begleitet wird. Denn diese stehen im Mittelpunkt dieses Bilderbuchs für Erwachsene.

    Ella geht es nicht gut: sie wird von Vögeln heimgesucht, die in ihr Dunkles, Unangenehmes aufleben lassen. Es gibt den Vogel der Trauer, der Angst, der Wut und noch so einige mehr. Ella weiß sich gar nicht mehr zu retten.

    Eines Tages jedoch erscheint ein strahlend schöner Vogel. Ella hofft, ihn bald wieder zu sehen, doch es kommen immer nur die Vögel der Düsternis. Sorgenvögel nennt Ella sie. Wie bloss ist das zu ändern - ob sie selbst was machen kann? Eine eher intuitive Eingebung ändert alles...

    Ein sehr besonderes Buch: eins zum Meditieren und Reflektieren. Zum Trösten und zum Anregen.

    Allerdings wird der Text, der sehr passend mit einem Bibelzitat endet, zum Ende hin ein bisschen übereilt dem Ende zugeführt. Gerade hier wäre eine ausführliche Zuführung des Lesers wichtig gewesen, finde ich. Die begleitenden Bilder jedoch beinhalten durchgehend die Aussagekraft, die dieses Buch zu etwas ganz besonderem werden lässt.

    Ein Geschenk für jeden, mit dem man es gut meint, allen voran für sich selbst. Und ein Geschenk ans Leben!

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