UnendlicheGeschichte

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    Cover des Buches Pflanzenliebe9783442393626

    Bewertung zu "Pflanzenliebe" von Summer Rayne Oakes

    Pflanzenliebe
    UnendlicheGeschichtevor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine absolute Empfehlung für jeden Naturfreund!
    Eine absolute Empfehlung für jeden Naturfreund!

    Meine Meinung

    Ob man „Pflanzenliebe“ von Summer Rayne Oakes mögen wird, hängt wohl davon ab, was man vorher für Erwartungen an das Buch hat.


    Teilweise habe ich gehört, dass Leser enttäuscht waren, weil sie einen Ratgeber mit konkreten Pflegehinweisen für die üblichsten Zimmerpflanzen erwartet haben. Mich persönlich hat das Buch jedoch gerade begeistert, weil es nicht bloß das, sondern so viel mehr geboten hat.


    Optisch ist das Buch sehr ansprechend gestaltet. Farblich ist - sowohl außen, als auch innen - alles schwarz-weiß und grün gehalten. Das Cover zeigt ein Regal gefüllt mit verschiedensten Pflanzen, was einem Pflanzenfreund direkt gute Laune bereitet.

    Die Umschlaginnenseiten sind mit Fotos der Autorin inmitten ihrer eigenen grünen Oase ihrer New Yorker Wohnung gestaltet. Da diese dafür im Internet bekannt geworden ist, hätte ich mich über mehr solcher Fotos gefreut.


    Beim ersten Aufschlagen hat mich zuerst der Fließtext überrascht, mit dem auch ich bei einem Sachbuch zum Thema „Pflanzen“ nicht gerechnet habe. Liebevolle Details wie kleine Illustrationen zu Kapitelbeginn oder zur Kennzeichnung von Zitaten, sowie farbige Seiten- und Kapitelzahlen lockern die Darstellung jedoch optisch so auf, dass die Menge an Text nicht zum Problem wird.


    Ein minimalistisch gehaltenes Inhaltsverzeichnis zu Beginn verschafft einen guten Überblick über die Themen. Durch insgesamt drei Vorworte – nur eines davon von der Autorin selbst – ist mein Einstieg etwas schleppend verlaufen. Auch wenn die Gedanken vorweg durchaus interessant waren, hätte mich zumindest interessiert, welche Personen sich hinter den Namen verbergen und was genau deren Bezug zum Buch ist.


    Was dann folgt, ist eine acht Kapitel lange Liebeserklärung an die Natur. Die Autorin erzählt sehr persönlich von ihrer eigenen Verbindung zur Pflanzenwelt, von deren Entwicklung beginnend in ihrer Kindheit und davon, wie die Liebe zu allem, was grünt, ihr Leben Tag für Tag positiv beeinflusst.

    Dabei vermittelt sie Wissenschaftliches mit ebenso viel Leichtigkeit wie Emotionales.

    Lateinische Pflanzenbezeichnungen werden beim ersten Nennen erklärt. Ich persönlich kann empfehlen, diese Namen direkt nachzuschauen, um bei weiteren Erwähnungen ein Bild zu der Pflanze vor Augen zu haben.

    Zahlreiche Zitate zwischendurch zeigen eindrucksvoll, wie viele Menschen Summer Rayne Oakes bereits mit ihrer Leidenschaft anstecken konnte.


    Zudem gibt es immer wieder kleine Übungen, was das Lesen interaktiv gestaltet. So wird man z.B. am Ende des Kapitels über das Wahrnehmen von Pflanzen dazu aufgefordert, sich beim nächsten Spaziergang, auf dem Weg zur Arbeit oder sonst wo eine Pflanze auszusuchen, deren Entwicklung man über einen längeren Zeitraum beobachten soll. 


    Nachdem es erst mehr um die Natur und Pflanzen im Allgemeinen geht, wendet sich die Autorin ab dem fünften Kapitel speziell den Zimmerpflanzen zu.

    Dabei wird nur vereinzelt zur Veranschaulichung auf konkrete Pflanzen Bezug genommen. Neben ein paar grundsätzlichen Erklärungen zur Wichtigkeit von Wasser, Licht und Erde, stellt die Autorin einen ganz grundsätzlichen Fehler bei der Pflege von Zimmerpflanzen besonders heraus.

    Meistens sei man auf der Suche nach einer Pflanze für einen ganz bestimmten Platz in der Wohnung und würde danach entscheiden, welche Pflanze einem optisch am besten gefiele. Dabei müsse man eigentlich die Perspektive wechseln und sich die Frage stellen, welcher Pflanze man an diesem Platz genau das geben könne, was sie brauche. Informationen über die Herkunft der Pflanze und deren Bedürfnisse zu sammeln, sei dafür unablässig. Andernfalls könnten weder Pflanze noch Gärtner zufrieden werden.

    Abschließend zeigt die Autorin noch verschiedene Möglichkeiten auf, um sich sein eigenes grünes Reich zu schaffen.


    Die Sprache ist gut verständlich und angenehm zu lesen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr anschaulich und persönlich.

    Ihre berühmten grünen Social Media Kanäle laden zudem zu zusätzlichem Stöbern ein. Warum man deren Namen im Buch einer Internetberühmtheit nirgends finden kann, sondern selber danach suchen muss, ist mir jedoch ein Rätsel.


    Mein Fazit 

    Insgesamt hat mich das Buch positiv überrascht. Die Begeisterung der Autorin für die Natur ist spürbar und ansteckend. Auch wenn die Tipps eher allgemein gehalten sind, kann ich mir gut vorstellen, dass sie meine Beziehung zu meinen Pflanzen positiv beeinflussen werden.

    Eine absolute Empfehlung für jeden Naturfreund! 

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    Cover des Buches Libellensommer9783401509105

    Bewertung zu "Libellensommer" von Antje Babendererde

    Libellensommer
    UnendlicheGeschichtevor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Geschichte über die Liebe zwischen zwei Menschen und die Liebe zur Natur!
    Eine wundervolle Geschichte über die Liebe zwischen zwei Menschen und die Liebe zur Natur!

    Meine Meinung

    Das Buch „Libellensommer“ von Antje Babendererde habe ich als Teenager von meiner Mama geschenkt bekommen und die Geschichte damals schon  verschlungen. Vor einigen Wochen ist mir das Buch – mehr zufällig beim Bücherregalumräumen – wieder in die Hand gefallen und ich habe es an nur einem Tag komplett durchgelesen.


    Aber beginnen wir von vorne:

    Das Cover ist in zarten Hellblau-/Lilatönen gehalten. Neben dem Autorennamen und Titel sind einzig ein paar Libellenflügel abgebildet. Die Schlichtheit passt perfekt zur Unaufgeregtheit der Geschichte.


    Die Protagonistin Jodie war mir auf Anhieb sympathisch. Da ihrem Vater der Job gekündigt wurde, steckt die Familie in finanziellen Schwierigkeiten. Als die Spannungen eines Tages unerträglich werden, beschließt die fünfzehnjährige Jodie kurzer Hand, von Zuhause wegzulaufen. Nur ihre Freundin Marla weiß von Jodies Plänen, ihren Brieffreund zu besuchen. Doch da kommt Jodie nie an.


    Jay ist ein Indianer, der in einem kleinen Camp mitten in der Wildnis lebt. Um für seinen Bruder ein Medikament zu besorgen, ist Jay in der Stadt unterwegs. Zufällig trifft er am Waldrand auf Jodie und rettet sie aus den Fängen einer aufdringlichen Mitfahrgelegenheit.

    Anfangs eher unfreiwillig befinden sich die beiden schließlich auf einer abenteuerlichen Reise durch die Wildnis.


    Die Liebesgeschichte ist ganz besonders und einzigartig. Sie entwickelt sich ebenso selbstverständlich wie glaubwürdig, ist romantisch, aber niemals kitschig. Die Angst vor der doch so offensichtlich unausweichlichen Trennung der beiden, lässt einem das Herz von Seite zu Seite schwerer werden. Am Ende gibt es einen Hoffnungsschimmer, aber kein unrealistisch glamouröses Happy End.


    Die Natur wird so lebendig beschrieben, dass ich beim Lesen häufig das Gefühl hatte, selbst mitten drin zu sein. Außerdem habe ich viel über das Leben der Indianer und besonders über ihre Beziehung zur Natur gelernt. Dabei werden auch befremdliche Themen – z.B. das Töten von Tieren – so umfassend beleuchtet, dass man Verständnis aufbringt oder zumindest eine neue Perspektive aufgezeigt bekommt.


    Die magische Atmosphäre der Geschichte hat mich völlig gefesselt. Trotz einer gewissen Ernsthaftigkeit, bringt die Natur, in die man eintaucht, Ruhe und Unbeschwertheit. Die Handlung kommt gänzlich ohne spektakuläre Ereignisse aus, ist aber trotzdem so mitreißend, dass man gar nicht möchte, dass die Geschichte jemals endet.


    Mein Fazit

    Insgesamt kann ich nur sagen, dass mich das Buch auch beim zweiten Lesen wieder voll überzeugt hat. „Libellensommer“ ist eine wundervolle Geschichte, nicht nur über die Liebe von Mensch zu Mensch, sondern auch von Mensch zu Natur. Garantiert werde ich noch weitere Bücher der Autorin lesen!

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    Cover des Buches Darker Things9783522506106

    Bewertung zu "Darker Things" von Katja Ammon

    Darker Things
    UnendlicheGeschichtevor einem Monat
    Kurzmeinung: Jeder Romantasy-Fan, der in Geschichten stets das gewisse Etwas sucht, wird dieses besondere Buch kaum aus der Hand legen können!
    Mitreißende Romantasy! Originell und spannend von Anfang bis Ende!

    Meine Meinung

    „Darker Things“ ist nach „Herz aus Gold und Asche“ der zweite Roman von Katja Ammon und konnte mich ebenso begeistern wie sein Vorgänger.


    Schon das Cover hat mich voll in seinen Bann gezogen. Die Farben, die minimalistischen Motive und der Schriftzug könnten perfekter nicht zu einer Fantasy-Geschichte zwischen zwei Welten passen. Spätestens aber das den Klappentext ersetzende Zitat auf der Buchrückseite – „In diesem Spiel lügen alle, Dorian. Einfach alle.“ – hat meine Neugierde endgültig entfacht.

    Die Erzählperspektive wechselt immer wieder zwischen den beiden Protagonisten Lejla und Dorian, sodass man die Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht beider erlebt. Diese Variation hat mir das Lesen nicht nur kurzweilig gestaltet, sondern auch geholfen, eine Beziehung zu beiden gleichermaßen aufzubauen.

    Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen. Da von ausschweifenden Einführungen abgesehen wird, ist man direkt in der Handlung versunken.

    Lejla wird beschuldigt, illegal ein Grafitti ihres Schulkameraden und Exfreundes übersprüht zu haben, weswegen sie Sozialstunden ableisten muss. Obwohl sie sich ungerecht behandelt fühlt, fügt sie sich ihrer Strafe und schrubbt Tag für Tag besprayte Wände in ihrer Heimatstadt Basel sauber.

    Eines Tages fällt ihr ein besonderes Graffiti auf, das nur sie sehen zu können scheint. Dazu häufen sich dramatische Erdrutsche an Orten, an denen Lejla kurz vorher merkwürdige Visionen hatte. Und dann ist da noch der mysteriöse Dorian, der immer häufiger Lejlas Wege kreuzt.

    Einzig ihrer besten Freundin Endra, die einen Hang zu allem Übernatürlichen hat, kann sie sich anvertrauen.

    Als die beiden Freundinnen schließlich herausfinden, dass Lejla Verbindungen zu einer Parallelwelt - der Dunkelwelt – hat, ist das Chaos perfekt.

    Und ehe sie sich versieht, befindet sie sich ausgerechnet mit dem miesepetrigen Dorian auf einer abenteuerlichen Reise zwischen den Welten, bei der es um Leben und Tod geht.

    Die Handlung ist von vorne bis hinten mitreißend aufgebaut. Immer wenn ein Geheimnis gelüftet ist, baut die Autorin eine neue Wendung ein, die die Spannung noch weiter steigen lässt. Die Fantasyelemente sind gut durchdacht, originell und frei von schon oft gelesenen Klischees. Manch versteckte Gesellschaftskritik regt zum Nachdenken an.

    Die Liebesbeziehung zwischen den Protagonisten nimmt genau den richtigen Anteil der Geschichte ein und ist ebenso gefühlvoll wie authentisch.

    Von den vielen bereichernden Nebencharakteren - egal ob Mensch oder eines der anderen übernatürlichen Wesen, die man als Leser noch kennenlernt – habe ich Endra besonders ins Herz geschlossen. Mit der warmherzigen und leicht verrückten besten Freundin hätte ich mir noch ein paar mehr Szenen gewünscht.

    Der flüssige Schreibstil der Autorin macht das Lesen sehr angenehm. Ihre Sprache ist jugendlich-locker, aber auch für eine ältere Zielgruppe niemals zu "teeniemäßig".


    Mein Fazit

    Insgesamt kann ich für „Darker Things“ ganz klar eine Kaufempfehlung aussprechen. Jeder Romantasy-Fan, der in Geschichten stets das gewisse Etwas sucht, wird dieses besondere Buch kaum aus der Hand legen können!


    Meine Lieblingsstelle

    "Falls das alles nicht so läuft, wie wir uns das erhoffen (...), 

    gibt es einen ganz einfachen Plan B."

    "Und der wäre?"

    "Wir tun alles, um zu überleben."

    "Und was war nochmal Plan A?"

    "Die Welt retten."

    "Ach so. Klar. Wie konnte ich das bloß vergessen.“

    Gespräch zwischen Lejla und Dorian, Seite 245

    aus "Darker Things" von Katja Ammon, (c) Planet 2020

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    Cover des Buches Elyanor 1: Zwischen Licht und Finsternis9783522654234

    Bewertung zu "Elyanor 1: Zwischen Licht und Finsternis" von Alexandra Stückler-Wede

    Elyanor 1: Zwischen Licht und Finsternis
    UnendlicheGeschichtevor einem Jahr
    Teuflisch gut, himmlisch schön!

    Meine Meinung
    Nach einigen Veröffentlichung im Selfpublishing ist „Elyanor“ Alexandra Stückler-Wedes erster Roman, der in einem Verlag erschienen ist. Die Autorin ist durch ihren Instagram-Account „Alexandra Nordwest“ bekannt, auf dem sie über Bücher schreibt und diese auf Fotos in Szene setzt.

    Das Cover passt von der schwarz-weißen Farbgebung perfekt zur Geschichte, in der es häufig um Gegensätze wie Licht und Schatten, Gut und Böse oder Erde und Hölle geht. Die abgebildete Person entspricht zwar – besonders mit ihren hellblonden Haaren – den Beschreibungen der Protagonistin Elyanor, ich persönlich hätte es jedoch etwas schöner gefunden, wenn diesbezüglich mehr der Fantasie überlassen geblieben wäre.

    Mit eben dieser Protagonistin hatte ich anfangs ein paar Startschwierigkeiten. Denn Elyanor wirkt auf den ersten Blick recht kühl und abgezockt. Außerdem schreckt sie nicht vor brutalen Verhaltensweisen zurück. Schnell wird jedoch klar, dass dies nur eine Seite ihrer Persönlichkeit ist. Ihre Herkunft, Vergangenheit und auch die Herausforderungen, die ihr Leben aktuell mit sich bringt, machen sie zu der Person, die sie ist.

    Doch mehr und mehr, hat sich Elyanor – oder besser gesagt Lya, denn so nennt sie sich in der menschlichen Welt – in mein Herz geschlichen. Ich habe mit ihr gefühlt, gehofft und gebangt.

    Männliche Protagonisten gibt es gleich zwei. Den Dämonen Roy, der stets um Elyanors Wohl besorgt ist und ihr zur Seite und über den man lange rätseln muss, ob er ihr nicht vielleicht doch mehr als bloß so etwas wie ein Freund oder Bruder ist. Und den mysteriösen Zayden, der zwar gutaussehend und charmant ist, aber mehr als einmal deutlich macht, dass er Elyanor am liebsten tot sehen würde. Bis zum Schluss wäre in dieser Dreieckskonstellation alles möglich gewesen, was die Spannung groß gemacht hat.

    Von den Charakteren ist noch Annie besonders hervorzuheben. Mit ihrer offenen und herzlichen Art, wird sie zu Elyanors bester Freundin, auch wenn diese sicher niemals geplant hatte, mit einem Menschen eine Freundschaft zu schließen. Auch der Teufel selbst ist eine interessante Figur. Dass schon die ganze Zeit über ihn gesprochen wird, man ihn aber erst ganz am Ende der Geschichte kennenlernt, baut einen tollen Spannungsbogen auf und macht seinen Auftritt besonders wirkungsvoll.

    Auch die Kulissen sind perfekt gewählt. Die Stadt London mit ihren unterschiedlichsten Schauplätzen, aber auch die Hölle selbst.

    Die Handlung ist in drei große Abschnitte unterteilt, wobei der erste eher einführenden Charakter hat und der wirkliche Konflikt erst etwas später beginnt.

    Dass man nicht schon auf den ersten Seiten alles über die Hölle, die Dämonen und deren Feinde erfährt, ist sehr gut gemacht und bringt eine gute Dynamik.

    In den letzten Kapiteln spitzt sich die Handlung drastisch zu. Einige überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man das Buch zu dem Zeitpunkt nicht mehr aus der Hand legen möchte. Das Ende ist abgeschlossen, es bleibt jedoch Potential für eine Fortsetzung.

    Von Zeit zu Zeit geht es für ein Jugendbuch ziemlich brutal zu, was jedoch wohl der Thematik innewohnt.

    Sprache und Schreibstil der Autorin sind sehr angenehm zu lesen. Viele detailverliebte Beschreibungen sorgen dafür, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann.

    Mein Fazit
    Insgesamt kann ich die Geschichte wirklich jedem ans Herz legen. Eine ungewöhnliche und interessante Idee wurde hier so mitreißend umgesetzt, dass man sich auf die jüngst von der Autorin angekündigte Fortsetzung wirklich freuen kann! 

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    Cover des Buches Wenn du wieder gehst: Eine LiebesgeschichteB07HYVF9L6

    Bewertung zu "Wenn du wieder gehst: Eine Liebesgeschichte" von A.D. WiLK

    Wenn du wieder gehst: Eine Liebesgeschichte
    UnendlicheGeschichtevor 2 Jahren
    Rezension: "Wenn du wieder gehst"

    Inhalt

     

    Nach drei Jahren kehrt Lucy anlässlich einer Gedenkfeier in ihren Heimatort zurück. Dort wird sie nicht nur mit zahlreichen Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, sondern begegnet vor allem ihrem ehemals besten Freund und Exfreund Nik.

    Während sich die beiden in dem kleinen Küstenort wieder näher kommen, müssen sie sich ihrer nicht unkomplizierten Vergangenheit stellen.

    Außerdem hat Lucy noch einen Job als Journalistin zu meistern und sich mit Hochzeitsvorbereitungen herumzuschlagen. Denn zuhause wartet ihr Verlobter Ben auf sie…

     

     

    Meine Meinung

     

    „Wenn du wieder gehst“ ist das Debüt von A.D. Wilk, das mich auf Anhieb begeistern konnte.

     

    Das Cover - von der Autorin selbst designed - ist in seiner Schlichtheit und Unaufgeregtheit ein absoluter Hingucker. Es passt zum Inhalt, der viel mehr als bloß eine weitere Liebesgeschichte bereit hält.

     

    Der Anfang lässt befürchten, dass es sich um eine schon vielfach dagewesene Thematik handelt: Die Protagonistin kehrt nach langer Abwesenheit in ihre Heimat zurück, trifft dort auf ihre Jugendliebe und wandelt darauf hin ihr Leben.

    Doch nach wenigen Kapiteln merkt man, dass mehr in der Geschichte steckt.

     

    Der erste Teil des Buches spielt in Lucys Heimat, einem Ort am Meer, der so malerisch beschrieben wird, dass man ihn bildlich vor Augen und schnell liebgewonnen hat.

     

    Die Protagonisten sind nicht nur interessant und sympathisch, sondern vor allem auch authentisch, wodurch eine Identifikation gut möglich ist.

     

    Lucy ist einem direkt vertraut. Sie hat ein großes Herz, was sich vor allem in der Hingabe zu ihrem Job und ihrem sozialen Engagement zeigt. Doch ihre Vergangenheit hat einige Risse in ihrem Herzen hinterlassen, die sie noch nicht wieder hat flicken können.

     

    Auch Nik und Ben, die beiden Männer der Geschichte, mag man sehr schnell. Ihre Beziehungen zu Lucy sind beide besonders, aber sehr unterschiedlich, weswegen man ihre Unschlüssigkeit nachvollziehen kann. Die Dreiecksbeziehung kommt jedoch bestens ohne die üblichen Klischees aus.

     

    Zwischen Lucy und Nik ist im Laufe der Geschichte eine enorme Entwicklung zu spüren, wobei man als Leser erst nach und nach mehr über ihre gemeinsame Vergangenheit erfährt.

    Es gibt sowohl Streit und Auseinandersetzung, als auch romantische Szenen.

     

    Auch die übrigen Charaktere, wie z.B. das Waisenkind Luise, Lucys Vater oder ihr Bruder Simon, sind sehr liebevoll gestaltet. Durch ihre vielen Facetten bereichern sie die Geschichte zusätzlich.

     

    Das Geschehen wird zeitlich auf zwei Ebenen erzählt. Neben der Gegenwart gibt es immer wieder Blenden in die Vergangenheit, die einen die Charaktere besser verstehen lassen.

    Obwohl die Ereignisdichte nicht außerordentlich hoch ist, machen die vielen ruhigeren und unaufgeregten Momente die Geschichte gerade aus. Der Spannungsbogen bleibt durchgehend erhalten, denn viele Fragen, sowie Lucys Entscheidung sind bis kurz vor Schluss offen.

     

    Sprache und Schreibstil der Autorin sind sehr angenehm zu lesen. Nicht nur für ein Debüt ist die Handlung ausgesprochen umfassend und perfekt durchdacht, was das Buch zu einem echten Pageturner macht.

     

    Einzig die Kapitelüberschriften erscheinen etwas uneinheitlich – mal sind es nur Angaben zu Zeit und Ort, mal gibt es einen inhaltlichen Bezug – und teilweise etwas nichtssagend.

     

    Der Anhang ist von der Autorin selbst und somit sehr persönlich gestaltet. Auf ihrer Website findet man zudem Interviews mit den Charakteren und einiges mehr an Zusatzmaterial zum Buch.

     

    Fazit

    Insgesamt kann ich das Buch  – nicht nur zum Einführungspreis von unschlagbaren 99 Cent - absolut empfehlen. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen, sodass ich weitere Bücher der Autorin kaum erwarten kann!

     

    Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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    Cover des Buches Heartbroken Kiss. Seit du gegangen bist9783646603934

    Bewertung zu "Heartbroken Kiss. Seit du gegangen bist" von Anna Savas

    Heartbroken Kiss. Seit du gegangen bist
    UnendlicheGeschichtevor 2 Jahren
    Rezension: "Heartbroken Kiss"

    Inhalt
    Emma und Henry sind unzertrennlich und das schon seit ihrer Geburt. All die Jahre hat Emma jede Erinnerung und jedes gemeinsame Erlebnis ihrer Freundschaft in Notizbüchern festgehalten.
    Es ist kaum vorstellbar für sie, wie sie das Jahr überstehen soll, das Henry als Austauschschüler in Frankreich verbringen wird.
    Aus diesem Grund, trinkt sie auf seiner Abschiedsfeier so viel, dass sie sich am nächsten Morgen an kaum noch etwas erinnern kann und aus allen Wolken fällt, als Henry völlig wütend auf sie ist und ohne Verabschiedung abreist.
    Nach einem Jahr ohne Kontakt kommt Henry wieder zurück und alles ist anders.
    Von der besonderen Freundschaft, die die beiden einst verbunden hat, ist nichts mehr übrig. Dafür stürzt Henry Emmas Gefühle in einer vorher nie gewesenen Art und Weise ins Chaos…

    Meine Meinung
    Anna Savas hat mit ihrem Debüt „Forbidden Love Story“, das im vergangenen Sommer erschienen ist, den dritten Platz beim Schreibwettbewerb von Impress und Tolino Media belegt. „Heartbroken Kiss“ ist nun ihr zweiter Roman.

    Das Cover zeigt die beiden Protagonisten und ist nicht nur farblich ansprechend, sondern auch zu der Liebesgeschichte inhaltlich sehr gut passend gestaltet.

    Auch wenn die Idee zweier Freunde, die sich ineinander verlieben, schon vielfach dagewesen ist, ist die Geschichte um Emma und Henry doch ganz besonders und einzigartig.

    Bei der Geburt der Kinder haben sich die Familien kennengelernt und sind kurz darauf in benachbarte Häuser gezogen. Emma und Henry haben ihre gesamte Kindheit miteinander verbracht und immer eine tiefe und vertraute Beziehung zueinander gehabt.
    Durch zahlreiche Rückblenden in die Vergangenheit, erlebt man noch einmal die bedeutendsten Momente ihrer Freundschaft.

    Emma ist eine sympathische Protagonistin, auch wenn sie nicht immer ganz einfach ist. Sie denkt zu viel über Dinge nach, und manchmal möchte man sie einfach nur wachrütteln. Im Verlauf der Geschichte macht sie eine erhebliche Entwicklung durch, die sich auch in ihren Notizbucheinträgen zeigt.

    Henry ist ebenfalls ein Sympathieträger, und man hat schnell das Gefühl, ihn ebenso gut zu kennen wie Emma es tut.

    Die Beziehung zwischen den Protagonisten ist ziemlich kompliziert, wobei das größte Problem sicher ist, dass sie nicht offen miteinander reden. Doch auch wenn sie einen manchmal in Wahnsinn treiben, kann man ihr Verhalten immer verstehen und nachempfinden.
    Die Gefühle der beiden werden stets so transportiert, dass man auf jeder Seite mit fiebert.

    Die Schulfreunde, Familien und alle weiteren Nebencharaktere sind liebevoll ausgestaltet und für die Geschichte sehr bereichernd. Durch ihre unterschiedlichen Facetten bringen sie viel Abwechslung und kreieren eine angenehme Wohlfühlatmosphäre.

    Die Handlung ist ereignisreich und dadurch sehr kurzweilig, der Schluss für den Leser zufriedenstellend.

    Neben der Liebesgeschichte geht es hauptsächlich um Freundschaft, Verliebt sein, Eifersucht, Partys, Schulbälle und viele andere Themen aus dem Leben eines Teenagers. Außerdem müssen sich die Charaktere den Problemen des Erwachsenwerdens, wie z.B. Zukunft und College-Bewerbungen, stellen.

    Emmas regelmäßige Notizbucheinträge, teilweise auch in Gedichtform, sind eine schöne Abwechslung und ein Einblick in Emmas Gefühlswelt.

    Schreibstil und Sprache der Autorin sind jugendlich-leicht und sehr angenehm zu lesen.

    Mein Fazit
    Insgesamt ist „Heartbroken Kiss“ ein absolut empfehlenswerter zweiter Roman, der das Debüt der Autorin noch einmal übertrifft. Wer Liebesgeschichten mit viel Konflikt und Dynamik, aber besonders auch viel Herz mag, wird auf keinen Fall enttäuscht sein!

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    Cover des Buches Lass uns Träume sammeln9783958182226

    Bewertung zu "Lass uns Träume sammeln" von Nina Hirschlehner

    Lass uns Träume sammeln
    UnendlicheGeschichtevor 2 Jahren
    Rezension: "Lass uns Träume sammeln"

    Inhalt
    Seit dem Tod ihres Vaters streitet sich die 22-jährige Claire beinahe pausenlos mit ihrer Mutter. Als sie es eines Tages nicht mehr aushalten kann, beschließt sie auszuziehen und verlässt Hals über Kopf die gemeinsame Wohnung.
    Leider vergisst sie dabei ihre Tasche samt Handy und Portemonnaie mitzunehmen, sodass sie am Weihnachtsabend ohne ein Dach über dem Kopf in einem New Yorker Hauseingang sitzt.
    Zufällig trifft sie auf Jamie, einen flüchtigen Bekannten aus Claires verhasster Schulzeit, der ihr anbietet, im Gästezimmer seiner Luxuswohnung zu übernachten, bis sie eine eigene Wohnung gefunden hat.
    Nur widerwillig nimmt Claire das Angebot an und beginnt schneller als es ihr lieb ist, sich bei ihrem neuen Mitbewohner wohlzufühlen.
    Doch Jamie ist tabu, nicht zuletzt, weil er eine Freundin hat, die Claire einst ihr Leben zur Hölle gemacht hat…

    Meine Meinung
    „Lass uns Träume sammeln“ ist das erste Buch, das ich von Nina Hirschlehner gelesen habe.

    Das Cover zeigt die beiden Protagonisten und die Skyline der Kulisse New York. Farblich passend ist es in Blautönen gehalten, die in der Geschichte, z.B. als prägnante Augen- oder Haarfarbe, immer wieder auftauchen.

    Es gelingt ein schneller Einstieg in die Geschichte, und man ist direkt in den Bann  der winterlichen Stadt gezogen.

    Claire ist eine Protagonistin, die man erst nach und nach kennen und verstehen lernt. Der Tod ihres Vaters, die angespannte Situation mit ihrer Mutter und ihre schwierige Schulzeit machen ihr schwer zu schaffen und beeinflussen ihr Leben stark. Sie kümmert sich sehr fürsorglich um ihre jüngere Schwester Rose und lernt erst durch Jamie wieder, eigene Träume zu haben.

    Jamie ist auf Anhieb sympathisch. Er ist kein Bad-Boy, sondern ehrlich um Claire bemüht, sehr geduldig mit ihr und der ruhende Pool der Geschichte.

    Die Beziehung zwischen Claire und Jamie ist zwar vorhersehbar, sie entwickelt sich jedoch langsam und realistisch. Beide haben in ihrem eigenen Leben Probleme, die der jeweils andere lösen zu können scheint.
    Auch wenn die Protagonisten im New Adult-Alter sind, kommt die Geschichte doch auch ohne die typischen Klischees bestens aus.

    Nebencharaktere, wie Claires Schwester Rose, die Mutter der beiden oder Jamies Freundin Michelle, bringen zusätzliche Dynamik in die Geschichte.

    Die Handlung hat keine besonders hohe Ereignisdichte, was aber nicht schlimm ist, sondern die Geschichte ausmacht. Gerade die vielen leisen Szenen geben der Geschichte ihren Charakter. Gegen Ende geht der rote Faden ein bisschen verloren. Will Claire sich nun erst einmal auf sich selbst besinnen? Oder will sie Jamie? Das Ergebnis ihrer Entwicklung hätte prägnanter und eindeutiger sein können.

    Auch schwierige Themen, wie Geldnot, Verlust oder Mobbing, werden in ihrer Dramatik behandelt, ohne dabei die Geschichte übermäßig zu beschweren.
    Claires besondere Verbindung zum Mond ist ein schönes Element, das noch intensiver in die Geschichte hätte eingebaut werden können.

    Sprache und Schreibstil der Autorin sind jugendlich leicht und sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Kulisse wird gut vorstellbar beschrieben und die Gefühle mitreißend transportiert.

    Fazit
    Insgesamt kann ich das Buch gut empfehlen. Die Geschichte um Claire und Jamie ist zwar nicht besonders romantisch, aber berührend und wirklich schön zu lesen.

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    Cover des Buches Die Chocolaterie der Träume9783734105012

    Bewertung zu "Die Chocolaterie der Träume" von Manuela Inusa

    Die Chocolaterie der Träume
    UnendlicheGeschichtevor 2 Jahren
    Rezension: "Die Chocolaterie der Träume"

    Inhalt
    Die Valerie Lane in Oxford ist eine kleine Einkaufsstraße, in der die Geschäfte der fünf jungen Frauen Keira, Laurie, Orchid, Ruby und Susan liegen.
    Keira ist die Eigentümerin einer kleinen Chocolaterie. Dort verkauft sie selbstgemachte Konfitüre und Köstlichkeiten aus aller Welt.
    Beruflich kann sie ihre Leidenschaft für Schokolade voll ausleben, doch privat läuft es zwischen ihr und ihrem Freund Jordan alles andere als rund.
    Permanent mäkelt er an ihr herum, und besonders die spitzen Bemerkungen über ihre Figur machen ihr mehr und mehr zu schaffen.
    Für ihre Freundinnen ist klar, dass Keira jemand besseren verdient hat und Jordan schleunigst verlassen muss.
    Und spätestens, als Keira herausfindet, dass Jordan ein folgenschweres Geheimnis hat, reicht es ihr endgültig. Außerdem ist da dieser Kunde, der jeden Montag Pralinen kauft und Keira nicht mehr aus dem Kopf geht…

    Meine Meinung
    „Die Chocolaterie der Träume“ ist der zweite Band der Valerie Lane - Reihe von Manuela Inusa. Die einzelnen Bände sind jedoch in sich abgeschlossen und unabhängig voneinander lesbar.

    Das Cover zeigt Keiras Chocolaterie und ist farblich sehr ansprechend. Zudem passt es perfekt zur Geschichte und zu den anderen Covern aus der Reihe.

    Die Idee, die Geschichten verschiedener Frauen zu erzählen, deren unterschiedliche Geschäfte in derselben Einkaufspassage liegen, ist sehr schön. Wenn es in diesem Band auch hauptsächlich um Keira geht, bekommt man dennoch Einblicke in das Leben ihrer Freundinnen und lernt diese ein bisschen näher kennen.
    In der Valerie Lane fühlt man sich zudem augenblicklich so wohl, dass man am liebsten selbst dort einkaufen gehen würde.

    Keira ist auf Anhieb sympathisch. Sie ist nicht perfekt, z.B. hat die tägliche Arbeit mit Schokolade ihr einige Extrapfunde beschert, und von ihrem Freund lässt sie sich viel zu viel gefallen, aber gerade ihre Schwächen machen sie so liebenswert. Mit der Chocolaterie hat sie sich beruflich ihren Traum erfüllt.

    Jordan ist durch und durch ein Unsympath, was auch alle - außer Keira - bemerken. Er behandelt seine Freundin nicht annähernd so, wie sie es verdient hat, und ist nur mit sich selbst, seinem Job und seinem Fitnesswahn beschäftigt.

    Laurie, Orchid, Ruby und Susan sind mehr als bloß Nebencharaktere. Mit ihren unterschiedlichen Facetten verleihen sie der Geschichte viel Farbe und man brennt darauf, mehr über den Teeladen, den Wollladen, das Antiquitätengeschäft und die Geschenkboutique zu erfahren.

    Auch Thomas, Tobin, Barry oder Mrs Wisherspoon, weitere besondere Personen der Geschichte, sind zusätzlich bereichernd.
    Besonders schön sind die Szenen, in denen die Charaktere alle zusammentreffen, also z.B. die Treffen in Lauries Teeladen jeden Mittwochabend.

    Die Handlung ist zwar relativ vorhersehbar, aber dennoch unterhaltsam und sehr kurzweilig.

    Sprache und Schreibstil der Autorin sind angenehm flüssig und leicht zu lesen. Die Kulisse und die Charaktere sind so beschrieben, dass man sie sich bildlich vorstellen kann.

    Die Rezepte vorne und hinten im Buch machen Lust, Keiras Pralinen selber auszuprobieren.

    Fazit
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Die Gesamtatmosphäre hat absoluten „Wohlfühlcharakter“, sodass man die Valerie Lane gar nicht mehr verlassen möchte und sehr gespannt ist, die Geschichten der anderen Freundinnen zu lesen!

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    Cover des Buches Nach dem Sommer9783839001677

    Bewertung zu "Nach dem Sommer" von Maggie Stiefvater

    Nach dem Sommer
    UnendlicheGeschichtevor 2 Jahren
    Rezension: "Nach dem Sommer"

    Inhalt
    Seit Grace als junges Mädchen von Wölfen angegriffen worden ist, spürt sie zu ihnen eine sonderbare Verbindung. Besonders stark hingezogen fühlt sie sich zu einem grauen Wolf mit gelbbraunen Augen, der sie durch die Jahre begleitet.
    Als eines Tages im Spätsommer ein Junge mit genau diesen Augen verwundet auf ihrer Veranda liegt, ist ihre Vermutung bestätigt, dass es sich bei den Wölfen aus Mercy Falls um Werwölfe handelt.
    Sofort ist die Beziehung zwischen Grace und dem Wolfsjungen, dessen Name Sam ist, so vertraut, als würden sie sich schon ewig kennen und ihre Zuneigung zueinander wird immer stärker.
    Doch Sams Tage als Mensch sind gezählt, denn im Winter wird er sich endgültig in einen Wolf zurück verwandeln…

    Meine Meinung
    „Nach dem Sommer“ ist der erste Band der Mercy Falls-Reihe von Maggie Stiefvater.

    Das Cover ist in seiner Schlichtheit wunderschön und fängt die Stimmung der Geschichte perfekt ein. Auch die kleine Illustration unter dem Schutzumschlag ist romantisch und passt perfekt.

    Die herbstlich-winterliche Kulisse, besonders die Natur und der Wald, werden so detailreich beschrieben, dass man sie sich nicht nur bildlich vorstellen, sondern beinahe mit den Sinnen der Wölfe wahrnehmen kann.

    Grace ist auf Anhieb sympathisch. Sie lebt als Einzelkind bei ihren Eltern, die so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie kaum Notiz von ihrer Tochter nehmen. Und auch von ihren besten Freundinnen Olivia und Rachel entfremdet sie sich zunehmend.
    Mit Sam tritt nicht nur jemand in ihr Leben, der ihre Einsamkeit vertreibt, sondern jemand, der sie und ihre Verbundenheit mit den Wölfen versteht und erklären kann.

    Sam ist eine eher tragische Figur. Traumatische Erinnerungen an seine Eltern belasten ihn sehr. Außerdem kann er sich nicht mit seinem Leben als Werwolf abfinden. Aus Liebe zu Grace kämpft er die ganze Zeit qualvoll gegen seine Verwandlung an.

    Die Beziehung zwischen den Protagonisten ist relativ schnell und auf einmal da, wirkt aber trotzdem echt, da die beiden auf ungewöhnliche Weise schon lange miteinander verbunden sind.
    Die Liebe eines Mädchens zu einem Wolf wird so nachvollziehbar und berührend beschrieben, dass sie zu keiner Zeit befremdlich wirkt.
    Auch wenn der Fokus deutlich auf Grace und Sam liegt, sind doch auch die Randfiguren, wie Graces Eltern, Olivia, Rachel, Isabel, Jack oder Beck, so facettenreich, dass sie weiteres Potential bieten.

    Der Wechsel der Erzählperspektive mit jedem Kapitel, erzeugt eine Vertrautheit mit beiden Protagonisten gleichermaßen.
    Songtexte, die Sam in unterschiedlichen Situationen spontan dichtet, sind zusätzlich bereichernd.

    Die Handlung hat keine hohe Ereignisdichte, weswegen sie phasenweise knapp an der Grenze zur Langatmigkeit vorbeischabt.
    Einige Szenen sind sehr emotional, andere locker und leicht. Erst kurz vor Schluss kommt Spannung und Dramatik auf. Große Teile der Geschichte bleiben am Ende offen und machen neugierig, wie es weitergeht.

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm unaufgeregt und flüssig zu lesen. Manchmal wirkt die Sprache beinahe lyrisch.

    Fazit
    Insgesamt kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Die Geschichte um Grace und Sam ist ganz besonders und die Atmosphäre zum Wohlfühlen. Damit die Waage nicht kippt und die Handlung zu zäh wird, wäre ein bisschen mehr Dynamik im nächsten Band wünschenswert.

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    Cover des Buches Onyx - Schattenschimmer9783551583321

    Bewertung zu "Onyx - Schattenschimmer" von Jennifer L. Armentrout

    Onyx - Schattenschimmer
    UnendlicheGeschichtevor 2 Jahren
    Rezension: "Onyx - Schattenschimmer"

    Inhalt
    Seitdem Daemon Katy geheilt hat, gibt es zwischen den beiden eine übernatürliche Verbindung. Da Katy nur diese Verbindung dafür verantwortlich macht, dass sie sich so stark zu Daemon hingezogen fühlt, versucht sie, sich ihren Gefühlen zu widersetzen.
    Nicht mit großem Erfolg, denn Daemon zieht alle Register, um Katy für sich zu gewinnen. Darum passt es ihm gar nicht, dass der neue Mitschüler Blake plötzlich ebenfalls Interesse für Katy zeigt.
    Doch schnell stellt sich heraus, dass der anfangs so harmlos erscheinende Neue mehr über die Welt der Lux und Arum weiß und ein undurchsichtiges Spiel spielt.
    Was hat er mit dem Verteidigungsministerium zu schaffen, und warum erscheint der Tod von Daemons Zwillingsbruder und seiner Freundin auf einmal nicht mehr so gewiss?

    Meine Meinung
    „Onyx - Schattenschimmer“ ist der zweite Band der erfolgreichen Lux-Reihe von Jennifer L. Armentrout.

    Das Cover ist sehr schlicht, aber mysteriös und schön gestaltet. Während auf dem Cover von Band 1 ein Pärchen zu sehen ist, wird hier - zu Band 2 passend- nur Katy gezeigt. Denn diese muss nun oft alleine mit ihren Problemen zurechtkommen, weiß nicht, wem sie wirklich vertrauen kann und baut, aus Sorge um deren Sicherheit, immer mehr Abstand zu ihren Freunden auf.

    In den ersten Kapiteln sind einige Wiederholungen eingeflochten, sodass ein Anschluss an das vorher Geschehene gut gelingt.
    Die Thematik um die Lux wird weiter vertieft und komplexer. Mit Katy taucht man immer tiefer in die Zusammenhänge ein. Einige Fragen werden beantwortet, neue kommen hinzu.

    Katy ist nach wie vor eine sympathische Protagonistin. Durch ihre humorvoll-ironische Art, das Geschehne zu erzählen, gibt sie der Geschichte eine angenehme Leichtigkeit.
    Ihre enorme und alles verändernde Wandlung wird jedoch viel zu sehr verharmlost und, völlig unrealistisch, zu selbstverständlich hingenommen. Außerdem vernachlässigt sie die Menschen und Dinge, die ihr etwas bedeuten (z.B. ihren Blog), zu stark.

    Die Beziehung zwischen den Protagonisten ist ziemlich schwierig, denn das ständige Hin und Her wird sehr schnell nervig. Katy ist aus unerfindlichen Gründen nachtragend, Daemon eifersüchtig und selbstgefällig. Eine schlecht funktionierende Kommunikation tut das Übrige. Auch in der Dreieckskonstellation mit Blake wird das Potential nicht ausgeschöpft.
    Romantik gibt es selten, aber wenn, wirkt sie eher fehl am Platz.

    Zu den bereits bekannten Charakteren kommen einige Neue hinzu. Besonders der neue Mitschüler Blake und Will, der Freund von Katys Mum, spielen eine bedeutende Rolle. Die Undurchschaubarkeit ihrer Person und Absicht sorgt für Spannung.
    Sowohl Dee, die man in Band 1 so mochte, als auch Katys andere Schuldfreunde werden leider eher zu Randfiguren.

    Die Handlung ist bis zur Hälfte zu seicht und weitgehend ereignislos. Dann kommt jedoch etwas Schwung auf. Gegen Ende wird es geradezu dramatisch und auch brutal. Der Cliffhanger am Schluss weckt den Wunsch, direkt weiter zu lesen.

    Schreibstil und Sprache der Autorin sind flüssig und leicht zu lesen. Die Gesamtatmosphäre ist vertraut und angenehm.

    Mein Fazit
    Insgesamt hat mich auch dieser Folgeband nicht zu 100 Prozent überzeugt. Der Anfang hätte deutlich mitreißender sein müssen, und auch die Charaktere und deren Beziehungen zueinander sind nicht dynamisch genug. Dennoch ist man nun soweit in der Geschichte versunken, dass man wissen möchte, wie es weitergeht und auf eine Steigerung hofft!

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