Uwes-Leselounge

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Die Überlieferung der Welt (ISBN: 9783423718523)

    Bewertung zu "Die Überlieferung der Welt" von Selin Visne

    Die Überlieferung der Welt
    Uwes-Leseloungevor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Die Idee der Geschichte ist toll, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht wirklich begeistern.
    Ernüchternd und es fehlte das gewisse Etwas

    STORYBOARD:
    Die kleine Familie von Laelia kommt seit dem Tod des Vaters nur schlecht über die Runden. Deshalb hat sich Laelia dazu entschlossen als Diebin in den Straßen ihrer Stadt zu arbeiten. Was dem Unterweltboss Nero so gar nicht gefällt und er deshalb seine designierte rechte Hand Hadrian auf die kleine Straßendiebin ansetzt. Hadrian kämpft schon länger mit seinem Gewissen und so wendet er sich schließlich gegen seinen Ziehvater Nero, weshalb Hadrian und Laelia sich plötzlich auf der Flucht befinden. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit den beiden, weshalb sie auf den Seher Divan treffen, der ihnen nicht nur hilft, sondern auch von seiner Vision erzählt, in denen die zwei eine größere Rolle einnehmen. Obwohl sie nicht so recht daran glauben, nehmen Laelia und Hadrian diese Möglichkeit wahr und schließen sich Divan an, denn es gilt eine Prophezeiung zu erfüllen.

    MEINUNG:
    Aufgrund des Klappentextes versprach ich mir von "Die Überlieferung der Welt" von Selin Visne einiges, doch leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich begeistern. Die Gründe hierfür waren, dass ich mir zum einen die Welt nicht so wirklich vorstellen konnte und dass obwohl es am Anfang eine Karte dazu gibt. Ebenso erschloss sich mir nicht so ganz, wie die Neuen Götterlande tatsächlich entstanden. Es war die Rede von Göttern, die keine waren, die aber trotzdem die Welt neu erschufen. Dies alles war für mich unverständlich und ich so geisterten doch sehr viele Fragezeichen in meinem Kopf herum.

    Auch die verschiedenen Clans mit ihren jeweiligen Fähigkeiten machten es mir schwer, der Geschichte folgen zu können. Alles in allem keine guten Voraussetzungen für tolle und fesselnde Lesestunden. Trotzdem wollte ich das Buch nicht abbrechen und hoffte, dass ich mit der Zeit besser mit den Eigenheiten dieser Welt zurechtkommen würde.

    Laelia versucht nach dem Tod ihres Vaters ihre Mutter und ihren kleinen Bruder zu unterstützen. Dies gelingt ihr aber nur bedingt und so greift sie immer häufiger in die Taschen der anderen Leute, um ein wenig Geld für Nahrungsmittel zu bekommen. Generell ist die Kluft zwischen Arm und Reich recht groß und obwohl Laelia bewusst ist, dass sie mit ihren Diebstählen den Menschen, die ebenfalls ums Überleben kämpfen, schadet, kann sie nicht anders.

    Dies lässt den Unterweltboss Nero hellhörig werden, denn wer nicht in der "Gilde der Diebe" ist und einen Obolus entrichtet, der hat mit den entsprechenden Konsequenzen zu rechnen. Und so schickt Nero seine designierte rechte Hand Hadrian aus, um Laelia in die Schranken zu weisen.

    Ich konnte die Beweggründe von Laelia nachvollziehen und spürte die Angst um ihre Mutter und ihren Bruder. Denn trotz ihrer Gabe als Heilerin plagen sie Selbstzweifel und Schuldgefühle, da sie ihren Vater nicht retten konnte. Trotzdem konnte ich keinen wirklichen Zugang zu ihr finden. Was mir mit allen Protagonisten und Charakteren so erging. Die bissigen Kommentare von Laelia in Richtung Hadrian sorgten bei mir für den einen oder anderen Schmunzler.

    Für Hadrian ist diese Aufgabe keine leichte Sache, da er und Laelia eine gemeinsame Vergangenheit haben und er noch immer Gefühle für sie hat. Deshalb ist er sich auch mehr als unsicher, ob er das Angebot von Nero annehmen soll und dadurch vielleicht ganz seine Seele dem Teufel verschreibt. In Hadrian steckt viel Gutes, der leider mehr und mehr auf die schiefe Bahn geraten ist. Warum dies geschah, konnte ich verstehen und seine Argumente dafür ergaben Sinn. Gutheißen konnte ich sie trotzdem nicht.

    Da Laelia die Warnungen von Nero in den Wind schlägt, findet sie sich in einer Situation wider, aus der es kaum einen Ausweg zu geben scheint. Doch zu ihrer Überraschung schlägt sich Hadrian auf ihre Seite und die beiden fliehen gemeinsam vor Nero und seinen Handlangern.

    Auf ihrer Flucht treffen sie auf den Seher Divan, der bereits auf der Suche nach ihnen war. Dieser erzählt ihnen, dass er in einer seiner Visionen Laelia und Hadrian sowie drei weitere Personen sah, deren Schicksal es ist, die Welt vor einer drohenden Katastrophe zu bewahren. Zunächst eher widerwillig begleiten die beiden den Seher und begeben sich auf eine beschwerliche Suche nach Merla, Bacary und Vena.

    Spätestens ab diesem Zeitpunkt hatte ich gehofft, dass die Handlung Fahrt aufnehmen würde, aber leider blieb dies Wunschdenken. Auch Merla, Bacary und Vena haben verschiedene Fähigkeiten und gehören jeweils einem anderen Clan an und ich stellte mir die Frage, was hinter dem Ganzen stecken sollte.

    Und obwohl auch Nero und seine Männer der Gruppe auf den Fersen sind und sich dadurch die eine oder andere gefährliche Situation ergab, konnte mich die Story nicht abholen. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen bzw. konnte ich keine Botschaft hinter allem erkennen.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    "Die Überlieferung der Welt" (dtv Verlag) von Selin Visne klang nach einer spannenden und geheimnisvollen Geschichte, die mich leider mehr als ernüchternd zurückließ. Mir erschloss sich die Welt nicht wirklich und auch die einzelnen Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Es fehlte mir schlicht und ergreifend die Magie und das besondere Etwas. Daher kann ich dieses Buch nicht wirklich empfehlen und vergebe schlussendlich nur 2 von 5 Nosinggläser.

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    Cover des Buches World Runner - Die Jäger (ISBN: 9783401605067)

    Bewertung zu "World Runner - Die Jäger" von Thomas Thiemeyer

    World Runner - Die Jäger
    Uwes-Leseloungevor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Ein interessantes, spannendes und fesselndes Jugendbuch, was Spaß gemacht hat zu lesen.
    Eine interessante und fesselnde Story, die Lust auf mehr macht!

    STORYBOARD:
    Tim ist ein leidenschaftlicher Fan des Geocaching. Gemeinsam mit seinem Freund Farid, der ihn bei seinen gefährlichen und waghalsigen Stunts auf der Jagd nach dem nächsten Claim filmt, lotet er seine Grenzen aus. Sein großes Ziel ist es in die Top 100 aufzusteigen. Als Tim eines Tages Post von Global Games bekommt und er die Chance erhält, an einem Wettkampf teilzunehmen, muss er nicht lange überlegen. Obwohl das Risiko sehr groß ist, tritt er gegen 99 weitere Runner an. Die Jagd nach den sieben Caches führen Tim und die Anderen quer durch Deutschland, wobei er sehr schnell merkt, dass er alleine kaum eine Möglichkeit hat, diese Challenge zu gewinnen. Und so verbündet sich Tim mit der faszinierenden Annika und der cleveren Eli, in der Hoffnung, gemeinsam erfolgreicher zu sein. Dabei stellen sich die Drei mehr als einmal die Frage, ob sie einander wirklich vertrauen können.

    MEINUNG:
    Meine Neugierde auf den Auftaktband zu "World Runner. Die Jäger" (Arena Verlag) von Thomas Thiemeyer war groß, da ich die Ideen und auch den Schreibstil des Autors sehr mag. Ich habe mich bisher wenig mit dem Thema Geocaching beschäftigt und kenne daher nur dass, was allgemein bekannt ist. Auch habe ich es selbst nie praktiziert, weshalb ich sehr gespannt war, was mich hier erwarten wird.

    Der Einstieg beginnt sogleich verheißungsvoll, denn ich begleitete Tim und seinen Freund Farid bei einer gefährlichen Situation, in der Tim unbedingt den gesetzten Cache von Sakura lösen möchte. Tim und Farid sind ein eingespieltes Team und haben eine klare Aufgabenteilung. Tim ist derjenige, der den Claim bergen soll und Farid filmt ihn dabei, um das Video dann auf der Seite World Runners, einer Plattform von GlobalGames, im Darknet hochzuladen. Zwar ist das alles für die beiden nur ein Hobby, aber sie betreiben es mit einem hohen Maß an Akribie und großen Ambitionen. Denn gerade Tim möchte zu es unbedingt in die Top 100 schaffen.

    Ein großer Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, wäre, wenn es ihm gelänge, die aktuelle Aufgabe seines Vorbildes Sakura zu lösen. Angetrieben von seinem Ehrgeiz, nimmt er diese Herausforderung an, auch wenn er sich dabei in eine gefährliche Situation begeben muss. Ich war gespannt, ob er es schaffen wird, dieses Unterfangen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

    Durch ein gewisses Ereignis lernt Tim sein heimliches Idol Sakura kennen, die ihn sogleich aus einer prekären Lage befreien muss. Trotz dieses etwas holprigen Kennenlernens spürt Tim, dass er von ihr fasziniert ist und sich insgeheim schon länger wünscht, Sakura näher kennenzulernen.

    Tim mochte ich sofort, denn er liebt dieses Spiel über alles. Er testet gerne seine Grenzen aus, sucht das Risiko und ist immer wieder auf der Suche nach der nächsten Herausforderung. Er möchte unbedingt zu den der Top 100 gehören, um mit seinen Stunts und den erfolgreich gelösten Caches Geld zu verdienen, damit er seine Familie unterstützen kann. Dabei ist ihm seine kleine Schwester das Wichtigste auf der Welt.

    Annika, aka Sakura, ist in einer stabilen und wohlhabenden Familie aufgewachsen und kann sich fast alles leisten. Doch ihr fehlt in ihrem Alltag das gewisse Etwas und so versucht sie durch dieses gefährliche Spiel, sich diesen Kick zu holen. Auch Annika gefiel mir, da sie nicht die verwöhnte, reiche Jugendliche ist, sondern eher bodenständig daherkommt. Sie ist eine Einzelkämpferin, die sehr klug, selbstbewusst, frech und witzig ist. Kurzum alles Attribute, die bei mir punkten konnten.

    Während die Geschichte zu großen Teilen aus der Sicht von Tim und Annika erzählt wird, bekommt der Leser auch Einblicke in die Welt von GlobalGames, einem amerikanischen Unternehmen, welches in der Spieleentwicklung tätig ist und die Plattform "World Runners" betreiben. Die reiche und sehr resolute Geschäftsführerin Shenmi Stevenson verfolgt ein ehrgeiziges Ziel und schreckt dabei vor fast nichts zurück.

    Als jedem Spieler aus den Top 100 eine Box zugestellt wird und sie dazu aufgefordert werden, sich in einem Rennen mehreren Aufgaben zu stellen, die innerhalb von sieben Tagen gelöst werden müssen, steht für Annika und Tim schnell fest, dass sie daran teilnehmen wollen. Und obwohl zwischen ihnen eine gewisse Sympathie besteht, gehen beide zunächst diesen Wettkampf getrennt an.

    Doch beide müssen recht schnell feststellen, dass sie als Einzelkämpfer kaum eine Chance haben werden, weshalb sie letztlich doch zusammenarbeiten. Auf ihrem Weg quer durch Deutschland schließt sich ihnen eine weitere Runnerin, namens Eli an. Verstärkung erhält das Trio im weiteren Verlauf der Geschichte durch den jungen Malte, der ein großer Fan von World Runner ist.

    Eli ist eine taffe junge Frau, die sagt, was sie denkt und der kein Risiko zu groß ist. Mein Favorit ist allerdings Malte, der trotz seines jungen Alters schon ein sehr großes Allgemeinwissen hat und auch in technischen Dingen so einiges auf dem Kasten hat. Für ihn ist eine große Ehre, nicht nur endlich seinen Idolen zu begegnen, sondern ihnen mit seiner Intelligenz helfen zu können.

    Die gestellten Aufgaben, der Nervenkitzel dank der Deadline sowie das Überwinden der eigenen Ängste, fesselten mich an die Seiten. Das Zusammenspiel von Annika, Tim, Malte und Eli fand ich toll, da alle vier unterschiedliche Qualitäten haben und sich so wunderbar ergänzen. Darüber hinaus entsteht eine tolle Freundschaft zwischen ihnen, die, aufgrund des in Aussicht gestellten Gewinns, nicht selbstverständlich ist.

    So hatte ich eine tolle Lesezeit, habe mitgerätselt und mitgefiebert, ob es dem Quartett in diesem fast aussichtslosen Kampf sowie den Intrigen gelingen würde, als Sieger aus diesem Wettstreit hervor zu gehen.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Mit "World Runner. Die Jäger" (Arena) ist Thomas Thiemeyer wieder einmal ein interessantes, spannendes und fesselndes Jugendbuch rund um das Thema Geocaching gelungen, welches mich begeistern konnte. Gerade das Ende macht Lust und steigert die Neugierde auf den zweiten, finalen Band dieser Dilogie, weshalb ich sehr gute 4 von 5 Nosinggläser vergeben habe.

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    Cover des Buches The Belles 2: Königreich der Dornen (ISBN: 9783522505840)

    Bewertung zu "The Belles 2: Königreich der Dornen" von Dhonielle Clayton

    The Belles 2: Königreich der Dornen
    Uwes-Leseloungevor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Eine wirklich gelungene und beeindruckende Fortsetzung, die dem Auftaktband in nichts nachsteht.
    Eine wirklich gelungene und beeindruckende Fortsetzung

    STORYBOARD:
    Camelia hat es geschafft, sich aus den Zwängen von Prinzessin Sophia zu befreien und befindet sich auf der Flucht. Camelia muss die kranke Prinzessin Charlotte unter allen Umständen finden, um den Plan von Sophia zu vereiteln. Sophia weiß nur zu genau, um die Gefahr, die Camelia für ihren Plan darstellt, weshalb sie nichts unversucht lässt, um ihrer habhaft zu werden. Mehr als einmal finden sich Camelia, Edel und Rémy in einer ausweglosen Situation wider und können sich nur mit Mühe daraus befreien. Doch Camelia und ihre Verbündete geben nicht auf und kämpfen für ihre Freiheit und die der anderen Belles, auch wenn dies bedeutet, sich dem unvermeidlichen zu stellen.

    MEINUNG:
    Mir hatte bereits der erste Band von "The Belles. Schönheit regiert" richtig gut gefallen, weshalb ich sehr neugierig war, ob es Camelia, Edel und Rémy gelingen würde, Prinzessin Sophia aufzuhalten.

    Die Handlung setzt genau da an, wo die erste endete, nämlich mit der Flucht von Camelia und ihren Freunden. Dicht auf ihren Fersen, die Soldaten der Prinzessin. Zwar gelingt es ihnen, sich immer wieder aus gefährlichen Situationen zu befreien, aber die Angst entdeckt und gefangen genommen zu werden, schwebt unheilverkündend über der kleinen Gruppe. Ziel der Belles und des Königssoldaten ist es, den Aufenthaltsort der kranken Prinzessin Charlotte zu finden und gemeinsam mit ihr, die Thronbesteigung von Sophia zu vereiteln.

    Die Schönen und Reichen, wollen ihren Status unter allen Umständen behalten und keine Veränderungen, weshalb sie sich natürlich auf die Seite von Prinzessin Sophia schlagen. Denn durch die Flucht von Camelia und den anderen Belles, ist das System mit den Behandlungen völlig zum erliegen gekommen. Und obwohl die angestrebten Veränderungen von Seiten Sophias nicht unbedingt mit Wohlwollen innerhalb der Bevölkerung aufgenommen wird, traut sich kaum jemand etwas dagegen zu unternehmen. Was auch dazu führt, dass Camelia kaum bis keine Unterstützung zu erwarten hat.

    Diese Welt mit all dem Schönheitswahn, den herrschaftlichen und pompösen Anwesen, dem viktorianischen Stil der Gesellschaft, den Postballons, die als Kommunikation dienen, aber auch den Miniatur-Tieren, allen voran die Minidrachen von Camelia, haben es mir angetan. Dank dem sehr schönen Schreibstil von Dhonielle Clayton war ich völlig in diese einzigartige Welt eingetaucht und habe mit Camelia, Edel und Rémy mitgefiebert und mitgelitten.

    Die Suche nach der verschwundenen und rechtmäßigen Königin Charlotte gestaltet sich für die kleine Gruppe sehr schwierig, da sie ständig auf der Hut vor den Soldaten sein müssen. Gerade der Aspekt, dass es Camelia, Rémy und Edel richtig schwer gemacht wird und es mehr als einmal verdammt eng wird, konnten bei mir punkten. Dabei müssen sie Rückschläge verkraften und Risiken eingehen, die mich während des Lesens an das Buch fesselten. Es war spannend mitzuerleben, ob es Camelia gelingen würde, dass Unmögliche zu schaffen. Ich spürte ihre Verzweiflung, ihre unbändige Wut auf Sophia, aber auch den Ehrgeiz und unbedingten Willen für Gerechtigkeit und Veränderungen zu kämpfen.

    Camelia hat sich für mich nochmals weiterentwickelt. Sie ist zielstrebig, fokussiert und ehrgeizig und versteht dabei immer besser, mit ihrer Fähigkeit umzugehen. Unterstützung erhält sie dabei von Rémy, der im Verlauf der Geschichte nicht nur zu einer wichtigen Person für Camelia und ihr Vorhaben wird, sondern auch zu so viel mehr. Die Beziehung zwischen den beiden gefiel mir, da sie auf Vertrauen und Ehrlichkeit beruhte, obwohl dies zu Beginn ihrer Zusammenarbeit noch ganz anders aussah.

    Durch gewisse Ereignisse wendet sich das Blatt plötzlich und Camelia wähnt sich ihrem Ziel, Rache an Sophia zu nehmen und deren Herrschaft zu beenden, sehr nahe. Und während ihr Plan aufzugehen scheint, muss Camelia erkennen, welche Opfer sie dafür bringen muss, um erfolgreich zu sein. Ob das Vorhaben letztlich gelingt, verrate ich natürlich nicht.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Die Themen Schönheitswahn, Unterdrückung, Ausbeutung, Kontrolle und Machtmissbrauch hat Dhonielle Clayton in "The Belles. Königreich der Dornen" (Thienemann-Esslinger) eindrucksvoll miteinander verknüpft. Die Charaktere und das wundervolle Setting mit all seinen Eigenheiten, bereiteten mir tolle Lesestunden.

    Wir Menschen sollten hinterfragen, ob unser Denken "höher, schneller, weiter" noch erstrebenswert ist. Vielleicht sollte man auch mal auf die Bremse treten und mit dem erreichten zufrieden sein sowie Demut, Toleranz, Mitgefühl und Wertschätzung anderen gegenüber zeigen - 4,5 von 5 Nosinggläser.

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    Cover des Buches Die Dunkelheit deiner Seele (ISBN: 9783733505097)

    Bewertung zu "Die Dunkelheit deiner Seele" von Kate S. Stark

    Die Dunkelheit deiner Seele
    Uwes-Leseloungevor einem Monat
    Kurzmeinung: Die Story gefiel mir zwar, aber mir fehlte das gewisse etwas...
    Gute Grundidee, aber mir fehlte das gewisse etwas

    STORYBOARD:
    Endlich ein neues Leben, dies wünscht sich Lenora nach alldem, was sie in den vergangenen Jahren erleben und durchmachen musste. Deshalb beschließt sie, ihren Traum des kreativen Schreibens wahr werden zu lassen und meldet sich an der Akademie von Dunkelfelsen an. Als Lenora am Campus eintrifft und Kilian zum ersten Mal begegnet, zeigt er ihr sehr deutlich, dass ihre Anwesenheit hier nicht erwünscht ist. Völlig verstört und ängstlich flieht Lenora so schnell wie möglich in Richtung Wohnheim, in der Hoffnung diesem Jungen nicht mehr zu begegnen. Das sich dieser Wunsch nicht erfüllt, wird Lenora schon am nächsten Tag bewusst. Kilian schüchtert sie ein und fördert Erinnerungen zu Tage, die Lenora eigentlich hinter sich lassen wollte. Lenora fragt sich, weshalb Kilian all diese widersprüchlichen Gefühle in ihr auslöst. Erst durch einen schweren Unfall begreift sie, wer Kilian wirklich ist und in welcher Gefahr sie beide schweben.

    MEINUNG:
    Meine Neugierde auf diese Geschichte weckten zum einen das beeindruckende Cover und zum anderen natürlich der Klappentext von "Die Dunkelheit deiner Seele" von Kate S. Stark.

    Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Lenora, was ich als sehr passend empfand, da ich so in die Gefühlswelt der Protagonistin eintauchen konnte. Lenora wünscht sich nichts sehnlicher, als ihr altes Leben endlich hinter sich zu lassen. Deshalb hat sie sich entschlossen, Kreatives Schreiben zu studieren, und zieht nach Dunkelfelsen, um neu zu beginnen.

    Doch bereits ihre Ankunft am Campus ist von einem zutiefst verstörenden und beängstigen Aufeinandertreffen mit Kilian geprägt, der ihr mehr als deutlich vermittelt, dass ihre Anwesenheit hier nicht erwünscht ist. Völlig panisch flieht sie und sucht Zuflucht in ihrem Zimmer im Wohnheim. Die von Kilian gezeigte Reaktion und Abneigung spülen Erinnerungen an die Oberfläche, die Lenora eigentlich nicht mehr haben wollte und einer der Gründe für ihren Neuanfang waren. So kommen erste Zweifel in Lenora auf, ob dies die richtige Entscheidung war.

    Aber Lenora möchte sich von diesen negativen Gedanken und dem Verhalten von Kilian nicht unterkriegen lassen und beschließt, das alles abzuhaken. Dank ihrer beiden Mitbewohnerinnen Alicia und Mara gestaltet sich dieses Vorhaben als erfolgreich und Lenora lebt sich recht schnell ein.

    Alicia ist eine lebensfrohe und ausgeflippte junge Frau, die Partys und die Schauspielerei liebt. Mara hingegen ist eher ruhig und auf ihre Malerei fokussiert. Sie besitzt eine gute Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis. Auch wenn sich die drei jungen Frauen kaum kennen, spüren sie, dass sie auf einer Wellenlänge liegen und so freunden sich Lenora, Alicia und Mara an und sind füreinander da.

    Und als Lenora denkt, dass es endlich aufwärts geht, trifft sie in einer der Vorlesungen wieder auf Kilian. Sie spürt sofort die eisigen Blicke und starke Ablehnung von ihm, was sie völlig verunsichert. Lenora fragt sich, wer dieser junge Mann ist und weshalb er sie so behandelt. Als dann auch noch die beiden für ein Projekt zusammenarbeiten müssen, schreit dies nach einer Katastrophe. Lenoras Verhalten bleibt Alicia und Mara nicht verborgen, weshalb sie Nachforschungen hinsichtlich Kilian anstellen, jedoch mit wenig Erfolg.

    Kilian ist geheimnisvoll und ihn umgibt eine gewisse Dunkelheit, die auf andere Menschen verstörend und beängstigend wirkt. Ich war neugierig, was hinter seinem Verhalten steckte und ich fand ihn auf seine Art sehr interessant. Bei Lenora dauerte es etwas, bis ich mit ihr warm wurde, da vieles aus ihrer Vergangenheit nur andeutungsweise ans Licht kam. Als ich aber mehr aus ihrem Leben erfuhr, konnte ich ihr Verhalten besser nachvollziehen und sie wurde mir dadurch sympathischer.

    Zwangsläufig kommen sich Kilian und Lenora während ihrer Zusammenarbeit näher. Die Gefühlswelt der beiden wird dabei mehr als einmal durcheinander gewürfelt. Und erst durch einen Unfall, bei dem Lenora schwer verletzt wird, spürt sie, was es mit Kilian wirklich auf sich hat. Die Zuneigung und Liebe der beiden kam mir dann doch etwas zu schnell und war für mich nicht wirklich authentisch.

    Auch wenn die Handlung recht ruhig ist, gefiel mir bis zu diesem Zeitpunkt die Geschichte ganz gut. Der Aspekt, was hinter dem Verhalten von Kilian steckt, konnte bis zu einem gewissen Grad zwar bei mir punkten, jedoch driftete das Ganze irgendwann in eine spirituelle Richtung ab, bei der es mir schwer viel, dran zu bleiben.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Der Grundgedanke hinter "Die Dunkelheit deiner Seele" (S. Fischer Verlag) von Kate S. Stark regt sehr zum Nachdenken an. Leider lief die Story ab einem gewissen Grad in eine Richtung, die mir nicht gefiel. Der Schreibstil ist zwar recht ruhig, was aber für mein Dafürhalten zur Geschichte passt und auch die Botschaften, wie Selbstliebe, Verwirklichung seiner Träume und Hoffnung auf eine bessere Zukunft, konnten durchaus bei mir punkten. Trotzdem fehlte mir etwas, weshalb es letztlich nur zu 3,5 von 5 Nosinggläser reichte.

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    Cover des Buches Niemandsstadt (ISBN: 9783522202671)

    Bewertung zu "Niemandsstadt" von Tobias Goldfarb

    Niemandsstadt
    Uwes-Leseloungevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Story konnte mich nicht ganz überzeugen
    Die Story konnte mich nicht ganz überzeugen

    STORYBOARD:
    Josefine hat die Gabe, in die Niemandsstadt hinüber zu wechseln. Sie ist glücklich, wenn sie "drüben" ist und so versucht sie immer wieder dorthin zu gelangen. Denn dank all den dort lebenden Geschöpfen, kann Josefine so der Wirklichkeit entfliehen. Sie genießt es, dort ihre Zeit zu verbringen. Doch die Stadt ist in Gefahr und wird immer mehr ihrer Magie beraubt. Und ausgerechnet Josefine fällt die schwere Aufgabe zu, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Josefine stellt sich die Frage, wie man einen Feind bekämpfen soll, den man nicht sieht. Hilfe bekommt sie dabei von einem seltsamen Jungen namens James und ihrer Klassenkameradin Elisabeth.

    MEINUNG:
    Aufgrund des Klappentextes von Niemandsstadt, der sehr geheimnisvoll klingt, habe ich eine interessante Story erwartet. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, denn das Buch konnte sie leider nicht in Gänze erfüllen, was ich sehr schade fand.

    Die Geschichte wird zum einen aus der Sicht von Josefine, kurz Jo, und zum anderen aus der Sicht von Elisabeth, kurz Eli erzählt. Beide gehen in dieselbe Klasse und haben auf den ersten Blick nicht wirklich etwas gemeinsam.

    Jo ist eine Einzelgängerin und Träumerin und ihr größter Wunsch wäre es mit Eli enger befreundet zu sein. Aber Jo traut sich zunächst nicht wirklich den Kontakt mit ihr zu suchen. Der Grund hierfür ist, dass Jo ein Geheimnis hat, welches sie unter allen Umständen schützen muss. Nämlich die Fähigkeit von unserer Welt in die Niemandsstadt zu wechseln. Drüben, wie Jo es nennt, ist alles anders. Dort gibt es Fabelwesen, wie Gnome, Drachen, Vampire und viele weitere Lebewesen, keine Technik und auch die Häuser oder Geschäfte sind niemals am gleichen Ort. Auch wenn ihr die Niemandsstadt etwas Angst einflößt, ist sie gerne in dieser Welt. Trotzdem stellt sie sich die Frage, was es mit der Niemandsstadt auf sich hat und so versucht sie, darauf Antworten zu finden. In der Schule ist sie eine Außenseiterin und wird von ihren Mitschülern nicht wirklich wahrgenommen bzw. als Josef bezeichnet. Dies stört sie aber nicht wirklich und sie akzeptiert diese Tatsache einfach. Auch kann sie mit Smartphones und Co. nicht wirklich etwas anfangen und versteht nicht, weshalb die anderen Jugendlichen dafür so viel Zeit verschwenden. Ich mochte Jo zwar, aber ich konnte nicht so wirklich eine Bindung zu ihr aufbauen. Sie ist ein etwas seltsames Mädchen und ich konnte nicht nachvollziehen, warum es ihr egal war, dass jede/jeder in ihr einen Jungen sieht.

    Eli ist in der Schule beliebt und dank ihres Magick-Accounts ein kleiner Star. Dort hat sie sich sogar eine zweite Identität geschaffen und stellt sich dort völlig anders dar, als sie in Wirklichkeit ist. Zwar ist ihr bewusst, dass sie sich verstellt, doch sie liebt es irgendwie auch, anders zu sein. Das Verhalten von Eli erschloss sich mir nicht, denn warum soll ich mich in den sozialen Medien anders geben, als ich im tatsächlichen Leben bin. Allerdings ist dies bittere Realität in unserer heutigen Gesellschaft. Die so dargestellte Kritik konnte bei mir durchaus punkten. Als positiv empfand ich ebenfalls, dass Eli trotzdem nicht abgehoben ist und sich mit Jo immer mehr anfreundet. Sie genießt es sogar, gemeinsam mit ihr Zeit im Park zu verbringen. Ihre Freundschaft zeigt sich umso deutlicher, als Jo durch gewisse Umstände ins Krankenhaus kommt.

    Die in der Niemandsstadt spielenden Passagen waren für mich am interessantesten. Mit allen ihren Geschöpfen und dem ständigen Wandel der Stadt, haftet ihr etwas magisches und fantastisches an. Auch die dort lebenden Charaktere, wie der seltsame Junge James, die freche Yai oder die Drachen gefielen mir. Dies hat Tobias Goldfarb gut beschrieben und ich konnte sie mir wunderbar vorstellen.

    Die Stadt ist allerdings in Gefahr, denn es treten immer häufiger weiße Flecken auf und es scheint, dass die Niemandsstadt ohne Hilfe, dem Untergang geweiht ist. So versuchen Jo und später auch Eli hinter das Geheimnis der mysteriösen weißen Flecken zu gelangen und somit das Unvermeidliche doch noch zu verhindern. Erst zum Ende hin, als Eli den wahren Schuldigen ausfindig machen konnte und ihn bekämpfte, kam bei mir so etwas wie Nervenkitzel auf.

    Die in der Geschichte angesprochenen Themen, wie Social Media und die immense Zeit, die wir fast alle dafür aufwenden, oder das wir damit einhergehend, vielleicht die Fähigkeiten verlieren, an Magie zu glauben oder das Träumen verlernen, gefiel mir. Auch der Aspekt, dass es wichtig ist, in seinem Leben Freunde zu haben, die bereit sind, dir jederzeit zu helfen und dir beistehen, empfand ich als positiv.

    Der Schreibstil kam mir, gerade zu Beginn, etwas abgehackt und unrund vor. Dies besserte sich allerdings im weiteren Verlauf der Story. Trotzdem war mir die Handlung zu langatmig und auch wenn einiges geschieht, fehlte es mir an Tempo und Spannung. Auch der unbedingte Wille das Buch lesen zu wollen, kam bei mir nicht wirklich auf. Nichtsdestotrotz wollte ich natürlich wissen, was hinter der Niemandsstadt und Jos Fähigkeit, steckten. Die Auflösung war für mich schlüssig, trotzdem war mir das alles etwas zu skurril.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Die Idee hinter Niemandsstadt (Thienemann-Esslinger ) von Tobias Goldfarb sowie die darin enthaltenen gesellschaftskritischen Aspekte konnten durchaus bei mir punkten. Trotzdem blieb mir hier vieles Stückwerk und die Geschichte konnte mich nicht wirklich begeistern, weshalb es letztlich nur zu knappen 3 von 5 Nosinggläser reichte.

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    Cover des Buches Bloom (ISBN: 9783407755582)

    Bewertung zu "Bloom" von Kenneth Oppel

    Bloom
    Uwes-Leseloungevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Rasant, actionreich und nichts für schwache Nerven. Eine geniale Story und ich bin mega gespannt, wie es weitergehen wird.
    Hochspannende Geschichte, die niemanden kalt lässt

    STORYBOARD
    Als nach einem starken Regenfall plötzlich überall schwarzes Gras auftaucht, kann sich niemand dessen Herkunft erklären. Auch das Entfernen ist sehr schwer, denn es ist widerstandsfähiger als die herkömmlichen Gräser. Ebenso wächst dieses schwarze Zeug wie Unkraut und schon bald sind viele Felder damit überwuchert und bedrohen die Ernten vieler Bauern auf der ganzen Welt. Doch damit nicht genug, denn viele Menschen entwickeln plötzlich Allergien, bekommen Atemnot und müssen medizinisch betreut werden. Die Regierungen stehen vor einem Rätsel und rufen den Notstand aus. Hilflos im Kampf gegen diese Bedrohung könnten die drei Jugendlichen Anaya, Petra und Seth helfen, denn ihre Allergien sind mit Beginn der Katastrophe verschwunden und die drei haben ungeahnte Fähigkeiten entwickelt. Ob diese im Zusammenhang mit dem schwarzen Gras stehen, versucht Anayas Vater, der Botaniker und Wissenschaftler ist, herauszufinden und gerät dabei in tödliche Gefahr. Denn nun greift das Gras die Menschen an!

    MEINUNG:
    Das Cover spiegelt unheimlich gut die Geschichte von "Bloom. Die Apokalypse beginnt in deinem Garten" von Kenneth Oppel wieder. Auch der Klappentext verheißt spannende Lesemomente und die habe ich auch definitiv bekommen.

    Mit Einstieg in die Story lernt der Leser die drei Jugendlichen und zugleich Protagonisten Anaya, Petra und Seth kennen. Drei Schüler, die auf den ersten Blick nicht viel gemein haben, außer jede Menge Allergien, was Anaya zu einer Außenseiterin werden lässt. Seth, der neu an der Schule ist, konnte bisher auch keine Freundschaften knüpfen und ist somit ebenfalls außen vor. Nur Petra, die äußerlich keine Makel aufweist, ist in der Schule und unter ihren Freunden beliebt.

    Anaya und Seth waren mir sofort sympathisch, da ich ihre Ängste und Probleme nur zu gut nachvollziehen konnte. Die verschiedenen Symptome hat der Autor sehr gut dargestellt und recherchiert, was der Handlung eine gewisse Authentizität verleiht. Petra machte auf mich den Eindruck einer typischen Highschool Queen, die alles haben kann und die das Sagen hat. Doch blickt man hinter die Fassade, so erkennt man, dass auch Petra jede Menge Probleme hat, die teilweise lebensbedrohlich sein können. Besonders Seth konnte mich überzeugen, da er eine unheimliche Wandlung durchmachte, die ich ihm so nicht zugetraut habe.

    Als das schwarze Gras nach einem starken Regenschauer zu wachsen beginnt, ahnen die Menschen auf der ganzen Welt nicht, welche Gefahr damit einhergeht. Dies wird erst nach und nach sichtbar, denn dieses schwarze Gras ist widerstandsfähiger und viel robuster als das uns bekannte grüne Gras. Alle Versuche dieser Lage her zu werden scheitern und so müssen die Menschen fast schon tatenlos zuschauen, wie sich die Pflanzen ungehindert ausbreiten. Doch dies ist erst der Anfang, denn als eine wahre Pollenflut die Erde überzieht, reagieren die Menschen mit schweren Allergien bis hin zu Atemnot, was schlimmstenfalls mit dem Tod endet.

    Dieser Horror hat stark an meinem Nervenkostüm gezogen, da dieses Szenario doch extrem an unsere aktuelle Situation (Corona Pandemie) erinnert und einige Parallelen aufweist. Auch, dass durch die ungehinderte Ausbreitung des schwarzen Grases, viele Ernten unschädlich gemacht und somit die Lebensmittelversorgung und deren Produktion stark eingeschränkt werden, machen diese Geschichte so realistisch.

    In all dem Chaos spüren Anaya, Petra und Seth, dass ihre Beschwerden von jetzt auf gleich, wie weggeblasen sind. Ebenso spüren sie, dass etwas mit ihnen geschieht und sie ungeahnte Kräfte entwickeln. Ich war neugierig, was dahintersteckte und auch, was es mit diesem schwarzen Gras auf sich hat. Ich stellte Vermutungen und Überlegungen an, aber was tatsächlich dahinter steckte, hätte ich nicht gedacht. Die Idee gefiel mir und so konnte ich einfach nicht aufhören, das Buch zu lesen.

    Die außergewöhnlichen Fähigkeiten der drei Jugendlichen bleiben einer Wissenschaftlerin, die für eine geheime Behörde arbeitet und dem Militär untersteht, nicht verborgen. Auch Anayas Vater, der Wissenschaftler und Botaniker ist, versucht dem Geheimnis um diese seltsamen Pflanzen auf den Grund zu gehen. Eine Spur führt ihn zu einem kleinen Naturreservat, welches eventuell eine Lösung für all die Probleme beherbergen könnte. Und als Anaya eine kurze, besorgniserregende Nachricht von ihm erhält, setzt sie alle Hebel in Bewegung, um ihm zur Hilfe zu eilen.

    Gemeinsam mit Petra und Seth sowie einem kleinen Team von Elitesoldaten bricht Anaya auf, um ihren Vater zu retten. Doch das, was sie dort erwartet, hätten sie in ihren kühnsten Träumen nicht erwartet.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    "Bloom. Die Apokalypse beginnt in deinem Garten" (Beltz Verlag) von Kenneth Oppel ist ein hochspannendes, interessantes und mit einigen Horrorelementen gespicktes Jugendbuch, was faszinierend, erschreckend und angsteinflößend ist. Die Story zerrt an den Nerven des Lesers und lässt einen atemlos an den Seiten kleben. Der Schreibstil ist dabei einnehmend und zugleich authentisch und realistisch. Darüber hinaus ist das Ganze mit einem mega fiesen Cliffhanger versehen, sodass ich die Fortsetzung kaum erwarten kann und am liebsten sofort weiterlesen möchte - 4,5 von 5 Nosinggläser.

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    Cover des Buches Ashes and Souls - Flügel aus Feuer und Finsternis (ISBN: 9783743202528)

    Bewertung zu "Ashes and Souls - Flügel aus Feuer und Finsternis" von Ava Reed

    Ashes and Souls - Flügel aus Feuer und Finsternis
    Uwes-Leseloungevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine traumhaft schöne Geschichte, die ich absolut empfehlen kann
    Eine traumhaft schöne Geschichte, die ich absolut empfehlen kann

    STORYBOARD:
    Trotz aller Bemühungen konnten Asher und Ceto den Aufenthaltsort von Mila und Reia nicht herausfinden, weshalb Asher nun sogar bereit ist, ein Bündnis mit seinem Feind, Elarian, einzugehen. Doch um Elarian davon zu überzeugen, Asher zu helfen, bedarf es einer immensen Willenskraft und Durchsetzungsvermögen. Dabei würde Asher sogar die gesamte Welt ins Chaos stürzen, um Mila endlich wieder an seiner Seite zu wissen. Währenddessen erleiden Mila und Reia Höllenqualen durch die grausamen Foltermethoden von Rólan, der mit allen Mitteln versucht, hinter das Geheimnis von Mila zu gelangen. Nur ihre bedingungslose Liebe zu Asher lässt sie dies alles ertragen und so finden sich die beiden in einem Kampf zwischen Licht und Dunkelheit, Gut gegen Böse wieder, der sie an ihre Grenzen und darüber hinaus führen wird.

    MEINUNG:
    Nach dem fiesen Cliffhanger des ersten Bandes war ich sehr neugierig, wie es mit Mila und Reia weitergehen wird, die sich noch immer in den Händen von Rólan befinden. So setzt die Handlung nahtlos da an, wo sie aufhörte. Rólan versucht mit allen Mitteln herauszufinden, weshalb die Ewigen hinter Mila her sind. Beide Frauen müssen durch die Hölle gehen und ich fragte mich, wie lange sie diese Qualen und Folter noch überstehen würden. Durch diese Tatsache war ich sogleich wieder mittendrin im Kampf zwischen Licht und Dunkelheit.

    Asher und sein Freund Ceto haben nichts unversucht gelassen, um den Aufenthaltsort ihrer Freundinnen zu erfahren, jedoch ohne Erfolg. Daher fasst Asher den Entschluss, ihren Bruder Elarian aufzusuchen, auch wenn dies weitreichende Folgen für alle Beteiligten haben wird.

    Mit dem Erscheinen von Elarian hat Ava Reed einen weiteren, sehr interessanten Charakter eingeführt, der mir sofort gefiel. Auch er ist ein Ewiger, der über immense Kräfte verfügt, die er auch eindrucksvoll unter Beweis stellt. Seine Beweggründe, sich damals von allen abzuwenden und sich in einer eigenen Sphäre zurückzuziehen konnte ich sehr gut nachvollziehen. Mit dem Eindringen von Asher und Ceto in seine Welt spürt der Leser, welche Wut und Trauer Elarian so lange Zeit ertragen musste. So ist der Weg für Asher und Ceto alles andere als einfach, um endlich vor Elarian zu stehen. Und ich war gespannt, ob Elarian bereit ist, den beiden in ihrem Kampf zur Seite zu stehen.

    Währenddessen schreckt Rólan vor keiner Tat zurück und foltert Reia immer weiter, damit Mila ihm endlich verrät, weshalb sie gesucht wird und welche Kräfte in ihr schlummern. Dass, was er mit Reia getan hat, fand ich grausam und hier ging er definitiv den berühmten Schritt zu weit. Doch seine Methoden führen zum gewünschten Erfolg, weshalb er beschließt, Milas Fähigkeiten ausschließlich für sich zu nutzen, um noch mächtiger zu werden.

    Micaels Tod hat sowohl Ezechiel, als auch Tariel aus der Bahn geworfen und beide trauern auf ihre Weise. Trotz dieser Tatsache, hat Tariel noch immer einen Auftrag zu erfüllen, nämlich Mila zu finden. Doch als Raquel ihm diese Aufgabe entzieht, beginnt er endlich ein paar Dinge zu hinterfragen und so begeben sich Ezechiel und Tariel ebenfalls auf die Suche nach Asher. Denn wo Asher ist, da ist auch Mila und vielleicht kann Tariel so doch noch einen Erfolg für sich verbuchen. Auch wenn Tariel im weiteren Verlauf der Handlung eine Wandlung erfährt, war er mir nicht wirklich sympathisch und ich misstraute ihm.

    Durch gewisse Ereignisse gelingt es Asher schließlich, Mila aus den Fängen von Rólan zu befreien und sie und seine Freunde in Sicherheit zu bringen. Mila ist überglücklich, die Folter überstanden zu haben und wieder an der Seite von Asher zu sein. Ich spürte sofort wieder die starke Verbindung und Liebe zwischen den beiden, was die Autorin sehr gut dargestellt hat und ich empfand diese als sehr authentisch und echt. Auch die hier skizzierte Welt neben der uns bekannten, mit all ihren Sphären und den darin lebenden Wesen konnte ich mir sehr gut vorstellen und sie begeisterten mich.

    Im Kreise ihrer Freunde kann Mila das Erlebte verarbeiten und genießt diese Zeit auch. Trotzdem steht ihr Entschluss fest, sich auf die Suche nach dem Ursprung ihrer Gabe zu machen, auch wenn dies bedeutet, ihre große Liebe und sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel zu setzen. Asher, Ceto, Elarian und Reia stehen ihr hierbei natürlich zur Seite und auch aus einer eher unerwarteten Richtung wird ihr Hilfe zuteil. Gemeinsam stellen sich die Freunde einem Gegner, der nicht minder gewillt ist, alles dafür zu tun, um als Sieger aus diesem Kampf hervorzugehen.

    Mila hat einen starken Willen und Erhaltungstrieb, aber sie hat auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusst- sein, weshalb sie ihre Entscheidungen immer wieder reflektiert. Dabei gibt ihr ihre Liebe zu Asher sehr viel Kraft, um das Richtige zu tun. Ich bewunderte sie für ihren Mut und ihre Stärke. Immer an ihrer Seite sind dabei auch die beiden Schattenwesen Mim und Pan, die man einfach nur gern haben muss.

    Die Geschichte wird, wie bereits zuvor, aus den verschiedenen Sichtweisen von Mila, Asher und Tariel sowie nun auch aus der Sicht von Elarian erzählt, was ich sehr gerne lese, da man so in die Gefühlslage des jeweiligen Charakters eintauchen konnte. Gerade die Kapitel von Elarian mochte ich sehr. Und so laufen alle Handlungs- stränge unaufhaltsam auf einen finalen Kampf zwischen Gut und Böse oder Licht gegen Dunkelheit hinaus. Wobei die Grenzen hier sehr fließend sind. Die Story ist dabei stets spannend und fesselnd, weshalb bereits nach den ersten Seiten bei mir wieder eine Sogwirkung entstand und ich daher kaum mit dem lesen aufhören konnte.

    Dabei hat es das Ende richtig in sich und hier zeigt die Autorin nochmals ihren Ideenreichtum und ihr Talent fürs Schreiben. Denn damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, aber es passt wunderbar zu dieser phantastischen Geschichte.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Ava Reed hat mit "Ashes und Souls" (Loewe Verlag) eine mehr als gelungene Dilogie über Liebe, Seelenverwandtschaft, Gut gegen Böse, Licht gegen Dunkelheit sowie den Glauben an eine höhere Macht geschaffen, die ich sehr gerne gelesen habe. Die Handlung ist stets fesselnd, sie geht ans Herz und besticht durch einzigartige Charaktere, die allesamt wunderbar gezeichnet sind. Eine klare Leseempfehlung von mir und sehr gute 5 von 5 Nosinggläser.

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    Cover des Buches Ellingham Academy - Die geheimnisvolle Treppe (ISBN: 9783743202337)

    Bewertung zu "Ellingham Academy - Die geheimnisvolle Treppe" von Maureen Johnson

    Ellingham Academy - Die geheimnisvolle Treppe
    Uwes-Leseloungevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend erzählt und die Story lädt wieder zum Miträtseln ein. Wer Sherlock Homes & Agatha Cristie mag, wird hier seine Freude haben.
    Eine gelungene Fortsetzung...

    STORYBOARD:
    Stevie gelang es zwar, das Rätsel um den ominösen Verfasser des Erpresserbriefes im Zusammenhang mit der Entführung von Alice und ihrer Mutter zu lösen und somit den Namen des Wahrhaftigen Lügners zu erfahren. Doch dies bringt ihr leider nicht viel, da ihre Eltern sie, nach dem tragischen Tod eines Mitschülers sowie dem Verschwinden einer weiteren Person, von der Schule genommen haben. Stevie ist darüber natürlich sehr enttäuscht und vermisst auch ihre Freunde Janelle, Nate und David sehr. Ebenso würde sie schrecklich gerne weiter ermitteln und hinter die Geheimnisse der Ellingham Academy gelangen. Als sich unverhofft eine Möglichkeit für sie ergibt, muss sie überlegen, was für sie wichtiger ist, ihr Ehrgeiz oder ihre Prinzipien.

    MEINUNG:
    Nach dem gemeinen Cliffhanger vom ersten Teil freute ich mich auf die Fortsetzung von "Ellingham Academy. Die geheimnisvolle Treppe" von Maureen Johnson. Der Einstieg bereitete mir keine Probleme, da die Autorin die Geschehnisse aus Band 1 auf den ersten ca. 70 Seiten gut in die Geschichte eingearbeitet hat. Keine langen Rückblenden oder was bisher geschah....

    Dies hat Maureen Johnson genial gelöst, aber im weiteren Verlauf kamen mir die "Rückblenden" bei Stevie wie Wiederholungen vor, was mich etwas mit den Augen rollen ließ. Dies hätte für mein Dafürhalten nicht unbedingt sein müssen, da jedem LeserIN die Indizien bekannt sein dürften. Aber dies ist Jammern auf hohem Niveau. Die Story bleibt dadurch natürlich auch spannend, da man selbst permanent am Miträtsel ist und das alles auflösen möchte.

    Um jedoch hinter die Geheimnisse um das Verschwinden von Alice und ihrer Mutter aus dem Jahr 1936 zu gelangen, müsste Stevie erst einmal vor Ort sein. Denn nach dem Tod des gefeierten Youtube-Stars Hayes und dem Verschwinden seiner Freundin Ellie, musste Stevie die Schule verlassen. Nun bietet sich ihr aus einer sehr unerwarteten Richtung die Möglichkeit, doch wieder an dem Elite-Internat lernen zu dürfen. Dafür muß sie aber ihre Abneigung und Prinzipien gegenüber einer bestimmten Person ablegen. Doch ihr Ehrgeiz als Hobby-Detektivin sowie der Wunsch endlich wieder im Kreis ihrer Freunde Nate, Janelle, Vi und David sein zu können, lassen sie letztlich in den Deal einwilligen.

    Gerade die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart und die damit verbundenen Geheimnisse sowie das ständige Miträtseln, transportieren eine unterschwellige Spannung, die dazu verleitet immer weiterlesen zu wollen. Denn man spürt, dass Stevie der Auflösung, was mit der 1936 verschwundenen Alice geschehen ist, recht nahe ist. Aber auch in der Gegenwart sind noch viele Fragen offen und so ermittelt Stevie in beide Richtungen. Die Wendungen innerhalb der Handlung empfand ich als sehr gelungen und sie konnten mich teilweise auch überraschen. Ebenso kommt der Humor wieder nicht zu kurz, was mir ebenfalls gefiel. Ich war neugierig, was hinter dem Verschwinden von Ellie stecken mochte und als Stevie endlich wieder auf dem Campus war, begann sie auch sogleich dieser und weiteren Fragen nachzugehen.

    Stevie ist eine etwas verschrobene Persönlichkeit, die nur Augen für den Fall hat und sich in ihren Ermittlungen und Gedankengängen verlieren kann. Trotzdem sind ihr ihre Freunde Janelle, Nate und Vi wichtig und gerade Janelle und Nate unterstützen sie in allen Lebenslagen und Dingen.

    Ein Charakter, den ich sehr mag und der zugleich geheimnisvoll ist, ist David. Aus ihm wird man nicht sofort schlau. Einmal ist er hilfsbereit, freundlich und zuvorkommend und in der anderen Sekunde sarkastisch, abweisend und böse. Doch blickt man hinter dessen Fassade, so erkennt man seine verletzliche Seite. Daher ist es nur allzu verständlich, dass er niemandem vertraut und keinen an sich heranlässt. So macht er vieles mit sich selbst aus. Nur Stevie hat einen Zugang zu ihm gefunden, denn bei ihr fällt es ihm leichter, er selbst zu sein. Und auch sie genießt die Nähe zu ihm und kann ihre Gedanken zur Ruhe kommen lassen. Beide verspüren eine tiefe Verbundenheit zueinander, was zur Folge hat, dass noch ganz andere Gefühle in Stevie und David füreinander erwachen.

    Das Ende wartet, wie bereits bei Band 1, wieder mit einem mega fiesen Cliffhanger auf, weshalb ich sehr gespannt bin, wie alles enden wird und ob es Stevie gelingen wird, hinter die Geheimnisse der Ellingham Academy zu kommen.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Wer gerne Internats-, Krimi- und Mystery-Geschichten liest und ein Faible für Sherlock Homes oder Agatha Christie hat, dem kann ich auch den zweiten Teil von "Ellingham Academy. Die geheimnisvolle Treppe" (Loewe Verlag) von Maureen Johnson nur ans Herz legen. Die Story ist spannend und lädt zum Miträtseln ein, was mir tolle Lesestunden bescherte - 4 von 5 Nosinggläser.

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    Cover des Buches Ezlyn - Im Zeichen der Seherin (ISBN: 9783551584229)

    Bewertung zu "Ezlyn - Im Zeichen der Seherin" von Karolyn Ciseau

    Ezlyn - Im Zeichen der Seherin
    Uwes-Leseloungevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Thematik die gut umgesetzt wurde, aber ich hätte mir ein wenig mehr Spannung und Schwung gewünscht.
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    Cover des Buches Die Runenmeisterin (ISBN: 9783522202664)

    Bewertung zu "Die Runenmeisterin" von Torsten Fink

    Die Runenmeisterin
    Uwes-Leseloungevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende und gelungene Fortsetzung, die mir besser gefällt als der Auftaktband.
    Vielversprechende Fortsetzung

    STORYBOARD:
    Durch die Vereitelung seiner Pläne hat Ayrin die volle Aufmerksamkeit des Hexenfürsten erlangt. Deshalb lässt dieser nichts unversucht, um Ayrin auf die dunkle Seite zu ziehen. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, ihren Meister Maberic, mit einer todbringenden Krankheit infizieren zu lassen. Ayrin setzt alles daran, ihren Meister zu retten und um dieses Ziel zu erreichen, muss sie alle, ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, damit dieses Vorhaben gelingt. Doch schnell kristallisiert sich heraus, dass nur das legendäre und mächtige Eiserne Buch der Runen eine Chance auf Heilung verspricht. Gemeinsam mit anderen Runenmeistern und ihren Freunden begibt sich Ayrin auf eine gefahrvolle und anstrengende Reise quer durchs Land. Dabei entsteht ein Wettlauf gegen die Zeit, da auch der umtriebige Hexenfürst ein Auge auf dieses Artefakt geworfen hat.

    MEINUNG:
    Nachdem mir der Auftaktband zu "Die Runenmeisterin" von Torsten Fink nur bedingt gefallen hatte und ich auch mit seinem Schreibstil so meine Schwierigkeiten hatte, hoffte ich, dass dies in der Fortsetzung "Die Runenmeisterin. Das eiserne Buch" besser werden würde.

    Und ich muss gestehen, dass meine Erwartungen sogar noch übertroffen wurden, denn bereits von der ersten Seite an, war ich in der Geschichte drin. Ebenso war sofort eine unterschwellige Spannung da, die sich im weiteren Verlauf der Handlung stetig steigerte. Genau dies fehlte mir im ersten Teil. Dazu trug auch die Erzählweise des Autors bei, da die Story aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben ist, was mich zudem an die Seiten fesselte.

    Zu großen Teilen wird die Geschichte aus der Sicht von Ayrin erzählt, aber der Leser erfährt auch die Beweggründe der Hexe Ragne von Bial und ihrem Begleiter, dem Alb Tsifer, sowie die Versuche des Hexenfürsten, Ayrin auf die dunkle Seite zu ziehen.

    Bei einem Treffen der Runenmeister lernt Ayrin die Lare Geskar und Jölm kennen und feiert ein Wiedersehen mit dem Neffen von Marberic, Lar Thimin und dessen Schüler Baren. Besonders groß ist die Freude natürlich, dass sie dabei ihren Bruder Baren endlich wieder in die Arme nehmen darf.

    Nach den Geschehnissen zum Ende des ersten Bandes rückte Ayrin durch die Vereitlung der Pläne des Hexenfürsten in dessen Blickpunkt. Dieser hat das immense Potenzial von Ayrin erkannt und will sie unbedingt in seinen Reihen wissen. Dabei schreckt er vor keiner Grausamkeit zurück.

    Gemeinsam mit ihrem etwas kratzbürstigen und doch liebenswerten Runenmeister Maberic, ist Ayrin unterwegs, um den Menschen im Land ihre Dienste anzubieten. Da die Welt durch Hexen und andere Gefahren nur so wimmelt, ist die Arbeit der Runenmeister bei der Bevölkerung sehr willkommen. Als auf einer dieser Reisen der Lar Maberic plötzlich erkrankt, steht Ayrin vor ihrer größten Herausforderung, denn sie will ihn nicht verlieren und so lässt sie nichts unversucht, um ein Heilmittel zu finden.

    Auf Anweisung der Oberhexe Ansleyd von Sulbur, sind der Alb Tsifer und die Hexe Ragne immer in der Nähe, aber stets außer Sichtweite des Runenmeisters. Dabei versucht gerade Ragne von Bial ein Geheimnis vor der Oberhexe und dem Hexenfürsten zu bewahren. Denn sollte dieses ans Licht kommen, hätte dies fatale Folgen für alle. Die Kombination aus der Hexe und dem Alb sorgte bei mir immer wieder für kleine Schmunzler, den dieses Duo ist so gegensätzlich und sich doch in vielem ähnlicher, als sich beide eingestehen wollen. Die Oberhexe Ansleyd, die dem Hexenmeister direkt untersteht, mochte ich nicht wirklich, da sie zwar ihren Meister bewundert, doch auch irgendwie versucht, eigene Vorteile aus allem zu ziehen. Egal zu welchem Preis.

    Trotz einiger kurzfristiger Erfolge bei der Suche nach einem geeigneten Heilmittel für Meister Maberic verschlechtert sich dessen Zustand immer weiter. So bleibt Ayrin keine andere Wahl, als sich, gemeinsam mit den anderen Meistern in die Hauptstadt zu Großmeister Lokkart zu begeben, in der Hoffnung eine Möglichkeit zu finden, um in den Besitz des legendären und mächtigen Eisernen Buches der Runen zu kommen. Denn nur in diesem soll ein Heilmittel stehen.

    Ayrin ist ein sympathisches, junges Mädchen, welches ehrgeizig und zielstrebig ist. Sie möchte unbedingt eine Runenmeisterin werden und versucht dabei ihren Meister von ihrem Können zu überzeugen. Diese Eigenschaften mag ich bei Ayrin und je länger ich sie begleitete, umso mehr konnte ich mich mit ihr identifizieren. Nebenbei darf auch eine kleine Liebelei mit dem Leutnant Bo Tegan nicht fehlen, die aber nicht im Fokus der Geschichte steht.

    Ich war gespannt, ob es Ayrin und ihren Freunden gelingen würde, ihr Ziel, das Eiserne Buch zu finden, zu erreichen. Dabei entsteht ein Wettlauf gegen die Zeit, da auch der umtriebige Hexenfürst ein Auge auf dieses Artefakt geworfen hat und so kommt es zu einem alles entscheidenden Kampf um das mächtige Buch.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Mit der Fortsetzung "Die Runenmeisterin. Das eiserne Buch" (Thienemann-Esslinger) konnte mich Torsten Fink wirklich begeistern. Der Mix aus Runen, Magie und Hexen und einer Spannung, die von der ersten Seite an vorhanden ist, ließen mich an den Seiten kleben. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Und dank dem tollen, wie fiesen Ende bin ich neugierig, wie der Kampf zwischen Ayrin und dem Hexenfürsten ausgehen wird - 4,5 von 5 Nosinggläser.

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