Virginy

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    Cover des Buches Lautloser Feind: Thriller (Howard Caspar Reihe 8) (ISBN: B07QK1T168)

    Bewertung zu "Lautloser Feind: Thriller (Howard Caspar Reihe 8)" von Andrew Holland

    Lautloser Feind: Thriller (Howard Caspar Reihe 8)
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessantes Thema, für mich jedoch bisher der schwächste Teil der Reihe...
    In der Hitze Havannas...

    Der achte Fall für Howard Caspar entführt uns diesmal nach Cuba, in ein Land, das bekanntlich nicht die besten Beziehungen zu Amerika pflegt, deshalb sollen die Diplomaten dort auch bald nach Hause zurückkehren.
    Jill ist 15, lebt mit ihrem Vater in der Botschaft und schert sich nicht um die bestehende Ausgangssperre, sie ist verliebt und will Zeit mit ihrem Freund verbringen, hofft sogar, ihn irgendwie mit zurück nach Hause zu nehmen.
    Natürlich sind ihre Streifzüge im Alleingang keine gute Idee, denn sie endet, mit Glassplittern gespickt, angebunden mitten in der Stadt, wo sie förmlich hingerichtet wird.
    Auch Viola lebt in der Botschaft, natürlich kannte sie Jill und will wissen, was ihr passiert ist und so trifft sie sich mit deren Freund, den sie insgeheim in Verdacht hat, in den Mord verstrickt zu sein.
    Der Junge erzählt ihr, was er weiß und scheint zutiefst erschüttert, Viola glaubt ihm.
    Doch auch sie verschwindet nach dem Treffen spurlos.
    Caspar wird vom Militär um Mithilfe gebeten, eigentlich will er nicht nach Cuba fliegen, erst recht nicht ohne sein Team, aber natürlich übernimmt er den Fall dennoch…

    Ich muss zugeben, ich habe nicht alle Bände gelesen und deswegen fehlte mir so ein bisschen der Überblick, doch nicht nur deshalb ist es nicht unbedingt mein Lieblingsteil der Reihe.
    Auf diese Art und Weise zu morden, ist mir neu und auch ziemlich bösartig, trotzdem hat mich dieser Fall irgendwie nicht so wirklich gefesselt, was an den Akteuren lag und auch am Schauplatz.
    Ich habe nichts gegen Cuba, das Land wurde toll beschrieben, man hat die Hitze und den Schweiß förmlich auf der eigenen Haut gespürt, aber dieses Herumreiten auf dem Zwist zwischen Amerika und Cuba hat mich genervt.
    Ja, diese Schallwellenangriffe gab es tatsächlich und das in einem Buch zu verwenden, finde ich genial, trotzdem hat mich die Geschichte nicht mitgerissen.
    Vielleicht auch, weil ich mit den beiden Diplomatentöchtern nicht warm geworden bin, beide lassen sich von demselben Schönling umgarnen?
    Die Väter von beiden sind … (Upps, ich will ja nicht spoilern, aber das war mir irgendwie alles ein bisschen zu viel des Guten.)
    Dasselbe trifft übrigens auf den Täter zu, klar will er Rache, aber hey, vorher muss er so viele Dinge im Alleingang schaffen und hat davon keine Ahnung, trotzdem funktioniert alles reibungslos.
    Ich weiß, ich denke wahrscheinlich schon wieder zu viel nach, aber so bin ich nun mal.^^
    Gefallen hingegen hat mir Caspars innerer Kampf mit sich selbst.
    Zwar ist die langersehnte Adoption endlich durch, dafür steht jedoch ein Gerichtstermin an, der dunkle Erinnerungen weckt.
    Howard Caspar ist zweifelsfrei ein Sympathieträger, trotzdem steht er meiner Meinung nach diesmal etwas im Hintergrund.
    Das Cover hat mich sehr stark an Cody McFadyens „Die Stille vor dem Tod“ erinnert, auch da gibt es den erhobenen Zeigefinge vor den Lippen, zum Inhalt passt das Bild jedenfalls nicht wirklich, auch wenn Stille und Schallwellen dann ja doch irgendwie passt.
    Formulieren wir es anders, bei dem Cover denke ich eher an andere Dinge, so.^^
    Alles in allem ist „Lautloser Feind“ natürlich spannend, sonst hätte ich es weggelegt, aber für mich bisher trotzdem der schwächste Teil der Reihe, auch wenn das viele sicherlich anders sehen, Fazit: 3,5 von 5 Sternen…

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    Cover des Buches Ich bin der Schmerz (ISBN: 9783404172580)

    Bewertung zu "Ich bin der Schmerz" von Ethan Cross

    Ich bin der Schmerz
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein gelungener dritter Teil, in dem endlich der Vater in Erscheinung tritt...
    Familienzuwachs...

    Auch im dritten Teil der Reihe bekommt es Marcus Williams wieder mit einem irren Killer zu tun.
    Der entführt zunächst Frau und Kind(er) eines Mannes, benachrichtigt den dann und zwingt ihn, einen Mord zu begehen, wenn er seine Familie wiedersehen will, fügt er sich, kehrt seine Familie wohlbehalten zu ihm zurück, weigert er sich jedoch, werden seine Lieben grausam getötet.
    Seinen Namen hat der Killer recht bald weg, man nennt ihn nur den Anstifter und auch seine Identität ist nicht unbekannt, es handelt sich um niemand anderen als Ackerman Senior, den Vater von Marcus und Francis.
    Williams weiß, dass er ihm allein nicht gewachsen ist, aber keiner kennt ihn so gut wie Francis, der außerdem noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen hat, um zu helfen, lässt er sich widerstandslos festnehmen.
    Als Marcus jedoch ein weiteres Opfer seines Vater findet, seine Exfreundin, gerät alles außer Kontrolle …

    Im dritten Teil hat Marcus sich nun mehr oder weniger damit abgefunden, dass Francis sein Bruder ist, sie beide dieselben Gene haben und der einzige Unterschied in der Erziehung liegt, während er seinem Stiefvater nacheifert, der ja Polizist war, hatte Francis keine Wahl und wurde zum Studienobjekt seines Vaters, trotzdem haben beide einige Gemeinsamkeiten.
    Auch wenn Francis eigentlich ein brutaler Serienkiller ist, so stiehlt er seinem Bruder doch immer öfter die Show und steht mehr als einmal hilfreich zur Seite, der Drang zu töten oder andere Menschen zu quälen ist allerdings immer noch tief in ihm verwurzelt.
    Marcus dagegen erscheint diesmal etwas blasser, er ist von den Ereignissen der Vergangenheit sichtlich mitgenommen und auch mit Maggie kriselt es immer mal wieder.
    Ein Highlight dieses Bandes ist natürlich, dass Ackerman Senior endlich selbst in Erscheinung tritt.
    Bisher war er ja immer das ultimative Böse und ja, er wird seinem Ruf gerecht, neben ihm erscheint selbst Francis eher brav, denn er hat keinerlei Skrupel und ein ganz besonderes Ziel, klar, nachdem der eine jahrelang unter ihm leiden musste, ist nun sein anderer Sohn an der Reihe und der ist ja eh schon angeknackst.
    Und doch führt ausgerechnet der verhasste Vater die Brüder zusammen, denn zum ersten Mal arbeiten sie ganz bewusst Hand in Hand, was nicht von allen gern gesehen wird, vor allem Maggie hat keinerlei Vertrauen zu dem Serienkiller, aber wer kann ihr das nach Allem schon verübeln, immerhin hatte sie ja selbst unter ihm zu leiden.

    Nach Rot und Schwarz erstrahlt das Cover diesmal in unschuldigem Weiß, nicht unbedingt passend zur Story, aber doch zum Aussehen der anderen Bücher und auch inhaltlich gibt es nichts zu meckern, von daher gibt es auch für „Ich bin der Schmerz“ wieder 4 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches 400 Tage der Erniedrigung (ISBN: 9783865525185)

    Bewertung zu "400 Tage der Erniedrigung" von Wrath James White

    400 Tage der Erniedrigung
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mit ein bisschen mehr geschichtlichen Hintergründen hätte es mir besser gefallen^^
    Lebendiger Geschichtsunterricht

    Natasha findet sich nicht wirklich sexy, sie ist eher ein Pummelchen und so sehr überrascht, dass der hübsche Schwarze im Nachtclub sie ihrer attraktiven Freundin vorzieht.
    Als er nach ihrer Nummer fragt und verspricht, sie anzurufen, glaubt sie nicht wirklich daran, doch er tut es und lädt sich einfach mal selbst zu ihr ein.
    Die junge Frau ist fasziniert von dem Schönling, der ernsthaftes Interesse an ihr zu haben scheint und nichts überstürzen will, er verwöhnt sie, überschüttet sie mit Aufmerksamkeit und Geschenken, ganz anders als alle Männer vor ihm.
    Schon bald ist ihr klar, sie will nicht mehr ohne ihn leben und auch dass er beim Sex grob und fordernd ist, geniesst sie.

    „… Kenyatta war so anders als jeder, den ich je getroffen hatte. Es war etwas Majestätisches an ihm, etwas Fürstliches. Seine Augen waren weise und intensiv, manchmal grausam, doch sogar das war sexy. Seine Stimme war tief, ein Bass wie bei Lou Bawls oder Barry White. Heißblütig, weich und sinnlich, doch auch energisch und dominant…“ (Seite 30)

    Ihr Angebeteter stellt ihr sogar die Ehe in Aussicht, doch erstmal muss sie einen Test bestehen, zeigen, dass sie ihn wirklich versteht.
    Kenyattas Vorfahren stammen aus Afrika und sind als Sklaven nach Amerika gekommen, 400 Jahre wurden sie ausgebeutet und gequält, 400 Jahre, die Natasha in 400 Tagen nachempfinden soll, ein Tag für jedes Jahr, danach winkt die Hochzeit.
    Ohne lange nachzudenken, willigt sie ein, falls sie abbrechen will, gibt es ein Safeword, doch sie weiß, dass sie dieses niemals laut aussprechen wird.
    Was sind denn schon 400 Tage, wenn der Geliebte dann für immer an ihrer Seite ist?
    Doch schon die ersten Wochen bringen Natasha an die Grenze ihrer Belastbarkeit, den ganzen Tag über in einem Sarg eingesperrt, während Kenyatta zur Arbeit ist, wird sie nur abends zum Putzen herausgelassen, zu Essen gibt es ausschließlich Kartoffeln und Bohnen, soll das Ganze doch möglichst real die Überfahrt der Sklaven in die neue Heimat darstellen und das ist erst der Anfang …

    Wrath James White mit seiner sozialkritischen Ader ist ja eigentlich ganz mein Ding, ich merke allerdings auch immer wieder, dass mir der Erotikkram einfach nicht wirklich liegt, egal in welche Richtung es da geht.
    Während ich die Einsichten in des Lebens einer Sklavin an und für sehr interessant fand, ging mir Natasha mit ihrer extrem unterwürfigen Art schon bald ziemlich auf die Nerven.
    Gut, immerhin erklärt sie gleich zu Beginn, warum sie so handelt, trotzdem wäre es für mich kein Mann der Welt wert, mich so zu erniedrigen, zumal man bei Kenyatta auch nie so richtig weiß, woran man wirklich ist.
    Auf der einen Seite ist er zärtlich und fürsorglich, auf der anderen kalt und brutal und scheint das auch noch zu geniessen, doch sie ist einfach so blind und denkt nur an die Hochzeit und wie toll ihr Leben nach all dem sein wird.
    Aber mal ehrlich, wer verlangt von dem Menschen, den er liebt so etwas?
    Beide sind für mich keine Sympathieträger, sie duckmäuserisch und verblendet, er total von sich selbst überzeugt, im wahren Leben würde ich wohl einen großen Bogen um sie machen, zum Teil liegt es mit Sicherheit aber auch daran, dass ich diesem ganzen SM-Ding absolut nichts abgewinnen kann.
    Trotzdem war das Buch nicht schlecht, mir persönlich war es eben nur zu viel „Ja Herr, ich springe, sobald du pfeifst, egal, was auch immer du verlangst.“, ich hätte lieber etwas mehr über das Leben der Sklaven erfahren, vom sexuellen Ausgeliefertsein mal abgesehen.
    Und bevor es heißt, ich bin nur am Meckern, nein, der Schreibstil ist, wie immer, sehr angenehm, die Story weiß zu unterhalten (auch wenn man ab und an einfach den Kopf schütteln muss) und das Cover mit den auf dem Rücken gefesselten Händen passt zum Thema, auch den Farbakzent durch das Seil im ansonsten schwarz-weiß gehaltenen Bild finde ich gelungen.
    Alles in allem gibt es für Whites „400 Tage der Erniedrigung“ 3,5 von 5 Peitschenhieben…

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    Cover des Buches 10 Stunden tot (ISBN: 9783550200052)

    Bewertung zu "10 Stunden tot" von Stefan Ahnhem

    10 Stunden tot
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Zum Einstieg in die Reihe deefinitiv nicht geeignet, zu viele Fälle und Protagonisten.
    Schade, Potential war vorhanden...

    Fabian Risk hat eine Auszeit genommen.
    Nachdem seine Tochter angeschossen wurde und dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen ist, versucht er nun, Ordnung in seine Familienverhältnisse zu bringen, denn nicht nur um seine Ehe scheint es eher schlecht bestellt.
    Nebenbei ermittelt er immer noch privat gegen seinen Kollegen Molander, den er für einen Mörder hält.
    Doch auch der Rest des Teams hat mehr als genug um die Ohren, da ist die Leiche eines kleinen Jungen, der qualvoll in einer Waschmaschine ums Leben kam und der Mord am Angestellten eines Supermarktes  mitten in der Einkaufszeit.
    Außerdem gibt es noch eine Frau, die sich verfolgt fühlte, bei der Polizei nicht wirklich ernst genommen wurde und nun vergiftet in ihrer Wohnung liegt.
    Als sich die Fälle stapeln, wird auch Risk wieder hinzugerufen und er ist bei Weitem nicht der Einzige, der mit Problemen zu kämpfen hat, seine Vorgesetzte ist eine zu enge Beziehung mit Alkohol eingegangen und Lilja muss feststellen, dass ihr Lebensgefährte einige Geheimnisse hat, all das fördert die Ermittlungen natürlich nicht unbedingt…

    Bei Lovelybooks war mal wieder Leserundenzeit und da ich ja für neue Reihen immer offen bin, hab ich mein Glück natürlich bei Stefan Ahnhems Fabian Risk Buch versucht.
    Auf dem Schwarz-Weiß-Cover steht der Titel in hellem Blau hinter einer doch eher düstern Landschaft, ein Bild, das neugierig macht.
    Am Schreibstil gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln und da es bereits der vierte Teil ist, war mir natürlich klar, dass bei mir wahrscheinlich einige Fragen auftauchen werden, aber das ist an sich ja halb so wild.
    Etwas unruhig wurde ich dann jedoch, als ich mit Figuren nahezu überschüttet wurde, für mich waren die ja alle vollkommen neu, aber okay, auch eins der Risiken, wenn man erst später irgendwo einsteigt, ein bisschen Vorlauf fehlt dann halt.
    Hier jedoch bezog sich so viel auf die Vergangenheit, was eben nur mal kurz angeschnitten wurde, dass ich schon so meine Probleme hatte, aber es wurde mit dem Fall nicht besser.
    Wobei Fall ja gar nicht richtig ist, denn hier gibt es nicht nur einen, auch nicht etwa zwei, in denen parallel ermittelt wird, nein, es gibt eine ganze Menge und wie sagt schon das gute alte Sprichwort?
    Zu viele Köche verderben den Brei und dem kann ich in dem Fall hier leider nur zustimmen.
    Fabian Risk, der eigentliche Hauptprotagonist, taucht erstmal nur am Rande auf, der er einige familiäre Probleme zu klären hat, die mich jetzt nicht wirklich interessieren, was wiederum der Tatsache geschuldet ist, dass ich von den Vorkommnissen in der Vergangenheit keine Ahnung habe.
    Gut, dafür kann der Autor jetzt nichts, aber es macht das Buch für mich eben nicht unbedingt besser.
    Das Ermittlerteam an sich scheint von Teamarbeit auch noch nichts gehört zu haben, jeder kocht so sein eigenes Süppchen, es herrschen Spannungen und so wirklich zu trauen scheint man sich untereinander auch nicht.
    Bei Fabian Risk hat das sicherlich mit seinem Verdacht gegenüber Molander zu tun aber bei den anderen?
    Ein weiteres Problem hatte ich mit den weiblichen Protagonisten, die, meinem Gefühl nach, irgendwie alle klein gehalten werden.
    Da ist die Chefin mit dem Alkoholproblem, Lilja, die ihrem Freund mal eben in die Faust rennt und die Klappe hält, Molanders Frau, der einige Sachen dann wohl doch spanisch vorkommen, ich weiß nicht, vielleicht sehe ich das auch zu eng, aber gefallen hat mir das gar nicht.
    Aber das schlimmste an der Sache ist ja, das nichts wirklich aufgeklärt wird, außer einem doch eher kleinen Fall, der doch eher so ein bisschen nebenher läuft.
    Ein Cliffhanger ist ja okay, sollen doch die Leser zum Kauf des nächsten Bandes animiert werden, aber so gar nichts aufklären und dann am Ende sogar noch neue Fragen aufwerfen halte ich persönlich nicht unbedingt für eine gute Wahl.
    Auf dem Klappentext bezieht man sich spezifisch auf den Fall des Würfelmörders, der hat mich auch am meisten interessiert, leider ist man am Ende genauso schlau wie am Anfang, aber immerhin weiß man inzwischen, wie er den Tod seiner Opfer ausknobelt.
    Neben all den offenen Fragen, die die Fälle betreffen, stellt sich mir jedoch auch die nach dem Titel.
    Was hat der mit dem Buch zu tun?
    Klar ist jedes der Opfer irgendwann mal 10 Stunden tot, eine Rolle spielt das allerdings nirgendwo oder habe ich etwas überlesen?
    Man darf mich in dem Fall gerne aufklären.^^
    Nach so vielen negativen Punkten sollte man denken, ich hätte das Buch eigentlich abbrechen müssen, aber ich muss gestehen, dass ich eben den Schreibstil sehr gelungen fand, die Handlung sehr spannend war und ich natürlich wissen wollte, was es denn nun mit dem Würfelmörder oder dem toten Kind in der Waschmaschine auf sich hatte, gerade das Auswürfeln der Todesarten usw. war mal etwas Neues.
    Lange Rede, kurzer Sinn, für „10 Stunden tot“ gibt es von mir 3 von 5 Sternen und vielleicht werde ich mich der Reihe sogar noch einmal widmen, denn dieser Band war für den Neueinstieg doch eher ungeeignet …

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    Cover des Buches Henker (ISBN: 9783746065328)

    Bewertung zu "Henker" von Michael Barth

    Henker
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Blutiger Thriller ohne Logiklöcher :)
    Wie weit würdest du für eine Story gehen?

    Clara ist das erste Opfer des Henkers, mit dem es Kriminalhauptkommissar Bernd Zenker zu tun bekommt, kopfüber aufgehängt und mit einer Säge bearbeitet, wahrlich kein schöner Tod.
    Mit ihrem Blut ist ein einziges Wort an die Wand geschrieben: Schuldig und genau das bringt dem brutalen Mörder schon bald seinen Spitznamen ein, denn unglücklicherweise ist es einem Reporter gelungen, ein Bild von der Leiche zu schießen, das am nächsten Morgen die Runde macht, allerdings nicht ganz so wie geplant, denn nicht Ulf Jacobs, der das Foto geschossen hat, veröffentlicht es bei seiner Zeitung, sondern Daniel Wolter, der Ulf von früher kennt und ihm in einem passenden Moment einfach den USB-Stick mit seiner Arbeit entwendet.
    Jacobs, der nun ohne Titelstory dasteht, wird von seinem Chef entlassen, Wolter hingegen beschert seiner Zeitung eine Rekordauflage und berichtet auch weiterhin über den Fall, denn schon bald gibt es weitere Opfer, die alle mithilfe antiker Foltergeräte grausam ins Jenseits befördert werden.
    Zenker, der nach einigen Ermittlungen auch die beiden Reporter auf dem Radar hat, wird von seinem Freund Armin, einem Autor unterstützt, der das nicht ganz uneigennützig macht, immerhin fallen so immer mal wieder ein paar Informationen ab, die er für seine Bücher nutzen kann.
    Als Jacobs sich dann an Wolter rächt, gerät so einiges außer Kontrolle und es kommen unschöne Dinge zum Vorschein, die auch vor dem Ermittler nicht haltmachen…

    Ob nun Michael Barth oder Ethan Kink, man weiß, was man bekommt, es wird geklotzt und nicht gekleckert, ich sag nur Foltermethoden…
    Teilweise tat das schon allein beim Lesen weh, autsch.
    Das Cover mit dem Zeitungsartikel im Hintergrund finde ich sehr gelungen, auch wenn der Hammer doch eher unspektakulär ist.
    Die Protagonisten sind gut gezeichnet, selbst wenn ich es im Falle von Ulf Jacobsen etwas übertrieben fand, denn der arme Kerl hat ja wirklich alles mitbekommen, was einen zum Kotzbrocken macht, wobei auch der schmierige Daniel Wolter in der Beziehung einiges zu bieten hat, in Gegensatz zu ihm kommt Bernd Zenker schon fast unspektakulär daher.
    An Schreibstil oder der Logik gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln und so bekommt „Henker“ von Michael Barth von mir 4 von 5 Sternen.

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    Cover des Buches Profiling Murder - Blutige Tränen (ISBN: 9783732553907)

    Bewertung zu "Profiling Murder - Blutige Tränen" von Dania Dicken

    Profiling Murder - Blutige Tränen
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessanter Reihenauftakt, aber eben kein Brüller, warten wir mal auf den nächsten Teil...
    Hat mich noch nicht ganz überzeugt...

    Laurie Walsh war einmal Polizistin, nachdem sie jedoch einen Menschen erschossen hat, kündigt sie ihren Job, denn immer noch verfolgen sie die Bilder.
    Inzwischen hat sie sich beruflich umorientiert und arbeitet sie als eine Art Streetworkerin, unterstützt Prostituierte und Süchtige, vermittelt ihnen Plätze in Entzugskliniken…
    Jake McNeill, ihr ehemaliger Partner hingegen ist immer noch Polizist und sein neuester Fall hat es in sich, denn da draußen geht ein brutaler Mörder um, der Prostituierte foltert und verstümmelt, bevor er sie ermordet.
    Das wiederum bringt Jake zurück zu Laurie, die ja jetzt direkten Kontakt zu den Frauen auf der Straße hat und sich so für ihn umhören kann.
    Als jedoch eine ihrer Schützlinge nicht zum verabredeten Termin auftaucht, wird es für sie persönlich…

    „Profiling Murder“ ist der erste Band der neuen Reihe von Dania Dicken, allerdings muss ich sagen, besonders beeindruckt hat er mich nicht.
    Am Meisten gestört hat mich, das Laurie immer über alles bestens informiert war.
    Sie ist keine Polizistin mehr, bekommt aber nach wie die gesamte Ermittlungsarbeit auf dem Tablett serviert.
    Gut, sie war eine von ihnen, trotzdem ist das nicht üblich und auch nicht erlaubt, vielleicht übertreibe ich es ja, aber irgendwie geht mir das etwas gegen den Strich…
    Klar lässt man den alten Partner mal teilhaben, aber so?
    Was wirklich Neues gibt es auch nicht, aber gut, das ist heutzutage schwierig.
    Trotzdem sind die Protagonisten austauschbar, weder Laurie, noch ihr ehemaliger Partner Jake haben etwas Besonderes, Laurie hat einen Menschen erschossen und daraufhin ihren Job gekündigt, jetzt kümmert sie sich um die Unterprivilegierten und fühlt sich gut dabei, der neue Fall ihres Partner weckt allerdings wieder so ein bisschen die Sehnsucht nach der Polizei und irgendwie ist an ihr ein Profiler verloren gegangen, denn sie äußert Vermutungen, die sich immer wieder als richtig herausstellen.
    Aber reicht das aus, um die Leute bei der Stange zu halten?
    Ich sage es mal so, für mich war es gut lesbar, aber eben weder Fall noch die Figuren haben etwas herausragendes, also werde ich den zweiten Teil abwarten und dann schauen, ob es sich lohnt, die Reihe weiter zu verfolgen.
    Für den Einstieg gibt es von mir aus oben genannten Gründen 3.5 von 5 Sternen, aufgerundet auf 4.

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    Cover des Buches DIE WIEDERERWECKTEN DES HERBERT WEST (ISBN: 9783958353305)

    Bewertung zu "DIE WIEDERERWECKTEN DES HERBERT WEST" von Tim Curran

    DIE WIEDERERWECKTEN DES HERBERT WEST
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mir persönlich leider zu eintönig, außerdem erfährt man zu wenig über West...
    Durch Matsch und Schützengräben ...

    Tim Currans Buch ist eine Hommage an H.P. Lovecrafts „Reanimator“, eine kleine Vorgeschichte praktisch, in der erzählt wird, was der im ersten Weltkrieg an der Front in Flandern getrieben hat, denn dort hat er natürlich genug Material, um seinem Hobby, dem Wiedererwecken von Toten, nachzugehen.
    Wer jetzt aber denkt, er kann den guten Doktor bei seinen Experimenten begleiten, der irrt sich, denn hauptsächlich dreht sich das Geschehen um den amerikanischen Journalisten Creel, auf den Kriege und die Gefallenen eine besondere Faszination ausüben und so hat er sich den Briten angeschlossen, um das Leben im Schützengraben sozusagen live vor Ort mitzuerleben.
    Die einstmals blühende Landschaft ist zerstört, die Gegend überall durchzogen von Schützengräben, in denen das Wasser steht und die aufgedunsenen Leichen der Soldaten vor sich hin verwesen, der perfekte Spielplatz für Tim Curran und seine fast schon plastische Erzählweise, gibt es doch matschige Leichen, in die man immer wieder tritt oder fette, vollgefressene Ratten, die hier ein tolles „All you can eat“ Angebot vorfinden.
    Doch da draußen ist noch etwas, etwas schlimmeres als der Krieg, immer wieder verschwinden Männer spurlos, man findet angenagte Knochen und Spuren von bloßen Füßen und auch Creel bekommt immer mehr das Gefühl, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht…

    Also eigentlich mag ich Curran und seinen Schreibstil ja sehr, man kann sich all die Abartigkeiten, über die er erzählt immer so richtig schön bildlich vorstellen.
    Natürlich ist das auch hier so, die Gräuel des Krieges, die verwesenden, aufgedunsenen Leichen in den Schützengräben, ja, man kann sich durchaus ein Bild davon machen, wenn auch kein besonders schönes…
    Trotzdem ist „Die Wiedererweckten des Herbert West“ nicht mein Buch, ich habe mich wirklich durchgequält und mehr als einmal überlegt, ob ich es nicht besser abbrechen soll.
    Dabei hat mich der Klappentext durchaus neugierig gemacht, aber dieses seitenlange Robben durch Gräben und immer wieder diese Anspielungen, dass da draußen irgendwann ist, spätestens nach dem dritten Mal hat es mich einfach nur noch genervt.
    Daran konnte dann auch noch das Wenige, was man tatsächlich über die titelgebende Figur erfährt, nichts mehr ändern, Herbert West kommt meiner Meinung nach in dem Buch einfach viel zu kurz, gerne hätte ich ein bisschen mehr über ihn und seine abartigen Experimente gelesen, anstatt immer wieder von Matsch und Schützengräben.
    Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass dieses ganze Erster-Weltkrieg-Thema an sich nicht meins ist, hätte ich vorher gewusst, dass es so im Vordergrund steht, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht erst zur Hand genommen.
    Einen Pluspunkt neben dem Schreibstil gibt es fürs Cover, das die zerstörte Landschaft unter einem zugezogenen Himmel zeigt, sehr passend, aber leider macht das den Inhalt nicht wett und so bleiben am Ende nur 2,5 von 5 Sternen für Tim Curran, schade…

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    Cover des Buches Hunting Evil (English Edition) (ISBN: 9781471179549)

    Bewertung zu "Hunting Evil (English Edition)" von Chris Carter

    Hunting Evil (English Edition)
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolles Buch, auch wenn mir "Die stille Bestie" einen Tick besser gefallen hat^^
    Get ready, Grasshopper...

    Nun ist er also endlich erschienen, der zehnte Teil der Hunter und Garcia Reihe von Chris Carter, allerdings erstmal nur auf Englisch.
    Was uns erwartet, wird ja schon am Ende des letzten Buches kurz angedeutet, Lucien Folter, Robert Hunters Studiengefährte, inzwischen allerdings ein gemeingefährlicher Psychopath, ist aus dem Hochsicherheitsgefängnis geflohen.
    Wie er das angestellt hat, bleibt den Ermittlern erstmal verborgen, aber natürlich zieht er eine Blutspur hinter sich her.
    Hunter soll an diesem Fall mitarbeiten, weigert sich jedoch vorerst, bis er erfährt, das Lucien ihm eine Nachricht hinterlassen hat, in der er ihn direkt mit Grasshopper, seinem Spitznamen für ihn, anspricht.
    Und natürlich weiß er auch, dass sein alter Freund sich mit ihm in Verbindung setzen wird, immerhin gibt er ihm die Schuld für seinen Gefängnisaufenthalt.
    Trotz inzwischen 10-jähriger Partnerschaft weiß Garcia nichts von Lucien, damals befand er sich ja im Urlaub und Robert hat ihm nie davon erzählt, was er jetzt nachholen muss.
    Doch irgendwie kann Carlos nach all den Fällen nicht glauben, dass Folter schlimmer sein soll, als all die anderen Mörder, die sie bisher zur Strecke gebracht haben, allerdings wird er schon bald eines Besseren belehrt, denn Lucien meldet sich tatsächlich telefonisch bei Hunter.
    Mithilfe eines Rätsels soll er herausfinden, was Folter plant und worauf er und sein Team dabei stoßen, ist erschreckend…

    „… Understand this – murder is a very personal act. It is perhaps the most personal of all human interactions. What electrifies the blood inside a killer’s veins, what makes the heart of a killer beat faster and faster, is the direct contact with the victim and the God-devine connection it creates. Looking into the victim’s eyes, sensing his/her fear, smelling it, savoring it, owning it… there is Nothing like it. It’s a feeling so powerful that it changes you. It alters your perception, your brain, your being …“ (Seite 289)

    Außerdem ist da noch Tracy, mit der sich Hunter nach wie vor trifft und natürlich bekommt auch sein aufmerksamer Gegenspieler davon Wind, woraufhin er ihm eine kurze Nachricht schickt, mit der Robert da allerdings noch nichts anzufangen weiß.

    „How do you kill someone without actually kill them? It’s easy, Grasshopper. You empty their soul, only to refill it with pain … you take away what they love the most.“ (Seite 334)

    Wer jetzt allerdings denkt, es geht Tracy an den Kragen, der kennt Lucien nicht, denn das wäre viel zu einfach, er geht da wesentlich perfider vor …

    Ach was habe ich auf das Buch gewartet und immer wieder drüber nachgedacht, mir die Originalversion vorzubestellen, nachdem es dann hieß, die ersten 1000 Exemplare sind signiert, habe ich zugeschlagen, na ja, Geduld war halt noch nie meine Stärke.
    Erstaunlicherweise fiel mir das Lesen auf Englisch nicht wirklich schwer, (ich hatte ja schon bei „The Caller“ keine Probleme, das habe ich bis heute nicht auf Deutsch gelesen) ich weiß nicht, ob es am Schreibstil liegt oder einfach nur daran, dass ich die meisten Namen und Bezeichnungen aus den anderen Büchern schon ja schon kenne, aber egal…^^
    Hunter und Garcia sind nach wie vor ein Dreamteam, auch wenn Carlos erst einmal über den Erzfeind seines Partners aufgeklärt werden muss, was mich ehrlich gesagt etwas verwundert hat, denn die beiden arbeiten nun schon so lange zusammen und er hat ihn nie erwähnt?
    Grübel…
    Ich liebe Garcia einfach für Sätze wie: „… but this is the United States of America – the land where money talks and bullshit runs the marathon…“
    Wie immer, so gibt es auch diesmal wieder einen kleinen Rückblick in Hunters Vergangenheit, diesmal natürlich vor allem in sein Leben an der Uni, das doch etwas anders war, als vielleicht gedacht.
    Außerdem habe ich auch Tracy irgendwie ins Herz geschlossen und war gespannt, was ihr wohl blühen wird, denn wie Chris mir im Interview erzählt hat, ist sie der einzige Charakter, der auf einer realen Person basiert, seiner Freundin und die über die Klinge springen zu lassen, wäre wohl eher kontraproduktiv, aber wer weiß…^^
    Bevor ich aber noch weiter abdrifte, hier mein Fazit: „Hunting Evil“ ist wieder ein sehr gelungener Carter und Lucien wie schon in „Die stille Bestie“ ein würdiger Gegner, lediglich das Ende hatte mir ein bisschen zu viel „Bums“, lach und so gibt es diesmal 4,5 von 5 Blutlachen und natürlich eine unbedingte Leseempfehlung für alle Hunter-Fans.

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    Cover des Buches Garten der Schmetterlinge (ISBN: 9781503940987)

    Bewertung zu "Garten der Schmetterlinge" von Dot Hutchison

    Garten der Schmetterlinge
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender Plot, aber irgendetwas fehlte...
    Garten der Schmetterlinge

    Ein Feuer in einem Gewächshaus, viele verletzte Mädchen und einige Tote, aber was ist geschehen?
    Der Schlüssel dazu ist ein Mädchen, dass Maya genannt wird, auch wenn dies nicht ihr richtiger Name ist, sie wird von den FBI Agenten Victor Hanoverian und Brandon Edison verhört.
    Victor hat selbst eine Teenager-Tochter und ist entsetzt über den Zustand der jungen Frau, die ihm gegenübersitzt, er hat Mitleid, weiß aber auch, dass sie die einzige Chance ist, herauszufinden, was wirklich passiert ist, denn die anderen weigern sich zu reden.
    Maya hingegen spricht, sehr vorsichtig und nur Stück für Stück, einen Teil der Geschichte haben sie sich bereits selber zusammengereimt.
    Da war dieser Mann, schlicht und ergreifend „der Gärtner“ genannt, der seit Jahren junge Mädchen entführte und in einem großen Gewächshaus von der Außenwelt abschirmte, ihnen riesige Schmetterlingsflügel auf ihre Rücken tätowierte und sie als sein Eigentum betrachtete, natürlich hatten sie auch ein Verfallsdatum…
    Maya ist sozusagen das Sprachrohr dieser Mädchen, aber ist sie wirklich auch ein Opfer oder hat sie gar mitgemischt?
    Ihre rätselhaften Antworten machen das Verhör nicht gerade einfacher…

    Ich muss gestehen, obwohl der Klappentext mich ziemlich neugierig gemacht hat, fand ich das Buch nicht so ganz überzeugend, gerade diese „Wendung“ am Ende (Kann man das überhaupt so nennen?) fand ich irgendwie unpassend, zu sehr konstruiert…
    Allerdings hatte ich mit den Figuren auch so meine Probleme.
    Ja, Maya hat viel durchgemacht und müsste einem eigentlich leid tun, aber irgendwie war da die ganze Zeit so ein Gefühl, irgendetwas an ihr stört mich einfach total und das ist nicht allein die Tatsache, dass sie bis zum Schluss etwas verbirgt.
    Sie wirkt abgebrüht, irgendwie berechnend, nicht besonders warmherzig, was immer wieder mit ihrer persönlichen Geschichte begründet wird.
    Der Gärtner, nun ja, ich finde, er bekommt einfach zu wenig Spielraum, zwar ist er ständig zugegen, aber man erfährt doch relativ wenig über ihn, so frage ich mich zum Beispiel die ganze Zeit, wie zum Geier er es hinbekommen hat, dass seine Frau von all dem nichts mitbekommen hat und das, obwohl sie in Sichtweite spazieren geht.
    Wahrscheinlich hinterfrage ich einfach wieder viel zu viel, aber das lässt mich dann eben unzufrieden zurück…^^
    Die Story an sich finde ich schon irgendwie faszinierend, ein Mann, der Mädchen wie Schmetterlinge sammelt und brandmarkt, sozusagen, allerdings bleiben mir zu viele Dinge ungeklärt, zum Beispiel, warum die Schmetterlinge in ausgerechnet in diesem Alter abtreten mussten.
    Klar, er wollte schöne Exponate, trotzdem bin ich der Meinung, man hätte durchaus etwas näher auf diesen Punkt eingehen können.
    Durchaus gelungen ist für mich auch die Erzählweise, Maya wird vernommen und gibt ihr Wissen nur häppchenweise preis.
    Immer, wenn sie etwas erzählt und die Ermittler auf Klärung hoffen, wirft sie neue Fragen auf, wieder und wieder.
    Danach gibt es jedes Mal eine Art Rückblick, was eben damals passiert ist, klug gelöst und trotzdem fehlt mir irgendwas…
    Das Cover ist in schlichtem Grau gehalten mit einem einfachen weißen Schmetterling in der Mitte, da ist nichts mit den farbenfrohen Flügeln, von denen immer wieder die Rede ist, aber es ist passend, denn grau war der Alltag im Garten ja durchaus.
    Alles in allem ein gutes Buch mit einem interessanten Plot, mit dessen Ende ich mich jedoch etwas schwergetan habe und so gibt es dafür von mir 3,5 von 5 Blutlachen…

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    Cover des Buches Der Leichenficker 2: Vendetta (ISBN: 9783959570268)

    Bewertung zu "Der Leichenficker 2: Vendetta" von Ethan Kink

    Der Leichenficker 2: Vendetta
    Virginyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gelungene Fortsetzung für alle, die Erik und Carina schon im ersten Teil begleitet haben
    Komm wir spielen Bonnie und Clyde ...

    „Der Leichenficker“ schrie ja förmlich nach einer Fortsetzung und hier ist sie nun auch endlich.
    „Vendetta“ beginnt unmittelbar nach dem ersten Teil, Carina lässt Erik davonkommen, allerdings muss er sich dafür mit ihr auf einen Feldzug gegen das Verbrechen begeben, da sie selbst ja nun nicht mehr für die Polizei arbeitet, muss sie sich auch an keine Regeln mehr halten, dafür verfügt sie immer noch über Informationsquellen unter den alten Kollegen und ist so über das Treiben der Fieslinge bestens im Bilde.
    Erik hingegen ist sich erstmal nicht so ganz sicher, stand er doch bisher eher auf der Seite der Verbrecher, Carina oder auch Lady Sina haben ihm jedoch gründlich den Kopf verdreht, also sagt er zu und so starten sie Bonnie-und-Clyde-mäßig ihre Aufräumaktion.
    Doch nicht nur die beiden melden sich abwechselnd zu Wort, nein, es gibt noch jemanden, der mitmischt, ein Fan des Leichenfickers, der ihn nur zu gerne zurück auf der Bühne sehen würde und da seine anfänglichen Botschaften nicht so recht für voll genommen werden, greift er bald zu härteren Mitteln und will erst aufhören zu morden, wenn sein großes Idol mit seiner Show zurückkehrt.
    Nach langen Diskussionen sind sich Carina und Erik einig, warum nicht das Geforderte mit etwas Nützlichem verbinden, immerhin rennen da draußen ja genug Gangster herum, die man vom Antlitz der Erde tilgen kann.
    An sich ein guter Vorsatz, nur leider verläuft natürlich nichts wie geplant…

    Optisch passt Das Buch prima zum Vorgänger, gleiche Farben, gleiche Schrift und das gleiche -Tja, wie nennen wir es am Besten?- „Ding“ auf dem Cover, dafür gibt’s schon mal einen Daumen nach oben.
    Aber hält der Inhalt auch, was die Verpackung verspricht?
    Carina und Erik haben sich nicht wirklich verändert, beide haben immer noch mächtig ein Rad ab, Erik bekommt nach wie vor Besuch von seiner toten Mutter und die möchte seine bessere Hälfte schnellstens loswerden, ihr Sohnemann ist ihr jedoch total verfallen, vor allem lässt er sich auch ganz gerne mal von Lady Sina zeigen, wie der Hase läuft.
    Und auch gemeinsame Aktivitäten stärken ja bekanntlich jede Partnerschaft, selbst wenn sie sich um ein Waffensammelsurium im Keller drehen.
    Doch nicht nur Erik und Carina lassen uns abwechselnd an ihrer Sicht der Dinge teilhaben, es gibt noch eine dritte Person, der wir bei ihren Taten über die Schulter schauen dürfen …
    Ethan Kinks „Der Leichenficker – Vendetta“ ist eine gelungen Fortsetzung mit einem gut gewähltem Ende, das ich irgendwie erahnt habe, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut und so gibt es diesmal 4 von 5 Sternen für all die durchgeknallten Protagonisten.

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