Wortverzauberte

  • Mitglied seit 09.11.2017
  • 4 Freunde
  • 51 Bücher
  • 48 Rezensionen
  • 48 Bewertungen (Ø 4.17)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne22
  • 4 Sterne16
  • 3 Sterne7
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Cover des Buches Der Fall von Gondolin (ISBN: 9783608963786)

    Bewertung zu "Der Fall von Gondolin" von J.R.R. Tolkien

    Der Fall von Gondolin
    Wortverzaubertevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend, faszinierend, zeitlos
    Verborgene Sehnsüchte

    Mittelerde im Ersten Zeitalter. In diese sagenhafte Welt führt die Reise. In dem Klassiker “Der Fall von Gondolin” von J.R.R. Tolkien erhält man einen Vorgeschmack wie Mittelerde am Anfang aussah und entstanden ist. 

    Inhalt 

    Der Mensch Tuor soll im Auftrag des Valar Ulmo in die verborgene Elbenstadt Gondolin reisen. Er soll deren König Turgon vor der anbahnenden Gefahr warnen. Denn es herrscht Krieg in Mittelerde. Ulmo muss sich gegen den abtrünnigen Morgoth zur Wehr setzen. Dieser hegt den lang ersehnten Wunsch Gondolin zu finden und zu zerstören. 

    Doch Turgon schlägt die Warnungen Tuor einfach in den Wind. Stattdessen gibt er ihm seine Tochter Idril zur Frau. Aber die Gefahr ist immer noch nicht gebahnt. Durch einen Verräter innerhalb der Stadt erhält Morgoth den entscheidenden Hinweis. Mit diesem Hinweis hält er den Schlüssel für den vernichtenden Angriff gegen die Stadt in der Hand. Er gibt den Befehl und mit einem Heer aus Balrogs, Drachen und Orks geht der Angriff los. Das Unvermeintliche nimmt seinen Lauf…

     

    Meine Eindrücke 

    Es ist erstaunlich, wie schnell man beim Lesen in der Materie drinsteckt. Ich fand es spannend mitzuerleben, wie Tuor sich auf den Weg nach einer verborgenen Stadt macht und mit seinem Auftrag teilweise sogar beinahe scheitert. Er versucht mit allen Mitteln immer das Richtige zutun und seine Bestimmung zu erfüllen. Dies macht für mich einen Helden aus. 

    Weiter gefiel mir die Vorstellung, dass die Überlebenden der Schlacht ein neues Zuhause suchten. Diese Suche erinnerte mich stark an die Irrfahrten des Odysseus. Dieser musste auch nach dem Ende des Trojanischen Krieges erst einmal den Weg wiederfinden. 

     

    Lohnt sich das Buch?

    J.R.R. Tolkien schafft es eine sagenhafte Welt voller mythischer Wesen vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden zu lassen. Dabei entführt er ihn in das Erste Zeitalter. In Ein Zeitalter, in dem es noch keine Hobbits oder Ringträger gibt. Hier leben Elben und Götter im Einklang zusammen. Doch es gibt auch eine Schattenseite. Es kommt zum Krieg zwischen Göttern und die Elben müssen sich für eine Seite entscheiden. Es klingt episch und dies macht den Reiz aus. 

    Ich halte das Buch für einen guten Einstieg in die Welt von J.R.R. Tolkien. Es bringt alles mit, was eine spannende Geschichte haben sollte. Es stillt den Hunger nach Abenteuern und Fabelwesen. Für alle Mittelerde-Fans ist es ein Muss und natürlich auch für alle anderen Genießer von fantastischen Geschichten. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Der Ball spielende Hund (ISBN: 9783455650549)

    Bewertung zu "Der Ball spielende Hund" von Agatha Christie

    Der Ball spielende Hund
    Wortverzaubertevor 2 Monaten
    Ein Hund als Mörder?!

    Der dickliche Belgier – mit „Der Ball spielende Hund“ findet man sich erneut in einem Krimi wieder. Hercule Poirot muss wieder einmal einen Fall lösen. 

    Inhalt

    Hercule Poirot erhält einen merkwürdigen Brief. Eine gewisse Emily Arundell bittet ihn um Hilfe. Sie hatte einen schweren Unfall. Sie ist die Treppe hinunter gestürzt. Doch glaubt sie nicht an einen Unfall. Hercule will der Sache auf den Grund gehen. Leider ist es zu spät. Denn Emily Arundell ist nun tot. Der Brief kam zu spät bei ihm an. 

    Nun ist der Spürsinn von Poirot geweckt. Gemeinsam mit Hastings macht er sich ans Werk. Die Verdächtigen sind zahlreich. Unter anderem soll es einer ihrer Verwandten gewesen sein. Doch diese weisen jede Schuld von sich. Auch der geliebte Terrier der Verstorbenen kommt als Täter in Frage. Was für Poirot sehr unwahrscheinlich klickt. Aber er geht jeder Spur nach. Trotzdem schwirrt immer wieder die selbe Frage in seinem Kopf herum: War es vielleicht doch nur ein unglücklicher Unfall?…

    Meine Eindrücke 

    Schon der Titel „Der Ball spielende Hund“ reizte mich. Ich fand die Idee aufregend, ein Hund könnte der Übeltäter gewesen sei. Es war mal etwas anderes. Denn die typischen Verdächtigen in einem Krimi hauen mich neuerdings nicht mehr so vom Hocker. 

    Besonders gut hat mir der Aufbau des Plots gefallen. Der Einstieg mit dem Sturz von der Treppe ist wirklich gelungen. Man denkt ja danach nicht wirklich daran, dass dies ein Anzeichen für einen späteren Mord sein könnte. Doch irgendwie hat mir da noch etwas gefehlt. Man hätte die Idee des Hundes als Täter weiterspinnen sollen. 

    Lohnt sich das Buch?

    Agatha Christie ist hier bei „Der Ball spielende Hund“ wieder in ihrem Element gewesen. Sie hat einen ordentlichen Krimi abgeliefert. Er war spannend und hat den Leser zum Mitraten angereckt. Auch ist es ihr gelungen, Hercule Poirot noch ein bisschen mehr menschlicher darzustellen. Er hat sich tierlieb gezeigt. Normalerweise hat man nämlich das Gefühl, er habe eine Abneigung gegen Tiere. 

    Obwohl mir etwas an dem Krimi gefehlt hat, kann ich doch diesen weiterempfehlen. Neben einer guten Story hat der Krimi auch lustige Momente zu bieten. Und wer von Krimis à la Agatha  Christie nicht genug kriegen kann, ist dieser ebenfalls das Richtige. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Nero, der blutige Dichter (ISBN: 9783499275715)

    Bewertung zu "Nero, der blutige Dichter" von Dezsö Kosztolányi

    Nero, der blutige Dichter
    Wortverzaubertevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein verkannter Kaiser, der eine verzweifelte Seele besaß!
    Zwei Seelen in einem Körper

    Das Römische Reich hat eine Menge zu bieten – Kultur, Sagen und Helden. Aber auch tragische Ereignisse überschatteten die Geschichte des Römischen Reiches. Besonders die Jahrhunderte unter der Herrschaft der Kaiser, wie hier in „Nero, der blutige Dichter“,  hat ihre Spuren hinterlassen. 

    Inhalt 

    Nero wird in eine der mächtigsten Familien des Römischen Reiches hineingeboren, nämlich in die der Kaiserfamilie. Als Sohn einer Nachfahrin des geliebten Augustus und Adoptivsohns des Kaisers Claudius wächst er auf dem Palatin auf. Sein Erzieher ist der Dichter Seneca, der ihm Moral und Werte beibringt. Doch mit der Ermordung des Claudius wird er der neue römische Kaiser. Seine Mutter Agrippina ist ihm dabei eine helfende Stütze. Auch Seneca steht ihm mit Rat zur Seite. Aber bald zeigt sich, dass Nero etwas anderes für sein Leben erstrebt hat. Er wollte Dichter sein. 

    Daraufhin wandelte er sich. Er schrieb Gedichte und trat in Theater auf. Die Regierung überließ er seiner Mutter. Doch sein Geisteszustand veränderte sich ebenfalls. Er sah überall Verrat und Missgunst. Dies führte dazu, dass er die Grenze überschritt, er wurde zum Mörder. Viele in seiner Umgebung mussten daran glauben – seine Mutter, seine Gattin, sein Lehrer. Aber dies änderte nichts, er verlor sich immer mehr in seinen wirren Gedanken…

    Meine Eindrücke 

    Ich fand diesen Kaiser- und Künstlerroman sehr lesenswert. Hier wird deutlich aufgezeigt, wie schwierig es für jemanden ist, sein Schicksal zu erfüllen. Nero wurde in die falsche Familie zur falschen Zeit geboren. Er wollte nur Künstler sein, seine Mitmenschen mit seinen Gedichten und seinem Gesang erfreuen.  Doch er wurde Kaiser und musste diesem gerecht werden. Deszsö Kosztolányi skizziert diesen Weg auf herausragende Weise. Dabei beschönigt er nichts, sondern stellt die Ereignisse und Neros Verhaltensweise realistisch dar. Gleichzeitig gibt er dem Leser einen lebendigen Eindruck von den Gegebenheiten und den Menschen des antiken Roms. 

    Lohnt sich dieses Buch?

    Dezsö Kosztolányi beschreibt hier einen Menschen, der sich in einer Welt voller Intrigen und Lügen zurecht finden muss. Nero ist eher ein Künstler als ein Kaiser. Doch dies führt zu inneren Konflikten, welche am Ende in einer Katastrophe endet. Realistisch und ohne etwas auszulassen skizziert der ungarische Autor das Leben dieses römischen Kaisers vor dem inneren Auge des Lesers. 

    Ich bin der Meinung, dass es sich lohnt, dieses Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen. Es ist nicht nur ein Künstlerroman, sondern auch ein Appell an die Menschlichkeit. Getreu dem Motto „Kein Wesen kann mehr leiden als der Mensch“ führt Kosztolányi den Leser in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele und zeigt dabei auf, wie schnell jemand die Grenze zum Mörder überschreiten kann. Unter diesem Deckmantel wirft der Autor somit nämlich durch das Brennglas der Antike einen Blick auf die schrecklichen Ereignisse der Moderne. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Harry Potter and the Philosopher's Stone (ISBN: 8601404313097)

    Bewertung zu "Harry Potter and the Philosopher's Stone" von Joanne K. Rowling

    Harry Potter and the Philosopher's Stone
    Wortverzaubertevor 2 Monaten
    Hexen und Zauberer lassen grüßen

    Es verschlägt uns in die Welt der Zauberei. Genauer nach Hogwarts. Ja! Es geht um den ersten Band der Reihe. Um: Harry Potter und der Stein der Weisen. 

    Diesmal habe ich mir die Originalausgabe vorgenommen. Ich hatte nach der deutschen Version Lust, auch mal die englische zu lesen. 

    Inhalt

    Harry Potter ist ein besonderer Junge. Anfangs hat er davon noch keine Ahnung. Aber mit der Zeit dämmert es ihm. Es passieren nämlich mysteriöser Dinge, die er sich nicht wirklich erklären kann. Doch dies ändert sich. An seinem elften Geburtstag erhält er von einem gewissen Hagrid ein Aufnahmeschreiben. Ein Aufnahmeschreiben von Hogwarts, einem Internat für Hexerei. Seine Tante und sein Onkel wollen aber nichts von diesen Dingen wissen. Mithilfe von Hagrid erfährt er nun alles über seine besondere Begabung und seine eigentliche Herkunft. 

    Nach seiner Ankunft in Hogwarts stellt Harry fest, dass er sehr berühmt ist. Dies hat den Grund, dass er als einziger den Angriff des berüchtigten Lord Voldemorts überlebt hat. Doch auch in Hogwarts passieren merkwürdige Dinge. Er muss zusammen mit seinen neuen Freunden Ron und Hermine gegen einen Troll kämpfen. Und am Ende versuchen die drei gemeinsam das Rätsel um den Stein der Weisen zu lösen…

    Meine Eindrücke 

    Schon von der deutschen Ausgabe war ich begeistert. Doch dies endlich in der Originalversion zu lesen war noch einmal ein Deut besser. Besonders gut fand ich, dass ich die Originalnamen der Figuren kennen lernen durfte. Denn im Englischen heißt Lord Voldemort ganz anders. 

    Es hatte für mich alles, was ein gutes Fantasiebuch haben musste. Das Thema der Hexen und Zauberer war gut gewählt. Der Plot sprach mich an. Der Kampf von Gut und Böse in eine Schule für Hexerei einzukleiden hatte seinen Reiz. 

    Lohnt sich das Buch?

    Joanne K. Rowling ist mit ihrem ersten Band „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ein spannender Fantasieroman gelungen. Besonders die Charaktere stechen heraus. Allen voran die Hauptfigur – Harry Potter. Ein Junge, der glaubt ganz normal zu sein und es in Wahrheit gar nicht ist. Dies lässt das Herz des Lesers höher schlagen und sich mit dem Charakter identifizieren. Aber auch der Ort der Geschichte, ein Internat für besondere Kinder, hat einen gewissen Charme. Denn dort steht noch nicht fest, ob jemand zu den Guten und zu den Bösen gehört. 

    Meiner Meinung nach ist dieses Buch für alle zu empfehlen, die ein Faible für die Zauberei und fantastische Welten haben. Aber auch andere können sich das Buch zu Gemüte führen. Es ist spannend, komisch und auch mal traurig. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch) (ISBN: 9783159609829)

    Bewertung zu "Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)" von Jane Austen

    Mansfield Park: Roman (Reclam Taschenbuch)
    Wortverzaubertevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Jane Austen geht immer!
    Auf der Suche nach dem richtigen Platz im Leben

    Mit dem Buch „Mansfield Park“ geht es in das viktorianische England. Gezeigt wird eine kleine innige Gemeinschaft, die durch die Anwesenheit einer entfernten Verwandten ins Wanken gerät. 

    Inhalt

    Fanny Price wird als Kind zu ihrer Tante nach Mansfield Park geschickt. Dort soll eine bessere Bildung und ein späteres besseren Leben bekommen als jetzt bei den eigenen Eltern. In Mansfield Park wird sie von der ganzen Familie freudig aufgenommen. Bis auf von ihrer zweiten Tante – Mrs. Norris. Diese ist eine rechthaberische Frau, die sich in alles einmischt und glaubt sie sei der Nabel der Welt. Doch Fanny lässt sich davon nicht abschrecken. 

    Als junge Frau entwickelt sie eine innige Liebe zu ihrem Cousin Edmund. Doch auch diesmal muss sie Zurückweisung erdulden. Denn es drängt sich Miss Crawford, die zu Besuch gekommen ist, zwischen die beiden. Gibt es am Ende ein Happy End…

    Mein Eindruck 

    Langatmig geht es mit der Geschichte voran. Trotzdem diesem kleinen Manko fand ich die Story lesenswert. Wie immer ironisch und realistisch zugleich. Die Figuren versprühen Esprit und sind genauso wie man sich die Charakter in der Welt von Jane Austen vorstellt. 

    Lohnt sich das Buch?

    Jane Austen hat eine amüsante und zugleich gesellschaftlich kritische Geschichte geschrieben. Jede Pointe ist an ihrem richtigen Platz und trägt zum Lesegenuss bei. Doch an manchen Stellen ist die Langatmigkeit des Plots nicht mehr zu ertragen und dabei geht die Spannung verloren. 

    Die Geschichte hat trotzdem alles, was eine gute Story ausmacht. Sie hat Witz, Charme und regt zum Nachdenken an. Natürlich ist sie eine absolute Empfehlung für jeden Jane Austen-Fan. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Mark Twain - Die besten Geschichten (ISBN: 9783730606070)

    Bewertung zu "Mark Twain - Die besten Geschichten" von Mark Twain

    Mark Twain - Die besten Geschichten
    Wortverzaubertevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Twain darf bei einer Leseliste auf gar keinem Fall fehlen!
    Dem Menschen einen Spiegel vorhalten

    Wer kennt die wunderbaren Geschichten über „Tom Sawyer“ und „Huckleberry Finn“ nicht. So komisch sind diese. Aber Mark Twain hat noch mehr zu bieten, als diese Kindergeschichten ☻ In dieser schönen Ausgabe „Die besten Geschichten“ – mit dem ansprechenden Cover – sind unzählige tragische und auch humorvolle Novellen des amerikanischen Autors vertreten. 

    Inhalt

    Mark Twain nimmt in einer Geschichte die Sicht des Teufels ein und erzählt aus dessen Leben und dessen Empfindungen. Mal lässt er Tom Sawyer Detektiv sein und verzwickte Fälle lösen. Oder er erzählt aus dem Leben von Adam und Eva. Es geht um die Welt und in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele. 

    Mein Eindruck 

    Ich fand die unterschiedlichen Geschichten amüsant und manchmal sogar sehr einfühlsam. Besonders die Erzählungen aus der Sicht des Teufels und des Paares Adam und Eva hat mir sehr gut gefallen. Es war komisch zu lesen, wie der Teufel versucht, seine Handlungen zu erklären und wem er die Schuld für diese gab. Oder wie es um die Beziehung des ersten Menschenpaares wirklich bestellt gewesen ist. 

    Lohnt sich das Buch?

    Mark Twain ist ein Humorist erster Güte. Er schafft es, dem Leser die Banalität der beschränkten Vorstellungskraft eines Menschen auf komische und ironische Weise vor Augen zu führen. Dabei hat er nie im Sinn, die Menschen vor den Kopf zu stoßen und sie der Lächerlichkeit preiszugeben; er versucht nur ihnen eine andere Denkweise mit auf den Weg zu geben. 

     

    Mit seinen Geschichten trifft er nicht nur den Zeitgeist seiner Epoche, sondern auch den der heutigen Zeit. Für mich zählt Twain zu den erfolgreichsten Schriftstellern seiner Zeit. Seine Werke regen heute noch zum Denken an und Kinder können sich dem Charme seiner Geschichten rund um die Lausbuben „Tom Sawyer“ und Huckleberry Finn“ kaum entziehen. Ich kann mit Recht behaupten, dass diese Geschichten wahre Herzstücke sind, und man muss sie einfach immer wieder in die Hand nehmen und von Neuem lesen. Für alle die, herzhaft lachen wollen. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche (ISBN: 9783810522573)

    Bewertung zu "Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche" von Sabine Weigand

    Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche
    Wortverzaubertevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Herausragend, spannend.
    Eine Frau - zwei Männer und zwei Kronen

    Inhalt  
    Elonore von Aquitanien stammt aus einer der reichsten Herzogtümer in Frankreich, nicht einmal der französische König konnte über so einen Besitz verfügen. Deswegen war es nicht verwunderlich, dass der König mit dem Herzogtum eine Allianz eingehen wollte. Eleonore kam mit ihrer geliebten Schwester an den französischen Hof in Paris und wurde mit dem zukünftigen König Ludwig verheiratet. Doch obwohl diese Ehe anfangs sehr glücklich schien, bekam diese nach und nach immer mehr Risse. Am Ende wurde die Ehe geschieden und Eleonore war keine Königin von Frankreich mehr. 

    Das Schicksal meinte es aber weiterhin gut mit ihr. Denn sie entbrannte in voller Liebe zu dem jungen Herzog von Anjou, Heinrich. Dieser war dank seiner Mutter Mathilda ein Anwärter auf den englischen Thron. Nachdem er diesen im Kampf errungen hatte, nahm er Eleonore zur Frau und machte sie zur Königin von England. Aber auch diese Ehe blieb nicht ohne Brüche. 

    Eleonore wurde für Jahre eingesperrt auf einer Burg und hatte keinen Kontakt zur Außenwelt. Erst als ihr Gatte starb und ihr Sohn Richard Löwenherz den Thron bestieg, war sie keine Gefangene mehr und sie stand ihrem Sohn mit Rat und Tat zur Seite...

    Meine Eindrücke 
    Wie ihr oben schon lesen konntet, bin ich fasziniert von der englischen Geschichte und ich wurde mit dieser Lebensgeschichte nicht enttäuscht. Ich fand es wunderbar, dass Eleonore ihre Geschichte selbst erzählt hat und sich dabei nicht nur auf die positiven Ereignisse beschränkte, sondern auch ihre eigenen Fehler kundtat. Auch hat es mir gut gefallen, dass man mehr über die damaligen politischen Begebenheiten und die Lebensumstände der Bevölkerung erfahren hat. Damit entstand ein lebendiges Bild vor den Augen und man hatte das Gefühl tatsächlich auch dabei gewesen zu sein. 

    Lohnt sich dieses Buch?
    Sabine Weigand nimmt den Leser in die Zeit des englischen Hochmittelalters mit. Dabei lässt sie die Gegebenheiten aus der Perspektive einer der herausragendensten Persönlichkeiten dieser Zeit erzählen, nämlich Eleonore von Auquitanien. Diese Frau muss sich in der damals durch Männer dominierenden Welt behaupten. Dies gelingt ihr aus eindrucksvolle Weise. Erst als Königin von Frankreich und dann als Königin von England ist sie an den politischen Geschicken des jeweiligen Landes beteiligt. 
    Ich bin der Meinung dieses Buch lohnt sich für alle - seien sie historisch interessiert oder nicht. Eleonore von Aquitanien ist auch heute noch ein Vorbild für alle starken und selbstbewusste Frauen, die sich in dieser Welt gegen alle Widerstände behaupten müssen. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Die Europäer (ISBN: 9783717523888)

    Bewertung zu "Die Europäer" von Henry James

    Die Europäer
    Wortverzaubertevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Amüsant, kurzweilig.
    Ohne Geld, aber mit viel Prestige

    Inhalt 
    Die Baronin Münster reist mit ihrem Bruder Felix nach Neuengland. Sie haben keinen einzigen Penny und wollen in der Neuen Welt eine gute Partie für jeden finden. Mit ihrem Charme und dem Adelstitel können sie auch schnell ihre dortige Verwandtschaft um den kleinen Finger wickeln. Mit der Zeit entstehen dabei unterschiedliche Paarkonstellationen. Nicht nur dies trägt zu einem Wortaustausch bei, sondern auch das Konkurrieren von den Vorstellungen der Alten Welt mit den Werten und der Moral der Neuen Welt. 

    Meine Eindrücke 
    Henry James zeigt in dieser Komödie auf, was die Europäer von den Amerikanern unterscheidet. Dabei stellt er Figuren in den Mittelpunkt, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite haben wir die Baronin, die viel Wert auf ihren Titel und die europäische Lebensart legt. Auf der anderen Seite befinden sich ihre Verwandten - besonders ihr Onkel - die zwar von dem Titel beeindruckt sind, doch mehr an Moral festhalten und ein dekadentes Leben ablehnen. 

    Ich fand die Geschichte amüsant und anregend. Anregend in der Hinsicht, dass die Dialoge über die Moralvorstellungen den Leser selbst dazu anhalten, sich über Aspekte eines dekadentes Leben Gedanken zu machen. Doch ganz warm konnte ich am Ende mit der Erzählung nicht werden. Mir hat mehr Tiefe bei den Charakteren - so wie Henry James dies bei Washington Square  gestaltet hat - gefehlt. Ansonsten war es leicht von der Hand zu lesen. 

    Lohnt sich dieses Buch? 
    Henry James besitzt eine gute Beobachtungsgabe und gibt ihr die Begebenheiten seiner Zeit auf eine humorvolle und ironische Weise wieder. In "Die Europäer" nimmt er den Leser in die Welt einer verarmten Baronin mit und lässt ihn an ihrem Versuch in der Neuen Welt mithilfe ihrer dortigen Verwandten eine gute, vermögende Partie zu machen teilhaben. Dabei stellt er auch den Unterschied zwischen Europäern und Amerikanern in den Vordergrund, was an manchen Stellen zu komischen Dialogen führt. 

    Ich bin der Meinung für den ersten Einstieg in die Welt von Henry James eignet sich diese Geschichte hervorragend. Die Personenkonstellationen erinnert ein bisschen an Goethes "Wahlverwandtschaften" und versprüht daher Esprit. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Die Kleptomanin (ISBN: 9783455651331)

    Bewertung zu "Die Kleptomanin" von Agatha Christie

    Die Kleptomanin
    Wortverzaubertevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein solider spannender Krimi
    Der Schein kann trügen

    Inhalt 
    Nachdem Hercule Poirot festgestellt hatte, dass seine sonst so zuverlässige Sekretärin Miss Lemon einige Fehler beim Abtippen seiner Schriftstücke gemacht hat, ließ er sich nicht zweimal bitten. Sie berichtete ihm, dass in dem Studentenwohnheim, welches ihre Schwester leitete, sich neuerdings merkwürdige Dinge abspielen würden und sie deswegen so abgelenkt ist. In dem Wohnheim kam es nämlich zu einer Serie von Diebstählen. Poirot stellt schnell fest, dass die gestohlenen Gegenstände auf düstere Machenschaften hindeuten und aus diesen noch mehr Unheil hervorgehen könnte...

    Meine Eindrücke 
    Es war eine gut durchdachte Geschichte. Doch ich konnte diesmal nicht so recht warm werden mit der Story. Irgendwie hat mir mehr Interaktion seitens Hercule Poirot gefehlt. Es schien so, als würde er diesmal nur eine Randfigur einnehmen und wie in einem Theater von seinem Logenplatz aus, das ganze Szenario beobachten. Trotz dieses Mankos war es ein solider Krimi, der mit einer Anzahl von Verdächtigen aufwarten konnte und zum Rätsel raten verleitete. 


    Lohnt sich dieses Buch? 
    Agatha Christie hat einen soliden Krimi abgeliefert. Der Plot war gut durchdacht. Jeder Protagonist nahm seine ihm zugedachte Position ein. Die Geschichte hatte an den richtigen Stellen ihre Wendung und natürlich kam die Spannung nicht zu kurz. 

    Obwohl ich nicht recht warm geworden bin mit diesem Krimi, kann ich ihn trotzdem guten Gewissens allen Krimifans und denen, die es noch werden wollen, empfehlen.  

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Die Frauen von Troja - Tochter des Meeres (ISBN: 9783442485031)

    Bewertung zu "Die Frauen von Troja - Tochter des Meeres" von Emily Hauser

    Die Frauen von Troja - Tochter des Meeres
    Wortverzaubertevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fesselnd, dramatisch, lesenswert!
    Mut wird belohnt

    Inhalt 
    Atalante ist eine geschickte Jägerin und schnelle Läuferin. Eines Tages erfährt sie von ihren Eltern, dass sie gar nicht deren Kind ist und als Baby im Gebirge Pelion ausgesetzt worden war. Mit dieser für sie erschreckenden Erkenntnis macht sich die selbstbewusste junge Frau auf den Weg um ihre wahren Eltern zu finden. 
    Als sie herausfindet, dass sie die Tochter eines Königs und dieser sich einen würdigen männlichen Nachfolger gewünscht hatte, will sie ihm beweisen, dass sie - als Frau - ebenfalls eine würdige Thronerben sein kann. So nimmt sie als Mann verkleidet an der Fahrt der Argonauten unter Jason teil. Gemeinsam mit berühmten Helden wie Peleus und Hippomenes begibt sie sich auf die Suche nach dem goldenen Vlies. 
    Doch Jason kommt hinter ihr Geheimnis und möchte sie töten. Dank Hippomenes, der sich ihm in den Weg stellt, kann Atalante gerettet werden. Von nun an sind die beiden untrennbar miteinander verbunden...

    Meine Eindrücke
    Wie schon in ihrem ersten Buch dieser Reihe lässt Emily Hauser die Reise der Argonauten und deren Suche nach dem Goldenen Vlies aus der Perspektive der starken Frauen lebendig werden. Auch hier nutzt sie den historischen Kontext und das dazugehörige Setting gekonnt für die Entfaltung ihrer weiblichen Protagonistin. Der Leser folgt dabei dem Pfad der Kämpferin Atalante, die sowohl auf der Suche nach ihrem Platz im Leben ist als auch ihrem wahren Vater beweisen will, dass sie ebenso wie ein Mann ein guter Nachfolger auf dem Thron sein kann. 

    Ich fand diese Geschichte ebenfalls sehr lesenswert und unterhaltsam. Besonders die Verwandlung Atalantes zu einem Mann und ihre Versuche, sich wie ein Mann zu verhalten und zu reden, waren sehr komisch. Denn es ist, glaube ich, gar nicht so einfach in diese Rolle zu schlüpfen. Auch hat mir das Zusammenspiel zwischen historischen Setting und den einzelnen Mythen über Atalante gut gefallen. 

    Lohnt sich dieses Buch? 
    Emily Hauser nimmt in ihrem zweiten Band "Die Frauen von Troja - Tochter des Meeres" den Leser auf eine Reise dreitausend Jahre zurück mit und lässt ihn an einer der spektakulärsten Seefahrten und Suchen überhaupt teilnehmen - die Suche nach dem sagenhaften Goldenen Vlies. Dabei stehen nicht die berühmten Helden, die sich an der Reise beteiligt haben, - wie Peleus, der Vater von Achilles; Laertes, Vater von Odysseus; Herakles, Theseus - im Vordergrund. Hier ist es eine mutige Frau, die sich in dieser männerdominierenden Welt einen Namen machen und aus ihrem tristen Leben ausbrechen will. 

    Ich bin der Meinung, dieses Buch ist es Wert gelesen zu werden. Es vereint den historischen Background mit einer starken, wundervollen Protagonistin. Gleichzeitig stellt die Protagonistin ein Vorbild für kommende Frauengenerationen dar, weil sie sich nicht unterkriegen lässt und stets versucht, für ihre Ziele und Träume einzustehen, egal wie schwer es auch sein mag. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Über mich

    Lebenslustige Bücherlieberhaberin, die ohne ein geschriebenes Wort niemals aus dem Haus geht.

    Lieblingsgenres

    Klassiker, Historische Romane, Krimis und Thriller, Fantasy

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks