Yurelia

  • Mitglied seit 20.10.2010
  • 18 Freunde
  • 338 Bücher
  • 131 Rezensionen
  • 175 Bewertungen (Ø 4.43)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne117
  • 4 Sterne32
  • 3 Sterne15
  • 2 Sterne6
  • 1 Stern5
  • Sortieren:
    Cover des Buches Die Tribute von Panem X (ISBN: 9783789120022)

    Bewertung zu "Die Tribute von Panem X" von Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem X
    Yureliavor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Fesselndes Prequel mit grausamen Überraschungen, aber leider wenig Charakterentwicklung und einem unbefriedigenden Ende.
    Suzanne Collins: »Die Tribute von Panem X - Das Lied von Vogel und Schlange«

    Zunächst einmal möchte ich mich bedanken, dass auf dem Cover und dem Papierumschlag nur die goldene Silhouette einer Schlange abgebildet ist. Das kann ich als Schlangenphobikerin so gerade eben noch verkraften.

    Das Cover ist ziemlich einfach gehalten. Schlange und Vogel weisen auf den Titel und den Inhalt des Buches hin und das große X, die römische Zahl 10, ist ein Hinweis auf die 10. Hungerspiele.

    Sehr, sehr positiv finde ich, dass es keinen Buchumschlag gibt. Ich kann Buchumschläge nicht leiden und empfinde sie beim Lesen nur als störend. Umso schöner ist es, dass dieses Buch gar keinen hat.

    Allerdings kann ich mit dem Stück Papier, das um den Buchblock geschlungen ist, nichts anfangen. Soll es den Buchblock schützen?

    Soll es eine Art von Lesezeichen darstellen?

    Oder soll es ganz was anderes sein oder am Ende tatsächlich nur Deko?

    Ich weiß wirklich nicht, was sich der Verlag dabei gedacht hat und finde, dass man es auch hätte weglassen können. Weil es mich beim Lesen so gestört hat, habe ich es kurzerhand hinter die letzte Buchseite umgeknickt. Ich habe so etwas noch nie zuvor gesehen. Keines meiner sonstigen Bücher hat so ein Papierumschlag-Dingsi.

    Die Bindung ist wie von einem Hardcover zu erwarten: Das Buch kann man aufgeschlagen liegen lassen, ohne dass es sich von alleine wieder zusammenklappt.

    Die Kapitel haben keine Titel und sind von 1 bis 30 durchnummeriert.

    Einen Prolog gibt es nicht, dafür aber einen Epilog, der erzählt, was mit Coriolanus nach Kapitel 30 passiert ist.


    Ich hatte einige Probleme, in die Geschichte hineinzukommen. Mir ist immer noch nicht bewusst, ob das daran liegt, dass die Geschichte halt so geschrieben ist oder ob mir einfach gewisse Erinnerungen aus »Die Tribute von Panem« fehlen. Es ist ja aber auch schon über 8 Jahre her, dass ich diese Bücher gelesen habe.

    Eventuell könnte es also hilfreich sein, die Haupttrilogie noch einmal zu lesen, bevor man dieses Prequel liest, das 64 Jahre vor der Haupttrilogie spielt.

    Mit Coriolanus hatte ich von Anfang an meine Probleme. Man sagt ja immer, niemand werde böse geboren. Aber Coriolanus scheint hier eine Ausnahme zu sein.

    Gut, ich würde ihn auch nicht gerade als "böse" bezeichnen, aber gut ist er auch nicht. Ich glaube wirklich, dass er es einfach nicht besser weiß. Er kann gar nicht anders, weil er es nicht anders gelernt hat. Aber man kann schon auf den ersten Seiten des Buches erkennen, wer Coriolanus einmal wird. Schon in jungen Jahren hat er einen höchst unsympathischen Charakter. Man lernt zwar seine Beweggründe kennen, aber das macht ihn als Person absolut nicht sympathischer. Es führt eher zum Gegenteil.

    Dadurch, dass Coriolanus von Anfang an kein guter Mensch ist, bleibt seine Charakterentwicklung leider ziemlich auf der Strecke. Allerhöchstens hat er aus den Erfahrungen, die er gemacht hat, etwas dazugelernt. Aber er ist am Ende immer noch dieselbe verabscheuungswürdige Person wie am Anfang.

    Mir hätte es besser gefallen, wenn er sich einfach durch die Ereignisse im Laufe der Geschichte zu einem negativen Menschen entwickelt hätte. Dann hätte man sich vielleicht auch besser in Coriolanus hineinversetzen können. Aber das war hier so gar nicht der Fall. Schade!

    Eigentlich fand ich kaum einen der Charaktere richtig sympathisch,

    Sejanus ging mir mit seinem Genörgle schnell auf die Nerven, obwohl ich ihn sehr gut verstehen konnte.

    Über Tigris wusste man viel zu wenig, obwohl ich sie mochte.

    Die Großmadame schien, wie viele der im Kapitol lebenden Menschen, eine sehr verdrehte und falsche Einstellung zu den Dingen zu haben.

    Einzig Lucy Gray Baird war mir ansatzweise sympathisch, obwohl ich mir nie sicher war, was wirklich in ihrem Kopf vorging. Erst nach den Hungerspielen war ich mir sicher, dass sie sich tatsächlich in Coriolanus verliebt hatte. Davor fragte ich mich immer wieder, ob sie Coriolanus nicht vielleicht nur manipulierte.

    Das Ende der Romanze zwischen Lucy Gray und Coriolanus habe ich jedoch absolut nicht verstanden. Dieser Bruch zwischen den Beiden, der ja kommen musste, erschien mir unlogisch. Das Wie und Warum, wie auch der Konflikt, fehlten komplett und gaben meiner Lesefreude einen gehörigen Dämpfer.

    Während ich noch dachte, Coriolanus wäre bei seiner Vermutung, Lucy Gray betreffend, auf dem Holzweg, stellte sich das, was er sich ausgemalt hatte, anscheinend als richtig heraus.

    Das fand ich zu einfach und es nahm dem Ganzen die Tiefe. Außerdem wurde es nicht geklärt. Es kam zu keinem vernünftigen Konflikt und damit wirkt das Ende äußerst unbefriedigend.

    Das ist auch das Einzige am Ende, was mich stört - aber das dann auch noch richtig massiv. Es verhindert ein rundes Ende, mit dem ich zufrieden hätte sein können.

    Das ist anders als bei »Die Tribute von Panem«. Da hatte ich zwar auch anfangs meine Probleme mit dem Ende, weil es so heftig war, aber das war wenigstens ein rundes Ende ohne so ein Loch in der Logik.

    Das macht mir die Geschichte leider ein wenig kaputt, obwohl ich sie sonst echt interessant und fesselnd fand.


    Trotz aller Kritik liest sich das Buch äußerst spannend. Manchmal so sehr, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen.
    Einige der Entwicklungen kann man leicht voraussehen, doch es gibt auch Momente, die den Leser überrascht und/oder entsetzt aufschreien lassen.
    Einer dieser Momente war für mich das Ende des zweiten Teils des Buches. Um diesen Moment zu verarbeiten, musste ich das Buch tatsächlich erst einmal zur Seite legen.


    Mein Fazit:

    Fesselndes und spannendes Prequel mit einigen grausamen Überraschungen, aber leider wenig Charakterentwicklung und einem unbefriedigenden Ende. Trotzdem: Pageturner! 

    Kommentare: 3
    4
    Teilen
    Cover des Buches BRÏN (ISBN: 9783940611574)

    Bewertung zu "BRÏN" von Sameena Jehanzeb

    BRÏN
    Yureliavor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein wahrhaft außergewöhnlicher Leseschatz, der von der ersten Zeile bis zur letzten fesselt und verzaubert. Auf jeden Fall empfehlenswert!
    Sameena Jehanzeb: »Brïn«

    Auf dieses Buch bin ich durch die Autorin selbst aufmerksam geworden. Ich weiß leider nicht mehr, ob ich das Cover auf Twitter oder auf ihrem Blog entdeckt habe. Aber ich weiß noch, dass sie es gepostet hat und ich mich sofort in dieses wunderschöne Cover verliebt habe. 😍 Es ist eines dieser Cover, die ich mir rahmen und im Zimmer aufhängen würde. ❤️️
    Dann las ich den Klappentext und ich wusste: Das Buch musste ich haben. Ganz unbedingt.

    Als ich das Buch aufschlug wurde ich wieder positiv überrascht: Ein Inhaltsverzeichnis! Ich mag so etwas sehr. Die meisten Bücher, die ich sonst so lese, haben gar kein Inhaltsverzeichnis mehr. Das gefiel mir hier somit sehr und ja, ich stöberte tatsächlich erst einmal im Inhaltsverzeichnis. 😅
    Da ich mich aber nicht spoilern wollte, blätterte ich dann doch schnell weiter. Ich landete in einem Aussprache- und Betonungsguide und freute mich schon wieder. 😁
    Oft genug habe ich Bücher gelesen, bei denen es so etwas nicht gab, und am Ende kam dann raus, dass ich Namen falsch ausgesprochen hatte. Zu Schulzeiten stritt ich deswegen sogar mit einer Freundin. 🙈
    Mir ist es immer wichtig, Namen so auszusprechen, wie vom Autor gedacht, weswegen ich mich über solche Guides immer freue.
    Die Seiten des Buches fühlen sich angenehm an. Etwas dicker und nicht zu dünn. Die Schrift ist etwas kleiner aber nicht zu klein. Durch den Zeilenabstand liest es sich angenehm.
    Die Kapitellänge variiert zwischen etwas länger und ganz kurz, was ich recht angenehm finde. Es sind keine ellenlangen Kapitel dabei.
    Der Anfang eines jeden Kapitels beinhaltet die Nummer des Kapitels, den Titel und darunter das Datum und den Ort, in welchem das Kapitel spielt.
    Bereits der Prolog ist interessant und spannend geschrieben und führte dazu, dass ich sofort im Buch versank und ich es nur schwer wieder aus der Hand legen konnte. Allerdings fragt man sich im nächsten Kapitel, was der Prolog mit der eigentlichen Story überhaupt zu tun hat. Erst sehr viel später im Buch hat man eine Ahnung davon aber wirklich aufgeklärt wird das Geheimnis um den Prolog erst gegen Ende des Buches.
    Mir gefällt es übrigens sehr, dass sich in diesem Fantasy-Roman auch historische Elemente befinden. Es vermischen sich hier ohnehin mehrere Genres, was die Geschichte umso interessanter und spannender macht.
    Man erfährt erst ziemlich spät etwas über die Welt, Brïn, in der Juno gestrandet ist. Somit versteht man die Daten unter den Kapitelüberschriften ebenfalls erst später. Man lernt Brïn sozusagen mit Juno gemeinsam kennen. Der Leser entdeckt die unbekannte, neue Welt mit der Protagonistin zusammen. Das führt dazu, dass man sich mit Juno ziemlich schnell verbunden fühlt.
    Übrigens gefällt es mir sehr, dass sich auf Brïn offenbar alle duzen - sogar die Edana wird geduzt. So wirken die Bewohner von Brïn wie eine zusammengewachsene Gemeinschaft auf Augenhöhe. Die Vorstellung finde ich wunderschön.
    Die Charaktere sind allesamt sehr sympathisch - bis auf die, die das gar nicht sein sollen. Sofia mochte ich am allerwenigsten. Ihr wollte ich ein paar Mal wirklich Gewalt antun. 🙈
    Die Geschichte ist absolut außergewöhnlich und wenn man denkt, man weiß ungefähr, wie der Plot ablaufen wird, täuscht man sich am Ende doch gewaltig.
    Ich hatte mich zwischendurch versehentlich gespoilert und dachte deswegen zu wissen, was passieren wird - wurde am Ende dann aber trotzdem überrascht, da letztlich alles ganz anders kam. Das Ergebnis war dasselbe, der Weg dahin aber ein ganz anderer als angenommen.
    »Brïn« ist eine andere Art von Fantasy - und ich hätte nie gedacht, dass ich in dem Genre noch mal so überrascht werde.
    »Brïn« ist anders, außergewöhnlich, romantisch, mysteriös und magisch.
    Sameena Jehanzeb hat mit diesem Leseschatz bewiesen, dass sie verdammt gut schreiben kann und dass eben doch noch nicht alles dagewesen ist. Sie hat es geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Zeile zu verzaubern.

    Mein Fazit:

    Ein wahrhaft außergewöhnlicher Leseschatz, der von der ersten Zeile bis zur letzten fesselt und verzaubert. Passt wahrlich in so gar keine Schublade. Auf jeden Fall empfehlenswert!

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Cover des Buches Wolkenschloss (ISBN: 9783841440211)

    Bewertung zu "Wolkenschloss" von Kerstin Gier

    Wolkenschloss
    Yureliavor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein wirklich schönes Buch, im Inneren wie im Äußeren aber eher für Jüngere geeignet. Eine Geschichte, die das Herz zum Leuchten bringt.
    Kerstin Gier: »Wolkenschloss«

    Aufmerksam auf dieses Buch geworden bin ich tatsächlich durch Kerstin Gier selbst. Auf ihrem Instagram-Account hat sie damals die Zeichnung des Wolkenschlosses, das den Buchumschlag ziert, peu à peu der Welt gezeigt. Als das Buch dann letztlich veröffentlicht wurde und ich die ersten Bewertungen las, wollte ich es unbedingt haben. Vor zwei Jahren in der Weihnahchtszeit forderte meine Oma mich dazu auf, mir ein Buch aus dem Buchhandlungskatalog auszusuchen, der bei ihr auf dem Sofa lag. Das Buch wollte sie mir dann zu Weihnachten schenken.
    Ich blätterte durch den Katalog und als ich mich »Wolkenschloss« daraus anlachte, stand meine Entscheidung fest und zu Weihnachten 2018 wurde ich stolze Besitzerin dieses Buches.

    Der Schutzumschlag ist wunderschön gestaltet. Die Fassade des Wolkenschlosses ziert ihn mitsamt seiner vorübergehenden Bewohner. Man könnte raten, wer in welchem Zimmer wohnt. Ich habe aber nicht alles erraten können. Die Anzahl der Vögel beträgt aber genau sieben und passt somit eindeutig auf die Bergdohlen, die von Fanny regelmäßig verwöhnt werden.
    Auch unter dem Schutzumschlag sind die Buchdeckel eine Augenweide, weswegen ich ausnahmsweise darauf verzichtet habe, den Umschlag auf die Buchdeckel zu kleben und mit Buchfolie einzuschlagen.
    Im Buch selbst ist jeder Kapitelbeginn im Stil des Covers mit einer Verzierung versehen worden. Ansonsten wurde sich mit Verzierungen im Buch selbst zurückgehalten.
    Das Vorsatzpapier wird von einem sich wiederholenden Wappen geziert.
    Die Farbe Lila ist im gesamten Design des Buches vorherrschend und rundet es ab, wodurch das Buch zum echten Hingucker wird.

    Nun kam ich nach zwei Jahren endlich dazu, das Buch zu lesen und wurde positiv überrascht. Die Bewertungen variieren ja leider doch ganz schön und viele Leser waren alles andere als begeistert. Das schraubte meine Erwartungen tatsächlich etwas runter und verhinderte vermutlich, dass ich enttäuscht wurde.
    »Wolkenschloss« ist definitiv anders als die Trilogien »Liebe geht durch alle Zeiten« und »Silber«. Es ist tatsächlich eher für jüngere Jugendliche geeignet, was man spätestens im Anhang merkt, der zwar amüsant gestaltet ist aber unter anderem Wörter und Redewendungen erklärt, die ältere Menschen meist schon kennen. Auch der Plot ist eher simpel gehalten - aber manchmal ist weniger eben mehr.
    Während es dauert bis die Story in Fahrt kommt, erfreut man sich jedoch am humorvollen Schreibstil der Autorin, an den Beschreibungen des Hotels, die mich sehnsüchtig an meinen einzigen Urlaub in einem Wellnesshotel denken ließen, und an das Miteinander der Charaktere.
    Mit ein paar wenigen Handlungsentscheidungen von Fanny, der Protagonistin, hatte ich Probleme und ich musste mir daraufhin in Erinnerung rufen, dass Fanny ja erst 17 Jahre alt ist und ich mit 17 sicher auch nicht unbedingt anders entschieden hätte als sie.
    Die Geschichte ist fast ein kleiner Krimi, der gegen Ende Form annimmt und ordentlich Fahrt aufnimmt. Die Wendungen der Geschichte sind leicht vorauszusehen aber nicht immer zu 100%, sodass der Leser doch auch überrascht wird.
    Ein paar wenige Fragen bleiben am Ende offen und lassen den Leser darüber grübeln, ob nicht vielleicht doch ein Hauch von Magie die Handlung beeinflusst hat.

    Mein Fazit:
    Ein wirklich schönes Buch, im Inneren wie im Äußeren aber eher für jüngere Jugendliche geeignet. Trotzdem liest man es gern und kann es nur schwer aus der Hand legen. Eine Geschichte, die das Herz zum Leuchten bringt.

    Kommentare: 10
    7
    Teilen
    Cover des Buches Die geliehene Zeit (ISBN: 9783426518106)

    Bewertung zu "Die geliehene Zeit" von Diana Gabaldon

    Die geliehene Zeit
    Yureliavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine gelungene, sehr spannende Fortsetzung, die emotionale Achterbahnen parat hält und sofort Lust auf den nächsten Band macht.
    Diana Gabaldon: »Die geliehene Zeit«

    Was für eine tolle Ausgabe! Ich bin begeistert von der Gestaltung des Buches. Es handelt sich hier um die ungekürzte Fassung des Buches. Den ersten Band, »Feuer und Stein«, habe ich noch in der gekürzten Fassung gelesen. Was da an Text gefehlt haben könnte, ist mir allerdings schleierhaft. Ich mag das Design der Neuausgabe aber eigentlich auch viel lieber.
    Die Buchdeckel sind flexibel und so gestaltet als wären sie Buchdeckel, die mit einer Schnalle zusammengehalten werden. Die Verzierungen und die Buchstaben auf dem Cover sind hervorgehoben. Sie kommen quasi aus dem Karton des Umschlages heraus.
    Auf der Rückseite des Buchcovers ist ein Text über Bonnie Prince Charlie abgedruckt. Eine Kurzfassung über seinen Jakobiteraufstand 1745 und sein Ende. Ein Bild des Prinzen ziert ebenfalls die Innenseite des Covers. So weiß man, um welchen historischen Abschnitt es in diesem Band geht. Das fand ich richtig praktisch, auf diese Weise seine Geschichte nachlesen zu können.
    Hinten im Buch befinden sich ein paar gälische Vokabeln mit Übersetzung und der dazugehörigen Aussprache. Interessant aber leider nicht so hilfreich, wie ich zunächst dachte. Leider fehlen einige der Vokabeln, die im Buch vorkommen. Es handelt sich nur um eine kleine Auswahl gälischer Vokabeln.
    Leider fehlt mir hier auch eine Liste mit den ganzen französischen Vokabeln, Ausdrücken und Sätzen. Ein paar rudimentäre Französischkenntnisse habe ich zwar, aber sie reichten leider nicht für alles aus. Und es wurde auch nicht jeder französische Satz im Fließtext übersetzt.
    Das finde ich sehr schade. Ich hätte gern alles verstanden. Es war zwar nicht unbedingt nötig, alles zu verstehen, aber es störte mich halt doch.
    Die Seiten sind sehr dünn. Man sollte beim Lesen vorsichtig sein, sonst könnte man die Seiten schnell versehentlich beschädigen.

    Als ich das Buch aufklappte und zu lesen begann, war es als käme ich nach Hause ...

    Das Buch ist in sieben Teile unterteilt.
    In den Teilen 5 bis 6 erzählt Claire ihre Geschichte. Die Geschichte, wie sie mit Jamie von Februar 1744 bis April 1746 verhindern wollte, dass es zur Schlacht von Culloden kam ... Und was alles dazwischen passierte.
    Die Teile 1 und 7 spielen 1968, in der Gegenwart von Claire, was gerade am Anfang des Buches, wenn man die Serie nicht kennt, sehr verwirrend sein kann - ich aber sehr gut geschrieben finde. Das regt die Spannung des Buches an. Man will unbedingt wissen, was passiert ist. Perfekt gelöst, auch wenn es mich anfangs, als ich die Serie sah, echt ärgerte.
    Besonders gefallen hat mir, dass man viel aus Rogers Sicht erfährt. Das fand ich sehr interessant zu lesen, da nicht mehr nur Claires Sicht der Dinge beschrieben wurde, sondern auch, wie Claire auf andere, in diesem Fall Roger, wirkt. Das war sehr interessant zu lesen und am Anfang echt ungewohnt. Vor allem auch, weil hier zwei verschiedene Formen des Erzählens angewandt wurden: Claires Sicht wird, wie schon im vorigen Band, von einem Ich-Erzähler erzählt. So hat es wirklich den Anschein, Claire erzähle dem Leser ihre Sicht. Rogers Sicht wird durch einen personalen Erzähler erzählt. Eine tolle Idee, um so Roger besser kennenzulernen. Brianna lernt man tatsächlich nur aus den Sichten von Claire und Roger kennen.
    Die Geschichte beginnt sogar aus Rogers Sicht, was überraschend anders ist und ich so definitiv nicht erwartet hatte. Der Wechsel der Erzählperspektiven wirkte auf mich sehr erfrischend. Ich frage mich, ob man auch Passagen aus Briannas Sicht lesen wird... In einem von den nächsten Bänden könnte ich mir das sehr gut vorstellen.
    Rogers Gedankengänge finde ich sehr faszinierend. Es ist erstaunlich wie schnell er einen Teil der Wahrheit durchschaut.
    Teilweise war das Buch so spannend, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Die Beschreibungen und Vergleiche der Autorin sind einfach großartig. Manchmal konnte ich vor Spannung nicht atmen.
    Das Buch hält alles parat: Von Witz bis hin zur Tragödie. Eine emotionale Achterbahn. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, während des Geschehens, direkt neben Claire zu stehen.
    Es passieren einige Überraschungen und Twists, mit denen man so nicht gerechnet hat, die aber am Ende alle schlüssig sind.
    Zum Ende hin ist das Buch noch mal so spannend, dass man sofort zum nächsten Band greifen möchte. Vielleicht wäre es auch besser, wenn man den schon mal parat hält, denn dieser Band hier endet mit einem Cliffhanger.

    Mein Fazit:
    Eine gelungene, sehr spannende Fortsetzung, die emotionale Achterbahnen parat hält und sofort Lust auf den nächsten Band macht.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Cover des Buches Interview mit einem Vampir (ISBN: 9783442430536)

    Bewertung zu "Interview mit einem Vampir" von Anne Rice

    Interview mit einem Vampir
    Yureliavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende und unterhaltsame Vampirgeschichte, die Spaß macht und interessant ist aber sehr viele Fragen offen lässt.
    Anne Rice: »Interview mit einem Vampir«

    Also der Klappentext ist hier mal wieder ein klassischer Fall von "Stimmt so gar nicht mit dem Inhalt des Buches überein." Louis und Lestat reisen nicht durch die Welt. Vorher zerbricht deren Verhältnis durch ein Schlüsselereignis, an dem Claudia übrigens nicht ganz unschuldig ist. Claudia wird im Klappentext übrigens überhaupt nicht erwähnt, dabei zählt sie mit zu den Protagonisten.
    Noch in New Orleans trennen sich die Wege von Lestat und Louis (und Claudia).
    Durch die ganze Welt reist Louis mit Claudia aber auch nicht. Sie reisen zunächst nach Transsilvanien, auf der Suche nach anderen Vampiren. Danach geht es nach Frankreich ...
    Ich mag es nicht, wenn Klappentexte so fehlleiten. Ich verstehe nicht, warum das immer wieder passiert.

    Das Buch hatte so eine missratene Bindung - die Vorbesitzerin erzählte mir, dass es schon damals beim Neukauf fast auseinanderfiel - dass ich es vom Buchbinder habe neu binden lassen, da die Seiten beim Aufklappen nur so durcheinanderflogen.
    Das ist zwar wirklich teuer aber es hat sich auch echt gelohnt. Der Buchbinder hat wirklich gute Arbeit geleistet. Es war ein richtig angenehmes Lesen. Das Buch lag gut in der Hand und ich hatte beim Aufklappen keine Angst, die Bindung weiter zu beschädigen. Als "Bücherrettung" kann ich jedem Leser den Buchbinder wärmstens empfehlen.

    Die Geschichte beginnt mit dem Vampir Louis, der einem Journalisten seine Lebensgeschichte von Anfang bis Ende erzählen möchte. Warum er das eigentlich möchte, ist mir bis zum Schluss nicht ganz klar.
    Louis' Geschichte beginnt in New Orleans als er noch ein Mensch war. Es wird beschrieben wie er zum Vampir wurde und welche Probleme er mit dem Vampirdasein hatte. Es wird alles auf eine sehr spannende aber auch ruhige Art und Weise geschildert. Dabei wird der eigentliche Erzähler nie außer Acht gelassen: Louis.
    Die Erzählung Louis' wird zwischendurch immer mal wieder unterbrochen, um zu sehen wie der Journalist auf das Erzählte reagiert. Zwischenfragen werden gestellt und beantwortet - wie bei einem Interview. Dadurch entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, denn man neigt dazu zu vergessen, dass Louis eigentlich im 20. Jahrhundert sitzt und seine Geschichte auf Tonband aufgenommen wird.
    Ich hatte keine Probleme, in dieser Geschichte zu versinken und die Charaktere gefallen mir alle sehr gut. Ich fühlte mich oft an den Film erinnert, den ich vor gefühlten Ewigkeiten das letzte Mal sah. Aber vieles hatte ich vergessen oder war im Film anders oder sogar überhaupt nicht vorgekommen.
    Die Idee, einen Vampir zu interviewen, finde ich immer noch famos. Auch heute noch, wo wir doch von Vampirgeschichten regelrecht überschwemmt werden. Allerdings fand ich es doch irritierend, dass der Interviewer keinen Namen hatte und die ganze Zeit als "Junge" oder "Jüngling" beschrieben wurde.
    Hier im Buch kommt es so richtig zur Geltung, was für eine negative Persönlichkeit Lestat eigentlich ist. Er fasziniert mich aber immer noch sehr.
    Louis verändert sich sehr im Laufe der Geschichte. Das habe ich so gar nicht erwartet.
    Aber auch von Lestat ist am Ende nichts von dem Lestat vom Anfang übrig ...
    Das überraschend offene Ende hat ziemlich viele Fragen in mir aufgeworfen und ich fühlte mich deswegen eine ganze Zeit lang ganz schön benebelt.
    Damit habe ich wirklich nicht gerechnet.
    Irgendwie finde ich es toll, dass man weiter darüber sinnieren kann. Auf der anderen Seite ärgern mich das offene Ende und die vielen Fragen total und ich fühle mich sogar ein wenig betrogen, da ich nicht das Gefühl habe, dass einer der nächsten Bände diese Fragen beantworten wird.
    Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch sehr, sehr gerne gelesen und es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, Louis' Geschichte so zu erleben.
    Auch wenn ich mich wirklich frage, was Lestat zu all dem zu sagen hat ...

    Mein Fazit:
    Eine spannende und unterhaltsame Vampirgeschichte, die Spaß macht und interessant ist aber sehr viele Fragen offen lässt.

    Kommentare: 15
    10
    Teilen
    Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)

    Bewertung zu "Tschick" von Wolfgang Herrndorf

    Tschick
    Yureliavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Schräg, absurd, surreal und gleichzeitig echt, authentisch und wichtig. Spannend und empfehlenswert. Pageturner! Für jung und alt.
    Wolfgang Herrndorf: »Tschick«

    Dieses Buch hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Ich fand es zwar nicht so witzig, wie es immer beschrieben wird, aber ein paar Lacher konnte ich mir dann doch nicht verkneifen. Wolfgang Herrndorf wusste wie er großartiges Kopfkino in die Köpfe seiner Leser zauberte. Der Schreibstil ist ungewöhnlich und sehr umgangssprachlich. Mit ein paar der Formulierungen hatte ich echt Probleme. Aber das hängt nicht damit zusammen, dass die Jugendsprache, die der Autor wählte, überzogen und übertrieben rüberkam. Im Gegenteil: Die gewählte jugendliche Sprache kam sehr authentisch rüber. Genau deshalb hatte ich mit einigen der Formulierungen Probleme. Ich mochte es aber ansonsten sehr. Im Prinzip hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, der Protagonist, Maik Klingenberg, redet mit mir. Das gab mir das ganz besondere Gefühl, mit Maik und Tschick gemeinsam unterwegs zu sein. So als würde ich hinten im Lada auf der Rückbank sitzen.
    Die Geschichte beginnt unmittelbar, nachdem der Roadtrip schon vorbei ist. Deswegen weiß man als Leser ziemlich genau, wie diese Abenteuerreise ausgeht. Maik erzählt die Geschichte im Nachhinein, als eine Art Rückblick. Das macht das Ganze so spannend, denn am Anfang ist alles noch sehr verworren und man kann nicht so ganz begreifen, was passiert ist. Man will es aber unbedingt wissen und liest deswegen weiter. Und manchmal hatte ich richtige Probleme, das Buch aus der Hand zu legen. Die meiste Zeit fand ich die Geschichte überhaupt nicht lustig. Ich sah von Anfang an den Ernst der Lage und der ist alles andere als witzig. Der ist eher traurig. Tschick und Maik sind so dermaßen leichtsinnig und unvernünftig, dass ich beide so einige Male schütteln wollte - und ihre Eltern gleich mit. Mir ist bewusst, dass sie das alles nur taten, um aus ihrem Leben auszubrechen. Aber trotzdem musste ich ziemlich oft den Kopf schütteln. Trotzdem ist ihr Handeln so unfassbar dumm, dass es kracht. Aber einsame, vernachlässigte Kinder machen halt gern mal Dummheiten. Das ist ja leider wirklich so. Sozusagen könnte man dieses Buch auch als eine Art Warnung sehen. Es ist so viel mehr als einfach nur ein Unterhaltungsroman.
    Es ist so schräg, absurd, surreal... Aber gleichzeitig so echt, authentisch und irgendwie auch wichtig. Selten hat ein Buch so viele unterschiedliche und verwirrende Emotionen in mir ausgelöst. Und ja, genau deswegen tue ich mich etwas schwer damit, dieses Buch zu rezensieren.
    Es hat mir Lust auf den Film gemacht. Und ich würde es am liebsten gleich noch mal lesen, wären da nicht noch andere Bücher, die darauf warten von mir gelesen zu werden.
    Aber eines Tages werde ich es sicher noch einmal lesen. Als Nächstes geht das Buch jetzt aber erst einmal an meine Mutter. Ich habe versprochen, es ihr auszuleihen, wenn ich damit durch bin. =D
    Ja, ich empfehle es auf jeden Fall weiter!

    Mein Fazit:
    Schräg, absurd, surreal und gleichzeitig echt, authentisch und wichtig. Spannend und empfehlenswert. Ein Buch, das auch ein wenig sprachlos macht.
    Pageturner! Für jung und alt.

    Kommentare: 2
    10
    Teilen
    Cover des Buches Feindgeflüster in Fella (ISBN: 9781976838378)

    Bewertung zu "Feindgeflüster in Fella" von Lara Kessing

    Feindgeflüster in Fella
    Yureliavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr spannende und würdige Fortsetzung mit leider etwas zu schnell erzähltem Ende. Trotzdem: Pageturner!
    Lara Kessing: »Feindgeflüster in Fella«

    Das Format des Buches ist wieder genauso groß wie bei »Windgeflüster in Fella«. Das liegt aber an meiner Ausgabe, die es so nicht mehr zu kaufen gibt.

    Das Backcover ist jedoch komplett schwarz gehalten; das Design vom Cover wird hier auf der Rückseite nicht fortgeführt. Die Kette, die bei den anderen Bänden auf der Rückseite zu finden ist, fehlt leider hier komplett. Im Prinzip nur eine Kleinigkeit und nicht schlimm aber so sind die Bände nicht ganz einheitlich und sowas finde ich immer schade. Trotzdem hat die fehlende Kette irgendwie eine Art Symbolik, was man versteht, wenn man den Band gelesen hat. ;-)

    Auf dem Cover befinden sich Andra und Sorija, was wirklich sehr gut zum Inhalt des Buches passt.

    Irritiert war ich von der veränderten Seitenaufteilung. 

    An den Seitenrändern wurde total viel Platz gelassen. 

    Es ist nicht schlimm und stört auch den Lesefluss nicht. Aber ich war irritiert und fragte mich: “Was ist hier anders?” Durch den direkten Vergleich der Bände, konnte ich dann herausfinden, was mich so irritierte.

    Schade finde ich auch, dass in der Kopfzeile die Autorenangabe und der Titel des Buches fehlen. Gerade weil da so viel Platz ist, hätte das gut da hingepasst. Auch das Format der Kapiteltitel ist anders als in den ersten beiden Bänden. 

    Das alles fiel mir bei Betrachtung dieses Buches auf und muss deswegen erwähnt werden. Letztlich sind dies aber Äußerlichkeiten, die der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch tun - und im Übrigen mittlerweile von der Autorin behoben worden sind. Die Ausgabe, wie ich sie habe, gibt es so gar nicht mehr zu kaufen, weil sie einfach korrigiert wurde.

    Das ist übrigens auch etwas, was ich an Lara Kessing bewundere: Sie korrigiert auch noch im Nachhinein solche "Fehlerchen". Wenn ich daran denke, was ich manchmal in Verlagsbüchern für gravierende Fehler finde, die auch in der nächsten Auflage oftmals nicht behoben werden... Puh.

    Als ich anfing dieses Buch zu lesen fiel es mir zunächst tatsächlich etwas schwer, mich in die Geschichte einzufinden. Ich hatte regelrecht “Orientierungsprobleme”, fragte mich: “Huch, wo sind wir denn gerade?”
    So nach und nach kam aber die Erinnerung wieder. Ich kann aber jedem nahelegen, die vorigen Bände erneut zu lesen, sollte es schon ein Weilchen her sein, dass man die Bücher gelesen hat. Ich werde die Reihe sicher eines Tages erneut lesen.
    Trotzdem ich am Anfang “Orientierungsprobleme” hatte, konnte ich relativ schnell im Buch versinken. Dafür sorgte der humorvolle und bildhafte Schreibstil der Autorin. Nicht nur einmal hatte ich mächtiges Kopfkino und musste sehr grinsen. (Ernsthaft, ich krieg’ das Bild von Andras Magen, der sie zum Essen zerrt, nicht mehr aus dem Kopf! 😂)
    Ziemlich schnell kann man sich denken, dass Andra und Sorija in diesem Band aufeinandertreffen. Das Cover allein ist ja eigentlich schon Hinweis genug dafür.
    Mir hat es sehr gefallen, dass man die Kapitel nun nicht mehr nur aus der Sicht einer Protagonistin liest. Ich mag diese unterschiedlichen Sichten sehr. Es macht die Geschichte noch dynamischer. Außerdem wurden hier am Ende eines Kapitels öfter mal Cliffhanger verwendet. So musste man sich oft gedulden, bis es an der einen Stelle weiterging, da die Geschichte dann erst einmal an einer anderen Stelle einsetzte. Fies, aber auch sehr spannend gemacht.
    Es gibt sogar noch einen dritten Charakter aus dessen Sicht ein oder zwei Kapitel geschrieben sind. Das fand ich sehr interessant, da man die Gedankenwelt dieser Person noch nicht kannte.
    Teilweise war das Buch so spannend, dass ich nicht atmen, geschweige denn das Buch aus der Hand legen konnte, denn eine Überraschung jagte die nächste.
    Gegen Ende hatte ich einen “Ich hab es doch gewusst!”-Moment, der wirklich so eintrat, wie ich angenommen hatte. Gleichzeitig wurde dieser Moment aber wieder zunichte gemacht, weil meine Erwartung, wie es nach diesem Moment weitergehen könnte, eine völlig andere war als das, was tatsächlich eintrat. (Das ist übrigens der Moment, mit dem ich immer noch nicht klarkomme und der mich auch Tage, nachdem ich das Buch beendet hab, noch immer wurmt. Aber so einen Moment muss es in einer Dystopie auch geben.)
    Leider dominierte mir Andra in diesem Band doch ein bisschen zu viel. Sorija ist mir ein wenig zu passiv. Ich hätte mir mehr Ausgeglichenheit zwischen den beiden gewünscht. Auch wenn Sorija vom Typ her ganz anders ist als Andra, so hat sie doch ähnlich Gefährliches erlebt und Großartiges geschafft. Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Beiden hätte ich noch viel cooler gefunden. Obwohl es so auch nicht unpassend war.
    Der Showdown war mir leider zu kurz. Der hätte gern etwas detaillierter und ausführlicher beschrieben werden können und ich finde auch, dass Andra am Finale zentraler hätte teilnehmen müssen. Da hat mir eine Art “Endkampf” gefehlt. Es ging mir zu schnell und dem Ende fehlte dadurch ein wenig der Pep.
    Irgendwie hatte ich erwartet, dass Band 3 der letzte Band der Reihe ist. Aber dem ist nicht so und das gefällt mir sehr.
    Es wird einiges angedeutet, worum es im nächsten Band gehen könnte. Der Ausblick auf Band 4, den die Autorin am Ende des Buches niedergeschrieben hat, bestätigt diese Andeutungen.
    Ich hab mich richtig gefreut, dass ich mich von Fella und seinen Bewohnern noch nicht verabschieden musste, da ich diese Welt und ihre Charaktere richtig lieb gewonnen habe. Mir gefällt es sehr, dass noch erzählt wird wie es weitergeht, nachdem der Feind besiegt wurde.
    Allerdings stellt sich die Frage, ob der Feind denn wirklich besiegt wurde.
    Der nächste Band, “Senkgeflüster in Fella”, wurde sofort von mir bestellt und liegt auch schon auf meinem SuB. Am liebsten würde ich ja sofort weiterlesen. Aber ich habe noch andere Bücher, die als Nächstes gelesen werden wollen …
    Lara Kessing hat eine wirklich tolle Buchreihe erschaffen. Jedes Buch hat mir bisher sehr viel Spaß gemacht. Trotz der kleinen Schwächen.

    Mein Fazit:
    Eine sehr spannende und würdige Fortsetzung mit leider etwas zu schnell erzähltem Ende. Trotzdem: Pageturner!

    Kommentieren0
    14
    Teilen
    Cover des Buches Drachenreiter (ISBN: 9783791504544)

    Bewertung zu "Drachenreiter" von Cornelia Funke

    Drachenreiter
    Yureliavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschhöne Geschichte über Liebe, Freundschaft, Verrat, Vergebung und dem gemeinsamen Kampf gegen das Böse. Pageturner!
    Cornelia Funke: »Drachenreiter«

    Als ich mitbekam, dass Cornelia Funke an der Fortsetzung zu diesem Buch arbeitet, war mir sofort klar, dass ich es eines Tages lesen möchte, wenn es erschienen ist. Obwohl ich es schon (immer noch) seltsam finde, dass nach so vielen Jahren - »Drachenreiter« erschien erstmals 1997 - eine Fortsetzung geschrieben wird ...
    Ich frage mich, warum Cornelia eine Fortsetzung schrieb. Aber vielleicht werde ich es verstehen, wenn ich sie gelesen habe. (Sie steht auf meiner Leseliste für dieses Jahr.)
    Ich wusste allerdings, dass ich Band 1 lesen muss, damit ich »Die Feder eines Greifs« lesen kann.
    So kam ich zum Entschluss, »Drachenreiter« zu lesen.

    Ich kannte die Geschichte bereits seit ungefähr 20 Jahren. Mir wurde das Buch damals von einer Freundin im Urlaub vorgelesen. Das Buch hatte ich selbst nie gelesen. Deswegen war das Lesen dieses Buches nun eine ganz besondere Erfahrung für mich. Es war fast wie eine Zeitreise. Ich war wieder ein Kind in den Sommerferien im Garten des Vaters meiner Freundin und starrte auf das Gras und die Blumen bis ich vollends in der Geschichte versank. Das dauerte im Übrigen gar nicht so lange. Schon nach ein paar Seiten hatte mich das Buch gefesselt und meinen Geist zwischen seine Seiten gezogen...

    Der Einband dieser Ausgabe ist wunderschön. Man merkt sofort, dass er an die Einbandgestaltung der Fortsetzung angeglichen wurde. Aber ich finde das toll. Trotz der vielen Jahre dazwischen bilden die zwei Bücher eine Einheit. Und ich liebe das »Drachenreiter«-Logo. Dieses Symbol, das die Form eines Drachen hat, in der man die Silhouette eines Jungen erkennen kann. Clever gestaltet. Natürlich denkt der Leser sofort an Lung und Ben.
    Das Bild von Lung auf dem Einband, inkusive seiner "Passagiere", ist wunderschön. Man kann die ganze Pracht des Drachen erkennen und im Hintergrund den Mond. So detailliert und wunderschön, dass es mir viel besser gefällt als das Bild auf dem Cover der Originalausgabe. (Obwohl ich auch das damals sehr schön fand.) Das Bild sieht aus wie ein Gemälde, das ich mir gerne über meinen Fernseher hängen würde... ❤️

    Das ganze Buch ist versehen mit Illustrationen der Autorin.
    Ich finde es immer wieder faszinierend, dass Cornelia beides kann: Schreiben und Zeichnen. So kann sie ihre Charaktere einer Geschichte quasi zum Leben erwecken. Einfach traumhaft. Es unterstützt außerdem die Geschichte auf eine ganz besondere Art und Weise, was dazu führt, dass man in die Geschichte noch tiefer versinkt. Cornelia Funke umrandet ihr geschriebenes Wort mit kleinen Kunstwerken und ich liebe das sehr! So hat mir das Versinken in dieser Geschichte noch viel mehr Spaß gemacht als ohnehin schon.
    Jeder Kapitelbeginn ist geschmückt mit einer Szene aus dem Kapitel. Spoilerfrei. Und manchmal befindet sich in dem Kapitel eine große Zeichnung passend zum Text. Eine richtige Augenweide. Man sieht die Orte im Buch nicht nur durch die eigene Vorstellungskraft, sondern auch durch Cornelias Kunstwerke.

    Die Geschichte spielt in unserer Welt, was ich so gar nicht mehr erinnern konnte. Ich hatte gedacht, sie spielt in einer eigenen Fantasiewelt. Ich finde es aber viel faszinierender, dass sie in unserer Welt spielt. Damit hat die Fantasygeschichte einen realistischen Touch und man fragt sich, ob nachts nicht über unseren Köpfen Silberdrachen fliegen. 😉
    Aber mir war auch manchmal mulmig, wenn Orte genannt wurden, in denen heute der Krieg tobt... Das war seltsam zu lesen und ein paar Mal musste ich deswegen schlucken.
    Die Freunde kommen aus unterschiedlichen Gegenden und Ländern und verstehen sich trotzdem. Ihre Herkunft spielt gar keine Rolle. Das ist erschreckend schön, da Rassismus auch in der heutigen Zeit in unserer Welt noch immer eine Rolle spielt.
    Es geht um Liebe, Freundschaft, Verrat und Verzeihen ... Und um Zusammenhalt, denn nur gemeinsam ist man wirklich stark genug, Ungeheuer zu besiegen und das Unmögliche zu schaffen.
    Es ist unfassbar wie ich die Geschichte heute sehe. Was ich in ihr sehe. Als Kind habe ich das alles so nicht wahrgenommen.
    Die Geschichte ist in sich abgerundet und abgeschlossen, hat aber ein offenes Ende. Damals habe ich immer gedacht, dass dieses Ende dazu gedacht war, die eigene Fantasie anzuregen und sich auszudenken, was als Nächstes passieren könnte. Wie sieht Lungs weitere Geschichte aus?
    Durch die Fortsetzung bin ich mir nun nicht mehr so sicher darüber. Ich frage mich, ob Cornelia das Ende bewusst offen gestaltet hat, damit sie eines Tages eine Fortsetzung schreiben kann ...
    Vielleicht trifft hier ja auch ein wenig von beidem zu. 😊

    Mein Fazit:

    Wunderschöne Geschichte über Liebe, Freundschaft, Verrat, Vergebung und dem gemeinsamen Kampf gegen das Böse. Untermalt mit faszinierenden Zeichnungen der Autorin. Pageturner!

    Kommentieren0
    19
    Teilen
    Cover des Buches Tod an der Aurach (ISBN: 9783740802974)

    Bewertung zu "Tod an der Aurach" von Henning Mützlitz

    Tod an der Aurach
    Yureliavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein amüsanter, unterhaltsamer Krimi mit ungewöhnlichem Touch, der aber trotzdem zu sehr voraussehbar ist und deswegen nicht vom Hocker haut.
    Henning Mützlitz & Bernd Greber: »Tod an der Aurach«

    Das Buch beginnt mit einem Prolog, in dem der Mord verübt  wird, aber man weiß am Ende eigentlich nur, dass ein Mann der Mörder ist  und ansonsten nichts. Das macht das Ganze extra spannend. Allerdings  hatte ich Probleme mich ans Genre zu gewöhnen, weil ich schon sehr lange   keinen Krimi mehr gelesen habe und mir trotzdem ungefähr denken konnte, was passieren wird. Das bin ich aus anderen Büchern nicht gewöhnt.
    Ich musste mich außerdem auch an den Schreibstil des Buches gewöhnen. Er war ungewohnt und ich fand ihn anfangs etwas unbeholfen. Aber es dauerte nicht lange und ich hatte in das Buch reingefunden. Ist man erst einmal an den Schreibstil gewöhnt, liest sich das Buch leicht und locker - obwohl sich die Spannung die meiste Zeit doch eher in Grenzen hält. Es gab nur wenige, wirklich spannende Stellen im Buch. Dafür haben mich die Charaktere, vor allem Verena und Hajo, total interessiert. Das Zusammenspiel der Beiden passte wunderbar. Die Beiden sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht und gerade deshalb hat es mir großen Spaß gemacht, über die Beiden zu lesen, ihre Dialoge zu lesen. Besonders Verena mochte ich. Mit Hajo hatte ich schon so meine Probleme.
    Mir haben auch die wirklich detaillierten Beschreibungen der Stadt Herzogenaurach gefallen. Sie haben mich neugierig auf die Stadt gemacht. Ich habe Lust, sie eines Tages zu besuchen. 😄
    Hajo... ist eigentlich ein ziemlicher Unsympath. Er ist das Klischee eines deutschen Frührentners. Und genau damit hatte ich Probleme. Er ist einer der Protagonisten im Buch und ich hatte Schwierigkeiten, mich in ihn hineinzuversetzen. Bis zum Schluss. Trotzdem passt er wunderbar in die Geschichte und ohne ihn wäre sie wirklich extrem langweilig gewesen. Durch ihn und Verena als Ermittler ist dieser Krimi etwas anders als gewöhnliche regionale Krimis geworden. Das gefällt mir richtig gut. XD
    Es gibt ein paar wenige Szenen, die aus der Sicht des Mörders geschrieben sind und diese sind wirklich total spannend geschrieben. 🤩
    Ein echt ungewöhnlicher Krimi. Zwar voraussehbar, was die verschiedenen Ereignisse angeht aber wer der Mörder ist, konnte ich bis zum Schluss nicht voraussehen. Auch wie der Mörder am Ende reagiert ist eher ungewöhnlich für Krimis - aber erfrischend anders und es hat mir gefallen.
    Trotzdem hat mich das Buch nicht vom Hocker gerissen. Es hat mich gut unterhalten aber es war doch ziemlich voraussehbar für mich - trotz des ungewöhnlichen Touchs.

    Mein Fazit:
    Ein amüsanter, unterhaltsamer Krimi mit ungewöhnlichem Touch, der aber trotzdem zu sehr voraussehbar ist und deswegen nicht vom Hocker haut.

    Kommentare: 2
    16
    Teilen
    Cover des Buches Mein Herz in zwei Welten (ISBN: 9783805251068)

    Bewertung zu "Mein Herz in zwei Welten" von Jojo Moyes

    Mein Herz in zwei Welten
    Yureliavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsame Fortsetzung, die sich gut und schnell lesen lässt und auch Spaß macht, aber kaum an die Vorgänger rankommt.
    Jojo Moyes: »Mein Herz in zwei Welten«

    Während mir »Ein ganzes halbes Jahr« wirklich super gefallen und mich tief berührt hat und mich sogar »Ein ganz neues Leben« begeistern konnte, hält sich meine Begeisterung für »Mein Herz in zwei Welten« nun leider in Grenzen.
    Keine Frage, ich habe es gerne gelesen. Ich fand es toll, wieder etwas über Lou zu lesen und habe mich gut unterhalten gefühlt - aber mehr auch leider nicht.
    Es war unterhaltsam und hat mich nicht umgehauen. Nur wenige Dinge waren nicht voraussehbar. Die Überraschungen hielten sich in Grenzen und ziemlich früh kann man sich sehr gut vorstellen, wie die Geschichte endet. Es ist doch ziemlich offensichtlich.
    Und genau das hat mich hier enttäuscht, da die Geschichten um Louisa Clark doch immer vor Unvorhergesehenem strotzten.
    Während im zweiten Band nur der gewisse Kick aus dem ernsten Band fehlte, fehlte hier leider so einiges. Zusätzlich wirkt vieles konstruiert und damit nicht glaubwürdig.
    Sowohl die Beziehungsprobleme zwischen Lou und Sam als auch der Grund, warum sie letztlich ihren Job verlor, wirkten unrealistisch.
    Es wirkt so unnatürlich, dass Lou nicht den Mund aufmacht, um ihrem Boss zu sagen, was wirklich passiert ist. Ihr muss doch klar gewesen sein, dass sie durch so etwas ihren Job verlieren kann! So blauäugig habe ich Lou gar nicht in Erinnerung gehabt …
    Mir fehlt am Ende auch eine Aussprache zwischen Lou und Agnes. Was da passiert ist, nervt mich immer noch gewaltig.
    Ich mochte es auch nicht, dass Nathan sich so wenig um Lou gekümmert hat. Schon an ihrem ersten Arbeitstag stand sie alleine da und wusste eigentlich gar nichts. Er hatte doch versprochen, für sie da zu sein aber davon hat man erst wieder etwas gemerkt, als Lou weder einen Job noch ein Dach über den Kopf hatte.
    Sams Verhalten fand ich so richtig dämlich. Das passte gar nicht und wirkte unnötig konstruiert. Hätte er Lou mal geschrieben oder mit ihr telefoniert … Sie hätten die Bedenken ausräumen können, wenn sie miteinander geredet hätten. Warum hat er Lous Wünsche, ihr zu schreiben, nicht ernst genommen? Und warum hat er ihre Bedenken nicht ernst genommen?
    Die Trennung habe ich überhaupt nicht verstanden, denn es war nichts Verbotenes zwischen Sam und Katie passiert. Sie war zu Besuch. Sie haben zusammen gekocht und Katie hat ihn massiert. Mehr war nicht geschehen. Alles Dinge, die auch unter Freunden stattfinden können. Für Katies Absichten kann Sam nichts!
    Das Problem war damit künstlich an den Haaren herbeigezogen worden. Völlig unauthentisch. Als wollte die Autorin das Drama erzwingen, weil ihr nichts Besseres einfiel.
    Mich beschleicht auch das Gefühl, dass noch ein vierter Band kommt, denn gefühlt sind so einige Fragen offen geblieben.
    Was ist mit Margot? Von ihr kam am Schluss gar nichts mehr. Fand ich schade. Wenigstens ein Brief an Lou hätte doch sein müssen!
    Ich mochte Agnes übrigens. Ich hätte es toll gefunden, wenn aus der Geschichte mehr herausgeholt worden wäre.
    Warum musste Josh eigentlich Will so ähnlich sehen? Es hätte doch auch noch andere Zufallsmomente gegeben, um ihn kennenzulernen.
    Der Schreibstil dieses Buches ist einfach, locker und flockig zu lesen und hält ein paar Lacher parat. Trotz der Kritik habe ich mich aufgrund des Schreibstils nicht schwergetan, den Band zu lesen.
    Briefe und eMails wurden mitsamt der Mailadressen im Buch abgedruckt, was ich sehr interessant fand. Das sorgte für ein ganz besonderes Flair, wie ich finde.
    Wills Briefe wirkten wie eine Art Ratgeber für Lou. Es kam einem so vor als würde er Lou begleiten. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie er vor seinem Unfall gelebt und was er so gedacht hat …
    Lous Entwicklung hat mir gut gefallen, obwohl es mich ein bisschen störte, dass sie sich schon wieder neu finden musste. Sie wird richtig selbstbewusst und fängt an zu leben wie nie zuvor.
    Die Beziehung zu Josh ist da nur ein wichtiger Meilenstein von vielen. Trotzdem mochte ich Josh von Anfang an nicht. Er geht mit einer Selbstverständlichkeit mit Lou eine Beziehung ein, dass ich innerlich aufschrie. Und Lou wusste gar nicht wie ihr geschah. Ein penetranter und aufdringlicher Mensch, dieser Josh. Bah. Aber nicht überraschend. Mir war klar, was passiert. Das war einfach zu offensichtlich.

    Mein Fazit:
    Unterhaltsame Fortsetzung, die sich gut und schnell lesen lässt und auch Spaß macht, aber kaum an die Vorgänger rankommt.

    Kommentieren0
    14
    Teilen

    Über mich

    Kleines, verrücktes, temperamentvolles, büchervernarrtes Bibliothekswesen, das keine eBooks liest.

    Lieblingsgenres

    Romane, Comics, Krimis und Thriller, Fantasy, Humor, Historische Romane, Klassiker, Jugendbücher, Science-Fiction

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks