Yuria

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    Cover des Buches Die dunkle Prophezeiung des Pan (ISBN: 9783551313966)

    Bewertung zu "Die dunkle Prophezeiung des Pan" von Sandra Regnier

    Die dunkle Prophezeiung des Pan
    Yuriavor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Solide Fortsetzung - kann aber leider nicht mit Band 1 mithalten!
    Fortsetzung mit Plottwist aber einigen Längen ...

    "Die dunkle Prophezeiung des Pan" ist der zweite Band der "Pan-Trilogie" aus der Feder von Sandra Regnier. Der erste Band der Trilogie konnte mich vollauf begeistern. Leider konnte der zweite Band nicht mit dem Ersten mithalten.

    Klappentext: Es ist wirklich nicht leicht, die Auserwählte der Elfenwelt zu sein, wie Felicity Morgan täglich feststellen muss. Statt der erwarteten Lobeshymnen steht sie jetzt plötzlich unter Mordverdacht und der Elfenkönig ist persönlich hinter ihr her. Da hilft es auch nicht wirklich, Leander FitzMor, den bestaussehendsten Typen Londons, an seiner Seite zu haben, vor allem nicht, wenn man sich seiner Absichten nie ganz sicher sein kann. Wie gut, dass Felicity ihr Herz ohnehin schon an den attraktiven Filmstar Richard Cosgrove verloren hat. Nur leider kann er ihr nicht weiterhelfen, als sie plötzlich im Versailles des achtzehnten Jahrhunderts erwacht… 

    Die Story nimmt eine Wandlung und geht plötzlich in eine völlig andere Richtung. Plötzlich steht nicht mehr die Lovestory und das Highschool-Leben von Felicity im Vordergrund, sondern Fay schlittert in einen Krieg zwischen Elfen und Drachen, was mir sehr gut gefiel. Vor allem das Ding mit den Drachen.

    Etliche Zeitsprünge versüßen die Geschichte. Tollpatschig wie Fay nun mal ist, landet sie versehentlich in Frankreich der Vergangenheit und lernt sogar Marie-Antonette kennen. Nun bloß nicht mit einer dämlichen Handlung die Geschichte verändern, ansonsten müssten ja die "Zeitagenten" hinter ihr aufräumen ;-) Der Haken dahinter ist aber, dass Fay auch in der Gegenwart verschwindet, so lange sie in der Vergangenheit verweilt und sie so etliche Tage ihres echten Lebens verpasst.

    Ziemlich am Anfang des Buches verschwindet Lee spurlos und kommt dann eine größere Zeitspanne lang nicht mehr vor. Diese Zeitspanne ohne ihn war mir etwas zu lang. Die Lovestory zwischen Fay und Lee wurde dadurch unterbrochen und Fay machte sich "kaum" Sorgen um Lee, obwohl sie ihn mehrfach in Visionen gesehen hat. Meiner Meinung nach hat sie Lee zu wenig vermisst. Ihre Gefühle wären dem Leser näher gekommen, wenn sie gleich alles gegeben hätte, um ihn zu finden.

    Ciaran nimmt dafür einen großen Platz in der Geschichte ein. Plötzlich stellt er Felicitys Leben als Autoritätsperson auf den Kopf und durch seinen Humor kann man ihm auch seine arrogante Art verzeihen.

    Was ich etwas eigenartig fand, war der plötzlich auftretende "Harems"-Zustand. Plötzlich waren alle in Fay verliebt. Typen, die sie schon ewig kennt, entwickeln von einem Tag auf den anderen Gefühle für sie. Obwohl dies möglicherweise Hintergründe haben und im dritten Teil aufgeklärt werden könnte, fand ich dies doch eher unpassend. Ich mochte die nicht so hübsche, tollpatschige Fay, der kaum jemand Beachtung schenkte.

    Fays Mutter und Familie haben mich wirklich schockiert. Sie beleidigen Fay, unterstützen sie nicht in ihrer Zukunft und beklauen sie sogar. Außerdem vermisst sie keiner, wenn sie für einige Tage mal verschwindet. Auf so eine Familie kann man gerne verzichten. Fay sollte ihnen mal richtig die Meinung sagen. Ich hoffe, dass sie am Ende der Geschichte ihrer Familie nicht wieder sofort verzeiht. So etwas hat nun wirklich keiner verdient, schon gar nicht so ein liebenswürdiger Charakter wie Fay. Diese Ungerechtigkeit hat mich beim Lesen richtig aufgeregt.

    Das Buch endet wieder mit einem riesigen Cliffhanger, der jedoch Ciarans Geheimnis enthüllt. Viele Fragen werden geklärt, doch noch viel mehr Fragen bleiben offen. Und welches Geheimnis birgt Ruby? Ich kann es kaum erwarten den dritten Teil zu verschlingen, um endlich zu wissen wie es mit der Geschichte zu Ende geht und Fay endlich in Lees Armen zu sehen. *schmacht*

    Fazit: Eine solide Fortsetzung, die Lust auf mehr macht, einen aber nicht vom Hocker reißt.

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    Cover des Buches Das geheime Vermächtnis des Pan (ISBN: 9783551314932)

    Bewertung zu "Das geheime Vermächtnis des Pan" von Sandra Regnier

    Das geheime Vermächtnis des Pan
    Yuriavor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Monatshighlight - wunderbare Romantasy-Lektüre :-)
    Highschool-Romance gepaart mit Fantasy

    "Er roch nach Sommer, nach einem blumigen Duft, den ich nicht zu benennen wusste, und nach Moos."


    "Das geheime Vermächtnis des Pan" ist der erste Band der "Pan-Trilogie" von Sandra Regnier. Obwohl ich bereits andere Bücher der Autorin gelesen habe, die mich nicht so von den Socken gehauen haben, konnte mich diese Romantasy-Geschichte total begeistern.

    Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Lee hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Aber zum Glück steht Felicity nicht auf arrogante Frauenschwärme. Auch wenn diesem Lee immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will … 

    Die Geschichte fängt schon super an - die ersten Seiten konnten mich bereits von dem Buch überzeugen. Der Prolog wird aus der Sicht von Lee erzählt und es beginnt damit, dass Lee auf der Suche nach der Prophezeiten Felicity ist, dabei aber auf Grund einer Verwechslung die falsche Felicity mit einem Kuss an sich bindet. Wirklich sehr unterhaltsam. Der Prolog macht richtig neugierig auf die Geschichte. Wie geht es mit dem "hässlichen Entlein" und dem "gutaussehenden Prinz" nach diesem Debakel weiter?

    Die Autorin hat einen sehr flüssigen und humorvollen Schreibstil. Mit Witz und Charme lässt sie die Seiten nur so dahinfliegen. Ihren Schreibstil kannte ich bereits aus der "Zeitlos-Trilogie". "Das Vermächtnis des Pan" fand ich jedoch viel besser ausgearbeitet. Die Charaktere wirkten ausgereifter und auch der Start in die Geschichte gut überlegt.

    Felicity ist, gegen der Erwartung eines freakigen Außenseiter-Mädchens, kein bemitleidenswürdiges Mädchen, sondern eine Frau mit starkem Charakter. Sie ist wirklich eine tolle Protagonistin mit viel Humor. Ihren Prinzipien bleibt sie standhaft und ihrem Herzen immer treu.

    Felicitys Freundesclique ist wirklich vorbildlich. Es herrscht ein gutes Klima zwischen den Freunden, ohne aufgesetzt zu wirken, und die Dialoge sind wirklich sehr unterhaltsam. Sie nehmen Felicity genau so wie sie ist, ohne sie verändern zu wollen, und unterstützen sich gegenseitig. Die Geschichte weist auch einige sehr interessante Nebencharaktere auf.

    Die Liebesgeschichte zwischen Felicity und Lee ist wirklich sehr süß a la Twilight. Weil Felicity von allen unschmeichelhaft "City-Die Stadt" genannt wird, gibt ihr Lee einen neuen Spitznamen - Fay. So süß ♥ Lee unterstützt Felicity und hilft ihr dabei mehr Selbstbewusstsein zu bekommen, ohne sich dabei grundlegend in ihre Konflikte mit den anderen Teens einzumischen. Er lässt sie ihre Kämpfe selbst austragen, was in meinen Augen in einer Liebesbeziehung sehr wichtig ist. Daumen hoch dafür, dass Felicity Lees Charme nicht sofort verfällt. Geschichten über das Außenseiter-Mädchen, welches sich sofort in den beliebten Jungen verkuckt, kennen wir bereits zur Genüge. Dies hat die Geschichte für mich erst zu einem Fünf-Sterne Buch gemacht.

    Ab dem zweiten Teil des Buches kommt mehr Fantasy in die Geschichte. Der Prolog des zweiten Teiles, wieder aus Lees Sicht, macht Spannung und Vorfreunde auf mehr. Ich war wirklich überrascht, als sich die Geschichte als Zeitreise-Geschichte entpuppte. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. TOP

    Die Geschichte endet mit einem riesen Cliffhanger. Kann es kaum erwarten weiter zu lesen.

    Verdiente fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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    Cover des Buches Mondscheintochter (ISBN: B07YNJH6CC)

    Bewertung zu "Mondscheintochter" von Margot S. Baumann

    Mondscheintochter
    Yuriavor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Familientragödie mit tollem Setting aber einigen Längen!
    auf den Spuren der Vergangenheit ...

    "Mondscheintochter" ist ein Familiendrama von Margot S. Baumann und mein erstes Buch der Autorin. Ich denke es sind auch noch Fortsetzungen geplant, welche zwar andere Charaktere behandeln aber in der selben Gegend spielen. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch dieses wunderschöne Cover. Solch schöne Cover packen sofort meine Leselust! Leider hinterließ mich das Buch mit gemischten Gefühlen.

    Electra ist fassungslos, als sie bei der Testamentsverlesung ihrer Großtante erfährt, dass sie keineswegs ein Einzelkind ist, sondern eine Schwester namens Undine hat. Warum haben ihre, bereits verstorbenen Eltern ihre Schwester nie erwähnt? Entschlossen, das Familiengeheimnis zu lüften, macht sich Electra auf den Weg nach Devon um nach ihrer Schwester zu suchen. Dort lernt sie den Bauunternehmer Nelson kennen und gemeinsam geraten sie auf die Spuren einer düsteren Vergangenheit ...

    Die Geschichte wird abwechselnd aus Electras und Nelsons Sicht erzählt, was der Geschichte eine gewisse Spannung verleit. Anfangs wirkt die Geschichte etwas abstrus - obwohl Electras Eltern erst starben als Electra bereits 14 Jahre alt war, hat sie nie eine Schwester kennen gelernt. Warum haben ihre Eltern nie eine Schwester erwähnt? Falls Undine noch lebt, weiß diese von Electra? Warum hat Undine ihre Schwester dann nie gesucht? Viele Fragen werden gestellt, welche im Laufe der Geschichte alle beantwortet werden.

    Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Autorin hat sehr sympathische Charaktere erschaffen mit denen man mitfiebern muss. Von mir aus, hätte Electra's beste Freundin Kate gerne mehr Platz im Buch einnehmen können. Ihr Humor war sehr unterhaltsam.

    Die Begegnung zwischen Electra und Nelson und ihre anschließende Liebesgeschichte wirkte beinahe schicksalhaft. Electra's Rucksack wird gestohlen, daraufhin rennt sie über die Straße, um ein Ladekabel für ihr Handy zu besorgen, übersieht dabei einen Radfahrer und BUMM - es sprüht Funken. Die beiden sind wirklich ein süßes Paar, die sich gut ergänzen.

    Ich liebe Südengland und somit auch das Setting des Buches; vor allem das verlassene Gebäude, in dem sich die Spuren von Undine wiederfindet. Mein Freund ist Hobby-Urbex-Fotograf, somit kenne ich mich mit verlassenen Gebäuden ein wenig aus. Die gruselige Stimmung wird im Buch sehr gelungen wiedergegeben. Beim Lesen will man sofort selbst an diesen Ort, um das Gebäude und dessen Geschichte zu erkunden. Vor allem die Geschichten von solchen Orten sind das Interessante daran.

    Ich habe noch nie etwas von der Krankheit der Mondscheinkinder gehört. Das Buch hätte gerne mehr Informationen über diese Krankheit beinhalten können.

    In der Mitte des Buches erleidet Nelson einen Unfall, welcher meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen wurde. Geschätztes ein Viertel des gesamten Buches hat der Unfall eingenommen. Er wurde abwechselnd aus Nelsons und Electras Sicht erzählt und somit voll ausgekostet. Leider ging die Spannung damit verloren, welche Anfangs definitiv da war, durch das lange hin und her jedoch verging. Als Nelson dann endlich gerettet wurde, kam die Freude nicht darüber, dass er gerettet wurde, sondern dass diese Szene endlich vorüber war.

    Leider erfährt man nicht, warum Electras und Undines Eltern ihnen diese Namen gaben. Solch spezielle Vornamen hätten durchaus eine Hintergrundgeschichte verdient.

    Das Ende war mir etwas zu viel "Friede, Freude, Eierkuchen". Und Electras Reaktion auf die Krankheit, welche sie möglicherweise in sich tragen könnte, und ihre damit verbundene Entscheidung fand ich total unangebracht.  Das Buch lässt es beinahe so wirken, als wären adoptierte Kinder keine echten Kinder und gehörten somit auch nicht vollständig zur Familie.

    Alles in allem hat mir das Buch jedoch vor allem wegen dem Setting und der erwähnten Krankheit gut gefallen, war jedoch kein Highlight. Ich werde es noch mit einem anderen Buch der Autorin probieren, weil mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat.

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    Cover des Buches Der letzte Stern (ISBN: 9783442487059)

    Bewertung zu "Der letzte Stern" von Rick Yancey

    Der letzte Stern
    Yuriavor einem Monat
    Kurzmeinung: Spannender Abschluss mit unerwartetem Ende!
    Spannendes Finale ...

    "Der letzte Stern" ist der dritte und letzte Band der "Die fünfte Welle"-Trilogie von Rick Yancey und bringt die Geschichte rund um Cassie und ihren Verbündeten zu einem spannungsgeladenen, sehr spektakulären Ende.

    Vier Wellen der Zerstörung haben die Menschheit bereits beinahe ausgerottet. Nun ist die Zeit der fünften Welle gekommen, um alles Menschliche auszulöschen. Doch noch gibt es Überlebende. Cassie, Ben und ihre Verbündeten werden kämpfen und alles dafür tun, um die Anderen an ihren Plänen zu hindern, um die Menschheit doch noch zu retten.

    • "Der einzige Weg zur Auslöschung der menschlichen Zivilisation besteht darin, die menschliche Natur zu verändern."

    Das Buch beginnt damit, dass alle Evan Walker umbringen wollen. Dem Ärmsten bleibt wirklich nichts erspart. Er steht auf der "Must Wanted"-Liste ganz oben und die Anderen tun wirklich alles dafür, um ihn in die Finger zu bekommen und sein Gehirn zu erforschen. Sie können sich einfach nicht erklären, welcher Defekt eingetreten ist, der seine Taten erklären würde. Denn "Liebe" kann unmöglich seine Programmierung außer Kraft setzen. Jaja, die Macht der Gefühle. Wir kennen sie aus vielen Büchern, doch nur in wenigen nimmt sie dermaßen wichtige Ausmaße an. Ohne Evan wäre die ganze Geschichte verloren. In gewisser Weise ist er der wichtigste Charakter und ohne ihn würde das gesamte Kartenhaus zusammenbrechen. Nein falsch, es würde gar kein Kartenhaus geben, denn ohne ihn wäre das Kartenhaus ein Atomschutzbunker und unzerstörbar. Wie viel von nur einer einzigen Person abhängen kann, macht uns der Autor in diesem Buch mehr als deutlich.

    • "Er würde jede Last tragen, jede Mühsal erdulden, jede Qual erleiden, wenn dieses Leid ihr Leben auch nur um einen einzigen Moment verlängerte."

    Ringer's Art wurde mir im zweiten Teil der Geschichte schon immer sympathischer, aber mit ihrem neu entdeckten Sarkasmus hat sie dann mein Herz geknackt. Das genaue Gegenteil passierte mit Cassie im ersten Teil der Geschichte. Ihre bockige Art und Sturheit ließen sie gefühlskalt wirken und da sie sich ihre Gefühle noch immer nicht eingestehen wollte, wurde sie immer unsympathischer. Am Ende konnte sie noch einige Sympathiepunkte rausholen, obwohl mich ihre Taten teilweise sehr schockierten - Mord wirkte plötzlich gar nicht mehr so schlimm; der "Kruzifix"-Soldat rückte in den Hintergrund. Dass dem Ganzen nicht so war, erfährt man erst in den letzten Seiten.

    Die Entwicklung von Cassie's kleinem Bruder Sam ist sehr erschreckend. Was der Krieg aus Kindern und ihren unschuldigen Seelen macht und wie schnell sie dadurch erwachsen werden müssen oder eher erwachsene Taten vollbringen müssen, ist sehr erschreckend. Der Drill, die "Gehirnwäsche" und Ausbildung des Krieges brennen sich in eine Kinderseele. Der Autor hat diese Tatsache nicht verschwiegen und bemerkenswert real den Zustand des Krieges und dessen Auswirkungen wiedergegeben.

    Die Geschichte ist wieder einmal aufgeteilt; diesmal in Tagen, denn es sind nur mehr wenige Tage bis die Menschlichkeit vollends ausgelöscht werden soll. Der 1. Teil ist relativ zäh; es passiert nicht wirklich viel. Umso spannender geht es aber mit Teil 2 weiter, der mein Herz in tausend Stücke zersplitterte. Ständig fiebert man mit den Charakteren mit, um dann auf tragischste Weise ihren Tod miterleben zu dürfen. Der Autor versteht es tragische Momente so in Szene zu setzen, dass sie unvergesslich bleiben und er führt uns in diesem Band wieder einmal vor Augen, dass jeder das Zeug zu einem Helden hat.

    Das Ende der Geschichte kam dann doch sehr unerwartet. Wer ein Happy-End erwartet, wird hier enttäuscht. Doch auch wenn es kein direktes Happy-End ist, ist es ein Ende, welches mich zufrieden zurückgelassen hat. Diese Geschichte ist derart apokalyptisch, dass ein "Friede, Freude, Eierkuchen" auch komplett fehl am Platz gewesen wäre. Das Ende passt zum Stil des Autoren, obwohl der Prolog doch etwas kitschig wirkte. Mit so etwas hätte ich wirklich nicht gerechnet.

    Der Grund, warum die Anderen die Menschheit so stark dezimierten, erschließt sich mir nicht wirklich. Bis zum Schluss stand da ein großes Fragezeichen in meinem Kopf, welches zwar kleiner wurde, sich jedoch nicht in ein Rufzeichen verwandelte. Die Dialoge mit Vosch und dessen Erklärungen am Ende ließen mich nur noch verwirrter zurück. Gibt es die Anderen nun überhaupt?

    Hoffentlich stürze ich nach dieser Geschichte nicht in eine Leseflaute, weil dieser Autor so eine tolle Art zu erzählen hat. Ein wirklich einzigartiger Schreibstil an den man sich erst mal gewöhnen muss, den man dann aber abgöttisch liebt.

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    Cover des Buches First Love: Matt & Josie (ISBN: B08461Z9LB)

    Bewertung zu "First Love: Matt & Josie" von Isabelle Richter

    First Love: Matt & Josie
    Yuriavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nett für Zwischendurch ohne große Story!
    Wenn sich aus Freundschaft Liebe entwickelt

    "First Love: Matt & Josie" ist ein Teenager-Erotik-Roman von Isabelle Richter und der erste Band einer Reihe, wobei jeder Band andere Protagonisten umfasst und in sich selbst abgeschlossen ist. Es ist mein erstes Buch der Autorin und leider konnte sie mich damit nicht ganz überzeugen.

    Matt und Josie sind beste Freunde seit sie denken können. Doch seit Matt von einem Auslandsjahr zurückgekehrt ist, haben die beiden Gefühle, die weit mehr als nur Freundschaft betreffen. Doch können zwei Menschen, die sich seit Ewigkeiten in und auswendig kennen, auch zu Liebenden werden oder würden sie damit ihre jahrelange Freundschaft zerstören?

    Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und sehr unterhaltsam. Besonders zu Anfang war die Geschichte sehr amüsant, weil Matt und Josie ziemlich ähnliche Gedanken haben, ohne davon zu wissen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Matt und Josie erzählt. Das Buch ließ sich flüssig lesen, aber leider war mir die Story zu flach. Probleme tauchten nur auf weil Matt etwas verpockte oder Josie zu engstirnig war. Typische Klischees von Männer und Frauen tauchten auf; z.B. waren Matts Gedanken ständig versaut und er dachte nur an das Eine, während Josies Gefühle süß mit Schmetterlingen im Bauch beschrieben wurden. Außerdem fand ich die Erklärung warum ein Selfmade-Millionär sein Haus so billig an Studenten vermietet, einfach nur unlogisch. Kein Millionär würde ein Haus so billig vermieten, nur um irgendwelche fremden Jugendlichen zu helfen. Vor allem ein Selfmade-Millionär weis, dass das Geld nicht auf Bäumen wächst. Wenn er mit jemanden aus der WG verwandt oder mit dessen Familie befreundet gewesen wäre, dann wäre das ganze schon etwas logischer.

    Die Protagonisten waren gut ausgearbeitet, jedoch fand ich Matt zwischendurch echt nervig, weil er in gewissen Momenten einfach so schwer von Begriff war und nicht verstehen wollte was Sache ist. Beide, Matt und Josie, weisen egoistische Züge auf, was jedoch auf viele Teenager zutrifft, und deshalb auch passend war. Mit 18 oder 19 sieht man noch nicht oft über den eigenen Tellerrand hinaus. Ein kleiner Fehler artet zu einer Katastrophe aus und ein Streit entwickelt sich zu einem Tornado der Gefühle.

    Matt's Versuch Josie zurück zu bekommen, war dann aber doch ganz süß und es kommen auch einige heiße Sexszenen vor ;-)

    Sehr cool finde ich Matt's und Josie's WG-Kollegen und wie sie die beiden ständig in die richtige Richtung lenken. Einige der Jungs weisen starkes Potential für eigene Romane auf, nur hoffe ich, dass diese etwas tiefgründigere Geschichten bekommen.

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    Cover des Buches Das unendliche Meer (ISBN: 9783442313358)

    Bewertung zu "Das unendliche Meer" von Rick Yancey

    Das unendliche Meer
    Yuriavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannende Fortsetzung der SciFi-Dystopie!
    Die spannende Endzeit-Dystopie geht weiter ...

    • "Wenn man dem Tod ins Auge sieht und der Tod als Erster blinzelt, erscheint nichts mehr unmöglich."

    "Das unendliche Meer" ist der zweite Teil der "Die fünfte Welle"-Trilogie von Rick Yancey und konnte mich sogar noch mehr fesseln als der erste Band.

    Cassie konnte gemeinsam mit Ben und anderen Mitgliedern seiner Einheit ihren Bruder Sam aus den Fängen der Anderen befreien. Von ihrem Retter Evan fehlt seitdem jedoch jede Spur. Während Cassie hofft, dass Evan noch lebt, suchen sie Unterschlupf in einem alten Hotel und planen ihre weitere Vorgehensweise, während die fünfte Welle bereits ihren zerstörerischen Lauf nimmt, um die restliche Menschheit auszurotten.

    Es ist selten, dass ein zweiter Band mich mehr fesseln konnte als Band 1. Bei diesem Buch war dies aber definitiv der Fall. Schon im Prolog des Buches, genannt "Der Weizen", konnte man das unglaubliche Potenzial des Autors erkennen. Rick Yancey schafft es anhand von Nebensächlichkeiten die Weltuntergangsstimmung so gut rüberzubringen, dass dieses realistisch und vollkommen glaubhaft wirkt. Was passiert zum Beispiel mit der Nahrung des Menschen, wenn kein Mensch mehr da ist, der diese Nahrung benötigt? Dass solche nebensächliche Fragen beantwortet werden, macht das Buch erst richtig gut, denn die Natur und die Erde dreht sich natürlich weiter. Die Zeit bleibt nicht stehen weil die Menschheit ausstirbt.

    Im großen und ganzen dreht sich das gesamte Buch um eine große Frage: Warum gibt es fünf Wellen um die Menschheit auszurotten? Die Anderen hätten die Menschheit auch auf einen Schlag vernichten können, anstatt ihnen langsam in mehreren Schritten den Garaus zu machen. Warum haben sie mit der Invasion so lange gewartet, wenn die Erde schon seit Jahrhunderten von ihnen beobachtet wird? Es scheint beinahe so, als hätte dies einen persönlichen Grund - als würden sie die Menschheit hassen und sich rächen wollen. Viele Fragen werden gegen Ende des Buches geklärt. Leider bleibt die große Fragen jedoch weiterhin offen. Warum die fünf Wellen?

    Diesmal lernt man Ben's Gefährten endlich mal besser kennen. Der erste Teil des Buches wird unter anderem aus der Sicht von Poundcake erzählt. Seine Vergangenheit und der Grund, warum er nicht mehr spricht, ist unendlich traurig. Außerdem entpuppt er sich als wahrer Held und hat sich somit als Lieblingscharakter der Reihe in mein Herz geschlichen. Seine Stille erzählt mehr als tausend Worte es könnten.

    Auch Ringer rückt in den Vordergrund. Ihr echter Name "Marika" lässt einen asiatischen Hintergrund erahnen. Ringer's Überlebenswille besteht nur aus einem Gefühl: Wut. Wut auf ihren Vater, Wut auf die Anderen, Wut auf die Menschheit, Wut auf sich selbst. Jedoch nimmt Ringers Geschichte im zweiten Teil des Buches eine unerwartete Wendung und auch ein neuer Charakter wird vorgestellt. Gegen Ende des Buches wird Ringer und ihr Kampfeswille dann immer sympathischer.

    • "Mach dich auf was gefasst, denn wenn du uns Menschen die Menschlichkeit nimmst, hast du es mit Menschen ohne Menschlichkeit zu tun." 

    Die Liebesgeschichte von Cassie und Evan rückt in diesem Band etwas in den Hintergrund, was der Geschichte auch gut tut. Im Vordergrund steht der Untergang der Menschheit, danach kommt die Liebe. Wobei ich mir bei Cassie's Gefühlen noch immer nicht im Klaren bin. Ihr Charakter ist so aufmüpfig, dass ich nicht genau weiß, ob sie nun aus Trotz handelt oder nicht. Evan kann einem manchmal wirklich Leid tun; er verrät seine Spezies aus Liebe zu Cassie, doch diese bleibt weiterhin kalt und abwesend. Dafür tritt eine weitere Liebesgeschichte in Erscheinung, die sich langsam in mein Herz geschlichen hat.

    • "Ich habe dich gefunden, aber indem ich dich fand, habe ich mich selbst verloren."

    Das Ende war unglaublich spannend und sehr dramatisch. Ich musste das Buch sogar einige Momente zur Seite legen, weil ich so schockiert von den Geschehnissen war. Die Auflösung und der Grund der vierten Welle war für mich völlig unerwartet. Immer wenn man denkt nun passiert das, entwickelt sich die Geschichte völlig anders. Ich bin gespannt, wie das Ganze im dritten und letzten Teil zusammenführt und zu einem Ende findet.

     Vincit qui patitur - es siegt wer erdulden kann

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    Cover des Buches Die fünfte Welle (ISBN: 9783442313341)

    Bewertung zu "Die fünfte Welle" von Rick Yancey

    Die fünfte Welle
    Yuriavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannungsgeladener SciFi-Endzeit-Roman!
    Die Anderen sind gekommen - die Ära der Menschen ist zu Ende ...

    • "Wie befreit man die Erde von den Menschen? Indem man die Menschen von ihrer Menschlichkeit befreit."


    "Die fünfte Welle" ist der erste Band einer Trilogie von Rick Yancey. Es handelt sich dabei um eine Dystopie mit Science-Fiction-Elementen und konnte mich mit dem fesselnden Endzeitszenario schockieren und überzeugen.

    Die Anderen sind gekommen. Mithilfe von fünf Wellen wird die Erde von der Menschheit "gesäubert". Die erste Welle brachte Dunkelheit - ein elektromagnetischer Impuls machte alle elektrischen Geräte und Maschinen unbrauchbar. Die zweite Welle Zerstörung - Erdbeben und die damit verursachten Tsunamis zerstörten alle Küstenregionen. Die dritte Welle ein tödliches Virus, das Milliarden Menschen das Leben kostete. Die vierte Welle kostete den Überlebenden das Vertrauen, da die Anderen, getarnt als Menschen, die Überlebenden umbrachten. Worin besteht nun die fünfte Welle, welche die Menschheit völlig ausrotten soll?

    Die 16-Jährige Cassie Sullivan hat nach der vierten Welle ihre komplette Familie verloren. Alleine macht sie sich auf die Suche nach ihrem kleinen Bruder, der mit einem gelben Schulbus vom Militär in Sicherheit gebracht wurde. Dabei lernt sie Evan kennen, ein weiterer Überlebender, der sie nach einer tödlichen Schusswunde rettet und wieder aufpäppelt. Doch kann sie Evan überhaupt trauen?

    Der Roman ist in mehrere Teile eingeteilt und wird aus der Sicht von verschiedenen Überlebenden erzählt. Dabei lernt man mehrere interessante Charaktere kennen und erlebt die Dystopie aus verschiedenen Blickwinkeln. Einerseits wird die Geschichte von Cassie in der Ich-Perspektive erzählt. Der Schreibstil ist dabei ähnlich zu einem Tagebuch. Aus Cassies Sicht erfährt man, wie es zum Ende der Menschheit gekommen ist. Ihre Gedanken sind dabei sehr deprimierend, was in so einer Situation natürlich angebracht ist und vom Autor ohne Zweifel sehr gut dargestellt wurde, jedoch manchmal etwas mühsam zum Lesen ist. Ihren Sarkasmus und trockenen Humor hat sie dabei jedoch nicht verloren, was sie sympatisch werden lässt. Dass sie grundsätzlich immer alles schwarz sieht und keinem vertrauen kann, ist den ersten vier Wellen geschuldet, und vollkommen nachvollziehbar, wenn der Großteil der Menschheit bereits ausgelöscht wurde.

    Die Anderen sind der Menschheit stark überlegen und beobachten die Menschheit schon Jahrhunderte lang, um den Planeten Erde einzunehmen. Die Menschen werden dabei immer wieder mit Kakerlaken oder anderen Insekten verglichen - unmöglich die Invasion zu stoppen und die Anderen zu vertreiben, geschweige denn sie zu vernichten. Diese Invasion ist besonders schockierend und erschreckend, da sie so realistisch dargestellt wird. (Ausgenommen der Alians; darüber lässt sich natürlich streiten ob realistisch oder nicht.) Aber das Fehlen von  Strom und Elektrizität katapultiert uns schlagartig in die Vergangenheit, nur weiß die Menschheit natürlich nicht damit umzugehen. Flugzeuge stürzen vom Himmel, Wasserleitungen funktionieren nicht mehr, da die dafür zuständigen Pumpen kein Wasser mehr fördern können. Aus Hilflosigkeit kommt es zu Gewalt und Überfällen. Nach der dritten Welle, der schrecklichen Seuche, die den Großteil der Menschheit ausrottet, wünscht man sich selbst zu den Todesopfern zu gehören. Das Leben als "Überlebender" scheint so schrecklich und einsam, dass man die zahlreichen Selbstmörder durchaus verstehen kann. Der Autor drückt mit seinem Erzählstil auf den Knopf der Angst der Menschheit - Die Angst vor der Einsamkeit und dass es Wesen geben könnte, die uns derart überlegen sind und uns innerhalb weniger Wochen vollständig auslöschen könnten.


    • "Als würde eine Kakerlake einen Plan aushecken, um den Schuh zu besiegen, der dabei ist, sie zu zerquetschen."


    Einen anderen Teil der Geschichte lernen wir aus der Sicht von Ben Parrish alias "Zombie" kennen, ein ehemaliger Schulkamerad von Cassie. Er hat den Virus überlebt und wird nun gemeinsam mit anderen Minderjährigen als Soldat vom amerikanischen Militär ausgebildet, um die Anderen zu bekämpfen. Die Ausbildung zum Soldaten wird dabei sehr detailreich und ausführlich geschildert, was auch notwendig ist, um zu verstehen, wie sich Ben dabei verändert. Dem Autor ist es sehr gelungen Ben andere Gedankengänge zu geben, so dass man gleich zu Beginn merkt, dass es sich dabei um eine andere Person handelt, obwohl beide Teile, Ben's und Cassie's, aus der Ich-Perspektive erzählt werden. Jedem Charakter wurden eigene Gedankengänge und somit eine eigene Persönlichkeit gegeben.

    Auch andere Charaktere lernt man kennen; unter anderem wird ein Teil der Geschichte aus der Sicht eines Anderen erzählt. Diese Gedankengänge waren besonders interessant - zu erfahren, wie diese denken und ihr Handeln verursacht wird. Das Einteilen der Geschichte in mehrere Teile aus unterschiedlichen Perspektiven macht das Buch so spannend und fesselnd, dass man es einfach nicht aus der Hand legen kann. Beinahe jeder Teil endet mit einem Cliffhanger und man fiebert mit Cassie, Ben und den Anderen mit, vor allem weil es um Leben oder Sterben geht. Der Autor scheut auch nicht davor Charaktere, die man lieb gewonnen hat, sterben zu lassen, was dem Buch noch einmal mehr Nervenkitzel verleit.

    Die eingebaute Liebesgeschichte wirkt zwar nur nebensächlich, hat jedoch einen großen Einfluss auf das Große und Ganze. Obwohl Cassie anfangs etwas kalt rüberkommt, erkennt man anhand ihrer Gedanken, dass sie zwar vertrauen will, aber auf Grund ihrer Erlebnisse einfach kein Vertrauen aufbauen kann. Ob Cassie dies überwinden und ihre Gefühle zulassen kann, müsst ihr dann selbst lesen. Die Liebesgeschichte konnte mich aber nicht zu 100% überzeugen, da sie fast bis zum Schluss einseitig wirkte.

    • "Bevor ich dich gefunden habe, dachte ich, man könnte nur dann durchhalten, wenn man etwas findet, wofür man leben kann. Das stimmt nicht. Um durchzuhalten, muss man etwas finden, wofür man bereit ist zu sterben."

    Die Auflösung der fünften Welle war dann wirklich "bombastisch", völlig unerwartet und doch so nachvollziehbar, wenn man sich in die Anderen hineinversetzt.

    Fazit: Durchgehende Spannung bis zur letzten Seite, glaubwürdiges und gut durchdachtes Weltuntergangsszenario, jedoch auf Grund von Cassies Gedanken etwas deprimierend und dadurch anstrengend zu lesen - 4,5*

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    Cover des Buches Der Wind nimmt uns mit (ISBN: 9783499275272)

    Bewertung zu "Der Wind nimmt uns mit" von Katharina Herzog

    Der Wind nimmt uns mit
    Yuriavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: für Reiseverliebte mit Fernweh!
    Sommerroman mit Traumkulisse aber unsympathischer Protagonistin

    • "Vielleicht reicht es auch schon, wenn du dich darauf konzentrierst, was da ist, anstatt auf das, was fehlt."


    "Der Wind nimmt uns mit" ist ein locker leichter Sommerroman von Katharina Herzog und mein erster gelesener Roman dieser Autorin. Leider konnte sie mich hiermit nicht ganz begeistern, da ich mit der Protagonistin Maya überhaupt nicht warm wurde.

    Maya ist Reisebloggerin und somit ständig auf der ganzen Welt unterwegs. Sie will sich weder binden, noch sesshaft werden. Als ihr One-Night-Stand mit Tobi jedoch ungeahnte Folgen hat, macht sie sich auf die Suche nach ihm und landet dabei auf La Gomera - der Insel, auf der ihre Ziehmutter Karoline lebt, welche sie auf keinen Fall wiedersehen wollte. Kann Maya endlich die Dämonen ihrer Vergangenheit bezwingen und ihr Leben wieder ins Lot bringen?

    Die Autorin hat wirklich ein Händchen dafür Urlaubsfeeling zu versprühen. Die Insel La Gomera wurde so ausführlich und traumhaft beschrieben, dass man sofort Lust bekommt, die Insel und deren besonderen Bewohner zu besuchen. Der Schreibstil ist flüssig und die Personen im Buch werden optisch sehr ausführlich beschrieben, so dass man zu jeder Person sofort ein Bild vor Augen hat. Auch das Cover des Buches ist wunderschön gestaltet und fängt den Zauber von La Gomera perfekt ein. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen begleitet der/die Leser/in Maya in der Gegenwart - zum anderen Karoline, Mayas Ziehmutter, vor 30 Jahren. Die Rückblicke in Karolines Vergangenheit animieren zum schnellen Weiterlesen des Buches, um die Familiengeheimnisse rund um Karoline und Maya endlich vollständig aufzuklären.

    Maya ist leider eine der unsympathischsten Protagonistinnen meiner Lesegeschichte. Sie ist undankbar, mürrisch, egoistisch, naiv und flatterhaft. Ihre Entscheidungen sind nicht nachvollziehbar, da sie ohne erklärlichen Grund von einer Meinung zur Anderen springt. Ständig schnauzt sie ihre Mitmenschen an, denkt nur an sich selbst, wendet sich stets von ihren Lieben ab und hält anderen Fehler vor. Von einer 32-Jährigen, die alleine und selbstständig auf der Welt herumreist, erwartet man eigentlich mehr Reife. Mehrmals musste ich beim Lesen die Augen verdrehen, weil sich Maya wieder mal völlig unpassend und kindisch verhielt. Zum Beispiel, wenn Sie sich nicht einmal verabschieden will, obwohl diese Personen ihr gesamtes Leben für sie umgekrempelt hat oder wenn sie Personen anschnauzt, die ihr wirklich vorwärts geholfen haben. Leider hat Maya auch im Laufe der Geschichte keine gravierenden Charakter-Veränderungen durchgemacht, so dass sie mir bis zur letzten Seite unsympathisch blieb.

    Karoline wirkte da schon sympathischer. Über ihre starke Eifersucht konnte man hinwegsehen, da sie schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste. Das "Nicht verzeihen können" hat sich Maya aber anscheinend von Ihrer Adoptivmutter abgekuckt.

    Die Nebencharaktere jedoch haben die Geschichte lesenswert gemacht. Besonders die Bewohner der Insel, bestehend aus Aussteigern und Künstlern, haben es mir angetan. Ich würde sofort in dem Resort, in dem Maya übernachtet, einchecken. Alles wirkt so farbenprächtig und harmonisch, genau richtig für einen erholsamen Urlaub am Meer.

    Das persönliche Nachwort der Autorin hat die Geschichte dann auch besonders gemacht. 

    Für Reiseliebhaber und Reiseliebhaberinnen zu empfehlen, die noch eine locker leichte Lektüre für den nächsten Urlaub suchen.

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    Cover des Buches Fairy Tail Side Stories 2 (ISBN: 9783551714572)

    Bewertung zu "Fairy Tail Side Stories 2" von Hiro Mashima

    Fairy Tail Side Stories 2
    Yuriavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Nebenstory für alle Fans von Fairy Tail und GaLe ♥
    Willkommen in der Welt von Gajil Redfox ...

    "Fairy Tail Side Stories 2" ist der zweite Band aus der Zusatz-Kurzgeschichten-Reihe zu "Fairy Tail". Anders als die Fairy Tail-Hauptstory sind diese "Side Stories" nicht von Hiro Mashima, sondern von Kyouta Shibano geschrieben und gezeichnet. Sie gelten jedoch als offizielle Nebengeschichten.

    Diesmal tritt Gajil und seine Vergangenheit in den Mittelpunkt. Der Manga besteht aus zwei abgeschlossenen Geschichten. Leider wird nicht erwähnt, in welcher Zeit die erste Nebenstory einzuordnen ist, jedoch muss sie vor der Auflösung der Fairy Tail-Gilde spielen, da die Gilde und seine Mitglieder darin vorkommen. Nachdem Gajil spurlos verschwand und ein Verbrecher und ehemaliger Kamerad von Gajil aus dem Gefängnis ausbrach, verschlägt es einige Mitglieder von Fairy Tail in Gajil's ehemalige Heimatstadt Denish, die wohl einzige Stadt in der man sich über eine Showeinlage von Gajil freut und sogar "Gajil Beer" verkauft wird. Dort erfährt man mehr über Gajil's Vergangenheit und auch "GaLe" und "Gruvia"-Momente kommen nicht zu kurz. Mehrmals musste ich beim Lesen laut auflachen, weil Kyouta Shibano den Charakter von Gajil perfekt zur Geltung bringt. Außerdem ist der Manga wirklich schön gezeichnet - besser als der erste Band über die Zwillingsdrachen von Sabertooth.

    In der zweiten Nebengeschichte sehen wir Gajil und den Giftdrachen Cobra in Aktion. Diese Geschichte spielt im Jahre X791 und somit nach der Auflösung von Fairy Tail. Gajil erledigt bereits Arbeiten für den Rat. Schade, dass Cobra so selten in Aktion tritt, Gajil und Cobra wären ein fantastisches Team.

    Die Kampfszenen, moralischen Gerechtigkeitsfloskeln und lustig-romantischen Dialoge machen diesen Manga zu einem wunderbaren Zeitvertreib, bis die Hauptstory mit dem "100 Years Quest" fortgeführt wird.

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    Cover des Buches Hauch der Versuchung - Dunkle Verlockung Teil 1 (ISBN: 9783802590702)

    Bewertung zu "Hauch der Versuchung - Dunkle Verlockung Teil 1" von Nalini Singh

    Hauch der Versuchung - Dunkle Verlockung Teil 1
    Yuriavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Bittersüße Kurzgeschichte für alle Singh-Fans!
    Eine Kurzgeschichte für alle Singh-Fans!


    "Ich kann dir nicht versprechen, dass ich nie wieder verletzt werde, aber ich werde alles tun, um jeden Tag zu dir zurückzukommen."

    "Hauch der Versuchung" ist eine Kurzgeschichte der Gestaltwandler-Reihe von Nalini Singh. Sie spielt vor dem ersten Band "Leopardenblut" und behandelt die Liebesgeschichte von Ria und Emmett.


    Ria versucht nach ihrem Schulabschluss eigenen Fuß in der Berufswelt zu fassen und das trotz den Plänen und Zukunftsvisionen ihrer strengen Familie. Doch nach einem Überfall muss Ria rund um die Uhr von den Dark River-Leoparden bewacht werden, und zwar von dem überaus gut aussehenden und gleichzeitig gefährlichen Emmett. Kann Ria Emmett und dem Hauch der Versuchung widerstehen?


    Die Kurzgeschichte ist, wie alle Liebesgeschichten der Gestaltwandler-Reihe, flüssig geschrieben und lässt sich, da die Story nur knappe 100 Seiten umfasst, in einem Stück durchlesen. Ich bin mir nicht sicher ob Ria und Emmett in späteren Bänden der Reihe noch einmal vorkommen. Ich glaube mich zu erinnern, dass sie zumindest mal erwähnt werden, jedoch haben sie bestimmt keinen Einfluss auf spätere Geschehnisse, wodurch diese Kurzgeschichte auch unabhängig von der Hauptstory gelesen werden kann. Eine eigene kleine Crime-Story lässt die Handlung auch nicht langweilig werden.


    Die Charaktere sind für eine Kurzgeschichte sehr ausgeprägt gestaltet. Besonders toll fand ich Ria's Großmutter "Popo" Miaoling. Eine winzige Frau mit ganz großem Charakter. Ich musste beim Lesen ständig an die Großmutter von "Mulan" denken.


    Die Chemie zwischen Ria und Emmett hat von Anfang an gestimmt. In den ersten Seiten sind schon die Funken übergesprungen. Und spätestens nach dem Selbstverteidigungstraining weiß man, dass die beiden für einander bestimmt sind.


    Ich hätte mir nur eine genauere Abhandlung der Crime-Story gewünscht, um die Geschichte perfekt werden zu lassen. Ich weiß, dass es nur eine Kurzgeschichte ist und der Fokus auf der Liebesgeschichte liegt, jedoch hätte eine genauere Beschreibung mit einigen wenigen Seiten das Ende spannender werden lassen. Ich hätte gerne mit Emmett mitgefiebert.


     - 4,5 Sterne!

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    Über mich

    • weiblich
    • 17.01.1992

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