Zuckerwatte-im-Kopf

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Warum Pechvögel fliegen können9783740717223

    Bewertung zu "Warum Pechvögel fliegen können" von Jasmin Whiscy

    Warum Pechvögel fliegen können
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Dieses Buch! Es ist so warmherzig, witzig und süß!
    Eine wunderbar witzige und emotionale Story!

    Obwohl es eine klassische Schulgeschichte ist, hat es Tiefgang und berührt. Ich bin zwar nicht mehr ganz die Zielgruppe, finde aber, dass Jasmin die Geschichte so toll umgesetzt hat, dass ich mich gerne in die Zeit zurückversetzt habe.
    Aber meine Euphorie greift vor.

    Manuela, ein Pechvogel wie er im Buche steht.
    Alleine schon die Anfangsszene beschreibt das Pech von dem Manu verfolgt wird grandios. Es geht einfach alles schief. Doch Manu sieht es teils mit schwarzem Humor, teils mit Witz. Sie ist einem direkt sympathisch und das verstärkt sich auch im Verlauf der Geschichte. Wir erleben Manu als ein starkes Mädchen, nach Außen. Aber was alles in ihrem Inneren vorgeht, das erzählt sie niemanden und so hautnah zu erleben, was sie beschäftigt, was sie verletzt, wie tief manche Trauer sitzt und wie sich fühlt, wenn sie wieder einmal angezickt wird – das hat ein großes Spektrum an Emotionen in mir hervorgerufen.

    Auch als sich ihr Pech abwendet, heißt das nicht, dass somit alle Probleme beseitigt sind. Vor allem nicht die, die tief in ihr sitzen. Ein schöner Aspekt, der zeigt, dass Kummer nicht plötzlich verschwindet, wie es in vielen Büchern schön geredet wird.
    Nein, ganz im Gegenteil. Manu beginnt sich zu öffnen, sie erkennt was Freundschaft ist, was Liebe bedeutet und wie sie mit ihren Problemen umgehen kann.

    Natürlich trifft sie Fehlentscheidungen, verletzt, wird verletzt, bringt zum weinen und weint. Aber ich habe deutlich gemerkt, wie sie reift und reflektiert. Ich mochte Manu von Anfang an und habe sie im Verlauf immer mehr in mein Herz geschlossen. Sie ist ein tapferes Mädchen, das stark ist und doch Schwächen hat. Die mit Witz und Humor in skurrile Situationen schlittert und immer mit dem Herzen dabei ist.

    Der Gegenpart
    Janiel scheint nicht ganz in die Geschichte zu passen, er wirkt reifer und erwachsener. Was natürlich daran liegt, dass er ein Engel und somit wesentlich älter ist, trotzdem bildet er den perfekten Ausgleich. Er glättet Wogen, bringt Tiefe in die Geschichte und gibt den Menschen um sich herum Denkanstöße. Für mich war er der Ruhepol, während Manu der stürmische Orkan war.

    Schreibstil
    Im ersten Moment waren die kurzen Sätze gewöhnungsbedürftig, aber sie passen zu Manus Gedanken, zu ihrer Person und dem Wesen einer 15 jährigen. Ein bisschen hektisch, zynisch, voller Gefühle und Emotionen.

    Jasmin Whiscy schafft es so wunderbar leicht die Aufmerksamkeit auf ihre Charaktere zu lenken, sie mit Ecken und Kanten zu versehen, ihnen Tiefgang einzuhauchen und sie lernen zu lassen. Sie hat eine Teenie Story geschrieben und es trotzdem geschafft, dass sich ein ganz eigener Charme daraus entwickelt. Wir haben die Zimtzicke, die alle anderen rausekelt, wir haben den süßen Jungen, in den sich unsere schüchterne Manu verguckt hat. Aber wir haben auch das Gegengewicht und das ist meiner Meinung nach Janiel, der reifer und erwachsener wirkt und sich dieses eben auch in der Geschichte widerspiegelt.

    Obwohl ich mich schon lange aus den Schulgeschichten »rausgewachsen« fühle hat Jasmin es geschafft mich vollkommen zu überzeugen. Ich meine, sie hat mich sogar dazu gebracht, dass ich mich total in die Geschichte verliebe! Es hat einfach Spaß gemacht Manu und ihr Abenteuer zu begleiten.

    Fazit: Eine wunderbar witzige und emotionale Story, die nicht nur das Teenie Herz berührt, sondern auch mich überzeugt hat. Wir haben nicht nur eine klassische Schulgeschichte, sondern auch eine Protagonistin, die sich stark macht, für andere einsteht und die über sich hinaus wächst. Gewürzt ist das alles mit einer Prise Magie, süßen Schutzengeln, dem Himmel und einem kosmischen Plan, der alles über den Haufen wirft.

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    Cover des Buches Königsfluch - Die Empirium-Trilogie (Bd. 2)9783038800323

    Bewertung zu "Königsfluch - Die Empirium-Trilogie (Bd. 2)" von Claire Legrand

    Königsfluch - Die Empirium-Trilogie (Bd. 2)
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der zweite Band ist düster, steckt voller Überraschungen und gibt uns tiefe Einblicke und neue Sichten auf die Charaktere!
    Endlich zurück in dieser fantastischen Welt!

    Woaaah, die ersten paar Seiten gelesen und ich bin sofort wieder drin und mitten dabei. Es ist ein unheimlich tolles Gefühl wieder in dieser Welt zu sein! Was habe ich die spitze Zunge von Eliana vermisst, ihren klugen Bruder Remy, die charmante Navi und den liebevollen Audric. Wie gespannt war ich auf Rielles und Elianas Entwicklung und ihre Geschichte!

    Umso mehr freue ich mich, dass auch der zweite Band mich wieder vollkommen überzeugen konnte. Er ist düster, steckt voller Überraschungen, gibt uns tiefe Einblicke und neue Sichten auf die Charaktere und lässt uns wieder hinabtauchen in diese genial konstruierte Welt!

    Charakterentwicklung
    Dieses Mal tauchen wir noch tiefer in die Zerstörung hinab. Auf der einen Seite haben wir wieder Rielle und auf der anderen Eliana. Sie trennt ein Jahrtausend und ganz andere Umstände. Ich habe ihre Entwicklung mit Spannung verfolgt, es gab immer mehr Einblicke in ihre Seelen, Gedanken und zu ihrer Macht. Während sich immer mehr herauskristallisierte wie sie zu Blut- und Sonnenkönigin wurden, welche Gedanken sie quälen und welche Herausforderungen sie bestreiten müssen.

    Rielle ist weiterhin unkontrollierbar, launisch, kindisch und lässt sich nichts sagen. Obwohl Audric das Licht in ihrem Leben ist, möchte sie so viel mehr. Sie will ihre Macht weiter ausbauen, beherrschen und neue Wege gehen. Ob sich das mit ihrer Zukunft vereinbaren lässt? Hält sie Corien stand? Kann sie ihm und den Engeln widerstehen?
    In Rielle ist dieser Funke und ich war ganz hin- und hergerissen, ob ich Sympathie oder Mitleid für sie empfinden soll, sie lieber fürchte oder mit schreckgeweiteten Augen das Weite suche. Sie ist stark, doch wird diese Stärke, diese Macht und dieses Drängen in ihr zum Verhängnis aller?

    Eliana hat sich dagegen zu einer Frau entwickelt, die mit Güte gesegnet ist und deren Herz für die Menschen um sich herum schlägt. Der Druck der Prophezeiung lastet schwer auf ihr, genauso der Gedanke, dass sie die Tochter der Blutkönigin sein soll. Zu sehr fürchtet sie sich vor der unkontrollierbaren Macht, die sie in sich trägt. Doch Eliana beweist Durchhaltevermögen.
    Ich liebe ihre Sanftheit und die gleichzeitige Stärke, die sie ausstrahlt. Ihre Unsicherheit und ihren Mut, ihre aufmerksamen Augen und ihren Dickkopf, der sie in die ein oder andere brenzlige Situation bringt.

    Die Entscheidungen, die sie treffen, sind nicht immer die Richtigen. Die ganze Welt beobachtet sie, erwartet Erlösung und setzt all seine Hoffnung in die Sonnenkönigin. Beide wissen noch nicht wohin sie wollen und wer sie sein möchten, doch langsam finden sie zu sich und ihrer Macht.

    Eliana, Remy, Navi und Simon sind die Charaktere, die mir immer wieder Freude bereitet haben, deswegen haben mir die Abschnitte mit ihnen am Besten gefallen.

    Schreibstil
    Claire Legrand erschafft Welten, die sich vor deinen Augen verfestigen. Sie kann sympathische, grausame, mutige, liebevolle, bösartige Personen zum Leben erwecken. Ich habe mich sofort wieder zu Hause gefühlt, habe gebangt, Tränen verdrückt und mir gewünscht, dass dieses Abenteuer nie zu Ende geht.
    Außerdem hat sie es wieder geschafft alles offen zu lassen, sodass ich mir den Abschlussband herbeisehne. Ich bin so gespannt wie sie die Geschichte aufschlüsselt, wer ein falsches Spiel spielt, wem ich noch vertrauen kann und welche Entscheidungen die Charaktere am Ende treffen.
    Gefühlt ist da nämlich noch alles möglich.

    Fazit: Was für ein gewaltiges Buch - in Umfang und Inhalt. Dieser Band ist viel düsterer, voller Hass, Zorn und Krieg. Ich habe die Charaktere leiden, lachen und lieben sehen. Dabei wurden sie getestet, vor Herausforderungen gestellt, mussten kämpfen, flüchten und sich selbst finden.
    Der zweite Band geht tiefer in die Materie, verrät uns mehr über die Personen und ihre Pläne und lässt doch noch alles offen. Denn wer nun falsch spielt und wem man trauen kann, das werde ich wohl erst beim Abschluss erfahren.

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    Cover des Buches Wild Hunt Casino (Die Wylde Jagd 1)B083WD9B4Q

    Bewertung zu "Wild Hunt Casino (Die Wylde Jagd 1)" von Tina Skupin

    Wild Hunt Casino (Die Wylde Jagd 1)
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wir erleben eine wilde Jagd durch die Stadt des Glücks und ich habe mit jeder Seite mitgefiebert und mich unterhalten gefühlt!
    Spannend und actionreich!

    Die wilde Jagd
    Ti versteht es fabelhaft sich in Szene zu setzen. Sie spielt mit den Gefühlen anderer, ist unberechenbar und weiß ganz genau was sie will. Um ihre Pläne zu verwirklichen holt sie sich Hilfe und stellt ein Team aus Spezialisten zusammen. Ihr Ziel? Das Horn der wilden Jagd stehlen und damit ihre Machtposition und ihre Stadt zurückerlangen. Ihr Opfer? Oberon, der sie damals hinterging und ihr alles nahm.
    Der Weg ist nicht leicht und es warten einige Tücken. Besonders spannend wird es, weil Ti ihre Pläne niemandem offenbart und immer nur einen Teil preisgibt.

    Manchmal weiß man nicht: ist Ti ehrlich oder spielt sie nur mit einem? Ist ihr Charakter verschlagen oder genial? Macht sie das aus Freude, Habgier oder Rache? Sie ist auf jeden Fall für jede Menge Überraschungen zu haben und gleicht in ihren Emotionen einer Wundertüte. Was sie alles aus ihrem Hut zaubert und wie sie den größten Raub der Geschichte arrangiert ist Unterhaltung pur!

    Dass dabei der ein oder andere leiden muss, Freundschaften auf eine harte Probe gestellt werden und Ti vor plötzlichen Problemen steht, lässt sie nicht aufgeben.
    Ihre Frohnatur ist wenig emphatisch und trotzdem hat man sie gern, weil sie sich ihrer Fehler, Ecken und Kanten bewusst wird.

    Schreibstil
    Tina hat es geschafft in dieser Novelle so viel Spannung zu erzeugen, dass ich total in der Geschichte um Ti drin war. Sie hat der Glücksfee eine so geheimnisvolle Aura verpasst, sie gleichzeitig aber auch mit Charisma und Größenwahn ausgestattet. Es ist eine Kunst einen Charakter so selbstbezogen zu erschaffen und ihn aber auch lernen, fühlen und sich der Fehler bewusst werden zu lassen.

    Fazit: Wow, was für ein spannendes und actionreiches Abenteuer, von einer Glücksfee, die den König der Stadt herausfordert. »Wild Hunt Casino« bietet Spannung, Tricks, Lügen und jede Menge Überraschungen. Wir erleben eine wilde Jagd durch die Stadt des Glücks und ich habe mit jeder Seite mitgefiebert und mich unterhalten gefühlt!

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    Cover des Buches Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt9783966350174

    Bewertung zu "Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt" von Brittainy C. Cherry

    Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte voller Leben und der Liebe. Mir war es meist eine Spur zu dramatisch!
    Wirklich schön, konnte mich aber nicht zu 100% packen!

    Erst hatte ich gar nichts von der Autorin und nun habe ich innerhalb kürzester Zeit gleich drei Hörbücher gehört. Brittainy C. Cherry macht süchtig. Ich denke, das kann ich jetzt laut sagen.
    Auch dieses Mal hatte ich wieder Tränen in den Augen, jedoch konnte mich die Geschichte nicht ganz zu 100% packen, wie die vorigen beiden.

    Grace und Jackson
    Grace ist am Anfang sehr verschlossen, die vielen Rückschläge haben sie zu sehr getroffen und mit ihrem Mann konnte sie kaum noch über ihre Gefühle sprechen. Als er sie verlässt, bricht alles auseinander. Nicht nur ihr bisheriges Leben, sondern vor allem ihr Herz und ihre Seele.
    Sie traut sich kaum noch zurück zu ihrer Familie. Sie hat so wahnsinnig große Angst verurteilt zu werden und sich selbst zu verlieren.

    Mit der Zeit muss sie feststellen, dass sie gar nicht weiß, wer sie ist und was sie ausmacht. All die Jahre hat sie immer gemacht, was man ihr sagte, hat gegessen, was anderen schmeckte, hat gelebt, wie andere es für richtig hielten. Doch wer ist Grace? Wer ist diese sanfte Frau? Wie viel Mut wird es kosten sich selbst zu finden? Und wie passt Jackson, der Griesgram da rein?

    Hach, Jackson. Sein Leben ist eine wahre Achterbahnfahrt und es wundert mich kein bisschen, warum er so abweisend und kalt geworden ist. Durch kleine Rückblicke gelangen wir immer tiefer in seine Vergangenheit und können mit jeder Minute mehr verstehen, wie sein Herz zersplittert ist. Die Einblicke in seine Seele haben mir geschmerzt und mich gleichzeitig wieder geheilt.

    Ihre Entwicklung hat viele dramatische Wendungen, Tränen, Lachen, Liebe und Ängste gekostet.

    Die Autorin
    Brittainy C. Cherry kann Geschichten schreiben. Auch wenn mir diese einen Tick zu viel Drama enthielt, so schafft sie es doch, dass man gefesselt bleibt. Dass man sich fragt, wie es weiter geht und nicht aufhören kann mitzufiebern.
    Obwohl mir manche Charaktere gänzlich unsympathisch waren, hat die Autorin das Talent diesen eine Hintergrundgeschichte zu geben, sie wachsen zu lassen und ihre Fehler einzugestehen. Sie verwandelt Hass und Abscheu in Verständnis und Mitgefühl. Und sie bringt einen dazu, dass man sein Urteil überdenkt.
    Denn jeder in ihrer Geschichte hat eine Seele, ein Paket voller Sorgen, Fehler und Ängste. Eine Seite, die man nur bei genauem hinschauen sieht und die voller Mitgefühl und Aufrichtigkeit steckt.

    Sprecher
    Yesim Meisheit hat auch dieses Hörbuch wieder mit einer gefühlvollen Stimme und einen Berg an Emotionen gesprochen. Mir war es zu Anfang eine Portion zu viel des Dramas. Grace heult ununterbrochen, sodass die Sprecherin nur im weinerlichen Ton erzählt hat und ich nach einiger Zeit Ohrenklingeln bekam. Generell packte die Autorin sehr viel Drama in die Geschichte.

    Nicolas Artajo kam diesen Mal nicht so oft zu Wort. Dafür habe ich seine Parts sehr genossen. Er hat eine beruhigende und sanfte Stimme, die so voller Gedanken und Charakter ist und einen in alle Gefühlslagen versetzen kann.

    Fazit: Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt ist eine Geschichte voller Leben, Liebe und dramatischen Ereignissen. Für mich meist eine Spur zu viel Drama. Gerade der Anfang ist überfüllt mit einer weinerlichen Grace. Trotzdem hat es gefühlvolle Charaktere, die voller Mitgefühl und Sanftmut sind. Manche müssen erst noch lernen ihren Hass und ihre Vorurteile hinter sich zu lassen. Andere brauchen neue Hoffnung in ihrer Dunkelheit. Es ist mit vielen Facetten und Überraschungen gespickt und hat eine Entwicklung, die Tränen in die Augen treibt.

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    Cover des Buches Wenn Donner und Licht sich berühren9783948223045

    Bewertung zu "Wenn Donner und Licht sich berühren" von Brittainy C. Cherry

    Wenn Donner und Licht sich berühren
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Erweichend, einfühlsam, bedrückend, herzzerreißend, traurig!
    Es ist alles, was ich mir wünsche, worauf ich hoffe und wofür ich mich bereit fühle.

    Wenn dir die Worte fehlen, weil du nicht ausdrücken kannst, wie sehr dich eine Geschichte mitnimmt – dann war wohl Brittainy C. Cherry am Werk.
    Ich dachte, dass »Wie das Feuer zwischen uns« schon alle Höhepunkte erreicht hätte, aber »Wenn Donner und Licht sich berühren« legt noch eine Schippe oben drauf. Wie kann man sich in eine Autorin verlieben, die man gefühlt erst 20 Stunden kennt? Die einen so sehr zerreißt, heilt, liebt und dich zum Heulen bringt? Die deine Tränen wegwischt, dich anlächelt, dich tröstet und dir immer wieder sagt: »Alles wird gut«.

    Nur, damit sie dein Herz wieder erweichen kann, dich wieder an deine Grenzen bringt und dir zeigt: es geht weiter. Das Leben, so wie es ist, so wie es scheint, so wie wir es uns wünschen.

    Jasmine braucht lange ihre Wünsche über die ihrer Mutter zu stellen, sie braucht diese Zeit um zu reifen, zu wachsen und zu erkennen. Sie ist ein herzensguter Mensch, der an das Gute glaubt, sich opfert, damit es anderen besser geht und die ihr Herz an einen schüchternen Jungen verliert, der ihre Seele mehr berührt, als jemand anderes.

    Und Elliot. Oh Elliot. Dieser zurückhaltende Junge mit den schönen Augen. Der seine ganze Liebe in seine Musik legt und sich durch diese ausdrückt. Der sich schützend vor seine Schwester stellt, vor seine Liebsten, um all das Leid abzulenken. Was habe ich mich in diesen zarten Jungen verliebt.  Wie sehr habe ich mit ihm gelitten und um seine traurige Geschichte geweint.

    Alle Charaktere sind so greifbar, tiefgründig, manchmal dumm, manchmal einsam. Die Handlung ist traurig und bewegend, aber frei von Klischees und Vorurteilen. Ich liebe die Autorin dafür, dass sie nicht in diese Muster verfällt, dass sie keine Dreiecksbeziehung braucht, um eine interessante Geschichte zu entwerfen. Sondern, dass ihre Charaktere reichen, um einen Sturm an Gefühlen in einem hervorzurufen.

    Sprecher
    Yesim Meisheit legt wie die Autorin ihr Herz in die Geschichte und das hört man. Ihre Stimme verleiht den Charakteren so viel Tiefe, so viel Seele und ich habe es geliebt ihren Worten zu lauschen. Ich hatte immer das Gefühl, sie würde ein Stück von sich selbst abgeben, damit die Geschichte einen genauso bewegt, als würde man die Worte lesen.

    Nicolas Artajo verkörpert Elliot erst weich und schüchtern, später stark und verschlossen. Er schafft es diesem Jungen einen Charakter zu geben, der im Gedächtnis bleibt. Den man zu lieben lernt, egal wie sehr das Schicksal seinen Knüppel schwingt. Ich habe selten einen jungen Mann so gut verstanden und für ihn mitfühlen können, wie für Elliot. Wie kann man nur ein so wunderschönes Inneres haben? Wie kann man nach all der Erniedrigung noch ein Herz haben, das nicht zu Stein erstarrt ist?

    Fazit: Dieses Buch bedeutet so viel. Es ist erweichend, einfühlsam, bedrückend, herzzerreißend, traurig. Es ist alles, was ich mir wünsche, worauf ich hoffe und wofür ich mich bereit fühle. Mein Herz hat gelitten, aber es hat auch gelacht und sich in jedes der geschrieben Zeilen verliebt.
    Ich habe selten eine so begabte Autorin kennengelernt, der ich gefühlt schon nach zehn Stunden verfallen bin und die mich in nächster Zeit nicht mehr loslassen wird.

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    Cover des Buches Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? (Ashuan Staffel 1)B07CNQ16D3

    Bewertung zu "Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? (Ashuan Staffel 1)" von Janna Ruth

    Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? (Ashuan Staffel 1)
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichten sind kurz und knackig, bestechen durch Magie, Freundschaft und Zusammenhalt!
    Der Auftakt einer spannenden Reihe!

    Ein Drama
    Wie ungewöhnlich ein Drama zu lesen. Im ersten Moment kam ich mir wie in einem Theaterstück vor, es war nicht leicht sich umzugewöhnen und doch klappte es viel schneller, als gedacht. Es findet keine wörtliche Rede statt und auch die Emotionen und Handlungsweisen werden meist in Klammern geschrieben. Eben wie bei einem Drehbuch.

    Ungewohnt und doch cool
    So ungewohnt es im ersten Moment auch war, es entwickelt sich zu einem richtig coolen Stück, das man schnell weglesen konnte. Durch die vielen Handlungsorte bekommt man das Drama von allen Seiten beleuchtet und weiß jederzeit und ohne lange zu warten, was als nächstes geschieht.
    Hier muss sich niemand an die Schulzeit erinnert fühlen, denn Ashuan ist in vielen Dingen spannender und obendrauf bekommen wir tonnenweise Magie.

    Geheimnisvoll
    Woher kommt die Welle an Magie und Monstern? Wer hat sie in das verschlafene Örtchen Grünthal gelenkt und was wollen sie dort?
    Es sind einige Geheimnisse, die es aufzudecken gilt! Außerdem habe ich immer eine Prise Spannung gespürt, die auch durch die kurzen Geschichten nicht an Intensität verloren hat.

    Charaktere
    Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, manche verbergen Geheimnisse, andere reden offen über Magie, der nächste kann genau mit dieser nichts anfangen. Aber ihre Handlungsweisen zu verfolgen hat schon sehr viel über sie verraten. Ich glaube, dass weitere Überraschungen bevorstehen und sich jeder in der Gruppe finden und einfügen muss.

    Fortsetzung: Ja oder nein?
    Es ist gerade am Anfang nicht einfach. Plötzlich stehen so viele Personen vor dir und wollen deine Aufmerksamkeit, während du noch dabei bist, sie zuzuordnen und nicht zu wissen, wer mit wem in Verbindung steht. Aber (!) auch das legt sich mit der Zeit.
    Noch tappt man in vielen Dingen im Dunkeln, da Ashuan aber eine ganze Reihe ist, ist das nicht weiter verwunderlich. Ich finde, dass man durch die kurzen Geschichten schon viele Einblicke in die Charaktere gewonnen hat und genau dies große Lust macht weiter zu lesen.
    Also ja, ich finde es lohnt sich definitiv diese Serie zu verfolgen!

    Schreibstil
    Janna Ruth hält sich nicht mit vielen Beschreibungen auf, sondern stellt die Freunde und die magischen Vorkommnisse in den Vordergrund. Das ist aber auch genau das, was zu Ashuan passt. Sie verknüpft die Geschehnisse so, dass ich trotzdem immer Bilder im Kopf und mit den Ortswechseln die neuen Situationen vor Augen hatte.
    Das einzige was mir aufgefallen ist, sind einige Wortwiederholungen und die Einfachheit der Sprache, bei der ich mir manches Mal wirkungsvollere Wörter und Sätze gewünscht hätte.

    Fazit: Janna Ruth schafft es mit wenigen Worten Spannung bis zum Ende aufzubauen. Die Geschichten sind kurz und knackig, bestechen durch Magie, Freundschaft und Zusammenhalt. Eine Reihe, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde, denn ich denke, dass noch viel Spielraum nach oben ist. Für den Schreibstil, wie auch für die Charaktere und die Vorkommnisse.

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    Cover des Buches Santa wider Willen9783947798070

    Bewertung zu "Santa wider Willen" von Jana von Bergner

    Santa wider Willen
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Geschichte mit witzigen Passagen und einer schnell aufkeimenden Liebe.
    Witzig, voller Wärme und Liebe!

    Was tut man nicht alles für den Chef
    Zum Beispiel in ein Weihnachtsmann-Kostüm schlüpfen und die Geschenke an den Neffen seines Chefs verteilen. Das erste Weihnachten, das Ian nicht bei seiner Familie verbringen kann und dann trifft er ausgerechnet auf Kendra, die nicht nur stur und dickköpfig ist wie ihr Bruder, sondern ihn ordentlich auf die Palme bringt.
    Doch Ian nutzt die Gelegenheit aus und zieht ihren Sohn Jackson auf seine Seite. Immerhin ist er jetzt Santa Claus. An ein kratziges Kostüm gebunden, geplagt von der langen Reise und der Schlitten steht draußen im Wald und ist eingeschneit.
    Neben dem Verdrücken von Plätzchen, wendet er den ein oder anderen miesen Trick bei Kendra an, um ihr auf den Sack zu gehen.

    Weihnachten mal anders
    Diese Neckerein zwischen Kendra und Ian haben mich wahnsinnig unterhalten, ich musste oft über Ians dreiste Art lachen und über Kendras Selbstbewusstsein schmunzeln. Doch scheinen die beiden nicht ganz abgeneigt zu sein und mit den Stunden und Tagen finden sie immer mehr zueinander. Mittendrin ist Jackson mit seiner Erstauntheit und seinem süßen Kinderherz, dass die beiden nur noch enger zueinander bringt. Sein Glaube an den Weihnachtsmann und seine Bereitschaft ihm zu helfen waren wirklich niedlich.

    Zu schnell
    Ich bin ja bekanntlich kein Freund der schnellen Zuneigung. Erst dachte ich auch, dass es hier nicht so sein würde, aber als es anfing mit »Ich kann sie nicht haben« bishin zu »Sie ist die Richtige« … puh, da war ich echt raus.

    Wie es immer so ist, kommt ein entscheidender Bruch. Diesen fand ich allerdings etwas … wie soll ich sagen? Übertrieben? Ja, ich denke übertrieben passt ganz gut. Erst war ich genervt, aber dann griffen die Charaktere von außerhalb ein und sagten so kluge Dinge, dass ich wieder gerührt war. Ich bin froh, dass die Autorin diese drohende Wolke im Keim erstickt und nicht die üblichen Klischees bedient hat! Stattdessen bringt sie den warmen Klang der Familie mit ein und was für einen positiven Einfluss sie haben kann, wenn sie einem den Kopf gerade rückt.

    Es hätte eine schöne, fluffige Geschichte sein können, die mein Herz berührt und mich für ein paar Tage nach Maine entführt. Die mir zeigt, dass Hingabe und Vertrauen langsam erwachsen kann. Natürlich wollen wir alle eine schöne Geschichte einfach weglesen, aber ich finde es gehört viel mehr dazu, als nach zwei Tagen zu sagen: Ja, du bist die einzig Wahre und mit dir werde ich mein Leben verbringen.

    Schreibstil
    Jana von Bergner kann schreiben. Das habe ich schon bei ihren anderen Romanen gemerkt. Sie beschreibt lebendig, lässt die Charaktere atmen und ihre Emotionen ausleben. Ich hatte immer das Gefühl dabei zu sein, den Schnee zu sehen, die Tannennadeln zu riechen und die Wärme des Feuers zu spüren.
    Auch wenn wir die Charaktere hautnah erleben und ihnen auf Schritt und Tritt folgen, ging es mir ein bisschen zu flott für die kurze Zeitspanne. Zwar fand ich ihre Gefühle nachvollziehbar und ihre Nähe ging mir auch unter die Haut, aber das Wort »Liebe« ist für mich ein Begriff, der mehr bedeutet, als sich zu verstehen und sich nah zu sein. Damit will ich nicht ausschließen, dass man sich wirklich nach zwei Tagen verlieben kann, aber mir zeigte eben dieser Bruch in der Geschichte, dass die beiden noch nicht so weit waren.

    Fazit: Eine wunderschöne Geschichte mit witzigen Passagen und heißen Szenen inmitten einer einsamen Blockhütte im Wald. Für mich kam die Zuneigung etwas zu schnell, trotzdem mochte ich die Situationskomik, die Nähe und die Wärme. Es fühlte sich beim Lesen ein bisschen wie kuscheln vor dem Kamin an und es hat Spaß gemacht meine Zeit mit Ian, Kendra und Jackson zu verbringen.

    Ich vergebe zwischen 3,5 und 4 Sterne.

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    Cover des Buches Superior Lies. Falsche Wahrheit9783646301991

    Bewertung zu "Superior Lies. Falsche Wahrheit" von Laura Cardea

    Superior Lies. Falsche Wahrheit
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine tolle Idee und ein schöner Schreibstil - doch leider kommt die Handlung nicht voran und konnte mich nicht packen!
    Eine tolle Idee - eine verbesserungswürdige Umsetzung!

    Die Liebe zum Kollektiv
    Margo ist fleißig, vorbildlich und folgt immer den Gesetzen des Kollektivs.
    Ihr Leben ist geregelt und ordentlich, sie liebt ihre Jobwahl und die Gleichheit, mit der alle behandelt werden. Für alles gibt es Regeln, für jeden eine Aufgabe. Im Grunde ist sie die perfekte Superior – befolgt Befehle, hinterfragt nicht, stellt das Kollektiv über alles.
    Wäre da nicht das klitzekleine Problem, dass Margo mit einer Lüge aufwächst und sich zu keinem zugehörig fühlt.

    Margo, oh, Margo. Ich habe so sehr gehofft, dass du eine Frau bist, die ausbricht. Die sich zu einem Charakter mausert, den man anfeuern will. Aber deine Handlungen waren so … lasch. Obwohl ich den Zwiespalt, den sie durchläuft, sehr gut fand, so führte er doch nur sehr, sehr langsam zu einer Bewegung in ihr selbst. Die Seiten zogen sich, ohne dass viel passierte oder sie zu zweifeln begann. Es folgten endlose Szenen, die etwas in ihr auslösten, aber doch nicht genug waren, um sie zum Umdenken zu bewegen.

    In das Richtige investieren
    Das wäre hier eindeutig die Straffung der Geschichte gewesen. Wenn die Handlung erst nach 450 Seiten in Fahrt kommt und endlich was passiert, dann hätte man, meiner Meinung nach, 300 Seiten mit Inhalt füllen können, der einen weiterbringt.
    Die Idee und die Geschichte haben sehr viel Potenzial, wenn es allerdings nicht ausgeschöpft wird, dann bringen die besten Einfälle nichts, wenn es mich nicht packt. Und das hat es definitiv nicht. Vor allem, wenn man sich vor Augen führt, dass alles angefangen wird und danach im Sande verläuft.

    Von ungeklärten Fragen, offenen Strängen und einer nicht abgeschlossenen Handlung
    Da wir Margo über das ganze Buch in ihrem Alltag begleiten, blieb leider kein Platz, um offene Fragen zu klären oder sich mal nach verschwundenen Personen zu erkundigen. Es führen unendlich viele Stränge einfach ins nichts. Als ich kurz vor Ende des Buches dachte: Ja, endlich geht es los, da war es auch schon wieder vorbei.
    Außerdem wird alles nur so halbherzig verfolgt. Nicht nur von Margo, die sich nicht wirklich aufraffen kann, sondern auch von den anderen Charakteren. Ganz ehrlich? Wenn ich den Verdacht hege, dass sich jemand gegen die Regierung stellt, dann hefte ich mich Tag und Nacht an die Fersen desjenigen und versuche mein bestmögliches, um denjenigen zu schnappen. Aber nein, es wird viel heiße Luft geblasen, aber niemand kommt mit Handlungen daher.

    Schreibstil
    Eine positive Sache, die ich hier betonen möchte und die mich wirklich überzeugt hat, war der Schreibstil von Laura Cardea. Ohne diese Flüssigkeit im Text und der Idee des Buches, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen. Margos Verzweiflung und ihr Zwiespalt kommen sehr gut rüber, auch die Bedrohungen und das Böse bekommen einen guten Platz. Es gibt einige Charaktere mit denen man mitgefiebert hat, auch wenn mir Margo teilweise zu unnahbar schien. Ihre Entwicklung kam mir zu schleichend.
    Laura hat eine Welt geschaffen, die ich mir durchaus vorstellen könnte, die erschreckend und echt war. Leider jedoch so oberflächlich, dass man sich an vielen Stellen nach den Hintergründen gefragt hat.
    Schade, ich habe mich so sehr auf die Geschichte gefreut und wollte sie in mein Herz schließen.

    Fazit: Eine tolle Idee, ein wirklich schöner Schreibstil, einige interessante Charaktere – leider endet hiermit meine positive Meinung. Die Geschichte kommt nicht voran, plätschert vor sich hin und es passiert einfach nichts. Mit Margos Entwicklung verhält es sich ähnlich – es ist so schleichend langsam, dass ich 300 Seiten hätte überblättern können und sie immer noch am selben Punkt gestanden hätte. Leider. Gekrönt wird dies mit einem offenen Ende, verschwundenen Personen, Geheimnissen, ungeklärten Vorkommnissen - alles Dinge, die so stehen bleiben.

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    Cover des Buches Wasteland9783426523919

    Bewertung zu "Wasteland" von Judith C. Vogt

    Wasteland
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine erschreckende und eindrucksvolle Dystopie mit ein paar Längen.
    Spannende Handlung mit unerschrockenen Charakteren!

    Erschreckende Dystopie
    Wasteland ist erschreckend. Jeder kämpft in dieser verlassenen Welt ums Überleben. Städte? Die gibt es nicht mehr, genauso wenig wie Gesetze und Ordnung. Mittlerweile herrschen Banden über das letzte Stück Land, das noch bewohnbar ist. Der Wasteland-Virus ist tödlich, einmal infiziert breitet sich diese Krankheit im Körper aus und lässt ihn langsam versagen. Doch wieso ist es Laylay möglich in die Todeszonen zu gehen?
    Diese Frage drängt sich immer mehr in ihr Bewusstsein und als sie den Auftrag erhält Zeeto in der Todeszone zu suchen, beginnen sich mehrere Seiten zu fragen, was Laylay so besonders macht.

    Die Stimmung der Geschichte ist bedrückend und gefährlich. Die zerfallenen Städte, die überwucherten Straßen, die kargen Landschaften und die vom Virus zerfressenen Zonen. Jeder Tag könnte der letzte sein, das spürt man an der blanken Angst, die über allem steht. Gewalt, Kummer und Drohungen beherrschen den Alltag, aber es gibt genauso oft Kinderlachen, Zuversicht und Zusammenhalt in dieser Art der Gemeinschaft. Gerade die Bewohner leben mit wenig Ressourcen, müssen Tauschen, handeln oder sich verkaufen.
    Erschreckend ist es, wenn man sich vor Augen hält, dass es genauso kommen könnte.

    Eine Hetzjagd beginnt
    Laylays Immunität gegenüber dem Virus könnte für viele von Vorteil sein und damit beginnt die Jagd nach ihr. Doch Laylay hat ganz andere Pläne, sie will wissen was es mit ihrem Körper auf sich hat und versucht ihrerseits nach dem Grund zu suchen. Während sie mit Zeeto vor den Banden flüchtet, beginnt sich ein zartes Band zwischen den beiden zu spinnen.

    Das zwischen Laylay und Zeeto ist keineswegs eine aufgezwungene Liebesgeschichte. Es ist die Hoffnung, die in einer sterbenden Welt besteht. Der Wunsch auf ein Stück vom Glück, auf einen Ausweg und ein bisschen Zärtlichkeit in dieser harten Zeit.

    Die Geschichte ist durchweg spannend, mit Action, Blut, Kämpfen, Angst und Flucht. Es geht hier schließlich ums nackte Überleben.
    Ich kann also nicht behaupten, dass ich mich gelangweilt hätte. Allerdings hatte ich im Mittelteil öfters das Gefühl es gehe nur langsam voran. Die Handlung zog sich eine Weile, bis es am Ende nochmal richtig anzog und sich manche Geheimnisse offenbarten. Doch genau als es zur Auflösung kam und ich dachte: wow, das ist ja der Hammer, da endet die Geschichte auch schon. Sie ist zwar abgeschlossen, trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, als hätte es gerade erst begonnen. Denn alles was danach kommen würde und jetzt meiner Fantasie überlassen ist, genau das hätte mich brennend interessiert.
    Aber wer weiß, vielleicht darf ich ja noch auf eine Fortsetzung hoffen, in der die Geschichte um Laylay nochmal aufgegriffen wird und sie ihrer Vergangenheit auf die Spur kommt.

    Das Besondere dieser Geschichte …
    … ist nicht nur Laylay. Sondern vielmehr wie auf die Geschlechter der Menschen eingegangen wird. Ich gebe zu, dass ich erst verwirrt war. Aber jeder Charakter wird am Anfang einer Begrüßung gefragt wie er angeredet werden möchte. Ich finde es cool, dass sich die beiden Autoren mit der gendergerechten Sprache auseinandergesetzt und sie wie selbstverständlich in die Geschichte geschrieben haben.
    Aber nicht nur das, auch das Thema Depressionen spielt eine große Rolle und wurde meines Erachtens mit Sorgfalt eingebaut und mit Gefühlen, die einen selbst mitgenommen haben.

    Der Schreibstil
    Judith C. Vogt und Christian Vogt schreiben anschaulich, stimmungsvoll und mit Witz und Ironie. Es ist eine Kunst Humor in ausweglosen Situationen einzubauen, die diese beiden Autoren aber beherrschen. Dabei verharmlosen sie nichts, gehen auf Probleme ein und zeigen eine Welt, wie wir sie uns nicht vorstellen könnten, die aber keineswegs auszuschließen wäre.

    Fazit: Mit dieser erschreckenden und eindrucksvollen Dystopie wird mal wieder aufgezeigt, was uns und unserer Menschheit passieren könnte. Wasteland punktet mit einer spannenden Handlung und unerschrockenen Charakteren, die sich gegen die Banden stellen und dem Geheimnis des Virus auf die Spur kommen wollen.

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    )}
    Cover des Buches Ein einziges Geheimnis9783802599460

    Bewertung zu "Ein einziges Geheimnis" von Simona Ahrnstedt

    Ein einziges Geheimnis
    Zuckerwatte-im-Kopfvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Simona Ahrnstedt verspricht Spannung, Intrigen und Geheimnisse!
    Interessante Charaktere, viel Humor und eine große Portion Spannung!

    Wir kennen das. Die Geschichte ist nicht neu. Ein heißer Playboy mit viel Geld, jede Menge Frauen in seinem Bett, die ganze Nacht wird Party gemacht und getrunken. Natürlich darf seine dunkle Seite und die vielen Geheimnisse nicht fehlen, die er vor allen verbirgt. Und dann kommt eine hübsche, smarte Frau, die anders ist und den Jagdtrieb in dem Playboy weckt. Um jeden Preis will er sie erobern!
    Klingt wie etwas, das man schon oft gehört hat, oder?

    Simona Ahrnstedt versteht es meisterhaft so viel Spannungen und Intrigen in 669 Seiten zu legen, dass ich das Buch förmlich eingeatmet habe. Ich fühlte mich durchweg unterhalten und habe keine Sekunde Langeweile verspürt. Die Geschichte ist niemals eintönig, sondern birgt viele Facetten, gerade in den beiden Hauptcharakteren, die uns ordentlich auf Trab halten. Hier wird zum Glück nicht nur an der Oberfläche gekratzt, sondern deren jeweiligen Tiefen gezeigt, was mir großen Spaß beim Lesen gemacht hat.

    Einen weiteren Handlungsstrang bildet die Geschichte um Alexanders Bruder Peter. Die fand ich so spannend, dass ich am liebsten die Seiten überblättert hätte, um schneller zu erfahren, was passiert. (Wer die Erbin gelesen hat, kann sich vielleicht noch an ihn erinnern).

    »Deshalb bist du also so verdammt schräg drauf.»
    «Ich mag es, wenn du so empathisch bist.»
    «Erst dachte ich, dass du vielleicht Krebs oder irgendetwas anderes Schlimmes hättest, weil du dich so merkwürdig benommen hast. Mann, was bin ich erleichtert.»

    Isobel versprüht Witz und Charme, sie ist ehrgeizig, zielstrebig und intelligent. Vielleicht kann sie gerade deswegen Alexander die Stirn bieten, ohne dabei aufgesetzt oder gewollt zu klingen. Sie ist genau das Gegenteil des armen, naiven Mädchens, dass nicht weiß, was es im Leben will. Umso interessanter ist es, als sie auf Alexander trifft, der genau das verkörpert, was sie so sehr hasst.

    Zwei Egenschaften des Alexander de la Grip...
    ….der typische Sunnyboy, mit zu viel Zeit und Geld:

    Er warf einen Blick auf die Getränkekarte. Gestern hatte er alle Drinks mit Wodka getrunken. Vorgestern hatte er sich an Champagner gehalten. Und heute hatte er vor, sich in alphabetischer Reihenfolge durch die Karte zu arbeiten.

    ...nie verlegen sich selbst anzupreisen:
    »Ich war sehr überrascht, Sie hier zu sehen. Im ersten Moment dachte ich, ich hätte mich verguckt.«
    »Nur überrascht? Nicht überglücklich? Geradezu ekstatisch?«

    Und auch, wenn Alexander wie ein Bad Boy daher kommt, merkt man schnell, dass unter seiner Fassade mehr ist, als nur der reiche, verwöhnte Junge. Er hat eine starke Ausstrahlung und mindestens genauso viel Humor, wie Isobel.
    Je weiter man liest, umso mehr erfährt man über seine Familie und dass sie nicht nur Erfolgsgeschichte geschrieben hat, sondern dort weit tiefere Abgründe herrschen...

    Fazit: Simona Ahrnstedt verspricht Spannung, Intrigen und Geheimnisse! Ich wurde durchweg auf Trab gehalten. Mit viel Humor, interessanten Charakteren, Sticheleien und den nötigen Hintergrundgeschichten, hat man hier eine Geschichte, die nicht nur Unterhaltung bietet, sondern auch viele Facetten aufzeigt.

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    )}

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    Fröhlich, frech, kreativ, lesebegeistert – sind nur einige Eigenschaften, die mich prägen und aus mir einen Kopf voller Zucker und Watte machen. Ich hänge nicht nur mit den Gedanken in den Wolken, sondern auch mit der Nase in guten Büchern.

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