aly53

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    Cover des Buches Ich will dein Leben (ISBN: 9783404180219)

    Bewertung zu "Ich will dein Leben" von Amanda Jennings

    Ich will dein Leben
    aly53vor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Es erschüttert, ist beängstigend und zugleich zieht es eine große Traurigkeit und Einsamkeit nach sich.
    Erschütternd, verstörend und zugleich sehr bewegend

    Als ich “Ich will dein Leben” gesehen hab, wusste ich, ich muss es lesen.
    Es hörte sich so richtig schön düster und abgründig an. Also genau meins.
    Tatsächlich muss ich aber sagen, dass der Titel nicht wirklich passt. Viel mehr hätte er, “Das Haus auf der Klippe” heißen müssen.
    Denn bei mir wurden völlig falsche Erwartungen geweckt, was den Verlauf und den Grundkern der Story angeht.

    Die Story selbst lebt mehr von der Vergangenheit, als der Gegenwart. Denn überwiegend befinden wir uns im Jahr 1986. Dem Jahr, als alles seinen Lauf nahm.
    Dem Zeitpunkt, als sich alles für Tamsyn veränderte.
    Die Charaktere, ich kann es nicht anders sagen. Wurden einfach verdammt gut ausgearbeitet. Man mag nicht jeden und das muss man auch nicht.
    Sie werden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Ihr Innerstes wird nach Außen gekehrt. Immer mehr bröckelt die mühsam errichtete Fassade und zutage kommen immer mehr Risse und Makel.
    Dadurch das man hier verschiedene Perspektiven erfährt, erhalten sie sehr viel Raum und Tiefe. Im Vordergrund steht dennoch in erster Linie Tamsyn und ihr Leben.
    Besonders Tamsyn fand ich enorm faszinierend. Sie ist nicht unbedingt sympathisch. Eher seltsam, verletzlich ,unbeugsam, immer mit klarem Ziel vor Augen. Einerseits möchte man sie wahnsinnig gern beschützen, aber auf der anderen Seite entwickelt sie ungesunde Züge, die gespenstisch und verstörend sind.
    Die Unheil heraufbeschwören und die zugleich zeigen, in welche Abwärtsspirale dies münden kann.
    Man sieht den Aufprall kommen und wartet nur auf welch Art und Weise die Kollision zustande kommt. Denn das sie kommt, ist unausweichlich.

    Den Schreibstil der Autorin mochte ich dabei gern. Sehr einnehmend, fesselnd und bildhaft.
    Es ist kein rasanter Psychothriller. Viel mehr wird hier die Spannung unterschwellig aufgebaut. Der Fokus liegt dabei auf den Charakteren und ihrer Verbindung untereinander.
    Dabei prallen hier Welten aufeinander.
    Was nicht unbedingt am Wohlstand zu messen ist.
    Die Autorin hat es vor allem auf der psychologischen Ebene unglaublich gut ausgebaut. Man ist erschüttert, sprachlos. Aber zugleich auch ungeheuer gefesselt.
    Denn sie zeigt, was ein Trauma für Folgen haben kann.
    Folgen, die man nicht abschätzen und kommen sehen kann.
    Man sitzt wie auf einem Pulverfass, ohne etwas dagegen unternehmen zu können.
    Einiges war vorhersehbar, anderes wiederum nicht.
    Ich hab vor allem unglaublich mit Angie mitgelitten. Sie steht für Stärke und Mut. Sie kämpft mit ihrer Trauer, aber muss zugleich auch nach vorne schauen und ihr eigenes Glück finden. Ein Drahtseilakt, der nicht unbedingt leicht ist. Denn es geht nicht nur um sie, sondern auch um ihre Kinder.
    Und dann sind da noch die Davenports. Wo mehr Schein, als Sein herrscht.
    Unterkühlt, fast fremd und man fragt sich einfach, wo das Bindeglied ist.
    Was sie wirklich fühlen.

    Hier geht es vor allem um Liebe und Glück.
    Etwas das nicht so leicht zu definieren ist.
    Dabei ist das Facettenreichtum erstaunlich groß, was ich einfach großartig fand.
    Die Autorin legt dabei sehr viel zwischen den Zeilen hinein.
    Es wird manipuliert, intrigiert und bei Gott, es gibt niemand der frei von Schuld ist und trotzdem ist da so viel Unschuld und Verletzlichkeit.
    Es hat mich nicht losgelassen. Keine Sekunde. Es hat in mir geschwelt, zum sinnieren gebracht.
    Ich hab getanzt auf dem Vulkan und der große Knall kam. Anders und nicht so kraftvoll wie erhofft. Weniger intensiv, aber dennoch voller Ausdruck und Durchschlagskraft. Die große Dramatik, kam so schnell und war für mich auch viel zu kurz. Man hätte es noch mehr ausbauen können. Denn wie sich alles entwickelt ist beachtlich und lässt nicht kalt.

    Letztendlich bin ich von der Tragik dahinter ungeheuer vereinnahmt und einfach fasziniert. Es erschüttert, ist beängstigend und zugleich zieht es eine große Traurigkeit und Einsamkeit nach sich.
    Es geht hier vor allem um Obsession und wie sehr dies den eigentlichen Menschen verändern kann und wie dies auch das Umfeld beeinflussen kann.
    Dabei gibt es nicht einfach nur schwarz oder weiß. Es gibt nicht Opfer oder Täter. Es gibt einfach Momente, die in der Seele wehtun und einfach so weh tun, das man am liebsten schreien und weglaufen möchte.
    Man weiß nicht wohin mit seiner Wut und den ganzen Emotionen.
    Es ist einfach ein Roman, der gänzlich anders war, als erwartet, der mir am Ende etwas zu positiv war in einigen Dingen.
    Wer sich gern mit Schicksalen und Charakteren auseinandersetzt, ist hier definitiv an der richtigen Adresse.

    Fazit:
    Ich will dein Leben” ist viel mehr “Das Haus auf der Klippe”.
    Ein erschütternder, verstörender und zugleich sehr bewegender Roman, der sehr viel Tragik und Einsamkeit in sich vereint.
    Keine leichte Kost.
    Denn dafür wiegt es zu schwer, zu intensiv.
    Besonders auf der psychologischen Ebene konnte mich die Autorin absolut begeistern.
    Denn was sie hier herausgeholt hat, ist absolut fantastisch.
    Dennoch bin ich nicht ganz zufrieden.
    Was aber nicht daran liegt, dass es völlig anders war, als erwartet.
    Lasst diesen Roman wirken.
    Denn er gibt auch enorm viel zwischen den Zeilen mit.

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    Cover des Buches Juister Lüge. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783965862173)

    Bewertung zu "Juister Lüge. Ostfrieslandkrimi" von Sina Jorritsma

    Juister Lüge. Ostfrieslandkrimi
    aly53vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Band der tief in die See eintaucht & so manch Abgründigkeit ans Licht zerrt.
    Ein Band der tief in die See eintaucht und so manch Abgründigkeit ans Licht zerrt

    Die Reihe rund um die smarten Kommissare Roland Witte und Antje Fedder geht mit “Juister Lüge” in die siebte Runde.
    Hierbei hat mich vor allem der Titel angesprochen. Denn eine Lüge kann vieles bedeuten und es ist nicht klar ersichtlich, welcher Natur diese ist.
    Demzufolge kann sich dies auch in sämtliche Richtungen entwickeln. Meine Neugier darauf war dementsprechend groß.

    Der Einstieg selbst fiel mir gleich sehr leicht und es ging auch direkt los.
    Doch leichter wurde es deshalb noch lange nicht.
    Stattdessen gestaltete es sich viel mysteriöser und verzwickter als ursprünglich angenommen.
    Manipulativ, intrigant und voller Neid und Missgunst.
    Hier haben mir vor allem die Nebencharaktere wirklich gut gefallen. Diese sind durch und durch authentisch und greifbar.
    Insbesondere Max Seiler, der für mich einfach aus der Masse herausgestochen hat.
    Man lernt hier noch mehr Menschen kennen und diese haben es definitiv in sich.
    Voller Ecken und Kanten, bei denen sich einige als besonders scharf erweisen.
    Bloß nicht in die Karten schauen lassen, scheint hier das Motto zu sein.
    Keiner ist wie der andere und Geheimnisse scheinen an der Tagesordnung zu sein.
    Die beiden Kommissare Antje Fedder und Roland Witte haben es dementsprechend schwer. Doch Antje ist wieder absolut grandios. Roland geht bei dem Ganzen leider etwas unter, was mitunter wirklich schade ist. Ebenso würde es mir wirklich gut gefallen, wenn man auch bei ihrem Privatleben etwas mehr in die Tiefe gehen könnte. Denn diese besondere Verbindung, die sie haben, überträgt sich leider hier nicht völlig. Dafür kann man die Ermittlungen verdammt gut mitverfolgen und seinen eigenen Fährten nachgehen.
    Diesmal hatte ich jedoch überhaupt keine Ahnung ,in welche Richtung es sich entwickeln würde.
    Ich war immens überrascht und musste auch etwas schmunzeln, als mir der Kern klar wurde. Denn die Idee ist zwar nicht neu, aber besonders auf der psychologischen Ebene enorm gut umgesetzt.
    Denn hier kommt sämtliche Niedertracht zum Vorschein. Dabei geht es um soviel. Wie leicht das eigene Leben aus den Fugen geraten kann, wenn man sich zu leicht mitreißen und verführen lässt. Die Folgen sind katastrophal. Für das Umfeld, als auch für die eigene Seele. Die Folgen dessen sind unabsehbar.
    Ebenso sind die einzelnen Verbindungen zueinander ziemlich interessant. Bei einigen jedoch hätte man noch mehr in die Tiefe gehen können. Da ich mitunter das Gefühl hatte, es verläuft sich etwas.

    Die Taten selbst werden nicht detailliert beschrieben, wodurch es auch für sanfte Gemüter geeignet ist.
    Dafür punktet Sina Jorritsma mit kriminalistischen Spürsinn und gut platzierten Wendungen, die alles in einem völlig anderem Blickwinkel erscheinen lassen.
    Dadurch ergab sich die ein oder andere Überraschung. Der ursprüngliche Mordfall blieb bis zum Schluss im Dunkeln, so das man völlig überrascht von der Auflösung war. Was ich einfach fantastisch fand.

    Für mich ein richtig guter Teil, emotional und auch von der Tiefgründigkeit hier, hatte er aber noch die ein oder andere Schwäche.
    Ich bin schon gespannt, was im nächsten Band auf Antje und Roland wartet. Bitte auch wieder mehr Tjark. Denn er ist mit das Herz dieser Reihe.

    Fazit:
    "Juister Lüge” ist verzwickt, mysteriös und intrigant.
    Ein Band der tief in die See eintaucht und so manch Abgründigkeit ans Licht zerrt.
    Antje und Roland haben ordentlich zu kämpfen, bis sich der Nebel lichtet.
    Ein verdammt guter Kriminalroman, der minimale Schwächen aufweist.

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    Cover des Buches Ebbe und Wut. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783965862067)

    Bewertung zu "Ebbe und Wut. Ostfrieslandkrimi" von Ele Wolff

    Ebbe und Wut. Ostfrieslandkrimi
    aly53vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Die Schatten der Vergangenheit und eine unglaublich große Wut, die alles verzehrt.
    Die Schatten der Vergangenheit

    Der achte Band rund um die Schriftstellerin Janneke Hoogestraat, stellt sie vor schier unlösbare Herausforderungen.
    Ein toter Italiener und eine Frau, die wie ein Phantom erscheint.
    Ein simpler Mordfall oder wirft die Vergangenheit ihre Schatten voraus?

    Ele Wolff hat einen sehr angenehmen und leichten Schreibstil, wodurch ich sehr gut in der Geschichte vorankam.
    Der Einstieg gelang mir gleich sehr gut.
    Ich fühlte mich überaus wohl, denn es herrschte eine unglaubliche Wohlfühlatmosphäre. Da konnte mich auch das Mordopfer nicht schocken.
    Seltsamerweise hatte ich hier zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es sich um Mord handelte. Das fand ich sehr interessant.
    Denn dieses Gefühl, bestimmte auch nachhaltig den weiteren Verlauf.
    Die beklemmende und angespannte Atmosphäre schlug sich gleich auf mich nieder und ich begriff schnell, dass alles viel verworrener ist, als zunächst angenommen.

    Wir tauchen hier tief in die Vergangenheit ab und erfahren enorm viel, aus dem Leben des betagten Mordopfers. Aber gleichzeitig kam man der Lösung des Problems kein Stück näher.
    Seine Geschichte hat mich sehr berührt. Weniger mit dem, was passiert ist, als vielmehr damit, welche Auswirkungen es hatte. Man begreift ,was Unbesonnenheit und Naivität für Auswirkungen haben kann.
    Zarte Knospen der Liebe, die so viel mit sich reißen. Mehr als man sich vorstellen kann.
    Das Umfeld, das eigene Leben und schneller als man denkt, ist man Abgrund angelangt.
    Was hier ans Licht kam, hat mich zutiefst erschüttert.
    Die Verlorenheit, die Veränderung des eigenen Seins. Leben, die davon nachhaltig beeinflusst werden.
    Kann man da anders als mit Wut darauf reagieren?

    Ele Wolff gelingt es, die Charaktere überaus authentisch und greifbar zu gestalten.
    Dabei sind mir wirklich alle ans Herz gewachsen.
    Man begleitet überwiegend Janneke, aber auch die Nebencharaktere erhalten sehr viel Tiefe und Ausdruck, so dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann.
    Auch das Setting hat mir enorm gut gefallen. Es hat einfach diesen tiefen Schmerz, die Traurigkeit dahinter sehr gut zum Ausdruck gebracht.
    Tatsächlich bin ich nur durch Zufall auf die Lösung des Problems gestoßen. Janneke hat noch etwas länger dafür gebraucht.
    Mich hat es sprachlos gemacht und ziemlich überrascht. Aber ich konnte es auch ungemein nachvollziehen.
    Denn hier geht es nicht nur um Mord und eine verlorene Liebe.
    Es geht um Schuld, Unbesonnenheit und das sich die Vergangenheit nicht einfach zur Seite schieben lässt.
    Das im Endeffekt so viel Tragik zum Ausbruch kommt, hat diesen Kriminalfall so viel größer gemacht.
    Es hat geschmerzt, mich niedergedrückt und einfach auch darüber nachdenken lassen.
    Sicher nicht mein letzter Ostfrieslandkrimi mit Janneke Hoogestraat.
    Denn mit ihrer unverblümten und einfach sympathischen Art, hat sie mein Herz komplett erobert.

    Fazit:
    Die Schatten der Vergangenheit und eine unglaublich große Wut, die alles verzehrt.
    Ein toter Italiener ,eine verlorene Liebe und welch dramatische und zugleich tragische Auswirkungen dies haben kann.
    Dieser Kriminalfall hat mich enorm gefesselt und einfach keine Sekunde losgelassen.
    Denn hier geht es um Schuld, Unbesonnenheit und wie unglaublich tief Schmerz gehen kann.
    Wut, Verzweiflung und der stumme Schrei nach Erlösung.
    Beklemmend, komplex und einfach unglaublich berührend.
    Sicher nicht mein letzter Ostfrieslandkrimi mit Janneke Hoogestraat.
    Denn mit ihrer unverblümten und einfach sympathischen Art, hat sie mein Herz komplett erobert.

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    Cover des Buches Tödliches Fehnland. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783965861497)

    Bewertung zu "Tödliches Fehnland. Ostfrieslandkrimi" von Elke Nansen

    Tödliches Fehnland. Ostfrieslandkrimi
    aly53vor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Rasant, packend und einfach unglaublich spannend, erstaunlich komplex und vielfältig in seiner Ausarbeitung.
    Das Moor lässt seine Geheimnisse an die Oberfläche

    Ich liebe die Reihe rund um die Kommissare Rike Waatstedt und Richard Faber. Sie ergänzen sich nicht nur perfekt, sondern schaffen es auch immer wieder, mich zu überraschen und auf ganzer Linie zu begeistern. Deswegen hab ich mich auch sehr auf ihren achten Fall gefreut und hätte nie gedacht, was dieser für Ausmaße annehmen würde.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht, fesselnd und unglaublich einnehmend.
    Bereits der Prolog war immens spannend und schürte meine Neugier auf mehr.
    Und dieses “mehr” hatte es definitiv in sich.
    Elke Nansen entführt den Leser diesmal ins Moor und seine Geheimnisse. Tödliches Moor ohne Wiederkehr. Bereits mit diesem Bild vor Augen, erfasste mich das Grauen und eine immense Gänsehaut breitete sich auf meinen Armen aus.
    Eigentlich geht es hier um die verschwundene Charlotte, doch schnell gerät sie in den Hintergrund. Weil das Moor all seine Geheimnisse an die Oberfläche zerrt. Und diese sind beileibe nicht einfach zu tragen.
    Selbst die hartgesottenen Kommissare Rike und Richard müssen dabei ordentlich schlucken. Dabei geraten sie oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.
    Denn der Schein ist nichts als Schall und Rauch.
    Die Wirklichkeit so beklemmend und grausam.
    Zum Glück schaffen es Philipp und Opa Knuth immer wieder dem Ganzen etwas die Spitze zu nehmen und das Ganze mit ihrem Humor aufzulockern.
    Besonders Opa Knuth liebe ich abgöttisch. Es ist immer wieder genial, wie er seine Weisheit und Lebenserfahrung zum Besten gibt. So leicht bringt ihn nichts aus der Ruhe und dadurch schafft er für den Leser einen sicheren Hafen, an dem man Kräfte sammeln kann.
    Etwas das nicht nur enorm wichtig ist, sondern auch so unglaublich gut tut.

    Wie gewohnt, erfährt man auch hier größtenteils die Perspektiven der Kommissare, wodurch man besonders die Ermittlungen sehr gut mitverfolgen und nachvollziehen kann.
    Obwohl dieser Kriminalfall erstaunlich komplex ist.
    Vergangenheit wird zur Gegenwart und plötzlich wird das Pflaster heißer als erwartet.
    Hoffnung wird zu finsteren und undurchdringlichen Abgründen.
    Macht, Gier, Missbrauch auf unterschiedlichste Art und Weise.
    Ich war total sprachlos und entsetzt, wie perfide und voller Kalkül hier agiert wurde.
    Empathie völlig fehl am Platz. Man gerät in Gewässer, die man niemals freiwillig betreten würde.

    Hier werden Themen erörtert, die nicht nur verdammt ernst sind, sondern auch immer sehr weit entfernt erscheinen.
    Es geht um Schicksale, die bewegen und einfach auch klarmachen, wie leicht man die Unschuld verlieren kann.
    Übrig bleibt nichts.
    Es ist die Unbesonnenheit, die alles zerstört.
    Der stetige Drang sich aufzubäumen und einfach Leben zu wollen.
    Dabei denkt man nicht an die Gefahren und das ist das Schlimmste daran.
    Zurück bleibt Traurigkeit und das Gefühl, als würde es einem den Hals zuschnüren.
    Es geht hier nicht nur um Opfer und Täter.
    Es geht um das Leben und wie man es lebt.

    Die Charaktere sind sehr lebendig und einfach authentisch. Laut, Kraftvoll und voller Leben. Aber auch leise, still und zögerlich.
    Ich liebe dieses Facettenreichtum, dadurch wird es niemals langweilig und als Leser, wird man ständig gefordert.
    Tatsächlich hat mich die Auflösung überrascht, ebenso in welche Richtung sich alles bewegt hat. Auch wenn es mir ab und an ,etwas zu schnell ging. So hat sich dennoch alles schlüssig gefügt.
    Besondere Momente erlebt man auch auf der zwischenmenschlichen Ebene, dadurch erlebt man ein Gefühl von Zuhause und Zugehörigkeit.

    Dieser Kriminalfall ist nicht nur rasant, packend und bewegend. Elke Nansen regt hier auch zum nachdenken an.
    Denn ich verspürte Beklemmung, Nervosität und einfach eine Angst, die alles bestimmte.
    Ich bin unglaublich gespannt, womit sie sich als nächstes befassen werden.

    Fazit:
    Das Moor lässt seine Geheimnisse an die Oberfläche.
    Vergangenheit wird zur Gegenwart.
    Unschuld zum tiefsten Abgrund.
    Faber und Waatstedt haben ordentlich zu knabbern, an diesem Fall, der ziemlich beängstigend ist.
    Rasant, packend und einfach unglaublich spannend, erstaunlich komplex und vielfältig in seiner Ausarbeitung.
    Elke Nansen regt hier auch zum nachdenken an.
    Denn ich verspürte Beklemmung, Nervosität und einfach eine Angst, die alles bestimmte.
    Ich bin unglaublich gespannt, womit sie sich als nächstes befassen werden.

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    Cover des Buches Mord in Holtland. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783965862159)

    Bewertung zu "Mord in Holtland. Ostfrieslandkrimi" von Susanne Ptak

    Mord in Holtland. Ostfrieslandkrimi
    aly53vor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Auch dieser Kriminalroman hat mich wieder ordentlich zum schmunzeln und mitfiebern gebracht.
    nichts ist, wie es scheint und hinter der Fassade brodelt es ordentlich

    Ein neuer Ostfrieslandkrimi von Susanne Ptak und ich konnte einfach nicht anders und musste ihn sofort lesen.
    Diesmal geht es in der Reihe rund um Dr.Josefine Brenner weiter, die rüstige und überaus charismatische Rechtsmedizinerin im Ruhestand, ermittelt hierbei bei zum inzwischen 11.Mal. Ein Ende scheint dabei noch lange nicht in Sicht zu sein, denn Ruhestand heißt ja nicht gleich, dass man nichts zutun hat.

    Ich mag den angenehmen und leichten Schreibstil der Autorin wahnsinnig gern. Denn es versprüht eine unglaubliche Wohlfühlatmosphäre, was sich über die ganze Story erstreckt.
    Es begann auch sofort sehr spannend, denn man lernt das Opfer auch direkt kennen. Das Grauen der letzten Sekunden nahezu spürbar, was mir direkt eine Gänsehaut verpasst hat.
    Diese Verzweiflung, diese Angst und dann nichts mehr.
    Ich fand besonders diesen Einstieg wichtig, auch wenn man Clarissa nicht kennt, kann man so dennoch ein Bezug zu ihr aufbauen und sich in sie hineinfühlen.
    Auch die anderen Charaktere haben mir wirklich gut gefallen, besonders Ines, Maike oder Britta.
    Denn auch wenn man hier auf Antagonisten trifft, so lösen sie dennoch enorm viel auf, was die Spannung zugleich erhöht. Daneben erhalten sie auch den richtigen Grad an Tiefe.
    Anfangs noch etwas verwirrend, bis man irgendwann das Zepter fast in der Hand hält, der Lösung jedoch trotzdem nicht nähergekommen ist.

    Der Fall selbst gestaltet sich als äußerst komplex. Dabei kommen so einige Zwistigkeiten zutage, bei denen man einen näheren Einblick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander erhascht und zudem auch mehr über die Hintergründe erfährt.
    Dabei wird schnell klar, dass hier mehr Sein als Schein herrscht und man verdammt gut aufpassen muss, in welche Richtung man sich begibt.
    Besonders durch Josefine und Britta wird die angespannte Atmosphäre enorm aufgelockert, was dem Ganzen auch ein Hauch Gemütlichkeit verleiht. Etwas , was nicht nur wichtig ist, sondern auch die Ostfrieslandkrimis von Susanne Ptak auszeichnet.
    Sie punktet mit psychologischem Feingefühl, Biss und kriminalistischen Instinkt.
    Die Ermittlungen konnte ich gut nachvollziehen und den Spuren folgen.
    Sie platziert geschickte Wendungen. Die zwar nicht enorm überraschen, dennoch für Unbehagen und Sprachlosigkeit sorgen.
    Das Ende hat mir sehr gut gefallen, weil auch da nicht alles so einfach war, wie man es gern hätte.
    Josefines Fall hat mich auch hier wieder zum schmunzeln und mitfiebern gebracht.
    Ich bin gespannt, worum es im nächsten Band gehen wird.

    Fazit:
    Die smarte und rüstige Rechtsmedizinerin Dr. Josefine Brenner ermittelt zum elften Mal.
    Auch dieser Kriminalroman hat mich wieder ordentlich zum schmunzeln und mitfiebern gebracht.
    Denn nichts ist, wie es scheint und hinter der Fassade brodelt es ordentlich.
    Ich bin gespannt, womit sie sich als nächstes befasst

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    Cover des Buches Der Sanddornmörder. Ostfrieslandkrimi (Ostfriesland. Henriette Honig ermittelt 12) (ISBN: B085Z67ZQQ)

    Bewertung zu "Der Sanddornmörder. Ostfrieslandkrimi (Ostfriesland. Henriette Honig ermittelt 12)" von Ele Wolff

    Der Sanddornmörder. Ostfrieslandkrimi (Ostfriesland. Henriette Honig ermittelt 12)
    aly53vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ele Wolff hat hier einen komplexen und vielfältigen Ostfrieslandkrimi geschaffen, der vor Augen führt, dass die Wahrheit einen immer einholt
    Charismatisch, spannend und sehr wendungsreich

    Henriette Honig ermittelt in ihrem 12. Fall und das mit Bravour.
    Camilla Breede wird tot in ihrem Haus aufgefunden.
     Mord oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

    Ele Wolff hat einen sehr einnehmenden und leichten,aber dennoch sehr fesselnden Schreibstil, wodurch ich diesen Krimi in einem Zug inhaliert habe.
    Gleich zu Beginn lernt man das Opfer kennen und erblickt dabei viel Resignation und Einsamkeit.
    Was die Traurigkeit dahinter aufzeigt und die Stimmung merklich niederdrückt. Das Ganze nimmt einfach mit.
    Als sie kurz darauf stirbt, liegt klar auf der Hand, wer hinter allem steckt.
    Doch tatsächlich ist es überhaupt nicht so einfach, sondern viel verworrener und mysteriöser als man denken würde.
    Man lernt auch die Nebencharaktere sehr gut kennen, so dass man sich wirklich in sie hineinversetzen kann und sich ein schlüssiges Bild ergibt.
    Dabei wird schnell ersichtlich, dass hier mehr Schein als Sein vorliegt.
    Ich kann nicht sagen, dass mir jemand unsympathisch gewesen wäre. Denn das war es in keinster Weise.
    Sie brillieren mit Authentizität und Ausdruckskraft. Verfügen über Ecken und Kanten, die sie verletzlicher und einfach greifbarer machen.
    Einige lernt man besser, als andere kennen.
     Was den gesamten Fall aber nicht unbedingt einfacher macht.

    Der Fall entwickelt eine Vielfalt und Komplexität, die selbst mich sprachlos gemacht hat.
    Hier herrscht so viel Traurigkeit und Wut.
    Die Hilflosigkeit des Ganzen ist zum greifen nah. Durch Henriettes charismatische Art, wird es immer wieder aufgelockert.
     Besonders gelungen fand ich Elsa. Weil man ganz besonders mit ihr sehr viel Zeit verbringt und letztendlich auch gerade dadurch zu ihr eine tiefere Bindung aufbaut als zu anderen.

    Es geht hier um Vergangenheit und Schuld.
    Geheimnisse, die alles zerstören können und die Dunkelheit ans Licht zerrt.
    Ich war ziemlich verblüfft, was hier zutage kam. Die Wahrheit dahinter hat mich erschüttert, weil es nicht nur sehr tragisch und dramatisch ist und unter die Haut geht.
    Sondern auch, weil ich niemals damit gerechnet hätte.
    Denn längst geht es nicht mehr nur um Camillas Tod. Denn dabei bleibt es in keinster Weise.
    Schuld verjährt nicht und gerade durch diese Komplexität, erreicht der Fall eine völlig neue Dimension.
    Die Hintergründe wurden hier sehr gut ausgebaut und schlüssig hervorgebracht, wodurch sich alles immer mehr manifestiert.
    Die Autorin baut hier Wendungen ein, die ich definitiv nicht erwartet habe. Dadurch entwickelt es ein Eigenleben und man betrachtet es aus völlig neuen Blickwinkeln.
    Letztendlich ein richtig guter Ostfrieslandkrimi, der überrascht, mit Tragik und Dramatik punktet und menschlich gesehen, sehr nahe geht.
     Es ist nicht unbedingt rasant, vielmehr ist die Spannung unterschwellig spürbar. Hier wird hingegen mit psychologischem Feingefühl gepunktet und dadurch einfach noch mehr Tragik erreicht.


    Fazit:

    Henriette Honig ermittelt in ihrem 12.Fall.
    Mord oder reichen die Spuren viel weiter?
    Ele Wolff hat hier einen komplexen und vielfältigen Ostfrieslandkrimi geschaffen, der vor Augen führt, dass die Wahrheit einen immer einholt.
    Vergangenheit und Gegenwart.
    Schuld und Resignation.
    Ein richtig guter Ostfrieslandkrimi, der überrascht, mit Tragik und Dramatik punktet und menschlich gesehen, sehr nahe geht

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    Cover des Buches Friesenbrauer. Ostfrieslandkrimi (ISBN: 9783965862012)

    Bewertung zu "Friesenbrauer. Ostfrieslandkrimi" von Sina Jorritsma

    Friesenbrauer. Ostfrieslandkrimi
    aly53vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein interessanter & vielschichtiger Mordfall ,Charaktere die lebendig & authentisch sind & Wendungen, die erschüttern und auch wütend machen
    ein sehr vielschichtiger und nervenzehrender Band, der zeigt, wie leicht sich das Blatt wenden kann

    Wenn Bier brauen zum Tode führt.
    Der 17. Fall führt Enno und Mona in eine Brauerei, wo es zu einem Todesfall kam.
    Tödlicher Unfall oder sind die Abgründe viel tiefer, als man sich vorstellen kann?

    Der Klappentext klang schon richtig vielversprechend, weshalb ich sofort mehr wissen musste.
    Der Schreibstil der Autorin ist sehr einnehmend, gehaltvoll und einfach unglaublich mitreißend, so das ich in einem Zug durch war.
    Richtig gut haben mir diesmal wirklich die Charaktere gefallen, die einfach herausragend gut ausgearbeitet wurden.
    Besonders in dem Punkt, wenn man auf die alteingesessenen Insulaner trifft. Denn da hatte Mona doch manches Mal zu kämpfen. Enno hatte es da deutlich einfacher, weil er die meisten schon sein Leben lang kennt. Wodurch er einen ganz anderen Vertrauensbonus genießt, als Mona.
    Das fand ich doch überaus interessant.
    Und gerade bei den Ermittlungen haben sich die beiden einfach wunderbar ergänzt.
    Dabei lässt Mona so manch einen spüren, wie bissig und sarkastisch sie sein kann. Was mich immer wieder zum schmunzeln gebracht hat. Darüber hinaus zeigt sie gerade dadurch, was für eine wertvolle Person sie ist und das man sie besser nicht zum Feind hat.

    Der Fall selbst wirkt anfangs recht einfach und klar definiert. Bis klar wird, dass hier einiges im Argen liegt und teilweise mit harten Bandagen gekämpft wird.
    Denn tatsächlich geht es hier nicht einfach nur um einen Mordfall.
    Es geht um Rivalität, Macht und Gier.
    Höher, schneller, weiter.
    Besonders die Arroganz, die sich hier darbot ,hat mich immer wieder erschüttert, aber auch sehr wütend gemacht.
    Wodurch sich für mich auch immer wieder neue Fragen und Ansätze ergaben.
    Besonders im zwischenmenschlichen Bereich ergaben sich so einige Ansätze, die man so nicht erwartet hätte.
    Dadurch stieg auch die Zahl der Verdächtigen.
    Einige Ansätze manifestierten sich, andere wurden neu beleuchtet und brachten völlig neue Erkenntnisse zutage.
    Der Fall entwickelt sich weiter. Die Spannung wurde angezogen, derweil hat man stetig mit Mona und Enno mitgefiebert.
    Denn hier hat jeder etwas zu verbergen und wird dadurch zur potentiellen Gefahr.
    Durch gezielte Wendungen gelang es der Autorin neuen Aufschwung hineinzubringen.
    Auf die Auflösung wäre ich aber tatsächlich nie gekommen.
    Es hat mich doch sprachlos gemacht, worum es hier wirklich ging.
    Denn Sina Jorritsma zeigt hier sehr deutlich auf, wenn man die Menschlichkeit verliert, verliert man alles.
    Ein Kriminalfall der zum nachdenken anregt.
    Einige Fragen bezüglich der Nebencharaktere wurden mir nicht detailliert genug beantwortet. Was aber nicht den Fall selbst betrifft.
    Insgesamt ein sehr vielschichtiger und überaus nervenzehrender Band, der zeigt, wie leicht sich das Blatt wenden kann.
    Denn nicht alles, was wie Gold glänzt, ist auch tatsächlich welches und manchmal muss man genau prüfen, wofür man sich entscheidet.

    Fazit:
    Wenn Bier brauen zur Todesfalle wird.
    Der 17. Band rund um Enno Moll und Mona Sander hat mir wieder unglaublich gut gefallen.
    Ein interessanter und vielschichtiger Mordfall ,Charaktere die lebendig und authentisch sind und Wendungen, die erschüttern und auch wütend machen.
    Eine Ermittlerreihe, die ich komplett ins Herz geschlossen habe.
    Besonders Mona mit ihrem Sarkasmus und ihrer Bissigkeit, Enno ist da der ruhige Pol, der sie immer wieder erdet.
    Ich freu mich schon immens auf den nächsten Band

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    Cover des Buches One Kiss (ISBN: 9783426523537)

    Bewertung zu "One Kiss" von Lauren Blakely

    One Kiss
    aly53vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Abschluss wie er perfekter, magischer und emotionaler kaum sein kann. Voller Charme, Witz und dem ganz besonderen Zauber.
    So kraftvoll, intensiv und einfach unglaublich schön

    Der letzte Band der “The One” Reihe von Lauren Blakely und ich hab mich einfach so unfassbar darauf gefreut.
    Diesmal geht es um Nicole und Ryder.
    Zwei Menschen, die wissen, wie sich Enttäuschungen anfühlen und deswegen Beziehungen eher aus dem Weg gehen.
    Sie beide kennen sich schon lang und beschließen einen Deal. Wenn keine Gefühle im Spiel sind, kann doch niemand dabei verlieren.
    Oder doch?
    Jeder bekommt, was er ersehnt .
    Doch was sagt das Herz dazu?
    Kann man Gefühle so einfach außen vor lassen?

    Lauren Blakely hat mich auch mit dem Abschlussband der Reihe wieder absolut begeistert.
    So voller Charme, Witz und einfach Magie.
    Nicole kannte ich ja schon vorher. Aber hier hab ich mich noch einmal in ihr wundervolles, feinfühliges Wesen verliebt.
    Sie ist einfach großartig. Ihr Wunsch nach einem Baby.Doch ganz besonders hatmitr ihre Verbindung zu Ruby gefallen.
    Ryder hat auf den ersten Blick mein Herz erobert.
    Ich liebe es einfach, wie er mit den Herausforderungen des Lebens umgeht. Besonders gegenüber Cal. Der ihm doch die ein oder andere Hürde in den Weg legt.
    Gott, es war niederschmetternd und einfach zum Haare raufen. Aber Ryder meistert es souverän und mit viel Finesse.
    Ryder und Nicole sind einfach unglaublich zusammen.
    So verletzlich, stark und mutig.
    Besonders Ryders Hintergrund ließ mich ordentlich schlucken. Hat mich sprachlos gemacht und gleichzeitig entsetzt.
    Da zeigt die Autorin recht deutlich, dass nicht nur Frauen mit Enttäuschungen zurechtkommen müssen.
    Auch Ryder muss kämpfen.
    Für Glück, für Liebe und auch ein Stück für sich selbst.

    Der Schreibstil ist einfach herrlich fluffig leicht und voller Energie.
    Man spürt die Funken sprühen, es ist lebendig und hat einfach diesen besonderen Zauber.
    Ich liebe es wie greifbar und authentisch die Charaktere sind. Das sie sich entwickeln und dabei einen Teil von ihrer Seele preisgeben.
    Dadurch das man von beiden die Perspektiven erfährt, wird das hier besonders deutlich.

    Auch dieser Band ist sehr leidenschaftlich ,intensiv und mit expliziten Szenen gefüllt. Was hier aber auch unglaublich gut passt und niemals zuviel ist. Darüber hinaus , ist es einfach unglaublich emotional und einfach ergreifend. Man hat ständig Gänsehaut am ganzen Körper und fühlt einfach so viel.
    Die Dialoge zwischen den beiden sind einfach so genial, dass ich nicht selten losprusten musste.
    So randvoll mit Emotionen und Erkenntnissen, die das Herz zum schmelzen bringen.
    Sie zeigen Menschlichkeit und Verletzlichkeit.
    Sie verändern sich mit jeder Zeile mehr und man spürt einfach, was für wertvolle Menschen sie sind.
    Sie verändern und entwickeln sich und die Story mit Ihnen.

    Es gibt zwar keine großen Überraschungen, aber das ist auch nicht notwendig.
    Denn dieser Roman nimmt einfach von der ersten Zeile mit und lässt bis zum Schluss nicht mehr los.
    Ein mehr als perfekter Abschluss dieser Reihe.

    Fazit:
    Nicole und Ryder

    Eine sehr verletzliche, aber auch explosive Mischung, die mich nicht nur unheimlich ergriffen, sondern auch immer wieder zum lachen gebracht hat.
    Ein Abschluss wie er perfekter, magischer und emotionaler kaum sein kann.
    Voller Charme, Witz und dem ganz besonderen Zauber.
    So kraftvoll, intensiv und einfach unglaublich schön.
    Es zerreißt das Herz und setzt es gekonnt wieder zusammen.
    Ich liebe es.

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    Cover des Buches One Passion (ISBN: 9783426523520)

    Bewertung zu "One Passion" von Lauren Blakely

    One Passion
    aly53vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Teil 3 der charismatischen & humorvollen One Reihe von Lauren Blakely hat mich definitiv mitgerissen und unglaublich oft zum lachen gebracht
    Kann man die Vergangenheit vergessen und nochmal neu anfangen?

    Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich die ersten beiden Bände der One Reihe von Lauren Blakely gelesen habe.
    Was mir erstaunlicherweise jedoch überhaupt keine Probleme bereitet hat.
    Obwohl die Bände in sich abgeschlossen sind, sollte man dennoch die Reihenfolge beachten, da die Charaktere immer wieder darin vorkommen.

    In diesem Band geht es um Delaney und Tyler, dessen “Beziehung” mir doch einige Schwierigkeiten bereitet hat. Zum einen lag es an ihrer distanzierten Art. Als Leser fehlte mir einfach dieser ganz besondere Zauber der Verbundenheit, die ich gegenüber den Charakteren gern entwickle.
    Ja, ich konnte sie greifen, daran lag es nicht.
    Aber mir fehlten einfach diese tiefgreifenden Emotionen, diese Fülle an Intensität, Leben und Leidenschaft.
    Im Laufe der Handlung besserte es sich zwar, erreichte aber nie, den Höhepunkt, den ich mir gewünscht, den ich mir erhofft hatte.
    Diese Geschichte hätte einfach so unglaublich großartig und bewegend werden können. Als ich mehr über die Hintergründe erfuhr, konnte ich mich wahnsinnig gut in sie hlneinfühlen. Diesen Schmerz spüren, der sie fast zerrissen hat.
    Doch für mich war es in gewisser Weise doch eher platt. Mir fehlte in der Vergangenheit einfach diese Brisanz, die sie damals darstellte. Denn das kam nicht wirklich bei mir an.
    Und doch liest man in jeder Zeile, wie sehr sie sich lieben, wie schwer sie ohne einander können.

    Und dann frag ich mich, sollte man dem Ganzen wirklich eine zweite Chance geben?
    Ist es das wert?
    Ich liebe die Charaktere wirklich. Denn sie haben mich unheimlich zum lachen gebracht.
    Allen voran Delaneys Freundinnen, die mir einfach mit dieser Verbundenheit so unglaublich viel mitgegeben haben.
    Die gezeigt haben , wie wichtig Halt ist.
    Ich liebte es zu sehen, wie sehr Delaney und Tyler in ihren Berufen aufgehen. Wie sehr sie dafür brennen.
    Und dann Delaneys Schuhtick, es war einfach so bahnbrechend. Es hat sie einfach so unglaublich sympathisch gemacht.

    Eine Story voller Leidenschaft und Tiefe.
    Eine Liebesgeschichte die unsagbar berührt, mir persönlich aber zuviele explizite Szenen enthielt. Man hatte das Gefühl, es ginge vordergründig nur um körperliche Anziehung .
    Und trotzdem spürte man einfach, dass da so viel mehr ist, dass in Ihnen brennt, dass sie vereint.
    Und doch kann man diese Traurigkeit und Zerrissenheit nie ganz abschütteln, die sie einfach tief in sich tragen.
    Durch Tylers und Delaneys Perspektiven, spürt man auch wie es in ihrer Seele aussieht und kann das Innerste nach Außen kehren. Man kann spüren was sie tief drinnen ausmacht und das ist einfach so viel mehr, als man hier bekommen hat .
    In meinen Augen wurde hier einiges an Potenzial verschenkt. Was einfach unglaublich schade ist.

    Die Story hat mich definitiv trotz allem mitgerissen und absolut gefesselt. Dazu der unglaublich leichte und einfach charismatische Schreibstil der Autorin, so das ich in einem Rutsch durch war.
    Für mich leider der bisher schwächste Teil.

    Fazit:
    Delaney und Tyler.
    Kann man die Vergangenheit vergessen und nochmal neu anfangen?
    Teil 3 der charismatischen und humorvollen One Reihe von Lauren Blakely hat mich definitiv mitgerissen und unglaublich oft zum lachen gebracht.
    Leider wurde für mich hier einiges an Potenzial verschenkt, was einfach so unglaublich schade ist. Damit ist es leider auch für mich der schwächste Band der Reihe.
    Nichtsdestotrotz eine supertolle Story für zwischendurch, um dem Alltag zu entfliehen

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    Cover des Buches Profiling Murder – Fall 7 (ISBN: 9783732589302)

    Bewertung zu "Profiling Murder – Fall 7" von Dania Dicken

    Profiling Murder – Fall 7
    aly53vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Band der mit einer brisanten Thematik punktet und dabei definitiv nicht kalt lässt
    Rasant, packend und beklemmend

    Endlich geht es nach einer langen Pause mit Laurie ,Jake und Sam weiter.
    Und dann noch mit einer brisanten Thematik.
    Normalerweise mach ich das nicht. Aber diesmal muss ich wirklich den Coverwechsel hervorheben. Denn es passt so viel besser zu Laurie.

    Wie man es von Dania Dicken kennt, schreibt sie auch hier sehr packend und rasant. So überrascht es auch nicht, dass ich flugs wieder vollkommen unter Strom stand.
    Anfangs brauchte ich wieder etwas, aber durch die Rückblenden, die gekonnt eingewoben werden, war mir schnell alles wieder präsent.
    Ich liebe die Charaktere. Diesmal hat mir besonders gut, Walters gefallen. Da musste ich doch ab und an ein schmunzeln unterdrücken.
    Da es wirklich nicht viele Seiten sind, bleibt nicht viel Raum für Lauries Privatleben. Trotz allem spürt man jedoch wie tief die Verbundenheit zwischen Laurie, Jake und Sam reicht.
    Die Thematik des Falls ist definitiv nicht ohne. Die Details grausam und verstörend.
    Schnell türmen sich die Leichen.
    Laurie und Jake haben ordentlich zu kämpfen. Nicht nur um den richtigen Ansatz zu finden, sondern um das Ganze auch auszuhebeln. Dabei geht es manchmal schon sehr impulsiv zur Sache.
    Anhand von Lauries Perspektive kann man die Ermittlungen auch sehr mitverfolgen und nachvollziehen. Es geht dabei so rasant zu, dass man kaum zu Atem kommt.

    Dabei geht es hier um jede Minute.
    Denn die Angst und Hilflosigkeit schwebt wie ein Damoklesschwert im Raum.
    Was sehr beklemmend zu beobachten ist.
    Denn hier wird mit äußerster Perfektion agiert. Die Spannung ist förmlich mit Händen zu greifen. Dadurch dass auch vereinzelt die Sichten der Opfer miteinfließen, lässt das Ganze nicht kalt. Man fühlt und betet einfach nur noch.
    Es ist erschreckend und verstörend zugleich, wie perfide und ausgeklügelt hier agiert wird. Jegliches fehlen von Empathie macht hilflos und wütend zugleich.

    Definitiv ein richtig guter Band, der zwar nicht vor Überraschungen glänzt, mich aber komplett begeistern und fesseln konnte.
    Denn hier geht es nicht einzig und allein ,um die Morde.
    Es geht auch um Menschlichkeit und wie skrupellos gehandelt wird.
    Ein Band, der düster und bedrohlich ist und zeigt, dass niemand sicher ist. Dabei bleibt auch ein bitterer Beigeschmack zurück.
    Ich bin schon mega gespannt auf Lauries nächsten Fall.

    Fazit:
    Endlich geht es mit Laurie, Jake und Sam weiter.
    Rasant, packend und beklemmend.
    Ein Band der mit einer brisanten Thematik punktet und dabei definitiv nicht kalt lässt.
    Dania Dicken hat ihr Können wieder unter Beweis gestellt und gezeigt, wie schnell alles vorbei sein kann.
    Ich bin schon riesig gespannt auf Lauries nächsten Fall

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