annlu

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    Cover des Buches Dahoam is Dahoam - Das Kochduell9783967470079

    Bewertung zu "Dahoam is Dahoam - Das Kochduell" von

    Dahoam is Dahoam - Das Kochduell
    annluvor 15 Stunden
    Kurzmeinung: die passende Fernsehserie kenne ich zwar nicht, auch war ein Kochduell in Buchform für mich neu - die Rezepte aber fand ich überzeugend
    Traditionelle bayrische Küche versus Weltküche

    Kathi: „I koch am besten, weil i immer mit Leidenschaft, Kreativität und am großen Herz für unser Dahoam koch!“ Moni: „Erfahrung, Liebe zu unseren Produkten und zur Tradition und a ganz a großes Herz – des is mei Sieger-Geheimformel.“


    Bayrische Küche einmal anders präsentiert: Moni und ihre Nichte Kathi liefern sich ein Kochduell. In sechs Disziplinen mit mehreren Einzelduellen treten die Beiden an um mit ihrem besten Rezept zu gewinnen. Der Vorteil für den Leser – es gibt immer zwei Variationen zum Thema und das sind meist ein traditionelles und ein exotisch geprägtes Gericht, sodass man die Qual der Wahl beim Nachkochen hat. 



    Das Buch (samt seinen beiden Protagonistinnen Kathi und Moni) basiert auf der Fernsehserie „Dahoam is dahoam“ und so wird das Kochduell in das Setting der Serie eingebettet: Eigentlich wollte Kathi allein ein Blog-Kochbuch schreiben. Auf der Suche nach alten Rezepten kam Moni mit ins Spiel. Der richtige Rahmen wird vom Juror (Ehemann von Moni und Onkel von Kathi) geboten. Zusammen mit der Einleitung kommt man in die richtige Stimmung zum Duell (und taucht auch etwas in die Serie mit ein) – die Konkurrenz wird angesprochen und das Ganze mit einigen bayrischen Ausdrücken gewürzt. 


    Dann geht’s auf zum Kochtopf. Die großen Disziplinen sind Eintöpfe, „Soulfood“ (Lieblingsessen), 

    „Genial lokal“, Vegetarisches, Festessen und Mehlspeißen. Zu jeder Disziplin finden sich zahlreiche Rezepte – mal mehr, mal weniger aufwendig in der Zubereitung immer aber mit frischen Zutaten. 


    Die Themen lassen sich vielfältig auslegen und werden von den beiden Frauen auch meist sehr unterschiedlich interpretiert. Schon die einleitenden Worte zu den Disziplinen weisen darauf hin, dass hier das Traditionelle gegen die Weltküche antreten soll. So findet man Kartoffelsuppe versus Kartoffelcurry mit Kokosmilch, kann sich zum Thema „Herzensbrecherin“ zwischen Liebesforelle mit Erdbeer-Spargel-Salat und sauerer Leber entscheiden und bayrischer Apfelstrudel tritt gegen die orientalische Variante an. Auch wenn einige Rezepte aus aller Welt mit dabei sind, gibt es auch ganze Disziplinen, in denen sich sowohl Moni als auch Kathi auf traditionell Bayrisches konzentrieren.  


    Wie für ein Kochbuch üblich finden sich zu allen Rezepten ansprechende und appetitanregende Fotos. Zusätzlich zeigen die Bilder immer wieder Moni und Kathi in Aktion. 

     

    Fazit: Die Idee mit dem Kochduell in Buchform war für mich neu, auch kenne ich die Fernsehserie nicht. Die vielen Kampfansagen mussten für mich persönlich nicht sein, die Vielfalt an Rezepten hingegen hat mich überzeugt. 

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    Cover des Buches Als du mich sahst9783785726792

    Bewertung zu "Als du mich sahst" von Robinne Lee

    Als du mich sahst
    annluvor einem Tag
    Kurzmeinung: Solene trifft eine Entscheidung, die ihr neues Glück aber auch eine innere Zerrissenheit bringt
    Zwischen Liebe und Verantwortungsgefühl

    *Er stand da, sah mich auf eine Weise an, wie er mich wahrscheinlich nicht hätte ansehen sollen. Er war so lächerlich jung. Und ich war die Mutter eines dieser Mädchen. Das konnte einfach nicht gut ausgehen.*




    Als die neununddreißigjährige, frisch geschiedene Solene ihre Tochter auf das Konzert einer Boygroup begleitet, ahnt sich nicht, welche Konsequenzen das für sie haben wird. Dort trifft sie auf Hayes, den Sänger der Band. Obwohl er erst zwanzig ist, lässt sie sich wieder und wieder auf Treffen mit ihm ein und merkt bald, dass da mehr zwischen ihnen ist, als erwartet. 






    Ich muss gestehen, dass ich hauptsächlich zum Buch gegriffen habe, weil mich der Altersunterschied zwischen den Beiden interessiert hat. Dabei habe ich mir die Frage gestellt, wie man einen Zwanzigjährigen beschreiben kann, dass er für eine Frau, die doppelt so alt ist, wie er, interessant wird. Die Geschichte wird von Solene erzählt, sodass der Leser das gut nachvollziehen kann. Im ersten Moment geht es mehr oder weniger um eine sexuelle Anziehung. Solene stürzt sich allerdings nicht Hals über Kopf hinein, macht es Hayes nicht ganz so leicht. Schon als sie sich eine Affäre zugesteht, ist der Altersunterschied etwas, woran sie sehr zu knabbern hat. Sobald aus dem Sex mehr wird, fällt es ihr immer schwerer ihr Glück unbekümmert zu genießen. Immer hat sie im Hinterkopf, dass es kein gutes Ende nehmen wird. 




    Einen großen Aspekt des Buches bildet der Popstarstatus von Hayes. Schon zu Beginn merkt man, wie schwierig die Konstellation ist – schließlich ist Solene nur beim Konzert, weil ihre zwölfjährige Tochter für Hayes schwärmt. Das Leben als Popstar wird hier manchmal von seinen positiven Seiten betrachtet, meist zeigen sich aber die negativen Aspekte. Die fehlende Privatsphäre, die sozialen Medien samt ihren tausenden Kommentaren, die in die Öffentlichkeit gezerrte Beziehung. Gerne würde ich annehmen, dass einen Teil des auf Solene und Hayes regnenden Hasses auf die Jugend der Fans zurückzuführen ist – nur leider glaube ich, dass Erwachsene in ihren Kommentaren und Reaktionen nicht besser wären. Je weiter die Geschichte voranschreitet, umso mehr wird die Problematik des Alters von den Problemen rund um ein öffentliches Leben verdrängt. 




    Als Galeristin bewegt sich Solene in den eleganten Kreisen der Kunstwelt. Sowohl diese als auch Hayes Hintergrund führen dazu, dass Solene rund um die Welt jettet um in luxuriösen Orten auf Hayes zu treffen. Um ihre Beziehung privat zu halten landen sie dabei immer wieder in Hotelzimmern, wo Solene ihre neu entdeckte Leidenschaft auslebt. Dass es ihr schwer fallen würde, Sex von Gefühlen zu trennen, bringt sie in ein Dilemma. Dieses zieht sich – mit wechselndem Fokus auf den Altersunterschied, ihrer Verantwortung der Tochter gegenüber und dem Starrummel um Hayes – durch die Erzählung. Solene ist zerrissen zwischen ihrem neuen Glück und den ganzen Problemen, die sich dabei ergeben. Ohne spoilern zu wollen, muss ich noch erwähnen, dass ich am Ende zu knabbern hatte. 




    Fazit: Sehr detailliert erzählt Solene ihre Geschichte (mitunter sogar etwas zu langatmig), ihre Zerrissenheit kann man gut nachvollziehen. Das Thema Altersunterschied wird hier mehr und mehr vom Leben als Popstar überschattet. 

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    Cover des Buches Andere Länder - andere Bärte9783846407721

    Bewertung zu "Andere Länder - andere Bärte" von Miguel Gutierrez

    Andere Länder - andere Bärte
    annluvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: interessanter Ansatz für eine Weltreise - mir wurden es dann aber doch zu viele Barbiergeschäfte, die hier beschrieben werden
    The Nomad Barber

    *Einen Bart zu trimmen ist Kunst!*


    Im November 2012 entscheidet sich der Barbier Miguel Gutierrez seinen Beruf mit einer Weltreise zu verbinden und dabei andere Länder und Barbiershops zu besuchen. So macht er sich auf den Weg einundzwanzig Länder zu besuchen. Mit dabei ein Kameramann um vor beeindruckender Kulisse einen „Scenic haircut“ zu machen. 



    Die Reise beginnt in Griechenland und das nicht ohne Grund, schließlich hatten die Griechen ihren Anteil daran, das Barbierwesen nach Europa zu bringen. Die Türkei, Kurdistan und Dubai zeigen gleich zu Beginn, wie unterschiedlich die Barbierläden ausgerichtet sein können und auf welche Kontraste man beim Besuch stoßen kann. Weiter geht’s nach Indien, wo sie sie sich erst einmal drauf konzentrieren dieses völlig andere Land kennenzulernen. Nepal, Hongkong, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, Singapur und Indonesien sind die weiteren Stationen in Asien. Über Australien und Neuseeland geht es in die USA, die für ihre Barbershops bekannt ist. Als letzte Station steht Südamerika (leider nur durch Chile vertreten) am Programm um dann wieder nach Europa zu kommen. Die Reise wird einige Jahre später wieder aufgenommen um weitere Stationen auf der Welt zu besuchen, wobei klar wird, dass das Projekt (und wohl jede Weltreise) ewig so weitergehen könnte um immer wieder was Neues zu entdecken. 


    Das Buch stellt die einzelnen Stationen der Reise dar. Dabei gibt es nicht nur einen Einblick in ausgewählte Barbiergeschäfte samt ihren Besitzern, sondern erzählt auch vom langsamen Hineinwachsen in das Projekt. Mehr noch als die Länder und die Barbiershops stehen die Menschen im Vordergrund. Nicht immer gelingt eine gute Kommunikation und doch sind es die Barbiere, denen ein großer Teil der Texte gewidmet ist. 


    Die einzelnen Stationen sind mit Fotos versehen, die zum einen die Interviewpartner und ihre Geschäfte zeigen, zum anderen den scenic-haircut. Impressionen der Reiseziele passen zu den Reiseberichten, die in den Text einfließen. Man trifft auf Bekanntes (nicht nur was Sehenswürdigkeiten anbelangt, sondern auch typische Fortbewegungsmittel und Lebensweisen) und Neues (besonders was die Barbiertradition angeht). 


    Durch die Kürze der Texte lassen sich die einzelnen Abschnitte leicht lesen. Der Fokus wird dabei auf die Barbiere gesetzt. Beschreibungen der Geschäfte wechseln sich mit Interviewaussagen und Details zur Entwicklung des Barbierwesens ab. Interessant sind die vielen persönlichen Bemerkungen, die der Autor zur Reise samt den begegneten Problemen und Highlights einfließen lässt. 


    Fazit: Mit dem Barbierwesen habe ich mich noch nie beschäftigt. Das Projekt fand ich allerdings interessant. Besonders die persönlichen Ausführungen und der Reisebericht haben mich angesprochen. Die vielen vorgestellten Barbershops wurden auf die Dauer etwas zu viel des Guten, sodass ich mich mehr auf die Reiseaspekte konzentriert habe. 

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    Cover des Buches Der Fall Alice im Wunderland9783847900467

    Bewertung zu "Der Fall Alice im Wunderland" von Guillermo Martínez

    Der Fall Alice im Wunderland
    annluvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: spannender Fall bei dem man nebenbei noch Interessantes zu Lewis Caroll erfährt
    "Ab mit dem Kopf!"

    „Verbrechen, die auf Szenen aus Alice im Wunderland basieren? Sollten wir nicht umkehren und dem Inspektor davon erzählen?“


    Der Logik-Professor Arthur Seldom und sein junger argentinischer Student ermitteln wieder. Die Lewis-Carroll-Bruderschaft fiebert einer Offenbarung entgegen. Die Studentin Kristen hat einen Zettel gefunden, der ein neues Licht auf die Biografie Carrolls wirft, will ihn aber nicht vorzeigen. Als sie von einem Auto angefahren wird, vermutet Seldom einen Anschlag auf ihr Leben. Ein Mord scheint seine Überlegungen zu untermauern. Nun gilt es, den Schuldigen zu finden. 



    Die Geschichte ist der zweite Fall, den der unbenannte argentinische Student über seine Zeit in England erzählt. Dieses Mal geht es etwas langsamer los. Er wird in die Bruderschaft eingeführt und beschäftigt sich mit Lewis Caroll. Dieser bestimmt das Buch, weniger über seine literarischen Werke, als vielmehr über seine Biografie. Ein Fokus dabei sind die Fotos, die er im Laufe seines Lebens gemacht hat. Problembelastet werden die pornografisch anmutenden Mädchenfotos diskutiert, da sie eine große Rolle bei den Ermittlungen spielen. Ich fand es spannend, wie viele Details aus dem Leben Carolls in die Geschichte verwoben wurden. 


    Arthur Seldoms Person konnte mich auch dieses Mal fesseln. Zwar lernt man ihn nie ganz persönlich kennen, schließlich besteht immer eine bestimmte Distanz zwischen ihm als Professor und dem Studenten, an seinem Wissen lässt er den Leser aber teilhaben. Seine Fähigkeiten im Bereich der Logik, sein umfassendes Wissen (hier in der Literatur, Kriminalistik und Philosophie) im Einklang mit der von ihm gewählten, gehobenen Sprache konnten mich faszinieren. 


    Auch hier basieren die Ermittlungen auf den Logikkenntnissen Seldoms und seines Studenten. Spannend wird es, als der erste Mord passiert. Die Andeutungen und Verdächtigen häufen sich. Die Auflösung war wieder überraschend und passte gut zum Rest der Geschichte. 


    Fazit: Auch der zweite Band konnte mich fesseln – hier war es besonders die Einbindung Carrolls, die ich interessant fand. 

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    Cover des Buches Die Oxford-Morde9783847900474

    Bewertung zu "Die Oxford-Morde" von Guillermo Martínez

    Die Oxford-Morde
    annluvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Der wissenschaftliche Hintergrund hat es mir angetan - welcher Ort eignet sich da besser als das altehrwürdige Oxford
    Mathematiker ermitteln

    „Ganz genau. Ein Mord, den niemand als Mord erkennt. Ich glaube, das muss es sein: ein unsichtbarer Mord“


    In Oxford kommt es zu mehreren Morden, versehen mit einem Symbol, das eine logische Reihe bildet. Die Nachrichten sind an den berühmten Mathematiker Arthur Seldom gerichtet. Er und ein argentinischer Gaststudent machen sich daran, die logische Reihe aufzudecken um darüber den Mörder zu fassen. 



    Die Geschichte wird vom Argentinier erzählt, der anonym bleibt. Er berichtet darüber, dass er nun, nach Seldoms Tod, die Wahrheit offenbaren kann. So ist von Beginn an klar, dass er eine zusätzliche Kenntnis zu den Morden hat. Er geht dann in seinen Erinnerungen zurück in das Jahr 1993, in dem er als Gaststudent in England weilte. Nicht lange hält er sich in Oxford auf, als der erste Mord passiert: Seine Vermieterin wird tot aufgefunden. Der Mathematiker Arthur Seldom kommt zusammen mit dem Studenten bei der Leiche an. Er hat eine mysteriöse Nachricht erhalten, die auf den Mord hinweist. Neben einem Text enthält sie ein Symbol. Dieses interpretiert Seldom als eine Botschaft direkt an ihn, da er ein Buch über logische Reihen aber auch über den Zusammenhang von Mathematik und Kriminalistik veröffentlicht hat.


    Der weitere Verlauf der Geschichte – samt neuer Morde – erzählt die Zeit des Studenten in Oxford. Immer wieder trifft er auf Seldom, der sich intensiv mit den Morden beschäftigt. In ihren Gesprächen werden die Themen Logik, Mathematik, Kriminalistik aber auch Ethik und Philosophie eingeflochten. Dabei merkt man Seldom den wissenschaftlichen Hintergrund an. Der Erzähler erwähnt nur wenige Bekanntschaften in Oxford. Dabei gelingt es ihm einige Verdachtsmomente zu streuen, auch wenn keine ausdrücklichen Verdächtigungen ausgesprochen werden. Als Leser fiebert man nicht nur bei der Lösung der Morde mit, sondern auch mit der Aufklärung zu den Symbolen. Zur Spannung trägt bei, dass öfters ein Charakter erwähnt, die Lösung gefunden zu haben, ohne sie zu nennen.


    Fazit: Einen Krimi mit mathematischem Hintergrund habe ich bisher noch nie gelesen. Gerade alles das, was man hier an Fachwissen (aus dem unterschiedlichsten Bereichen) mitbekommt, hat den Reiz dieses Buches ausgemacht. 

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    Cover des Buches Katzen für Einsteiger9783845836355

    Bewertung zu "Katzen für Einsteiger" von Paulus Vennebusch

    Katzen für Einsteiger
    annluvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Humorvoll - informativer Blick auf die Katze
    Eine Katze - viele Facetten

    *Na? Können Sie lesen, was hier steht? Oder liegt Ihr neuer  Mitbewohner mitten auf dem aufgeschlagenen Buch und macht keinerlei Anstalten, seinen Platz zu räumen.*


    Der Comedyautor und Katzenhalter Paulus Vennebusch verbindet hier seine Leidenschaften und geht mit Tipps und Tricks und einer Prise Witz an das Thema Katzen heran. 



    Wie viele Hauskatzen gibt es in Deutschland? Was haben Berühmtheiten zu ihnen zu sagen und wie geht man eigentlich mit diesen eigenwilligen Haustieren um? Diese und mehr Fragen werden im Buch beantwortet. Es richtet sich in manchen Ausführungen an Katzenneulinge – erklärt z.B. die Grundausstattung aber auch Gefahrenquellen innerhalb einer Wohnung. Neben dieser Anleitung zur Katzenhaltung beschäftigt sich das Buch auch mit Infos zur Katze. So werden – übrigens mit einer guten Portion Witz – die Katzenrekorde aufgezählt und mit einer Menge Klischees Hund und Katze verglichen. Ob man als Katzenhalter die körperlichen Fähigkeiten seines Lieblings kennt oder beeinflussen kann, kann in „Was Katzen können“ und den Tipps Katzen etwas beizubringen nachgeprüft werden. Die vielen Zitate zum Thema, die farbige Gestaltung und viele Illustrationen geben dem Buch ein ansprechendes Äußeres. 


    Fazit: Ob Katzenneuling oder Liebhaber – das schön gestaltete Büchlein bietet Anleitung, Infos und Humorvolles und bietet sich als nettes Geschenk an. 

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    Cover des Buches Kleine Schule des Lebens9783351038106

    Bewertung zu "Kleine Schule des Lebens" von Lammert Kamphuis

    Kleine Schule des Lebens
    annluvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: So viel Alltagsbezug hätte ich der Philosophie gar nicht zugetraut
    Philosophie fürs tägliche Leben

    *Philosophie ist schon seit Jahrhunderten eine willkommene Medizin gegen dogmatisches und fundamentalistisches Denken. Gerade in einer von Filterblasen und Polarisierung geprägten Zeit kann Philosophieren helfen, Gewissheiten infrage zu stellen.*


    Was hat die Philosophie mit dem modernen Alltag zu tun? Wer Philosophie für eine veraltete Wissenschaft hält, wird hier eines besseren belehrt. Gerade zu modernen Problemen bietet ein Blick auf die philosophischen Weisheiten Hilfe an. 



    Eingeteilt in die großen Bereiche Philosophie für das Verhältnis zur Welt, Philosophie für die Beziehung und Philosophie für die Verbindung mit sich selbst wendet sich der Blick vom großen Ganzen zum eigenen Ich. Dabei klingen die Titel vielleicht noch nach verstaubten Ansichten – die Inhalte sind es sicher nicht. Der Blick wendet sich der Arbeit zu, den Zahlen und ihrem Einfluss auf die Gesellschaft, der Kunst aber auch etwas so banal erscheinendem wie dem Smartphone. Große Themen wie Freundschaften werden angesprochen, ebenso wie Zweifel, Nonkonformismus, Sex und Ethik. Das Thema Ich zeigt Einstellungen zum Trost, zu Unruhe, Unzufriedenheit und Zorn. Die Titel sind dabei als Überthemen gewählt, immer wieder findet sich aber Überraschendes in dem, was thematisiert wird. 


    Der moderne Bezug wird nicht nur dadurch hergestellt, dass sich das Buch mit aktuellen Themen wie der digitalisierten Welt und dem politischen Rechtsruck auseinandersetzt, sondern vielmehr durch den Aufbau der Texte. So wählt der Autor immer wieder Szenen aus dem Alltag aber auch Musiktitel oder Filme um ein Thema zu einzuleiten oder zu erläutern. Dann geht er dazu über unterschiedliche Ansichten verschiedenster Philosophen zu erklären. Zudem gibt es hilfreiche Tipps, wie die einzelnen Philosophien angewandt werden können. Die Mischung ergab eine leicht zu lesende und interessante Lektüre. 


    Fazit: Nicht umsonst ist das Buch ein Verkaufsschlager in den Niederlanden geworden. Soviel aktuellen Bezug in der Philosophie hätte ich mir nicht erwartet. 

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    Cover des Buches Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will9783845836263

    Bewertung zu "Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will" von

    Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will
    annluvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: literarische Werke, die trösten, aufmuntern und einen Lichtblick geben sollen
    Literarische Werke zum Wohlfühlen

    *Das Glück ist gerade nicht auf deiner Seite? Lass dich bloß nicht unter  kriegen! Denn selbst in schwierigen Zeiten hält das Leben Schönes und Tröstendes bereit.*


    Wenn du daran erinnert werden willst, wie schön die Welt ist; den Mut brauchst eigene Wege zu gehen; einfach mal wieder lachen willst; vergangenem Glück nachblickst; Sehnsucht nach dem Licht hast; dir eine Umarmung wünschst, kannst du zu diesem Buch greifen und dich von passenden literarischen Texten inspirieren lassen. 



    Die vielen Bereiche, in die die Texte eingeteilt werden, habe ich oben schon aufgelistet. Schon im Inhaltsverzeichnis wird der Leser persönlich angesprochen (wie in der Beschreibung oben), sodass die Texte eine eigene Wirkung bekommen. Sie stehen nicht alleine da, sondern werden in einen Kontext mit einbezogen in dem auch der Leser dazugehört – schließlich sollen die Texte in bestimmten Lebenssituationen auf ihn wirken. 


    Die Mischung der Texte bringt philosophische, heitere und aufmunternde mit sich. Manche von ihnen fallen in den Bereich der Poesie, andere sind Auszüge aus längeren Texten, während wieder andere aus Briefen der Autoren bestehen. Rilke, Fontane, Hesse, Frisch, Roth, Luxemburg, Heine, Wilde – die bekannten Namen sind nur eine Auswahl der Autoren, die mit ihren Texten und Gedichten den literarischen Teil des Buches ausmachen. Zudem gibt es immer wieder Zitate und Sprichwörter, die das Büchlein zieren. Erwähnenswert sind die sehr schönen Blüten- und Blumenillustration, die das Buch zu einer schmucken Ausgabe machen. 


    Das Besondere an den literarischen Auszügen ist, dass sie im Gegensatz zu anderen Büchern, die Trost/glückliche Momente spenden wollen, nicht explizit dafür geschrieben wurden. So sind die Intentionen einiger Texte nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Ich hatte dadurch auch nie das Gefühl mit Ratschlägen überschüttet zu werden. Viel mehr erlaubten sie Einblicke in die Werke bekannter Autoren, die ich interessant fand, besonders dann, wenn sie historische Kontexte ansprachen und im ersten Moment so gar nicht zur Intention des Buches passen wollten.


    Fazit: Das Büchlein ist eine wunderbare Geschenkidee für alle Literaturliebhaber.

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    Cover des Buches Blood and Guilt9783748140726

    Bewertung zu "Blood and Guilt" von Sophie Grossalber

    Blood and Guilt
    annluvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Vampire, Werwölfe und ihre Jäger - Kurzgeschichten entführen in eine Welt, in der nicht klar ist, wer das Monster ist
    Blutige Entscheidungen

    „We all have the potential to become monsters, little one.“


    Vorneweg die Bemerkung, dass es das Buch auch in deutscher Version gibt


    Das Buch enthält drei Kurzgeschichten um drei Persönlichkeiten, die gezwungen sind, eine Entscheidung zu treffen. Der Vampir Damien entscheidet über das Leben einer Jägerin, der Werwolf  Connor trifft auf andere seiner Art und die Jägerin Xi muss ihren Glauben überdenken. 



    Das Buch entführt in kurzen Episoden in eine Welt, in der übernatürliche Wesen mit den Menschen zusammenleben. Mal haben sie eine dunkle Abmachung, dann wieder folgen sie einem Ehrenkodex. Ob Vampir oder Werwolf, der Grat zwischen Menschlichkeit und Monster bildet das Hauptthema der Kurzgeschichten. Der Stil der Geschichten unterscheidet sich voneinander. Damien erzählt über sich selbst, lässt Einblicke in seine Gedanken zu und zeichnet damit ein Bild von ihm als Vampir, das sich von seinem aktuellen Handeln unterscheidet. Connors Geschichte hingegen wird über seine Auseinandersetzung mit einer anderen seiner Art erzählt, sodass sich viel über Dialoge abspielt. Xi entführt in ein verlassenes Dorf im Himalaya und zeigt als Jägerin die andere Seite der Medaille. 


    Die Geschichten setzen sich mit Entscheidungen auseinander, aber auch mit den inneren Monstern. Zusammen mit einem passenden Ende wirken sie eher düster und wenig Hoffnung gebend. Der Titel kommt nicht von ungefähr. Die damit erzeugte Stimmung hat ein gutes Bild davon geschaffen, was den Leser in der geplanten Trilogie, die in der gleichen Welt spielt, erwartet.


    Fazit: Die Episoden aus Dumornay haben mir zugesagt, jetzt bin ich gespannt, was mich von der Autorin in Zukunft noch erwarten wird. 

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    Cover des Buches Versuchung zum Aperitif9782496703597

    Bewertung zu "Versuchung zum Aperitif" von Catherine Bybee

    Versuchung zum Aperitif
    annluvor 5 Tagen
    Kurzmeinung: vom Cover sollte man sich nicht in die Irre führen lassen - anders als erwartet, mehr Agententhriller als Liebesroman
    mehr Agententhriller als Liebesroman

    „Ehemalige kommen aus drei Gründen hierher zurück. Sie suchen Antworten, Unterschlupf oder Hilfe bei einer wichtigen Entscheidung. Aus welchem der Gründe sind Sie hergekommen?“


    Sasha kehrt an den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurück – ans Richterinternat, das viel mehr ist, als eine Eliteausbildungsstätte. Hier hat sie den militärischen Drill erlernt, nach dem sie heute lebt. Vertraue niemanden, bleib immer in Bewegung. Als sie auf AJ trifft, der sie um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder seiner Schwester bittet, muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen. 



    Als erstes ein Wort zum Titel und zum Cover. Zwar passt es in die Reihe, hat aber absolut gar nichts mit der Geschichte und Sasha zu tun. Als eine knallharte Frau, die Motorräder über Autos stellt, sich nur in schwarz kleidet und im Nahkampf genauso ausgebildet ist, wie an der Waffe kann ich sie in diesen pastelligen Tönen einfach nicht wiedererkennen. Genauso irreführend ist der Klappentext. Er reduziert die Geschichte auf die Anziehung zwischen Sasha und AJ – die durchaus herrscht, aber nicht handlungsbestimmend ist. Die Geschichte ist viel mehr als der locker-flockige Liebesroman, der durch das Cover samt Beschreibung heraufbeschworen wird. 


    Schon der Beginn und die Vorstellung von Sasha lässt an einen Agententhriller denken, auch wenn Sasha keine Agentin ist. Vielmehr hat sie als Bodyguard gearbeitet und sucht nun nach ihrem Weg. Dazu kehrt sie nach Richter zurück und wird dort nicht nur mit der Vergangenheit konfrontiert. Plötzlich will sie ein zwielichtiger Agent als Auftragskillerin rekrutieren und sie findet an ihrer Seite die junge Absolventin Claire wieder. 


    Und dann ist da noch AJ. Er bringt den Mord an seiner Schwester und weiteren Richterabsolventinnen ins Spiel. Die Suche nach dem Mörder, samt Flucht vor dem Agenten dominiert den weiteren Verlauf der Geschichte. Über Sasha kommen Protagonisten der bisherigen Bücher der Reihe mit ins Spiel. Nicht nur sie sind es, die in Sasha die Frage nach ihrem eigenen Umgang mit den Menschen in ihrem Leben aufwerfen. In dieser Beziehung bringt sie auch AJ aus dem Konzept. 


    Die Ermittlungen, die Flucht aber auch einige Einblicke in die Machenschaften rund um das Internat bringen spannende Szenen mit sich. Der Eindruck des Agententhrillers blieb für mich erhalten und hat mir zugesagt. 


    Fazit: Hier habe ich ganz etwas anderes bekommen, als ich auf Grund des ersten Eindruckes vermutet hatte – ich wurde aber positiv überrascht.  

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