B

book-lover2-

  • Mitglied seit 10.01.2016
  • 13 Freunde
  • 357 Bücher
  • 104 Rezensionen
  • 273 Bewertungen (Ø 4.45)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne145
  • 4 Sterne107
  • 3 Sterne19
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Cover des Buches Gefährliche Liebe (Die Chroniken von Philian 3)B07BPZSBPD

    Bewertung zu "Gefährliche Liebe (Die Chroniken von Philian 3)" von Emilia Lynn Morgenstern

    Gefährliche Liebe (Die Chroniken von Philian 3)
    book-lover2-vor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine überraschend vielschichtige Geschichte, die mehr als nur Liebesdrama zu bieten hat! Neue Welt, eigensinnige Götter.. Faszination pur (;
    Eine gelungene Mischung aus Mythologie & Liebe in einem Fantasyroman (:

    "Nur wer den herzinnigsten Wunsch hat, nach Maya zu gelangen, kann die richtige Melodie finden." Bist du bereit, die Reise anzutreten und deine Melodie zu finden?


    Denn anders als gedacht, ist die Erde nicht der einzige bewohnbare, existierende Planet. In dem von der Göttin Aletheia geschützten und auch erschaffenen Planetensystem "Philian" gibt es beispielsweise den Planeten "Samiela", auf welchem die Mayas und die Bewohner Naarijas voneinander getrennt leben. Um diese unüberwindbare Spaltung des Planetens wieder aufzuheben, hat sich die Göttin einen Rettungsplan erdacht. Doch mit dem betrügerischen Dämon Dolos hat sie dabei nicht gerechnet. Was hat er nur im Sinn? Wird es ihm gelingen, sie zu manipulieren, sie zu verführen und so ihre Pläne zu vereiteln? 


    Da es sich hier um den 3. Band der Philian-Chroniken handelt, ist schon einiges im Vorfeld geschehen, was man als Neueinsteiger nicht unbedingt weiß. Um diese Wissenslücke zu schließen, gibt es nicht nur ein umfangreiches Glossar am Ende des Buches, sondern auch eine kurze Zusammenfassung mit notwendigem Hintergrundwissen und einer kurzen Erklärung der Personen. Also keine Angst, auch ein Unwissender kann jederzeit das Wagnis eingehen, in die Welt rund um Philian einzutauchen. (; Es lohnt sich! 


    "Kein Mensch bleibt auf Dauer standhaft, wenn der Todeskalender unbarmherzig Nacht für Nacht herunterzählt. Und ein junges, lebenshungriges Mädchen schon gleich gar nicht." 


    Durch Thiepas Bindung an ihren Geliebten kann sie nicht länger als 15 Nächte von ihm getrennt sein ohne selbst sterben zu müssen. Doch wie kann Aletheia ihrem Schützling nun helfen? 




    Wie man schon bei der Inhaltsangabe bemerkt, spielt sich das Buch auf mehreren Ebenen ab. Zum einen wären da die Götter, die die Planeten und ihre Bewohner erschaffen und beschützen, während andererseits das Leben dieser Personen beleuchtet wird. Dabei versuchen die Götter zwar zu Planen, was durch ihre Figuren ausgelöst werden soll, doch können sie diesen Handlungen nicht bestimmen, sondern nur versuchen sie in die gewünschte Richtung zu lenken. Aletheia und Dolos beobachten gemeinsam durch eine sprechende Leinwand die Geschehnisse auf Samiela. Durch diese geschickt gewählte Darstellung ist des möglich, über die Kommentare der Götter die Handlungen der Bewohner zu bewerten und in den Kontext der Handlung einzuordnen. Auch hat jede Perspektive - sowohl die des jeweiligen Gottes, als auch die des betrachteten Bewohners - eine individuelle Erzählweise, sodass man immer schon anhand des Erzählverhaltens den derzeitigen Sprecher erkennen könnte. (:


    So konnte durch einen differenzierten Schreibstil nicht nur der Lesefluss aufrecht erhalten, sondern auch die Stimmung aufgelockert werden. Je nach Sprecher waren amüsante Kommentare, interessante Denkweisen, aber auch unterschiedliche Probleme vorhanden, die einen als Leser immer wieder munter haben Mitdenken lassen. Dabei variierte auch die Wortwahl sehr stark, sodass mal sehr direkte Sprache in Dolos' Gedanken zu finden war, als er Aletheia zu verführen versucht, aber auch teilweise altmodisch scheinende Formulierungen, wenn die Götter sich untereinander unterhalten. Diese abwechslungsreichen Stile spiegelten immer die derzeitige Stimmung  der Situation wieder, sodass eine spürbare Atmosphäre die Geschichte lebendiger werden ließ. (:


    Besonders faszinierend fand ich darum die Beziehung zwischen Dolos und Aletheia. Dolos' Ziele machen ihn in Aletheias Augen zu einem betrügerischen und egoistischen Zeitgenossen, dessen Charme sie auf keinem Fall erliegen darf. Dabei verbirgt sich mehr hinter dieser oberflächlichen Fassade des Verführers, als Aletheia zu erkennen bereit ist. Sie will nur das Beste für ihre Planetenkinder, sorgt sich aufrichtig um das Wohl anderer und denkt nicht nur an sich selbst. Darum kann sie auch ihrem Sehnsucht nach Dolos' Berührungen nicht nachgeben!..oder? Er nämlich versucht hartnäckig, sie für sich zu gewinnen und hofft, ihr mit einer gemeinsamen Nacht die Augen zu öffnen. Trotz ihres Widerwillens gibt er sie nicht auf...  Doch wird er jemals Erfolg damit haben? 


    Ich persönlich fand gerade das so unglaublich spannend. Man weiß, dass der Plan einfach klappen muss, doch unter welchen Bedinungen und wie? Man weiß nie, welche Komplikation sich als nächstes ergibt, was für mich den Reiz der Geschichte ausmachte. 


    Insgesamt habe ich mich darum entschieden, dass Buch mit sehr guten 4,5 von 5 Sternen zu bewerten. Noch nicht perfekt, aber verdammt nah dran. (;







    Kommentieren0
    1
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Dark Hearts: Spiegel der SeeleB081P6DCQQ

    Bewertung zu "Dark Hearts: Spiegel der Seele" von Alexandra Fuchs

    Dark Hearts: Spiegel der Seele
    book-lover2-vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Mischung aus Realität und Fantasy mit einer kleinen Romanze und einer ungeahnten Entdeckung... perfekt für zwischendurch. (:
    Wie Hund und Katze (;

    Nach dem Tod ihres Vaters ist für Kat nichts mehr wie zuvor. Sie igelt sich ein, ist leicht reizbar und übersieht viel zu schnell die schönen Seiten des Lebens und fokussiert sich auf das Negative. So auch als sie so ein unausstehlicher Hund  in ihrer Katzengestalt jagt. Zum Glück muss sie ihn nie wieder sehen... bis er, Levi, in der Bar, in der sie arbeitet, auftaucht und nicht locker lässt, bis sie auf ein Date mit ihm geht. Langsam befreit er sie aus ihrer Trauer und gemeinsam mit Levis Band kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, von dem sie nicht einmal ahnten, dass es existiert... 

    "Die Angst sollte dich niemals davon abhalten, dein Leben zu leben. [...] [M]anchmal wirst du sie verfluchen. Doch lass dich niemals von ihr aufhalten, das zu tun, was dir dein Herz sagt."  

    Und genau das tut Kat auch. Nachdem ihr Vertrauen zu Levi sie aufgebaut hat, beginnt die Liebesbeziehung der beiden wie ein stetiger Begleiter in den Hintergrund zu rücken, da es ein Problem das nächste ablöst. So taucht man immer mehr in die Welt der Gestaltwandler ein, um sich dem dortigen Problem stellen und dieses auch verstehen zu können. 

    Mit seiner einfühlsamen, aber auch sehr direkten Art erobert Levi nicht nur Kats Herz, sondern auch das der Leser. Er will seine Freunde beschützen, doch ist auch selbst nicht unverwundbar... Für Kat gilt das natürlich genauso! Doch sie versteckt sich nicht hinter ihrem Beschützer Levi, sondern stellt sich jeder Gefahr erhobenen Hauptes, auch wenn es manchmal vielleicht besser wäre, den Schwanz einzuziehen. Bei mir haben diese sympathischen Protagonisten nur positive Empfindungen hervorgerufen und ich hoffe, dass jeder, der sich in Kats Lage befindet, bald auch so einen Levi kennenlernt. (;

    "Ich dachte, wir haben alle Zeit der Welt, und vergaß, dass jeder Moment kostbar ist."

    Am Schreibstil habe ich nur ein bisschen auszusetzen, da für mich alles zwar flüssig und angenehm lesbar war, aber darüber hinaus nichts Prägnantes zu finden war. Keine besonders schönen Metaphern, zum Nachdenken anregende Satzstrukturen oder dergleichen. Als die Geschichte richtig beginnt, Spannung aufgebaut worden ist, möchte man das Buch kaum aus der Hand legen. Eine Prise Humor nimmt der Geschichte die Schwere; perfekt also als leichte Lektüre.

    "Das ist das Leben. Es ist unberechenbar. Keiner kann dir vorhersagen, was morgen sein wird. Trotzdem müssen wir für das einstehen und kämpfen, an das wir glauben."

    Ich vergebe darum 4 von 5 Sternen, da das Buch einiges an Potential verschenkt hat, aber dennoch eine schöne, abwechslungsreiche Geschichte für zwischendurch ist. (:

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Geheimnis Schiva / Geheimnis Schiva 29783748577317

    Bewertung zu "Geheimnis Schiva / Geheimnis Schiva 2" von A. Kaiden

    Geheimnis Schiva / Geheimnis Schiva 2
    book-lover2-vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende Fortsetzung die mit ihren Rätseln und Figuren den ersten Band noch übertrifft! Dranbleiben lohnt sich. (;
    Sag niemals nie...

    Nie hätte Lara gedacht, dass sie ihre Freunde, die sie in Schiva kennengelernt hatte, wieder sehen würde. Vor vier Jahren ist Schiva versiegelt worden und so auch jede Möglichkeit für Lara, dorthin zurückkehren zu können. Doch dann glaubt sie, Sydney gesehen zu haben.. Aber wie soll das möglich sein, wenn Schiva doch versiegelt worden ist? 


    Als Lara Schiva zuletzt verlassen hat, konnte sie die Augen nicht länger davor verschließen, dass dort nicht jeder ihr freundlich gesinnt war. Was, wenn jene auch auf die Erde kommen? Oder... sind sie vielleicht bereits hier?


    Während man Lara im ersten Band 16 Jahre alt ist, muss sie nun, da 4 Jahre vergangen sind, im zweiten Band 20 Jahre alt sein. Sie befindet sich mitten in ihrer Ausbildung, sodass man hier erste Einblicke in ihren tristen Alltag gewinnen kann. Obwohl sie einige Bekanntschaften pflegt, merkt man doch deutlich, dass dies wohl nie wahre Freundschaften werden können. Im Grunde ist sie genauso einsam, wie Jahre zuvor. Nur das sie jetzt weiß, wie eine echte Freundschaft sie anfühlen würde... 


    Mir gefällt hier besonders, dass hier plötzlich, völlig unverhofft, Laras Alltag auf ihre Träume von Schiva trifft. Man begibt sich also in diese Scheinwelt, hofft wie vor den bösen Gestalten schützen zu können, während aber auch Laras alltägliches Leben unaufhörlich fortschreitet. Doch ist sie bereit dafür, Schiva erneut zu verlieren? Oder gibt es vielleicht noch eine Lösung? 


    Der Schreibstil gefiel mir hier besser als im ersten Teil. (: Er ist nicht mehr so minimalistisch, sondern schildert vielmehr Laras Gefühlswelt, zeigt unterschiedliche Aspekte differenzierter auf und lässt Lara darum umso lebendiger erscheinen. Es werden zwar nicht alle offenen Fragen aus den ersten Band beantwortet, sodass kein stimmiges Gesamtbild erscheinen kann, doch versteht man nichtsdestotrotz das Verhalten der handelnden Figuren und kann sich darum in sie hineinversetzen. 


    Mich persönlich störte aber dieser zeitliche Sprung zwischen Band eins und zwei.. Kralle, der im ersten Band 10 Jahre alt gewesen ist, versteht sich nun sehr gut mit der 20-jährigen Lara, die auf mich wie 18 wirkt. Auch ihre Ausbildung.. Es fühlt sich an, als hätte sie erst damit begonnen, doch müsste sie nicht spätestens mit 18, sollte sie Abitur gemacht haben, damit begonnen haben?


    Aufgrund des geringen Umfangs von 231 Seiten ist es aber dennoch eine spannende, interessante Geschichte für zwischendurch, um selbst der Realität für kurze Zeit entfliehen zu können. (: Ich vergebe darum 4 von 5 Sterne.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Geheimnis Schiva9783737567527

    Bewertung zu "Geheimnis Schiva" von A. Kaiden

    Geheimnis Schiva
    book-lover2-vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Flucht vor der Wirklichkeit? Einsam, ungeliebt und unglücklich wünscht Lara sich nichts sehnlicher... Doch der Schein kann trügen...
    Realitätsflucht mit Suchtfaktor (;

    Hast du dir noch nie gewünscht, die Realität hinter dir lassen zu können? In eine andere Welt einzutauchen und nie wieder zurückkehren zu müssen? 


    Genau den gleichen Wunsch hegt die 16-jährige Lara als sie zum ersten Mal nach Schiva gelangt. In der Realität fühlt sie sich von ihren Eltern ungeliebt, hat keine Freunde in der Schule und ich auch Zuhause immer der Sündenbock, während ihr Bruder nie die Schuld an etwas hat. Wundert es da, dass sie, nachdem sie diese neue Stadt entdeckt hat, am liebsten nie mehr von da fort möchte? Doch als die anfängliche Euphorie abzuebben beginnt, muss Lara feststellen, dass Schiva keinesfalls so makellos ist, wie es scheint... 


    Jeder von uns kennt das Gefühl, nur kurz alles einmal vergessen zu können. Darum finde ich auch Lara als Charakter sehr verständlich und habe mit ihr gelitten, als sie von ihrer Einsamkeit berichtet hat. Da man aber direkt mit der ersten Reise nach Schiva auch in das Buch einsteigt, bemerkt man von ihrem tristen Alltag nicht viel, da man sogleich ihre Reisen miterleben darf. Es zeigt sich aber vor allem in ihrem Verhalten, inwieweit diese Vergangenheit, obwohl nur von ihr bereichtet wird, sie gezeichnet hat. Diese Sehnsucht nach Akzeptanz, Freundschaft und Liebe.. trägt sie nicht jeder von uns in sich? 


    Genau das hat mir an diesem Roman sehr gut gefallen. Solch menschliche Bedürfnisse, die vor allem bei Teenagern besonders ausgeprägt sind, werden hier als Hauptantrieb genutzt, ohne das die Geschichte langweilig wird. Es gibt recht wenig Charaktere insgesamt und auch das Wissen über diese ist sehr begrenzt. Dadurch gibt es aber auch keine langatmigen, ausgedehnten Szenen, sondern man fokussiert sich hier deutlich Lara und schildert nur das wichtigste. Leider ist man da an mancher Stelle sehr minimalistisch, was Erklärungen an sich betrifft. 


    Der Schreibstil spiegelt diesen Charakter der Geschichte eindeutig wieder. Man bedient sich nicht langer Phrasen, nutzt kaum Schachtelsätze und nutzt Beschreibungen nur gezielt an einigen Stellen. Auf 208 Seiten kann durch prägnante, kurze Szenen aber dennoch eine Geschichte erzählt werden, die sich sehen lassen kann. Vernachlässigt wird dabei aber alles neben den Erlebnissen in Schiva. Man besucht nie mit Lara gemeinsam die Schule, kennt ihre Familie nur aufgrund kurzer Kommentare und Sequenzen, während etwaige Hobbies nur am Rande erwähnt werden.


    Aufgrund des Minimalismus der Autorin vergebe ich 3,5 von 5 Sternen, da mir die Idee hinter der Geschichte sehr gefallen hat, meine detailverliebte Seite hier aber kaum zufrieden gestellt worden ist.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel9783458178279

    Bewertung zu "Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel" von Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel
    book-lover2-vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende Geschichte. Eine empathische, furchtlos-neugierige Protagonistin. Nachdenklich stimmende Kritik... Absolut Lesenswert!!
    "Wer Wind sät, wird Sturm ernten." (S. 255)

    Wenn man nur flüchtig auf das Cover blickt, könnte man fast denken, das sich das Bild, die Arche darauf, gar nicht ändert, sondern nur die Farbe des Covers allgemein. Denn auch auf den vorherigen zwei Bänden ist immer eine Arche abgebildet bzw. ein Teil davon, die der Haupthandlungsort der Geschichte werden wird.
    Doch eine Arche? Was soll das überhaupt sein?

    In dieser Fantasyreihe von Christelle Dabos wurde die Welt zerrissen. Nur Bruchstücke, sogenannte Archen, sind zurückgeblieben, die von den Familiengeistern regiert werden. Je nach Familiengeist haben die dort lebenden Menschen auch unterschliedliche Fährigkeiten, sodass Ophelia, als sie nun nach Babel reist, eine seltene Fährigkeit als Leserin hat. Sie hat die Möglichkeit ergriffen, Anima zu verlassen und nun nach Thron zu suchen, von dem sie seit dessen Flucht nichts mehr gehört hat..
    Umgeben von unbekannten Regeln, Zensoren und Virtuosen begibt sich sich auf die Suche, obwohl sie gar nicht weiß, wonach genau sie sucht. Nur eins erkennt sie recht schnell: um Thorn zu helfen, den Anderen aufzuhalten und zu sich selbst zu finden, ist vielleicht nur "die letzte Wahrheit" der richtige Schlüssel...

    Gleich zu Beginn des Buches findet sich nicht nur wieder eine sehr schöne Karte, die alle Windrosen zwischen den Archen zeigt, sondern auch eine kleine Zusammenfassung, die es einem erleichtert, sich die vorherigen Ereignisse in Erinnerung zu rufen und so problemlos in die Geschichte einzusteigen. Einzig für Neulinge könnte diese etwas zu kurz sein, sodass ich empfehlen würde, immer zuerst die vorherigen Bücher zu lesen, um nicht vor lauter Fragen, die Lust am Lesen zu verlieren.

    Ophelia kehrt hier so wieder, wie wir sie bereits kennengelernt haben: tollpatschig, liebenswürdig, ehrlich und nicht zuletzt auch unglaublich neugierig. Egal welches Hindernis sich ihr in den Weg stellt, um Wissen zu erlangen, ist ihr keine Hürde zu umständlich. Dabei beweist sie aber auch einen Gleichmut, der bei mir nur Staunen hervorgerufen hat. Sie erkennt, wenn eine Situation zu verfahren ist, um andere durch die Wahrheit zu überzeugen. Dabei fügt sich sich aber nicht kampflos in ihr Schickal, sondern ist so objektiv und ehrlich zu sich selbst, dass sie ihren inneren Widerstand zur rechten Zeit in Tatendrang transformiert. Da man aber nie weiß, wann sich die Gelegenheit dafür bietet und wie andere reagieren, ist es unglaublich spannend, Ophelia auf ihrem Weg zu begleiten.

    Ich hätte auch nie gedacht, wie interessant ich es finden würde, diese neue Welt, die Arche Babel, zu erkunden. Kurz zeigt sich da auch die Kritik an unserer Gesellschaft, da man nur durch Äußerlichkeiten und die einem vererbten Gaben einer bestimmten Schicht zugeordnet wird. Man verbietet kriegerisches Vokabular und ersetzt dieses durch Euphemismen, auf das alles vergangene in Vergessenheit gerät und darum Frieden einkehren kann. Diese Illusion, die wir hier finden, sollte uns in unserem Alltag die Augen öffnen, uns sensibilisieren und nicht alles einfach nur hinnehmen lassen.

    "Denk selbst nach, kleiner dummer Mensch, anstatt stumpf zu wiederholen, was man die vorsagt!" S. 250

    Aber neben Ophelias neuem Antrieb hat auch Archibald eine neue Leidenschaft für sich entdeckt. Er ist fest entschlossen Erdenbogen, eine verborgene Arche, zu finden, sodass die Geschichte auch durch Perspektivwechsel aufgelockert wird, die einem Berenildes Situation zeigen. Dadurch ist ein Kapitel fesselnder als das andere und man kommt gar nicht umhin, die Zeit zu vergessen. Doch gerade diese Eigenschaft ist auch dem Schreibstil der Autorin geschuldet, da dieser zwar nüchtern scheint, letztlich aber von verschiedenen Emotionen durchdrungen ist, sodass man in die Figuren quasi "hineingesogen" wird. Man fühlt mir den Figuren mit, entwickelt Verständnis für ihr Handeln und möchte am Ende des Buches gerne bei ihnen, in ihrer Welt, verweilen.

    Ich denke darum, dass 5 Sterne als Bewertung dem Buch fast gar nicht gerecht werden.. Erst im Nachhinein erkennt man, wie tiefgründig manche Darstellungen sind, sodass sicher erst nach mehrmaligem Lesen jede Facette der Geschichte entdeckt werden kann.

    Eine fesselnde, nachdenklich stimmende und mitreißende Geschichte, die man einfach gelesen haben muss!

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Book of DaysB017QDZBMK

    Bewertung zu "Book of Days" von Karolyne Stopper

    Book of Days
    book-lover2-vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte in vergangenen Zeiten über eine widerspenstige Protagonistin, sich doch jeder Gefahr erhobenen Hauptes stellt!
    Überraschend, spannend und unglaublich fesselnd!

    Schon der erste Blick auf das Cover verrät und alles, was wir über Eleonora und die kommende Geschichte mit ihr wissen sollten. Wer rennt auch in seinem schönsten Kleid in einen finsteren Wald noch dazu in einem Schneesturm? Wunderschön, unbezwingbar und nie um eine Flucht verlegen- so präsentiert sich unsere Protagonistin und überrascht so nicht nur ihre Entführer, sondern auch uns Leser immer wieder aufs Neue. (;

    Doch erstmal alles auf Anfang: Worum geht es überhaupt? Eleonora ist mit den engsten Vertrauten der Tochter des Herzoges an der Großen Grenze, um ihrem dort gefallenen Großvater zu gedenken. Während die anderen Mädchen schnell wegen der Hitze das Ziel aus den Augen verlieren, bewältigt Ela die letzten Meter allein, sodass sie, als der Überfall sie alle überrascht, noch über die Grenze fliehen kann. Nun im Territorium des Feindes fürchtet sie erkannt zu werden, da ihr Vater hier als Verräter verurteilt wurde! Ein Versteckspiel beginnt, von dem niemand weiß, ob er es gewinnen kann... 

    So eintönig der Beginn der Geschichte auch klingen mag, so kann ich mit Gewissheit sagen, dass Eleonora, kurz Ela, durch ich eigensinniges Verhalten alles sogleich viel interessanter werden lässt. Durch ihren Mut, ihre Ehrlichkeit und auch ihre Bescheidenheit hat sie schnell meine Sympathie gewonnen, sodass ich immer gefesselter von ihrer Geschichte das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ihre unverfälschten Emotionen, für die sie auch ehrlich einsteht, sind es, die sie aber auch immer wieder in die Bredouille bringen, da ein fügsames, mundtotes Mädchen eher den Idealen dieser Gesellschaft entspricht. Ela hingegen weiß, sich zu behaupten und versucht stolz in jeder noch so aussichtslos scheinenden Situation nicht aufzugeben. Respekt! 

    Doch neben einer solchen Protagonistin darf auch ein geeigneter Mann nicht fehlen. Zu Beginn weiß man kaum, auf wen man sich konzentrieren soll, da plötzlich viele neue Namen auf einen einprasseln, ohne dass man weiß, in wen sie sich verlieben könnte... Eins sei gesagt: Richtig einschätzen können sie Ela bis zum Ende nicht. (; Lass dich überraschen! Ich habe sie alle liebgewonnen und, obwohl es Männer sind, sind es doch anständige Ritter, deren Ruf (meist) tadellos ist. Wo ist sie da nur hineingestolpert?

    Einzig der Schreibstil nimmt mir hier den Wind aus den Segeln, da er für mich nicht ganz angemessen ist. Ich persönlich lasse mich bei einem Schauplatz, der so an vergangene Zeiten erinnert, gerne auch in die Zeit der Ritter versetzen, indem altdeutsche Wörter oder auch nur gestelzte Phrasen häufiger zu finden sind. Da wäre für mich eine dem Buch angemessenere Atmosphäre entstanden, denn mich rissen die hier verwendeten umgangssprachlichen Wörter mich immer wieder aus der Szenerie. So wie z.B. auch manche großgeschriebenen Akzente, die mit meiner Vorstellung nicht übereinstimmten. Allerdings war der Text natürlich eindeutig zu verstehen, man musste nie lange überlegen, was gemeint ist und auch im Allgemeinen ließ sich die Erzählung flüssig lesen. (:

    Für mich gibt es darum für diesen gelungenen Roman 4 von 5 Sternen. Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, aber wird durch einen 2., unabhängig lesbaren Band ergänzt, den ich mir sicherlich ebenfalls zulegen werde. (; Ich bin mal gespannt, welche Überraschungen Eleonora noch in petto hat!



    Kommentieren0
    1
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Sinking Ships9783958625372

    Bewertung zu "Sinking Ships" von Tami Fischer

    Sinking Ships
    book-lover2-vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller Roman, wo der Leser hinsichtlich seiner Empathie auf die Probe gestellt wird... Sympathische Protas, leider falscher Sprecher
    Eine lesenswerte Geschichte mit für mich falschem Sprecher (Mitch)

    Nach „Burning Bridges“ folgt nun dieser Roman Tami Fischers, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht und vielleicht sogar diesen noch übertrifft! Da ich aber erst mit „Sinking Ships“ in die Reihe eingestiegen bin, kann ich es nicht mit letzter Gewissheit sagen. (; Denn auch als unwissender kann man problemlos hier einsteigen und sich voll und ganz auf Carlas und Mitchells Geschichte konzentrieren. (:

    Mitchell hat schon länger nur Augen für Carla, was diese gar nicht zu bemerken scheint. Nein vielmehr glaubt sie ihn sogar zu hassen! Doch dann passiert es: Mitchell rettet sie vor dem Ertrinken. Was, wenn er all ihren Freunden davon erzählt und ihre Schwäche verrät? Carla hat vor nichts mehr Angst, als davor erneut verletzt zu werden, weswegen sie sich hinter ihrer kratzbürstigen Fassade versteckt, um für sich und ihre Brüder sorgen zu können. Aber Mitchell lässt sich davon nicht abschrecken, nein er versucht sogar gerade deswegen, dahinter zu blicken und die wahre Carla kennenzulernen. Ob ihm das gelingen wird? 

    Ich persönlich finde, dass Carla eine unglaublich beeindruckende Persönlichkeit ist. Sie kümmert sich um ihre beiden Brüder, geht nebenbei Arbeiten und hilft auch bei ihrer Tante ab und zu aus, während sie auch noch ihr Studium zu stemmen versucht. Da bleibt keine Zeit für viele Studentenpartys, sie bräuchte eigentlich zwei Leben: das einer Studentin und das einer liebevollen Schwester, um genug Zeit zum Leben zu haben. Glücklicherweise aber hilft ihre Tante ihr, wo sie nur kann. (: Das Temperament, durch welches Carla nie um eine schlagfertige Antwort verlegen scheint, liegt eindeutig in der Familie. Sodass alle Dialoge mit ihr nie langweilig werden konnten. (;

    Mitchell hingegen scheint genau ihr Gegenpol zu sein. Ruhig, ausgeglichen, aus reicher Familie stammend und dann auch noch ausgezeichneter Schwimmer sowie Student. Er ist hilfsbereit, allseits beliebt, geduldig und schleicht sich so Stück für Stück immer mehr in Carlas Herz… <3 Er hat schnell alle Sympathien auf seiner Seite, sodass man nicht vergessen darf, sich auch in Carla hineinzuversetzen. Ohne empathisches Einfühlungsvermögen könnte man sonst vorschnell und zu Unrecht Carla verurteilen. ): Denn auch wenn Mitch‘ Leben anfangs so einfach scheint, mit der perfekten Familie, einem so perfekten, fehlerlosen Charakter, hat doch auch er ein echtes Leben hinter dem Schein, das er, so wie auch Carla, niemandem zuvor gezeigt hat…

    Ich denke, dass gerade diese Gegensätzlichkeit die Ursache dafür ist, dass beide einander so anziehend finden. Sie zeigen dem anderen neue Blickwinkel, helfen sich, ihr Leben besser zu verstehen und fokussieren zusammen das, was wichtig ist. Vertrauen, Freundschaft, Familie, Verständnis… Wenn man nicht glaubt, dass es sowas gibt, wie kann man dann überhaupt richtig gelebt haben? 

    Diese schöne Geschichte verpackt in einem nicht weniger schönen Schreibstil. (: Denn als ich einmal angefangen hatte, wollte ich gar nicht mehr aufhören, da die Wortwahl der Autorin alles zu einem Textgeflecht zusammen gefügt hat, das einen nur fesseln konnte. Ab und zu bin ich an mancher Stelle mal ins Stocken gekommen, im Allgemeinen war ist es aber ein flüssiger, angenehmer Schreibstil, dem es vielleicht nur an der ein oder anderen Verzierung fehlt. 

    Da ich hier aber das Hörbuch rezensiere, möchte ich auch kurz ein paar Wörter über die Sprecher verlieren. Das Buch wird aus den Perspektiven beider Protagonisten erzählt, sodass es auch zwei Sprecher gibt. Während Carlas Stimme, gesprochen von Fanny Bechert, mir sehr gefallen hat, konnte ich mit Mitchells Stimme, gesprochen von Oliver Dupont, nur langsam warm werden. Fanny beweist ein Talent dafür, Carla eine ausdrucksvolle, emotionsgeladene Stimme zu geben, bei der auch ihre spanischen Ausrufe nicht ausgesetzt, sondern authentisch klingen. Mitchells Stimme passte leider überhaupt nicht zu meiner Vorstellung, da sie für mich etwas Linkisches, vielleicht sogar Hinterlistiges hatte, was viele eher an einen Bösewicht als an unseren Gutmensch Mitch erinnern könnte.

    Insgesamt bewerte ich die Geschichte darum mit 4 von 5 Sternen. Man muss sich auch in Carla hereinversetzen wollen, da sie sonst gegen den herzgewinnenden Mitch sonst einfach nur verlieren kann. Und ich denke, dass ich auch eine Lehre, die man hier ziehen kann. Niemandes Leben ist perfekt und egal wie schwer man glaubt, dass das eigene sei, das anderer ist darum nicht weniger schwer, wenn vielleicht auch in anderem Ausmaß.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    )}
    Cover des Buches 180 Seconds - Und meine Welt ist deine9783736311374

    Bewertung zu "180 Seconds - Und meine Welt ist deine" von Jessica Park

    180 Seconds - Und meine Welt ist deine
    book-lover2-vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Stark idealisierte aber gerade deswegen erstrebenswerte Weltdarstellung mit sympathischen Protas! (:
    Mehr als nur ein Experiment... <3

    Als ich den Titel zum ersten Mal las, musste ich sofort an dieses bekannte Experiment denken, aus dem der Mythos hervor ging, man würde sich nach 36 Fragen und einem anschließenden, intensiven Blickkontakt ineinander verlieben. Schnell wird hier allerdings klar, dass das Buch in keinem direkten Bezug dazu steht, da Esben mit seinem 180s-Experiment eine andere Absicht verfolgte..

    Und es ist auch nicht Esbens erstes Eperiment, denn auf seinen Social-Media-Accounts versucht er regelmäßig solche Aktionen zu starten, um so auch die ein oder andere gute Tat zu vollbringen. Allison aber, die jede Aufmerksamkeit scheut, ist gar nicht begeistert, als sie sich mitten in einem solchen Internetauftritt wiederfindet. Doch welche Ausmaße #thiskiss annehmen wird, hätte nicht mal Esben geahnt...

    Doch zuerst zu den einzelnen Charakteren. (: Allison hat es in ihrer Kindheit schwer gehabt, da sie von einer Pflegefamilie zur nächsten gewandert ist, bis sie dann bei Simon gelandet ist, der sie auch adoptierte. Doch trotz dieser eigentlich glücklichen Wendung will es ihr nicht gelingen, ihre Verlassensängste abzulegen und ein vertrauenvolles Verhältnis zu anderen aufzubauen. Einzig Steffi, ihre beste Freundin, dringt zu ihr durch, da sie eine ähnliche Vergangenheit teilen. So unterstützt diese sie auch bei ihrem Wunsch, dieses Defizit endlich auszumerzen. Kann sie sich überwinden und sich Esben öffnen? Vielleicht gerade wegen der intensiven, durch ihn verursachten Gefühle?

    "Mein Leben war bisher in jeder Hinsicht eine Ansammlung dysfunktionaler Puzzleteile, die niemals zusammenpassen werden." (Allison)

    Ob Esben diese Teile wird zusammensetzen können? Bisher ist es ihm noch bei jedem gelungen, dem er helfen wollte. Regelmäßig veröffentlicht er die Schicksale einzelner Menschen, reagiert auf deren Hilferufe und zeigt so, dass niemandes Leben einfach ist und jeder von uns ein Held sein kann. (: Das es neben HassKommentaren, Hetzreden, Produktwerbung und rassistischen bzw. diskrimminierenden Beiträgen auch solche gemeinnützigen Ziele gibt, verliert man nur allzu schnell aus den Augen. Auch wenn ich bezweifle, dass dieses Konzept real umsetzbar ist, ist es doch eine hoffnungsvolle, erstrebsame Vorstellung, die uns allen zu denken geben sollte...

    Doch neben seiner schillernden, hilfsbereiten Internetidentität, ist er auch im Alltag ein geduldiger, hilfsbereiter junger Mann, an den auch ich schnell mein Herz verloren habe. <3 Aber wo Licht ist, da ist immer auch ein Schatten... Welchen Esben wohl mit sich herumträgt?

    Insgesamt empfand ich den Schreibstil hier als sehr angenehm. Man könnte meinen, dass 180s Blickkontakt schwierig zu erzählen sind, doch ich finde, der Autorin ist dies sehr gut gelungen. Diese ist auch meine Lieblingsstelle bis zum Buchende geblieben. <3

    "Ich kann ihn nicht hassen. [...] Wie kann ich jemanden dafür hassen, dass er glücklich ist?" (Allison)

    Auch wird immer aus den Perspektiven der einzelnen Protagonisten abwechselnd erzählt, sodass man auch immer beide Sichtweisen sehr gut begreifen kann. Leider konnte mich das Buch nicht immer fesseln und emotional mitreißen, da der Schreibstil das für mich nicht hergab. Alles wirkte manchmal zu idealistisch, zu ausgedacht, sodass die Authentizität der Geschichte darunter litt.

    Bewertet habe ich das Buch darum "nur" mit 4 von 5 Sternen, da ich mir mehr Realismus gewünscht hätte, die Idee an sich mir aber sehr imponierte. Das Buch ist definitiv einen zweiten Blick wert! Von Esben könnten wir uns ruhig mal eine Scheibe abschneiden. (;

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Bring Down the Stars9783736311282

    Bewertung zu "Bring Down the Stars" von Emma Scott

    Bring Down the Stars
    book-lover2-vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine unglaublich authentische Geschichte! Westons gefühlvolle Worte, seine Selbstlosigkeit..Ich habe jede Seite geliebt..wo ist Band zwei??
    authentisch, emotional... einfach unvergleichlich <3

    "For you, I would bring dowrn the stars, wreath their fire around your neck like diamonds, and watch them pulse to the beat of your heart."
    Ich muss gestehen, dass ich Wes' Gedichte nicht lesen konnte, ohne nicht sofort Tränen in den Augen zu haben. Interessanterweise waren die englischen Orgniale, die auch in der deutschen Ausgabe abgedruckt werden, für mich viel rührender als die deutsche Übersetzung. <3

    Dieser Auftakt einer zweibändigen Reihe dreht sich größtenteils um Wes' Leben. Als er durch ein Stipendium auf eine noble Schule gehen darf, ist Connor der einzige, der ihm hilft. Seit jenem Moment sind sie beste Freunde, quasi unzertrennlich. Doch als Wes Autumn auf dem College kennenlernt, weiß er, dass er nichts lieber tun würde, als ihr die Welt zu Füßen zu legen. Aber kann er ihr wirklich das geben, was sie braucht? ...was, wenn Connor sie viel glücklicher machen könnte? Hat er dann das Recht, so egoistisch zu sein und sein eigenes Glück über alles zu stellen??

    Und auch, wenn der Klappentext jetzt wie eine klischeehafte Schnulze klingt, ist dieses Buch doch viel mehr für mich. Weston will nicht bemitleidet werden, er wirft Connor nicht vor, dass er sich für Autumn interessiert und zu keinem Moment der Handlung hatte ich das Gefühl, dass er nicht das Beste für beide aus Liebe wollte. Er hat das Wohl, das Glück der beiden über sein eigenes gestellt, was ich einfach nur bewunderswert finde. Aber kann man sich selbst wirklich so zurücknehmen, dass von den eigenen Gefühlen nichts mehr übrig ist?

    Ich denke, diese Frage war eine der Schwierigkeiten, die die Autorin in ihren Schreibstil einfließen lassen musste. Auf unglaublich authentische Art ist es ihr gelungen, mir das Gefühl zu vermitteln, die Charaktere verstehen zu können.
    Die gesamte Geschichte wird aus Westons und Autumns Perspektive erzählt, sodass beide Figuren besonders detailiert betrachtet. Dennoch blieben aber Connors Gedanken nicht auf der Strecke, da die offene Kommunikation mit Wes hier ein umfassendes seiner Person vermittelte. Autumn, Connor und Wes sind mir immer mehr ans Herz gewachsen, sodass ich mir das schönste aller Happy Ends für sie gewünscht habe. Dabei blieb aber die Spannung nicht auf der Strecke, da die Figuren sich selbst weiterentwickelt haben und auch deren Lebenssituation öfters neue Hürden aufstellte, die es zu überwinden galt.

    "'Weißt du, warum die Morgendämmerung so schön ist, Autumn?', hatte Dad gefragt. 'Weil jeder Tag die Möglichkeit von etwas Wunderbarem birgt. Du musst nur bereit sein dafür.'"


    Autumns Liebe zu ihrer Familie ist während der gesamten Geschichte deutlich spürbar. Die Atmosphäre, die kreiiert wird, zeigt, dass es hier viel wichtiger ist, wie es in einem Menschen von innen aussieht, als sein Äußeres zu beurteilen. Dabei ist Autumn immer erfrischend ehrlich, einfühlsam und direkt. Sie kann nicht nur ein bisschen empfinden, denn wenn sie sich einer Sache hingibt, dass ganz oder gar nicht. Doch wenn ihr innere Werte wichtiger sind, als das Aussehen, warum lässt sie sich dann von Connors 100-Watt-Lächeln einwickeln? Könnte sie sich nicht auch in Westons Worte so verlieben, wie in das, was sie bei Connor zu finden hofft?

    Ich kann dieses Buch nur mit 5 von 5 Sternen bewerten, da es mir gezeigt hat, dass nicht jede Geschichte mit einer Dreiecksbeziehung wie ein einziges, nerviges Klischee wirken muss. Ich habe jede Seite des Buches geliebt und kann es kaum erwarten, den 2. Band zu lesen!

    "Auch verlorene Liebe ist sinnvoll verschenkt."

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    )}
    Cover des Buches Die Gleichgesinnten III: The One and Only (Gleichgesinnten-Saga 3)B07Y3TBW37

    Bewertung zu "Die Gleichgesinnten III: The One and Only (Gleichgesinnten-Saga 3)" von Edda Maine

    Die Gleichgesinnten III: The One and Only (Gleichgesinnten-Saga 3)
    book-lover2-vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unerwartet anderer 3. Band voller Dramatik und für mich nicht verständlichen Entwicklungen...
    Unerwartet Einseitig

    Der lang ersehnte 3. Teil der Tetralogie von Edda Maine ist erschienen und ich war so gespannt auf die neuen Entwicklungen, dass ich ihn innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte. (:


    Inhaltlich wird direkt an das Ende des zweiten Bandes angeknüpft: Dag ist mit Lenis Vater unterwegs, um ihre gemeinsame Tochter zu finden, während Aingeren und Leni zurückbleiben. Seit allerdings klar ist, dass Marlene kein normaler Mensch, sondern ein Seyide ist, zeigt Aingeren sich seltsam distanziert, sodass ihr nichts anderes bleibt, als ihre Zeit anderen Dingen zuzuwenden. Doch während die menschlichen Frauen auf Partnersuche gehen, will Marlene nichts anderes als genug Treibstoff zu finden, um zur Erde zurückzukehren und ihre Tochter notfalls auch selbst zu suchen. Doch wird es ihr gelingen, die Quellen der Aren aufzuspüren? Und was wird Aing jetzt tun; sie einfach gewähren lassen?


    Zu Beginn sei gesagt, dass mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen ist. (: Aspekte aus den vorherigen Büchern werden aufgegriffen und ebnen den Weg in das neue Geschehen. Die Wendung, die das Ganze dann nimmt, scheint auch erste Spannung aufkommen zu lassen, sodass ich unbedingt weiterlesen wollte. Ich habe dabei auch sehnlichst auf Dags Rückkehr gewartet, da ich vor allem die Entwicklung von Figuren sehr faszinierend finde. Ich hatte gehofft, er würde seine Tochter als einen Teil seiner Selbst ansehen und so Leni für sich gewinnen… 


    Doch während im Klappentext dabei auch groß die Suche nach Treibstoff und dergleichen angegeben wird, liest man im Buch doch weniger davon. Viel interessanter für alle Beteiligten scheint die Suche nach dem geeigneten Partner und so wird, nachdem man es geschafft hat, Alkohol herzustellen, die erste Party veranstaltet, um einander besser kennenzulernen. Durch Marlenes nicht gerade regeltreues Verhalten kommt sie so immer wieder mit Aing in Kontakt, sodass auch hier die Beziehung der beiden zunehmend intensiver wird… Ob das nun eine gute oder eine negative Entwicklung ist, möge jeder selbst herausfinden.. (;


    Mich persönlich frustrierte sehr, wie uneinsichtig und unfreundlich Leni häufig war. Die Gefühle der anderen interessierten sie immer weniger, weil nur sie selbst im Fokus stand. Auch hatte sei bestimmte Vorurteile, die sie anfangs einfach nicht ablegen konnte, das den Konflikt, der daraus entstanden ist, für mich künstlich in die Länge zog. Ich weiß nicht, warum, aber ich konnte mich hier nicht so wiederfinden, wie in den ersten Teilen. Nicht nur Leni, sondern auch Aing und Dag entsprachen kaum noch dem Bild, welches ich mir in den ersten Bänden von ihnen gemacht hatte. Darum gingen meine Erwartungen in eine völlig andere Richtung und ich konnte kaum verstehen, wie sich die Geschichte so schnell wandeln konnte.. 


    Gerade die vielen Facetten, die die vorherigen Bände zeigen, fehlen mir hier. Die seitens Leni unerwünschte Liebesgeschichte des ersten Bandes scheint sich hier zu wiederholen, nur unter anderen Umständen und verdrängt dabei alle anderen Aspekte vollkommen. Auch aufgrund der Partys fand ich zunehmend, dass es hier alles ein einziges Beziehungsdrama war, ohne auf die Gesamtsituation näher einzugehen. 


    Darum bewerte ich das Buch leider nur mit 3 von 5 Sternen. Der Schreibstil ist für mich ein sehr positiver Kritikpunkt, da er sich sehr angenehm liest, doch die dadurch übermittelte Handlung mit Lenis Gefühlen und Gedanken, könnte mich leider nicht überzeugen. ):




    Ich hoffe, der letzte Band kann das Blatt noch wenden! (:

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    )}

    Über mich

    • weiblich
    • 04.09.2001

    Lieblingsgenres

    Klassiker, Historische Romane, Science-Fiction, Liebesromane, Romane, Fantasy, Jugendbücher

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks